Tag-Archiv für 'zwiebeln'

Um des Restvorrates an grüner Kräuselpetersilie zu gedenken war auch an des Nudels passend dazwischenzusteckende Nordseekrabben gedacht, die es sich dankenswerterweise an Zwiebeln und Wein bequem machen konnten — außerdem Zwischenaufmunterung für die Auswüchse auf Gemüse (formschön)

Die dann doch in den letzten Tagen vorhandenen Temperaturen verlangten nach leichter und schneller Kost, Zudem sah der Berg vergessener Kräuselpetersilie schon leicht in verwelkender Natur seinen Optimalzustand, also rasch verwenden, Shrimps waren nicht da, aber famose Nordseekrabben und Wein sowieso.

alte restpetersilie geschmort auf nordseekrabben an nudel
Petersilie in gekräuselter Form ist semioptimal

Also eine der passensten Zutaten zu Nudeln überhaupt gefertigt (Rezept im Blog, vielfach) und die Meeresbewohnerinnen mit hinzu. Die Petersilie war allerdings geschmacklich jetzt nicht soo gut, aber auch nicht sooo schlecht, glatte ist aber einfach besser (weniger eigentlich auch ;-) )

design auf kartoffel
Auszeit für Auswüchse oder andersherum

Und für alle diejenigen, die noch nach einem hübschen Designobjekt für den Esstisch Ausschau halten ist dieses Stück eine kostengünstige Alternative (gesehen in allen guten Wohnaccessoiresläden).

schlicht einfach aufgetischt

salzumsorgtes schinkenstueck
Ohne Salzkruste wär es nicht echt

Einfach Zwiebeln in Olivenöl angeschmurgelt, noch versehen mit Frühlingszwiebeln, die sich ganz hinten im Kühlschrank versteckt hatten mitsamt dem sich salzkrustig eigentlich ganz hübsch machenden Schinkenstück, das anteilig kleingeschnippelt mit hinzu durfte. Und Pilze waren natürlich auch noch dabei ;-)

pilz schinken nudel und zwiebel
Pilze gab es schon lange nicht mehr

Und dann in aufopferungsvoller Tätigkeit einige Mitbringsel verarbeitet, um es sich auch infolge von Essensnotstand so richtig gut gehen zu lassen, Ablichtung folgt.

Jetzt oder nie — Anti-Atom-Suppe

Anti-Atom-Suppe aus Linsen
Anti-Atomkraft-Suppe benötigt auf jeden Fall eine Menge Linsen

Eigentlich bedarf es nur ein klein wenig abgequetschtes Zeitkontingent, drei Linsensorten (von denen die gelbe in gefühlten 23 Läden gesucht werden musste) und ein wenig Fingerspitzengefühl (mehr oder weniger ;-) ) und voilà die Anti-Atom-Suppe aus dekorativen Linsen ist fertig.

Belugalinsen-N
Die feine Belugalinse setzt den letzten Schliff bei der Schrift

Mithilfe von so Suppenzeugs wie Möhren, Sellerie, Petersilienwurzeln, Lauch, dreierlei Zwiebeln, Petersilie, Dill, Olivenöl und klassischen Gewürzen wie etwas Liebstöckel (noch vom Sommer eingefroren, diverse Brühvorräte gehen auch), Pfeffer, frisch vermahlen und Salz, die Suppe schluckt unglaublich viel Salz.; Rigani und Lorbeerblatt darf natürlich auch noch mit rein.
Zubereitung eigentlich fast genau wie hier beim Dekorativ, das irgendwie leider vergessen wurde.

Anti-Atom-Suppen-Teller
Schwärzlich durchgefärbt das Ergebnis, beim nächsten Mal nur noch rote Linsen

Und damit sie dann auch noch besser zu munden weiß, dürfen die optisch die Anti-Atom-Sonne unterstützenden Orangen auch noch mit rein :-) samt ergänzend zu reichenden weißem Balsamicoessig.

Zubereitung also so einfach wie die nächste Anti-AKW-Demo:

In gutem Olivenöl das ganze Wurzelzeugs, die kleingeschnibbelten Dill- und Petersiliestiele und die Zwiebeln anrösten, mit Wasser aufgießen, restliche Gewürze außer dem Salz rein, köcheln lassen, dann die Linsen — die Antiatomsonne dann doch liegengelassen — mit rein. Die gelbe Sorte verliert sich genauso wie die rote Variante relativ rasch, zum letzten Mal hatten wir die erinnerlich zusammen als gedünstete Linsensprossen in farbtechnischer herausgehobener Art und Weise präsentiert.

Anti-Atom-Linsensonne
Sonnenenergie erfreut doch immer wieder

Die feine sonst sehr delikat in Erscheinung tretende Belugalinse färbt hier gemeinerweise heftig ab, dominiert bald schwärzlich den ansonsten auftretenden aschfahlen Grünton, das gelb-orange beschränkt sich auf die Karottenstückchen, die unbeirrt die Fahne aufrecht halten.

Abgeschmeckt mit Orangensaft, Salz und ein ganz klein wenig scharfen Curry. Sehr gut — so muss Linsensuppe schmecken :-)

Fast zu schade zum kochen
Fast zu schade zum Verspeisen — das Making-of übrigens hier

Ach ja — wir versprechen: Irgendwann nach den Wahlen ist eines auf jeden Fall klar, die Interessen der Atomindustrie sei es durch Weiterbetrieb oder durch Entschädigungszahlungen sind gesichert.
Ob nun schwarz-gelbe Atomlobby oder orange-grüne Lange-Laufzeiten-Bauchschmerzen, das Interesse bzw. den Mut Nein zu sagen hatten sie alle nicht — auch wenn sie sich merkwürdigerweise heute so gerieren und die bekanntermaßen gefährliche Atomenergie für viele viele Jahre weiterhin stütz(t)en.

Hoffen wir mal, dass sich das jetzt ändert — Jetzt oder nie!

[Nachtrag: Obdachlose: todgeweihte Strahlenhelfer in Fukushima? via SWR-Umweltblog ]

Die vielseitige Verwendbarkeit der feinen Korinthe zeigt sich ergeben auch bei Anfertigung sowohl baskischer als auch zukünftig dann andalusischer Tapas insbesondere unter Beachtung demnächst käuflich zu erwerbender geschmacksreicher Nahrungszubereitungsmittel (zum Nachtisch optisch widerständliche Keksstempel)

Von unterschiedlicher Seite gedrängt doch mal ein paar klassische Tapas-Rezepte auszuprobieren ward die Aufgabenaufteilung gleich verteilt: Frager 1 erhielt den Auftrag sein schon lange gehortetes Kochbuch mitzubringen (wir haben nur 5 Kochbücher im Hause, in die wir sowieso recht selten reinschauen) und so eigentlich sämtliche Zutaten während Fragerin 2 sich an den Nachtisch machte und hier stattdessen in der wie immer unaufgeräumten Küche dran gemacht wurde zu schauen, was denn eigentlich selber vorrätig zu sein pflegte.

mit honig versorgtes huhn
Honigversorgung schmeichelt ungemein

Prima Sardellen waren noch da, ein mittelgroßes Glas mit einem kleinen Rest von 10 Stück in Öl eingelegt.
Bei baskischen Tapas (die haben so einen unaussprechlichen Namen) gehören die ja in jedes 0,5 Gericht dazu, praktisch wenn es vor Ort nichts anderes (und wesentlich besser schmeckendes) gibt, der erwünschte geräucherte Kabeljau war auf jeden Fall nicht bevorratet ;-)

Am Ende dann irgendwie zuviele Baguettes in unterschiedlichsten Ausführungen und eine eingehende Weinprobe, die vergessen ließ, dass auch noch mal was gefertigt werden müsste, also Zeit vertrödelt und aus den anvisierten 10 Tapa mal eben zwei gemacht :D

gefüllte tomaten mit thunfisch aioli und so

Das umständlich ständig im Auge behaltende Kochbuch „Tapas favoritas“ von Fiona Dunlop (Hrsg.) gibt dann auch gleich mal mehr oder weniger genaue Angaben vor, bekanntlich lieben wir die weniger genauen ;-) da kann dann nichts falsch gemacht werden (Hauptsache es ist genügend Olivenöl dran).
Erstes, weil einfaches Rezept war dann gleich eins aus Andalusien von Rosa Maria Borja und Isabel Capote Dominguez (aus Sevilla): Hähnchenschenkel in Honigsauce; ok, das ist ein klassisches Gericht ;-) aber fand hier Ergänzung mit Currypulver und Senfpulver.

Butter so 100 Gramm, 250 Gramm flüssiger Honig, Currypulver und etwas Senfpulver mit 75 ml Tomatenketchup vermischen, köcheln lassen und ab auf die Hähnchenschenkel und im Ofen 35 Minuten backen.
Auf das geschmacklose Senfpulver haben wir verzichtet und richtigen Senf genommen, ebenso auf die Butter, die nicht da war und durch Öl ersetzt wurde und den Ketchup durch selbstgemachte Tomatensauce ersetzt. War jetzt nicht schlecht, aber irgendwie fehlte der letzte Pepp. Beschlossen das Rezept demnächst noch weiter abzuwandeln und noch ein wenig Korinthen (wahlweise in süßen Wein eingelegt und/oder fein zerkleinert) hinzuzufügen.


Mayonnaise mit dem Stabmixer — funktioniert wirklich prima auch mit Knoblauch

Die gefüllten Tomaten mit Thunfischpüree dann original aus dem Baskenland, das Rezept gefertigt von Iñaki Gulin und Álex Montiel: Frischer Thunfisch in Olivenöl gedünstet, mit Tomatensauce vermischt und mit Aioli — endlich Gelegenheit erfolgreich mit einem Ei, einer leider etwas zu scharfen Knoblauchzehe, viel Olivenöl, Salz, Pfeffer, Senf, frischem Zitronensaft den Stabmixer-Trick auszuprobieren, der seit Jahren im Internet herumgeistert; Chili und Ciabatta hat mal eine deutsche Version der Zubereitung angefertigt) — und Petersilienöl dann oben draufgetröpfelt auf die blanchierten und halbierten Tomaten ohne Haut.

Laut Anleitung sollte die Füllung versteckt werden durch Präsentierung der Tomatenaußenseite — das hätte allerdings die absolut nach weitgehend fast gar nichts schmeckende Tomate in den Vordergrund gerückt ;-) Zwischendurch hatten wir die Thunfischmasse noch mit frischem Rest-Tomatensaft vom Teller versorgt, was den Rest etwas ruinierte, durch in Sherry eingelegte Korinthen dann aber erfolgreich und geschmacksabrundend gerettet werden konnte. Also Korinthen mit in die Tapas! :-)

ausprobiererei
Ganz rechts im Dunkeln die Alioli

Beim Petersilienöl mit Knoblauch und Walnüssen haben wir übrigens nicht richtig aufgepasst und auch die Stiele mit versorgt, was zwar kein Problem war, aber dann doch etwas mehr Pesto als Öl fabrizieren ließ ;-) Ein Rezept für Petersilienöl übrigens bei RezKonvSuite, die gerade erst von den Stuttgarter21-BefürworterInnen heimgesucht worden sind und hervorragende Widerstandskekse im Angebot haben, deren Druckstempel nicht mehr verkauft werden darf.

Durch den Gebrauch längerer Kochzeit eigneten sich die zu verschmurgelnden Zutaten eine stellenweise auftretende aromatische Dunkelheit an, die ungezwungen zu ekstatischer Aufschleckerei auch des letzten Restes führte

kaninchenschlegel mit salbei und tomatenreiferei
Kaninchen, Tomaten, Röstaroma und Salbei — kann es Schöneres geben?

Ein mittelriesiger nunmehr endgültig dezimierter holperig daniederliegender hügeliger Berg unreifer Tomaten beherbergt von einem entsprechenden Korbe war vor etlichen Wochen in die Küche eingezogen, wurde nach Reifung erst abgetragen und dann irgendwie immer wieder übersehen.

Zeit also, sich an die Fertigung delikat zu erschmeckender rezeptlicher Aufmerksamkeit zu wagen und mal wieder Kaninchen in Tomaten-Salbei-Sauce zu wagen. Die Tomaten trotz Schwächen in der Prallheit unglaublich süß und lecker und optimal geeignet. Zubereitung bedarf Zeit und am Herde stehen muss nicht unbedingt sein, so geht es:

Kaninchen in einer Schmorpfanne anbraten in einem Schwubs Olivenöl; salzen, pfeffern, mit Restwein ablöschen, hübsch verkochen lassen, kleingehackte weiße und rote Zwiebeln bratend hinzu, Tomaten, halbierte, ebenso, etwas frischer Salbei und etwas getrockneter Rigani, ein Hauch Thymian und noch etwas Wein, Glasdeckel drauf, hochstellen und bei Herunterfluss des Niederschlags auf ganz klein stellen und warten, warten, warten, zwischendurch mal Salz, Pfeffer, Salbei noch hinzu und alles natürlich auch mal umdrehen (ev. etwas Wasser oder Wein nachgießen). Dauert ungefähr 80-90 Minuten.

tomatenschmurgel
Die Kerne werden nicht entfernt!

Zutaten:
Kaninchen
Tomaten,
Olivenöl,
Salbei, frisch
Rigani, Thymian, Pfeffer, Salz
Restwein

Duftet wunderbar, wenn vergessen wird, dass die Speisung auf dem Herde steht, macht sich zudem noch ein nicht unlecker zu erschmeckender Geruch nach Röstzwiebeln bemerkbar ;-) Harmonierte aber gerade deswegen wunderbar; gegessen, getunkt und geschwelgt mit Weißbrot. Sehr lecker!

Und außerdem? Fresspaketaustausch demnächst?!

Der Handhabbarkeit geschuldeter Flammkuchen erwies sich den Bedürfnissen mehr als gerecht — das lag aber auch an fulminanten Zwiebelvorräten, immerhin aus drei Sorten bestehend, und ebenfalls dreifach strukturiert sich gebender Schinken mit Speck, kleingeschnippelt (vorgesehene Birne ward vergessen)

Der Arbeitsüberlastung und anderweitigen Aufenthalt war das Mahl geschuldet, einfach zu bewerkstelligen in zeitlicher Hinsicht und unter aufopferungsvoller Hingabe der vorrätigen Nahrungsmittel, die geduldig wochenlang auf die Fertigung harrten.

Ganz klar, alles war da, um sich auch mal an einen Flammkuchen zu wagen; bei Sammelhamster war doch neulich einer, natürlich kein Rezept dabei (muss sich erst laaaang durchgeklickt werden ;-) ), Hah! Hefe! Hefe war nicht da, also Suchen in den Weiten des Internet. Die Mestolo.Version sieht sehr lecker aus, hat aber ebenfalls besagte Zutat, das Rezept bei Küchenzaubereien kommt auch nicht ohne aus, ebenso Bolli oder missboulette.

Flammkuchen zu tisch
Flammkuchen und Federweißer

Schließlich bei Kk =Kegala kocht fündig geworden — dabei weiß doch jedeR, dass kk kulinaria katastrophalia heißt ;-)

Prima, Mehl, Salz, Wasser, Olivenöl, genau so wurde sich das vorgestellt — sollte das traute sich langsam aufzuwärmen zu beliebende Heim nicht mehr verlassen werden :D

Rezeptlich war zwar noch Dinkelmehl vorgesehen, aber da wollten wir nicht so kleinlich sein, stattdessen wurde das Wasser durch hübsch sprudelndes Mineralwasser ersetzt (soll auch locker machen).

Ging dann auch ganz einfach, Mehl mit Wasserzugabe, so nach und nach, versetzt und in 5 Minuten geknetet, zwischendurch Olivenöl und Salz mit ran; wenn der Teig nicht mehr klebt und nicht zu wässrig ist, ab für 30 Minuten in den Kühlschrank und derweil Zwiebeln, rot, weiß, Gemüse, geschält und kleingeschnitten, ebenso die drei Schinkenspeckreste.

Flammkuchen
Erste sich rechlich bedeckt gebende Fuhre

Für den Belag Crème fraîche mit Pfeffer, Salz, Thymian und etwas Sahne verrührt und auf den ausgewalzten dünnen Teigfladen aufgebracht, Zwiebeln und Schinken kurz angebraten und ebenfalls mit hinzu, ein Klacks noch oben drauf stellenweise und ab in den vorgeheizten Ofen für 20-25 Minuten (Stufe 3-4 Gas).

Die erste Fuhre mit verquatschten 30 Minuten erwies sich als ein paar Minuten zu lang, die zweite genauer beobachtete Ofenware war genau richtig, weich mit beginnender Härte, der Belag noch nicht vollends verkohlt ;-) schmeckte gut, Belegung etwas zu reichhaltig und war aber irgendwie auch noch als verbesserungswürdig erachtet worden. Zwiebeln vielleicht beim nächsten Mal nicht anbraten? Irgendwelche gewürzlichen Beigaben eventuell noch (eine kleine rosmarinbelegte Ecke passte gar nicht) oder doch ein wenig Dinkelmehl zum Teig für etwas kräftigeren Geschmack?

Wird in Bälde ausprobiert, der obligatorische Federweißer muss ja irgendwie weg :-) und da die Sichtung der verpassten Foodblogs mindestens zwei Tage in Anspruch nehmen dürfte, ist die Versorgung derweil gesichert ;-)

Sich des Geschmackes erfreuende Keftedes und in allerlei Variation hinzugefügt Dieses und Jenes, um zu erreichen einmal auch Bifteki und dann den Grad der Lockerheit samt aromatisch-verführerischer Sanftheit (hey — weitgehend gelungen und sooo einfach)

bifteki mit schafskaese und zucchini
Bifteki — an den Schafskäsestückchen zu erkennen (sehr klein ;-) )

Die erneute Ausprobierung stand schon länger mal wieder an, Hackfleischgerichte sind ja nicht so häufig anzutreffen bei uns, andere können das aus jahrelanger Übung resultierend dann in perfekterweise abgestimmter Handhabung der Zutaten.
Nun war neulich der Wunsch groß doch einmal die typischen griechischen Keftedes zu machen, ist schon ein paar Tage her und war die Beilage zu dem famosen Zucchini-Kartoffel-Wildkräutern aus dem Backofen, aber da die Hitzeansammlung heute Gnade walten lässt und auch etwas handfestere Speisung zur Abwechselung nicht das schlechteste wären ;-) nun das Rezept, was eingeholt wurde von einer Originalquelle, also mithin für allerbeste Geschmacksintensität zu bürgen weiß.

sauerteigbrot muss hinzu
Sauerteigbrot — unverzeihlich wenn nicht mit dabei

Allererste Voraussetzung sind natürlich die guten Zutaten, Fleisch aus Industriehaltung wässert nur und schmeckt nicht, klar, beim Hackfleisch fällt das dann besonders auf, leider ist in Berlin selbst das Biofleisch nicht immer das, was als gut gelten sollte, muss also vorher ausprobiert werden. Ganz wichtig ist dann noch das Sauerteigbrot, das unbedingt mit hinein gehört, am besten Roggen vom Biobackhaus.

Damit die Keftedes auch schön saftig bleiben werden einfach noch Zucchini und Kräuter mit hinzugefügt und für ein paar Exemplare, die größeren, noch Schafskäse, schmeckt super und erfreut ob der mal etwas anderen Füllung.

zucchini und zwiebeln sanft geduenstet
Zucchini und Zwiebel schon mal lecker angedünstet

Zutaten noch mal auf einen Blick:

1 Kilo gutes Hackfleisch (Rind, nicht zu viel Fettanteil)
halbes altes Brot so 500 Gramm und 3 Tage alt, Sauerteig! (ev. etwas mehr, wenn die Rinde abgeschnitten wird)
1 große Zucchini, am besten die hellgrüne Sorte
3-4 Eier
4-5 weiße Zwiebeln oder zwei Gemüsezwiebeln (ein Teil bleibt roh)
Petersilie
Olivenöl
Salz, Pfeffer (gemessen: 30 Sekunden Mahlung ;-),
Cumin 2 Teelöffel (ca, je nach Intensität),
Rigani, 1 Teelöffel,
Würzminze 1-2 Esslöffel (auch frisch/extra, dann mehr),

und optional
Mineralwasser oder Soda
Schafskäse
Knoblauch

gutes oek fleisch und petersilie auch vom stiel
Von der Petersilie am besten auch die zarten Stiele

Zubereitung:

Zucchini und Zwiebeln in kleine Stückchen schneiden, einen Teil der Zwiebeln beiseite stellen, die kommen später so hinzu, und dann in einer Pfanne anbraten/andünsten in Olivenöl. Derweil das Sauerteigbrot einweichen und dann, wenn es weich, aber nicht zu weich ;-) ist vorsichtig ausdrücken, es sollte nicht zu viel Wasser drinbleiben aber auch nicht so zerkrümmeln, dass es nicht mehr möglich ist dasselbige herauszubekommen.

Dann das Hackfleisch die Eier (je nach Größe 3-4) die kleingeschnittene Petersilie (auch die zarten Stiele), das Brot und die Zucchini-Zwiebel-Mischung vermengen, Gewürze hinzu, wenn es zu „weich“ oder „flüssig“ ist, ev. noch mehr Brot oder alternativ etwas Haferflocken. Dann eventuell noch ein kleiner Schuss gutes Olivenöl und noch extra kleine rohe Zwiebelstückchen hinzu für den etwas knackigeren Genuss, die werden natürlich auch noch weicher, so ein bißchen Frische ist aber trotzdem gut erschmeckbar.

keftedes mit kartoffel zucchini wildkraeutern
Als Beilage optmal verwendbar

Lockerer wird die Masse, wenn ein Schuss Mineralwasser oder ein bißchen Soda-Pulver hinzugegeben wird, haben wir natürlich vergessen, muss aber wie das Ergebnis zeigt auch nicht unbedingt sein.

Dann geht es an das Formen, etwas länglicher wäre klassisch, ist aber eigentlich egal, flacher sollte es sein damit alles gut durchgebraten wird. Tipp: Um eine gleichmäßigere Struktur zu erreichen können einfach die Hände nassgemacht werden, das Formen ist dann ein Kinderspiel und in der Pfanne kann dann die „Frikadelle“ auch noch plattgedrückt werden.

Erste Probierung ist dringend angeraten für den Bratvorgang. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen (Grillpfannen eigenen sich auch super) und schon mal zwei Probe-Hackbällchen braten, Temperatur eher niedrig ansiedeln — es soll ja schließlich außen nicht zu schwarz werden. Stimmen die gewürzlichen Zugaben? Nachwürzen dann dringend angeraten :-b

Je nach Wunsch kann auch noch Schafskäse hinzukommen, kleingedrückt oder als Stückchen, alles ist möglich und saftiger und würziger wird es auch, etwas größer sollten die Hackteilchen dann sein, das heißt dann in Griechenland Bifteki.

griechische keftedes
Griechische Keftedes — was wird zart-locker-saftig-formidabel mehr begehrt

Die ersten Keftedes waren bei uns von der Konsistenz her noch etwas zu weich, was aber daran lag, dass das Brot einfach zu alt war und auf Grund der darob eintretenden Zerkrümmelung das Wasser nicht mehr richtig ausgedrückt werden konnte, eine Brotschleuder hätte hier vielleicht Abhilfe schaffen können :D und sonstige dem entgegenwirkende Zutaten waren leider nicht mehr vorrätig, ging dann aber so.

Haben schon mal sehr gut geschmeckt, die Feinwürzung war aber noch nicht (die Ansprüche, die Ansprüche) perfekt abgestimmt, das wird beim nächsten Mal noch optimiert, wahrscheinlich war das Hackfleisch schuld ;-) Verspeist mit zusätzlich gereichten Schafskäse und das Glück stellt sich ein.

Getragen von eifrig erkundbar sich darstellender Einkaufsunlust erwies sich das Ratatouille ohne die anvisierte Kartoffelsorte dann doch in Etappen als etwas sich dem nicht ganz so geeignet erweisenden Umstand, dem aber gekonnt durch Zerschnippelung größerer Ware gekontert werden konnte, was aber leider nicht die angewiesenen GemüsezerschnipplerInnen, die angehalten waren doch etwas größere Stücke, was wiederum leider nicht durchgehend — da bratend derweil — kontrolliert werden konnte, zu fertigen und dann doch eher schmalere Versionen herstellten, abhielt , sich zu beteiligen und so wurd es etwas unfester, aber da der Thymian nicht mehr die versproche Wirkkraft besaß und die wilden Fenchelkörner ohnehin vergessen waren, war das dann mittels des stärker zutage tretenden Agavendicksaftes doch formidabel — zumal gerade das beste aller Olivenöle ausgegangen war und nun auf Ersatz zurückgegriffen ward

Ok, es geht auch ohne Bamberger Hörnchen, aber mit ist schon besser, ansonsten war die Fertigung des leckeren Ratatouille dann doch ganz passabel, wenngleich eine etwas festere Struktur schon angenehmere Nuancen hätte aufweisen können.
Da die Ahnung, dass die Einkaufsperson nicht die richtigen Zwiebeln ordern würde, sich schon bei Bestellung zu einer wahrnehmbare Größe entwickelte, war dem Rechnung getragen worden mit der Orderung mehrerer Packungen kleiner weißer Exemplare am selbigen Tage. Die übergereichten Gemüsezwiebeln werden dann anderweitig zu höheren Ehren gereichen :p

ratatouille ohne fenchel
Ratatouille — ohne wilde Fenchelkörner und … siehe Titel

Beim nächsten Mal wird dann genau nach dieser hervorragenden Ratatouille-Variante vorgegangen, die dereinst so hervorragend zu munden wusste ;-)

Dekorativ, das — rundlich abstimmend bestückend überaus entzückend

kartoffel linsen karotten suppe eingedickt
Kartoffel-Karotten-Linsen-Suppe dickt ein — schmeckt dann besser

Ab und an müssen die Restbestände raus, alles wird versammelt und dann wird auf Zuruf entschieden alles mögliche der Kochkunst anheimzustellen. Suppentage sind ja eher selten (andere feiern das ja geradezu frenetisch), also warum nicht mal wieder, die Kartoffelreste aus hart- und überwiegend weichkochenden Exemplaren schnell geschnippelt in kleine Stücke, derweil Zwiebelwürfelchen angebraten mit Würfelgemüse aus Sellerie (ausnahmsweise in Gebrauch), Lauch, Petersilienwurzel, Karotten, Petersilie und Dill, die Stiele klein. Dann mit zusätzlichem Olivenöl versehen noch ein Suppenstück Bio-Rind kräftig angebraten und mit Wasser erst schmorend und dann köchelnd aufgegossen noch ein paar Stündchen weiter blubbern gelassen.

dekorativ bestückend rund
Nur echt mit Randlinse

Zwischendurch die Kartoffelstückchen hinzu und später noch ein paar zusätzliche Möhrchen. Gewürzlich ständig nachgebessert mit Pfeffer, Salz, frischen Lorbeerblättern. Aber irgendwie fehlte dem Fleisch der Geschmack, der hätte abgegeben werden sollen, das hätte komplett weggelassen werden können, schmeckte nach gar nichts, stammte aus einem Biosupermarkt und irgendwie kam auch die Erinnerung hoch, dass in den letzten Jahren eigentlich dort nie ein geschmackvolles Produkt erworben wurde.

Nachgewürzt mit Langem Pfeffer und beschlossen noch Linsen zuzugeben, die Kartoffeln hatten sich größtenteils schon zerkocht. Champagnerlinsen waren optimal und dann noch Mandarinensaft, frischgepresst aus steinharten aber dennoch noch saftigen Exemplaren, hinzu und ein ordentlicher Schuss Sherry-Essig. Jetzt geschmacklich deutlich besser, die festeren Linsen äußerst passend. Kein Liebstöckl mehr vonnöten. Gerettet.

Durchgezogen heute noch besser und für das Regenwetter genau die richtige Kost, heimelig-gut! ;-)
Dekorativ waren ein paar gekaufte Broccoli-Sprossen vorgesehen, aber die schmeckten leider nach gar nichts, brauchten also nicht auch noch mit hinzu. Zeit mal wieder selber die Sprossenzucht zu aktivieren.