Tag-Archiv für 'zwiebel'

Dem Bedürfnis nachgebend in der Nacht den noch sich in Ausprobierung befindlichen Walnussdip durch anderweitige Ingebrauchnahme zur Befriedigung urplötzlich aufkommender Ich-muss-jetzt-was-essen-jetzt-sofort-Gedanken zu vervollständigen (erstes Bild)

Eigentlich ruhte die Walnuss-Ricotta-Mischung zur geschmacklichen Verbesserung durch Durchziehung im Kühlschrank, um am nächsten Tage mit allerlei Variantenreichtum so mancherlei Dip zu ergeben. Zuvor waren Walnüsse gekocht und ob der Färbung der inneren Schale (die braune Haut) von dieser befreit durch simple Methode mit Ricotta vermischt und so mit Salz ganz schlicht und Pfeffer reichlich versehen.

walnuss ricotta tomate
Saucenbeitrag zu stimmigen Walnüssen in Ricotta

Nun reichte dies allein nicht zur Sättigung, mit Nudel allein nicht vollkommen und eigentlich auch nicht dafür gedacht — also rasch Zwiebeln in etwas Olivenöl gedünstet und fünf,fünfundso Tomaten mitsamt frischem Basilikum und Thymian und Salz und wiederum Pfeffer für ein paar Minuten gekocht und nach kurzer Abkühlzeit zum Ricotta-Walnuss-Gemisch gegeben, was sich gleich apart verfärbte.

Eine famose Sauce, noch leicht abstimmungsbedürftig, aber insgesamt die Erwartungen überaus erfüllend! Mal schauen, wie die Verfeinerung gelingt :-)

Zu Halbgeschnittenem lauter putzige Körnchen und eckiges und rundes und langes klein geschnippeltes Grün — und freudig erwartete Päckchenverschickaktion

quinoa rot mit zucchini und erbse und dill
Gehäuftes rotes Quinoa macht gut satt

Das war aber auch wirklich mal wieder Zeit ;-) , dass ein neues Deutsche Foodblogs schicken sich gegenseitig Fresspakete — kurz DFssgF — anstand. Schnuppensuppe hat sich dankenswerterweise wieder an die Organisation gewagt und versucht nun aus dutzenden Foodblogs die vegetarischen, veganen und omnivorischen auseinander zu halten, um die Freude nicht gering werden zu lassen bei der Kochblog-Versendeaktion.

Beschwerden, Wünsche, Mitmachanzeigen für die Foodpakete sind dann direkt beim vorzüglichem DFssgF 5 kundzutun und zwar bis nächsten Montag noch, das ist der 9. November.

DFssgF 5
Auf das Foodhorn kann draufgeklickt werden ;-)

Also alles stehen und liegen lassen, in die Läden stürmen oder in vergessenen Schränken herumwühlen und sorgsam gehütete Schätze zu Tage bringen :-) Präsentation gibt es dann in den Austauschblogs, wie das funktioniert wird dann genau erklärt bei Schnuppensuppe. Die TeilnehmerInnenzahl ist diesmal beschränkt, also etwas Beeilung bitte :p

champignon zu rot quinua
Champignon, halbiert passt nur bedingt

Für mittelgroßen Hunger gab es dann noch eine Essensrunde mit reichlich Gesundem Verziertes: Zwar war keine rote Bete und Mozzarella zur Hand, aber mit Champignon und zur Ausprobierung mit Dill und Erbsen statt wildem Fenchel wird das sicher auch sehr lecker war der Gedanke.
War jetzt nicht schlecht, besser war es aber eindeutig in dieser Rotquinoa-Version.

Ach ja, einen europäischen Keks-Versand gibt es auch noch, aber nur mit mehreren Sorten.

Laue Abendsymphonie aus erwiesen raschenstens zu fertigender Fast-Rote-Bete-mit-Einschlag-rosa und wirklich very hot sich auswirkender Sesamkartoffelspalten, was aber einfach an ungenauer Fertigung lag und durch kühlende Quark-Joghurt-einige-Kräuter als da wären frisch Salbei, Minze, Dill und Blattpetersilie sowie trocken Rigani und nass Olivenöl-Dip zu mildern gewusst werden konnte und dazu wurde sich ein fettes Glas trocken Wein genehmigt, andere tranken gesundes Wasser und dafür später ungesundes Zuckerzeug

rote bete angebraten mit orangensaft
Rote Bete mit rosa Einschlag auf Zuruf spontan eingeflossen

So, schnell reingestellt bevor der heutige laue Sommerabend nicht mehr draußen genossen werden kann. Spontan ward sich gestern für die Nachahmung der Sesamkartoffeln bei food letter entschieden, die auch ansonsten lauter nette vegetarische Speisen auftischt.

Nach einiger Suche waren auch die Sesamsamen gefunden, was von den restlichen Zutaten nicht unbedingt zu sagen war, so war weder gelbe Currypaste noch Paprikamark vorhanden, das wurde durch eine grüne Paste ersetzt sowie eine Hot-Irgendwas, was leider nicht mehr rekapitulierbar aber dafür unumwunden scharf war, die Tomatenmarkpaste ward dann gleich ganz vergessen, ansonsten aber ungefähr so wie im Ursprungsrezept ;-)

sesamkartoffeln hot ausgleichend kraeuterquark
sooo scharf, wahrscheinlich war das Paprikapulver in der Tüte, die da aufreizend rumlag, doch Chili

Besuch wusste mit Roter Bete nichts anzufangen, sofort angeordnet dieselbige zu schneiden und Orangen auszupressen, sodann in gepfeffertem Olivenöl (Ein Schuss Sesamöl eignet sich ebenfalls super) angebraten, mit Likör abgelöscht und im Orangensaft eingeköchelt, famos gut, wie immer!

Gut dann, dass nicht alle von den leckeren roten kleinen Kartöffelchen verbraten wurden, war wirklich sauscharf, die aus Eilgründen nicht ganz so knusprigen Exemplare. Der kühlende Bio-Kräuterquark mit Schlacks Bio-Joghurt und selbstverständlich mit ordentlich feinstem Bioolivenöl war die ersehnte Kühlung. Danach Kino, Freiluft.

Bärlauch letzter und so langsam rein geschmacklich sich dem Ende nähernd war im Zusammenspiel mit einer sich ebenfalls im Stadium des Ende, aber dafür überreif, befindenen Birne, die sich nebenbei bemerkt perfekt eignete, genommen, um sich einfügsam in Weinsahne samt passender Schinkenwürfelchen und roten kleinen Zwiebelstückchen zu platten langen Nudeln zu machen — was jetzt durchaus zu mehreren Portionen führte, die aber auch allesamt brav aufgegessen wurden, was wiederum kein Wunder war da es trotz eines wenngleich nur klitzekleinen Überhanggeschmackes der Sahne, wahrscheinlich weil sie bio war, ganz unprätentiös mundete und — mit Verlaub — deshalb ratzekahl die Teller leeren ließ, was angesichts des einhergehenden Konsumes gegärter Getränke auch ratsam war (voilà Sommerkost)

baerlauch letzter mit verzuecken und birne in sahne und wein
Bärlauch letzter mit Verzücken und Birne in Sahne und Wein

So langsam geht dem Bärlauch die Puste aus, erste blühende Hinweise zeigen ihre Wirkung auch im Geschmack; gut, dass letzte Büschel ergattert werden konnten, die nun angesichts frischer Sommerkost, auch in sowas münden sollten und so ward nach Sichtung der Möglichkeiten schnellste Kost aufgetischt.

Zuvor rasch Zwiebelstückchen unakkurat und rot in Olivenöl angedünstet, sodann versehen mit Schinkenwürfelchen, delikat, und dann in weiteren kurzen zackigen Schritten ergänzt, während platte lange Nudeln kochten in Meersalzwasser, versehen mit Wein (so bleiben sie schön weich), der durfte etwas einkochen und dann mittels schwarzen Pfeffers, gemahlen, Salz und einem Schwung Sahne, die reichlich geschmacklich sahnig daherkam, weil bio, wohl, zusammenköchelte, was die Grundlage für das Hinzufügen der Bärlauchblätter und rasch zum Bestandteil erkorener überreifer Birne , auch schon in diesem Werke passend, war.

Schmeckte gut, war richtig zur Kompensation und mit ein bißchen Herumtüftelei würde sich vielleicht noch der Sahnegeschmack leicht herunterdrücken lassen, aber der war auch nur so ganz leicht störend, fast unprätentiös prätentiös ;-)

Und weil ja das Herbeireden im Mai so in Mode ist dies noch

Versehen mit rot-feinem Schaum war der genüssliche Part der von einem grob gekörnten Maismantel umgebenen in Olivenöl gebratenen Pecorino-Polenta unverkennbar und so konnte ein Hauch von Knoblauch spürbar wahrgenommen und delikateste Rote-Bete-Blatt-Füllung erschmeckt werden (griechisch-italienisches Zusammenspiel)

rote bete polenta mit zitronen-bete-schaum
Rote Bete und Polenta ergänzen sich sich überaus fusionsträchtig

Es war durchaus etwas lustig die versammelten Foodblogs dabei zu beobachten wie sie mit dem Thema Fusionsküche umgehen würden. Von Ablehnung bis Eitel Sonnenschein war so fast alles vertreten ;-) Dass das Event-Thema im Kochtopfblog, welches auf den ersten Blick scheinbar so einfach war, sich letztlich aber als Herausforderung entpuppte, war nicht sofort ersichtlich und auch bei uns erstmal nach ziemlich guten allerdings kaum verkonsumierbaren Ideen erst mal auf die lange Bank geschoben worden. Da fällt uns noch was Tolles ein und tatsächlich gab es sogar eine tolle Idee, der sich aber so manche Einkaufsmöglichkeit tapfer entgegenstellte.

Also wie üblich was aus den vorhandenen Zutaten kreieren (das sind sowieso immer die besten Gerichte) und siehe da, der Vorrat an Rote-Bete-Blättern müsste da doch perfekt unterzubringen sein, in unserem kulinaria katastrophalia-Beitrag zum Blogevent. Jetzt nur noch die fusionsträchtigen anderen Zutaten auswählen und so langsam waren in den reichlich vorhandenen Beständen die Maisgrießvorräte entdeckt, die — Juchu — perfekt passen könnten; Kochsinn hatt die ja auch schon erfolgversprechend erprobt. Kurz überlegt und dann losgelegt.

pecorino geraspelt
Pecorino, geraspelt

Die Rote Bete Blätter ganz klassisch griechisch kurz gekocht und dann mit rotem Weinessig, Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und bestem Bio-Olivenöl und einer ausgepressten Zehe Knoblauch angemacht. Sehr delikat schon alleine. Gab es in letzter Zeit des Öfteren ;-)

Währenddessen Polenta gekocht. Maisgrieß ins warme Wasser vorsichtig reingestreut (soll nicht klumpen) und mit Salz und Pfeffer gewürzt, geht mit der Schnellkochvariante auch ganz fix; war so circa ein 1,3 Liter Wasser auf 500 Gramm Grieß. Dazu dann nach einiger Zeit des Rührens noch geriebener Pecorino und noch eifrig weitergemacht.

angemachte rote bete blaetter auf polenta zur fuellung
Zur Füllung die perfekte Wahl — Rote Bete-Blätter (angemacht)

Dann rasch handeln und einen Teil der Polenta auf ein Blech streichen; hübsch verteilt die inzwischen gut abgetropften Bete-Blätter und darauf dann die Restpolenta. Dann heißt es etwas warten und dann darf nach dem Erkaltungsvorgang schon mal ein Stückchen probiert werden, gutgut, und dann in mehr oder minder akurate Quadrate schneiden und für den besseren Geschmack noch mal in gröberen Polentagrieß wenden und dann werden die Stücke vorsichtig in Olivenöl angebraten.

rote bete polenta frittiert
Polenta grob umkörnt und in Olivenöl gebraten

Derweil (eigentlich als allererstes) wird die Sauce fabriziert, entlehnt aus dem Jouvarlakia-Rezept. Dazu wurden die roten Bete-Stiele zusammen mit roten Zwiebeln in Olivenöl angedünstet und dann mit Wasser aufgegossen und mit Liebstöckel und Salz und Pfeffer gewürzt. Eiweiß schlagen und das Eigelb, welches mit etwas von der nicht mehr kochenden Flüssigkeit gestreckt wurde zur Ersterwärmung, kommt dann hinzu zu der schon cremigen Grundlage.

Dann ganzganz vorsichtig den Saft von einer Zitrone reintröpfeln. und dann ebenso vorsichtig alles zu der schon abgekühlten aber noch warmen Topfsauce hinzugeben. Wird auch gleich ganz toll rotcremig.rote bete stiele
Die Roten-Bete-Stiele sehen ganz putzig aus (beim nächsten Mal kommen da aber weniger rein). Mit ein bißchen Geschick werden die Polenta und die Sauce gleichzeitig fertig ;-) und die letzten Strahlen der Sonne verwöhnten den italienisch-griechischen Fusionsgenuss auch noch :-)

Die delikate zart nach Knoblauch und Beteblatt schmeckende Füllung fügt sich hervorragend in die eher leicht schmeckende Polenta ein und der knusprige Mantel aus Grieß vervollkommnet die Angelegenheit auch noch. Eine gute Idee, die wunderbaren Blätter zu nehmen. Die Sauce war schön cremig — wenngleich durch zuviel von den Stielen und Zitrone einen Tick zu sauer. Mit den Hackbällchen kommt das besser (vielleicht noch ein kleiner Schwubs Agavendicksaft hinzu). Im Zusammenspiel mit der Polenta aber eine leckere Fusionskost!

Zutaten:Blogevent Fusionskueche
Füllung:
Rote Bete-Blätter (ohne Stiele)
Knoblauch, Essig, Salz und Pfeffer

Polenta:
Polenta, fein (500 Gr.) und grob (so 100 Gramm)
Salz, Pfeffer, Pecorino (ein geraspelter Haufen) und ca. 1,3 Liter Wasser

Sauce:
2-3 Eier, 1-2 Zitronen, Rote Bete-Stiele, kleingeschnippelt, rote Zwiebel, Liebstöckl, Salz und Pfeffer und ein ordentlicher Schuss Wasser

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Von roten Linsen, tiefroten Blutorangen, sich im Anschnitt befindlicher halber roter Zwiebel und von roter Currypaste und dazu ein wenig roter tomatiger Surftipp

Bei Barbaras Spielwiese wurden früher tolle Küchenorgien gefeiert; als die wilde Studienzeit vorbei war wurde deshalb das Mobiliar schnellstens entsorgt. Dumm war nur, dass das geliebte Linsensuppenrezept, welches an der Kühlschranktüre hing, auf Nimmerwiedersehen entschwand und nun wurde aus den Tiefen der Erinnerung das Rezept rekonstruiert.

Das haben wir natürlich als schmackhaft angekündigte schnellstens zu vollziehende Suppenherstellungskunst sofort nachmachen müssen. Die dafür notwendigen Kräuter haben wir aufgrund anhaltender Faulheit nochmal runterzugehen zum Einkaufen rasch visualisiert und dann war es auch schon fertig mit ein paar kleinen Änderungen hier und da.

Lauch, Karotten und eine noch im Aufschnitt aufgefundene halbe rote Zwiebel wurden in kleingeschnibbelten Zustand in reichlich Olivenöl angedünstet. Ebenso unsere restlichen 5 Kartoffeln, die zwar rezeptlich nicht vorgesehen aber noch auffindbar waren, dann rote Linsen und eine kleingeschnittene Stange Zitronengras hinzu und ebenfalls mitgedünstet und dann mit Wasser aufgefüllt. Dazu reichlich rote Currypaste, 2 große Esslöffel an der Zahl (doch etwas zu viel des Guten, einer reicht dann doch). Während es dann köchelt rasch Kreuzkümmel frisch gemahlen und als es nach 15 Minuten fertig war noch schnell hinzugegeben mitsamt Salz und Pfeffer.
Und da der Wunsch gerne was zum Beißen zu haben und der Umstand, dass kein Brot geordert wurde und dieses nun offenbar wurde, zusammenkamen wurde die Suppe nicht gemixt, sondern nur etwas Sahne reingerührt. Dazu dann noch der schöne Saft zweier blutroter Orangen. Sehr gut!

Eine schnelle Suppe. Beim nächsten Mal nehmen wir dann doch Gemüsebrühe und vielleicht nur einen Löffel rote Currypaste (es war doch etwas scharf) oder machen die gleich selber (Zitronengras, Chili, Cumin und so ist da drin). So war das schon mal eine gute Einstimmung zum Blogevent Curry.

linsen orangen suppe
Rotlinsige Blutorangen-Currysuppe mit roten Tupfern auf grober Struktur

Anschauliches ganz anderer Art sind zur Zeit die tomatigen Erscheinungsformen bei Tomarcte. Hochinteressante Versuche, die nur den goldenen Abschluss schuldig bleiben :D Außerdem wieder neu im Rennen: Kochbuch, in der Zeit des Nichtbloggens hat er seine Kamera in Zahlung geben müssen, um sich exclusives Kochgeschirr zulegen zu können.

Gefunden — und auch schon gegessen (daneben üble Kost)

rest kartoffeln und karotten mit sprossen und mangosauce

Da wurde schon nach etwas gesucht und dann wurde das hier gefunden. Reste von Kartoffeln, Karotten, roten Zwiebeln und wunderbare Sprossen und jahaa scharfe Mangosauce (allerdings aus dem Glas). Salat gab es sogar auch noch. Gelungene Überraschung :-)

Unangenehm wurde es hingegen am Nikolaustag für zwei Angeklagte in Tübingen. Und es ging um ganz üble Zustände.
Einwandfreie Lebensmittel wurden zuhauf in Mülltonnen entsorgt. Angeklagt war jedoch nicht der Inhaber des Supermarktes der dafür verantwortlich ist, sondern zwei harmlose Studierende, die das schlimme Vergehen begangen hatten Essbares aus ebendiesen Mülltonnen zu holen.

[via container-blog]

Nach tagelanger Werkelei war dieses Unterfangen, die interessante Walnuss in einer kulinarischen Kreation unterzubringen, ungebrochen — und so wurde des Abends, die Lichtverhältnisse tapfer ignorierend, mal wieder versucht einige der ins Auge gefassten Zubereitungsdevotionalien doch damit in Verbindung zu bringen, was jetzt zu stundenlanger Beschäftigung mit der Thematik führte und Seifenblasen gleich die schönsten Illusionen zerplatzen ließ, was aber immer noch nicht zum Aufgeben, sondern zum jetzt-erst-recht-hah! führte und nachdem Äußerungen laut wurden, dass jetzt wieder auf klassische Zubereitungsregeln zurückgegriffen werden sollte und dann ein Kompromiss ganz famoser Art gefunden werden konnte – wurde es fertig (Hurra!) und nun können wir gerollte Hühnerbrust gefüllt mit anschmiegsamen Gorgonzola-Käse-Streifen umwickelt von zart kleingehackten Walnuss-Sprenkeln, welche sich gar wunderbar geschmacklich an die Umgebung einzufügen wussten, sanft gegart in Vinho Verde zu überaus passenden Tomatenhackstückeln mit zwiebeliger Beizutat und erlesenen 14 Thymianblättchen präsentieren – das war gut! Noch besser allerdings wurde es, als auch die restlich zur Verfügung stehenden Walnüsse in gerieselter Form noch zur Tomatenleckerei herübergestreut wurden — jetzt war es perfekt

huhn gefüllt mitwalnuss und gorgonzola2
Zart und anschmiegsam gaben die Walnüsse ihren Geschmack in das perfekt gegarte Objekt ab, welches es sich aber auch mit Gorgonzola innendrin so richtig gut gehen lassen wollte

Walnuss — das neue Thema für den Blogevent im Kochtopfblog. Mit Walnuss wird ja bei uns immer der geschmorte Fenchel gemacht, der dann noch in Agavendicksaft karamellisiert wird. Sehr lecker aber diesmal sollte es doch was anderes sein. Was Neues ohne Süßkrams, was Spass macht mit Spannung und Ahaerlebnissen.

Also erst mal Findungsrunde. Gorgonzola war in ausreichender Menge gelagert und Huhn kam in die nähere Wahl als die eigentlich favorisierte Kartoffelkreation mangels ausreichender Vorratshaltung nicht ganz so ergiebig war. Super — also dann noch die Walnüsse, die hatten wir natürlich gleich geordert nach Bekanntgabe. Glücklich übrigens die, die einen Walnussbaum in ihrem Garten haben (die können grüne Walnüsse pflücken und sie gespickt mit Gewürzen in Honig einlegen, hmmmm).

Nun waren die Zutaten ja alle schön beisammen und es wurde zahlreich herumprobiert und Ideen wie Gorgonzolasoße wurden verworfen, weil irgendwie auch nicht so originell; aber wie wäre es mit einem Walnussmantel darin natürlich Huhn und Gorgonzola. Dann also angefangen und unzählige Versuche mit teilweise katastrophaler Wirkung für die klimatischen Verhältnisse in unserer kulinaria-katastrophalia-küche ausgeführt. Dunkle Dampfschwaden von den den perfekten Zeitpunkt verpassendn Walnüssen durchdrangen die Fensterschlitze und niemand hat die Feuerwehr gerufen (was tun die Leute, wenn es wirklich brennt?).

ausschnitt huhn mit walnuss und gorgonzola
Verzierung muss sein – überaus passend war frischer Rosmarin (auch anknabbernderweise ganz prima!)

Die Walnuss also, ein heikles Thema. Sie brennt schnell an. Walnusspanaden in unterschiedlicher Mahlstärke mit unterschiedlicher Unterstützung von Ei und Mehl und, und, und… verhalfen da keineswegs zu anderen Erkenntnissen; selbst als unser Allheilmittel, der Agavendicksaft hinzukam, wurde es nicht unbedingt besser.
Zwar war die Variante Walnusssplitter und Agavendicksaft zum Schluss des Bratvorganges der Hühnerbrust hinzuzufügen gut, aber geschmacklich harmonierte es dann mit dem Gorgonzola nicht mehr so sehr (selbst als als Ausgleich Chili in Betracht gezogen wurde, was jetzt übrigens gar keine so schlechte Idee war, dem muss demnächst mal ausführlicher nachgegangen werden).

Dann setzten schon die ersten Erschöpfungstendenzen ein (schließlich hatten wir zuvor schon erste umfangreiche Aufräumaktionen unserer Wohneinheit gestartet und nun schwanden die Kräfte, es sollte, nein es musste was passendes schnell gefunden werden. Vielleicht das gefüllte Hühnerfilet in Weinsauce? Oder auf einem Saucenspiegel serviert. Das müsste doch auch was optisch hermachen. Also auch da noch herumprobiert und drei verschiedene (u.a. mit Balsamico und Metaxa) kreiert und verworfen.

ausschnitt dreiklang
Zum Dreiklang gehörten noch feine kleine Kartöffelchen im Halb-Längs-Schnitt

Also letztendlich doch auf was für uns ganz klassisches zurückgegriffen — kleingeschnittene Zwiebelstücken in Olivenöl angedünstet, grob gehackte wunderbar schmeckende Biotomaten hinzugegeben und 5 Minuten geschmort. Dann noch etliche kleine getrocknete Thymianblättchen (so ca. 14 Stück an der Zahl), Salz und etwas schwarzen gemahlenen Pfeffer. Perfekt, köstlich, gut. Was für ein Duft, was für eine gelungene Grundlage, hmmmm.

Dann in einem Anfall von gelungener Ideenhaftigkeit Gorgonzola umfassend in Walnusssplitter getaucht und als Füllung in die Hühnerbrüstchen hinein, mittels Zahnstochern verschlossen und in Olivenöl angebraten. Und während die schöne Farbgebung schon das beste erhoffen ließ, kam auch noch Vinho Verdo hinzu, der ob des unaufdringlichen Geschmackes in die engere Wahl kam, schließlich sollte keine Zutat die andere überdecken. Deckel drauf und geschmort, zwischendurch Weinkippvorgang wiederholt und dann mit einem Hauch von Walnuss versehener Saucenverzierung aufgetischt.

huhn gefüllt mitwalnuss und gorgonzola3
Der Gorgonzola zeigte genüsslich fördernde Tendenzen (links im Bild auf Tomate ein, zwei Thymianblättchen

Auf den Punkt saftig gegartes Fleisch war das köchliche Reultat der Anstrengungen, die am Schluss so lockerleicht von der Hand ging, dass wir uns fragten warum wir denn darauf nicht früher gekommen waren. Der Käse fügte sich angenehm ein und war als mittelscharfe Zutat genau richtig einkalkuliert in der geschmacklichen Wirkung. Die Walnusssplitter waren noch leicht knackig und hatten ihren Geschmack lecker an die Umgebeung abgegeben (schmeckten tatsächlich nicht mehr nach Walnuss), so dass die Hühnerbrust vorzüglich durchgezogen schmeckte. Sehr delikat!

Die dazu gereichte Tomatenköstlichkeit wurde durch Hinzufügung der Reste von kleingehackten Wanüssen wunderbar aufgewertet — was für eine tolle Fügung des Schicksals, dass diese Resteverwertung noch so geschmackliche Höhepunkte zu fabrizieren wusste.

Zutaten:

Natürlich kleingehackte Walnüsse, derer viele
Hühnerbrust
Gorgonzola, mittelkräftig
Olivenöl
Tomaten
Zwiebel
Thymian, Pfeffer, Salz
Vinho Verde

Auf die Schnelle:

Hühnerbrust einschneiden, Gorgonzola mit Walnusssplittern rundherumdrumherum versehen, rein damit, verschließen und in Olivenöl anbraten mit Wein ablöschen und schmoren, salzen, pfeffern. Währenddessen Zwiebel, kleingehackt sanft in Olivenöl dünsten, ebenso kleingehackte Tomaten mit rein, Salzen, pfeffern thymianisieren, Köstlich! ausrufen und zusammen mit hinübergestreuter fein gehackter Walnuss servieren.

blog event walnuss quer

Also, harmonisch abgestimmte Zutaten, klassische Zubereitung und Resteverwertung par excellence; außerdem dunkle Lichtverhältnisse, Fotos, die die Köstlichkeit nur annähernd wiedergeben (vielleicht sollten wir uns da mal auf professionellere Pfade begeben?) und glückliche WG-Belegschaft — unser schlichter Beitrag zum Blog-Event Walnuss.

Lustige Linsensprossen zu Zucchiniwürfeln, frischen Erbsen und allerfeinsten Dillspitzen, mittendrin auch noch süßliche griechische Urzwiebeln (die letzten mitgebrachten Schnüff) zur gedanklichen Zurückholung sommerlicher Geschmackserinnerungen — Köstliches Rezept und photogene Darreichungsversuche

frische erbsenLinsensprossen zur Begutachtung
Die Zubereitung der famosen Linse mit feinen Schotenerbsen ist nur anzuraten

Frische Sprossen eignen sich ja bekanntlich als famose Berieselung zu kleinen Brotschnitten, trendigen Bagels und sind natürlich auch sehr fein anzuschauen. Einmal die entsprechende Gerätschaft zur Aufzucht in Betrieb genommen wird allerlei Saatgut die Gelegenheit gegeben zu zeigen, was drin steckt.

linsen allerlei im glas
Allerlei Linsensorten in einträchtiger Zusammenkunft

Seit Tagen also wird gewässert was das Zeug hält (Tag 1) und aufmerksam wird der Wachstumsprozess der vier Linsensorten, die die Ehre hatten für unseren Beitrag zum Blogevent Linsen im Gärtnerblog herzuhalten, beobachtet (Tage 1+2+3+4). Schließlich war die Gelegenheit günstig, dass für den Fortschrittsprozess schon leicht angestaubte Gefäß hervorzuholen (Tag 0), eine bekannte Einmachfirma hat übrigens dasselbe, linsen bereit zum keimen
und gelbe Linsen , zwei Sorten rote (nun ja eher orange) und eine grüne zusammen hineinzurieseln. Das sah schon zu Anfang sehr vielsprechend aus und als erst die ersten Sprossen vorsichtig hervorlugten (Tag 3) war die Freude ungebrochen und selbst die zumeist auseinandergefallenen gelben runden Linsen zeigten vereinzelt Fortschrittstendenzen.
Zwar war die wetterliche Komponente nicht so ganz dem Keimprozess zugeneigt (Tage 2-4), was aber durch ausgiebigen Aufenthalt und Anhauchen des Glases kompensiert werden konnte (Tag 2), was zumindest zu ordentlichem Beschlagen führte und suggerierte, dass wir es gut meinen.

Und heute war der letzte Tag für den Event — also raus mit den Keimlingen aus dem Glas. Optimale zartgliedrige Grundlage für eine exzellente an geschmacklicher Komponente nicht mehr zu übertreffende Speise ;-) wurde hervorgeholt, Staunen und Raunen beim Betrachten. Ach Wunder der Natur, wie kann das nur sein, blabla, erste Blättchen, können die gegessen werden, hmhm, jaja, Foto machen.

Rasch die Biozucchini zu kleinen Würfelchen verarbeitet und in die Pfanne gegeben, zuvor dort die Dillstiele kleingehackt und mit den letzten griechischen Zwiebeln in gutem Olivenöl glasig angedünstet; damit ist der mitgebrachte Vorrat dann leider auch alle — der Geschmack ist linsensprossendarreichung im ueberblick
unübertroffen gut (Schalotten müssen dann wohl jetzt als Ersatz herhalten). Dann Erbsen mit rein, pfeffern, salzen, minzen und endlich den Linsenglasinhalt hinzu und die feinen Dillspitzen, die auf ca. 3 cm geschnitten die richtige Rührfähigkeit gewährleisten, Pfeffer und getrocknete Minze ev. zum Nachschmecken. Rasch umrühren, probieren, umrühren, zur Probe verkosten. Leckerlecker! Und schon ist es fertig zur edlen Kredenzung.

Der zarte Geschmack der Zucchini, die weich auf der Zunge liegt, wird von den vielfältigen farbenfrohen Linsen, noch leicht knackig, als Konterpart ergänzt, der unterstützend perfekt durch den dillig-zwiebligen auch die verwöhntesten Geschmacksnerven treffenden Part versorgt wird. Und erst die frischen Sprossen und Erbschen, lieb anzusehen und köstlich zu erschmecken. Sommerlich-lecker-gut!

Zutaten:
linsenblogevent
Linsen, Sorten derer völlig egal
Zucchini
frische zuckersüße Erbsen
Dill
Zwiebeln, griechische Ursorte (Schalotten passen auch gut)
Zeit, Wasser, Muße
Pfeffer, getrocknete Minze, Salz

Zubereitung noch mal auf die Schnelle in aller gebotenen Kürze:

Linsen 12 Stunden wässern, dann drei Tage regelmäßig im Glas mit klarem Wasser durchspülen, Zwiebeln und Dillstiele dünsten, Zucchinwürfel, dann etwas später Erbsen und sodann ersprössliche Linsen rein, Dillspitzen auch noch. Zwischendurch würzen. Umrühren. Fertig! Köstlichkeit servieren. Übrigens auch hervorragend geeignet als kalte Beilage. Dazu passt wunderbar ein kräftiges Vollkornbrot und ein leicht zum Perlen tendierender Weißwein.

wunderbare linsensprossen mit zucchini und erbsen und dill geduenstet
Das wunderbare Resultat köchlicher Leichtigkeit verheißt nicht nur erinnerlich sommerlichen Hochgenuss