Tag-Archiv für 'zuckererbsenschoten'

Bisweilen entzückend orange im Tone weiß auch die rote vielmehr purpurrote bis lila Version überzeugend die Verwendung unter Zuhilfenahme löchriger Objekte und Füllung mittels in Calvados und eigens aufgefundener selbstgetrockneter Lorbeerblattreste in Verbindung gesetzter Apfelwürfelstückchen zu demonstrieren — der Rest war süßlichgrüner Natur und ansonsten so lalala (was jetzt verträglich die Verbesserung in sich zu tragen weiß, eventuell in Honig glacierte Stückchen, das harrt der Aufklärung) und optisch verdeckt erahnend teilweise krümelnd zu sehen die Verwendung für photographische Momente (außerdem war da noch was mit verpackungstechnischen Angelegenheiten verschiedener Güter)

huhn auf rotsueskartoffelpueree mit zuckerschoten und apfelstueckchen
Statt Klecks ist zur Zeit Krümelei furchtbar angesagt — Immer hübsch auf die neuesten Trends achten!

Von blassorange bis knallig im selben Farbton wurde ja schon eifrig damit gekocht, die lila Version hingegen war bisher noch unbekannt, wusste allerdings selbstredend beim Einkauf zu entzücken für die spätere Verwendung als farbenfrohe Kochkunst, die an diverse jugendlich-leichtsinnige Lebensmittelfarbenversuche erinnerte. Der Geschmack wie eine ganz normale Süßkartoffel, eine frittierte Variante steht noch in Ausprobierung an da erstmal lila Süßkartoffelmatsch auserkoren ward.

lila suesskartoffel
Schon geschälte lila Batate (ansonsten sieht sie in etwa so aus wie alle Süßkartoffeln)

Das mildsüßliche durchaus angenehme Ergebnis nach 15 Minuten Kochzeit und Zerstampfung war aber noch verbesserungswürdig, also rasch einen sauren Apfel zerwürfelt und mit einem selbstgetrockneten Lorbeerblatt (das schmeckt noch richtig) in neutralen Öle kurz gebraten und sodann mit bernsteinfarbenen Calvados zweimal abgelöscht, es soll noch leicht die Frische erschmeckbar sein. Irgendwie ging das aber unter, besser obenauf servieren.

Dazu dann irgendetwas Neutraleres im Geschmack, Huhn war da, das wurde in mit zermörserten Szechuanpeffer und schwarzen Pfeffer versehenen Olivenöl angebraten und dann langsam geköchelt, vertrug auch noch ein wenig rosa Wein, kurz vor Schluss auch noch Salz und frisch gedrehten Pfeffer, eine rote geviertelte kleine Zwiebel und ein paar Zuckererbsenschoten, grün (lila ist noch nicht auf dem Markt ;-)

saurer apfel mit calvados und lorbeer
Überaus ansprechend, das wird noch anderweitig zu verarbeiten gewusst

Vom Anblick begeistert, der Geschmack allerdings in der Komposition jenseits farblicher Geschmäcker doch ausbaubar. Zu lila Püree passt eigentlich Tofu besser, vielleicht noch in güldenen Sesam gewälzt.

DFssgF 4
Nur noch bis Donnerstag spät in der Nacht ist übrigens für eifrige Food-Blogs Zeit sich für das diesjährige DFssgF bei Schnuppensuppe zu melden, mitmachen dürfen diesmal alle ernsthaften Essbegeisterten mit leichtem Verpackungswahn. Wie es geht — steht dann da, das macht auch echt Spaß ;-)

Im Gras verspeisende Kredenzung von überall sich verkrümelnder Picknickverzehrgestaltung (mit Gabel und Feed)

couscous mit zuckererbsenschoten und fruehlingszwiebeln und balsamico
Feine Erspürung zuckerschotenzarter Krümelei

Es kann sich schon wieder vorsichtig herausgewagt werden. Grund genug zum Freiluftvergnügen Couscous mit zuvor rasch in vorzüglichem Bio-Olivenöl gedünsteten Zucchiniteilchen, Frühlingszwiebelstückchen und feinfühligen Zuckererbsenschoten zu vermischen und sich dann noch des süßen Balsamico bedienen, um die luftige Nahrung noch ordentlich lecker zu verwöhnen. Sehr gut!

Kaum wird bemerkt, dass mit Kochthemen Geld zu verdienen ist, schon kommen wie zu erwarten alle auf die Idee auch daran ihre Teilhabe präsentieren zu wollen. Vorspeisenplatte hatte so einen Fall, dass jemand ihre Texte klaute mit dem Argument, dass ja ihr Feed frei zugänglich sei. Jetzt kein so großes Ding, aber wenn es ums Geldverdienen geht, dann reagiert im Allgemeinen der Möchtegerncontentklauprofi doch arg verschnupft — sehr schön hier zu sehen (incl. sehr fragwürdiger juristischer Ausführungen) :D

Schnell, schnell — die letzten Zucchini, Bohnen, Fenchelspitzen und Tomaten aus dem Garten verarbeiten (Rezept)

Vehement wurde in Kommentaren ein zum Nachkochen geeignetes vegetarisches Menue eingefordert. Da Selbstmordparty so nett darum gebeten hat, haben wir schnell mal in unserem Archiv gekramt und ein veganes Backgericht hervorgezaubert. Das gelingt immer und erfreute in den sommerlichen Monaten auch unser strahlendes Antlitz des Öfteren.
Die Zutaten quälen sich aber zur Zeit auch immer noch in den Gärten (oder sind problemlos im einschlägigen Fachhandel zu erwerben)-- während wir gestern beschlossen haben, endlich mal die Heizung in Betrieb zu nehmen.

Zucchini-Bohnen-Wilder Dill-Kartoffel-Auflauf
Zucchini-Bohnen-Wilder Dill-Kartoffel-Auflauf

Zutaten (nur so ungefähre Angaben, ob nun von einigen Zutaten mehr oder weniger genommen wird isr relativ egal):

4 Zuchini
4 große Zwiebeln (rote und weiße)
6 Tomaten
800 gr Bohnen (lange dünne und lange breite)
ein Bund Wildes Fenchelgrün (alternativ Dill und Fenchelsamen)
2 Kilo Kartoffeln
200 Gramm Erbsen oder Zuckererbsenschoten
Olivenöl, Meersalz. Pfeffer, Würzminze (auf gar keinen Fall Pfefferminze!)
ev. 1 rote Paprika, frischer Oregano und Zucchiniblüten

So wirds gemacht:

Bohnen putzen und zusammen mit den grob geschnittenen Zwiebeln und den ganz klein gehackten Fenchelstielen (nicht die feinen Spitzen!) in Olivenöl anbraten (muss nicht sein — dauert aber sonst länger bis es gar wird); wenn rote Paprika vorhanden ist, darf die auch in Streifen geschnitten rein. Den Backofen in der Zwischenzeit auf 220 Grad aufheizen. Benötigt wird außerdem eine große Backform (in einem großen Topf geht es zur Not auch – gelingt aber nicht so gut und ist dann mehr ein Eintopfgericht).
Kartoffeln und Zuchini in Scheiben schneiden und zusammen mit Erbsen, Fenchelspitzen (alternativ Dillspitzen und im Mörser feingeriebenen Fenchelsamen) den angebratenen Bohnen, Zwiebeln etc. vermischen. Ordentlich Olivenöl, Meersalz, Pfeffer, Würz(!)-Minze und etwas Wasser kommen auch noch hinzu. Die in Viertel oder dicke Scheiben geschnittenen Tomaten werden dazwischengesteckt. Alles in den Ofen schieben und hungrig vor dem Backofen warten und nach 20 Minuten mal Alles ein bissl umschichten/umrühren und wieder (wenn vorhanden) mit Zucchiniblüten versehen reinschieben. Nach 10 Minuten kann geschaut werden, obs durch ist. Vielleicht ein bissl Farbe annehmen lassen. Serviert wird das schmackhafte Essen mit Maisbrot.

Guten Appetit! ;-)

Raffinesse aus Pangasius-Filet in süß-scharfer Soja-Reiswein-Soße an excellent kandierten Ingwerstreifen mit gedünsteten grünen Blattspitzen

Woah….!!! Phantastisch, wahnsinnig …ein Geschmackserlebnis ohnegleichen servierten wir uns himself am gestrigen Tage, den wir als gläubige Antichristen ganz dem Fische bzw. seinem ureigenen Element gewidmet zu haben schienen. Nachdem ein Wolkenbruch den von uns an diesem Tage ins Auge gefassten Markt quasi den Fluten, die da über uns, ob unsreres gotteslästerlichen Mahles hineinbrachen vom hohen Himmel, überlassen hatte, mussten wir ausweichen in andere Örtlichkeiten, die — zwar auch nicht verschont — aber noch einigermaßen akzeptabel ohne allzu nasse Füsse erreichbar waren und uns nun leider nicht mit den vorgesehenen Zuckererbsenschoten, sondern mit auch nicht zu verachtendem Chinakohl bedachten; den nämlich genehmigten wir uns kurz in etwas Sonnenkernblumenöl angedünstet nebst Bio-Basmatireis als formidable Sättigungsbeilage zum eigentlichen Höhepunkt des Abends, dem zart und dennoch fest in Erscheinung tretenden Pangasius-Filets in herrlicher Soße, die uns noch lange in scharf-süßlicher, Erinnerung verbleiben wird.

Pangasius-Filet in suess-scharfer Soja-Reiswein-So�e an Ingwerstreifen
Pangasius-Filet in süß-scharfer Soja-Reiswein-Soße an Ingwer-Streifen

Nicht lange gefackelt – so wird es gemacht – und die „asiatische Küche“ genossen:
Zuallererst werden Leute eingeladen, die diese kleinen scharfen Paprika, die ruhig etwas größer ausfallen dürfen!, ganz klein hacken (diejenigen, die das einmal selber gemacht haben, brauchen das nicht nochmal, diese brennenden Hände und die nicht minder verschonten Gesichtspartien, in die dummerweise dabei gefasst wurde, um die Tränen aus den Augen zu wischen). Nachdem dieser Akt zu aller Zufriedenheit, auch der Schaueinlage mit dem erwarteten Effekt wegen, vollbracht war, wurden sie in etwas neutralem Öl, welches wir uns noch mit nussigem Sesamöl zu verfeinern gedachten, angebraten; hinzu kamen in feine Streifen geschnittener Ingwer und nachdem alles in zwei Minuten brutzelig gebraten war, kam der tolle chinsische Reiswein (kein billiger — sondern der sagenhafte aus der mit der Quellwasser reich gesegneten nordchinesischen Stadt Shao, der trockenem Sherry nicht unähnlich ist, aber doch ganz anders) hinzu. Das spritzt zwar Alles gleich kurz ganz heftig, wurde dann aber mittels Hinzugabe von einem Schuß Sojasoße und ordentlich Rohrzucker gebändigt und nach kurzem Einkochen war schon eine schöne Soße entstanden, die allerdings jetzt für die — leider etwas zu spät aufgetauten — Pangasiusfilets noch mit zusätzlichem Shaohsing bedacht wurde. Solcherart mit etwas mehr Flüssigkeit in unserer tollen Schmorpfanne (32 cm) ausgestattet wurden die Fischfilets hineingelegt und konnten nun unter ein paar mal Wenden den Inhalt etwas in sich aufnehmen und uns kaum 5 Minuten später den Gaumen erfreuen. Fantástico!