Tag-Archiv für 'zucchini'

Ofenkost des Sommers Hinwendung bisweilen und der Eignung für jede Lage anheimgestellt und etwas Zuviel, des Guten Hingabe

gemuese aus dem ofen reste des abends des morgens anschaulich
Es verbleibt nur wenig an Rest — dafür gekonnt durchgezogen

So langsam werden die Stände des Wochenmarktes immer voller, was mit Genugtuung und übereifriger Einkaufslust weidlich auszunutzen gewusst wird. Zeit also mal wieder für Gemüsekost aus dem Backofen, so einfach, dass nebenbei alles andere erledígt werden kann, was sich aber auch ansonsten schicklich einpasst.

Das ungefähre Rezept für die vielen Bohnen, gehälftelten Kartoffeln, diesmal riesengroßen Zucchinistücken, rote Paprika, Tomaten, Frühlingszwiebeln, weißen Zwiebeln und etlichen roten Zwiebeln, einigen frischen Minzblättern und selbstredend wilden Fenchels (alternativ wilder Fenchelsamen und frischer Dill) und sorgsam gehüteter Olivenölvorräte ist so einfach, dass der sommerlichen Verpflegung nichts im Wege steht.

Aufgrund eines kurzen Momentes der Unachtsamkeit auftretende leichte Verfärbungen wurden mit einem Schwubs zuviel des Guten an Wasser bedacht, welches sich nicht mehr rasch genug verköchelte, tat aber dem Geschmack auch nichts so richtig an, besser ist es natürlich etwas weggebackofneter und leicht angebackener. Schmeckt sommerlich gutestens :-)

formueberstehendes gemuese aus dem ofen kurz vorm reinstecken in denselbigen mit leicht schattenakrobatik
Beim Hochkantzuvielreinstecken die Ankokelmöglichkeit nicht außer Acht lassen ;-)

Dazu gab es Wein, der vom Besuch mitgebrachte war ein wenig gekippt, das macht nichts, der kommt dann ins nächste Essen rein, optimalste Verwertung :-).
Das Thema bei der 25. Weinrallye ist übrigens Wein in Literatur und Film, klingt gar nicht schlecht, da müsste sich doch was machen lassen. Bis zum 23. ist ja auch noch etwas Zeit…

Traumhafte Zusammenstellungskunst zaubert allseits die von den leckeren Zutaten herrührende kugelrund sich präsentierende Zufriedenheit delikatest auftretender Backofengemüseformklassik (furchige Versuchung anbei) hervor

moussaka vegetarisch im anschnitt
Von zimtigen Hauch durchzogenes Moussakareststück

Mächtige Gemüsestapelkunst, macht nur vorzüglichst darzubietende Portionen, die zwar im Vorbereitungsprozedere etwas ausdauernde Tätigkeiten abverlangt — aber dafür weiß das klassische griechische Moussaka auch lecker zu munden. Wir haben uns mal wieder für die vegetarische Variante entschieden (Rezept HIER), die steht der Fleischvariante nicht nur in nichts nach, sondern ist auch viel — die Gemüsedarbietung besser in die geschmackliche kompostionelle Wahrnehmung rückend — köstlicher.

Ein paar kleine Abweichungen gab es, statt triebsamen Backpulver für die Obendraufschichtung wurde auf Grund aufgetretener Unverträglichkeit diesmal darauf verzichtet und ein Stück frische Vanille statt Pulvers machte sich überaus gut.
In Griechenland wird gerne allerlei Gemüse (und runde Nudelprodukte) mit einer schönen Bechamelsauce versehen und der Phantasie sind da bekanntlich bei den Zutaten keine Grenzen gesetzt.

ueberaus formidable vegetarische moussaka
Auberginendurchzuckende Versuchung

Wie gehabt gebratene noch frische Strukturen aufweisende Zucchini, Kartoffeln, mittendrin aromatische Tomaten-Schafskäse-Mischung und Auberginen geschichtet und dann eben mit der hellen Sauce samt duftenden Zimt versehen. In der Zubereitung wird zwar Butter benötigt, aber ansonsten ist bei dieser Speise der Olivenölanteil äußerst großzügig bemessen, da das Gemüse sich dem Olivenprodukt nicht entzieht ;-) (und wenn die Auberginensalzung frühzeitig vonstatten geht ist es auch gar nicht so schlimm).

Eigentlich sollte ja auch ein kleines Eckchen mit Süßkartoffeln ausprobierungshalber ausgestattet werden, aber nachdem die gebraten so vor uns lagen waren die so schnell weg, dass das wohl wann anders auf der Speisekarte stehen muss :D

moussakastueck veg

Ansonsten ist es ratsam nicht allzu viel vorher zu verspeisen; die wohlgeformte Zufriedenheit im Bauchbereich setzt der weiteren Genüsslichkeit doch recht schnell seine Grenzen und so konnte anderntags noch ein kleines Restfoto gefertigt werden. Aber frisch verzehrt ist sowieso am besten :-)

pana cotta
Pana cotta delikat-furchig

Mitgebrachte allerbeste Pana Cotta aus kleinen sicher zu transportierenden Trattoria-Weingläschen wurde noch kredenzt mit eigens gefertigter leicht herber Orangenmarmeladen-Süß-Martini-Sauce und etlichen Portionsgedecken Kaffee.

Sehr, sehr lecker mal wieder!

Wochenendliches Potpourri mit deutlicher Farbtendenz und noch deutlicherer Zugabe von Olivenöl und ein klein wenig Agavendicksaft, der aber nur rankam, weil eine Zutat etwas schwächelte (verwaschene Aussicht) und mittägliche Rassistenkost (kein Scherz)

Leckere Häppchenkost erschien als die für viele Personen geeignete Wahl, die sich zwar in der Zubereitung ob der jeweils eigenständigen Anbraterei etwas hinzog, und so wurde mal geschaut, ob andere da noch ein raffiniertes Zubereitungsschmankerl wissen könnten. Schließlich standen zahlreiche Gemüsesorten zur Auswahl für ein köstliches Ratatouille (etwas unklassischer Art).

lamiacucina wirbt ja bereits im Header des Blogs damit und hat so seine eigene Puderzuckerversion; Sammelhamster hat eine aufgestockte Version davon nachgemacht, es muss also gut sein.
Bolli zumindest weiß von Puristen zu berichten, die alles extra zubereiten und dann erst mischen. Entegutallesgut verfeinert mit Fisch und Foodletter stapelt erstaunliche Türmchen. Barbaras Spielwiese hingegen richtet zum Lavendel nach jahrzentelang erprobten Rezepte an

Aus allem also etwas zusammengeschustert (Fisch war aus) und aus folgenden Zutaten das wunderbar lecker schmeckende Gemüsegericht gezaubert, das zugegebenermaßen etwas dauerte in der Zubereitung. Das Gemüse sollte noch etwas Knackigkeit aufweisen.

wochenendliche farbkleckse
Wochenendliche Farbkleckse

weiße Zwiebeln, in Olivenöl angebraten, auf Grund von Geschmacklosigkeit mit Agavendicksaft ankaramellisiert
Rote und gelbe Paprika, in Streifen ebenfalls im Rest-Olivenöl-Agavendicksaft angebraten und noch mit getrockneten Thymianblättchen ergänzt
Auberginen, grob geschnippelt und zuvor gesalzen (15 Minuten Ruhezeit) durften ebenfalls mit ein wenig des Dicksaftes beträufelt werden während des sachten Bratvorganges
Die Zucchini durften mit Oregano und Thymian, Salz und Pfeffer für sich alleine anbraten
Kleine leicht süßlich schmeckende Kartoffeln (Bamberger Hörnchen) mit Pfeffer und Salz angebraten; die Sorte bleibt schön fest und eignet sich vorzüglich.

Dann alles zusammen in eine Backofenform und mit vorzüglichstem Olivenöl vermischt und noch mal kurz abgeschmeckt mit wilden Fenchelsamen, Salz und Pfeffer und ab in den Ofen und die anerkennenden Rufe bei der Genussprobe gleich mit in die Getränkekredenzung integrieren.

Geschmacklos präsentiert sich hingegen Rettet das Mitagessen, der sonst eilfertig auf Werbung für ein kommerzielles Kochportal bedachte Bloginhaber scheint es witzig zu finden von „Negerpech“ zu faseln. Diskriminierende Wortwahl bietet sich ersichtlich auch nicht an, um Hinweise auf lustige Filmchen zu geben. Einfach nur peinlich.

Die letzte gefüllte Variante wusste sich länger zurückliegend zwar guter Erinnerung zu erfreuen — nichtsdestotrotz war diese Kleinvariante in reihhaltiger Kredenzung von wundervoll zu genießender Sehnsucht (Schafskäse ward vergessen)

Nach Computerabstinenz und der Fragestellung, warum ausgerechnet neu geschaltete Anschlüsse alle 3 Minuten für Unterbrechungen sorgen müssen, der Verstreichung des heute zu Ende gehenden Pflaumenblogevents und reihhaltiger Zucchinimitbringerei durfte das einzig wahre geradezu klassische Gericht anstehen. Nicht nur beim Blogevent Gurken und Zucchini waren schon leckere Varianten zu finden, die Kraut & Kekse, Kochfun und Genussmousse präsentierten, sondern auch andernorts wurde zugeschlagen wie es sich bei Guerilla, Genussfaktor, Bolli und und und… zeigt.

Unsere Variante war dann eine klassische Mittelmeerversorgung, reich an Gemüseinhalten und köstlichen Geschmackserlebnissen, die überaus geeignet waren sich vergangener Sonneneinstrahlung zu erinnern. Sonne (und jahreszeitlich bedingte Biokost) auf den Tisch holen war dann auch ganz einfach.

gefuellte zucchini mit reis und kraeutern und tomate
Gefüllte kleinteilige Zucchini unter Tomatenhaube (Schafskäse ward vergessen) und Zucchiniblüten waren da auch noch drin

Bio-Zucchini in große Stücke schneiden und Inhalt rausholen (dabei ein Stück für den Boden drinlassen) und mit kleingehackten Bio-Zwiebeln und frischen Bio-Kräutern (z. Bsp. Wildfenchel, Thymian, Oregano, Zucchinblüten) in Bio-Olivenöl andünsten und mit aromatisch schmeckenden Bio-Tomaten, kleingehackt, und Salz und Pfeffer versehen. Bio-Reis ebenfalls in etwas Öl andünsten und dann zusammen mit der der gedünsteten Kräuter-Zucchini-Mischung in die ausgehöhlten Zucchinstückchen rein und dabei beachten, dass sich Reis etwas auszuweiten pflegt; obendrauf noch mal extra eine kleine Tomatenhaube.

In der Backform aneinandergereiht werden auch noch ein paar lange Kartoffelstückchen hinzugefügt und die Reste der dann doch noch zahlreich vorhanden Reismischung. Mit Wasser auffüllen, sodass die Zucchinistücke grad noch so rausschauen und ab in den Backofen. Irgendwann noch Schafskäse drauf und dann das lecker duftende Ergebnis servieren und in Erinnerungen schwelgen. Sehr lecker!

Wäre glatt eine gute (Teil-) Grundlage für den neuen Blogvent im Kochtopfblog gewesen, dessen Thema diesmal von uns vorgegeben wurde — Fusionsküche; bei der Frage, was dann dazu kombiniert werden müsste, sind dann aber noch raffinierte Überlegungen anstehend — es ist ja auch noch Zeit bis zum 15. September.

Im Gras verspeisende Kredenzung von überall sich verkrümelnder Picknickverzehrgestaltung (mit Gabel und Feed)

couscous mit zuckererbsenschoten und fruehlingszwiebeln und balsamico
Feine Erspürung zuckerschotenzarter Krümelei

Es kann sich schon wieder vorsichtig herausgewagt werden. Grund genug zum Freiluftvergnügen Couscous mit zuvor rasch in vorzüglichem Bio-Olivenöl gedünsteten Zucchiniteilchen, Frühlingszwiebelstückchen und feinfühligen Zuckererbsenschoten zu vermischen und sich dann noch des süßen Balsamico bedienen, um die luftige Nahrung noch ordentlich lecker zu verwöhnen. Sehr gut!

Kaum wird bemerkt, dass mit Kochthemen Geld zu verdienen ist, schon kommen wie zu erwarten alle auf die Idee auch daran ihre Teilhabe präsentieren zu wollen. Vorspeisenplatte hatte so einen Fall, dass jemand ihre Texte klaute mit dem Argument, dass ja ihr Feed frei zugänglich sei. Jetzt kein so großes Ding, aber wenn es ums Geldverdienen geht, dann reagiert im Allgemeinen der Möchtegerncontentklauprofi doch arg verschnupft — sehr schön hier zu sehen (incl. sehr fragwürdiger juristischer Ausführungen) :D

Des Backofens hohe Kunst der Präsentierung nicht unansehnlich zu betrachtender verschiedenfarbiger Gemüseanreicherungskost (daneben Blogkino)

gemuesige aussichten
Im Vordergrund hinsichtlich mittiger Erscheinung leicht eingetrocknetes Zucchinerl (hinten saftig)

Gemüsige Backofenkunst — selbstredend immer eine gute Sache. Bei Barbaras Spielwiese gekonnt in Szene gesetzt (mit Beilage). Auch wenn jetzt nicht unbedingt die saure Bohnenzeit ansteht, so war es doch angesagt und nach eifrigen Vorbereitungen war die langsame Köchelei von guten Resultaten begleitet, die mit zart wildfenchligen Geschmack durchzogene Zucchini, breite Bohnen, Tomaten, rote Paprika und Kartoffeln in einem Haufen Olivenöl aufzutrumpfen wusste. Sogar die Tomaten mundeten zu dieser Jahreszeit. Weiter südlich im Mittelmeerraum schmecken die bekanntlich aromatischer, hier wird aber genommen, was zu kriegen ist, bis es selber soweit ist, dass geerntet werden kann. Rezept hier.

Die Zucchini zeigte leichte Schwächen, geschmacklich gerad noch akzeptabel, es ist nicht ihre Zeit. Die Bohnen hingegen, langbreite zumal, wussten sich köstlich in Erscheinung zu bringen, was auch dem wilden Fenchel, der tiefgefroren aus sommerlichen Zeiten stammend, zu verdanken war. Einzig die Kartoffeln gingen ein wenig unter.

Zur Zeit befinden sich einige Schwarzwurzeln in unserer Küche, bisher schleichen wir da herum, gerüchteweise soll es schmierige Konsequenzen haben sich da ranzuwagen. Wir probieren das die Tage aus. Schließlich ist im Gärtnerblog bald Schwarzwurzelevent. Gelegenheit sich dem Gemüse zuzuwenden. Es soll schmecken. Abstimmlich gut gemundet hat jedenfalls das Curryeis von Lamiacucina, das den Blogevent Curry gewann. Herzlichen Glückwunsch! Und weil der Aufzählung derer drei sind, der neue Kochevent des Kochtopfblogs für eifrige Foodblogs wendet sich einer portugiesischen Spezialität zu: Porto. Ganz schlicht, ganz hervorragend — da kommen raffinierte Sachen heraus (schon allein um des Ausprobierens willen).

Und sonst noch so: Der Kampf der Essensdevotionalienphotographiepraesentierung geht in eine neue Runde. Niemand will abgemahnt werden, Niemand hat Probleme mit der Aufmerksamkeit und Niemand ist bockig. Ein Ausmaß von tragelapher Offenbarung. Pures Blogkino.

Urplötzlich auftauchender sich unangekündigt hungrig zu Tisch setzender und eigentlich ganz braver Besuch war verköstigungshalber zu versorgen und damit unsere Serienguckgelegenheit nicht sich abhold erklärt wurde wieder mal Großartiges, weil schnell und lecker zugleich, aufgetischt und so kam, was kommen musste — Feines Fischkuddelmuddel an Safran-Sahne-Sekt-Sauce und dermaßen zufrieden konnte auch noch ein kurzer Blick auf das sonstige Geschehen geworfen werden (vorspeislich in Olivenöl angebratene Paprikastreifen) und fast hochaktuell — Hausdurchsuchung bei unserem Blogbetreiber aufgrund eines Durchsuchungsbeschlusses eines popeligen bayrischen Amtsgerichtes, welches die Ehre von sich in rechtsextremen Parteien Tummelnden schützen will und so nebenbei beabsichtigte die Blogsport-Server einer polizeilichen Inaugenscheinnahme zu unterziehen

Zucchini waren zuhauf da und gerade als versucht wurde in Übereinstimmung zu bringen, was gedanklich damit anzustellen sei, kündigte sich angenehmer Besuch an, rasch die Portionen aufgestockt durch Hinzunahme von Fischsammelsurium und Co. — sodann noch dem Wunsch nach sahniger Konsistenz nachgekommen und mittels im ordentlich verstauten neuen Ordnungssystem schon nach 5 Minuten den Safran gefunden. Sekt war noch da und so kam sehr leckere Kost zum Zuge. Zubereitung ganz einfach, fast wie hier, nur halt noch mit Sahne und Safranfäden. Sehr lecker.
Die leicht sahnige Note mit Safran weiß überaus überzeugend das ihr eigene Aroma zur Geltung zu bringen und durch den knackigen Biss der Zutaten tut sich erfreulicherweise eine gelungene Kombination auf, die auf leichte Essfreude setzend, angenehm in Erscheinung zu treten wusste.
Vorspeislich gab es lecker angebratene Paprikastreifen, die eigentlich für die Anfertigung von Ingwer-Schafskäse-Bällchen vorgesehen und nun als Vospeise auserkoren waren (außerdem kamen da auch noch ein paar ins Essen rein).

fischige mit zucchini versehene safran sahne sekt sauce an linguine
Fischige mit Zucchini versehene Safran-Sahne-Sekt-Sauce an Linguine

In Bayern ist die Welt noch in Ordnung, da ist das bayerische Amtsgericht noch angesehen, wenn der Herr Richter ums Eck kommt, dann schauen alle ehrfürchtig zu Boden. Ein Richter kann aber noch mehr, er kann Hausdurchsuchungen absegnen, dazu braucht er bloß einen Beschluss zu unterschreiben und schon rückt die Polizei an. So wurde bayrische Ordnungsliebe vorletztes Jahr auf eine Ungeheuerlichkeit aufmerksam: Da hatte es doch tatsächlich jemand gewagt zu äußern, dass die 40 Millionen, die der Papstbesuch kostete, besser hätten verwendet werden können. Eine ganz normale Meinungsäußerung also.
Der Herr Richter hat sich da gleich gedacht: In Bayern nicht! Einen Durchsuchungsbeschluss ausgestellt und dann rückte ein vermummtes Sondereinsatzkommando mit Maschinenpistolen im Anschlag an und aus war es mit der Gemütlichkeit (Bericht von MDR-Magazin Fakt).

Nun wieder mal ein Amtsgericht, das fand die Ehre von sich rechts Tummelnden so beschützenswert, dass bei unserem Blogbetreiber Blogsport eine Hausdurchsuchung durchgeführt wurde, um Achtung! eine Emailadresse ausfindig zu machen! Mal auf der Zunge zergehen lassen — eine Emailadresse. Die fand sich zwar auch schon als Kontaktadresse im angeblich des schlimmen Tatbestandes der Verleumdung dringend verdächtigen Blogs auszeit-news, die über rechtsextreme Vorfälle berichten, aber was soll es. Demnächst dann wahrscheinlich auch eine Hausdurchsuchung bei Familie Meier, weil der Nachwuchs einen Schokoriegel hat mitgehen lassen?

Hintergrund ist wohl eher, dass das angerückte LKA Berlin gerne mal einen Blick auf die Blogsportserver mitsamt seinen Daten geworfen hätte, um sich mal so eben einen Überblick zu verschaffen, wer denn da so bloggt und vor allem woher er auf die Server zugreift. Auf Blogsport sind ja nicht nur die aktuellsten Kochinformationen erhältlich, sondern auch zahlreiche linke Blogs. Blogsport bekommt im Jahr zahlreiche „Anfragen“ von staatlichen Geheimdiensten und Ermittlungsbehörden (Verfassungsschutz und Landeskriminalämter aus der gesamten BRD), die mal eben so — allerdings vergeblich — versuchen an Informationen heranzukommen. Die angeblichen Gründe sind meist von ähnlichem Gehalt wie die in Bayern inkriminierte Meinungsäußerung. Realität im Überwachungsstaat und ein Vorgeschmack auf die von CDU/CSU und SPD geplanten weiteren Beschneidungsmaßnahmen demokratischer Rechte (die Vorratsdatenspeicherung ist da noch harmlos gegen).

Die kulinarisch geschulte Testperson bekräftigte, dass dieses unbekannte, dieses in Scheiben Beigefügte im wunderbar duftendend Aufgetragenen nach Artischocken schmecke und so konnte nach zuvor ausgiebigst vielfältiger Brat-Koch-Brutzel-Ausprobiererei Topinambur in ein mit den anderen Zutaten, als da wären Fenchel mit grünen Federsprenkeln, Zucchini gescheibelt und rote und weiße Zwiebeln, und natürlich angestoßene wilde Fenchelsamen, als überaus passend kreiertes Gericht aufgetragen werden, welches zuvor es sich noch mit Schmand in Yufkateig im Backofen zur vollen Größe des Vorgesehenen zu präsentieren wünschte (gemüsige Überwindung verwackelter Bilder).

Der neue Blogevent Topinambur, der das zweijährige Kochvergnügen im Gärtnerblog, als Jubiläumszutat für diesen Monat einläutete, war eine schwere Nuss, die zu knacken uns dennoch galant zu gelingen wusste.

zucchini topinambur fenchel wilder fenchel samen
wilde Gemüsezutatenköchelei mit Topinambur gescheibelt

Und was war nicht alles versucht worden mit dieser von uns zuvor äußerst wenig — genauer gesagt — überhaupt nicht bedachten Sonnenblumenbestandteile (oder was immer das jetzt genau ist ;-) ). Auf dem Markt war dieses Wurzelgemüse eigentlich an jedem Stand vorhanden (frisch ausgebudelt, wie uns versichernd zugezwinkert wurde). Also ebenfalls versichert, dass niemand uns beobachtet und zugeschlagen. So was wird doch nur für den Blogevent in diesen Tagen erworben.

Und gleich ausprobiert, erst rohleicht nussiger Geschmack mit einem Unterton Petersilie und Selleriegemisch war der erste Eindruck. Das sollte auch nach Artischocken schmecken und nach zahlreichen Bissen kam es uns auch so vor. War das jetzt Einbildung.
Also Testperson bestellt und terminiert. Zuvor dann natürlich Ideenfindung. Viele Ideen, viele lustige Ideen und da war sogar eine, die sich als besonders famos herausstellte… wenn nicht ausprobierliche Topinamburfertigung dem einen Strich unter das holde Vorstellungsglück zu machen pflegte.
Es sollte etwas Gebratenes werden im Zusammenspiel; aber leider war das geschmacklich so, dass dadurch das Gemüse ins Hintertreffen kam in der genüsslichen Wahrnehmung. Dabei war das verdammt gut (gedacht). Gut, also weiter, der Termin pflegte näherzurücken und war noch in tage- und nächtelanger Ferne.

topinambur
Topinambur im Rohzustand (und bei Tageslicht)

Als Salat durchaus passend in sehr feinen Streifen, aber dann war da wieder dieses Problem, dass andere Zutaten nicht den so toll erwünschten Aha-Effekt zeitigten. Inwzischen waren wir sowieso fest davon überzeugt, die wahre Artischockenfrucht zu händeln und das sonst unter dieser Bezeichnung im Handel erwerbliche eine gar grobe Falschbetitelung sein musste. Also, neutrale Testpersonen her — die bestätigten auch mehr oder minder den Eindruck, wussten aber auch nicht wesentliche Rezeptvorschläge zur köchlichen Lösung beizutragen.

Der Abgabetag war also dann mal wieder, die präferierte Kochzeit wie üblich auf die letzte Minute (und dann noch dieser unmenschliche Termin um 22.00 Uhr) geschoben. Gut, jetzt war auch getragen durch einfordernde Stimmen, dass das jetzt nicht so ein Schnickschnack nur fürs Foto werden solle, sondern bidddeschön auch der Sättigungsfaktor die ihm angemessene Beachtung finden solle, Einfaltsreichtum gefragt. topinambur und zucchini gescheibelt

Kross und die Kaumuskulatur beanspruchend war ein Kriterium, der Topinambur musste dann schmeckbar sein (hatten wir schon) und überhaupt, was wäre denn, wenn dieses andere Gemüse was vorrätig wäre, mitverköchelt würde. Zugegeben auch eine Überlegung und so waren nach Weglassung einer aufgefundenen Aubergine Fenchel, Balttpetersilie, Zucchini und Yufkateig hervorgekramt und kurzerhand als Zutateneinerlei auserkoren worden.

Gemüsepfanne in Teigumhüllung war jetzt das Gebot der Stunde und (zeitliche Fortgeschrittenheit erforderte emsiges Vorgehen) dazu noch die durchaus passende Verwendung frischen Schmandes, von Resten dieser Pinienfruchtbestandteile und Balsamico Reserva.

Gekonnt im Nullkommanix Gemüse gefertigt, die zudem noch entdeckten Frühlingszwiebeln von welker Ummantelung befreit und dann gescheibelt und geachtelt die Zutaten, angebraten in Oliven-Sesamöl-Mischung mit zerstoßenen wilden Fenchelkörnen, Salz und Pfeffer und abgelöscht mit dem süßen Essig. Schmand mit ein paar Thymianblättchen und einige Pinienkerne hinzu und ab auf zuvor in mehreren eingeölten Lagen ca. 10 Minuten im Backofen vorgebackene Yufkateigblätter. NAME
Obendrauf noch eine frische Schicht mit Olivenöl und vielen Sesamkernen. Und nach 3-4 Minuten bangen Wartens konnte das Ergebnis heiß den Fotoapparat beanspruchen und da das so tolle Wellen schlug war gleich die Spielerei ausgebrochen.

Ein Panoramafoto, ein Panoramafoto! schallte es zugleich zu dem Gebilde. Kleinere Naschversuche wurden rigoros unterbunden.

Zutaten:

Topinambur (einige Knollen)
Zucchini
Fenchel mit Fenchelgrün
Zwiebeln, rote und weiße
Wilde-Fenchel-Samen
Olivenöl
Sesamöl
Salz, Pfeffer
Blattpetersilie
Schmand
Yufkateig
Sesam

Riesenstücke dann der hungrigen Meute mit dekorativen Thyminazweiglein vorgesetzt und rasch noch zwei Fotos, die so in klein ganz gut im Display erschienen. Und jetzt essen. Mjam.

Das Gemüse in noch gewünschter knackiger Form, wunderbar unterstützt durch einen leichten Balsamicoton und der Schmand als ausgleichender Kontrast zur aromatischen Fenchelnote, die den wie die Testperson zustimmend bemerkte artischockengeschmacklich durchaus ähnlichen Topinambur ein wenig ins Hintertreffen geraten ließ, aber noch deutlich wahrnehmbar das Gericht genüsslich zu ergänzen wusste. Die Kombination wurde als gut befunden und wenngleich Topinambur nicht so unsere geschmacklichen Nerven vom Grundsätzlichen her traf, war es doch lecker gelungen :-)

rundherumpanoramablick
Rundherumpanoramblick (auch ein wenig wackelig)

Zufriedenheit, glückselige war hergestellt und dann war dies eigentlich nur unterbrochen von dem Umstand, dass die Bilder dann doch noch etwas verwackelt waren. Mist, der Hunger war die Aufmerksamkeit trübend gewesen. Aber da war ja noch das tolle Panorambild und so kann sich die treue LeserInnenschaft des Blogevents eben daran erfreuen! Unser Beitrag also!

Endlich ergab sich die Gelegenheit den Sardellen jenen fulminanten Auftritt zu verschaffen, der angemessen und wahrhaftig furchtbar einfügend in die geschmackliche Harmonie sich präsentieren sollte zur Freude überaus hungrig auftretender WG-Belegschaft, die zwar aufgrund kränklicher Eskapaden teilweise die Geschmacksnerven verloren hatte, aber unter Zuhilfenahme von extra Portionen scharfer Peperoni gelang auch hier eine Wahrnehmbarkeit und somit war allen gedient, die leckeren Tomaten, Zucchini und allerlei gewürzliche Beigaben zu den kleinen Fischchen zu genießen

Es vermag einiger Kraftanstrengungen, die ausblieben, um die alltäglichen Lebensmitteleinkäufe zu bewerkstelligen, damit zwangsläufig auf das große Glas in Öl eingelegter Sardellen zurückgegriffen werden konnte. Sonst sind wir da immer etwas herumgeschlichen und haben mal so geschmöckert was damit anzustellen wäre. In Genial Italienisch, jenem wunderbaren Kochbuch in welchem Jamie Oliver italienische Rezepte gesammelt hat, und welches zu den wenigen Kochbüchern gehört, die wir uns überhaupt zu Gemüte führen, war anschaulicherweise die Sardelle als Füllung für zwei Salbeiblättchen vorgesehen; das kommt dann als nächstes dran.
Zuvor aber eine andere ganz apart auftretende Verwendung, die die gewürzliche Note angenehm zu betonen weiß. Zwiebeln und Sardellen einfach angedünstet mit zucchini und dann mit ganzen Tomaten (aus der Dose) stundenlang geköchelt und fein abgeschmeckt mit Olivenöl, reichlich, und natürlich Knoblauch, irgendwie auch reichhaltig, und natürlich Peperoni für geschundene Geschmackswahrnehmungsnerven. Und es war sehr lecker!
Rein optisch ist das zarte Fischlein übrigens ganz verschwunden und so blieb nur der delikate Geschmack. Die Sardelle ist damit aber auch sowas von geeignet für solche Eintopfkost, dass der Vorrat davon wohl aufgestockt werden muss.

zucchini tomaten sardellen
Sardellen geschmacklich hervorragend einfügsam in Tomaten und Zucchini noch dampfend

Dazu dann noch zweierlei Schmetterlingsnudelsorten in grün und in weiß, die geschmacklich allerdings keinerlei Unterschiede erkennbar zutage treten ließen. Restzutatenverköchelei bester Provenienz.
Prominent hingegen das Wissen um das Unvermeidliche. Und irgendwie haben wir es ja schon immer gewusst — wenn das web 2.0 zusammenbricht bleiben nur noch die Katzenbilder Kochblogs übrig ;-)