Tag-Archiv für 'zitrone'

Leichte Kost vermag das seichte Grün zu verheißen getragen von sich in eleganter Geschmacklichkeit verlierenden noch sich in Entwicklung befindendem Olivenöle und dies auch mittels Zitrone und weißem Balsamico

kohl obenaufsicht
Von oben typisch kohlig

Die entzückende Entdeckung eines blassgrünen Jaromakohl, jenes platten Urkohls dem laut Werbung die Unverdaulichkeit-Abwesenheitsbescheinigung eigen scheint, in der Auslage des Supermarktes, war Anlass das sich noch in Lagerung befindliche Olivenöl mal auszutesten.

jaromakohl
Von der Seite platt-gehirnig

Der Kohl ist zart im Geschmack, wohlschmeckend auf der Zunge liegend und sowieso ganz super toll, halt wie alte Kohlsorten so zu sein belieben ;-)
Das Olivenöl hingegen sollte einen kräftig-herben Ton aufweisen mit gefälligst hübsch ausbalancierten Säuregehalt, das Scharfe also gut erschmeckend, aber auch nicht dominierend, die Frage der Farbgebung ist umstritten.

jaromakohl im anschnitt
Im Anschnitt eigentlich auch nicht unähnlich — wenngleich zart-luftig besaitet

Unsere alte Quelle hatte immer eine hervorragende Qualität zu bieten, war aber mit einem Engpass beschäftigt; also ab woanders hin, Genossenschaft in Bio-Umstellung. Das Öl muss lagern bis es verträglich ist für unsere Ansprüche.

Geschmacklich gut, aber viel zu sanft (wenngleich noch mit ein bißchen zuviel Schärfe, das verschwindet hoffentlich bald) für uns. Ob es am Jahr, an der Ernte, dem Anbaugebiet, den AnbauerInnen lag? Keine Ahnung, beim nächsten Mal wird eruiert welche der bäuerlichen Teilgenossenschaftsbetriebe eine bessere Qualität aufzuweisen haben. Vielleicht ist die Fixierung auf einen bestimmten sehr guten Geschmackston einfach zu stark.

jaroma-kohl salat olivenoel zitrone
Die Antiatomsonne darf noch platzeinnehmend strahlen

Dazu einfach nur etwas Zitrone und weißer Basamicoessig, und nur ganz wenig Salz, das Aroma des Jaromakohls soll nicht leiden, groß einziehen braucht da nichts, kann gleich genussvoll zu den tollsten Sonnenstrahlen verspeist werden :-)

Aromatisch sehnsüchtlich zu erwartende Auftischung nicht minder in Abrede zu stellender erwartungshorizontlicher Erinnerung in tatkräftiger Umsetzung von Maishuhn unterstützt und so perfektionierend verschlungen (mehrhappige Grundversorgung)

Traditionell ist die Speise ein sehnsüchtig erwartetes Wohlfühlessen und weiß sich auch auf Grund reisebedingter Unannehmlichkeiten und anschließender Zeitarmut geschickt in die sich überaus glüklich schätzende Gelegenheitsküche einzufinden, die wilde Kämpfe mit unwilligen Fluggesellschaften in Vergessenheit geraten lässt (kulinarische Berichterstattung unterbleibt aus Selbstschutzgründen ;-) )

Anderenorts übrigens interessante Berichterstattung von Estrancella, die aus Costa Rica über die Vorortküche berichtet und von Houdini klassische Reiseberichte (per Motorrad durchzuführen gestattet).

klassisch griechisches zitronenhuhn
Rigani ist eigentlich der Hauptbestandteil der aromatischen Sehnsucht ;-)

Zum backoflichen Zitronenhuhn (nichts gestopftes): Zubereitung so einfach wie immer, einfach ölen, salzen, pfeffern, Original Rigani aus Wildpflückung und Paprikapulver nicht vergessen und zum derart versorgten Maishuhn (in diesem Fall) einfach treiben lassen und nochmal ordentlich Olivenöl rüberschütten, das Huhn (mit Mais gefüttert) dankt es, dazu ordentlich Kartoffeln (festkochende zu bervorzugen) und heißes Wasser zugießen bis die halbierten Kartoffeln so bis zur Hälfte drin liegen. Zwischendurch mal umdrehen, übergießen.

Am Schluss Zitrone und ein frischer Hauch Rigani noch und nochmal ab für 10 Minuten zum abschießenden Bräunen in den Backofen; insgesamt dauert die zeitliche Inanspruchnahme so ca. 1 -1 1/2 Stunden, die sich durch Weißkohl zerschnippeln für Salat vertrieben werden kann.

Einfacheinfacheinfachsupersupersuperlecker! :-)

Herausgebrochen aus umwickelter Unterlage erweist sich das Ricotta-Eis durchaus als hartes üppiges Exemplar — ganz im Gegensatz zum Abend vorher war die cremige Konsistenz rückläufig was aber an geänderter Rezeptur durchaus gelegen haben könnte (denn rücksichtsvoll wurde diese geändert)

ricotta eis mit wassermelone
Wassermelone zur Zier

Der Reihe nach: Bei Lorbeerkrone ein schickes Eis aus Ricotta gesehen, dass heißt eigentlich kein richtiges Eis, aber sowas was auch ohne Gelenkentzündung mittels Schlagzeug oder einer nicht vorhandenen Eismaschine zu fabrizieren war. Zutaten waren auch fast alle da, einzig das anvisierte Pergamentpapier sollte durch Frischhaltefolie ersetzt werden.

Doch dann die erste Einschränkung, der Besuch erklärte schanger zu sein und rohe Eier nun auf gar keinen Fall essen zu können. Galant, dass die genussmousse-Nachbarschaft erröten würde, wurde flugs dem Wunsch entsprochen, schon ohne. dass der Nachwuchs keck blinzelt.

Eigelbe bringen sicher Festigkeit rein, ev. auch Geschmack (irgendwas haben sich Reinhardt Hess und Sabine Sälzer, die Autorinnen der „Echten italienischen Küche” sicher bei der Erfassung gedacht) — also irgendwie ersetzen, Joghurt, der gute gerührte Biojoghurt mit dem leckeren frischen Geschmack durfte ran, statt Marsala wie im Originalrezepte vorgesehen dann Rum, siebenjährigen cubanischen Rum, wenn schondennschon! :D

Joghurt mit Rum und Zucker verrührt, süppte natürlich klar, hmm, schnell Ricotta rein und sorgsam geriebene Biozitronenschale, ah schön cremig, mundet so schon wunderbar, etwas zu fest geschlagene Sahne noch vorsichtig untergerührt und festgestellt, dass der frische Joghurtgeschmack weg ist, also Joghurt nachschütten. Perfekt :-)

Ab in eine große Schüssel und beschlossen später ansehnliche Stücke herauszubrechen, nochmaliges Nachlesen führte zu einem Umdenken — also umdisponiert und in eine flache Form umgebettet.

ricotta joghurt eis zwischenprobe
Erste Erkundung — unten noch „cremig“ ;-)

Nach gefühlten zwei Stunden dann erste Erkundungen, untenherum ist es noch nicht gefroren, ansonsten fest und eher schneller auf der Zunge schmelzend, aber irgendwie kommt der Ricotta zu stark durch und etwas kristallisierte Elemente.
Schmeckt jetzt nicht so schlecht, aber die Bombe ist das nicht. Auf jeden Fall müssen frische Früchte ran, um der Üppigkeit des Eises etwas entgegenzuwirken.

Am nächsten Tage alles etwas fester und noch ricottiger — dafür dann mit Wassermelone.

Nachholbar präsentables Seeflusslandgetier eignet sich nicht nur in der Luft heiß beweihräuchert, sondern auch in waagerecht annähernd aalmorph geschätzter Lage (Anleitung + Gewissen)

Da war der überraschend aus der Tüte der Verwandtschaft gezauberte Aal in doppelter Ausführung durchaus geeignet ein Hurra! auszurufen, geangelt von einem passionierten Angelfreund, der im Gegensatz zu Sammelhamsters Quelle, zwar selber die Beute zu verspeisen pflegt, aber auch ein gutes Herz für kulinarisch Interessierte hat.

aal gemehlt und gebraten samt zitrone
gestückelt und glücklich zitronengespritzt

Aale sind zur Zeit bedroht, der Bestand verringert sich in den letzten Jahren und der zum Fisch des Jahres 2009 gekürte Wanderfisch wird der Weg aus dem Meer vielfach durch Abfischen der zugegebenermaßen sehr delikaten Glasaale schwer gemacht und v.a. die energietechnisch zwar sinnigen, aber schwer überwindbaren Wasserkraftwerke in den Flüssen bewerkstelligen ihr übriges.

Das schlechte Gewissen ist aber insoweit etwas hinfälliger, als dass der liebe Angelfreund mit seinem Angelverein fleißig junge Glasaale aussetzt, die dann munter die wasserreiche Landschaft durchqueren können.

Geräuchert ist er eh eine Delikatesse, gekocht eher nicht, aber frisch mit Öl benetzt mundet er ungemein. Dazu wird er einfach gesalzen und zitroniert und gemehlt und dann in bestem delikatesten Bio-Olivenöl-Bio-Rapsöl-Mischverhältnis gebraten und ganz zum Schluss nochmals mit Zitrone versehen.

Äußerst lecker, von der gebratenen Konsistenz her ein festeres „Fleisch“, Anleihen an Stockfisch durchaus angebracht, aber weitaus besser, je jünger die Exemplare desto schmackhafter!

Zutaten:

Aal,
Olivenöl, Rapsöl,
Salz, Zitrone

Rezept:

siehe oben ;-)

Gleich dreierlei sich genüsslich machende Köstlichkeiten — als da wären einmal Kaninchenschlegelweinsaucenauftischerei, zweimal wunderbar schlunzig durchgezogene Kartoffeln samt Weinrestkaninchensaucenriganigewürz und drittens stattliche Restverwertungeieinheiten in Olivenölweinsauce mit Kaninchenhauch und zur Erbauung dieser Zeilen auch noch cremige Verführungen mit Eiswürfelschüttung (auch dabei: auf verschiedenen Ebenen agierende Genusserfahrungen)

kaninchenschlegel ausgeruht in weinsauce mit zitrone und kartoffel und natuerlich rigani
Morgens verschlafen die Reste begutachten ist immer wieder ein Traum

Die Zeilen schreiben sich mit genüsslich aufgesogener Sonnenbestrahlung vom Tage bekanntlich dreimal so gut und um das sich irgendwie breit machende Urlaubsgefühl zu vervollständigen durfte es sich mit mehreren cremigen Verführungen, sehr zu empfehlen übrigens, an die Dokumentation gemacht werden.
Und — auch ganz schicklich — entferntes angenehmes Sommergewitterdonnergrollen sorgt für die passende Schreibatmosphäre.

Der Morgen bereits erfreute durch mal wieder wunderbar in einer Wein-Olivenöl-Zitronen-Rigani-Sauce durchgezogene Kartoffeln nebst einem übriggebliebenen Kaninchenschlegel; das tolle an dieser Spezialität ist die sich auf verschiedenen Zeitebenen bewegende Genusserfahrung:
Des Abends zuvor war alles schon ganz köstlich, das Kaninchen, das immer mehr in der kulinaria-katastrophalia-küche als Ersatz für Huhn fungiert, war schön zart und so wunderbar durchgezogen, dass Entzücken bei den Verkostungspersonen wie üblich in lauten Begeisterungsrufen sich kundtat, zumal die leckeren Kartoffeln wieder mal schlunzig die Contenance wahrend durchgezogen sich präsentierten.
Des darauffolgenden Tages in der relativen Frühe hingegen waren die Kartoffeln allerallerköstlichst durchgezogen, besser als am Vortage schmeckend, der Schlegel immer noch sehr gut, aber leider etwas zu fest geworden, macht sich da im Vergleich zum Abend davor also mit Abstrichen bemerkbar auf der Köstlichkeitsskala.

stattliche restverwertungeieinheiten in olivenoelweinsauce mit kaninchenhauch
Stattliche Restverwertungeieinheiten in Olivenoelweinsauce mit Kaninchenhauch auf Röstbrötchenhälften

Leider waren die Kartoffeln ruckzuck weg (das Restkanichen auch), was blieb war das Verlangen nach MEHR. Es waren auch noch genügend von den verwendeten köstliche Biokartoffeln vom Wochenmarkt vorhanden (Name der Sorte ist grad entfallen, wird nachgefragt). Also erneut halbierte Kartoffeln zu den Olivenölweinsaucenresten samt etwas Olivenölverstärkung hinzu und angebraten, gedreht und weiter angebraten und gedreht und noch weiter angebraten und mit Weißwein abgelöscht und mit einem Schwubbs vom Weine und Rigani- und Salzrieselung erneut versehen dann auf kleiner Stufe mit Deckel auf der Schmorpfanne weitergedämpft.

Da die Mutmaßung, dass das eine Stunde dauern würde wie am Abend so ungefähr auch zuvor, einzutreffen pflegte, wurde bereits vorher etwas von der leckeren Soße abgeschöpft und mit winzigen Spuren des zugrundegelegten Olivenöles wieder aufgefrischt, sodass sich eifrig brutzelnde Bioeier, deren Eigelb sich an den Rand verkroch (sind die jetzt alt?) bestens aufsaugen konnten und die alten gerösteten Brötchen vom Vorvortage (nach Würzung der Spiegeleier mit Rigani, Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffers) ergänzten. Sehr lecker und den Tag um weitere Köööstlich-Rufe bereichernd.

weinsaucenkartoffeln huebsch durchgezogen im zweiten durchgang
Zweitdurchgangstauglich famos

Die derweil fertigen Kartoffeln waren super gut, Würzung auch hier wie bei der Ursprungsköchelei mit Zitrone, weißem Pfeffer und Rigani, wobei die Zweitverwertung nicht ganz an die Ursprungsversion von morgens oder vom Abend zuvor heranreichte, aber weg waren sie im Nullkommanix ;-) — also kööööstlich!

Da es sich nun schickt zu schauen, was die anderen Food-Blogs sich stattdessen an den letzten Tagen an vermutungshalber weniger leckeren Sachen auf den Tisch gestellt haben :p ;-) darf getrost ein weiteres koffeinhaltiges Kaltgetränk gemacht werden, welches nippend und kopfschüttelnd die köstlichen Restspuren des Tages ausklingen lassend, allseits auch zum immer dunkler werdenden Himmel genehm ist.

waehrend des schreibens genossen zur untergehenden sonne also quasi urlaub
Dunkler werdende Abendgewitterwolken und griechisches Kaltgetränk eigenen sich trotzend hervorragend

Wild-fenchelzart verwöhnter Steinbutt mit — besonders nach Auffindung am nächsten Tage — lecker durchgezogenen Kartoffelscheibchen und passend hinzugefügten Frühlingszwiebelstückchen und unter allergrößter Kraftanstrengung kleingeschnitten Hartschinkenteilchen (die vielen Chens machen den Butt dann noch ein Stück größer)

steinbutt gebacken und so zum schluss versehen mit schinken und fruehlingszwiebel zuvor schon mit fenchelsalz
Steinbutt, gebacken, schön verchent versehen

Der mobile Fischladen auf dem Wochenmarkt gehört eigentlich eher selten zu den Auffindungsorten kulinarischer Spezialitäten, meist tummeln sich Heringe und Forellen und Zuchtlachs und ab und an ein paar kleine Schollen. Die sodann also ab und an angebotenen über den sonstigen Bestand hinausgehenden Arten überfordern das Personal auch dann immer ersichtlich, Geschmacksfragen und offerierte Zubereitungsmethoden gehen gegen Null und außer einem Ausspruch der schmeckt sehr gut gibt es meistens nichts weiter zu holen. Außerdem sind manchmal ernsthafte Zweifel an der Frische der feilgebotenen Ware angebracht.

Dennoch wandern die gierigen Augen trotzdem über das Angebot, es könnte ja sein, dass…

steinbutt in form
Steinbutt in Form

Hah! und siehe da, Steinbutt, kleinere und mittelgroße Exemplare, also gleich das größte Exemplar geordert, war schließlich im Angebot, also zuschlagen. Rezept war auch gleich parat, musste neulich ja als Vergleichsmaßstab herhalten.

Glücklicherweise gefunden und später hinzugegeben: Restliche Frühlingszwiebeln, zwei Stück an der Zahl, und ein hinten im Kühlschrank noch entdecktes Schinkenstück, das zu harter Form aufgelaufen die mangelnde Sporttätigkeit der letzten Zeit anschaulich beim Zerkleinerungsvorgang offenlegte, vielleicht reicht es aber auch endlich mal die Messer zu schleifen wozu allerdings das blöde Schleifteil wieder aufgefunden werden müsste.

steinbutt mit fenchelsamen und salz also famoses fenchelsalz
Mit Fenchelsalz eingerieben

Noch tiefgefrorene Wilde-Fenchel-Triebe waren ebenfalls vorhanden (beim nächsten Mal werden die dann gleich vorher kleingehackt), wurden in Olivenöl rasch angedünstet und ansonsten das ganze Rezept wie gehabt, der Steinbutt braucht dabei etwas länger als die Scholle, aber hat dafür aber auch eine festere Struktur.

Und dann wunderbar duftend aus dem Ofen auf den Tisch und einfach aus der Form so heraus herausgefischt. Dabei den Fischhändler ein wenig verflucht, weil sich zeigte, dass doch eine erquickliche Menge Butt-Rogen vorhanden war, das Zeug kann zwar gegessen werden, schmeckt aber eigentlich nach gar nichts (ok ein bissl fischig), vielleicht geräuchert oder weiß jemand was damit anzustellen wäre?

was mit steinbutt rogen nach der backofenprozedur machen
Was mit Steinbuttrogen machen? Saucen? Terrinen?

Heute Morgen dann die Reste des superben Mahles verspeist, die Kartoffeln, die unter dem Fisch gelegen hattten, waren noch schöner durchgezogen mit Olivenöl und diesem wahnsinnigen leckeren super Wildfenchelgeschmack, der das Verzücken wieder in Erinnerung rief, welches nach dem gestrigen Konsum etwas leichterer Sommer-Weißweine etwas in Vergessenheit geraten war ;-)

wunderbar fenchelzart durchgezogene kartoffeln scheibchenweise
Andernmorgens die versteckten Kartoffeln — sehr gut!

Beim nächsten Male dann noch größere Exemplare ordern, damit auch genug zum Verspeisen da ist ;-)

Ein im höheren Bereich der Küche dahinschwelgendes Köstlichkeitsgefühl als schmackhafte Folge von deftig geschmorten Kaninchen mit Kartoffeln in allerköstlichster Rigani-Zitronen-Weinsauce (mit erquicklichen Resten, Rumpfriemelei incl.) ist schon traumhaft köstlich — superköstlich sogar!

wahnsinnig leckeres kaninchen mit halben kartoffeln in weinsauce mit zitrone und rigani
Am Morgen danach — unbehandelt aber unverschämt gut eingezogen

Beschreiben lassen sich die wohlfühligsten Köstlichkeitsmomente des Verspeisens delikatester Auftischung sowieso kaum, vorweg nur — es war einfach nur köstlichster Natur. Die Sinne schweifen kurz ab, die Sauce zerstösst alles bisher kennengelernt zu haben Geglaubtes auf ein Minimum des Vorhersehbaren, eine noch abschweifend nachklingende Explosion allerfeinster Geschmacksnuancen lässt sich schwer einfinden in die weitere Verkostung noch aufzutischender Spezialitäten.
Und dann heißt es das Gericht photographisch als jpg einfangen, den Moment des Verzaubers ablichten und präsentieren. Da das meistens eher im dunklen Teil des Tages geschieht heißt es sich behelfen, meist reicht eine schnöde routiniert dahingehaltene Baulampe, manchmal wird ein klein wenig nachgeholfen.

Optimal also die Speisung für den Photoevent im Kochtopfblog, dunkle Momente sind farbenprächtiger zu gestalten und das Riesenphoto ist zu verkleinern. Einige sehen in groß so richtig schön brillant aus, nach der Verkleinerung ist der Charme verflogen, bei anderen ist es genau umgekehrt. Am besten sind die durchschnittlichen Bildchen.

leckeres kaninchen bearbeitet mit allerlei vor allem mit rigani zitrone und wein
Studienobjekt 2

Beabeitet wird das mit irfanview, einem kleinen kostenlosen Programm, welches auch gleich einen ganzen Packen Bilder auf einmal angenehm verkleinern lässt. Zu mehr Rumpfriemelei kann dann auf ein paar Angenehmlichkeiten zurückgegriffen werden. Andere Blogs haben da schon einiges zum Besten gegeben. Unnötig allzu viel zu wiederholen.

Die Photodaten:
Bild-Orientierung: 1blogevent food-o-grafie #4
Kamera: Sony K800i
Belichtungszeit: 0,0333333
F-Zahl: 2,8
ISO-Wert: 80
Belichtungsabweichung: 0
Messmodus: 2
Lichtquelle: 3
Blitz: 16 (war ohne Blitz)
Weißabgleich: 1
Abstandsbereich zum Objekt: 1

Bei dem Bild haben wir im Programmpunkt Farben verändern nur den Helligkeitsfaktor auf 5 verschoben, Rot mit +2 und Grün mit -2 versorgt, die Gammakorrektur nach 0,90 verschoben und die Farbe etwas unnatürlich, aber wahrscheinlich ansprechender auf 63 Sättigung verschoben. Das Resultat dann auf 470 Pixel verkleinert und hier ist es nun.

Das Foto ganz oben ist hingegen gänzlich unbehandelt, dafür ist die schöne Weinsauce dermaßen lecker über Nacht eingezogen, dass es nach Fertigung der Fotografie ganz geschwind unter nehr oder minder lauten „kööööstlich…“-Rufen auch nicht mehr lange gehalten hat, und das ist ja das Wichtigste ;-)

leckeres kaninchen unbearbeitet mit allerlei vor allem mit rigani zitrone und wein
Studienobjekt 1 — das Original

Zubereitet wird die Köstlichkeit ganz simpel. Wichtige Voraussetzung ist griechischer Oregano — Rigani genannt, eine würzig-scharf schmeckende Sorte, die aus Wildpflückung herstammend generell gute Kochresultate zeitigte; also perfekt auch für dieses unwiderstehliche Foodblog-Rezept.

Gutes Olivenöl wird mit reingemahlenem schwarzen Pfeffer in einer großen Schmorpfanne erhitzt und Kaninchenkeulen werden angebraten, gepfeffert, gesalzen und riganisiert und wenn sie eine schön braune Farbe zeigen wird mit einem Schuss Weißwein, gerne etwas trocken und mineralisch schmeckend (wie z.B. diesen hier), abgelöscht; die Keulen ein paar mal drehen und wenn der Wein verkocht ist darf noch mal etwas frischer Pfeffer und Rigani drüber.
Längs geschnitte Kartoffeln werden im Öl angebraten, es sollten nur so viele wie halbwegs flach reinpassen zugegeben werden.
Genommen haben wir die feste Kartoffelsorte Ditta (oder so ähnlich), die Biokartoffeln passten hervorragend hierzu :-); die Kartoffeln dann auch noch mal salzen und riganisieren und ein kleiner Schwubbs Wein hinzu auf höchster Flamme erhitzen und Deckel drauf, nach ein paar Minuten auf Klein runterschalten und dann köcheln lassen.
Ab und an mal umrühren und kurz bevor die richtige Konsistenz zur Verspeisung auftritt noch mal Rigani drüber und den Saft von 1 bis 1 1/2 Zitronen, Deckel dabei so ca. 10 Minuten noch drauf lassen und dann servieren.

schlunzig mit weinsauce verschmolzene kartoffeln und so was von leckerer rigani-zitronen-beigabe aber auch
Schlunzig mit Weinsauce verschmolzene mittelkräftig zergehende Kartoffeln und so was von leckerer Rigani-Zitronen-Beigabe aber auch

Und es schmeckt soooo köööööstlich, die Weinsauce mit dem Riganigeschmack ist unvergleichlich und wird von der Zitrone auf das allerbeste unterstützt. Ausschlecken erlaubt, es darf nichts verkommen, es wäre ein wahrer Frevel.

Zutaten waren:
Kaninchenkeulen
Bio-Kartoffeln, festkochende (Ditta)
Bio-Olivenöl, ein gutes kräftiges!
Wild-Rigani, Salz, Pfeffer
Bio-Zitrone
Öko-Weißwein (Penedes)

Das war ja nicht mehr auszuhalten, überall die gleichen zu verwendenden sich schmackhaft darbietenden der Jahreszeit nicht unüblichen den Feldern oder Gewächshäusern entnommenen kleinwüchsigen Pflanzen — dafür wurden sie klassisch in Olivenöl gedünstet, versehen mit roten kleinen Zwiebelstückchen, vervollkommnet durch Zitrone und serviert mit einem ordentlichen Schuss allerbesten Bio-Olivenöls und frisch geriebenen Schwarzen Pfeffers – einfach lecker!

spinatblaetter mit roten zwiebelstuecken in olivenoel geduenstet und mit zitrone versehen
Einfach zu genießen — Blattspinat mit Olivenöl und roten Zwiebeln und Zitrone gedünstet

Nachdem die Spinatomania in den Küchen der Foodblogs ausgebrochen ist, war heute entgültig Schluss. Hausmannskost gab den letzten Anstoß — ab zum Gemüsehandel und die letzten Restbestände geordert. War zwar nicht mehr viel, aber für die schnelle spätnachmittägliche 1-2-3-Verköstigung optimalst geeignet.

Zubereitung (schneller geht es wahrlich kaum) ganz einfach. Spinat durch ausgiebiges mehrmaliges Wässern von Erde befreien; Wurzeln falls vorhanden abschneiden, die Stiele bleiben dran! sodann kleine unakkurat geschnittene rote Zwiebelstückchen in bestem schon mal mit etwas Pfeffer und einem Hauch von Rigani versehenen Olivenöl andünsten und den Spinat hinzugeben. Die Spinatblätter kurz umrühren und dann Deckel drauf, währenddessen ein bißchen Wasser holen und zu dem deutlich in der optischen Wahrnehmung reduzierten schön köstlich duftenden Topfinhalt geben. Kurz unter dem Deckel dünsten lassen und dann noch mit Meersalz und Pfeffer würzen und den Saft von einer Zitrone mit rein. Dünsten, umrühren, fertig.

Noch allerbestes Bioolivenöl und Salz drauf und Pfeffer aus der Mühle frisch rüberrieseln. Lecker!

Erinnerlich waren die Hähnchenkeulchen in der Weinsauce erst gebraten, dann geschmort und sodann etwas gedämpft, um von sich sagen zu können, dass besseres Turbieren des Backofens Kunst nimmermehr mehr braucht, um leckerste Kost zu präsentieren, die mit Spritzern von Zitrone und Rieseln von Gewürz zeugt ein gar wunderbar Ergebnis

Der Backofen muckt ein wenig rum, beliebt auszugehen, macht sich rar für das beabsichtigte zu Verspeisende und so wurde nach langer Zeit die große Pfanne für ebendieses nun anzugehende Speisenzubereitungsrezept hervorgeholt, der nicht minder große Deckel parat gehalten und dann konnte ein wunderbares Essen hervorgezaubert werden, das zwar ein wenig Zeit, aber dafür kaum Aufwand benötigt — sowohl hinsichtlich zu verwendender Zutaten als auch der dabei aufzuwendenden Herumrührerei.

in weinsauce zu schmoren gewusste Hähnchenkeulchen und kartoffeln längs
Wunderbar durchgezogen durch traumhafte Kompositionen

Bestes Olivenöl (reichlich!) nahm die Hähnchenkeulchen auf, Gewürz wie Salz, Pfeffer und ein bißchen wilden aromatischen Oregano, brutzelt sich annehmbare Farbgebung zurecht und war vom Z8ischen des kleinen Schwunges trockenen Weißweines überrascht, brutzelt diesen weg und nahm einen weiteren etwas großzügiger bemessenen Umfang desselben Getränkes auf, bedeckt vom vorhin benannten Deckel; dann, die Temperatur war niedrig, das Fleisch schon gut durchgezogen, konnten längs geschnittene Kartoffeln in gar grober Struktur mit vielen Kanten mit hinzu, samt extra und ordentlich gestreuten Meersalzes und wiederum Oregano, herumgerührt auch hier bisweilen und verdeckelt, wiederum nochmals ganz niedrig die Hitze gehalten.

So danne ganz kurz vorm Schluss, die Erwartungshaltung arg strapazierend noch eine Zitrone hinzugemengt und nach kurzer Verweil dann Aufdeckung des köstlichen Spezialitätenmahls.

Sanft durchgezogen, vom Weine verwöhnt, aber nicht dominiert, von Oreganohauch beschenkt (überreichlich) und der Zitrone gewidmet erweist sich das perfekt geschmort, gebraten sich darbietende Keulchen perfekt, die Kartoffel gar unbeschreiblich lecker leicht weich auftretend in der Erschmeckung, aber festgehalten von der geschmacklichen Umgebung; ein kleiner Traum, ein überaus leckerer, einfacher.

Zutaten:

Hähnchenkeulchen
Kartoffeln
Weißwein, trocken
Zitrone
Meersalz, Pfeffer, Oregano (Wildernte)

Zubereitung:

furchtbar einfach

Resteverwertung:

unnötig, da des Abends extrem schnell verschwindend und so kann zum Foodfotoevent hiermit nichts beigesteuert werden ;-)