Tag-Archiv für 'vegetarisch'

Broccoli und Möhrchen in Mangosoße an Couscous mit Minzjoghurt und sogar dekorativen Mandelplättchen und sogar noch interessanterer schwedischer Häppchen als Nebenbeivergnügung (Rezept)

Es muss kommen, wie es kommen muss: Alle hatten nach anstrengendem Tätigkeitsbedarfsverabsolutierungseinerlei dem Verlangen nachgegeben doch endlich jetzt, sofort und zwar schnell was leckeres zu Essen zu fabrizieren, um wenigstens einmal was Richtiges am Tage zu kriegen. Nun war zwar der erbittert geführte Streit, was der Inhalt dieses zu fabrizierenden Bedürfnisses sei, auf der Tagesordnung — aber was solls. Das Lachen ist schon anderen vergangen die dasdagenauhier entdeckt und darüber gar nicht lachen konnten — oder nein — um es geschickter auszudrücken angesichts der Nichtbeantwortung, der noch anstehenden, Generierungsbeantwortung höheren Interesses, ihr Allerbestes zu liefern bereit sind.

Broccoli und Möhrchen in Mangoso�e an Couscous
frisch gewokt und verzehrt mit einem Hauch von frischer Minz-Agavendicksaft-Joghurt-Creme

so gehts ganz einfach:
Möhrenscheiben in Öl angedünstet und mit Mangocreme, Rosinen und Curry extra scharf versehen. Rumköcheln lassen während einfrig gerührt wird, um die optimal-leicht-karamellisierte-Geschmacksnote zu erreichen und feststellen, dass die einzige in unserer Chaosküche verbliebene rote Minipeperoni geradezu danach schreit das Wokgericht zu verfeinern mit dezent abgegebener Schärfe. Broccoliröschen drauf und nach 5 Minuten mit gedeckelten Erhitzungsvorgangoptionen frisch auf den Teller zu Couscous und Biojoghurt mit frischer Minze und leckerem Agavendicksaft.
Als Dessert dann ein Ego-Shooter. Mmmhhh

Katastrophen I und II, die pink daherkommenden Umgarnungsschnüre und unerfüllte Erwartungen


Es ist Halloween — da muss alles schief gehen !!! Wir waren mal wieder von lauter lustigen Ideen besessen, wie das eine oder andere Gericht denn am besten geeignet erschiene für einen der zur Zeit laufenden Blogevents Maronen bzw. Esskastanien und Kürbis. Unser Beitrag für den heute endenden Blogevent Kürbisgerichte steht zwar schon fest: Es sind unsere wunderbaren Bunten Kürbisfrikadellen mit frischem Minze-Agavendicksaft-Joghurt-Dip, die ganz klar jede vefügbare Stimme verdient haben (großer Wink mit dem Zaunpfahl) ;-) und andererseits hatten wir für die kastanige Angelegenheit noch rein gar nix gemacht mit dieser Frucht, außer sie ab und an mal zu rösten. Tolle Ideen waren irgendwie auch schon alle vergeben wie eine kurze Recherche ergab. Also was neues kreieren.

Wir dachten da an Gefüllten Rotbarsch mit frisch gerösteten Maronen, angebratenen Tamarillo und Granatapfelkernen in karamelisierter Sauce aus dem Backofen. Das waren zumindest gestern die zur Verfügung stehenden Zutaten — zumal der Fisch dringend verspeist zu werden wünschte.
Die Esskastanien waren auch kein Problem (eher unsere hungrigen Mäuler, die das Naschen nicht sein lassen konnten), die Granatapfelkerne noch etwas sauer waren auch nicht unbedingt ungeeignet und die Tamarillo erwiesen sich als schon halbwegs reif. Und da sowieso noch selbstgemachter Vanillezucker hinzu sollte war das auch kein Problem — die Soße sehr lecker beim Probieren.
Später kam dann allerdings doch ein etwas zu sauer daherkommender Ton dazu (waren wohl die Kerne aus dem Granatapfel). Der Fisch wurde gefüllt und mit unseren neu erworbenen pinken Schnüren aus dem Hause the foodloop, sogenannten silicone trussing tools umbunden. Die Teile sehen einmal sehr chic aus und sind auch sehr praktisch da sie sich rasch zuziehen bzw. erweitern lassen und natürlich wiederverwendbar sind. Die Premiere hat auch gleich geklappt, die Schnüre nicht geschmolzen ;-)
Nach 45 Minuten also den Fisch, der zuvor in geschlossener Backform mit etwas Weißwein vor sich hin gebacken hatte, rausgeholt und aufgetischt. War aber die totale Katastrophe: Die Füllung zwar noch an dem vorgesehenen Platze – aber unansehnlich und nicht gut schmeckend geworden. Der Fisch war nicht der optimale Geschmacksverstärker. Der dazu gemachte Bulgur wurde dann mit den Resten der ungebackenen Füllung pünktlich zu Halloween ganz früh in den ersten Minuten verspeist.

Au�en hui, innen pfui
Außen hui — innen pfui

Schon zuvor war ein kulinarischer Versuch zwar nicht gerade gescheitert — aber doch nicht den hohen Erwartungen, die wir an uns legen, gerecht geworden. Zur Rettung unser Kochkünste muss natürlich hinzugefügt werden, dass das Rezept von J.O. stammt (und zwar aus seinem Kochbuch Genial italienisch, Seiten 112-115). Das soll angeblich das Beste Rezept des Buches sein und wurde von dem Autor so überschwänglich gelobt, dass wir das dich mal ausprobieren mussten.
langwierige Vorbereitung
Pastavorbereitung

Pustekuchen — das ganze Brimborium umsonst für ein nicht mal annähernd an andere gute Rezepte des Buches herankommendes Gericht. Die gefüllte Kürbis-Nudelteig-Rolle mit Spinat, Kürbis und Ricotta in Salbeibutter erwies sich als unverdaulicher Klumpen im Magen — so ganz ohne die feinen der Kombination eigenen Geschmacksverstärkungen, die das Aroma in den unvergesslichen kulinarischen MIttelpunkt des Abends zu stellen belieben.

Wir haben den Verdacht, dass der Herr unbedingt noch ein umständliches Gericht brauchte, das gut aussieht und viel hermacht. Vielleicht waren unsere Zutaten aber auch nicht in der Qualität wie sie für die perfekte Zubereitung vonnöten sind. Wir wissens nicht. Vielleicht gibts ja Leute, die das schon mal zur vollsten Zufriedenheit gekocht haben.

Und da sowieso grad kulinarisch nix klappt — servieren wir einfach mal einen trashigen pinken link zu sarah tv neinneinneinneinneinneinneinnein…..

Bunte Kürbisfrikadellen mit frischem Minze-Agavendicksaft-Joghurt-Dip

Das Innere einer Kürbisfrikadelle
Auch auf dem eher kühlerem Ambiente des Luxus-Empfangs sind Kürbisbratlinge (hier im angeschnittenen Detail) die Show und belieben dem Ausdruck luxeriösen Lebensstils den richtigen Aspekt zu verleihen.

Der Herbst bringt mit dem typischen orange-gelb-gemusterten Kürbissen den Anlass für den nächsten Blogevent Kürbis. Gelegenheit doch mal wieder auf eine der zahlreich vorhandenen Varianten zurückzugreifen, die unser aller Herz zu erfreuen wissen mit verspielten Zucchiniwürfeln und hintergründiger trockener Minzbeimischung und die — auch dies sei bemerkt – hervorragend für Massenverköstigung, sei es auf dem Kindergeburtstage oder bei der Vokü, bei der Großdemonstration oder beim Dance-Event geeignet erscheinen für den Blickfang und nachfolgende Lobeshymnen. Überall also kommen die gut an. Liegen tut dies nicht nur an den normalen fleischhaltigen Klöpsen nicht unähnlichen Umfang in Größe und Farbgebung, die seit Kindestagen konditionierte Vielfrasse so schätzen gelernt haben, sondern vor allem an der den nussigen Geschmack so delikat unterstreichenden Füllung.
Deshalb nun unser Beitrag zum Blogevent, der einer etwas festeren Form gewidmet ist, die alle schön satt bekommt (die etwas weichere Variante mit höherem Kürbis- und Bio-Öl-Anteil gibt es demnächst auch mal wieder) und auch noch an den nächsten Tagen, ob des vielfach vorhandenen Zustandes der Rohmasse, zu erfreuen weiß.

So gelingts am Besten:

Zutaten

Für die Kürbisfrikadellen:

2 Teile schmackhafter nussiger Kürbis (eine Reibe oder Mixer zum vorherigen Zerkleinern ist auch nicht schlecht),
1 Teil Parboiled Reis,
Bund Blattpetersilie,
Bund Dill, Fenchelgrün
Weiß- und Mais-Mehl,
Salz, Pfeffer, Minze,
ca. 200 Gr. Erbsen,
1 Zucchini (in kleinen Würfelchen),
4 Zwiebeln (in kleine Würfelchen gehackt),
viel Öl
und große Pfannen

Für den Dip:

Söbbeke-Joghurt (schmeckt am Besten)
frische Minze
Agavendicksaft

I. Die Vorbereitungsphase:

Ganz viel Kürbis, der zuvor mittels Geschmackstest den hohen Ansprüchen durch Hervorhebung der verlangten nussig-schmeckenden-festen Konsistenz Genüge getan wurde, wird eifrig dem Raspeln zur Verfügung gestellt. Fein Mixen ist bei dieser Variante nicht so angesagt, da es dann zu matschig wird (für ganz Eilige darf aber der Kürbis ganz kurz auch in den Mixer). Der Kürbis muss unbedingt ausgedrückt werden – da ansonsten die zuviel vorhandene Flüssigkeit das anschließende Bratergebniss zu verfäschen droht (nicht gut).
Parboiledreis wird währenddessen bis zu einem Stadium gekocht, der als kurz vor bissfest-fertig am besten zu charakterisieren wäre. In einer Pfanne werden nebenbei ganz kleingehackte Dill- und Fenchelstiele mit den kleinen Zwiebelstücken angebraten. Die Zucchinistückchen kommen dann ganz kurz noch hinzu, um sie ein bißchen weniger hart werden zu lassen; aber wirklich nur ganz kurz — sonst ist die Frische, die der Zucchini eigen ist, verpufft. Mit Salz, Pfeffer und Würzminze wird mit dem abschmeckenden Teil diese Kochphase beendet.

II. Die zweite Phase erfordert Geschick im Augenmaß

Nun sind nämlich Kürbisstreifen und Reis im Verhältnis 2 zu 1 unter Zuhilfenahme zartbesaiteter Hände in Einklang zu bringen. Während also ohne festes Zupacken Alles vorsichtig vermengt wird, werden noch die aus der Pfanne stammenden Dill-Fenchel-Zwiebel-Mischungen beigefügt. Dazwischen kommt etwas helles Mehl für die Festigkeit und ein ordentlicher Schuß gutes Bioolivenöl. Dann beginnt auch hier der abschmeckende Teil – vorsichtig wird sich mit Salz und schwarzen Pfeffer an die richtige Geschmacksnote angenähert. Wenn das Resultat stimmig erscheint werden nun Erbsen, grob gehackte Blattpetersilie-Blätter und Dillgrün ebenso vorsichtig hinzugegeben (die Erbsen sollen ja nicht matschig werden).

III. Das Formen

Nun wird auf einem Teller ein 60/40-Gemisch aus Weißmehl und Maismehl (damit werden die Freakadellen etwas dunkler) drapiert. Geschickterweise sind vier Hände für diese Phase für die Bewerkstelligung am Besten (oder es wird in zwei Arbeitsschritten vorgegangen).

Während also auf einer Seite des Tisches versucht wird, aus dem Gemisch einigermaßen akzeptable runde Freakadellen zu formen werden sie auf den anderen Seite auf dem Mehlteller in Empfang genommen und erstmal vorsichtig eingemehlt, um sie dann schön in die richtige ovale Frikadellenform zu bringen, die doch erstrebt wird, auf dass das Braten dem versuchten Gelingenswunsch keinen Abbruch antut (die Bratlinge dürfen für den Vorgang des Bratens nicht zu groß und nicht zu kugelig werden). Vorsicht ist angebracht, weil die immer noch vorhandene Flüssigkeit eifrig versucht, die Vollendung zu sabotieren indem sie nach außen dringt. Schnell mit trockenen Händen arbeiten ist also angesagt (sonst bilden sich an den Händen dicke Krusten und das sieht nicht schön aus).
Auch Beachtung finden sollte der Hinweis, dass die fertig geformten Frikadellen nun nicht einfach achtlos übereinander gestapelt werden — die pappen nämlich sonst aneinander und Essig ist es mit dem mühsam zustandegebrachten formvollendeten Abschluß dieser Zubereitungsphase.

delikate Kürbisfrikadellen
Schon äußerlich dem Grünkernbartling und der Fleischbulette nicht unähnlich: Die Kulinaria-Katastrophalia-Kürbisfrikadellen-Show

IV. Der Bratvorgang

Normales Bratöl (also keine absolute Billigware, die alles regelmäßig verdirbt) ist hier absolut ausreichend, ein bissl Olivenöl schadet aber auch nicht. Ausgesucht werden sollten auch gut zu belüftende Räumlichkeiten – denn das Braten beliebt einen aufgrund des nässenden Bratgutes doch durchaus unangenehmen Bratgeruch zu hinterlassen, der nicht unbdingt überall auf allgemeine Zustimmung hoffen lässt.
Wenn eine erstmal hohe Brattemperatur erreicht ist wird schnell Kürbis-Frikadelle nach Kürbisfrikadelle in die Pfanne gereicht. Wenn sich unten nach ca. 1-2 Minuten bereist eine feste Kruste gebildet hat, darf bei Bedarf auch einmal vorischtig die Frikadelle in eine etwas flachere Form gebracht werden. Temperatur etwas runter und weiterbraten lassen. Nach 5 Minuten die Frikadellen vorsichtig umdrehen und von der anderen Seite erst mit hoher Temperatur und dann mit niedrigerer weiterbraten. Nach 15 Minuten müsste auch die widerspenstigste Mischung durch sein.
Und keine Angst vor zerplatzenden Erbsen, die das Fett in empfindliche Augen spritzen lassen – das ist ganz normal ;-)

V. Der Haupt-ACT!

Die ganz vegan daherkommende Kulinaria-Katastrophalia-Kürbis-Frikadelle ist dann entweder kalt oder auch warmgestellt oder auch ganz frisch zu verkonsumieren. Dazu passt hervorragend Salat und ein vegetarisch anheimelnder Dip aus Joghurt und frischer Minze, der mit einem Löffel Agavendicksaft und etwas Salz abgeschmeckt ist.

Bon Appétit!

Schnell, schnell — die letzten Zucchini, Bohnen, Fenchelspitzen und Tomaten aus dem Garten verarbeiten (Rezept)

Vehement wurde in Kommentaren ein zum Nachkochen geeignetes vegetarisches Menue eingefordert. Da Selbstmordparty so nett darum gebeten hat, haben wir schnell mal in unserem Archiv gekramt und ein veganes Backgericht hervorgezaubert. Das gelingt immer und erfreute in den sommerlichen Monaten auch unser strahlendes Antlitz des Öfteren.
Die Zutaten quälen sich aber zur Zeit auch immer noch in den Gärten (oder sind problemlos im einschlägigen Fachhandel zu erwerben)-- während wir gestern beschlossen haben, endlich mal die Heizung in Betrieb zu nehmen.

Zucchini-Bohnen-Wilder Dill-Kartoffel-Auflauf
Zucchini-Bohnen-Wilder Dill-Kartoffel-Auflauf

Zutaten (nur so ungefähre Angaben, ob nun von einigen Zutaten mehr oder weniger genommen wird isr relativ egal):

4 Zuchini
4 große Zwiebeln (rote und weiße)
6 Tomaten
800 gr Bohnen (lange dünne und lange breite)
ein Bund Wildes Fenchelgrün (alternativ Dill und Fenchelsamen)
2 Kilo Kartoffeln
200 Gramm Erbsen oder Zuckererbsenschoten
Olivenöl, Meersalz. Pfeffer, Würzminze (auf gar keinen Fall Pfefferminze!)
ev. 1 rote Paprika, frischer Oregano und Zucchiniblüten

So wirds gemacht:

Bohnen putzen und zusammen mit den grob geschnittenen Zwiebeln und den ganz klein gehackten Fenchelstielen (nicht die feinen Spitzen!) in Olivenöl anbraten (muss nicht sein — dauert aber sonst länger bis es gar wird); wenn rote Paprika vorhanden ist, darf die auch in Streifen geschnitten rein. Den Backofen in der Zwischenzeit auf 220 Grad aufheizen. Benötigt wird außerdem eine große Backform (in einem großen Topf geht es zur Not auch – gelingt aber nicht so gut und ist dann mehr ein Eintopfgericht).
Kartoffeln und Zuchini in Scheiben schneiden und zusammen mit Erbsen, Fenchelspitzen (alternativ Dillspitzen und im Mörser feingeriebenen Fenchelsamen) den angebratenen Bohnen, Zwiebeln etc. vermischen. Ordentlich Olivenöl, Meersalz, Pfeffer, Würz(!)-Minze und etwas Wasser kommen auch noch hinzu. Die in Viertel oder dicke Scheiben geschnittenen Tomaten werden dazwischengesteckt. Alles in den Ofen schieben und hungrig vor dem Backofen warten und nach 20 Minuten mal Alles ein bissl umschichten/umrühren und wieder (wenn vorhanden) mit Zucchiniblüten versehen reinschieben. Nach 10 Minuten kann geschaut werden, obs durch ist. Vielleicht ein bissl Farbe annehmen lassen. Serviert wird das schmackhafte Essen mit Maisbrot.

Guten Appetit! ;-)