Tag-Archiv für 'tintenfisch'

Nachzutragendes der Dunkelheit entstiegenes zusammengetragenes Nonnonvaleur (nichts Halbes)

pulpo viel und klein
Pulpo in bestem Olivenöl zart gebraten (die Ausschweifungen litten etwas)

Eigentlich sollten es ja kleine furchtbar leckere Varianten sein, die da das Herz überaus erfreuen sollten, was dann aber den Griff auf die etwas größeren Exemplaren zuließ war der dann doch im Verhältnis etwas günstigere Preis; die kleinen Tintenfischchen (im aufstrebenden Neukölln noch günstig zu haben) sind zwar zarter besaitet, aber ungleich schwieriger im Umgang, sodass etwas größere Kost zur Verspeisung angesagt sich zu später Stunde erquicklich zu zeigen wusste und so wurden keine halben Sachen gemacht und die kleinen Kartoffeln geviertelt und in wunderbaren Olivenöl gebraten während der frische Pulpo sich seiner ganzen Größe bewusst werdend in seiner ganzen Pracht auf dem Tische aufzufinden wusste, was durch einen ordentlichen Schuss besten Olivenöles und delikataromatisch duftenden Oreganos nur Verstärkung erfahren konnte.

viertelpatates
Viertelpatates im Mondenschein

Dazu ganz klassisch übervoll beladene Salatkredenzung mit grüner Paprika, delikatestem Schafskäse, von Besuch feingeschnitten Zwiebeln (die guten roten), aromatischen Biotomaten (die letzten :(( ) sowie Gurkenscheiben und allerallerbestes Bioolivenöl und ein wenig Essig. (Salz und Pfeffer natürlich auch ;-) )Standardsuperb-Speisung schlechthin für sommerliche Urlaubserinnerung.

Es hat lecker geschmeckt, wenngleich die Tintenfische etwas zu lange hinsichtlich der Krakenarme gebraten hatte; mittendrin war es aber wunderbar zart :-) und da nach dergleichen immer sich hinweggekugelt werden kann wurden wie stets bei solcherlei Speisung Karamellisierte Limonen aufgefahren, um mal wieder in die sauren Früchchen zu beißen und uns wieder von den Toten zu erwecken und ein letzter leckerer Rest von Mandarinello (jetzt muss schleunigstalsbaldsofort neuer gefertigt werden).

Die Verspeisung erfolgte sogar recht zeitig lange vor Mitternacht so um Zehn herum, was die Fotokunst wie üblich im Glühbirnenlichtgewirr aufgehen ließ ;-)

ÜbrigensZorra, die immer sehr schöne Fotos in den Kochtopf einstellt, wollte unbedingt eine neue Kamera (warum eigentlich?) und nun dürfen alle ran und mitteilen womit sie so ihre Zeit zwischen Kochen und Auftragen verbringen ;-)

Entzückend — Roter Pulpo und Pfefferkartoffelscheiben (abgedrängt grüne Salatblattanreicherung)

Es soll tatsächlich KostverächterInnen geben, die aus den Tiefen der Weltmeere gefangene Babytintenfische nicht als das wahrzunehmen wissen was allgemein bekannt und geschätzt ist (vor Scham wurde eine Reise mit unbekanntem Ziele angetreten). Hüttenhilfe, die zur Zeit auch fotographliche Resteverwertung kredenzen, hatten neulich so apart die Zubereitung dem delikaten Kraken angedeihen lassen. Da wollten wir nicht hintenanstehen und deshalb gab es den dann auch — zumal der letzte Pulpo schon lange zurücklag.
Allerdings mit den anschaulich sehr gelungenen Ausformungen, die gar überhaupt nicht sich als störend erweisen sollten — zumal das Auge ja auch was aufgetischt haben will.

roter pulpo
Rot durch Bratvorgang müsste noch Olivenöl, Oregano und Zitrone dran für die perfekte Präsentation

Zwar war der Unbill diese auch auf Grund vorheriger Hautabpulbemühungen dermaßen zart auf der Zunge fast weicher als ein Fischfiletstück zergehende Saugnapfansammlung nicht frisch gebraten in köstlichem Olivenöl genießen zu können bei Teil-WG-Inhalt schon vorhanden, aber mit übriggelassenen Resten gnädig gestimmt war auch so die Freude auf strahlendem Gesichte erfreulicherweise deutlich wahrnehmbar.

Dazu dann in Sesamöl und Olivenöl gebratene Pfefferkartoffelscheiben, die wieder einmal die Herzen zu erfreuen wussten (Salz ist da übrigens bei diesen geschmacklich auf höchsten Essvergnügen daherkommenden Scheiben eigentlich gar nicht nötig). Dazu dann ein paar winzige Salatblättchen.
Noch nicht aufgetragen auf den Tintenfisch dann delikates dunkles fruchtiges Bioolivenöl und frisch abgeraspelter Oregano und ebenso frisch getröpfelter Zitronensaft. Unglaublich lecker wieder! Waren aber auch kleinere Exemplare, die fast rundherum rot gebraten sicher ebenso gut gelungen wären. Im Sommer dann frisch gegrillt, ein Traum sondergleichen.

Leider kein Traum ist die Repression gegen den Berliner Transgenialen CSD, der am Valentinstag wohl kaum mit Blumensträußen das weltoffene Berlin präsentieren sollte (der Gerichtstermin wurde auf Anfang April verschoben). Die Tatvorwürfe wiegen schwer – das Tragen eines BHs verletzte das moralische Anstandsgefühl gerecht und sittlich denkender deutscher Polizeibeamter, die für ihre Prügelorgien berüchtigt wohl augenscheinlich bewusst zum politischen CSD geschickt worden waren, um dem bunten Treiben Einhalt zu gebieten, der der Berliner Stadtregierung ersichtlich zu schaffen macht mit der Zerstörung des zu vermarktenden Karnevalabziehbildchens, welches sich ansonsten vor den Kameras breit macht.

Zart angebratene Kalamares wussten durch dezente Töne von Knoblauch in Olivenöl und Blattpetersilie und durch Balsamico hervorragend ergänzt zu werden (zur Erfrischung hernach dann wieder mal die wunderbaren karamellisierten Limonen)

kalamaria in olivenoel balsamico
Die mit Balsamico versehenen zarten Tuben waren mal wieder ein leckeres Speisenelement

Es sollte nach der letztens bei Bolli ins Auge springenden Tintenfischkredenzung auch mal wieder Octopus bei uns auf den Tisch, der schmeckt ja in zahlreichen Varianten immer wieder und ist ein Hochgenuss.

Nur leider verwehrt sich die einschlägige Tentakelbeschaffungszunft beständig gegen unsere Kochversuche, so dass kurzerhand auf Kalamares zurückgegriffen werden konnte, die zwar geschmacklich eine andere Richtung vorzugeben wissen — aber nicht minder delikat daherkommen. Tintenbeutel waren bei diesen frischen Exemplaren schon entsorgt worden, was einiges Unbill von uns fernzuhalten geeignet war angesichts falsch herauszuziehender Inhalte. Die Haut noch entfernen und dann ab in die Pfanne mit Olivenöl und ca. 10 Minuten braten. Blattpetersilie und kleingehackter Knoblauch noch hinzu und dann mit einem guten Schuss Balsamico ablöschen.
Feine Geschmackskomponenten von zarter Ausgewogenheit zwischen Bio-Olivenöl und einem leichtsauren Balsamicoton mit süßlicher Richtung und einem Hauch Knoblauch und ein absolut zarter gelungener Kalamar — einfach köstlich!

Dazu dann noch ein griechischer Salat und Baguette. Beim nächsten Mal werden wir dann noch Blattpetersilie rüberstreuen damit ein frischer grüner Farbton zu vernehmen ist (der Balsamico ist doch arg eingezogen) für den dann aber die Limone in aufgeschnittener Form auch hübsch zu sorgen wusste.

Beizutragen wussten diese Zitrusfrüchte zu mitternächtlicher Stunde auch wieder zu unserem Dessert, dass — so vollgefressen wir waren (Gruss an abwesenden WG-Inhalt ;-) ) — absolut erfrischend schmeckte und quicklebendige Ergebnisse zeitigte. Wunderbar diese feurig karamellisierten Limonen mit Agavendicksaft! Unbedingt mal nachmachen!

limonen im nachtlicht
Wunderbare karamellisierte Limonen im Nachtlicht wussten verzaubernd zu erfrischen

Verwegen daherkommende Octopusgreiffangundwürgarme auf (fast) tiefschwarzen Tintennudeln, die in Limonen-Olivenöl geschwenkt und mit einem Hauch ganz kurz angebratener Scheibchen aus frischem Knoblauch versehen waren und zur Formvollendung noch mit zerriebenen wilden Oreganoblättern und exclusiven Bio-Olivenöl beträufelt aufzuwarten wusste (Rucola sollte auch noch decorativerweise dabei sein – aber den hatten wir vergessen käuflich zu erwerben — aber hey, das sieht doch auch so toll aus)

Zugegeben: frisch gegrillt wäre der charmante vielarmige Oktopus noch eine Spur besser gewesen. Aber auch so mundete die mit frischem Limonensaft und frisch zerriebenen wilden Oreganoblättern im getrockneten Zustande versehene Hauptblickfangspeise ganz toll. Dieser einzigartige Geschmack von frischem Octopus ist super-lecker! Und während nur noch eine sanfte Brise und das Merresrauschen zu fehlen schien, gab es einen fruchtig-trockenen spanischen Bio-Weißwein vorweg, der in kleinen Osteria-Gläsern, die wir neulich erstanden hatten, serviert zu werden wünschte.

leckeres �rmchen
die mit Tintenfischtinte gefärbten frischen Nudeln liessen durchaus im bestechenden Tone die Grundsubstanzen deutlich erkennen

Und dem Anlass entsprechend mussten es natürlich Bandnudeln mit schön schwarzer Sepia-Tinte sein, die ordentlich hinzufügend in den Nudelteig als Beigabe optimale Ergebnisse zeitigte, um auch schön damit protzen zu können. Keine Angst — geschmacklich lässt diese Zutat sich eher im neutralen Raume verorten. Erhältlich ist die gar nicht so teure Tintenfischtinte in praktischen kleinen Plastikbeutelchen, die beim Großhandel eures Vertrauens sorgfältig aufbewahrt für euch bereitliegen, um die Herzen erfreuen zu können bei ach so viel Farbkraftgebung.
Und da des Abends die kulinaria katastrophalia Küchenkochkünste anstehen, wurde es mal wieder nix mit der Ausnutzung von Tageslicht, welches für optimale Darstellung schlechterdings nicht das Schlechteste gewesen wäre — zumal schwarze Grundtöne für unseren, die profane Nudel in einem anderen Lichte erscheinden, Beitrag zum Kochblogevent Pasta doch den etwas anderen Akzent zu setzen weiß….

pasta quer

Aber wenden wir uns dem leckeren Essen zu, das mit immer wieder leckeren frischen Octopus nicht nur optisch so schmackhaft daherkommt (die vergessenen Rucola-Blättchen einfach mit hinzudenken, gell ;-) ).

Benötigt wird wie immer fast gar nichts, um den Kochgenuss zu zelebrieren:

Octopus (unser hatte nur noch sieben Arme)
Rucola ;-)
Tintenfischtinte (Sepia)
und natürlich Zutaten für einen frischen Nudelteig wie Mehl, Salz, Eier
und etwas Wasser und Olivenöl
letzteres auch noch zum Braten des Oktopus
ganz wichtig – Limonen und Oregano
(sozusagen die Symbiose für die gewürzte Krake)

Und so klappts innerhalb kürzester Zeit:

Nudelteig so wie hier beschrieben anfertigen und die Tintenfischtinte frühzeitig und schmierigerweise hinzugeben (später färbt die auch schön das Wasser)
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen (oder den Holzkohlegrill anschmeißen) und den vorher von der dünnen Haut befreiten Oktopus so ca 10 Minuten unter ständigem Wenden anbraten. Kurz bevor die sich windenden Fangarme fertig sind noch gescheibelten Knoblauch für 30 Sekunden hinzugeben.
Limonen ausdrücken und mit gutem Bio-Olivenöl versehen und die fertig gekochte Pasta und den Rucola kurz mitschwenken auf den Teller drapieren und je nach Belieben den Octopus zwischen den schön schwarz anzuschauenden Bandnudeln verstecken oder oben drauf drapieren. Die Knoblauchscheibchen auch noch hinzu und auf jeden Fall noch Oregano frisch zerreiben und noch ein Schuss Limonensaft und Bioolivenöl drauf! Fertig zum Servieren und Verspeisen. Wunderbar lecker!

Oktopus auf Tintennudeln
Der rot gebratene Octopus wusste sich galant auf schwarzer Pasta dem gediegenen Anlass entsprechend lecker zu präsentieren