Tag-Archiv für 'thymian'

Ab und an sich anbietende Wiederaufnahme auf Grund sich überaus überraschend einstellender Vorfreude auf eine Verbindung frischer Tomaten mit an für sich alkoholischer Variante, die verflüchtigend das Süße zu optimieren wusste, um wieder einmal mitsamt Kräutern ein Lächeln der Zufriedenheit auf die überaus überzeugten Gesichter zu bringen, die schon allzu lang auf derart überraschende Kost verzichten mussten (inkl. Klecks)

Zwar waren es nicht mehr die furchtbar gut mundenden Tomaten, die sich der Reifung unterzogen hatten, aber auch diese wiesen noch Geschmacksnuancen auf, die sich mal wieder als praktikabel für ein Tomaten-Martini-Thymian-Huhn erwiesen, welches schon vor einigen Wochen auf dem Speiseplan (Rezept im Blog) stand und dennoch nicht gefertigt wurde, und so geeignet waren es sich gut schmecken zu lassen.

martinihuhnmalwieder
Thymian, frisch und trocken hinzugefügt ist angemessen (Kleckse im Übrigen auch ;-) )

Ach ja — was ist eigentlich ein Agent provocateur [pdf]

Dem Bedürfnis nachgebend in der Nacht den noch sich in Ausprobierung befindlichen Walnussdip durch anderweitige Ingebrauchnahme zur Befriedigung urplötzlich aufkommender Ich-muss-jetzt-was-essen-jetzt-sofort-Gedanken zu vervollständigen (erstes Bild)

Eigentlich ruhte die Walnuss-Ricotta-Mischung zur geschmacklichen Verbesserung durch Durchziehung im Kühlschrank, um am nächsten Tage mit allerlei Variantenreichtum so mancherlei Dip zu ergeben. Zuvor waren Walnüsse gekocht und ob der Färbung der inneren Schale (die braune Haut) von dieser befreit durch simple Methode mit Ricotta vermischt und so mit Salz ganz schlicht und Pfeffer reichlich versehen.

walnuss ricotta tomate
Saucenbeitrag zu stimmigen Walnüssen in Ricotta

Nun reichte dies allein nicht zur Sättigung, mit Nudel allein nicht vollkommen und eigentlich auch nicht dafür gedacht — also rasch Zwiebeln in etwas Olivenöl gedünstet und fünf,fünfundso Tomaten mitsamt frischem Basilikum und Thymian und Salz und wiederum Pfeffer für ein paar Minuten gekocht und nach kurzer Abkühlzeit zum Ricotta-Walnuss-Gemisch gegeben, was sich gleich apart verfärbte.

Eine famose Sauce, noch leicht abstimmungsbedürftig, aber insgesamt die Erwartungen überaus erfüllend! Mal schauen, wie die Verfeinerung gelingt :-)

Getragen von eifrig erkundbar sich darstellender Einkaufsunlust erwies sich das Ratatouille ohne die anvisierte Kartoffelsorte dann doch in Etappen als etwas sich dem nicht ganz so geeignet erweisenden Umstand, dem aber gekonnt durch Zerschnippelung größerer Ware gekontert werden konnte, was aber leider nicht die angewiesenen GemüsezerschnipplerInnen, die angehalten waren doch etwas größere Stücke, was wiederum leider nicht durchgehend — da bratend derweil — kontrolliert werden konnte, zu fertigen und dann doch eher schmalere Versionen herstellten, abhielt , sich zu beteiligen und so wurd es etwas unfester, aber da der Thymian nicht mehr die versproche Wirkkraft besaß und die wilden Fenchelkörner ohnehin vergessen waren, war das dann mittels des stärker zutage tretenden Agavendicksaftes doch formidabel — zumal gerade das beste aller Olivenöle ausgegangen war und nun auf Ersatz zurückgegriffen ward

Ok, es geht auch ohne Bamberger Hörnchen, aber mit ist schon besser, ansonsten war die Fertigung des leckeren Ratatouille dann doch ganz passabel, wenngleich eine etwas festere Struktur schon angenehmere Nuancen hätte aufweisen können.
Da die Ahnung, dass die Einkaufsperson nicht die richtigen Zwiebeln ordern würde, sich schon bei Bestellung zu einer wahrnehmbare Größe entwickelte, war dem Rechnung getragen worden mit der Orderung mehrerer Packungen kleiner weißer Exemplare am selbigen Tage. Die übergereichten Gemüsezwiebeln werden dann anderweitig zu höheren Ehren gereichen :p

ratatouille ohne fenchel
Ratatouille — ohne wilde Fenchelkörner und … siehe Titel

Beim nächsten Mal wird dann genau nach dieser hervorragenden Ratatouille-Variante vorgegangen, die dereinst so hervorragend zu munden wusste ;-)

Die Ernte 2010 hat überaus zart zu erschmeckende derivative Nuancen — was aber auch kein Wunder ist bei den guten Zutaten (nachahmlich)

gut gelagert und erntereif
Gut und unscheinbar gelagert ist die halbe Miete

Reichlich begeisternde Ideen fallen des Öfteren bei diversen Einkäufen in den Bedarfslädchen an, Oh, getrocknete Tomaten, ist deshalb eine passende Begleitmusik zu diesen Einfällen, was damit alles Tolles anzustellen sei. Na ja, und dann horten sie sich, weil doch lauter anderes Zeugs Vorrang genießt und dabei ist es ja so einfach daraus viel olivenoel und andere gute zutatenwas herzustellen.

Also im Januar die eingelegten Trockentomaten angesetzt mit lauter guten Zutaten nach bewährten Rezepte und nun nach zügiger Einwirkzeit geerntet. Sehr lecker! Sehr gut und kein biologisches Kampfmittel rausgekommen; das Jahr 2010 startet diesbezüglich also optimal, so soll es sein :-)

Rezept hier irgendwo im Blog. Nachmachenswerte Rezeptur, nachahmlich gut sogar!

eingelegte tomaten auf ziegenfrischkaese auf roestbrot
Die entsprechende Unterlage vorausgesetzt ergeben sich weitere Erkundungsmöglichkeiten

Bewertung letzterer Ernte auch hier unwidersprochen gültig:
Das schon zeitig genossene Produkt zusammen mit Ziegenfrischkäse samt Kräutern auf vorzüglichem mit ganz leichter Kruste versehenen Bio-Ciabatta [Graubrot, geröstet] kredenzt und gespeist, gegessen und noch irgendwelche Steigerungen deren Namen uns grad nicht einfallen, da eigentlich so rein gar nichts dem Erschmecken gerecht zu werden scheint. Wenn ihr das in euere Münder kriegen würdet…. Morbleu!

Des Geschickes Suche nach formvollendeter Kartoffel genüsslich durchgezogen und versüßend aufgetragen und mit erstaunlicher Festigkeit der grundlegenden Zutat (Klassisches)

Kartoffelsalat mit getrockneten tomaten und oliven und roestzwiebeln und olivenoel
Bei Sonnenlichtschein anfangen

Da die Suche nach den Kartoffelvorräten zwar Lustiges, aber kaum Festkochendes hervorbrachte musste auf mehligkochende Kartoffel zurückgegriffen werden, die aber merkwürdig fest und perfekterweise passte.
Dazu Schalottenstückchen in kräftig sich erschmeckenden Olivenöl samt getrockneten Tomaten und frisch entkernten Kalamata-Oliven und natürlich frisch vermahlenem schwarzen Pfeffers, getrockneten Thymianblättchen und etwas Rosmarin langsam angeröstet (dauerte so ungefähr 20 Minuten), sodann mit ordentlich weißem Balsamicoessig „abgelöscht“ und zu den Pellkartoffeln gescheibelt hinzu.

senfausnutzung
und versüsste Speisung irgendwann später

Mehrmals nachwürzlicher Vorgang über Stunden hinweg mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Rigani und wenn die Sonne untergegangen ist, ist es fertig.
Dazu Senf aus dem DFssgFresspaket und eilends georderter Kräuterwürstchen. Der süße Senf war jetzt nicht ganz so geeignet zu dem eher kräftig aromatischen Kartoffelsalat, aber auch nicht unpassend; die Würstchen freuten sich allerdings über die Gesellschaft ;-)

Der Frische hingegeben sich darbietende allerköstlichste die feinen Geschmacksnerven auf den letzten Punkt ausreizende passable Saucenaufhäufung (darunter dies und das — darob Drapierung)

kartoffelzauber mit martini rose huhn sauce

Auch bei wechselnder Wetterlage macht sich die situationelle Kochbegeisterung nicht unschicklich bei dieser Speisung.
Egal ob Sommer oder Winters — es gelingt erstens immer, der zum herbstlich-winterlichen Übergang noch halbsweg akzeptable Tomatengeschmack harmoniert mit reichlich zugegossenen Martini Rosé (das Zeug heißt jetzt irgendwie anders, aber es sind noch Vorräte alten Namens zu verbrauchen) und zweitens erfrischt es in des Abends lauer Endsonne wie es zu nasskalter Witterung wärmt.
Optimal also für die diesjährige Dämmerungseingewöhnungsphase :-)

Fürsorglicherweise das anzuratende Rezept für das Martini-Huhn und der Ratschlag für den Salat vor der Telleraufdeckung zu sorgen, sonst wird das nichts mehr…

Reichlich Aussicht übrigens auf die Fensterblicke gibt es jetzt gesammelt bei Barbaras Spielwiese, der Posterdruck aller Einsendungen benötigt noch ein kleines Weilchen ;-)

Die letzte gefüllte Variante wusste sich länger zurückliegend zwar guter Erinnerung zu erfreuen — nichtsdestotrotz war diese Kleinvariante in reihhaltiger Kredenzung von wundervoll zu genießender Sehnsucht (Schafskäse ward vergessen)

Nach Computerabstinenz und der Fragestellung, warum ausgerechnet neu geschaltete Anschlüsse alle 3 Minuten für Unterbrechungen sorgen müssen, der Verstreichung des heute zu Ende gehenden Pflaumenblogevents und reihhaltiger Zucchinimitbringerei durfte das einzig wahre geradezu klassische Gericht anstehen. Nicht nur beim Blogevent Gurken und Zucchini waren schon leckere Varianten zu finden, die Kraut & Kekse, Kochfun und Genussmousse präsentierten, sondern auch andernorts wurde zugeschlagen wie es sich bei Guerilla, Genussfaktor, Bolli und und und… zeigt.

Unsere Variante war dann eine klassische Mittelmeerversorgung, reich an Gemüseinhalten und köstlichen Geschmackserlebnissen, die überaus geeignet waren sich vergangener Sonneneinstrahlung zu erinnern. Sonne (und jahreszeitlich bedingte Biokost) auf den Tisch holen war dann auch ganz einfach.

gefuellte zucchini mit reis und kraeutern und tomate
Gefüllte kleinteilige Zucchini unter Tomatenhaube (Schafskäse ward vergessen) und Zucchiniblüten waren da auch noch drin

Bio-Zucchini in große Stücke schneiden und Inhalt rausholen (dabei ein Stück für den Boden drinlassen) und mit kleingehackten Bio-Zwiebeln und frischen Bio-Kräutern (z. Bsp. Wildfenchel, Thymian, Oregano, Zucchinblüten) in Bio-Olivenöl andünsten und mit aromatisch schmeckenden Bio-Tomaten, kleingehackt, und Salz und Pfeffer versehen. Bio-Reis ebenfalls in etwas Öl andünsten und dann zusammen mit der der gedünsteten Kräuter-Zucchini-Mischung in die ausgehöhlten Zucchinstückchen rein und dabei beachten, dass sich Reis etwas auszuweiten pflegt; obendrauf noch mal extra eine kleine Tomatenhaube.

In der Backform aneinandergereiht werden auch noch ein paar lange Kartoffelstückchen hinzugefügt und die Reste der dann doch noch zahlreich vorhanden Reismischung. Mit Wasser auffüllen, sodass die Zucchinistücke grad noch so rausschauen und ab in den Backofen. Irgendwann noch Schafskäse drauf und dann das lecker duftende Ergebnis servieren und in Erinnerungen schwelgen. Sehr lecker!

Wäre glatt eine gute (Teil-) Grundlage für den neuen Blogvent im Kochtopfblog gewesen, dessen Thema diesmal von uns vorgegeben wurde — Fusionsküche; bei der Frage, was dann dazu kombiniert werden müsste, sind dann aber noch raffinierte Überlegungen anstehend — es ist ja auch noch Zeit bis zum 15. September.

Nach tagelanger Werkelei war dieses Unterfangen, die interessante Walnuss in einer kulinarischen Kreation unterzubringen, ungebrochen — und so wurde des Abends, die Lichtverhältnisse tapfer ignorierend, mal wieder versucht einige der ins Auge gefassten Zubereitungsdevotionalien doch damit in Verbindung zu bringen, was jetzt zu stundenlanger Beschäftigung mit der Thematik führte und Seifenblasen gleich die schönsten Illusionen zerplatzen ließ, was aber immer noch nicht zum Aufgeben, sondern zum jetzt-erst-recht-hah! führte und nachdem Äußerungen laut wurden, dass jetzt wieder auf klassische Zubereitungsregeln zurückgegriffen werden sollte und dann ein Kompromiss ganz famoser Art gefunden werden konnte – wurde es fertig (Hurra!) und nun können wir gerollte Hühnerbrust gefüllt mit anschmiegsamen Gorgonzola-Käse-Streifen umwickelt von zart kleingehackten Walnuss-Sprenkeln, welche sich gar wunderbar geschmacklich an die Umgebung einzufügen wussten, sanft gegart in Vinho Verde zu überaus passenden Tomatenhackstückeln mit zwiebeliger Beizutat und erlesenen 14 Thymianblättchen präsentieren – das war gut! Noch besser allerdings wurde es, als auch die restlich zur Verfügung stehenden Walnüsse in gerieselter Form noch zur Tomatenleckerei herübergestreut wurden — jetzt war es perfekt

huhn gefüllt mitwalnuss und gorgonzola2
Zart und anschmiegsam gaben die Walnüsse ihren Geschmack in das perfekt gegarte Objekt ab, welches es sich aber auch mit Gorgonzola innendrin so richtig gut gehen lassen wollte

Walnuss — das neue Thema für den Blogevent im Kochtopfblog. Mit Walnuss wird ja bei uns immer der geschmorte Fenchel gemacht, der dann noch in Agavendicksaft karamellisiert wird. Sehr lecker aber diesmal sollte es doch was anderes sein. Was Neues ohne Süßkrams, was Spass macht mit Spannung und Ahaerlebnissen.

Also erst mal Findungsrunde. Gorgonzola war in ausreichender Menge gelagert und Huhn kam in die nähere Wahl als die eigentlich favorisierte Kartoffelkreation mangels ausreichender Vorratshaltung nicht ganz so ergiebig war. Super — also dann noch die Walnüsse, die hatten wir natürlich gleich geordert nach Bekanntgabe. Glücklich übrigens die, die einen Walnussbaum in ihrem Garten haben (die können grüne Walnüsse pflücken und sie gespickt mit Gewürzen in Honig einlegen, hmmmm).

Nun waren die Zutaten ja alle schön beisammen und es wurde zahlreich herumprobiert und Ideen wie Gorgonzolasoße wurden verworfen, weil irgendwie auch nicht so originell; aber wie wäre es mit einem Walnussmantel darin natürlich Huhn und Gorgonzola. Dann also angefangen und unzählige Versuche mit teilweise katastrophaler Wirkung für die klimatischen Verhältnisse in unserer kulinaria-katastrophalia-küche ausgeführt. Dunkle Dampfschwaden von den den perfekten Zeitpunkt verpassendn Walnüssen durchdrangen die Fensterschlitze und niemand hat die Feuerwehr gerufen (was tun die Leute, wenn es wirklich brennt?).

ausschnitt huhn mit walnuss und gorgonzola
Verzierung muss sein – überaus passend war frischer Rosmarin (auch anknabbernderweise ganz prima!)

Die Walnuss also, ein heikles Thema. Sie brennt schnell an. Walnusspanaden in unterschiedlicher Mahlstärke mit unterschiedlicher Unterstützung von Ei und Mehl und, und, und… verhalfen da keineswegs zu anderen Erkenntnissen; selbst als unser Allheilmittel, der Agavendicksaft hinzukam, wurde es nicht unbedingt besser.
Zwar war die Variante Walnusssplitter und Agavendicksaft zum Schluss des Bratvorganges der Hühnerbrust hinzuzufügen gut, aber geschmacklich harmonierte es dann mit dem Gorgonzola nicht mehr so sehr (selbst als als Ausgleich Chili in Betracht gezogen wurde, was jetzt übrigens gar keine so schlechte Idee war, dem muss demnächst mal ausführlicher nachgegangen werden).

Dann setzten schon die ersten Erschöpfungstendenzen ein (schließlich hatten wir zuvor schon erste umfangreiche Aufräumaktionen unserer Wohneinheit gestartet und nun schwanden die Kräfte, es sollte, nein es musste was passendes schnell gefunden werden. Vielleicht das gefüllte Hühnerfilet in Weinsauce? Oder auf einem Saucenspiegel serviert. Das müsste doch auch was optisch hermachen. Also auch da noch herumprobiert und drei verschiedene (u.a. mit Balsamico und Metaxa) kreiert und verworfen.

ausschnitt dreiklang
Zum Dreiklang gehörten noch feine kleine Kartöffelchen im Halb-Längs-Schnitt

Also letztendlich doch auf was für uns ganz klassisches zurückgegriffen — kleingeschnittene Zwiebelstücken in Olivenöl angedünstet, grob gehackte wunderbar schmeckende Biotomaten hinzugegeben und 5 Minuten geschmort. Dann noch etliche kleine getrocknete Thymianblättchen (so ca. 14 Stück an der Zahl), Salz und etwas schwarzen gemahlenen Pfeffer. Perfekt, köstlich, gut. Was für ein Duft, was für eine gelungene Grundlage, hmmmm.

Dann in einem Anfall von gelungener Ideenhaftigkeit Gorgonzola umfassend in Walnusssplitter getaucht und als Füllung in die Hühnerbrüstchen hinein, mittels Zahnstochern verschlossen und in Olivenöl angebraten. Und während die schöne Farbgebung schon das beste erhoffen ließ, kam auch noch Vinho Verdo hinzu, der ob des unaufdringlichen Geschmackes in die engere Wahl kam, schließlich sollte keine Zutat die andere überdecken. Deckel drauf und geschmort, zwischendurch Weinkippvorgang wiederholt und dann mit einem Hauch von Walnuss versehener Saucenverzierung aufgetischt.

huhn gefüllt mitwalnuss und gorgonzola3
Der Gorgonzola zeigte genüsslich fördernde Tendenzen (links im Bild auf Tomate ein, zwei Thymianblättchen

Auf den Punkt saftig gegartes Fleisch war das köchliche Reultat der Anstrengungen, die am Schluss so lockerleicht von der Hand ging, dass wir uns fragten warum wir denn darauf nicht früher gekommen waren. Der Käse fügte sich angenehm ein und war als mittelscharfe Zutat genau richtig einkalkuliert in der geschmacklichen Wirkung. Die Walnusssplitter waren noch leicht knackig und hatten ihren Geschmack lecker an die Umgebeung abgegeben (schmeckten tatsächlich nicht mehr nach Walnuss), so dass die Hühnerbrust vorzüglich durchgezogen schmeckte. Sehr delikat!

Die dazu gereichte Tomatenköstlichkeit wurde durch Hinzufügung der Reste von kleingehackten Wanüssen wunderbar aufgewertet — was für eine tolle Fügung des Schicksals, dass diese Resteverwertung noch so geschmackliche Höhepunkte zu fabrizieren wusste.

Zutaten:

Natürlich kleingehackte Walnüsse, derer viele
Hühnerbrust
Gorgonzola, mittelkräftig
Olivenöl
Tomaten
Zwiebel
Thymian, Pfeffer, Salz
Vinho Verde

Auf die Schnelle:

Hühnerbrust einschneiden, Gorgonzola mit Walnusssplittern rundherumdrumherum versehen, rein damit, verschließen und in Olivenöl anbraten mit Wein ablöschen und schmoren, salzen, pfeffern. Währenddessen Zwiebel, kleingehackt sanft in Olivenöl dünsten, ebenso kleingehackte Tomaten mit rein, Salzen, pfeffern thymianisieren, Köstlich! ausrufen und zusammen mit hinübergestreuter fein gehackter Walnuss servieren.

blog event walnuss quer

Also, harmonisch abgestimmte Zutaten, klassische Zubereitung und Resteverwertung par excellence; außerdem dunkle Lichtverhältnisse, Fotos, die die Köstlichkeit nur annähernd wiedergeben (vielleicht sollten wir uns da mal auf professionellere Pfade begeben?) und glückliche WG-Belegschaft — unser schlichter Beitrag zum Blog-Event Walnuss.

Doch ganz famos schmeckende Thymianblättchen und konkurrenzweise Oreganoblättchen an zweierlei gewürzten Pilzen, die in, unter, auf einer Zusammenstellung aus Feldsalat und aromatischem Jaroma-Kohl, der in feinen Streifen hinzugefügt, doch weder dominierend noch zurücktretend dem Ganzen das gewisse Etwas verleihen konnte — zumal auch rote Zwiebeln, weißer Balsamico und exclusives Olivenöl den Thymian-Pfeffer-Muskat-Oregano-Meersalz-Ton verstärken konnten

Da die Lust auf salatliche Verköstigungsmöglichkeiten durch in unserer Küche vörratigen Feldsalat und einen sogenannten Jaroma-Kohl unterstützend durch hinzuzufügende braune Champignons als mithin gesichert gelten konnte, war dem Umstand der eilfertigen Zubereitung nur noch wenig entgegenzusetzen, um dem perfekten Gelingen durch ebendieses auch hübsch Ausdruck zu verleihen.

Salat mit Pilzen nah
Irgenwo drunterdrinnendrauf waren zweierlei mit gewürzlichen Beigaben versehene Edelpilze dabei

Jaromakohl ist ja seit einigen Jahren wieder vermehrt im Handel erhältlich und hat ganz zu recht einen verdienten Spitzenplatz im Küchenplan verdient. Nicht ganz so kugelrund wie der typische Weißkohl, sondern eher etwas flachgedrückter entpuppt er sich als aromatische Wunderwaffe gegen ödes Kohleinerlei. Locker und leicht ist der erste Eindruck und zusammen mit Olivenöl, welches einige Minuten einziehen darf, braucht es auch nur noch einer ganz kleinen Prise Meersalz.
Eigentlich klingt die Zusammenstellung Feldsalat — Weißkohl erstmal nicht so interessant. Der feine Jaromakohl hingegen erschien den Erwartungen gerecht werdend optimal in Anpassung und Ergänzung. Ein kleiner Schuss weißer Balsamicoessig waren dann auch noch die einzigen Zutaten neben kleingehackten Roten Zwiebeln.

Die bereits erwähnten Pilze, braune Champignons, wurden in zweifacher absolut schnell zu bewerkstellender Fertigung fabriziert und zwar einmal als Variante mit Olivenöl, Oregano, schwarzer Pfeffer und dann noch als Thymian, Olivenöl, Muskat Version. Alles beide sehr lecker und den Salat wunderbar unterstützend, so dass keine Zutat dominieren und die geschmackseigenen Inhalte ihr Treiben derart fortsetzen konnten, um das Verzücken allseits in einem kreativen Akt umzusetzen. Gibt es bald mal wieder!

Salat mit Pilzen weit
Neben der schnell-leichten Verköstigung wurde auch noch gespielt

Und was gibt es sonst noch so? Der Kresse-Blogevent steht noch an und wir haben noch nicht das Richtige in dieser Hinsicht, was uns gut zu Gesicht stehen würde, gefunden.
Hingefunden jedenfalls haben wir durch einen kleinen Hinweis zur Seitan-Herstellung, deren Ergebnisse wohl gut gemundet haben müssen — dem Abwasch nach zu urteilen hat die VoKü jedenfalls einiges zu verarbeiten gewusst.