Der Sommer naht und es wird Zeit die vorhandenen Vorräte in diversen Tiefkühleinrichtungen einer genaueren Inspektion zu unterziehen, insbesondere die reichhaltigen Fischbestände sind bei solchen meist sehr kurzweiligen Erkundungen, hochgradig gefährdet — der Rest bleibt für späteren Forscherinnendrang konserviert.

Fisch im Wickel ist nur halb gut
Eine letzte Packung Heilbutt durfte auftauen und die Erkundung von diversen lagernden vermutlich ebenfalls letzten Bärlauchbeständen müssten in Einklang zu bringen sein, bei Barbaras Spielwiese doch schon erfolgreich getestet, müssten auch hier hinzukriegen sein, die eigene Anregung doch auch noch Schinken herumzuwickeln in Angriff genommen und sodann mit großen Hallo die schon etwas weich zu werden drohenden dickeren Zuckererbsenschoten entdeckt, passt alles perfekt und die kleinen Tomaten dürfen auch dran glauben.

Richtig – das ist eine Bärlauchblüte
Den Heilbutt in einer Olivenöl-Sonnenblumenöl-Mischung mit schwarzen Pfeffer durchmischt ganz kurz angebraten, um eine etwas festere Grundlage für die diversen vorgesehenen Umwicklungen zu haben, die Bärlauchblätter von den Stielen befreit (besser für das Wickeln) und sodann umschlungen, daraufhin dann die schon bei den Haferwickeln erprobte Schinkenumwicklung erprobt. Da nicht mehr soviel vorhanden war, zwar etwas lückenhaft, aber auch nicht minder erkennbar vom guten Willen getragen ![]()
Derweil die Zuckererbsenschoten im selben Öle angebraten, mit viel frisch vermahlenem schwarzen Pfeffer, etwas Salz und Rigani sowie frisch gemörserten Szechuanpfeffer versorgt; insbesondere letzteres Gewürz war eine gute Idee, dazu dann die Tomaten einfach mit viel Salz, Pfeffer, Rigani als Haube gebraten, zwischendurch Deckel drauf und vergessen, machte aber nichts, die Schoten machten sich noch gut.

Ein kleiner Hauch Restendumwicklung darf sein
Verwickelte Auflösungen bekämpfend dann den Übergang in die freigeschaufelte Pfanne geschafft und noch mal ganz kurz gebraten und schnell serviert, soll ja noch etwas warm sein ![]()
Der Schinken passte leider geschmacklich gar nicht, wurde rasch ausgewickelt und sodann lagen die Fisch-Bärlauch-Wickel hübsch verpackt auf dem Teller, ein Genuss, der zarte Heilbutt verträgt sich hervorragend mit dem ebensolchen Geschmack des Bärlauchs und ergänzt lecker den sich ebenfalls gut in aromatischen Lagen bewegenden Rest des Aufgetischten, der, wenn denn Weißbrot vorhanden gewesen wäre, gut ergänzt hätte werden können.
Es sollte öfters auf Erkundungstour gegangen werden ![]()


