Tag-Archiv für 'spaghetti'

Schnell, schnell…

Nicht nur genial lecker weiß sich gekonnt mit den Resten der Kühlgelegenheit zu beschäftigen und kreierte schnellstens Teigwaren mit Waldgewächs. Gleich mal nachgeschaut ;-) — und voilà auch bei uns fand sich feiner überaus delikater Bärlauch, der wurde ebenfalls schnellstens zu Spagetti, in dessen Kochwasser er ganz kurz blanchiert wurde, kredenzt und zur Kaschierung des Umstandes, dass Sahne nicht auffindbar war wurde Olivenöl und geriebener mittelalter Parmesan dazu gereicht. Schnell, einfach, gut.

Der Blogevent Aphrodisische Gaumenfreunden hatte ja vielfältigste Genüsslichkeiten zu bieten. Gewonnen haben ihn gleich zwei Kochblogs. Kochfun mit Orangen-Hollandaise-Spargel und Hedonistin mit schmelzenden Liebeskugeln. Herzlichen Glückwunsch!

baerlauch mit geraspelten parmesan und hochdelikaten olivenoel an spagetti
Bärlauch weiß sich auch nur kurz blanchiert richtig in Szene zu setzen

Und der neue Blogevent im Kochtopf ist dann auch gleich ein Jubiläumsevent. 3 Jahre schon wird Monat für Monat ein Event organisiert. Ene Menge Arbeit, die da immer ins Haus steht. Herzlichen Dank für die Organisierung. Es ist doch immer wieder spannend zu sehen, was da so auf den Tisch gezaubert wird. Zauberkünste werden wir jedenfalls nötig haben, das neue Thema widmet sich nämlich backlichen Künsten: Cake. Und das mag zwar das bei vielen Blogs das zweite Standbein sein, bei uns als reine von Konsum gezeichnete Verkostungspersonen zeigt sich da nur immer Staunen ob der kalorienhaltigen Backwerke. Mal schauen, ob sich da was draus machen lässt.

Der andere bekannte monatliche Kochevent im Gärtnerblog ist leider noch im Winterschlaf und vielleicht wird er ja bald neues Gemüse zur Verarbeitung offerieren. Es wird nämlich so langsam wärmer ;-)

Roter Mangold mit gebratenem Ingwer und Flusskrebsschwänzen in Wein-Tomaten-Frühlingszwiebel an langen Spaghetti

Es war noch eine gute Menge an rotem Mangold in unserem Kühlschrank vorrätig und wartete geduldig darauf, dass wir daraus was Phantastisches kochen würden. Allerdings hatten die rosaroten Flusskrebsschwänze ältere Vorrechte und so fanden wir es eine gute Idee doch die farblich harmonisierenden Zutaten zusammenzufügen (sozusagen eine rosarot-rote Koalition). Aber wie im realen Leben harmonisiert es nicht unbedingt: Der Rote Mangold etwa ist etwas herber als der herkömmliche Mangold und so wurde etwas gelbe Zitrone und Ingwer als passender Ausgleich in die Planung mitaufgenommen. Das Rezept ist so ähnlich wie unser wunderbares Spezialitäten-Menue Flußkrebsschwänze in Weißwein-Nordseekrabben-Ambiente mit Linguini, das schon so viele Münder in Ekstase zu bringen vermochte.
Eine Besonderheit war jedoch (neben den fehlenden Nordseekrabben) noch zu beachten. Der Ingwer, in Streifen geschnitten, und die Stiele des Mangold mussten zusammen mit den Zwiebeln in kleingeschnittenem Format scharf angebraten werden (Mangold entwickelt erst dann den richtigen Geschmack) und dann mit dem Saft von einer ganzen Zitrone abgelöscht werden; ansonsten ist das Rezept das Gleiche und auch der zum Kochen wunderbar geeignete Vivo Blanco, der Haus-Bio-Chardonnay kam wieder zum wohlverdienten Zuge. Die grün-roten Mangoldblätter kamen natürlich auch noch zwischendurch hinzu. Der Charakter des Essens wurde insgesamt kräftiger und zitroniger. Nicht schlecht – aber die Flusskrebsschwänze gingen ein wenig unter. Der Ingwer trat punktuell in Erscheinung und war vor allem in der Soße bemerkbar (wenngleich eher dezent) und hätte ganz klar weggelassen werden können (es sei denn es wäre etwas Kokosmilch hinzugefügt worden, was sicher auch ganz lecker wäre). Lange Spaghetti bildeten schließlich die Kombinationsgrundlage.
Mit Mangold werden wir jetzt saisonbedingt öfters was kochen – in der Mischung mit Spinat mundet er jedenfalls wunderbar und in Olivenöl gedünstet und mit Zitrone abgelöscht ist er sowieso unschlagbar.

Flusskrebsschwaenze mit rotem Mangold
Flusskrebsschwänze mit rotem Mangold

Orange-Grün-Gelb-Rot-Weiß an dünn-länglicher Basis mit Fisch-Einlage

Fast wie ein politisches Potpourri kam die letzte Errungenschaft aus den Kochtöpfen daher, die noch mit Pfanneninhalt angereichert war. Und das nachdem schon einige Tage keine Einträge erfolgten.
Was war geschehen? Nicht die von eifrigen DirektkandidatINNen verabreichten Werbebroschüren waren schuld, die vor wahlzeitigen Ergüssen nur so strotzten und eigentlich wenig geeignet waren Ablenkung hinsichtlich des Nahrungsaufnahmeprozesses zu bringen. Vielmehr dies war der Grund:
Nach tagelangen ;-) fehlgeschlagenen Installationsbemühungen eines neuen Treibers für die neue Camera Obscura war erst mal Entspannung (auch von sinnlosen Einübungsversuchen in der Kosten-intensiven Arbeitsgemeinschaft) angesagt. Also Kühlschrank geplündert, nebenbei fortgeschrittene Vermehrungsversuche hübsch anzuschauender Pflänzchen beseitigt samt inzwischen weniger schöner Grundlage, und dankenswerterweise wunderbare Garnelen, Schinkenwürfelchen und Kirsch-Tomaten entdeckt, die nun den knurrenden Magen in durchaus ansprechender Weise dazu animierten folgendes kreatives und obendrein schnell herzustellendes Mahl zu präsentieren, welches kurzerhand per MMS vom Handy verschickt wurde (was ja auch als ganz passabel begutachtet wurde).

Garnelen in grün-gepunkteter Rot-Wei�-Gelb-Fisch-Sauce
Garnelen in grün-gepunkteter Rot-Weiß-Gelb-Fisch-Sauce

So wirds gemacht:
Schinkenwürfelchen in Öl mit roten, weißen und grünen Zwiebeln anbraten und dann die bei den umfangreichen Suchaktionen wieder zu Tage geförderte milde Mango-Sauce (anstatt des gesuchten scharfen Mango-Chutney) hinzu und alles ein bissl einziehen lassen. Der sich entwickelnde süß-karamellige Geschmack wurde rasch mit reingeriebenen getrocknetem Ingwer, Salz, Schwarzem Pfeffer und sehr scharfem Curry bekämpft. Die Kirschtomaten machten sich auch noch ganz gut dazu und dann noch etwas Reiswein. Um das Gericht zu verkomplettieren drei Filets von Fisch aus dem Meere (tiefgefroren) in die Mischung geschoben. Viel Flüssigkeit war nach ein paar kurzen Minuten zwar nicht mehr da – das machte aber nix, weil jetzt die Garnelen hinzukamen, die noch mit einem weiteren Schuß Reiswein und gefrorenen Erbsen beglückt werden konnten. Sahne rein und alleine einköcheln lassen auf kurzer Flamme um nebenbei noch schnell den bedrohlich gewordenen Abwaschberg zu minimieren. Delikat lags dann auf einem tiefen Teller und rettete den Tag.

Mal so zwischendurch: Rezept für zitronenschalige Garnelen an Rucola & Spaghetti

Wie neulich schon mal (bei unserem etwas den hohen Kulinaria-Katastrophalia-Ansprüchen nicht ganz gerecht werdenden Speisenzubereitungsverfahren für dieses Gericht) angekündigt folgt nun das leicht abgewandelte Originalrezept — als es uns mal formidabel gelang — und zwar mit genauen Zubereitungs-Anweisungen. Das schmeckt Alles ganz lecker-locker-Sommer-leicht und ist übrigens aus dem Kochbuch von Jamie Oliver „Genial italienisch“, welches wir im Übrigen nur empfehlen können (auch wenn der Herr leider überproportional häufig persönlich in Erscheinung zu treten pflegt auf den dokumentarisch anheimelnden Landschaftsaufnahmen), entnommen, der es aber auch nur zusammengeklaut hat aus einer italienischen Essensschmiede namens „La Gondola“ in Palermo.

Garnelen mit Rucola und geriebener Zitronenschale
Bekanntes Bild aus einem unserer ersten Blogeinträge, um Euch am Anfang der superben kulinarischen Blogwelt den Mund zu wässern

Zubereitungsverfahren zum einfachen Nachkochen:

Ordentlich Olivenöl in einer großen Pfanne mit ca. 3 kleinen roten Chilis (kleingehackt) erhitzen; dann Knoblauch (auch kleingehackt — nicht zu fein!) hinzufügen und große Garnelen (Tipp: Olivenöl mit ganzen Knoblauchzehen ansetzen, das sieht nicht nur gut aus, sondern lässt auch die geschmackliche Komponente nicht zu kurz kommen; funktioniert auch mit Kräutern wie hier gesehen werden kann bei 1x umrühren bitte, sollten aber besser getrocknete Kräuter genommen werden wegen der Schimmelgefahr). Wirklich nur kurz anbraten damit die Garnelen nicht zu sehr austrocknen.
Fruchtigen nicht zu trockenen Weißwein (ein Glas reicht) mit gutem Tomatenmark aus sonnengetrockneten Tomaten vermengen und in angerührtem Zustand hinzugeben, um es dann auf kleiner Flamme kochend zu bestaunen. Das Rühren nicht vergessen und bei Bedarf (wenn die Sauce zu schnell dick wird) noch etwas(!) heißes Wasser in die Pfanne. Wenn die in der Zwischenzeit gekochten Spaghetti sich fast dem Ende der vorgesehen Kochzeit für den bissigen Charakter zuneigen kommt noch der Saft von zwei Bio-Limonen und Rucola hinzu. Alles mit den Nudeln vermischen und dann kurz vorm Auftischen mit der geriebenen Schale der Limonen oder auch Zitronen (nur die Schale nicht das bittere Weiße! verwenden) und noch etwas Rucola vermengen. Fertig! Dazu ein natürlich ein Wein je nach Geschmack und während des Essens nicht zu laut schmatzen ;-)

Leichte Melonenkügelchen an yoghourt écologique

Der Tag war das, was eine Absage an allzu feistes Frühstückseinerlei, ob der Hitze schon am frühen Mittag, bedeutet — wurde noch geraunt; nichtsdesotrotz wurde der Tag neben einem schönen Milchkaffee und leichtem Joghurt mit Melonenkügelchen noch mit Büffelmozarella und Tomaten-Basilikum in Balsamico Reserva & Olivenöl begangen. Dafür gibt es morgen süß-scharf-gesenfte Lachsschnittchen an Nordseekrabben-Rucula-Creme (selbstgemacht) hmm…

Melonenkuegelchen an frisch-leichtem Joghurt
Melonenkügelchen an frisch-leichtem Joghurt

Irgendwann davor muss als erstes Frühstück dieses hier Dokumentierte des Spätnächtens-Frühmorgens konsumiert worden sein (war jedenfalls leicht verwackelt auf der Camera drauf) und sieht nach Spaghetti mit Paprikastreifen in Knoblauch-Öl mit geriebenen Pecorino an was Grünes aus.

Naechtens-Frühstens
Zum sehr frühen Tage was zur Kompensierung des Alkoholkonsums…