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Hurra — Pfannkuchen-Shiitake-Shaohsing-Frühlingszwiebeln zur schnellabendlichen Verköstigung (erste Bio-Tomaten mit sanft aus der Flasche purzelnden Tropfen gaben auch ihr Stelldichein)

Die Shiitake-Pilze sahen so wahnsinnig gut aus, dass die gleich im Dutzend geordert wurden und dann stand nur noch die Frage an, was jetzt damit anzustellen sei. Reis, Nudeln und so waren rein geschmacklich jetzt nicht so wahnsinnig verlockend und da Zucker und Salz die Verköstigung der leckeren festen Pilze mit Pfannkuchen und Zuckerschoten präsentiert hatten, stand eigentlich fast nichts mehr im Wege — außer der Pfannkuchenbeauftragten (und den Schoten), die mal wieder nicht im Hause weilte, weil sie in der Weltgeschichte rumgurkt. Also erstmal rumsuchen und sich unauffällig bei anderen nach dem perfekten Pfannkuchenrezept erkundigen und dabei feststellen, dass Eier nicht da waren, aber da doch reinkommen sollten. Also rasch Besuch geordert, der doch mal praktischern Weise mal eben…

Und dann war es ganz einfach: Das kurzerhand genommene Olivenöl war eigentlich für die Pilze etwas erdrückend, aber da wurde leider zu spät dran gedacht. Dann kleingeschnippelt Frühlingszwiebeln dazu und die ebenso bedachten Pilze und ein winziger Schwubbs Shaohsing.
Währenddessen rasch Mehl mit etwas Milch und einer Prise Salz angerührt, verzweifelt auch währenddessen den Rührbesen gesucht und mit arger einhergehnder Zeitnot in letzter Minute gefunden, ein paar Eier rein und schwubs ab in die eingeölte Pfanne und Hurra! einen viel zu dicken Pfannkuchen herausbefördert. Pilze drauf und erste Biotomaten, die letzten Reste eines leckeren Balsamico drauf getröpfelt und dann rasch genossen. Gut und schnell. Gibts bald wieder, dann aber mit Zuckerschoten.

pfannkuchenpilze
Pfannkuchenpilze und schon etwas nach Tomate schmeckendes Beiwerk

Köstliche Viererlei Zwiebeln delikat aus dem Wok wurden scharf-süß mit Ingwer, Peperoni, Shaohsing, Shiitake, Huhn und Reis sowie blanchierten Spinatblättern verkonsumiert — während andere leider, leider nichts davon hatten (und frische Zwiebeltriebe waren auch noch dabei!)

Huhn Reiswein Gemüse auf dem Teller
so halb in Reiswein-Sojasauce gewokte delikate Shiitake, Gemüse- und Huhnteile und köstliche Zwiebelsorten, derer vier.

Es gibt ja Leute, die werden immer krank, wenn sie wegfahren; meistens ist das mit viel Unbill und dergleichen verbunden und die Bakterien weisen allen Herbeieilenden den günstigsten Weg sich geschickt aus dem Schlamassel mit der drohenden Ansteckung herauszuwinden. Diesmal war es jedoch gar nicht sooo schlecht, da allerlei Schönes aus einem benachbarten Lande der Mitbringung in einer Tasche harrte und da es leider, leider nun mal so war, dass diese Dinge ja nun mal nicht verderben sollten, wurde großzügig darauf zurückgegriffen (selbstverständlich nicht, ohne stöhnenden von Fieber geplagten WG-Inhalt ausgiebig auf den schmackhaften Gehalt der Mitbringsel hinzuweisen).

Leider, leider konnte dann auch nichts mehr von dem köstlichen Wokgericht verköstigt werden, was auf Anregung von Schnuppensuppe aus den Resten unserer Kühlgelegenheit auf die Schnelle entstand (noch schneller war nur die vorgelagert dringender zu produzierende Hühnerbrühe mit Peperoni und Zitronensaft gezaubert). Apropos Rosa — wir haben das Stöckchen nicht vergessen — nur leider harrt die optimale Umsetzung noch der kreativen Gestaltung, die aus naheliegenden Gründen etwas weiter noch sich zu verschieben droht (dann aber natürlich!).

Huhn Reiswein Gemüse im Wok
schnell herbeigezaubert — zwar war es nur eine mittelgroße Wok-Pfanne und kein ganzer Wok — aber immerhin ein annäherndes Ergebnis

Zuerst wurden viererlei Zwiebeln (Sorten: weiße Zwiebel, Gemüsezwiebel, Lauchzwiebel, rote Zwiebel) und Möhren (Sorte Karotte) extra angebraten und beiseite gestellt bis in neutralen Öl angebratene zerkleinerte rote Peperoni und Ingwerstreifen (leider war nicht mehr so viel da) angebraten, mit leckerem Reiswein und kräftiger Sojasoße und natürlich braunem Rohrzucker versehen, als Grundsoße süßscharf aufzutreten pflegten. Kleingeschnittene Hühnerbrustfilets (mit Fisch schmeckt das auch vorzüglich) rein und unter Rühren gar köcheln lassen. Beim nächsten mal schneiden wir die dann kleiner, damit es noch schneller geht und nicht so viel von der leckeren Sauce aufgesogen wird. Dann zwischendurch die Shiitake-Pilze hinzu und später noch die vorher angebratenen Gemüsezutaten und frischen grünen Lauchzwiebelenden hinzu. Ganz kurz bevor es fertig ist noch etwas Salz und frische Zwiebeltriebe rein.
Dazu gab es kurz blanchierte Spinatblätter (die ganz dringend der Fertigung bedurften) und Reis (weniger dringlich), der als Basmativersion zu dieser Spezialität sicherlich besser geeignet wäre — aber natürlich trotzdem mundete ;-)

Sehr lecker mal wieder!