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In Rotwein geschmortes Kaninchen wusste neben Bohnen durchaus zu entzücken und deshalb war die Ersatzlösung für andere nicht minder leckere Bestandteile auch eine schmackhafte Erscheinung so wie es halt sein sollte (dazu ungarischer Schnaps, spanischer Sekt und Tonic — ungefähr in dieser Reihenfolge)

Die Lust, es sich mal wieder richtig gut gehen zu lassen mit Kaninchen war doch mal wieder die richtige Option zum Genießen. Und da die superbe Kaninchenleber mit Bärlauch und Birnenspalten doch beim letzten Mal so lecker war, sollte es auch diesmal die Variante sein. Da der ungebremste Tatendrang erst zu einer Stunde entbrannte, als mithin dieser nicht mit den üblichen Verkaufgepflogenheiten der örtlichen Gewerbetreibenden übereinstimmender Natur war, wurde stattdessen auf Kaninchenrollbraten zurückgegriffen, der auch ganz entzückend aussah. Dazu natürlich Gemüse, um nicht vollendens die Jahreszeit zu missachten.

bohnenauflauf mit kartoffeln

Das wurde wie gehabt zubereitet und erfreute sich diesmal vermehrten Auftretens von Tomatenvierteln und langbreiten Bohnen oder wie immer die heissen mögen. Die vorgesehene Zucchini war dannach noch entdeckt. Viel frisches Knoblauchgrün, ein paar Frühlingszwiebeln, Minze, Blattpetersilie, Zitronenmelisse und wilder Fenchel war dabei und bewirkte zusammen mit roter Paprika im Streifenformat die zu den Kartoffeln passende optimale Farbtupfergebung.

Kaninchen gab es übrigens auch letztens bei Genial lecker und zwar in Form eines Ragout mit Aprikosensauce und bei den Kochbanausen, die sich hatten inspirieren lassen und es gleichtaten mit falschen Kaninchen ;-) Und auch bei News from the kitchen war Jägerinnentag.

Der Kaninchenrollbraten bohnen mit kartoffeln im delikaten kleinen ausschnittwar leider gefüllt und das nicht unbedingt schmackhaft (beim nächsten Mal wird also auf was anderes zurückgegriffen), was aber gekonnt durch allerlei Zauberei mit Gewürzen und zwiebeligen Beilagen in den Griff zu kriegen war.

Kleine Zwiebelstücke durften dafür zuvor in ausreichend Olivenöl mit den Stücken angebraten werden und nach kurzem Bratvorgang im tollen Riesen-Schmortopf war es dann auch schon bald Zeit kurz mit Rotwein abzulöschen, um dann den Inhalt der Flasche etwas tatkräftiger hinzuzufügen. Deckel drauf und währenddessen Sekt süppeln und überlegen, ob dies die richtige Variante war, um dem schwülen Wetter zu trotzen.
Dann sich entsinnen, dass Kaninchen mitnichten lange zum formvollendeten Kochendpunkt benötigt und rasch noch Tomaten, Karottenstücke und ganze Zwiebeln in rot und weiß hinzu und geschickt mit noch etwas vom Wein aufgefüllt. Gewürzliche Beigabe waren diesmal auch noch schwarze Pfefferkörner, Lorbeer, Thymian aus eigener Küchenfensterblumentopfernte, lustige schwarze Beeren und Salz und ein bißchen Oregano. Das köchelt und reduziert vor sich hin und wenn das Gemüse fertig ist, sollte es auch das famose Schmorkaninchen sein.

kaninchen geschmortes 1
Die Portionen waren wie immer reichhaltig

Und fürwahr lecker war es und die Soße konnte gekonnt die aus Zwiebel und Senf bestehende Füllung überdecken, die beim Aufschneiden des Bratens herauskullerte und schnell entsorgt werden konnte nach der gutgemeinten Begutachtung.

Die Zwiebeln waren absolut zart und konnten so im Zusammenklang mit den noch leicht knackig sich präsentierenden Mohrrüben den feinen Geschmack des Kaninchen wunderbar herausarbeiten, der aufgrund eher dem trockenen Naturell zugehörender Eigenschaften auch den richtigen Weinsaucengeschmack benötigt. Das Gemüse dazu war ein kleines wenig zu lange geköchelt, was aber auch nur an dem Tonic-Konsum hat legen mögen, aber dafür war der frische-Kräuter-Ton wunderbar.

Da es dann auch Zeit war, sich Gedanken um die Nachversorgung zu machen wurde rechtzeitig zum Eintreffen von Rest-WG-Inhalt der ungarische Aprikosenschnaps bereitgestellt und die Nuancen analysiert, die beim Zusammentreffen mit der Zunge sich herauszubilden pflegen.

kaninchen geschmortes 2

Des Sommers Hinwendung zu delikat auf dem Teller und selbstredend schon vorher verführerisch duftenden Gemüsekreationen der einfachsten und dafür aber hervorragendsten Art, die zu kredenzen mal wieder angesichts sonniger guter Laune wir vornahmen und herzallerjubelnst zur höchsten Zufriedenheit auszuführen wussten — auch weil Bärlauch und Dill passenderweise reinkam und die Bärlauchblüten dekorativ mitverspeist zu werden wünschten und der grüne Spargel und Fenchel ihren Auftritt nahelegten (Rezept)

Die Gemüsezubereitungsorgien stehen wieder saisonbedingt an und so war es uns mal wieder ein außerordentliches Vergnügen sich ganz der schnellen Zubereitung hinzugeben, um den verlockenden Rufen zu folgen, die da riefen, dass es jetzt unumgänglich sei zur allgemeinen Erbauung die vorhandenen und die rasch zusammengekauften Zutaten zu verköcheln.
Gemueseauflauf mit Spargel und Dill in klein
Dabei war die leider immer noch nicht vorhandene Backgelegenheit keine Schwierigkeit, weil kurzerhand auf Alufolie zurückgegriffen werden konnte, die gut über die große Auflaufform gestülpt auch so den an sie gesetzten Erwartungen mehr als gerecht werden konnte.

Da leckeres Essen so einfach zuzubereiten ist, gibt es sowas ja öfters in unser kulinaria katastrophalia Küche.

Zurückgreifen konnten wir leider nicht auf Bohnen, da die nicht unbedingt als zubereitbar gelten konnten, so wie die eingeschrumpelt auf den hiesigen Verkaufsflächen lagen. Der Markt war zwar reicher bestückt, aber da war die Idee noch nicht geboren und so wurde grüner Spargel auserkoren den Ersatz zu bilden. Zusammen mit dem dringend zu verarbeitenden Fenchel war also eine interessante Kombination zu erwarten, die wir so auch noch nicht auf dem Tisch zu betrachten hatten.Gemuesige Auflaufinterpretation auf Teller im baerlauchbluetenausschnitt

Zuzubereiten ging es dann ja wie gehabt bei diesen leichten auch in Massen herstellbaren Sommergerichten, die in ihren Variantenreichtum jede noch so kleine Vorstellungswelt munter zu erklimmen bereit sind, um der Zufriedenheit höchsten Ausdruck zu verleihen:

Die Dillstiele (nicht die feinen Spitzen!) werden mit kleingehackten Zwiebeln in Olivenöl angebraten (muss nicht sein — aber ohne Ofen war es diesmal angeraten) extra dann ebenfalls angebraten rote Paprika und Fenchel in Streifen geschnitten. Alles in eine große Auflaufform hinein.
Kartoffeln wurden längs zerteilt und zusammen mit den fast unabdinglichen Zuchini in größeren Scheiben geschnitte roh hinzugegeben. Ordentlich Olivenöl, Oregano, Meersalz, schwarzer Pfeffer, Würz(!)-Minze und etwas Wasser kommen auch noch hinzu. Dann noch frische Minze und Reste von Bärlauchblättern, die als Ersatz für eine Knoblauchzehe wirken konnten. Diesmal nicht dabei — aber ebenso passen Erbsen, Fenchelsamen und Tomatenstücke.

Gemüseauflauf im Zwischenstadium
Gut glänzend verrührt erweist das Zwischenresultat schon einen leckeren Eindruck zu bewerkstelligen

Dann wurde noch die dillspitzige Zutat vermengend zur Verkomplettierung hinzugefügt unde der grüne Spargel, dessen Stiele wir teilweise schon vorher mitgebraten hatten, obendrauf drapiert damit der nicht so vermatscht.

Gemueseauflauf mit Spargel und Dill

Als Krönung dann besagte doppelt gelegt Alufolie und ab auf die herdlichen Gasflammen zum Erhitzungsvorgang, der ungefährereweise so an die 20 Minuten dauerte bis ein erstes vorsichtiges Hineinschauen und darauffolgendes vorsichtiges Umrühren angesagt war, so dass dann schon wunderbar duftend nur noch weitere 10 Minuten zum Serviervorgang zu verstreichen brauchte. Der Spargel war als neue Zutat interessant und hat gut geschmeckt, war aber für dieses Gericht fast zu mild im Geschmack, was aber auch nicht schlimm war denn: Sehr lecker war es mal wieder!

Gemuesige Auflaufinterpretation auf Teller
Gemüsige Bärlauchblüten bieten allerhand als dekorative und verspeisbare Fotozutat

Rasant driftete das Hungergefühl in die hinterste Ecke der Küchenkochgegenstandsaufbewahrungsvorrichtung und orderte Tomatensuppebestandteile, die eilfertigst kredenzt zu werden gedachten, um die inzwischen wieder vollständige WG zu vollsten Zufriedenheitsbekundungen zu veranlassen (Rezept ohne Komplikationen)

Da war dieses unbändige Grummeln und nach Eskapaden der vergangenen Woche bestärkte Gefühl leichte Kost in sich aufnehmen zu müssen, so dass nach Sichtung der Essensbestandsaufbewahrungsregalität das Rezept zur Sättigung spontan feststand: Tomatensuppe! Juchhu! Waren zwar keine frischen Tomaten vorhanden — aber was solls, die schmecken sowieso zur Zeit nicht so wie sie sollten und darum war es auch gar nicht so schlimm auf bedoste Ware zurückgreifen zu können, die ein paar Mal in konzentrierter Form und zweimal in ganzer Pracht greifbar war.
Wunderbar einfach und relativ schnell mit den einfachsten Zutaten kochen zu können ist das Grundlegende dieses Rezeptes, welches auch Küchenunerfahrene mit Bravour zu meistern wissen. Das schreiben wir nur, weil uns zu Ohren gekommen ist, dass die dargebotenen kulinaria-katastrophalia-Speisen angeblich viel zu schwierig nachzubereiten seien….
Also – das nun folgende einfachste Rezept nicht hinzukriegen dürfte also extrem schwer fallen ;-) schließlich kommts hier nicht genau auf die genaue Menge an.

Bruehwuefel unterschiedlichster Couleur
Brühwüfel unterschiedlichster Couleur (wovon der rechts unten der leckerste war) bereichern die schnelle Suppe ungemein

Und wie gehts? So:

Mehrere Zwiebeln hacken, Zucchini stückeln und dann in einem sehr gutem Schuss Olivenöl andünsten. Wenn etwas Dill vorhanden ist darf der auch noch dazu. Erbsen, Pfeffer und Minze mit rein und mitdünsten. Dann wurde auf Fisch-Brühwürfel zurückgegriffen, die aus nördlichen Gegenden stammend einen durchaus nicht den hier heimischen Produkten entsprechenden Geschmack haben. Ist aber eigentlich egal was da für welche reinkommen (Hühnerbrühwürfel, Rinderbrühwürfel, Gemüsebrühwürfel) und wer die nicht mag würzt halt einfach kräftiger mit den auf den Boden gefallen Resten der Gewürzaufbewahrtruhe (müsste ähnliche Geschmackskomponenten hervorbringen). Die Brühwürfel, die zuvor in heißem Wasser aufgelöst wurden kommen nun rein und Alles brodelt schön.
Gelegenheit den Tomatenmarkdoseninhalt mit Wasser anzurühren und zusammen mit den ganzen Tomaten dazuzugeben. Ordentlich köcheln lassen und zwischendurch einen leicht süßlichen nicht allzu schlechten Koch-Rotwein hinzugeben. Wer mag, darf auch noch Karotten hinzufügen.
Und ein paar Gewürze bereichern nun das schon angenehm duftend daherkommende Suppenvorprodukt.
Lorbeerblätter, reichlich Pfefferkörner, scharfer Curry, Paprikapulver, ev. Salz, Wacholderbeeren, Minze, Oregano, 1 Stange Zimt, Knoblauchzehe, Thymian, Nelken, und noch irgendein Gewürz, welches jetzt der Erinnerung entschwunden ist…

Tomatensuppe
Tomatensuppe mit Frühlingszwiebel auf dünnlich daherkommenden Fadensuppennudeln an grünen Erbsdekoratiönchen

Dann muss der Tomatendosengeschmack rausgekocht werden! Das dürfte spätestens nach zwei Stunden so langsam der Fall sein. Schmeckt aber auch schon vorher . Dann wird Alles feinpüriert mit einem Stabmixer. Zauberstab oder was auch immer — und wer Sahne mag, darf zum Abschluss noch welche hinzufügen. Feingepresster Knoblauch und etwas Metaxa darf ganz zum Schluss abschmeckend noch hinzu. Dekorativ und erfrischend kommt die Suppe mit kleingeschnittenem Frühlingszwiebelnverschnitt vor die hungrige Meute, die mit separat gekochten Nudeln, die ebenso wie die im letzten Moment hervorgeholten Erbsen noch schnell als Sättigungskomponente auf den für die leckere Tomatensuppe plazierten Tellern ihren Platz gefunden hatten, zufriedengestellt werden konnte..

Zerplatzte Hühnerfrüchte mit Rosmarinnadeln an gebratenen Speckwürfelchen incl. einer Prise Salz und Peffer für den frühen Morgen und dann für mittelspäte Verköstigung am Abend Krebs mit Chili, der diesmal mittels neuer Fertigungsmethoden nicht dem Brennen Ausdruck verlieh (Tipp)

Traditionen sind was schönes, wenn sie in der beliebigen Reihenfolge ihres vermehrt auftretenden Bezugs zum Boden unserer Küche aufzutreten pflegen. Nachdem also schon wieder die nicht vorhandene Eierabstürzschutzvorrichtung ihre natürlichen Betätigung Ausdruck verliehen hatte, musste also mal wieder schnell gehandelt werden. Eier mit frischen Rosmarin-Nadeln, Pfeffer, Oregano versehen, ein Schuß Milch hinzu und lässig gerührt, während Zwiebeln mit Speck in Olivenöl angebrutzelt wurden.

tomate bueffel moz2
mozzarella di buffalo & balsamico riserva & grünzeug

Zu dem aus dem nachfolgenden Bratvorgang hervorgegangen Speisen gesellte sich der ebenfalls im Kühlschrank eingelagert gewesene Büffel-Mozarella genauer: mozzarella di buffalo. Und da wir ausnahmsweise bei diesem zugreifen mussten wurde nun auch der Balsamico Riserva extra (oder wie der heißt) hervorgeholt — was sich aber als nicht ganz so optimal herausstellte, weil dieser das nicht minder hervorragende Bioolivenöl in den Hintergrund zu drängen wusste. Da halfen auch nicht die letzten Ernteerträge unseres Basilikumbusches. Trotzdem sehr gut zum Frühstück. Weißbrot gabs auch noch dazu.

weisbrot und ruehrei3
Rosmarin passt vorzüglich zur Rühreispeise

Und abends gab es dann mal wieder das Kulinaria-Katastrophalia-Leibgericht Flußkrebsschwänze und Nordseekrabben mit Linguine in einer Abwandlung, die eher aus der Not herausgeboren und auch so schlecht nicht war: Da rote Zwiebeln, rote Paprika und Frühlingszwiebeln nicht vorhanden waren, wurde kurzerhand auf eine rote Chili zurückgegriffen, die diesmal mittels neuer Fertigungsmethode den oftmals bei unsachgemäßen und leider etwas voreiligen Gebrauch konterminierter Finger im Augenbereich zu qualvollen mit Flüchen begleitendem Ausdruck schauspielerischen Talents zu führen weiß, nicht hervorbrachte. Nicht schön so was. unser liebling2
Aber zurück: Mittels einer Gabel wurde das Stück ultimative Schärfe fixiert und dann aus sicherer Entfernung mit einem langen Messer tranchiert. Handschuhgeschützte Herferlein entsorgten auftretende Reste und alles klappt prima. Wunderbar — so wird das jetzt immer gemacht (ist ja auch immer doof, Besuch deswegen zu laden ;-) ). Cocktail- oder Kirschtomaten wurden durch Berge sich in der Küche befindlicher Tomaten ersetzt, die dringend verzehrt zu werden wünschten. Leider gingen die Nordssekrabben etwas unter im Einklang mit der Chili; aber wenigstens optisch wusste das Meeresgetier zu überzeugen. Wein gabs auch noch dazu — irgendein Rotwein, Marke ist nicht in bleibender Erinnerung verblieben.

Schnell, schnell — die letzten Zucchini, Bohnen, Fenchelspitzen und Tomaten aus dem Garten verarbeiten (Rezept)

Vehement wurde in Kommentaren ein zum Nachkochen geeignetes vegetarisches Menue eingefordert. Da Selbstmordparty so nett darum gebeten hat, haben wir schnell mal in unserem Archiv gekramt und ein veganes Backgericht hervorgezaubert. Das gelingt immer und erfreute in den sommerlichen Monaten auch unser strahlendes Antlitz des Öfteren.
Die Zutaten quälen sich aber zur Zeit auch immer noch in den Gärten (oder sind problemlos im einschlägigen Fachhandel zu erwerben)-- während wir gestern beschlossen haben, endlich mal die Heizung in Betrieb zu nehmen.

Zucchini-Bohnen-Wilder Dill-Kartoffel-Auflauf
Zucchini-Bohnen-Wilder Dill-Kartoffel-Auflauf

Zutaten (nur so ungefähre Angaben, ob nun von einigen Zutaten mehr oder weniger genommen wird isr relativ egal):

4 Zuchini
4 große Zwiebeln (rote und weiße)
6 Tomaten
800 gr Bohnen (lange dünne und lange breite)
ein Bund Wildes Fenchelgrün (alternativ Dill und Fenchelsamen)
2 Kilo Kartoffeln
200 Gramm Erbsen oder Zuckererbsenschoten
Olivenöl, Meersalz. Pfeffer, Würzminze (auf gar keinen Fall Pfefferminze!)
ev. 1 rote Paprika, frischer Oregano und Zucchiniblüten

So wirds gemacht:

Bohnen putzen und zusammen mit den grob geschnittenen Zwiebeln und den ganz klein gehackten Fenchelstielen (nicht die feinen Spitzen!) in Olivenöl anbraten (muss nicht sein — dauert aber sonst länger bis es gar wird); wenn rote Paprika vorhanden ist, darf die auch in Streifen geschnitten rein. Den Backofen in der Zwischenzeit auf 220 Grad aufheizen. Benötigt wird außerdem eine große Backform (in einem großen Topf geht es zur Not auch – gelingt aber nicht so gut und ist dann mehr ein Eintopfgericht).
Kartoffeln und Zuchini in Scheiben schneiden und zusammen mit Erbsen, Fenchelspitzen (alternativ Dillspitzen und im Mörser feingeriebenen Fenchelsamen) den angebratenen Bohnen, Zwiebeln etc. vermischen. Ordentlich Olivenöl, Meersalz, Pfeffer, Würz(!)-Minze und etwas Wasser kommen auch noch hinzu. Die in Viertel oder dicke Scheiben geschnittenen Tomaten werden dazwischengesteckt. Alles in den Ofen schieben und hungrig vor dem Backofen warten und nach 20 Minuten mal Alles ein bissl umschichten/umrühren und wieder (wenn vorhanden) mit Zucchiniblüten versehen reinschieben. Nach 10 Minuten kann geschaut werden, obs durch ist. Vielleicht ein bissl Farbe annehmen lassen. Serviert wird das schmackhafte Essen mit Maisbrot.

Guten Appetit! ;-)

Traumhaft gefüllte Teigtaschen mit allerlei-Beeren als da wären Himbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Rote Johannisbeeren und schokoladige-metaxierte Barbarie-Entenbrust-Würfelchen an pfirsich-himbeeriger-Sauce mit köstlicher Pfirsich-Sahne-Sektschaum-Creme an Feldsalat und Cassis-Balsamico-Spritzer oder der Beeren-Event und unsere Bestrebungungen alle Register der formvollendeten Werbung zu ziehen, um den Ruhm des Sieges erheischen zu können bei der (Achtung Hinweis!) nun anstehenden Abstimmung

Teigtaschen gefüllt mit köstlichen Beeren und Schokolade
Teigtaschen gefüllt mit Entenbrustwürfelchen und köstlichen Beeren und feinschmelziger Schokolade

Allen Glückes Schmiedin sind doch die Einfälle in allerletzter Minute — da haben wir in den letzten Wochen, von der irren Idee ergriffen, was für den Blog-Event-Beere an noch nie dagewesen zu kreieren (wir wiesen hier im Kochblog gelegentlich darauf hin), so Allerlei ausprobiert, um die favorisierte Traumkomposition von Beere und polnischem Wodka in kulinarische Taten umzusetzen; dennoch, wir müssen hinsichtlich des noch nicht vollendeten Schöpfungsprozesses hier erst mal einen kleinen Riegel vorschieben, während weiterhin selbstredend an der köstlichen Vollendung ganz, ganz schwer gearbeitet wird (Wodka-Kompositionen fordern einen schweren Tribut ;-) ).

Teigtaschen Beeren Vorstufe klein
Teigtaschen mit Beeren, Pfirsichstückchen und Wodka — Vorstufen-Arbeit zu höherem Genuss

Aber auch das zeitigt das tolle Ergebnis: Die spontane Eingebung ist doch das Beste, aus Resten herbeigezauberte Spezialitäten sind — jedeR weiß dies, der die Zubereitung essbarer Künste zelebriert, das was erst das noch nie Dagewesene in den entzückenden Stand des Wahnsinn-Rufens hinaufbefördert. Kleine Dinge, die ansonsten nie so angerichtet aufgetischt worden wären, erfreuen das Herz usw. usf.

Nach dem schweren Kampf der Entscheidung zwischen himmlischer Erdbeer-Kiwi-Joghurt-Torte und gefüllten Teigtaschen mit Beeren und Wodka und und und…. haben wir folgendes mittelschwer nachzuvollziehendes Gericht geschaffen. Eine Köstlichkeit schlechthin:

Zurückgegriffen haben wir auf unsere letztens nicht nur so lecker daherkommende, sondern auch so delikat schmeckende Barbarie-Ente, die wir einfach (weil sie so super gelungen war) nochmal gemacht haben (wobei wir die Entenbrust diesmal etwas länger gebraten haben, damit sie für die Füllung optimal geeignet ist).
Hier noch mal zur kleinen Erinnerung eine kleine Gedächnisstütze in Form eines doch immer wieder nett in Erscheinung tretenden Pfannenzwischenstadiumdokumentationsfotos.
Barbarie Ente Zwischenstation klein
Barbarie Entebrust mit Metaxaspritzer in Pfirsich-Weißwein-Himbeer-Orangenmarmeladen-Sauce

Nochmal in der gebotenen Kürze die Zubereitung: Entenbrust an der Hautseite anritzen, pfeffern, mit Thymian versehen, ohne Öl anbraten, mit Metaxa kurz ablöschen, braten, mit geachtelten Pfirsichen und leicht bitterer Orangenmarmelade versehen, etwas Weißwein fruchtiger Komponente hinzu und nach zwanzig Minuten noch Himbeeren hinzufügen, kurz aufköcheln lassen und in Jubelschreie ausbrechen. (Genaues Rezept hier).

Dann wurde die Ente gewürfelt und ein Teil geschnitten als Vorspeise für unsere inzwischen ordentlich hungrigen Mäuler bedacht, die — das Auge isst bekanntlich mit — an Feldsalat und blauen Trauben mit leckerer Cassis-Balsamico-Creme serviert wurde (essen mussten wir zwangsläufig nicht am arbeitstechnisch bedingt vollgestellten Tisch, sondern ausserhalb des vorgesehen Raumes, was sich an Abwasch auftat ist eigentlich einen weiteren Blogeintrag wert).

entig-beerige Vorspeise
entig-beerige Vorspeise an Cassis-Spritzer mit Feldsalat-Trauben-Deco

Derart schon in freudiger Erwartung des nun Kommenden war unserer Phantasie keine Grenzen mehr gesetzt; nun wurde fleissig gewerkelt und ausprobiert bis die endgültige perfekte Lösung auf dem hübsch dekoriertem Teller so lecker drapiert werden konnte.

Es wurden super viele Beeren-Sorten verwendet — nämlich als da wären Himbeeren (wir lieben sie), Heidelbeeren, Erdbeeren, Brombeeren und lecker Rote Johannisbeeren (wir gestehens: wir haben einfach eine Gefrier-Beeren-Packung käuflich erworben und die ebenfalls enthaltenen nicht minder uninteressanteren Kirschen der Einfachheit halber schnell weggeluscht). Alles wurde grob kleingemixt und dann rasch in den Gefrierschrank zum wieder härter werden gestellt.

Sodann wurde eifrig ein Behältnis und irgendwie auch die nähere Umgebung mit geraspelter Schokolade bedacht, die alsdann in einem Verhälnis von 1 zu 2 mit der in der Zwischenzeit im Gefrierfach hart aber nicht steinhart gewordenen Beerenmasse vermischt wurde.

Dazu kamen dann die gewürfelten Entenbruststücke, die es sich inzwischen in der traumhaften Pfirsich-Himbeeren-Sauce (von der auch ein bissl hinzukam) aus der Zubereitung bequem gemacht hatten. Nun wurde der schon vorbereitete frische Nudelteig hervorgeholt, der ganz schnell aus Mehl, Eiern,Wasser und Olivenöl zubereitet worden war von eigens in Kampfsport als auch Knet-und Würgetechniken erfahrenen Personal, und es wurden mittels einer runden Form ebenso schöne runde Teigformen herausklamausert, die dann mit der beerig-schokoladig-entigen Mischung gefüllt werden konnten.
Hübsch noch den Rand mit einer Gabel (wie schon im Nudelteig-Herstellungs-Beitrag beschrieben) verziert und dann in kochendes Wasser, das schon den ganzen Abend über ein nettes Blubbern als angenehme Hintergrundkulisse akustischer Art hervorbrachte, getaucht und drei lange Minuten gewartet bis sie an der Oberfläche schwimmend um Aufnahme in ein Sieb bettelten, dem gerne nachgekommen wurde, um die schon jetzt goldig aussehenden Taschen nach kurzer Abtropfzeit auf die schon mit Entenbrustscheiben, gesottenen Pfirsichstück und Feldsalat an Cassis-Balsamico-Riserva-Spritzer-Trauben-Dekor versehenen Designteller als Gesellschaft teilhaben zu lassen.

Metaxierte Ente in Schokoladen-Beeren-Creme gefüllt in Teigtasche an Pfirsichtraumcreme
Metaxierte Ente in Schokoladen-Beeren-Creme gefüllt in Teigtasche an Pfirsichtraumcreme

Dazu gab es eine phantastische Sauce, die auch für vielfältigste Cocktails gerne zum nicht unwesentlichen Bestandteil erkoren wird. Schnell pürierte reife (!) Pfirsiche, die mit Sahne und einem Schuß Sekt verfeinert, das frisch-fruchtig-sahnige berühmte I-Tüppfelchen brachte.

Ein beeriges Geschmackserlebnis also, welches mit diesem schokoladigen Hintergrundgeschmack, der sich aber nie aufdringlich, sondern die etwas herbere Barbarie-Ente hervorragend unterstützend, hervortat, eine vorzügliche Kombination einging. Lecker! Einfach mal nachkochen, gelingt garantiert. Nur keine Hemmungen ;-)

Hier nochmal auf die Schnelle die notwendigen Beigaben:

Für die Metaxierte Ente in Pfirsich-Himbeer-Sauce:

Barbarie-Entenbrust,
ordentlich Pfirsische
leicht bittere Orangenmarmelade
ein Schuß Metaxa, etwas fruchtiger Weißwein
eine Schale Himbeeren
Schwarzer Pfeffer, Thymian

Für den Nudelteig:

Vierhundert Gramm Mehl
3-4 Eier,
etwas Wasser, etwas Öl,
viel Kraft, Geduld und Geschick beim Ausnudeln

Für die Beeren-Mischung:

Ganz, ganz viele Beeren
geraspelte Blockschokolade
Gefriergelegenheit

Für die Cassis-Balsamico-Mischung:

Balsamico-Riserva
Cassislikör -oder Sirup
Spritztüte

und als Abschluss für die Pfirsich-Creme:

ganz, ganz viele frische Pfirsiche, püriert
Sahne und ein kleiner Schuß Sekt

Blog-Event XVI: Beeren
Alle tollen Beeren-Beiträge für den Event sind hier zu finden

Rote Bete mit zarter grüner Blattspezialität in dreierlei farblich durchaus ansprechender Darreichungsweise (Rezept) und die verfluchte Beseitigung diverser Rückstände (Warnung)

Es war mal wieder soweit, als der Gang über den samstäglichen Wochenmarkt so kurz vor dem vorgesehenen Ende angesagt war, um doch mal nach zu verarbeitenden Kulinaria Ausschau zu halten, die auch sogleich in Form der wunderbaren Rote Bete entdeckt wurde, die alle so anblinzelte und „hey kauf mich“ murmelte, was auch in die Tat umgesetzt wurde und nebenbei einen ärgerlichen Gesichtsausdruck bei einem offensichtlich aus dem norddeutschen Sprachraume entstammenden Pärchen auslöste, die ebendiese (dann nicht mehr vorhandene) Köstlichkeit auch für sich auserkoren hatten und nun das bittere Erlebnis des Zuspätkommens auskosten konnten.

Rote Bete ist übrigens auch für den Monat September als Blog-Event vorgesehen; die allermeisten können ja damit nicht so richtig was anfangen — dabei ist das doch saulecker! Also unser Beitrag zum Koch-Event Rote Bete
.

Rote Beete dreierlei
Dreierlei Rote Bete in Komposition mit pfeffriger Zutatendekoration

Ein klassisches Rezept aus dem griechischen Sprachraume wurde — auch um die AbstinenzlerInnen mal so richtig zu überzeugen — rasch zubereitet (30 Minuten zu veranschlagen ist durchaus im Rahmen des zeitlichen Management schwer in Ordnung) und der schon dem Untergang geweihten Sonne auf dem Fensterbrette zur Photodocumentation als Dankesgabe überreicht.

Wie wird es denn nun gemacht? — So:

Benötigt wird eine Menge Kleinkram wie Knoblauchpresse, Reibe, Pfeffermühle, Meersalz und diverse Schüsseln und Reinigungsmittel.
An Zutaten waren beizubringen

Drei große und vier kleine (Größe ist eigentlich egal) Rote Bete mit den leckeren grünen Blättern!
300 ml Bio-Joghurt von Söbbeke (gerührt)
Walnüsse, gehackt
Rotwein-Essig, Bio-Olivenöl und
drei rote Zwiebeln und Frühlingszwiebeln
Knoblauch selbstverständlich und zum Abschmecken
Salz und frisch gemahlener Schwarzer Pfeffer

Ein großer Topf mit Wasser wird ordentlich zum Sprudeln gebracht und die großen Roten Beten kommen gleich hinzu, die etwas kleinern 5 Minuten später; gekocht wird es dann noch 15 Minuten.
[Kleiner Hinweis noch: Die Blätter am besten nicht die ganze Zeit mitkochen, sondern am Anfang noch aus dem Kochwasser rausschauen lassen und nur die letzten 5 Minuten mitköcheln]
Mit einer Schöpfkelle vorsichtig rausholen und aufpassen, dass die Blätter nicht verletzt werden, die sich übrigens auch so ganz prima zum Dünsten eignen, und abtropfenderweise zur Abkühlung beiseite legen.
Dann die Blätter mit ein bissl von der Roten Bete abschneiden und den Rest Beete grob raspeln.
Dann Joghurt, kleingehackte rote Zwiebel, eine gepresste Knoblauchzehe, kleingeschnittene Frühlingszwiebeln mit jeweils einem guten Schuß Bioolivenöl und gutem (gerne selbstgemachten) Rotwein-Essig versehen und Alles schön verrühren; mit Salz und schwarzen Pfeffer abschmecken und mit der geraspelten Roten Bete vermischen. Einziehen lassen.

Dann noch eine zweite Variante herstellen mit klein gehackten Walnüssen (da dann weniger Joghurt rein).

Zur absoluten Spezialität gelangen wir dann, wenn die Rote Bete-Blätter (Schale von dem Stück Beete vorsichtig entfernen) rasch mit einer gepressten Knoblauchzehe, ein Esslöffel Rotweinessig, Pfeffer und extra tollen Olivenöl angemacht werden.

Alles zusammen auf einem Teller anrichten und als Vorspeise für noch köstlichere Hautspeisen servieren ;-)

Danach dann das schreckliche Chaos in Form von noch tolleren roten Flecken von Boden, Spüle, Wand und Händen abkratzen und sich vornehmen, das nächste Mal mit Hochsicherheitsanzug zu hantieren. Auf jeden Fall lohnt das Ergebnis, das Wagnis auf sich zu nehmen.

Bon appétit!