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Angesichts des absehbaren Zeitraumes der Bärlauchgnädigkeit muss sich schwelgenderweise rechtzeitig dem besten aller Gerichte hingegeben werden — allerzartester Kaninchenleber in milder Schokoladen-Weinsauce mit reichlich Bärlauch und nahezu reifer Williamsbirne (Part 306, mindestens)

Ausnutzen, Alles ausnutzen ist die Devise der Stunde, die Bärlauchfelder, deren Duft verführerisch die sich in den lichten Wald wagenden StadtbewohnerInnen anzulocken weiß, werden allerorten abgeerntet. Das erste zarte Grün versorgt die mindestens einmal täglich zu streichelnden Kaninchen und dann ist eigentlich schon klar, was auf den Tisch kommen muss.

allerfeinste kaninchenleber in baerlauch-wein-sauce
Rezeptlich aufbereitet ein Hochgenuss

Sozusagen kulinaria-katastrophalia-Küchenstandard und das klappt auch nur wirklich richtig mit ganz frischer Kaninchenleber, nix Eingefrorenes und keine Lagerware, am besten gleich das ganze Karnickel ordern ;-)

birnen baerlauch kaninchenleber schokolade
Allen guten Dingen fehlt ein Schwubbbbbs Wein zur Vervollständigung

Zubereitung so einfach wie sonst gar nichts, auf der Skala der Aufwändigkeit, kurz andächtig der nicht vorrätig gehaltenen überreifen Williamsbirnen gedacht und halt genommen, was zu kriegen war, kleinschnippeln, Schale bleibt dran, Kerne dürfen raus. Leber in mundgerechte Stücke ohne Sehnen oder was das ist schneiden, Bärlauch beschnuppern und dann geht es los:

Das Bio-in-Umstellung-Olivenöl mit milderer Note darf ran (unwissende „Experten“ in Sachen Olivenbaumhaltung übrigens unter dem Link zu bewundern) Kaninchenleber ganz kurz auf höherer Stufe schnell rührend anbraten, würzen mit weißem Pfeffer, Oregano, und runter mit der Temperatur (es soll ja schön weich-zart-rosa bleiben), Bärlauch nun mitbraten, mit Wein (Blanc de Blanc, trocken & mittelmäßig besser als der hier verwendete Rest eines Grauen Burgunders) ablöschen und Birnen rein, rühren nicht vergessen, Schokoladenriesel so zwei, drei Teelöffel ebenfalls rein, eventuell mit Salz, Pfeffer, Wein ergänzen, eine schöne Sauce soll sich bilden. Fertig nach nur wenigen Minuten.

schokoladenabrieb grob feinrasplig
Ohne Schokoladenriesel geht gar nichts

Dekorativ mit Reststreusel auf der Speisung und allerschnellstens geknipst, vor dem Abschlecken des Tellers darf das Essen warm — unter hoher Lobpreisung — sich verführerisch darbietend genossen werden.

Eigentlich unbeschreiblich köstlich! ;-)

Dem Bedürfnis nachgebend in der Nacht den noch sich in Ausprobierung befindlichen Walnussdip durch anderweitige Ingebrauchnahme zur Befriedigung urplötzlich aufkommender Ich-muss-jetzt-was-essen-jetzt-sofort-Gedanken zu vervollständigen (erstes Bild)

Eigentlich ruhte die Walnuss-Ricotta-Mischung zur geschmacklichen Verbesserung durch Durchziehung im Kühlschrank, um am nächsten Tage mit allerlei Variantenreichtum so mancherlei Dip zu ergeben. Zuvor waren Walnüsse gekocht und ob der Färbung der inneren Schale (die braune Haut) von dieser befreit durch simple Methode mit Ricotta vermischt und so mit Salz ganz schlicht und Pfeffer reichlich versehen.

walnuss ricotta tomate
Saucenbeitrag zu stimmigen Walnüssen in Ricotta

Nun reichte dies allein nicht zur Sättigung, mit Nudel allein nicht vollkommen und eigentlich auch nicht dafür gedacht — also rasch Zwiebeln in etwas Olivenöl gedünstet und fünf,fünfundso Tomaten mitsamt frischem Basilikum und Thymian und Salz und wiederum Pfeffer für ein paar Minuten gekocht und nach kurzer Abkühlzeit zum Ricotta-Walnuss-Gemisch gegeben, was sich gleich apart verfärbte.

Eine famose Sauce, noch leicht abstimmungsbedürftig, aber insgesamt die Erwartungen überaus erfüllend! Mal schauen, wie die Verfeinerung gelingt :-)

Durch Festigkeit sich kaum versprechend gebührlich an die erwünschte Konsistenz sich haltende Kaninchenleber — daher passend Fettuccine mit Verzierung

kaninchenleber mit fettuccine und oregano

Beim nächsten Mal wird wirklich nur noch ein ganzes Kaninchen gekauft und daraus dann die Leber für feinste Kost gewonnen.

Irgendwie gibt es in der letzten Zeit (mit leider sehr selten gewordenen Ausnahmen) nur noch allzu fest sich gerierende Ware.
Schon beim ersten Braten war klar, dass es zu fest würde, also nix mit zarter Zungenschmeichelei zu fluffigem Weißbrot in die köstliche Weinbratenriganisauce getunkt.

Also rasch mit Pfeffer und Rigani versehen sowie mit Weißwein abgelöscht während rasch Fettuccine gekocht wurden, am Schluss noch frischer Oregano mit rein und zusammen mit den Nudeln akzeptable schnelle Mittagskost.

Zur Freude des Tages dann Verzierung mit ebenjenem Oregano, welcher von Besuch beigesteuert worden war für unsere Kücheneinrichtung, geschmacklich so lalala, aber optisch olala ;-)

Köstlich zarte Kaninchenleber in milder Schokoladen-Weinsauce mit stimmig beigefügten Bärlauchstreifen und harmonisch ergänzenden Stücken von fruchtiger geradezu fast überreifer Williamsbirne, welches wir Alles zusammen zwei- und gar dreimal zu kochen beliebten — einmal zur Probe, weil die Idee Schokolade zu Leber zu reichen von nicht uninteressanter Art zu sein schien, dann gleich nochmal weil es gar wunderbar schmeckte (und wir sowieso ordentlich vom Grundprodukt geordert hatten) und dann anderntags nochmals (obwohl wir dann eigentlich was anderes fabrizieren wollten), weil die Kamera mitsamt den tollen Images rumzuspinnen begann, so dass für die Photodukumentation trotz der nicht mehr wie am Vortag so schön scheinenden Sonne gesorgt werden musste; nichtsdestotrotz wurde das allerbeste durch herbeigerufene mit dem Roller herbeieilende Verköstigungssehnsüchtige hergestellt (Rezept und Foto-Tapeten-Link)

ausschnitt kaninchenleber

Das Angebot an Kaninchen war passenderweise saisonbedingt so ansprechend groß, dass kurzerhand beschlossen wurde doch mal wieder Kaninchenleber zu geniessen. So zart wie sie sich auf der Zunge anschmiegt, wenn sie mit Rotwein abgelöscht und mit Peffer und Oregano bestreut dargeboten wird, war das eine Möglichkeit. Aber es kam dann glücklicherweise ganz anders und das Ergebnis bekräftigte mal wieder die Erkenntnis, dass die aus spontanen Einfällen sich ergebende Köchelei die phaszinierendste ist.

Da jetzt überall der Bärlauch spriesst, Paulchens Foodblog, kochbuch (beiden noch herzlichen Glückwunsch zum Kresse-Blogevent), Knoblog und Gärtnerblog schon die Berichterstattung eingeleitet hatten, bot es sich an, auf dem samstäglichen Markt ebendiesen zu ordern (andere ernten selbst) und warum nicht diese beiden Zutaten zum erfreulichen Nutzen ergänzen. Und wenn gerade die Ausprobiererei anstand, warum nicht auch gleich mal was für den Kochtopf Blogevent Chokolade kreieren — nun war es erstmal nicht das auf den ersten Blick so ganz passende, es musste also noch was weiteres hinzugefügt werden für den köstlich zu erwartenden Endgeschmack, der uns alle erfreuen und ein zumindest kleines Lächeln aufs Gesicht zaubern sollte.

Die gut abgelagerten Williamsbirnen schrieen ja auch geradezu dannach die anstehende Spezialität zu vervollkommnen und fürwahr es war die richtige Wahl, die die wunderbar fruchtige überreife Birne da als Ergänzung angedeihen ließ.

ausschnitt

Nochmal zusammengefasst die Zutaten:

Kaninchenleber
Bärlauch
Schokolade (aus dem Block fein geraspelt)
Willimasbirne
Weißwein, trockener mittelmäßiger Blanc de Blanc
weißer Pfeffer
Oregano, ein bissl
eine Prise Salz
Olivenöl (ein nicht ganz so dominant schmeckendes)

und dann gehts ganz schnell in nur 10 Minuten mit der Fabrizierung der köstlichen Zutaten:

Öl erhitzen und Kaninchen-Leber schnell rührend anbraten, mit weißem Peffer und Oregano versehen und dann die Temperatur reduzieren. Bärlauch hinzu und mitbraten. blogevent schokolade Mit einem Schuss Weißwein (der ein Rest eines mittelmäßigen Produktes war und hier zu seiner eigentlichen Bestimmung finden konnte) ablöschen und auf niedriger Stufe weiterköcheln lassen, so dass die Leber nicht zu hart wird und sich eine schöne Sauce bildet. Dann die in Scheiben und noch mit der Schale versehene geschnittene Willamsbirne hinzu, schnell dann auch noch mit geraspelter Schokolade ergänzen (müssten so drei gehäufte Esslöffel gewesen sein). Eventuell noch etwas Salz und Wein hinzu, wenn es zu sehr reduziert ist. Und während ein angenehm duftendes Aroma sich bemerkt macht, ist es auch schon nach Berieseln mit einigen federleichten Schokoraspeln fertig!

Und es war absolut köstlich! Ungeahnt schmiegte sich die Schokolade — überhaupt nicht die anderen Zutaten dominierend — in die wunderbare Kombination ein: Die zart schmeckende Kaninchenleber wusste durch den etwas (aber nur ganz leicht) herben Bärlauch hervorragend ergänzt zu werden, der der optimale Gegenspieler für die süß-fruchtige Williamsbirne war, die sich in der Weinsauce sichtlich wohl fühlte und ihre Form zu wahren wusste. Es war so lecker, dass die gierigen Blicke auch noch nach der zum zweiten Male angefertigten Spezialität nach der etwas unanständigen aber üblichen Abschleckerei der Teller, die nicht mehr vorhanden Reste absuchten. Danach dann ein griechischer Mokka und alle waren glücklich. Perfekt lecker abgestimmt also — unser Beitrag zum Blog-Event Chokolat (hier noch mal in Tapetengröße)!

kaninchenleber mit baerlauch und schokolade
Mit Blume sieht es natürlich gleich noch dekorativer aus ;-)

Kaum war übrigens die wunderbar scheinende Sonne für zweckoptimale Fotodokumentationsstrecken leidlich ausgenutzt worden, entpuppte sich die Anfälligkeit moderner Technik. Und so „musste“ die kulinaria-katastrophalia-Kochkunst ein drittes Mal ran — was für eilfertigst mit dem Roller herbeigeeilte Kamerabesitzerin ein weidlich auszunutzender Umstand war, der dann aber ausgiebigst ein drittesmal zelebriert wurde. Hach, lecker war es (schon erwähnt ;-) )!

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Köstliche Viererlei Zwiebeln delikat aus dem Wok wurden scharf-süß mit Ingwer, Peperoni, Shaohsing, Shiitake, Huhn und Reis sowie blanchierten Spinatblättern verkonsumiert — während andere leider, leider nichts davon hatten (und frische Zwiebeltriebe waren auch noch dabei!)

Huhn Reiswein Gemüse auf dem Teller
so halb in Reiswein-Sojasauce gewokte delikate Shiitake, Gemüse- und Huhnteile und köstliche Zwiebelsorten, derer vier.

Es gibt ja Leute, die werden immer krank, wenn sie wegfahren; meistens ist das mit viel Unbill und dergleichen verbunden und die Bakterien weisen allen Herbeieilenden den günstigsten Weg sich geschickt aus dem Schlamassel mit der drohenden Ansteckung herauszuwinden. Diesmal war es jedoch gar nicht sooo schlecht, da allerlei Schönes aus einem benachbarten Lande der Mitbringung in einer Tasche harrte und da es leider, leider nun mal so war, dass diese Dinge ja nun mal nicht verderben sollten, wurde großzügig darauf zurückgegriffen (selbstverständlich nicht, ohne stöhnenden von Fieber geplagten WG-Inhalt ausgiebig auf den schmackhaften Gehalt der Mitbringsel hinzuweisen).

Leider, leider konnte dann auch nichts mehr von dem köstlichen Wokgericht verköstigt werden, was auf Anregung von Schnuppensuppe aus den Resten unserer Kühlgelegenheit auf die Schnelle entstand (noch schneller war nur die vorgelagert dringender zu produzierende Hühnerbrühe mit Peperoni und Zitronensaft gezaubert). Apropos Rosa — wir haben das Stöckchen nicht vergessen — nur leider harrt die optimale Umsetzung noch der kreativen Gestaltung, die aus naheliegenden Gründen etwas weiter noch sich zu verschieben droht (dann aber natürlich!).

Huhn Reiswein Gemüse im Wok
schnell herbeigezaubert — zwar war es nur eine mittelgroße Wok-Pfanne und kein ganzer Wok — aber immerhin ein annäherndes Ergebnis

Zuerst wurden viererlei Zwiebeln (Sorten: weiße Zwiebel, Gemüsezwiebel, Lauchzwiebel, rote Zwiebel) und Möhren (Sorte Karotte) extra angebraten und beiseite gestellt bis in neutralen Öl angebratene zerkleinerte rote Peperoni und Ingwerstreifen (leider war nicht mehr so viel da) angebraten, mit leckerem Reiswein und kräftiger Sojasoße und natürlich braunem Rohrzucker versehen, als Grundsoße süßscharf aufzutreten pflegten. Kleingeschnittene Hühnerbrustfilets (mit Fisch schmeckt das auch vorzüglich) rein und unter Rühren gar köcheln lassen. Beim nächsten mal schneiden wir die dann kleiner, damit es noch schneller geht und nicht so viel von der leckeren Sauce aufgesogen wird. Dann zwischendurch die Shiitake-Pilze hinzu und später noch die vorher angebratenen Gemüsezutaten und frischen grünen Lauchzwiebelenden hinzu. Ganz kurz bevor es fertig ist noch etwas Salz und frische Zwiebeltriebe rein.
Dazu gab es kurz blanchierte Spinatblätter (die ganz dringend der Fertigung bedurften) und Reis (weniger dringlich), der als Basmativersion zu dieser Spezialität sicherlich besser geeignet wäre — aber natürlich trotzdem mundete ;-)

Sehr lecker mal wieder!

Gerollte erfrischende Chili-geröstete Maronen-Rau răm-Rau kinh gioi-Reispapiertaschen mit länglich daherkommenden Gurken-Karotten-Apfel-Schnitzern in süß-sauer eingelegter Sauce zu viererlei Dipsaucen – von denen die mit Austern-Mangosauce die leckerste war (Rezept)

Nachdem unser erster Versuch, die Marone mal mit etwas anderem als den üblich verdächtigen Zutaten zu kombinieren nicht ganz als das bezeichnet werden konnte, als das, was ein perfectes Spezialitäten-Menue hätte sein sollen, ist unseren geschickten Händen mithilfe von unterstützendem — auch wertvolle Tätigkeiten übernehmenden — Besuch gelungen, eine ganz nette Idee in die Tat umzusetzen.
Zurückgreifen konnten wir dabei auf eine klassische Variante, die als Reisrolle bekannt ist und mitnichten, wie jetzt vielleicht die ein oder andere zu denken beliebt, frittiert wird — weil wir uns für die vietnamesische Version (woanders gibts die wahrscheinlich auch) entschieden haben, die deshalb wunderbar erfrischend zu schmecken beliebt. Schneller gehts nimmer und die Variationen der Füllungen stehen je nach persönlichen Vorlieben (mit Garnelen schmeckts auch sehr gut) offen.

gefällige Zutaten :

halbe Salat-Gurke (Zucchini gehen auch)
6 Möhren
1-2 Äpfel
(jeweils in Streifen geschnitten)
Reispapier
Maronen
(geröstet und gehackt)
1 kleine rote Chili (entkernt)
Balsamico (weiß)
Zucker nach Wunsch
Rau răm
(vietnamesischer Koriander, der zitronig-scharf schmeckt)
Cha Plu (auch La lot oder Betelpfeffer-Blätter genannt; haben ein scharfes, aromatisches Aroma mit Pfefferton)
Rau kinh gioi (vietnamesische Melisse) — schmeckt leicht nach Zitrone, ähnlich der Zitronenmelisse, die in Europa heimisch ist, aber dennoch einen anderen erfrischenden Geschmack aufweist, der noch einen herberen Unterton hat (der jedoch wie die gesamte Pflanze nicht unangenehm in den Vordergrund drängt).

blogevent kastanie

Dips:
Dip 1: Balsamicoessig mit Zucker verrührt
Dip 2: Fischsauce mit Limone
Dip 3: Reiswein mit Rohrzucker und Sojasauce
Dip 4: Austernsauce mit Mangosauce (süß)

Die schnippelnde Vorbereitung dauert noch am längsten und war teilweise auch dem schon unserern hohen kulinaria katastrophalia-Kochkunsterwartungen erprobten Besuch übertragen worden, der unter Hantierung mit schärfsten Messern nur um Haaresbreite an empfindlichen Fingern vorbei schmalste Streifen aus dem Gemüse und den Äpfeln hervorzuzaubern wusste. Die Maronen (die Hälfte musste leider entsorgt werden) konnten auf erprobte Weise nach einem Röstgang in der Pfanne noch heiß entpult werden (störend war allein das Gejammer der beteiligten Personen, deren Dilemma war, dass im erkalteten Zustand sich die Marone irgendwie nicht so gut von ihrer Schale trennen wollte). Dass das Herauspulen mitunter etwas bröselige Ergebnisse zeitigte war auch nicht so tragisch – da wir anschließend die Esskastanien sowieso grob gehackt haben.

Die in Streifen geschnittenen Gurken, Äpfel und Karotten werden zusammen mit den kleingehackten Chili-Stückchen, weißem Balsamicoessig und Zucker gemischt und für 10-15 Minuten mariniert, um sodann mit etwas Salz abgeschmeckt zu werden.

Derweil wird Reispapier für 30-40 Sekunden in eine große Schüssel mit warmen Wasser getaucht und dann (nachdem die noch zahlreich vorhandenen Wasserreste „abgeschüttelt“ worden sind) auf einem Teller drapiert und mit den eingelegten Gemüse-Streifen belegt. Darauf werden kleingehackte geröstete Maronen gegeben, die ihren Abschluss mit grob gehackten Chaplu, Rau răm und Rau kinh gioi finden. Sodann schnell einwickeln und zum Trocknen auf einem extra Teller legen (Vorsicht: nicht übereinander — klebt sonst). Das Reispapier wird dann später etwas weniger durchsichtig, es können aber auch zwei Reispapierblätter drumherumgelegt werden.

Kreation in angeschnitten
Geröstete Maronen — delikat gemischt mit süß-sauer eingelegten Gurken-Karotten-Apfel-Streifen und grünen Blättern (Rau răm und Rau kinh gioi)

Dazu passen dann diverse Dips. Der mit Austern/Mango-Sauce war zumindest sehr lecker! Die gerösteten Maronen harmonisieren ganz hervorragend mit den „Streifen“ und geben dem Ganzen einen schönen Ausgleich, und auch die Blätter passen super dazu. Sehr gut – und deshalb auch unser Beitrag zum Kochblog-Event Kastanie, der noch bis heute 24.00 Uhr auf zahlreiche Einsendungen wartet, über die dann anderntags die Abstimmung ansteht (also wie immer)!

Traumhaft gefüllte Teigtaschen mit allerlei-Beeren als da wären Himbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Rote Johannisbeeren und schokoladige-metaxierte Barbarie-Entenbrust-Würfelchen an pfirsich-himbeeriger-Sauce mit köstlicher Pfirsich-Sahne-Sektschaum-Creme an Feldsalat und Cassis-Balsamico-Spritzer oder der Beeren-Event und unsere Bestrebungungen alle Register der formvollendeten Werbung zu ziehen, um den Ruhm des Sieges erheischen zu können bei der (Achtung Hinweis!) nun anstehenden Abstimmung

Teigtaschen gefüllt mit köstlichen Beeren und Schokolade
Teigtaschen gefüllt mit Entenbrustwürfelchen und köstlichen Beeren und feinschmelziger Schokolade

Allen Glückes Schmiedin sind doch die Einfälle in allerletzter Minute — da haben wir in den letzten Wochen, von der irren Idee ergriffen, was für den Blog-Event-Beere an noch nie dagewesen zu kreieren (wir wiesen hier im Kochblog gelegentlich darauf hin), so Allerlei ausprobiert, um die favorisierte Traumkomposition von Beere und polnischem Wodka in kulinarische Taten umzusetzen; dennoch, wir müssen hinsichtlich des noch nicht vollendeten Schöpfungsprozesses hier erst mal einen kleinen Riegel vorschieben, während weiterhin selbstredend an der köstlichen Vollendung ganz, ganz schwer gearbeitet wird (Wodka-Kompositionen fordern einen schweren Tribut ;-) ).

Teigtaschen Beeren Vorstufe klein
Teigtaschen mit Beeren, Pfirsichstückchen und Wodka — Vorstufen-Arbeit zu höherem Genuss

Aber auch das zeitigt das tolle Ergebnis: Die spontane Eingebung ist doch das Beste, aus Resten herbeigezauberte Spezialitäten sind — jedeR weiß dies, der die Zubereitung essbarer Künste zelebriert, das was erst das noch nie Dagewesene in den entzückenden Stand des Wahnsinn-Rufens hinaufbefördert. Kleine Dinge, die ansonsten nie so angerichtet aufgetischt worden wären, erfreuen das Herz usw. usf.

Nach dem schweren Kampf der Entscheidung zwischen himmlischer Erdbeer-Kiwi-Joghurt-Torte und gefüllten Teigtaschen mit Beeren und Wodka und und und…. haben wir folgendes mittelschwer nachzuvollziehendes Gericht geschaffen. Eine Köstlichkeit schlechthin:

Zurückgegriffen haben wir auf unsere letztens nicht nur so lecker daherkommende, sondern auch so delikat schmeckende Barbarie-Ente, die wir einfach (weil sie so super gelungen war) nochmal gemacht haben (wobei wir die Entenbrust diesmal etwas länger gebraten haben, damit sie für die Füllung optimal geeignet ist).
Hier noch mal zur kleinen Erinnerung eine kleine Gedächnisstütze in Form eines doch immer wieder nett in Erscheinung tretenden Pfannenzwischenstadiumdokumentationsfotos.
Barbarie Ente Zwischenstation klein
Barbarie Entebrust mit Metaxaspritzer in Pfirsich-Weißwein-Himbeer-Orangenmarmeladen-Sauce

Nochmal in der gebotenen Kürze die Zubereitung: Entenbrust an der Hautseite anritzen, pfeffern, mit Thymian versehen, ohne Öl anbraten, mit Metaxa kurz ablöschen, braten, mit geachtelten Pfirsichen und leicht bitterer Orangenmarmelade versehen, etwas Weißwein fruchtiger Komponente hinzu und nach zwanzig Minuten noch Himbeeren hinzufügen, kurz aufköcheln lassen und in Jubelschreie ausbrechen. (Genaues Rezept hier).

Dann wurde die Ente gewürfelt und ein Teil geschnitten als Vorspeise für unsere inzwischen ordentlich hungrigen Mäuler bedacht, die — das Auge isst bekanntlich mit — an Feldsalat und blauen Trauben mit leckerer Cassis-Balsamico-Creme serviert wurde (essen mussten wir zwangsläufig nicht am arbeitstechnisch bedingt vollgestellten Tisch, sondern ausserhalb des vorgesehen Raumes, was sich an Abwasch auftat ist eigentlich einen weiteren Blogeintrag wert).

entig-beerige Vorspeise
entig-beerige Vorspeise an Cassis-Spritzer mit Feldsalat-Trauben-Deco

Derart schon in freudiger Erwartung des nun Kommenden war unserer Phantasie keine Grenzen mehr gesetzt; nun wurde fleissig gewerkelt und ausprobiert bis die endgültige perfekte Lösung auf dem hübsch dekoriertem Teller so lecker drapiert werden konnte.

Es wurden super viele Beeren-Sorten verwendet — nämlich als da wären Himbeeren (wir lieben sie), Heidelbeeren, Erdbeeren, Brombeeren und lecker Rote Johannisbeeren (wir gestehens: wir haben einfach eine Gefrier-Beeren-Packung käuflich erworben und die ebenfalls enthaltenen nicht minder uninteressanteren Kirschen der Einfachheit halber schnell weggeluscht). Alles wurde grob kleingemixt und dann rasch in den Gefrierschrank zum wieder härter werden gestellt.

Sodann wurde eifrig ein Behältnis und irgendwie auch die nähere Umgebung mit geraspelter Schokolade bedacht, die alsdann in einem Verhälnis von 1 zu 2 mit der in der Zwischenzeit im Gefrierfach hart aber nicht steinhart gewordenen Beerenmasse vermischt wurde.

Dazu kamen dann die gewürfelten Entenbruststücke, die es sich inzwischen in der traumhaften Pfirsich-Himbeeren-Sauce (von der auch ein bissl hinzukam) aus der Zubereitung bequem gemacht hatten. Nun wurde der schon vorbereitete frische Nudelteig hervorgeholt, der ganz schnell aus Mehl, Eiern,Wasser und Olivenöl zubereitet worden war von eigens in Kampfsport als auch Knet-und Würgetechniken erfahrenen Personal, und es wurden mittels einer runden Form ebenso schöne runde Teigformen herausklamausert, die dann mit der beerig-schokoladig-entigen Mischung gefüllt werden konnten.
Hübsch noch den Rand mit einer Gabel (wie schon im Nudelteig-Herstellungs-Beitrag beschrieben) verziert und dann in kochendes Wasser, das schon den ganzen Abend über ein nettes Blubbern als angenehme Hintergrundkulisse akustischer Art hervorbrachte, getaucht und drei lange Minuten gewartet bis sie an der Oberfläche schwimmend um Aufnahme in ein Sieb bettelten, dem gerne nachgekommen wurde, um die schon jetzt goldig aussehenden Taschen nach kurzer Abtropfzeit auf die schon mit Entenbrustscheiben, gesottenen Pfirsichstück und Feldsalat an Cassis-Balsamico-Riserva-Spritzer-Trauben-Dekor versehenen Designteller als Gesellschaft teilhaben zu lassen.

Metaxierte Ente in Schokoladen-Beeren-Creme gefüllt in Teigtasche an Pfirsichtraumcreme
Metaxierte Ente in Schokoladen-Beeren-Creme gefüllt in Teigtasche an Pfirsichtraumcreme

Dazu gab es eine phantastische Sauce, die auch für vielfältigste Cocktails gerne zum nicht unwesentlichen Bestandteil erkoren wird. Schnell pürierte reife (!) Pfirsiche, die mit Sahne und einem Schuß Sekt verfeinert, das frisch-fruchtig-sahnige berühmte I-Tüppfelchen brachte.

Ein beeriges Geschmackserlebnis also, welches mit diesem schokoladigen Hintergrundgeschmack, der sich aber nie aufdringlich, sondern die etwas herbere Barbarie-Ente hervorragend unterstützend, hervortat, eine vorzügliche Kombination einging. Lecker! Einfach mal nachkochen, gelingt garantiert. Nur keine Hemmungen ;-)

Hier nochmal auf die Schnelle die notwendigen Beigaben:

Für die Metaxierte Ente in Pfirsich-Himbeer-Sauce:

Barbarie-Entenbrust,
ordentlich Pfirsische
leicht bittere Orangenmarmelade
ein Schuß Metaxa, etwas fruchtiger Weißwein
eine Schale Himbeeren
Schwarzer Pfeffer, Thymian

Für den Nudelteig:

Vierhundert Gramm Mehl
3-4 Eier,
etwas Wasser, etwas Öl,
viel Kraft, Geduld und Geschick beim Ausnudeln

Für die Beeren-Mischung:

Ganz, ganz viele Beeren
geraspelte Blockschokolade
Gefriergelegenheit

Für die Cassis-Balsamico-Mischung:

Balsamico-Riserva
Cassislikör -oder Sirup
Spritztüte

und als Abschluss für die Pfirsich-Creme:

ganz, ganz viele frische Pfirsiche, püriert
Sahne und ein kleiner Schuß Sekt

Blog-Event XVI: Beeren
Alle tollen Beeren-Beiträge für den Event sind hier zu finden

Süperbe frische zart-rosa Barbarie-Entenbrust in Metaxa-Spritzer & Orangen-Marmelade mit traumhaften Himbeeren, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und winzigen Thymianblättchen versehen an purée de pommes de terre (Rezept)

Seit Tagen nun wird geschnippelt, geschält, gerührt und gemixt — der richtige Hit, den abzuliefern wir uns geschworen haben, ist dem Gelingen zwar nur um eine Haaresbreite entfernt, schlechthin es fehlt der stimmige — Jubelrufe hervorbringende — Ton in geschmacklich vollendeter Hinsicht. Eine Folge der zahlreichen kulinarischen Versuche sind Unmengen von Pfirsichen, die seitdem im Abstand von einigen Tagen (Unterbrechungen gabs auch) zur Zierde des Hauses gereichten und nur darauf warteten nun ihren Beitrag für das Gelingen zu erbringen. Pustekuchen! Es sollte schließlich was Leckeres aus Pfirsich und Beere komponiert werden. Von diesem Anspruch abzubringen gelang uns bisher nicht. Kennt ihr das, dass dies unbedingt dann genau das sein muss….?

Nun, zwischendurch muss auch mal die Entspannung im Kochtopf den Ton angeben und so wurde die famose Entenbrust, die günstig zu erstehen war, doch — auch aufgrund stark aufkommenden Hungergefühls — zur Vorbereitung hervorgeholt. Was jetzt aber damit machen? Ente in Orangensauce.

Barbarie Entenbrust Zwischenstation
Barbarie Entenbrust Zwischenstation

Klingt lecker, machen wir! Ja… puh, da kam doch Orangenlikör-Zeugs und die bittere Orangenmarmelade rein, letzteres nannten wir unser Eigen und ersteres war beim besten Willen ohne langwierige Einkaufsorgien nicht aufzubringen. Also, improvisieren war mal wieder angesagt. Kurz gegoogelt, was denn die anderen da so vollbringen, aber auch nichts Ergiebiges zum gewünschten Ergebnis, das im Übrigen durch nun auftretende rasche Hungeranfälle dringend gelöst werden musste, gefunden. Also doch das Geschehen mit den vorhandenen Zutaten in der Kulinaria Katatrophalia Küche versüßen (hatte nicht neulich ein Kochblog was mit süßlichen Pfirsichen gemacht?)
Hatten wir schon geschrieben, dass wir Unmengen von Pfirsichen besitzen, nein dann ergibt sich ja hier die Gelegenheit, dies mittels des nun kreierten Rezeptes kundzutun.

Die Barbarieentenbrust (die Barbarie-Ente ist übrigens nicht so fett wie die normale Ente) wurde mit frisch gemahlenem Pfeffer (schwarz) und Resten, die sich erstaunlicherweise noch grün im ansonsten trocken-kahl befindlichen Zustand am Thymian-Töpfchen befanden, versehen und dann nachdem zuvor auch noch die Fettschicht an der Entenbrust mit kreuzförmiger schnittiger Verzierung versehen war, schnell und unerbitterlich angebraten auf fast höchster Stufe. Alkohol muss da dann natürlich auch noch rein und so entschieden wir uns doch Metaxa (5 Sterne reicht allemal) auszuprobieren und gaben einen kleinen Schuß davon hinzud der nun seinerseits einen angenehmen Duft verströmte mit den gewürzlichen Beigaben.
Öl oder gar Butter oder sonst ein Fett wurde gar nicht benötigt, da die Ente ihriges hinzugab und — schließlich hatten wir Berge von Pfirsichen (hatten wir das schon erwähnt?) die auch noch in Achtel geschnitten hinzumussten nachdem die Ente nun mit reduzierter Flamme und einem etwas für die Pfanne zu kleinem Deckel 10 Minuten vor sich hin gebraten hatte (übrigens in unserer tollen 32-cm-Schmorpfanne) und immer leckerer auszusehen beliebte. Wir haben das ja oben mal ausnahmsweise dokumentiert, wie das vonstatten ging.

Nun aber auch noch ein Schuß fruchtigen Weißweines und drei Esslöffel besagter leicht bitterer Orangenmarmelade hinzu und weitere 10 Minuten auf klein-mittlerer Temperatur sozusagen fast geschmort und begutachtet. Etwas bitter und Orangensaft wäre interessant als Zugabe gewesen (den hatten wir zwar als Saft vorrätig, aber wenn, dann musste es schon frischer sein und den hatten wir nun gerade nicht); so wurde schließlich doch auf eine beerige Zutat zurückgegriffen mit der wir schon so zahlreiche Versuche gestartet hatten, die nun ausgerechnet auch nun hier in der vorgesehen Kombination zum Tragen kam: Eine Schale Himbeeren wurde im gefrorenen Zustand hinzugefügt und ca. 5 Minuten mitgeköchelt (ein kleiner Schuß Orangenlikör wäre noch optimal). Sehr lecker die Soße dann auch ohne, dass noch reduziert worden wäre!

zartrosa Barbarie-Ente-Brust-Filet an metaxierter Pfirsich-Himbeer-Traum-Sauce
zartrosa Barbarie-Ente-Brust-Filet an metaxierter Pfirsich-Himbeer-Traum-Sauce

Als auch zum Verzehr geeignet erwiesen sich die grünen langen Bohnen, die dringend weg mussten und nicht so ganz zum Gericht passten, aber das schnell gefertigte Kartoffelpüree tat den Ausgleich hervorbringen und als Alles zusammen auf dem Teller mit der nun geschnittenen Barbarie-Entenbrust arrangiert war, wurde ein leckeres Essen serviert, das wir eigentlich auch als unseren Beitrag zum Blogevent Beere „einschicken“ könnten, wenn da nicht unser dringendes Verlangen wäre, genau das zu machen, was wir…. aber wir wiederholen uns, was sonst fernab unseres sonstigen Berichterstattungsverlangens ist.