Tag-Archiv für 'salat'

Kompakterweise sich windend und sich zur Verfestigung eng anliegend zum Ende hin einzeln verwuselnd mithin Schabernack betreibend — der Till

Die sich vorzunehmende Einkaufslust scheitert bisweilen daran, dass zwar das Angebot reichhaltig auf den zahlreichen Märkten der Stadt ist, aber leider auch zeitlich limitiert, sodass gewaltige Anstrengungen betrieben werden müssen, um dem diesjährigen Ziel alle alten Salatsorten zu probieren gerecht zu werden.
Meist sind die nämlich leider schon weg, verschwunden in den zahlreichen Einkaufskörben der FrühaufsteherInnen, die vermutlich nur durch ihre Blagen so zeitig aus dem Bett geschmissen werden :D

till eichblattsalat bio
Empfehlenswert salateinkaufstauglich

Ab und an gelingt es dann — die wöchentliche Ausbeute ist ein wuselig daherkommendes kompaktes widerspenstig sich gebendes doch erstaunlich zart-aromatisch schmeckendes Exemplar (ein Eichhornblattsalat sagt das Internet) — der Name entspricht historisch wahrgenommener Gaukelei und so in etwa muss das in Salat versinnbildlicht sein, keiner könnte passender sein und außerdem mundet er auch noch sehr dem Zwecke hochsalatwillkömmlicher Abwechselung :-)

Der Zucht alter Kulturpflanzen, die bunte Einsprengsel, rotes Kleid oder zackige Blattränder in wirren Formen aufweisen können und deshalb wohl einst als nicht anbau- und verkaufstauglich angesehen wurden, widmet sich neben Universitäten, BiogärtnerInnen und Freizeitzuchtexpertinnen auch ein Verein, der allerlei Samen, Kerne und dergleichen bereithält, um die Vielfalt zu förden und vor dem immer gleichen Massenanbauangebot retten will, was zu retten ist.

till alte salat sorten zeigen sich wild
Till, einfach nur Till

Der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. kurz VERN betreibt ein Saatgutarchiv und bietet dabei auch Salat-Sorten [pdf] für den Versand auf nichtkommerzieller Basis an. Ansonsten heißt es, den Weg auf sich zu nehmen und auf den Wochenmärkten am Arnswalder Platz, Boxhagener Platz, Karl August Platz oder Dahlem bei Struwelpeter, Rehzunge und Bunten Forellen zuzuschlagen ;-)

Und zur wanderlichen Erkundung eignen sich die Salate und Co. auch noch: Auf diversen Schaugärten in Brandenburg kann ein Blick genommen werden zur Erhaschung geschmacklicher Möglichkeiten.

Durch Zufall entdeckt und bunt gemischt (blogbeschaulich)

Nachdem nun jahreszeitgemäß klar ist, dass alle sich mit Keksen mit Nüssen mit Zucker vollschmeißen in den Foodblogs (und sogar Riesenkekse backen) muss ja mal gezeigt werden wie das mit der nüsslichen Beigabe richtig funktioniert. Die werden nämlich auf klassisch zu allem was an salatlichen Gaben bereitliegt in angerösteter Formierung zugegeben.
Zufällig die Knabberteile bei der Sichtung diverser Devotionalien entdeckt und sofort einer frisch bestückten Nahrungsaufnahme zugeführt.

Vegetarian Misch Masch ist auch das Motto bei BlaBlaBoca gewesen, die sich urwaldlicher Verköstigungszubereitungszenarien verschrieben hat und dabei mit zusammenzuckenden Blättern videotechnisch auf Tuchfühlung geht.

nuss zu salat klassisch
Wohlfeile Röstung gab es auch noch für den Fund

Und für alle diejenigen, die schon immer wissen wollten wie das mit der veganen Ernährung so funktioniert können jetzt erfahren, dass „das Angebot in Bioläden für Veganer (.) eine einzige Ansammlung von industriell verarbeiteten Produkten“ sei.
Denn bei esskultur wird gelitten, mit feiner Sensorik für das Thema „vegan“ ausgestattet darf dort nämlich pathologisiert werden, sodass es „der verdauung“ für intelligente Leserinnen und Leser mit kaum zuträglichen „untergriffigen aussagen, pauschalisierungen, unhöflichkeiten, vorurteile, falschen zuweisungen, beschuldigungen und unwahrheiten“ bekömmlich ist. :o

Verwechselungsgefahr droht hingegen bei der Verwendung eines schmutzigen Kaffeefilters — hat zumindest gumia herausgefunden und stellt außerdem verwundert fest, dass seine eigenen Beiträge als Komplettzitat auf anderen Blogs erscheinen.

Von den knapp 40 Foodblogs, die sich beim diesjährigen DFssgF beteiligt haben, sind übrigens schon fast alle Paketpräsentationen da. ;-)

Und da es so langsam kälter wird, gibt es auch noch ein Rezept für Orangen-Punsch sowie Apfel-Steckrüben-Flammkuchen zu betrachten.

Schwärmerisch-zackige Vervollkommnung mittelscharfer weißgrünschimmlig sich gebender Stückchen — unterstützt mittels schaurig von Oben nach Unten durchschnittener Ovalkörperlichkeit (umgedreht klappt es auch) — garniert von herabfallender gar schwarzer Kost

mal wieder ganz famos nussig schmeckende brennnessel trauben gorgonzola in olivenoel und balsamicoessig mit einem hauch frisch vermahlenem schwaren pfeffers
Brennnesselsalat: Käse und Trauben und noch was — sehr lecker

Dass sich diese brennenden und piksenden Blätter mit dem charakteristischen Zackenschnitt vorzüglich für die feine Küche eignen ist ja längst kein Geheimnis mehr, die Wildkräuter-Verwendung zeigt pickipicki sattsam versunken, wonneblog gefüllt und Barbaras Spielwiese weiß von küchenliterarisch-kulinarischer Verwendung zu berichten.

Also: Lau und so gar nicht nach feister Kost wie andernorts greifend sollte sich der gestrige Abend gestalten. Dazu auserkoren rein gesunde Kost, sorgfältig befreit von Ungemach mittels Abrausens im Sieb und Versehens mit exklusiven Bio-Olivenöles und einem Schwubs weißem Balsamico-Essigs. Dergestalt dann Umgarnung mit mittelscharfen Gorgonzolastückchen (selbstredend auch bio) und längs halbierten Trauben. Berieselt nur noch von einem Hauch frisch vermahlenen Schwarzen Pfeffers. Dazu Sesambrot und nach dem Kater vom Morgen noch ein frisches Glas Weißwein (war ja schon wieder dunkel).
Sehr nussig-lecker zu erschmeckende Frühlings(End)gefühlsduselei — durchzogen von mittelscharfen Momenten an süßen Halbovalkugeln. Ja, der Sommer kann kommen ;-)

Nachzutragendes der Dunkelheit entstiegenes zusammengetragenes Nonnonvaleur (nichts Halbes)

pulpo viel und klein
Pulpo in bestem Olivenöl zart gebraten (die Ausschweifungen litten etwas)

Eigentlich sollten es ja kleine furchtbar leckere Varianten sein, die da das Herz überaus erfreuen sollten, was dann aber den Griff auf die etwas größeren Exemplaren zuließ war der dann doch im Verhältnis etwas günstigere Preis; die kleinen Tintenfischchen (im aufstrebenden Neukölln noch günstig zu haben) sind zwar zarter besaitet, aber ungleich schwieriger im Umgang, sodass etwas größere Kost zur Verspeisung angesagt sich zu später Stunde erquicklich zu zeigen wusste und so wurden keine halben Sachen gemacht und die kleinen Kartoffeln geviertelt und in wunderbaren Olivenöl gebraten während der frische Pulpo sich seiner ganzen Größe bewusst werdend in seiner ganzen Pracht auf dem Tische aufzufinden wusste, was durch einen ordentlichen Schuss besten Olivenöles und delikataromatisch duftenden Oreganos nur Verstärkung erfahren konnte.

viertelpatates
Viertelpatates im Mondenschein

Dazu ganz klassisch übervoll beladene Salatkredenzung mit grüner Paprika, delikatestem Schafskäse, von Besuch feingeschnitten Zwiebeln (die guten roten), aromatischen Biotomaten (die letzten :(( ) sowie Gurkenscheiben und allerallerbestes Bioolivenöl und ein wenig Essig. (Salz und Pfeffer natürlich auch ;-) )Standardsuperb-Speisung schlechthin für sommerliche Urlaubserinnerung.

Es hat lecker geschmeckt, wenngleich die Tintenfische etwas zu lange hinsichtlich der Krakenarme gebraten hatte; mittendrin war es aber wunderbar zart :-) und da nach dergleichen immer sich hinweggekugelt werden kann wurden wie stets bei solcherlei Speisung Karamellisierte Limonen aufgefahren, um mal wieder in die sauren Früchchen zu beißen und uns wieder von den Toten zu erwecken und ein letzter leckerer Rest von Mandarinello (jetzt muss schleunigstalsbaldsofort neuer gefertigt werden).

Die Verspeisung erfolgte sogar recht zeitig lange vor Mitternacht so um Zehn herum, was die Fotokunst wie üblich im Glühbirnenlichtgewirr aufgehen ließ ;-)

ÜbrigensZorra, die immer sehr schöne Fotos in den Kochtopf einstellt, wollte unbedingt eine neue Kamera (warum eigentlich?) und nun dürfen alle ran und mitteilen womit sie so ihre Zeit zwischen Kochen und Auftragen verbringen ;-)

Den Aufwand nicht scheuend war über umwegliche Umstände der Hinwendung zur zeitlich angepassten Verwendung des famosen Winter-Postelein fast nichts mehr im Wege, sodass nun die überaus schmackhafte Kredenzung etwas zu hart geratener Kaninchenleber mit Birnen das Speisemenü überaus delikat in Erscheinung treten ließ (incl. nachzuholender Betrachtungen)

Da die Bärlauchzeit so verführerisch lockend die bezaubernsten Gerichte zu beeinflussen weiß, war es passenderweise an der Zeit die Kaninchenleber in Schokoladenweinsauce mit Bärlauch zu kredenzen. War auch alles fast passend. Berge von Bärlauch, Unmengen georderter Kaninchenleber, Wein und Schokolade — nur die Birnenauswahl war nicht optimal, kaninchenleber mit birne und baerlauch kleingeschnippeltmacht aber nichts, muss auch so gehen.
Also wie gewohnt sich des leckeren Erschmeckens allerfeinster Nuancen zarter Kanninchenleber bewusst vorsichtig an die Herstellung gewagt und … leider feststellen müssen, dass die kleinen pelzigen Dinger höchstwahrscheinlich kein zartes Löwenzahnblättchen verkonsumierten, sondern wohl nur hartes Stroh; so jedenfalls war die Härtegradwahrnehmung nach der ersten Probiererei.

Also erst mal weggstellt und dann kurz vor Abfahrt aus der Küche und der Erkundung anderweitiger kulinarischer Ressourcen noch mit den Resten der Salatvielfalt rasch eine Komposition mit dekorativen Tellerkraut gezaubert, die nun überaus passend sich erwies, weil dafür die Leber optimal harmonisch in Erscheinung zu treten wusste. Das war so wunderbar frisch frühlingshaft, dass das Schwelgen jetzt noch nachgeholt werden kann. Ein perfekter Frühlingssalat mithin.

Salatkreation mit kaninchenleber mit birne und baerlauch
Exquisit!

Portulak oder Postelein, leckerleicht und leichtsauer, war frisch dabei. Andere fertigen damit Suppen, ebenfalls Salat, Fetatalerunterlagen (allerdings schon letztes Jahr) und Dekoartikel.

Bärlauch fügte sich dann kleingeschnitten ebenfalls überaus passend ein wie auch Birnen und roter Chicorée. Zarte ausdrucksstarke Aromen, die sich wunderbar mit den kleingeschnippelten Zweitverwertungsresten des vorherigen Mahles vereinten. Dekorativ dazu verschlossene Bärlauchblüten.
Wozu Fehlkäufe doch gut sein können :-)

Von gar nussiger Eleganz getragen weiß sich sich die förmlich die Interessen auch besuchlichen Beistandes respektierlich begutachtende Blicke aufsaugende Begierlichkeit im allerbesten Lichte zu präsentieren, was jetzt aber auch angesichts köstlichen Olivenöles und weißem Balsamico auch nicht minder schwer gelingen konnte und so für eine willkommene Abwechselung des geschmacklichen Frühlingsplanes zu sorgen wusste — außerdem neu im Rennen: wiederentdecktes längliches Gemüse und Restobstverwertung im Joghurtgewand (und sich langsam wieder heranarbeitendes Gelingen)

Brennnesselsalat
Delikates Unterfangen — Brennnesseln als gar köstliche Salatkreation gereicht

Kaum war die Zeit der Ausflüge in anderweitige Gefilde dem Abgesange zugetan — schon wurde ein Glücksfall sichtbar, der sich in zweifacher Art zu präsentieren wusste. Da war doch tatsächlich gelungenermaßen die Suche nach langen Raddichiozuchterfolgen vom Erfolge aber auch so was von gebauchpinselt, dass gleich zwei Sorten aufgetrieben werden konnten: Länglich gestreckt und dann noch eher sowas wie roter Chicorée (nicht im Bild), der sich als überaus delikat schon im Rohzustand erwies und nur der Empfehlung feilgeboten werden kann. Und dann zwei bildschöne Prachtexemplare, die noch ausharren, ein pfundschweres Angebot zum Mitreden.

langer roter radicchio
Zurschaustellung: langer roter Radicchio

Andere Mitbringsel dann die Tage — sowieso erstaunlich, was sich so anzufinden beliebt an sorgenfreien Genussmitteln aus aller Welt, die dann doch kleiner sich entpuppt, als vermutungshalber unterstellt.

Zur Einstimmung gab es wunderbare sehr saugfähige Brennnesseln, die dunkel strukturiert mit köstlichen Bioolivenölspritzern und weißem Balsamico ihr delikates leicht nussig schmeckendes Dasein recht schnell beendeten. Sehr lecker! Schon lange nicht mehr gehabt.

Dazu dann an Frische kaum zu überbietende geräucherte Makrele, die den Beginn des Frühstückes aber auch nicht mehr im vollem Glanze erlebte und dazu dann Restverstückelung von Birnen, Äpfeln, Orangen und inspirationswilligem Agavendicksaft. Dazu ein Batzen Sonne und Kaffee und Herumschlunzen

birnen-apfel-orangen-salat-in-joghurt-mit-einem-hauch-agavendicksaft
birnen-apfel-orangen-salat-in-joghurt-mit-einem-hauch-agavendicksaft-angerührt

Quasi gegrillte Paprika grob kleingeschnippelt in Schafsziegenkäserund und lecker mundend sich grün herauswagende Fenchelsprossen dazufügend war die richtige dem feinen Geschmacke zugeneigte Zubereitungszuvorkommenheit für die schön frittierten äußerst feinen Ingwerstreifen geschaffen, die sich aber auch sowas von gut einzufügen wussten, um als leckere Vorspeise die Herzen aller Zuschauenden zu erfreuen (Restbestände der Ingwerschalen fanden in Zusammenspiel mit Salbei auch noch ihre entsprechend scharfe Bestimmung)

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Unter den putzigen Ingwerbällchen dann allerlei Salat (na ja — eigentlich nur Endivienherzblätter und Rucolaspitzen) und umtriebige Sprossen

Es war eine schwere Herausforderung den für den Blogevent im Kochtopfblog ausgewählten Ingwer zu einer geschmacklich hochwertigen und zufriedenstellenden Zubereitung zu führen — zumal als Hauptzutat. Galgant war ausgeschlossen (äußerst leckere Nuancen damit leider auch) und so musste fernab breit ausgetretender Pfade was Neues, selbstredend Sensationelles kreiert werden, was dem Anspruche, dem hochgesteckten, nun zierlich zur Genüge tun sollte.

Erst wollte perdu nichts einfallen, was nicht schon einmal in einer ähnlichen Zusammensetzung schon erfolgversprechend präsentiert worden war. Also war wie immer für die eigens ins Auge gefasste eigene Kreation auf nicht unbedingt in diesem Zusammenspiele leicht von den Lippen kommende Zutaten zurückzugreifen, die dennoch nicht allzu schwer zu beschaffen sein sollten.

ingwer triebig derer zweie
Ob Ingwersprossen schmecken haben wir lieber nicht ausprobiert

Und wie das immer so ist, so kam der Zufall zu Hilfe und im Bioladen wurden Fenchelsprossen, die schon die ersten zarten Triebe aus den aufgesprungen Samen streckten, auserkoren. Erste Probierversuche (irgendwie waren wir noch nie auf die Idee gekommen mit Fenchel Keimlinge zu produzieren) waren superb vielversprechend und so musste nur noch das weitere Drumherum um den Ingwer sich ergeben und wie es der Zufall ein zweites Mal wollte fiel uns bei Barbaras Spielwiese der Schafskäse auf und dann war die Wahl eigentlich ganz klar: Fenchelsprossen-Ingwer-Schafskäse sollte der Mittelpunkt werden.

fenchelsprossen
Das da im Hintergrund — DAS ist Ingwer ;-)

Klar dann noch was dazu. Gerade richtig erwies sich eine ebenfalls georderte
rote Paprika, die frei von schädlichen Wirkstoffen und in der prallen Fülle des Lebens stehend auch den farblichen Aspekt nicht unbeachtet werdend lassen sollte.
Das Ganze vielleicht überbacken mit Honig? Mit einer Panade versehen frittiert oder vielleicht gar die Paprika gefüllt?

Zeitknappheit ließ schließlich eine sehr spontan gefasste Wahl zum Mittelpunkt der köchlichen Leichtigkeit werden. Kein großes Rumgekoche, sondern eine ebenso zügig zuzubereitende Form wählen, die schnellste und dezent vorgetragene Exclusivität zum entsprechenden Ausdruck kommen lassen sollte.

paprika quasi gegrillt

Also die perfekte Vorspeise, das Bonmot jedes mit zarten Salatblättern gefüllten Tellers, die Augenweide jeder Tisch- oder Partyspeisung, die in ihrer Schlichtheit die verborgenen Talente auf so vorzügliche Weise in für die kulinarisch gespannten NichtkostverächterInnen noch ungeahnten Aromakompositionen durch nur einen einzigen Biss zum Tragen kommen lassen sollte.

rote paprika quasi gegrillt kopfueber
quasi gegrillt, echt lecker (warum schälen einige bloß die Schale?)

Also hohe Ansprüche. Gegrillte Paprika war mit den leicht dem schwarzen Tone zugeneigten Aroma schon eine vortrefflich zuzufügende Zutat, die der Einfachheit halber ohne schwieriges Holzkohleschleppen oder Backofentemperierungsversuche vonstatten ging, sondern auf eine mit nussigem Sesamöl gefüllte Pfanne zurückgreifen ließ, die zuvor schon für den äußerst feinstreifig geschnittenen Ingwer den frittierten Auftritt brachte. Das Öl damit schon mal ingwerisiert, war für die dann auf leichter Flamme brutzelnden Paprikastreifen, die nach einigen Minuten in schönster Pracht auf dem Teller lagen und in kleine Stücke grob geschnitten wurden, die prima Grundlage.

Dann wurde das neue Riesenpaket Schafskäse hervorgeholt (wobei uns auffiel, dass neuerdings Ziegenmilch als Beigabe erwähnt wird — wahrscheinlich EU-Vorgaben, dabei ist doch allbekannt, dass guter allerbester griechischer Schafskäse immer mit Schafsmilch und Ziegenmilch zu Feta ingwer frittiert verarbeitet wird) und ein verschwindend geringer Teil grob gehackt und Trara mit den roten angebratenen Paprikastücken gut durchmischt, um sodann noch einigen Fenchelsprossen den wohlschmeckenden Auftritt zu gönnen. Daraus dann kleine Kugeln geformt. Die Köstlichkeit war schon förmlich zu erahnen.

Der Ingwer in den frittierten Streifen kam dann als abschlüssliche köstliche Umrundung für die in kleine Kugeln gebrachte quasi gegrillte Paprika grob kleingeschnippelt in Schafsziegenkäserund und lecker mundend sich grün herauswagende Fenchelsprossen zum pikant angenehm scharfen Resultat dazu.

Gebettet auf salatliche Vielfalt wurde die wunderbare Vorspeisenerscheinung präsentiert, serviert und zufrieden mit dem Ausdruck höchster Wertschätzung für die Spezialität verzehrt. Wieder mal ein aus spontanen Einfällen geborener Beitrag aus unserer kulinaria-katastrophalia-küche zum unbedingten vorspeislichen Nachmachen empfohlen! Sehr lecker — unser Beitrag zum Blogevent Ingwer!
blogevent ingwer
Die Schalen des Inwers fanden dann noch eine schöne Verwendung zusammen mit Salbeiblättern für einen angenehm scharfen Tee, der alsbald nach getroffener Wertschätzung wieder zur Zubereitung gereichen soll.

Zutaten:

Ingwer, ein paar Knollen
Paprika, rote
Schafs(ziegen)käse, ein guter!
Fenchelsprossen
Sesamöl
Salatliche Vielfalt

Zubereitung auf die Schnelle:

Ingwer in feine Streifen schneiden, frittieren, in demselben Öl die ebenfalls streifig geschnittene Paprika großzügig braten, dann in kleinere Stücke schneiden und mit grob gehackten Schafskäse vermischen und nach Hinzugabe von Fenchelkeimlingen zu kleinen putzigen Kügelchen formen und mit den Ingwerstreifen verhüllen. Auf Salat liegend präsentieren und Lob einheimsen. Entweder für Party und Dinner auf Tauglichkeit testen oder am besten für sich selbst als köstliche Wahrnehmbarkeit ungewohnter von feinen Fencheltönen und dezent scharfen Ingwergeschmäckern getragenen Aromenzusammenspielerei in cremigen Schafskäsegenuss kredenzen.

ingwerbaellchen
Mjammjammjam

Und der Tee eignet sich wirklich vorzüglich auch noch für mehrere Aufgüsse. So muss Resteverwertung sich geschmacklich in den höchsten Geschmacksnuancen ergeben :-)

p.s.
So was — gerade gemerkt, dass heute ja erst der 14. Januar ist. Glatt um einen Tag beim Blogevent geirrt. Sachen gibts.

Gefunden — und auch schon gegessen (daneben üble Kost)

rest kartoffeln und karotten mit sprossen und mangosauce

Da wurde schon nach etwas gesucht und dann wurde das hier gefunden. Reste von Kartoffeln, Karotten, roten Zwiebeln und wunderbare Sprossen und jahaa scharfe Mangosauce (allerdings aus dem Glas). Salat gab es sogar auch noch. Gelungene Überraschung :-)

Unangenehm wurde es hingegen am Nikolaustag für zwei Angeklagte in Tübingen. Und es ging um ganz üble Zustände.
Einwandfreie Lebensmittel wurden zuhauf in Mülltonnen entsorgt. Angeklagt war jedoch nicht der Inhaber des Supermarktes der dafür verantwortlich ist, sondern zwei harmlose Studierende, die das schlimme Vergehen begangen hatten Essbares aus ebendiesen Mülltonnen zu holen.

[via container-blog]

Dringend gewünscht und prompt serviert: Leckerer Salat mit allerlei Bestandteilen und grünpfeffrigen Putenbruststreifen (eigentlich war Sesam als Umrundung vorgesehen, der aber aus unerfindlichen Gründen nicht gefunden werden konnte — dabei wurde neulich erst in den Vorratsregalen aufgeräumt)

allerlei salatsorten mit gruenpfeffrig marinierten Putenstreifen
Lecker weiß sich die salatliche Vielfalt um die Mozzarellastückchen und die Putenbruststreifen zu präsentieren

Salat, Salat her — war der dringende Gedanke nach einem unerquicklichen Imbiss fleischlicher Art (manchen sollte wirklich der Betrieb untersagt werden…). Also rasch eingekauft und sich vorgestellt, wie sich Putenbruststreifen in Honig-Chili-Sauce mariniert mit Sesamkörnen machen würde. Sicherlich wunderbar gut.
Zuhause angekommen dann die sich etwas hinziehende Suche im doch neulich erst so umfassend von fiesen Motten gereinigten Küchenregalen. Irgendwo musste das Zeug doch sein. Statt sich Fluchvorgängen, allerliebsten, hinzugeben wurde schnell umdisponiert und sich für die leckeren in Ahornsirup marinierten Putenbruststreifen in zerstampften Grünen Pfefferkörnern entschieden, die flugs zubereitet dann auch hervorragend zu passen beliebten. Da für die Sesampanade schon die Streifen etwas dünn geschnitten waren, wurden die Streifen schnell trocken — die zweite Fuhre war dann auch diesem Umstand angepasst. Lecker salatig frisch!

Und es gibt einen Hauptgewinn wie gerade bei Sammelhamster gesehen — für uns. Hurra!
Gewonnen haben im Kochtoppblog beim Blogevent Suppen übrigens Zorra mit mandeligen Ajo Blanco und Brot und Rosen mit witzig anzuschauender Apfelsuppe mit Sauerrahmeis. Herzlichen Glückwunsch!

Als nächstes stehen dann Walnüsse auf dem Programm, so jahreszeitlich bedingt. Allerdings schmecken Walnüsse eigentlich viel früher wesentlich besser — nämlich als grüne Früchte, die gekocht und mit Gewürzen wie Nelken in viel Honig eingelegt werden. Die werden dann mit der jungen schale verkonsumiert. Seeeehr süüüß, seeeehr gut….. :D