Tag-Archiv für 'rotbarsch'

Diesmal in der Dämmerung dem Löwenzahn in riesiger Ausformung mit klitzekleinen Tomatenwürfelchen zugetan, wurde auch noch Natur-Langkornreis mit angebratenen Zwiebel-Minz-Stückchen gefrönt und als Beilage gabs mal wieder gemehlten Rotbarsch

Löwenzahn ist ja immer wieder eine tolle Leckerei, die in unterschiedlichsten Variationen FeinschmeckerInnenzungen zu den unwiderstehlichsten Begeisterungsstürmen veranlasst, auf dass auch die ungnädige Umwelt ihren Teil zu dessen sich so zu verausgabender Liebelei beitragen kann.

riesen loewenzahn
riesiger Löwenzahn harrt der Verarbeitung

Auf dem Gärtnerblog beispielsweise wird die Löwenzahn-Sirup-Herstellung bildhaft dargestellt und wenn der Sommer hinter den traurigen Regenwolken hervorkriecht wird das auch mal nachgemacht — allein schon, weil die Pusteblume zweckgerichtete Tätigkeit verspricht).

In Stadtteilen mit dem Gemüse aufgeschlosseneren Bevölkerungsschichten ist das Angebot bisweilen größer als in landwirtschaftlich geprägten Außenbezirken, was nun zu unserem leckerem Mahl geführt hat, weil dieses Riesenteil einfach geordert und verkonsumiert zu werden beliebte (auch wenn der nebenanliegende Mangold auch sein verführerisches Äußeres zur Schau zu stellen wusste).

Und da der riesengroße Zuchtlöwenzahn nicht ganz so bitter daherkommt, konnte zwiebelige Zutat (die den bitteren Geschmack somit nicht zu unterdrücken wusste) mit gekonnt durch arbeitseifrigen Besuch in Szene gesetzten Tomatenwürfelchen in Olivenöl gedünstet verarbeitet werden. Zitrone sollte auch noch rein, war aber bereits bei der Verarbeitung der Fischzutat zwecks Säuerung ausgegegangen, weshalb kurzerhand auf sauer daherkommenden Weißwein zurückgegriffen wurde. naturreis mit loewenzahnDer war auch gar nicht schlecht, wurde teilweise bevorzugt, während wahre GeniesserInnen einem exclusiven Sekt mit eher zum Weine tendierenden Inhalt zugetan waren, der dem Abschluss unangenehmer Taten gewidmet war, weshalb er natürlich besonders den kulinarisch-perligen Mittelpunkt setzen konnte. Sehr lecker.

Währenddessen brutzelte die ebenfalls von Besuch auf kleinstmögliche Größe reduzierte weiße Zwiebel zusammen mit Minzblättchen ebenfalls in einem guten Schuss Bioolivenöl und konnte derart zubereitet zum Bio-Langkornreis, der mal wieder verdammt lange zu kochen wünschte, geschmacklich einschlagend hinzugefügt werden. Optimal als Begleitung erwies sich der ausgiebig in Mehl gebadete Rotbarsch, von dem unsinnigerweise noch die Behauptung aufgestellt wurde von ungläubigen Personen, dass dieser niemals nur für die wenigen Kochgemeinschaftsmitglieder reichen würde, sondern allenfalls für die doppelte, ach was dreifache Menge geeignet sei. loewenzahn in inniger erwartung von rotbarsch

Beim Pastaevent gab es auch noch gewinnträchtige Spezialitäten. Gewonnen haben natürlich wie immer alle die mitgemacht haben/konnten/wie auch immer und die Auswahl fiel sehr schwer, was aber auch an originellen Ideen (darunter eingearbeitete Blätter und vielfältige Tintenspezialitäten ;-) ) lag — aber macht Euch ein eigenes dem Hunger zuträgliches Bild. Die meisten Stimmen erreichte der Blog Hüttenhilfe mit Offenen Ravioli vom Steinbutt und Langustinos mit tourniertem Gemüse und Weißweinschaum. Herzlichen Glückwunsch!

rotbarsch
Der gebratene Fisch erwies sich mal wieder als zu wenig reichhaltig, dafür aber optimal in Biss, Farbgebung und Krustenherstellungskunst

Nicht am Event teilnehmend war ein neuer veganer Kochblog kochen mit flisa, der bei Blogsport sein Stelldichein zu geben weiß mit ganz, ganz vielen Anregungen. Heuer mit veganen Nudeln. Wir sind bei sowas ja immer sehr gespannt, was da noch so rauskommt…

Das Banner des Chicorée weht nun bei der Avantgarde und bei soviel Anstrenung musste gemehlter Rotbarsch mit Krabben-Garnierung, der zuvor in reichlich Olivenöl sein Bestes zu geben wusste, ran

Da hat sich der Gärtnerblog doch tatsächlich die Mühe gemacht und ein ganzes Chicorée-Banner für uns kreiert — dabei haben wir ja eigentlich nur einen halben gewonnen, die andere Hälfte ging an Hüftgold für leckere Chicoréeravioli mit Orangensauce – mal was anderes und natürlich ein herzlicher Glückwunsch von uns! goldeneZichoriekkUnd diesmal hatten wir sogar ganze neun Stimmen (statt der 1-2 üblichen).
Während wir die Reste von unseren Chicoreegondeln auch anderntags noch zu unserer vollsten Zufriedenheit verspeisen konnten – war dann auch wieder mal die Abwechslung gefragt.
Was lag da näher als sich gemütlich dem draußen vorherrschenden Regen trotzend gemütlich unter die Decke zu kuscheln, um… diesen Gedankengang zerplatzend über sich ergehen lassen zu müssen mit dem Wissen, dass da so ein ganz großter Batzen kompliziert gestaltender Arbeit sich unter tätiger Beihilfe armen WG-Inhaltes zu verabsolvieren gedachte. Aus der Traum! Da half alles nichts – wenigstens konnte des Abends dann noch schnell geköchelt werden.

Fisch mit Krabben-Garnierung
Rotbarsch und Krabben und Schinkenwürfel und Zitrone können den Tag wenigstens gemütlich unter Zuhilfenahme von etlichen Gläsern Wein ausklingen lassen…

übrigens fallen uns nach reichlich genossenem Alkoholika ständig neue Rubriken und nebenbei auch grad was lustiges bezüglich einer Fragebogenaktion ein, die auzufüllen uns angetragen worden ist und die wir in den nächsten Tagen mal in Blogformat pressen werden. Bis dahin aber Dank an die schulerprobte Rechtschreibantifa — ihr habt uns heute den Tag gerettet (nachdem Käpt`n Blaubär heute schon nicht so toll war in der Sendung mit der Maus und echte Misslichkeiten anstehen).

Fisch in Estragon-Grüner-Pfeffer-Soße für ein sonniges Mittagessen

Die Sonn´ scheint ohne Unterlass und eilends haben wir uns gesagt — diesen Umstand fürs Köcheln und tolle Dokumentationsfotos nicht auszunutzen, wäre allgemein als das zu bezeichen, was der Volksmund töricht nennt. Und dieser Anschuldigung wollen wir uns ja nun nicht ohne Weiteres aussetzen. Ganz im Gegenteil z.Bsp. zur Frankfurter Rundschau — jenem laut Eigenwerbung links-liberal eingestellten Blatte, das sich nun in dem im Boulevardjournalismus beliebten Tabloid-Format anzusiedeln wünscht. Ein Umstand schlechthin, der wohl neue LeserInnen anlocken und alte vergraulen soll. Im FR-Blog darf dazu Stellung genommen werden — nicht, dass die neuerdings zum DuMont-Verlag gehörende Zeitung auf die Meinung der LeserInnen Wert legen würde – ein Umfragebogen, was diese davon halten würden erreichte sie zwar, als die Entscheidung schon lange gefallen war, aber das wird wohl nur das letzte Zucken vor dem endgültigem Abfall in den Provinzialismus sein.
Dezent wird verschwiegen, dass schon bei den letzten Umstellungsversuchen vor einigen Jahren ein mittlerer Sturm durch die LeserInnschaft ging, als aus Aktualitätsgründen mal eben im ersten Buch mit überregionaler Berichterstattung auch die Seite Aus aller Welt zu finden war (schätzungsweise 10 Tage dauerte damals dieses Experiment bevor kleinlaut eingeknickt wurde).

Fisch in Estragon Pfeffer So��e
Estragon beliebte frische Akzente zu setzen

Das Drama tritt schließlich jeden Morgen am Küchentisch auf: Diejenigen, die es nicht früh genug dorthin schafften, weil nächtliche Erkundungsversuche ihren Tribut zu zollen pflegten, sahen sich des ersten Teils der Informationsquelle beraubt und konnten sich nur noch auf die weniger interessante Restzeitung stürzen, ja!, wenn sie noch nicht mit einem breiten Grinsen auch schon in Beschlag genommen wurde — ein mißlicher Umstand, der dann dazu führte, dass die taz zur Hand genommen werden müsste. Und das am frühen Morgen! Aber immerhin macht die für die morgige Abstimmung in Sachen Dutschke-Str. Werbung.
Das ärgert einen in der Straße ansässigen Verlag so schön, dass es uns eine Freude sein wird, das Ergebnis der Abstimmung und die langen Gesichter der Springer-Freunde anzusehen.

Dann schon lieber sich nicht ärgern und wenigstens schnell was kochen. Das musste diesmal ganz schnell gehen, weil wichtige Termine lockten und so wurde entschieden Fisch in einer Estragon-Wein-Sahnesoße blitzschnell zur Verfügung zu stellen. Und so kams: Zwiebeln in kleingehackten Zustande angedünstet, mit Weißwein abgelöscht und dann mit Sahne versehen. Estragon, weißer Pfeffer und Salz hinzu nach 5 Minuten gemerkt, dass Estragon im Winter nach fast gar nichts schmeckt und noch Grüne Pfefferkörner hinzugefügt. Fisch rein und Alles war in 10 Minuten fertig und konnte so pünktlich wie noch nie zur allgemeinen Zufriedenheit verspeist werden.
Der Fisch war übrigens Rotbarsch und mundete gerade wegen seiner etwas festeren Konsistenz hervorragend zu der feisten Sahnesoße. Lecker.

Glückwunsch übrigens an die Siegerin des Garnelen & Co Blogevents Brot und Rosen, die mit Feldsalat mit Orangen-Garnelen den Sieg davontrugen. Danke übrigens an den treuen Fan ;-) Wunderbar lecker waren diesmal übrigens viele der dargereichten Köstlichkeiten. Mehr dazu demnächst.