Tag-Archiv für 'rosmarin'

Die Ernte 2010 hat überaus zart zu erschmeckende derivative Nuancen — was aber auch kein Wunder ist bei den guten Zutaten (nachahmlich)

gut gelagert und erntereif
Gut und unscheinbar gelagert ist die halbe Miete

Reichlich begeisternde Ideen fallen des Öfteren bei diversen Einkäufen in den Bedarfslädchen an, Oh, getrocknete Tomaten, ist deshalb eine passende Begleitmusik zu diesen Einfällen, was damit alles Tolles anzustellen sei. Na ja, und dann horten sie sich, weil doch lauter anderes Zeugs Vorrang genießt und dabei ist es ja so einfach daraus viel olivenoel und andere gute zutatenwas herzustellen.

Also im Januar die eingelegten Trockentomaten angesetzt mit lauter guten Zutaten nach bewährten Rezepte und nun nach zügiger Einwirkzeit geerntet. Sehr lecker! Sehr gut und kein biologisches Kampfmittel rausgekommen; das Jahr 2010 startet diesbezüglich also optimal, so soll es sein :-)

Rezept hier irgendwo im Blog. Nachmachenswerte Rezeptur, nachahmlich gut sogar!

eingelegte tomaten auf ziegenfrischkaese auf roestbrot
Die entsprechende Unterlage vorausgesetzt ergeben sich weitere Erkundungsmöglichkeiten

Bewertung letzterer Ernte auch hier unwidersprochen gültig:
Das schon zeitig genossene Produkt zusammen mit Ziegenfrischkäse samt Kräutern auf vorzüglichem mit ganz leichter Kruste versehenen Bio-Ciabatta [Graubrot, geröstet] kredenzt und gespeist, gegessen und noch irgendwelche Steigerungen deren Namen uns grad nicht einfallen, da eigentlich so rein gar nichts dem Erschmecken gerecht zu werden scheint. Wenn ihr das in euere Münder kriegen würdet…. Morbleu!

Des Geschickes Suche nach formvollendeter Kartoffel genüsslich durchgezogen und versüßend aufgetragen und mit erstaunlicher Festigkeit der grundlegenden Zutat (Klassisches)

Kartoffelsalat mit getrockneten tomaten und oliven und roestzwiebeln und olivenoel
Bei Sonnenlichtschein anfangen

Da die Suche nach den Kartoffelvorräten zwar Lustiges, aber kaum Festkochendes hervorbrachte musste auf mehligkochende Kartoffel zurückgegriffen werden, die aber merkwürdig fest und perfekterweise passte.
Dazu Schalottenstückchen in kräftig sich erschmeckenden Olivenöl samt getrockneten Tomaten und frisch entkernten Kalamata-Oliven und natürlich frisch vermahlenem schwarzen Pfeffers, getrockneten Thymianblättchen und etwas Rosmarin langsam angeröstet (dauerte so ungefähr 20 Minuten), sodann mit ordentlich weißem Balsamicoessig „abgelöscht“ und zu den Pellkartoffeln gescheibelt hinzu.

senfausnutzung
und versüsste Speisung irgendwann später

Mehrmals nachwürzlicher Vorgang über Stunden hinweg mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Rigani und wenn die Sonne untergegangen ist, ist es fertig.
Dazu Senf aus dem DFssgFresspaket und eilends georderter Kräuterwürstchen. Der süße Senf war jetzt nicht ganz so geeignet zu dem eher kräftig aromatischen Kartoffelsalat, aber auch nicht unpassend; die Würstchen freuten sich allerdings über die Gesellschaft ;-)

Die der feinen Exclusivität sich hingebenden Bärlauchblätter samt dazu gereichter Rosmarin-Oliven-Kartoffeln umschmeichelten delikat in Rote-Zwiebel-Tomaten-Weißweinsauce geschmorte Kaninchenkeulen, die dadurch zu ihrem sich dem zartgeschmacklich hinorientierenden Verspeisungshöhepunkt unter Beachtung reichlich gereichten jungen Römersalates mit hochinteressanten Rotkohlsprossen in Distelöl fanden (dazu Wein, viel zu viel Wein)

Die wahre Kochkunst zeigt sich in der Verwendung jenes raffinierten Bärlauchgewächses, ein sicherer Kompass im Dickicht unüberschaubarer Kulinarik. Die französische Küche leidet bekanntlich sehr darunter, dass die nicht Zurverfügungstehung der feinen Blätter sie immer im zweiten Range der Kochkunst stehen lässt :D

Die sich nicht nur sehr passend zu vegetarischen Köstlichkeiten erweisenden nach leichtem Knoblauchduft zu erschnuppernden Blickpunkte sind eine dermaßen köstlich zu erschmeckende Hingabe an das sich nur größtmöglich vorzustellende Verschmelzen von Genuss und wahrer Lebensfreude.

kaninchenkeule mit baerlauch und rosmarin-oliven-kartoffeln
Bärlauch — aber auch sowas von passend zu zart geschmorten Kaninchenkeulen

Zwar werden die mitunter lieblos aus ihrer Umgebung gerissenen Blätter bisweilen zu schnöden ;-) Pesto verarbeitet — die wahre Bestimmung liegt aber in der Komposition mit leckerem Kaninchen, das höchstwahrscheinlich noch besser zu munden wüsste, würde auch das Anknabbern des Bärlauches zu den prädestinierten Fütterungsmethoden gehören. Bärlauch — auf jeden Fall ganz ganz groß im Kommen

Genussmousse hatte ja erst neulich Kaninchen zubereitet, was sich auch sehr gut machte, da die Kanincheneinkaufmöglichkeit mal wieder zeitlich nahe lag. Also dazu dann Besuch geordert und erstmal die Neuerung auf dem Sprossenmarkt als Vorspeise in reiner Naturform zum Ertesten gereicht: Rotkohlsprossen.
Zwar erahnen die meisten die Kohlverwandtschaft des leicht scharf daherkommenden Prickelns auf der Zunge, die Lösung harrte dann aber doch der Aufklärung. Geordert werden können die Keimlinge in Bioqualität bei Misslingen der eigenen Zuchterfolge bei der Sprossenmanufaktur, von der auch schon unserer Fenchelsprossen-Schafskäse-Ingwer-Bällchen profitieren konnten.

Mit Babyrömersalat und unaufdringlichen Distelöl dann die Salatkredenzung des Abends, die schon fast aufgefuttert war, weil wir uns nicht an das Genussmousserezept hielten und lieber die Kaninchenteile mit Olivenöl und kleingehackten roten Zwiebelstückchen in später nach dem Anbratvorgang hinzugefügtem Weißwein und vier hübschen kleinen schon ganz gut mundenden Tomaten und einigen Bärlauchblättern anschmorten (statt im Backofen auf den Kartoffeln) unter Hinzufügung von frisch geschrotteten schwarzen Pfefferkörnern; Salz kam dann erst später hinzu und da der Wein leider schon auf Grund der dann doch etwas länger dauernden Garmethode sich überraschend dem Ende neigte kam lediglich noch etwas Wasser hinzu und kurz vor Schluss ordentlich Bärlauch.

Derweil im Ofen mit Rosmarin und köstlichen Kalamata-Oliven (die eigentlich auch gut hätten mitgeschmort werden können) Backkartoffeln in Bioolivenöl gefertigt, was wesentlich schneller gelang. Irgendwann nach längerer Wartezeit und der dritten Flasche Wein war dann auch die Bereitschaft vorhanden die durchaus noch vorhandene Bissfestigkeit der Kaninchenkeulen zu testen und so fand sich ein überaus leckeres Zusammenspiel zum Abend hin, der nicht mal ein Fitzelchen der köstlichen Sauce übrigließ und gar auf nachtischliche Freuden verzichtete.
Superb! Lecker!

Calvados verfeinert angenehm scharf auftretende Vorspeisenkredenzung doch superb — zumal die Grundlage aus pikanter halbierter Delikatesse samt frisch hinzugefügten Rosmarinnadeln zu bestehen beliebte — was sich ungemein fein machte

Nachdem es letztens die leckeren Chorizo gab war klar: die waren so lecker — die müssen einfach wieder unsere feinen Geschmacksnerven erfreuen und so wurden mehrere von der geheimen Orderstelle durch eine mit zu verköstigende Kurierin herangeschafft.

chorizo in calvados rosmarin2
Köstlich, delikat, rosmarinig — Chorizo in Calvadossauce

Dabei kam die kurze Zubereitungszeit durchaus zustatten, da die Zeit weit fortgeschritten und unsere übliche spätuhrige Essenzeit überschritten und gar garstig Hungergegrummel vernehmbar war, weil die Transportperson herumtrödelig sich noch die nähere Umgebung in Augenschein nehmen wollte. Aber untadeligerweise darüber hinweggesehen und freudig die Zubereitung beobachtet. Die Erinnerung ist etwas getrübt auf Grund alkoholischer Experimente, aber das muss irgendwie so vonstatten gegangen sein:

Chorizo halbieren und in ordentlich Olivenöl anbraten samt frischen Rosmarinstückchen und während es schon vorzüglich duftet chorizo halbiert kleinwird einfach ein Schwubbs Calvados hinzugegeben und brutzelbrutzel schon ist es nach nur wenigen Minuten fertig — wunderbar lecker!

Kross zu erschmeckender Rosmarinhauch, unterschwellig wahrnehmbar ein leichter Schärfeton, der — gemildert durch wunderbaren Apfelalkohol (Cidre ist durchaus auch statthaft) — zu pikanten Höhen ansetzte und zusammen mit dem Sonderangebot Ciabatta (zu Ladenschluss wird eifrig runtergesetzt) in mehrfacher Ausfertigung war die Köstlichkeit auch schnellstens durch Hineintunken in die Sauce zu unser aller Zufriedenheit verschwunden.

Angenehm gesättigt war nur noch die Frage zu erörtern, ob jetzt schnell weitergekocht wird, um aufbrucheiligen WG-Inhalt noch ansatzweise am Ergebnis teilhaben lassen zu können oder ob der genusserschmeckend zu erstrebende Kochvorgang daunter nicht leiden würde.
Mit Versicherung, dass etwas aufgehoben wird, gehen gelassen und schon wurde sich wiederholt gefragt, ob die filmtechnische Verabredung nicht unstatthaft gewesen war angesichts des nun aufzutischenden Spezialitätenmahles. Nur soviel — einigen Herrschaften schmeckt das merkwürdigerweise nicht. Dazu dann morgen mehr :D

Die Grünkohlzeit ist mal wieder angebrochen und da wäre es doch angebracht, ausgiebig die Fertigung des Federkohls zu zelebrieren und so wurden leichte Zubereitungsrezepte aus den Tiefen unseres Archives hervorgekramt und siehe da es war mittels nur kurzer Garzeit die perfekte Methode, um Vitamine und so mal wieder richtig zur Geltung zu bringen (dazu ummantelte gebratene Polenta in bruchstückartiger Konsistenz)

polenta gegriesst
Polenta gegrießt

Es ist kalt und deshalb auch Grünkohlzeit. Allerorten wird sich des delikaten Gewächses entsonnen und zumeist wird es in Unmengen Schmalz geschmacklich kaputtgekocht. Dabei mundet der aus der Mittelmeergegend stammende Grünkohl erst so richtiglockerleckerleicht, wenn er nur kurz zubereitet wird (was nebenbei bemerkt die Vitamine und so Zeugs natürlich jauchzend jubilieren lässt).

Das entzückt auch immer wieder und dank unseres wieder zur Verfügung stehenden tollen Live-Archiv-Plugin durften wir in den Tiefen unserer Kochkünste herumfischen und siehe da, das hatten wir zum Blogevent Grünkohl schon mal präsentiert. Dieses gar einfach, unkompliziert zuzubereitende und auch argwöhnische ZeitgenossInnen zufriedenstellende köstliche Rezept wird dann HIER auch ausführlich beschrieben.

Zwar hatten wir keinen Dill, der sich wirklich überaus passend einfügt und aufgrund der späten Koch- und Einkaufsmöglichkeitszeit haben wir deshalb Wilden Fenchel, von welchem noch was eingefroren war, verwendet. Zum Grünkohl schmeckte der Fenchel ganz gut, aber Dill ist hier die bessere Wahl, weil die Aromen besser ergänzt werden.
Übrigens – baut diesen Wilden Fenchel im Garten wie Dill an — ungeahnte Geschmackserfahrungen werden der Dank sein. Eigentlich die Marktlücke für aufstrebende Biomarktstände.

Aus puren Faulheitsgründen hatten wir die harten Stängel nicht herausgeschnitten, was aber auch nicht weiter schlimm war; die etwas härtere Konsistenz im Vergleich zu den zwar nicht zartschmelzend auf der Zunge zergehenden Blättern, sondern weich-aromatisch noch kaufähigen die Form überaus entzückend noch wahrnehmbaren, war auch so schmackhaft und passte auch zum eher weich auftretenden Polentabruchstück, welches in zahlreicher Formgebung das leichte Essen perfekt ergänzte.

gruenkohl mit zwiebeln und wildem fenchel und lecker polenta

Eine wunderbare Erfindung dieser Mais-Grieß. Sammelhamster bracht uns drauf, mal wieder Polenta zuzubereiten. Zubereitung ganz einfach, weil auf Schnellkochvariante zurückgreifend ;-) Schön fleissig köcheln, salzen, pfeffern und mit geriebenen Pecorino versehen, dann auf ein Blech streichen (so fingerdick) und abkühlen lassen bis sich eine festere Konsistenz zeigt und dann nicht so belassen, sondern in ganz nach Wahl verschieden große Bruchstücke zerreißen oder auch schneiden für die akkurate Präsentierung. Flugs in groben Originallangkochpolentagrieß wälzen und ab in die Pfanne und nur ein paar Minuten in Öl zusammen mit frischem Rosmarin (sehr lecker!) braten. Zusammen mit dem Grünkohl die perfekte Wahl!

Beim Blogevent Bistroküche haben übrigens Bolli mit Terrine de poulet au foie gras und Küchenlatein mit Ratatouille-Gratin die Bestellung des Monats für sich entschieden. Herzlichen Glückwunsch!

gruenkohl und gegriesste polenta

Zum Nachtisch dann wunderbar überreife Mango und viele kleine Kakineuzüchtungssharons, die in Scheiben geschnitten so rasch weg waren, dass keine Fotodoku mehr gemacht werden konnte. Aber noch ist nicht aller Tage Abend, die kommen wieder — keine Frage ;-)

Zurückgekehrt tätig im Bloggeschäft ist übrigens wieder Mademoiselle Différentielle, die von zum Kochen Messer mit- und wieder wegbringenden boyfriends zu berichten weiß.
Es gibt ja auch schon wieder eine Menge neuer Sachen zu beobachten (muss bald mal wieder eine neue Blogbeschau gemacht werden), Kochknecht z. Bsp. macht Wirsing-Morchel-Enten-Teigtaschen ganz akkurat-apart und die anderen Kochen auch bzw. lassen kochen und kochen — ein ganz neuer und überaus praktischer Trend, demnächst dann also mehr…

Dem Spinat durchaus zugetan wurde auf diesen neben Seelachs und Rosmarin-Kartoffelscheibchen und Schafskäse zurückgegriffen (Darstellung mit Kern ist auch dabei)

Es sah doch neulich bei genial lecker so schön lecker aus, dass wir die Anregung aufgegriffen haben und auch auf die zu verwendenden Zutaten zurückzugreifen uns erlaubten, um ebensolche kulinarischen Spezialitäten servieren zu können. Fisch und Kartoffeln und Spinat kommen in unterschiedlichen Variationen ja immer wieder gerne auf den Tisch und warum also nicht auch mal Schafskäse, der gerade mal wieder in gerade noch für unsere Bedürfnisse ausreichendem Maße von 3 Kilo vorrätig zu sein pflegt, hinzufügen.
War dann auch von der geschmacklichen Note superb (auch wenn der Rosmarin nicht in diesem Zusammenhang als das geeignetste Gewürz zu bezeichnen wäre).
Wir haben die Kartoffelscheiben wie gehabt erst mal gewürzt mit reichlich Olivenöl, Salz und Rosmarin, alles für 20 Minuten in den Ofen geschoben und dann Schafskäse und kurz gedünsteten Spinat mit roten Zwiebelchen unter Hinzufügung von Pfeffer draufgeschichtet und dann erst den Fisch (Seelachsfilet wars) draufgelegt, der in etwas Öl, Salz und Pfeffer mariniert war.
Der Seelachs wurde etwas zu trocken, was aber wohl auch an dem kurzzeitigen Abstecher zu anderen nicht minder uninteressanteren Thematiken, lag, die dem Genuss von verschiedenen Getränken gewidmet war. Geschickt aufgetragene Zitrone vermochte dann aber den leicht trocken auftretenden Fisch richtig zu bändigen. Lecker!

fisch spinat schafskaese rosmarin
Seelachs gebettet auf Rosmarin-Kartoffelscheiben, Schafskäse und Spinatblätter mit einem Hauch Zitrone und Peffer (und Salz war auch noch dabei)

Zauberhafter Buntbarsch an Rosmarin-Kartoffel-Traum mit schwarzen Oliven (Rezept)

Schwarze Oliven und Kartoffeln aus dem Backofen?!? „Schmeckt das denn?“ „Es hat!“ Feinschmelzige Aromen haben zudem einen verträumten Effekt auf unsere Gesichter gelegt — darf hinzugefügt werden und war nun schon des Öfteren zu bestaunen gewesen auf dem Tische. Das geht ganz einfach und es bedarf wenig Fingerspitzengefühls, um das Gelingen als erfolgreichen Punkt für die eigene Koch-Skala zu verbuchen. Vom laufaufwändigen Geschehen gestrigen Tages war nämlich ein unbändiger Grummelton zu vernehmen gewesen, der sich nur durch blitzschnelle Besänftigung als bezwingbar erwies, die der Einfachheit halber mit vorhandenen Zutaten und schnell erkauftem Buntbarschfilet vorgenommen wurde.

Rosmarin und Oliven machen dieses Rezept so wunderbar - Fisch und Olivenoel tun ihr Uebriges
Rosmarin und Oliven machen dieses Rezept so wunderbar – Fisch und Olivenöl tun ihr Übriges

So wirds gemacht:

Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden während der Backofen sich munter auf ca. 200 Grad zu erhitzen beliebt. Kartoffelteile mit etlichen Litern ;-) Olivenöl, schwarzem Pfeffer, entkernten schwarze Oliven (ruhig ordentlich rein damit!), Meersalz und frischem + getrocknetem Rosmarin (der muss aber wirklich sehr gut (duftend) sein!) vermengen und dann mit guter Backalufolie bedeckt so an die 20 Minuten backen. Im italienischen Originalrezept „von“ Jamie Oliver wird nur eine Lage Kartoffeln bevorzugt — das reicht natürlich niemals für hungrige Mäuler, derer viele! Also ruhig ganz viel übereinander gestapelte Zutaten begutachten und als würdig betrachten. Durch die Eigenflüssigkeit der Kartoffeln und das gute Bio-Olivenöl sind die dann schon fast durch und es riecht bereits verführerisch. Runter mit der Alufolie, bissl rumrühren und nochmal zum Bräunen für ca. 10 Minuten in den Ofen (hängt auch von der Kartoffelsorte ab).
Dann die Buntbarsch-Filets, die zuvor gesalzen, gepfeffert und geölt worden sind, drauf und wieder ab in den Ofen, um sie noch so 15-20 Minuten zu erhitzen damit sie auch schön munden (der Saft vom Fisch zieht dann sehr schön in die Kartoffeln ein). Verzierungen aller Art, die sich auch geschmacklich gut auswirken können, dürfen beliebig neben die Kartoffeln (einige halbierte Kirschtomaten passen sehr gut) oder auf den Fisch getan werden. Je nach Zutat sollte das zusammen mit dem Fisch (Frühlingszwiebeln, Paprika z. B.) oder nach 8 Minuten (Schinkenwürfel) oder sogar erst zwei Minuten vor dem Ende (Nordseekrabben) bewerkstelligt werden.
Eigentlich kann jeder Fisch (auch ganze Fische wie im Originalrezept die Seezunge) verwendet werden, der nicht allzu trocken ist. Buntbarsch schmeckt warm im Anschluss an die Zubereitung besonders gut, Kabeljau etwa harmoniert mit den Nordseekrabben auch am nächsten Tage noch besonders gut. Probiert es einfach mal aus! Aus allgemeiner feierlicher Essfreude kam dann noch mit Zitrone gesäuerter Rucola dazu, der das gewisse Etwas brachte – ein spritziger kleiner Pluspunkt, der die absolute Vollendung dieses phantastischen Essens herbeizauberte. Sehr, sehr lecker das Alles zusammen!

Der genossene Wein war gut und wird demnächst mal vorgestellt werden, wenn eine zweite Flasche zur Kontrolle geleert worden ist – dies allein auch nur, damit keine Falschinformationen für die verehrte LeserInnenschaft zustandekommen.

Fischfilet an Weinsoße und gedünstetem Gemüse mit Pesto und Ofenkartoffeln

Nach einem aufreibenden Wochenende muss der Mensch sich einfach mal selbst verwöhnen. Hierfür ist ein köstliches Mahl natürlich die beste Grundlage. Probleme kann es nur geben, wenn ein vorhergehender Seebesuch nicht nur die noch übrigen Kraftreserven verzehrt hat, sondern dazu noch der Appetit auf Fisch durch Schwimmen zwischen den Algentod erlittenen Fischen reichlich geschmälert wurde. Doch wird das ganze mit der nötigen Ruhe angegangen, dann kann die Motivation mit dem Kochen zurückkehren und einen zu ungeahnten kulinarischen Höhen treiben. Ein Fischfilet durch vorheriges in Mehl wenden leicht knusprig angebraten, welches nach Belieben mit einer Wein-Sahne-Soße oder auch mit selbst gemachten Pistazien-Pesto ganz ausgezeichnet mundet. Dazu passen hervorragend Kartoffelspalten, denen Olivenöl und Rosmarin einen mediterranen Touch verleihen.

Fisch