Tag-Archiv für 'pute'

Gegondelte pfeffrig umstückte auf Orangen gebettete in Ahornsirup eingelegte Putenstückchen, die allerdings die Problematik aufwiesen, dass normaler getrockneter Grüner Pfeffer nicht das Haftungsvermögen wie gefriergetrockneter aufwies, was jetzt aber auch nicht so schlimm war, und außerdem wurde das kreiert zum Gärtnerblogevent, der nun wieder das Licht der Foodblogwelt erblickte (dabei sind diese kleinen vorgesehenen Dinger noch gar nicht gesichtet worden)

Zur Zeit lässt sich die Nahrungsaufnahme ja nur in den späten leicht schattigen Abendstunden zu sich nehmen, was zwar keinen Unterschied zu unseren sonstigen Essgewohnheiten mit sich bringt, aber endlich mal den geladenen EsserInnen keine unnötigen Fragestellungen abnötigt, die sowohl fehl als auch extrem unangebracht zur Kredenzung bester Kost sind.

Als erfrischende Nahrungsaufnahme erweisen sich mal wieder die wunderbaren Chicorée-Gondeln, die wir einst zum Gartenkochevent im Gärtnerblog kreierten und seitdem immer wieder, ob ihres umwerfenden Geschmackes, zu verkonsumieren pflegen. Dabei festgestellt, dass gefriergetrocknete Grüne Pfefferkörner sich besser eignen und in Anbetracht des dann doch zahlreich zurückgebliebenen Pfeffergutes ist das dann auch die sparsamere Variante. Rezept gibt es hier

chicoreegondeln mal wieder
Schattige Chicoree-Gondeln mal wieder

Das ist zugegebenermaßen für einen Gartenkochevent recht fleischlastig (wir versuchen da ja immer eine vegetarische Variante hinzukriegen), aber perfekt passend mit seinen leicht bitteren Chicorée-Tönen, der erfrischenden Orangennote und dem samtigen Balsamico Riserva an fluffigen Mozarella und das ganze zu pikanten Pfefferkörnern, die sich aber auch sowas von gut machen zu den überraschend saftig gebliebenen in durch den Ahornsirup eine Spur süß zu erschmeckenden Putenstückchen. Einfach nachmachen – es lohnt sich!

Und dann haben wir zu unserer Freude festgestellt, dass der schon im Winterschlaf erstarrte oben erwähnte Blogevent wieder neu gestartet ist. Corumblog und Barbaras Spielwiese betreuen von nun an den monatlichen (?) Gemüsepart.
Thema sind diesmal diese kleinen putzigen roten und schwarzen Dinger, die gleichwohl noch nicht so bewusst ins Auge gesprungen sind in den letzten Tagen, aber höchstwahrscheinlich bald wie die Pilze sprießen werden.

Dringend gewünscht und prompt serviert: Leckerer Salat mit allerlei Bestandteilen und grünpfeffrigen Putenbruststreifen (eigentlich war Sesam als Umrundung vorgesehen, der aber aus unerfindlichen Gründen nicht gefunden werden konnte — dabei wurde neulich erst in den Vorratsregalen aufgeräumt)

allerlei salatsorten mit gruenpfeffrig marinierten Putenstreifen
Lecker weiß sich die salatliche Vielfalt um die Mozzarellastückchen und die Putenbruststreifen zu präsentieren

Salat, Salat her — war der dringende Gedanke nach einem unerquicklichen Imbiss fleischlicher Art (manchen sollte wirklich der Betrieb untersagt werden…). Also rasch eingekauft und sich vorgestellt, wie sich Putenbruststreifen in Honig-Chili-Sauce mariniert mit Sesamkörnen machen würde. Sicherlich wunderbar gut.
Zuhause angekommen dann die sich etwas hinziehende Suche im doch neulich erst so umfassend von fiesen Motten gereinigten Küchenregalen. Irgendwo musste das Zeug doch sein. Statt sich Fluchvorgängen, allerliebsten, hinzugeben wurde schnell umdisponiert und sich für die leckeren in Ahornsirup marinierten Putenbruststreifen in zerstampften Grünen Pfefferkörnern entschieden, die flugs zubereitet dann auch hervorragend zu passen beliebten. Da für die Sesampanade schon die Streifen etwas dünn geschnitten waren, wurden die Streifen schnell trocken — die zweite Fuhre war dann auch diesem Umstand angepasst. Lecker salatig frisch!

Und es gibt einen Hauptgewinn wie gerade bei Sammelhamster gesehen — für uns. Hurra!
Gewonnen haben im Kochtoppblog beim Blogevent Suppen übrigens Zorra mit mandeligen Ajo Blanco und Brot und Rosen mit witzig anzuschauender Apfelsuppe mit Sauerrahmeis. Herzlichen Glückwunsch!

Als nächstes stehen dann Walnüsse auf dem Programm, so jahreszeitlich bedingt. Allerdings schmecken Walnüsse eigentlich viel früher wesentlich besser — nämlich als grüne Früchte, die gekocht und mit Gewürzen wie Nelken in viel Honig eingelegt werden. Die werden dann mit der jungen schale verkonsumiert. Seeeehr süüüß, seeeehr gut….. :D

Verdächtige Pfifferlinge leicht knirschiger Natur mit Zucchinistückerl und zwiebeliger Verstückung anbei verräterische Verwendung von Wörtern

Kaum zurückgekommen wurde eifrig eingekauft und so kamen Pfifferlinge in die Pfanne, die genau genommen noch mit etwas knirschiger Substanz angereichert waren, was im Eifer des Gefechtes uns zu übersehen gelang; dazu dann kleingeschnibbelte Zucchini und rote Zwiebel und kleine Putenstücke und was da so glänzt ist Olivenöl.

Als gewürzliche Beigaben eigneten sich Minze, Salz, schwarzer Pfeffer und ein wenig Thymian und dazu gab es dann noch Salzkartoffeln und ein fix zubereiteter kleiner Salat, der mit milden Zwiebeln hier unscharf im Kleinformat zur Abbildung zu gelangen weiß. Das muss zum allgemeinen Eingewöhnungsprozess in kulinarische Tätigkeitsverabsolvierungen dann auch erst mal reichen. Die WG-Belegschaft ist sowieso schon wieder reduziert, um Sonne zu tanken, was dazu geeignet ist endlich all die aufgesparten Köstlichkeiten der Zubereitung angedeihen zu lassen ;-) Schönschön!

pfifferlingemitzucchiniundputeundnatuerlichzwiebeln
Schwuppdiwupp

Unschön war hingegen der neuste Angriff auf die Pressefreiheit. Die Vertreter der Regierungsparteien haben zu einem neuen Schlag gegen die Zeitungen ausgeholt, die einige Skandale aufgedeckt haben. Nun soll gegen 17 JournalistInnen wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat ermittelt werden, weil sie u.a. für die Öffentlichkeit publik machten, wie unter Mitwissen der Regierung Menschen verschleppt, gefangengehalten und gefoltert worden sind. Während entscheidende Akten auf wundersame Art und Weise den Gang des Vergessens angetreten sind, konnte so immerhin noch ein kleines Stück Aufklärungsarbeit geleistet werden.
Die Protesterklärung der betroffenen Medien wie Spiegel, FR, Welt, findet sich hier.

Gar nicht mehr so lange hin ist es, bis die Überwachung der Telekommunikation ein neues Ausmaß gefunden hat: Alle Daten, sei es über Telefon, Internet oder Handy werden dann sechs Monate gespeichert damit der Staat auch (gesetzlich abgesichert) weiß welche Person mit wem telefoniert und geredet hat; im Internet nach subversiven Wörtern gesucht? – gefährlich!

salat kleinformat
mild und unscharf: Salat

Wie schnell normaler Protest gegen den G8-Gipfel als terroristisch verunglimpft wird, konnte letztens ja schon bei den Durchsuchungen und Bespitzelungen durch die Polizei gesehen werden. Nun wissen wir Dank der Bundesanwaltschaft, dass wir zukünftig beim Betreten wissenschaftlicher Bibliotheken vorsichtig zu sein haben — da stehen viele gefährliche Werke drin und noch viel gefährlichere vielleicht selten gebrauchte Wörter. Wenn wir die nun verwenden würden (was wir ja so gut wie nie zu tun beabsichtigen würden), tja….

… dann stehen wir schon auf der Abschussliste: So geschehen diese Woche mit einem Dozenten der Humboldt-Universität. Der Stadtplaner, der seine diese Woche geplanten Vorträge nun nicht mehr halten kann, hatte es nämlich gewagt seine Erkenntnisse zu publizieren und tatsächlich wissenschaftliche Wörter benutzt. Und dann soll er ein oder zweimal mit einem der Anschlagsbegehung Verdächtigen zusammengetroffen sein (Gesprächsinhalt unbekannt). Und genau ein paar dieser vom kritischen Wissenschaftler gebrauchten Wörter befinden sich nun auch in einem Schreiben einer Gruppe, die Fahrzeuge angezündet hat. Und da das so komische wissenschaftliche Wörter sind braucht man bloß eins und eins zusammenzuzählen und schon haben wir einen „Terroristen“ gegen den nach § 129a StGB ermittelt wird und gegen den tatsächlich ein Haftbefehl erlassen worden ist. Da keine Beweise für die Beschuldigungen existieren, ist man formulierungstechnisch auf der Höhe der Zeit wie die taz berichtet:

Als promovierter Politologe“, heißt es über einen weiteren Beschuldigten, sei dieser „intellektuell in der Lage, die anspruchsvollen Texte der ‚militanten gruppe mg‘ zu verfassen“. Zudem stünden „ihm als Mitarbeiter eines Forschungszentrums Bibliotheken zur Verfügung, die er unauffällig nutzen kann, um die zur Erstellung der militanten gruppe erforderlichen Recherchen durchzuführen

Wir bekennen uns auf jeden Fall schon jetzt schuldig Bibliotheken aufgesucht und seltene Wörter entdeckt und noch viel schlimmer sie auch verwendet zu haben!