Tag-Archiv für 'polenta'

Versehen mit rot-feinem Schaum war der genüssliche Part der von einem grob gekörnten Maismantel umgebenen in Olivenöl gebratenen Pecorino-Polenta unverkennbar und so konnte ein Hauch von Knoblauch spürbar wahrgenommen und delikateste Rote-Bete-Blatt-Füllung erschmeckt werden (griechisch-italienisches Zusammenspiel)

rote bete polenta mit zitronen-bete-schaum
Rote Bete und Polenta ergänzen sich sich überaus fusionsträchtig

Es war durchaus etwas lustig die versammelten Foodblogs dabei zu beobachten wie sie mit dem Thema Fusionsküche umgehen würden. Von Ablehnung bis Eitel Sonnenschein war so fast alles vertreten ;-) Dass das Event-Thema im Kochtopfblog, welches auf den ersten Blick scheinbar so einfach war, sich letztlich aber als Herausforderung entpuppte, war nicht sofort ersichtlich und auch bei uns erstmal nach ziemlich guten allerdings kaum verkonsumierbaren Ideen erst mal auf die lange Bank geschoben worden. Da fällt uns noch was Tolles ein und tatsächlich gab es sogar eine tolle Idee, der sich aber so manche Einkaufsmöglichkeit tapfer entgegenstellte.

Also wie üblich was aus den vorhandenen Zutaten kreieren (das sind sowieso immer die besten Gerichte) und siehe da, der Vorrat an Rote-Bete-Blättern müsste da doch perfekt unterzubringen sein, in unserem kulinaria katastrophalia-Beitrag zum Blogevent. Jetzt nur noch die fusionsträchtigen anderen Zutaten auswählen und so langsam waren in den reichlich vorhandenen Beständen die Maisgrießvorräte entdeckt, die — Juchu — perfekt passen könnten; Kochsinn hatt die ja auch schon erfolgversprechend erprobt. Kurz überlegt und dann losgelegt.

pecorino geraspelt
Pecorino, geraspelt

Die Rote Bete Blätter ganz klassisch griechisch kurz gekocht und dann mit rotem Weinessig, Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und bestem Bio-Olivenöl und einer ausgepressten Zehe Knoblauch angemacht. Sehr delikat schon alleine. Gab es in letzter Zeit des Öfteren ;-)

Währenddessen Polenta gekocht. Maisgrieß ins warme Wasser vorsichtig reingestreut (soll nicht klumpen) und mit Salz und Pfeffer gewürzt, geht mit der Schnellkochvariante auch ganz fix; war so circa ein 1,3 Liter Wasser auf 500 Gramm Grieß. Dazu dann nach einiger Zeit des Rührens noch geriebener Pecorino und noch eifrig weitergemacht.

angemachte rote bete blaetter auf polenta zur fuellung
Zur Füllung die perfekte Wahl — Rote Bete-Blätter (angemacht)

Dann rasch handeln und einen Teil der Polenta auf ein Blech streichen; hübsch verteilt die inzwischen gut abgetropften Bete-Blätter und darauf dann die Restpolenta. Dann heißt es etwas warten und dann darf nach dem Erkaltungsvorgang schon mal ein Stückchen probiert werden, gutgut, und dann in mehr oder minder akurate Quadrate schneiden und für den besseren Geschmack noch mal in gröberen Polentagrieß wenden und dann werden die Stücke vorsichtig in Olivenöl angebraten.

rote bete polenta frittiert
Polenta grob umkörnt und in Olivenöl gebraten

Derweil (eigentlich als allererstes) wird die Sauce fabriziert, entlehnt aus dem Jouvarlakia-Rezept. Dazu wurden die roten Bete-Stiele zusammen mit roten Zwiebeln in Olivenöl angedünstet und dann mit Wasser aufgegossen und mit Liebstöckel und Salz und Pfeffer gewürzt. Eiweiß schlagen und das Eigelb, welches mit etwas von der nicht mehr kochenden Flüssigkeit gestreckt wurde zur Ersterwärmung, kommt dann hinzu zu der schon cremigen Grundlage.

Dann ganzganz vorsichtig den Saft von einer Zitrone reintröpfeln. und dann ebenso vorsichtig alles zu der schon abgekühlten aber noch warmen Topfsauce hinzugeben. Wird auch gleich ganz toll rotcremig.rote bete stiele
Die Roten-Bete-Stiele sehen ganz putzig aus (beim nächsten Mal kommen da aber weniger rein). Mit ein bißchen Geschick werden die Polenta und die Sauce gleichzeitig fertig ;-) und die letzten Strahlen der Sonne verwöhnten den italienisch-griechischen Fusionsgenuss auch noch :-)

Die delikate zart nach Knoblauch und Beteblatt schmeckende Füllung fügt sich hervorragend in die eher leicht schmeckende Polenta ein und der knusprige Mantel aus Grieß vervollkommnet die Angelegenheit auch noch. Eine gute Idee, die wunderbaren Blätter zu nehmen. Die Sauce war schön cremig — wenngleich durch zuviel von den Stielen und Zitrone einen Tick zu sauer. Mit den Hackbällchen kommt das besser (vielleicht noch ein kleiner Schwubs Agavendicksaft hinzu). Im Zusammenspiel mit der Polenta aber eine leckere Fusionskost!

Zutaten:Blogevent Fusionskueche
Füllung:
Rote Bete-Blätter (ohne Stiele)
Knoblauch, Essig, Salz und Pfeffer

Polenta:
Polenta, fein (500 Gr.) und grob (so 100 Gramm)
Salz, Pfeffer, Pecorino (ein geraspelter Haufen) und ca. 1,3 Liter Wasser

Sauce:
2-3 Eier, 1-2 Zitronen, Rote Bete-Stiele, kleingeschnippelt, rote Zwiebel, Liebstöckl, Salz und Pfeffer und ein ordentlicher Schuss Wasser

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Die Grünkohlzeit ist mal wieder angebrochen und da wäre es doch angebracht, ausgiebig die Fertigung des Federkohls zu zelebrieren und so wurden leichte Zubereitungsrezepte aus den Tiefen unseres Archives hervorgekramt und siehe da es war mittels nur kurzer Garzeit die perfekte Methode, um Vitamine und so mal wieder richtig zur Geltung zu bringen (dazu ummantelte gebratene Polenta in bruchstückartiger Konsistenz)

polenta gegriesst
Polenta gegrießt

Es ist kalt und deshalb auch Grünkohlzeit. Allerorten wird sich des delikaten Gewächses entsonnen und zumeist wird es in Unmengen Schmalz geschmacklich kaputtgekocht. Dabei mundet der aus der Mittelmeergegend stammende Grünkohl erst so richtiglockerleckerleicht, wenn er nur kurz zubereitet wird (was nebenbei bemerkt die Vitamine und so Zeugs natürlich jauchzend jubilieren lässt).

Das entzückt auch immer wieder und dank unseres wieder zur Verfügung stehenden tollen Live-Archiv-Plugin durften wir in den Tiefen unserer Kochkünste herumfischen und siehe da, das hatten wir zum Blogevent Grünkohl schon mal präsentiert. Dieses gar einfach, unkompliziert zuzubereitende und auch argwöhnische ZeitgenossInnen zufriedenstellende köstliche Rezept wird dann HIER auch ausführlich beschrieben.

Zwar hatten wir keinen Dill, der sich wirklich überaus passend einfügt und aufgrund der späten Koch- und Einkaufsmöglichkeitszeit haben wir deshalb Wilden Fenchel, von welchem noch was eingefroren war, verwendet. Zum Grünkohl schmeckte der Fenchel ganz gut, aber Dill ist hier die bessere Wahl, weil die Aromen besser ergänzt werden.
Übrigens – baut diesen Wilden Fenchel im Garten wie Dill an — ungeahnte Geschmackserfahrungen werden der Dank sein. Eigentlich die Marktlücke für aufstrebende Biomarktstände.

Aus puren Faulheitsgründen hatten wir die harten Stängel nicht herausgeschnitten, was aber auch nicht weiter schlimm war; die etwas härtere Konsistenz im Vergleich zu den zwar nicht zartschmelzend auf der Zunge zergehenden Blättern, sondern weich-aromatisch noch kaufähigen die Form überaus entzückend noch wahrnehmbaren, war auch so schmackhaft und passte auch zum eher weich auftretenden Polentabruchstück, welches in zahlreicher Formgebung das leichte Essen perfekt ergänzte.

gruenkohl mit zwiebeln und wildem fenchel und lecker polenta

Eine wunderbare Erfindung dieser Mais-Grieß. Sammelhamster bracht uns drauf, mal wieder Polenta zuzubereiten. Zubereitung ganz einfach, weil auf Schnellkochvariante zurückgreifend ;-) Schön fleissig köcheln, salzen, pfeffern und mit geriebenen Pecorino versehen, dann auf ein Blech streichen (so fingerdick) und abkühlen lassen bis sich eine festere Konsistenz zeigt und dann nicht so belassen, sondern in ganz nach Wahl verschieden große Bruchstücke zerreißen oder auch schneiden für die akkurate Präsentierung. Flugs in groben Originallangkochpolentagrieß wälzen und ab in die Pfanne und nur ein paar Minuten in Öl zusammen mit frischem Rosmarin (sehr lecker!) braten. Zusammen mit dem Grünkohl die perfekte Wahl!

Beim Blogevent Bistroküche haben übrigens Bolli mit Terrine de poulet au foie gras und Küchenlatein mit Ratatouille-Gratin die Bestellung des Monats für sich entschieden. Herzlichen Glückwunsch!

gruenkohl und gegriesste polenta

Zum Nachtisch dann wunderbar überreife Mango und viele kleine Kakineuzüchtungssharons, die in Scheiben geschnitten so rasch weg waren, dass keine Fotodoku mehr gemacht werden konnte. Aber noch ist nicht aller Tage Abend, die kommen wieder — keine Frage ;-)

Zurückgekehrt tätig im Bloggeschäft ist übrigens wieder Mademoiselle Différentielle, die von zum Kochen Messer mit- und wieder wegbringenden boyfriends zu berichten weiß.
Es gibt ja auch schon wieder eine Menge neuer Sachen zu beobachten (muss bald mal wieder eine neue Blogbeschau gemacht werden), Kochknecht z. Bsp. macht Wirsing-Morchel-Enten-Teigtaschen ganz akkurat-apart und die anderen Kochen auch bzw. lassen kochen und kochen — ein ganz neuer und überaus praktischer Trend, demnächst dann also mehr…