Tag-Archiv für 'pfannkuchen'

Dem Abendleben entronnene Aufmerksamkeit ließ den Blick gen Himmel wandern und so noch einige fläderblomster entdecken, die durch Übersteigen von allerlei Hecken und so Krams tapfer geerntet werden konnten und so gab es des Nächtens doch tatsächlich noch Pfannkuchenteigleinanrührungsszenarien, die sich aber überaus schmackhaft ausgestalteten und so perfekt die vielen kleinen Resultate munden ließen wie der Tag schön war :D

hollunder-blueten-pfannkuechlein-in-der-nacht
Fläderblomster in Miniteilchen im Nachtambiente

Nachdem der gestrige Tag überaus erfolgreich verlief, keine Deppen mit Deutschlandfahnen und debilem Gesichtsausdruck samt Alkoholfahne das Straßenbild beeinträchtigten, konnte sich sogar auf die Straße gewagt werden. Grund genug den Abend im Freien zu verbringen und als die Dämmerung schon ihr Stelldichein gab wurde beim schwelgenden Blick in die Höh doch tatsächlich die Gewissheit gewahr, dass das doch ein Holunderbaum war, der da rumstand und Hurra! er trug noch ein paar ganz kleine frische Blüten, die dann unter waghalsigen Kletteraktionen vor dem Verblühen gerettet werden konnten.

Das letzte Mal gab es fläderblomster in nördlichen Gefilden und diesjährig machten nicht nur diverse Kochblogs uns ordentlich den Mund auf die blühende Köstlichkeit wässrig (selbst in diesen ominösen Strickblogs ist das ein Thema).

Angesichts der dann doch eher kleinen Ausbeute die Blüten abgeschnippelt, einen Teil schon mal in den Pfannkuchenteig gerührt und nach dem Drapieren der kleinen Pfanne mit noch kleineren Teigklecksen diese obendrauf mit dem Rest versehen. Wunderbar lecker. Der perfekte Tag also :-)

Hurra — Pfannkuchen-Shiitake-Shaohsing-Frühlingszwiebeln zur schnellabendlichen Verköstigung (erste Bio-Tomaten mit sanft aus der Flasche purzelnden Tropfen gaben auch ihr Stelldichein)

Die Shiitake-Pilze sahen so wahnsinnig gut aus, dass die gleich im Dutzend geordert wurden und dann stand nur noch die Frage an, was jetzt damit anzustellen sei. Reis, Nudeln und so waren rein geschmacklich jetzt nicht so wahnsinnig verlockend und da Zucker und Salz die Verköstigung der leckeren festen Pilze mit Pfannkuchen und Zuckerschoten präsentiert hatten, stand eigentlich fast nichts mehr im Wege — außer der Pfannkuchenbeauftragten (und den Schoten), die mal wieder nicht im Hause weilte, weil sie in der Weltgeschichte rumgurkt. Also erstmal rumsuchen und sich unauffällig bei anderen nach dem perfekten Pfannkuchenrezept erkundigen und dabei feststellen, dass Eier nicht da waren, aber da doch reinkommen sollten. Also rasch Besuch geordert, der doch mal praktischern Weise mal eben…

Und dann war es ganz einfach: Das kurzerhand genommene Olivenöl war eigentlich für die Pilze etwas erdrückend, aber da wurde leider zu spät dran gedacht. Dann kleingeschnippelt Frühlingszwiebeln dazu und die ebenso bedachten Pilze und ein winziger Schwubbs Shaohsing.
Währenddessen rasch Mehl mit etwas Milch und einer Prise Salz angerührt, verzweifelt auch währenddessen den Rührbesen gesucht und mit arger einhergehnder Zeitnot in letzter Minute gefunden, ein paar Eier rein und schwubs ab in die eingeölte Pfanne und Hurra! einen viel zu dicken Pfannkuchen herausbefördert. Pilze drauf und erste Biotomaten, die letzten Reste eines leckeren Balsamico drauf getröpfelt und dann rasch genossen. Gut und schnell. Gibts bald wieder, dann aber mit Zuckerschoten.

pfannkuchenpilze
Pfannkuchenpilze und schon etwas nach Tomate schmeckendes Beiwerk

Deftigpfannkuchliche Entspannungsübungen zur uneingeschränkten Verköstigungsresteverspeisung und wettbewerblich veranschaulichte Versteigerung aufgefundener delikater Dinge (nur heute!)

deftige pfannkuchen mit schinken tomaten und fruehlingszwiebeln

Immer wenn es Reste unterschiedlichster Art in den Tiefen unserer Kühlgelegenheit, die nebenbei bemerkt übrigens schon wieder dem Überquellen zugeneigt ist, gibt, müssen die natürlich noch zu delikat schmeckenden Resultaten verköchelt werden.
Und voilá — es gab Pfannkuchen mit gut abgelagerten Seranoschinkenscheiben, frisch geernteten Frühlingszwiebeln, aufgefundenen in Öl eingelegten spanischen Rosmarinkäse und sowas, was wie Tomaten aussah.
Und was wurde sonst noch so gefunden? Das da — und deshalb wird das heute versteigert :D Zuvor muss sich aber sowas wie einem Wettbewerb hingegeben werden, nun ja…

Und weil da noch Berge von zart sich im Winde wiegenden Wilden-Fenchel-Spitzen samt Stiel vorrätig waren, war es doch schwer angesagt, diese einer exquisiten Zubereitungsspezialität zukommen zu lassen und diesen noch nie zu kosten wagenden Besuch in vortrefflich ausgestalteter Weise zu kredenzen, um sich mal wieder mit höchstem Lob umschmeicheln zu lassen (dazu dann merkwürdigen Gewürzmischungen übereignetes Bratgut) und weil Abstimmungsbemühungen nicht getroffen waren, gabs auch noch umgewandelte kulinarische Abendgestaltung von deftig zu süß und deshalb auch noch ungarischen Aprikosenschnaps.

Die Ernte letztens war doch von größerem Ausmaße und so konnte geschickterweise auf eine schon vielfach erprobte Zubereitungsmethode zurückgegriffen werden, die ohne Backofen sich anschickt auch was leckeres zu werden. Es gab köstliche Kartoffeln mit Wilden Fenchel (Stiele zuvor kleingehackt mit roten Zwiebeln angedünstet) und Tomaten und Frühlingszwiebeln, von welchen zuvor noch die Erde in reichhaltiger Form abzuklopfen war, und natürlich einem ordentlichen Schuss exquisites Bio-Olivenöl, welches die geschmackliche Note doch immer wieder zu verfeinern weiß, wie es auch noch den hinzugefügten Gewürzen gelang, diesmal nur schwarzer Pfeffer und Meersalz .

wilder fenchel im zusammenspeil mit kartoffel und zucchini und lamm war auch noch dabei

Dazu stand dann noch die Fertigung, allerliebste, von einer weiteren Gemüsebeilage an, die sich zwar ebenfalls des Wildfenchel bediente aber doch geschmacklich mit Zucchini zu einer anderen Komposition führte. Natürlich hier auch gutes Bioolivenöl rein und rote Zwiebeln und grüne Zwiebeln und Löwenzahnwegerich und zusammen mit Zucchinischnippel und Fenchelspitzen gut vermischt und geschwenkt und gerührt und dann noch mit einem ordentlichen Schuss Erbsen versehen. Salz und Pfeffer auch noch rein. Nach 5 Minuten ist alles schwupps schon fertig. Sehr lecker!

wilder fenchel im zusammenspeil mit kartoffel und zucchini und lamm war auch noch dabei und weil es so schoen ist alles im detail
wilder fenchel im zusammenspeil mit Kartoffel und Zucchini und Lamm war auch noch dabei und weil es so schön ist rechts oben die leckeren gedünsteten Kräuter zur näheren Inaugenscheinnahme

Nicht ganz passend erwiesen sich Lammfleischprodukte, die mangels zeitsparender Alternative in schon vorgefertigter Marinade zum Kauf bereitgelegt befanden und zähneknirschend geordert zu werden wussten. Zu retten versucht, was zu retten war und mit Oregano und Wein nachgeholfen. Nun ja, zum Verspeisen war die Form zart aufgelaufen und dank der kräuterigen Spezialitäten war das Essen gerettet.

pfannkuchen mit schokoladeneis und obstbaellchen.jpg

Und weil der genossene Wein auch formidabel passend die Essensbemühungen zu unterstützen durchaus sich als geeignet in der Lage erwies — war flugs die von nichtwissenden WG-Inhalt erkorene kulinarische Abendgestaltung von deftig in süß umgewandelt worden, so dass es noch Pfannkuchen gab, auf die sich Schokoladeneis und kleine Obstkügelchen verirrten. Da half dann auch nur noch ein ungarischer Aprikosenschnaps.