Tag-Archiv für 'paprika'

Getragen von eifrig erkundbar sich darstellender Einkaufsunlust erwies sich das Ratatouille ohne die anvisierte Kartoffelsorte dann doch in Etappen als etwas sich dem nicht ganz so geeignet erweisenden Umstand, dem aber gekonnt durch Zerschnippelung größerer Ware gekontert werden konnte, was aber leider nicht die angewiesenen GemüsezerschnipplerInnen, die angehalten waren doch etwas größere Stücke, was wiederum leider nicht durchgehend — da bratend derweil — kontrolliert werden konnte, zu fertigen und dann doch eher schmalere Versionen herstellten, abhielt , sich zu beteiligen und so wurd es etwas unfester, aber da der Thymian nicht mehr die versproche Wirkkraft besaß und die wilden Fenchelkörner ohnehin vergessen waren, war das dann mittels des stärker zutage tretenden Agavendicksaftes doch formidabel — zumal gerade das beste aller Olivenöle ausgegangen war und nun auf Ersatz zurückgegriffen ward

Ok, es geht auch ohne Bamberger Hörnchen, aber mit ist schon besser, ansonsten war die Fertigung des leckeren Ratatouille dann doch ganz passabel, wenngleich eine etwas festere Struktur schon angenehmere Nuancen hätte aufweisen können.
Da die Ahnung, dass die Einkaufsperson nicht die richtigen Zwiebeln ordern würde, sich schon bei Bestellung zu einer wahrnehmbare Größe entwickelte, war dem Rechnung getragen worden mit der Orderung mehrerer Packungen kleiner weißer Exemplare am selbigen Tage. Die übergereichten Gemüsezwiebeln werden dann anderweitig zu höheren Ehren gereichen :p

ratatouille ohne fenchel
Ratatouille — ohne wilde Fenchelkörner und … siehe Titel

Beim nächsten Mal wird dann genau nach dieser hervorragenden Ratatouille-Variante vorgegangen, die dereinst so hervorragend zu munden wusste ;-)

Nach Austausch diverser dabei allerdings statthafter Ingredienzien war ein sich kuschlig machendes Fischpfannenresteessen als ziemlich gelungener Verwertunghinweis gegeben — inclusive cremiger Untertöne

Nach dem plötzlichen Kälteinbruch mit fiesen kalten Regenwindschauerböen (Pfingsten regnet es immer! — jedenfalls immer da wo früher immer das Zelt aufgeschlagen wurde) war es dringendst angesagt, sich eifrig umzustellen und so konnte in die frische Sommer-Fischpfanne, die aus diversen Resten bestand, noch ein erquicklicher halber Becher Ziegenfrischkäse hinzu. Rezept eigentlich wie hier, statt Sommer-Nordseekrabben gab es Winter-Rotbarsch, statt roten Frühjahrs-Zwiebeln mehr weiße Lagerkost, statt Chardonnay…

restefischpfanne
Frivole Winter-Fischrestepfanne

Das neue Kochevent im Kochtopfblog ist übrigens den Terrinen, Pasteten und Sülzen gewidmet — also für jedes Wetter was dabei ;-)

Wochenendliches Potpourri mit deutlicher Farbtendenz und noch deutlicherer Zugabe von Olivenöl und ein klein wenig Agavendicksaft, der aber nur rankam, weil eine Zutat etwas schwächelte (verwaschene Aussicht) und mittägliche Rassistenkost (kein Scherz)

Leckere Häppchenkost erschien als die für viele Personen geeignete Wahl, die sich zwar in der Zubereitung ob der jeweils eigenständigen Anbraterei etwas hinzog, und so wurde mal geschaut, ob andere da noch ein raffiniertes Zubereitungsschmankerl wissen könnten. Schließlich standen zahlreiche Gemüsesorten zur Auswahl für ein köstliches Ratatouille (etwas unklassischer Art).

lamiacucina wirbt ja bereits im Header des Blogs damit und hat so seine eigene Puderzuckerversion; Sammelhamster hat eine aufgestockte Version davon nachgemacht, es muss also gut sein.
Bolli zumindest weiß von Puristen zu berichten, die alles extra zubereiten und dann erst mischen. Entegutallesgut verfeinert mit Fisch und Foodletter stapelt erstaunliche Türmchen. Barbaras Spielwiese hingegen richtet zum Lavendel nach jahrzentelang erprobten Rezepte an

Aus allem also etwas zusammengeschustert (Fisch war aus) und aus folgenden Zutaten das wunderbar lecker schmeckende Gemüsegericht gezaubert, das zugegebenermaßen etwas dauerte in der Zubereitung. Das Gemüse sollte noch etwas Knackigkeit aufweisen.

wochenendliche farbkleckse
Wochenendliche Farbkleckse

weiße Zwiebeln, in Olivenöl angebraten, auf Grund von Geschmacklosigkeit mit Agavendicksaft ankaramellisiert
Rote und gelbe Paprika, in Streifen ebenfalls im Rest-Olivenöl-Agavendicksaft angebraten und noch mit getrockneten Thymianblättchen ergänzt
Auberginen, grob geschnippelt und zuvor gesalzen (15 Minuten Ruhezeit) durften ebenfalls mit ein wenig des Dicksaftes beträufelt werden während des sachten Bratvorganges
Die Zucchini durften mit Oregano und Thymian, Salz und Pfeffer für sich alleine anbraten
Kleine leicht süßlich schmeckende Kartoffeln (Bamberger Hörnchen) mit Pfeffer und Salz angebraten; die Sorte bleibt schön fest und eignet sich vorzüglich.

Dann alles zusammen in eine Backofenform und mit vorzüglichstem Olivenöl vermischt und noch mal kurz abgeschmeckt mit wilden Fenchelsamen, Salz und Pfeffer und ab in den Ofen und die anerkennenden Rufe bei der Genussprobe gleich mit in die Getränkekredenzung integrieren.

Geschmacklos präsentiert sich hingegen Rettet das Mitagessen, der sonst eilfertig auf Werbung für ein kommerzielles Kochportal bedachte Bloginhaber scheint es witzig zu finden von „Negerpech“ zu faseln. Diskriminierende Wortwahl bietet sich ersichtlich auch nicht an, um Hinweise auf lustige Filmchen zu geben. Einfach nur peinlich.

Der Dunkelheit enttriebene rundlich vervollständigend zu geniessende in dreierlei Hinsicht perfekte zur Partykredenzung gefertigte und deshalb auch spät kommende Bällchen (inclusive grünem Wildwuchs)

ingwerschafskaesebaellchen und ganz hinten mit knoblauchsprossen
Ingwer-Schafskäsebällchen bei Nacht (Parika und Fenchelsprossen wissen sich auch da gut zu machen)

Immer wenn Partys anstehen wird auch die Fragestellung akut, ob denn auch gewünscht wird genüssliche Freuden zu servieren. Dabei ist diese Frage durchaus heikler Natur — schließt sie doch ein, dass der Fertigungsprozess zumindest so zeitlich vonstatten gehen sollte, dass die lieben Partygäste auch noch in den Genuss der eigens mit Inbrunst gefertigten Köstlichkeiten kommen.

Dabei sind erst in letzter Minute gefertigte Spezialitäten überaus lecker und obendrein heiß begehrt, weil zu diesem Zeitpunkt das Hungergefühl die Klippen der Vorspeise längst hinter sich lassend zu neuen Höhen emporklimmend sich zu äußern wagt und auf diesem schmalen Grade zwischen Zuneigung und urwüchsigem Hungerattacken nur beste Resultate zu erzielen sind.

Deshalb gewagt, getan und ingwer schon etwas groesserkalte Bällchen in das zusehendst von zeitlichen Mängeln geplagte Auge gefasst, die auch schon mal im Sonnenlicht zu bewundern waren. Und da die so lecker mundeten waren die wieder gewünscht und so langsam ward sich der Umstand, dass die auch noch zur Party hintransportiert zu werden wünschten in die Erinnerung gerufen, was nur dazu führte, dass in Unachtsamkeit sich hingebend der Ingwer erst mal anbrannte und erneut in die Niederungen der Schnippelarbeit abgestiegen werden musste.
Zwischendurch dann noch WG-Personal abgewehrt, welches selbstredend nur probierungshalber die Bestände verringern wollte, und es noch geschafft schnell ein paar neue Ideen einzuschmuggeln in das Rezept.

knoblauchsprossen
Zartsprießiges Knoblauchvergnügen

Ursprünglich waren nämlich die tollen Knoblauchsprossen gar nicht vorgesehen, konnte aber auf Grund eingetretenen Ingwermangels (der Nachwuchs ist noch nicht so weit) ganz triumphal ihren Auftritt hinlegen und gekonnt äußerst feine und frische Aromen zur Geltung bringen mit einem Hauch dessen, was die volle Knolle für sich in Anspruch nimmt. Sieht außerdem auch noch ganz nett aus das Gewusel.

schafskasebaellchen mit knoblauchsprossen
Der Dunkelheit entronnene Zielstrebigkeit (grün-wuselige Version)

Also ein Blickpunkt allemal und deshalb eine Version nur mit grünen Sprossen und eine mit Fenchelsprossen und Knoblauchsprossen mit den aparten schwarzen Punkten gefertigt und da auch noch eine Minute vor Zwölf die Auftragung vonstatten gehen konnte nach diversen Überwindungskünsten im öffentlichen Nahverkehrsgewusel war zumindest die übliche Essenszeit eingehalten (nur einige Partygäste hatten da schon schlappgemacht) und eine erlesene Schar durfte sich die cremig-pikante Genüsslichkeit einverleiben. Sehr lecker mal wieder!

Des Backofens hohe Kunst der Präsentierung nicht unansehnlich zu betrachtender verschiedenfarbiger Gemüseanreicherungskost (daneben Blogkino)

gemuesige aussichten
Im Vordergrund hinsichtlich mittiger Erscheinung leicht eingetrocknetes Zucchinerl (hinten saftig)

Gemüsige Backofenkunst — selbstredend immer eine gute Sache. Bei Barbaras Spielwiese gekonnt in Szene gesetzt (mit Beilage). Auch wenn jetzt nicht unbedingt die saure Bohnenzeit ansteht, so war es doch angesagt und nach eifrigen Vorbereitungen war die langsame Köchelei von guten Resultaten begleitet, die mit zart wildfenchligen Geschmack durchzogene Zucchini, breite Bohnen, Tomaten, rote Paprika und Kartoffeln in einem Haufen Olivenöl aufzutrumpfen wusste. Sogar die Tomaten mundeten zu dieser Jahreszeit. Weiter südlich im Mittelmeerraum schmecken die bekanntlich aromatischer, hier wird aber genommen, was zu kriegen ist, bis es selber soweit ist, dass geerntet werden kann. Rezept hier.

Die Zucchini zeigte leichte Schwächen, geschmacklich gerad noch akzeptabel, es ist nicht ihre Zeit. Die Bohnen hingegen, langbreite zumal, wussten sich köstlich in Erscheinung zu bringen, was auch dem wilden Fenchel, der tiefgefroren aus sommerlichen Zeiten stammend, zu verdanken war. Einzig die Kartoffeln gingen ein wenig unter.

Zur Zeit befinden sich einige Schwarzwurzeln in unserer Küche, bisher schleichen wir da herum, gerüchteweise soll es schmierige Konsequenzen haben sich da ranzuwagen. Wir probieren das die Tage aus. Schließlich ist im Gärtnerblog bald Schwarzwurzelevent. Gelegenheit sich dem Gemüse zuzuwenden. Es soll schmecken. Abstimmlich gut gemundet hat jedenfalls das Curryeis von Lamiacucina, das den Blogevent Curry gewann. Herzlichen Glückwunsch! Und weil der Aufzählung derer drei sind, der neue Kochevent des Kochtopfblogs für eifrige Foodblogs wendet sich einer portugiesischen Spezialität zu: Porto. Ganz schlicht, ganz hervorragend — da kommen raffinierte Sachen heraus (schon allein um des Ausprobierens willen).

Und sonst noch so: Der Kampf der Essensdevotionalienphotographiepraesentierung geht in eine neue Runde. Niemand will abgemahnt werden, Niemand hat Probleme mit der Aufmerksamkeit und Niemand ist bockig. Ein Ausmaß von tragelapher Offenbarung. Pures Blogkino.

An- und Auflaufprobleme: Erst war die Essenspeisung andernorts anvisiert, dann verlegt überlegenswerterweise und dann fand sie hier statt und die Problemlage, dass die vorhandenen Zutaten nicht im gewünschten Ausmaße vorhanden waren wurde geschickt durch Restverwertung von diesem und jenem gelöst (und spät war es auch noch)

Ich bin jetzt da, aber wenn du da bist, dann kann ich dahin kommen, ja aber da ist nicht wo dann das ist und da kann ich aber hin, nein,nein es geht auch anders, wenn du dann dahin kommst, ich kann aber auch dort hin kommen, ja, da hin, bin jetzt aber schon da und wenn du da hin gehst, dann kann ich dafür da was kaufen. Wie machen wir das jetzt?

Das ist immer so eine Sache, erst wird terminiert und dann kommt was dazwischen, dann wird umdisponiert und am Ende tummelt es sich dann ganz woanders. Macht nichts, wozu ist die Versorgungslage in unserer Küche darauf eingestellt. Also spontan nicht was aus den andernorts vorgesehen Zutaten geköchelt, sondern flugs aus Fisch, Kokosmilch, roter Paprika, Zitronengras, Zwiebeln und Sprossen (deren Hinzufügung reichlich umsonst war, weil sie geschmacklich überhaupt nicht bemerkbar waren) und ein paar Gewürzen und das Ganze wiederum mit Kirschtomaten, gehälftelt versehen und nach kurzer Andünstzeit ab in den Backofen für ca. 30 Minuten geschoben. Gut war es, wenngleich auch keine geschmackliche Offenbarung. Schnelle Kost. Dazu dann noch Couscous.

zitronengras kokosmlich fisch auflauf mit couscous
zitronengraskokosmlichfischauflaufmitcouscous

Quasi gegrillte Paprika grob kleingeschnippelt in Schafsziegenkäserund und lecker mundend sich grün herauswagende Fenchelsprossen dazufügend war die richtige dem feinen Geschmacke zugeneigte Zubereitungszuvorkommenheit für die schön frittierten äußerst feinen Ingwerstreifen geschaffen, die sich aber auch sowas von gut einzufügen wussten, um als leckere Vorspeise die Herzen aller Zuschauenden zu erfreuen (Restbestände der Ingwerschalen fanden in Zusammenspiel mit Salbei auch noch ihre entsprechend scharfe Bestimmung)

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Unter den putzigen Ingwerbällchen dann allerlei Salat (na ja — eigentlich nur Endivienherzblätter und Rucolaspitzen) und umtriebige Sprossen

Es war eine schwere Herausforderung den für den Blogevent im Kochtopfblog ausgewählten Ingwer zu einer geschmacklich hochwertigen und zufriedenstellenden Zubereitung zu führen — zumal als Hauptzutat. Galgant war ausgeschlossen (äußerst leckere Nuancen damit leider auch) und so musste fernab breit ausgetretender Pfade was Neues, selbstredend Sensationelles kreiert werden, was dem Anspruche, dem hochgesteckten, nun zierlich zur Genüge tun sollte.

Erst wollte perdu nichts einfallen, was nicht schon einmal in einer ähnlichen Zusammensetzung schon erfolgversprechend präsentiert worden war. Also war wie immer für die eigens ins Auge gefasste eigene Kreation auf nicht unbedingt in diesem Zusammenspiele leicht von den Lippen kommende Zutaten zurückzugreifen, die dennoch nicht allzu schwer zu beschaffen sein sollten.

ingwer triebig derer zweie
Ob Ingwersprossen schmecken haben wir lieber nicht ausprobiert

Und wie das immer so ist, so kam der Zufall zu Hilfe und im Bioladen wurden Fenchelsprossen, die schon die ersten zarten Triebe aus den aufgesprungen Samen streckten, auserkoren. Erste Probierversuche (irgendwie waren wir noch nie auf die Idee gekommen mit Fenchel Keimlinge zu produzieren) waren superb vielversprechend und so musste nur noch das weitere Drumherum um den Ingwer sich ergeben und wie es der Zufall ein zweites Mal wollte fiel uns bei Barbaras Spielwiese der Schafskäse auf und dann war die Wahl eigentlich ganz klar: Fenchelsprossen-Ingwer-Schafskäse sollte der Mittelpunkt werden.

fenchelsprossen
Das da im Hintergrund — DAS ist Ingwer ;-)

Klar dann noch was dazu. Gerade richtig erwies sich eine ebenfalls georderte
rote Paprika, die frei von schädlichen Wirkstoffen und in der prallen Fülle des Lebens stehend auch den farblichen Aspekt nicht unbeachtet werdend lassen sollte.
Das Ganze vielleicht überbacken mit Honig? Mit einer Panade versehen frittiert oder vielleicht gar die Paprika gefüllt?

Zeitknappheit ließ schließlich eine sehr spontan gefasste Wahl zum Mittelpunkt der köchlichen Leichtigkeit werden. Kein großes Rumgekoche, sondern eine ebenso zügig zuzubereitende Form wählen, die schnellste und dezent vorgetragene Exclusivität zum entsprechenden Ausdruck kommen lassen sollte.

paprika quasi gegrillt

Also die perfekte Vorspeise, das Bonmot jedes mit zarten Salatblättern gefüllten Tellers, die Augenweide jeder Tisch- oder Partyspeisung, die in ihrer Schlichtheit die verborgenen Talente auf so vorzügliche Weise in für die kulinarisch gespannten NichtkostverächterInnen noch ungeahnten Aromakompositionen durch nur einen einzigen Biss zum Tragen kommen lassen sollte.

rote paprika quasi gegrillt kopfueber
quasi gegrillt, echt lecker (warum schälen einige bloß die Schale?)

Also hohe Ansprüche. Gegrillte Paprika war mit den leicht dem schwarzen Tone zugeneigten Aroma schon eine vortrefflich zuzufügende Zutat, die der Einfachheit halber ohne schwieriges Holzkohleschleppen oder Backofentemperierungsversuche vonstatten ging, sondern auf eine mit nussigem Sesamöl gefüllte Pfanne zurückgreifen ließ, die zuvor schon für den äußerst feinstreifig geschnittenen Ingwer den frittierten Auftritt brachte. Das Öl damit schon mal ingwerisiert, war für die dann auf leichter Flamme brutzelnden Paprikastreifen, die nach einigen Minuten in schönster Pracht auf dem Teller lagen und in kleine Stücke grob geschnitten wurden, die prima Grundlage.

Dann wurde das neue Riesenpaket Schafskäse hervorgeholt (wobei uns auffiel, dass neuerdings Ziegenmilch als Beigabe erwähnt wird — wahrscheinlich EU-Vorgaben, dabei ist doch allbekannt, dass guter allerbester griechischer Schafskäse immer mit Schafsmilch und Ziegenmilch zu Feta ingwer frittiert verarbeitet wird) und ein verschwindend geringer Teil grob gehackt und Trara mit den roten angebratenen Paprikastücken gut durchmischt, um sodann noch einigen Fenchelsprossen den wohlschmeckenden Auftritt zu gönnen. Daraus dann kleine Kugeln geformt. Die Köstlichkeit war schon förmlich zu erahnen.

Der Ingwer in den frittierten Streifen kam dann als abschlüssliche köstliche Umrundung für die in kleine Kugeln gebrachte quasi gegrillte Paprika grob kleingeschnippelt in Schafsziegenkäserund und lecker mundend sich grün herauswagende Fenchelsprossen zum pikant angenehm scharfen Resultat dazu.

Gebettet auf salatliche Vielfalt wurde die wunderbare Vorspeisenerscheinung präsentiert, serviert und zufrieden mit dem Ausdruck höchster Wertschätzung für die Spezialität verzehrt. Wieder mal ein aus spontanen Einfällen geborener Beitrag aus unserer kulinaria-katastrophalia-küche zum unbedingten vorspeislichen Nachmachen empfohlen! Sehr lecker — unser Beitrag zum Blogevent Ingwer!
blogevent ingwer
Die Schalen des Inwers fanden dann noch eine schöne Verwendung zusammen mit Salbeiblättern für einen angenehm scharfen Tee, der alsbald nach getroffener Wertschätzung wieder zur Zubereitung gereichen soll.

Zutaten:

Ingwer, ein paar Knollen
Paprika, rote
Schafs(ziegen)käse, ein guter!
Fenchelsprossen
Sesamöl
Salatliche Vielfalt

Zubereitung auf die Schnelle:

Ingwer in feine Streifen schneiden, frittieren, in demselben Öl die ebenfalls streifig geschnittene Paprika großzügig braten, dann in kleinere Stücke schneiden und mit grob gehackten Schafskäse vermischen und nach Hinzugabe von Fenchelkeimlingen zu kleinen putzigen Kügelchen formen und mit den Ingwerstreifen verhüllen. Auf Salat liegend präsentieren und Lob einheimsen. Entweder für Party und Dinner auf Tauglichkeit testen oder am besten für sich selbst als köstliche Wahrnehmbarkeit ungewohnter von feinen Fencheltönen und dezent scharfen Ingwergeschmäckern getragenen Aromenzusammenspielerei in cremigen Schafskäsegenuss kredenzen.

ingwerbaellchen
Mjammjammjam

Und der Tee eignet sich wirklich vorzüglich auch noch für mehrere Aufgüsse. So muss Resteverwertung sich geschmacklich in den höchsten Geschmacksnuancen ergeben :-)

p.s.
So was — gerade gemerkt, dass heute ja erst der 14. Januar ist. Glatt um einen Tag beim Blogevent geirrt. Sachen gibts.

Hey — es ist schon wieder Zwiebelday! Da Abseitsstehen den Verzicht auf gar köstlich zubereitetes Vergnügen zwiebeliger Art zur Folge hat und weil das umständehalber ja nun gar nicht sich als schicklich erweisen würde, gab es wunderbar geschmort-gekochte Zwiebeln in ganzer Struktur, die sich durch eine perfekt schmeckende leicht sämige und damit überaus passende Weinsauce und zarte Kaninchenbestandteile und vielerlei gewürzliche Beigabe (mit dabei frischer Grüner Pfeffer) besonders aufgeschlossen zu zeigen wussten (sehr lecker!)

stifado zwiebeln sehr lecker
Stifado-Zwiebeln in wunderbarer tomatiger Weinsauce mit Zimt

Das Zelebrieren des Zwiebelday steht im November an. War schon letztes Jahr geradezu die Thematik aufs beste treffende zubereitet worden, so musste dieses Mal die Urform, die Göttin jedes Zwiebelgerichtes ran: Stifado.

Vergesst alle anderen Gerichte mit Zwiebeln. Es kann nur eine Spezialität geben ;-) Stifado also, jenes sagenumwobene Schmortopfgericht mit mal jenen und diesen Zutaten, die aber eines gemeinsam haben — die Zwiebel ist der eigentliche Star der köchlichen Kredenzung und das vollkommen zu recht!

Ungeahnte dem reinen Genusse gewidmete Momente wissen beim Biss auf die nahezu butterweiche Konsistenz zart auseinanderdriftender Zwiebellagen nur eines zuzulassen — ein gedankliches Schwelgen besonderer Art, das paradisische Wohlbefinden, ein Verzücken und….

… genug der Worte. Die wohlfeile Zwiebel muss zuvorderst durch geschickte Hände auf das geschmackliche Niveau besonderer Art gehoben werden und das geht eigentlich recht einfach,zwiebeln in rohzustand setzt aber bisweilen tränenreiche Erzählungen voraus und weiß von vorherigen Großeinkäufen im nahegelegen Gemüsegroßhandelsfilialen zu berichten, die samt und sonders auf den Tag eingerichtet alle benötigten Zwieblsorten, derer viele, durchaus ansehnlich als angebotliche Ware feilboten.

Die roten, weißen, mittelgroßen bis kleinen und nicht zu winzigen Exemplare müssen dann vorsichtig geschält werden. Die kleinen Wurzelstränge werden fast bis unter die Zwiebel abgeschnitten, so dass die Festigkeit, die durch Auseinanderfallen im Kochvorgang konterkariert werden könnte, gewährleistet ist. Auch im oberen Bereich sollten die Spitzen beibehalten werden für die Formwahrung. Wenn dieser ein klein wenig zeitaufwändige Vorbereitungsgang vonstatten gegangen ist, ist die meiste Arbeit schon fast bewerkstelligt.

Jetzt bereits ergreift die Vorfreude die eingeladene Zwiebelendenabschnittsbevollmächtige und die ersten alkoholischen Probierkunststücke des roten Kochweines finden zu aller Zufriedenheit die Bestätigung, dass es auch bei diesen bleiben könne, wenn nicht die Kopfschmerzen anderntags überhand nehmen sollten.

Für Stifado wird bisweilen gerne Essig genommen, was aber Geschmackssache ist und eigentlich eignet sich ein (halb)süßer Rotwein auch vorzüglich. Mavrodaphne zum Beispiel, der sicherlich zu der Zeit, zu der wir zu kochen pflegen, gut verwahrt im Einkaufsregal verweilt. Also zurück zum üblichen Kochwein. Roter Imiglykos, auch ein wenig süß ;-) und geradezu prädestiniert zum Kochwohl.

Vor Zugabe sind allerdings noch andere Tätigkeiten schicklich.Die Zwiebeln werden jetzt ob des besseren Geschmackes wegen angebraten bis sie eine ansehnliche Farbe annehmen. Das verwendete und ersichtlich verbrauchte Öl raus aus dem Schmortopf und zwei Zwiebeln noch kleinhacken und zusammen mit reichlich frisch hinzugefügtem Olivenöl andünsten und dann Fleisch darin anbraten. Üblicherweise wird Rindfleisch genommen, aber auch Kaninchen schmeckt nicht minder lecker.
Und da das bei Bolli neulich so gut aussah, war der Entschluss dieses Mal darauf zurückzugreifen auch schon im Vorfeld schnell gefasst und nun lagen Kaninchenrücken und Schenkel vor uns.
Kurz überlegt, ob es ratsam wäre kleine Stücke zu fertigen und dann aber davon abgekommen und so angebraten.

stifado mit kaninchenschenkelund wunderbaren zwiebeln
Zart geköchelte Kaninchenschenkel als überaus passende Zutat

Frischer Grüner Pfeffer, der in Unmengen eingekauft worden war durfte ausprobierlich mit hinzu wie auch Lorbeerblätter, drei Knoblauchzehen geriebener Schwarzer Pfeffer und mildes Paprikapulver, Minze, Rigani und Salz und schon mal eine Zimstange mit hoffentlich unbedenklichen Inhaltsstoffen. Auch toll: Wacholderbeeren und Nelken. Kurz mit Rotwein ablöschen. Duftend schon mal vielversprechend und dann wird heißes Wasser zugegossen, so dass die Fleischstücke noch rausschauen.
gruener pfeffer
Ca. 20 Minuten vor sich hinschmoren lassen (Rindfleisch braucht dann doch etwas länger) und dann die mittelgroßen Zwiebeln hinein mit Rotwein auffüllen (je nach Topfgröße 1 1/2 – 2 Liter) und ev. noch Wasser (je nach Wein). Deckel drauf und vor sich hinköcheln lassen.

Zwischenzeitlich überlegen, dass es ratsam gewesen wäre den Chardonnay kaltzustellen und der Blick auf einen eher billigen Weißwein im Kühlbereich, der neulich zum Kochen gekauft wurde, führte rasch zum Entschluss diesen, also den ersteren, einfach kurz ins Gefrierfach zu legen und sich erst Martin-Rosé mit Eiswürfeln und Zitronenspritzer zur Gemüte führen.

Nach anderweitiger Betätigung (lesliches Auffinden des elften Gebotes) und Nebenbeiherumrührerei dann nach gefühlter einer Stunde und ´ner halben noch die kleinen süßen roten Zwiebelchen hinzu und angerührtes Tomatenmark in als reichlich zu bezeichnender Menge und eine Dose voll mit ganzen geschälten Tomaten und auch noch eine Stange tollen Zimt. Dann sich wieder anderweitig beschäftigen und dann noch ca. 30 Minuten weiter im Text.

Inzwischen erfüllt ein wollig warmer nach leichten Zimttönen duftender Wohlgeruch die kulinaria-katastrophalia-küche und nach Abschmecken und Hinzufügung von einer Zehe gepressten Knoblauchs ist die vorzügliche Speise auch schon bereit für die tischliche Spezialitätenpreisung. Wunderbar köstlich!

Die Sauce genau richtig sämig in Struktur und der Geschmack abgestimmt bis zum perfekten Aromaatömchen. Das Kaninchen zart und überhaupt nicht trocken, sondern sowas von lecker und dann erst diese Zwiebeln — zum Hineintauchen. Die Grünen Pfefferkörner wirklich vorzüglich passend und angenehm. Großartig leckertollwiesonnixsonst! Stifado – unbedingt nachkochen.

zwiebelday

Zutaten:

Zwiebeln, viele mittelgroße bis kleine
(halb)süßer Rotwein
Rindfleisch oder Kaninchen oder…
Tomatenmark, gedoste Tomaten,
Zimtstangen,
Knoblauch,
Grüner Pfeffer,
Schwarzer Pfeffer,
Nelken,
Oregano.
Minze,
Salz,
Lorbeerblätter,

stifado zwiebeln mit spitze wegweisend
Und weil es so schön war und anderntags nochmal so gut schmeckt gab es das gleich nochmal

[Update: Roundup im Kochtopf-Blog mit vielen leckeren Zwiebelkreationen]

Gar leckere Shrimps in dreierlei Variante (davon im Bilde mit Mehlstaub verziert) und nachtischliche Angelegenheiten (Vorabversion)

Die Shrimps, die zu sommerlichen Temperaturen so vortrefflich zu munden wussten, müssten doch auch als Pfannengericht unser aller Herz zum Erblühen bringen können. Der durchaus als reichhaltig zu bezeichende Riesenbeutel Shrimps war kurzerhand im tiefgefrorenen Zustand geordert und schon setzte die vielfältige Variationszubereitungsfreude mal wieder ein.

gemehlteshrimps
eifrig gemehlt war allerdings auch die feurigrote Farbe gebannt

Vielleicht vorab schon mal ein bissl mehr scharfes Paprikapulver für mehr Würze? Gute Idee — schlechte Ausführung; der pikante Geschmack wurde davon nämlich zu sehr als nicht mehr richtig wahrnehmbar erkannt.
Auch war die Pfannenzubereitung auch etwas austrocknender Natur und so wurden dünne Mehlstaubschichten um die marinierten Shrimps herumgewirbelt. Das Resultat war wie erhofft, die Gefahr gebannt. Der Geschmack tendierte zur Ausgewogenheit und saftiger war es auch noch. Also noch zahlreiche weitere Bratvorgänge mit dieser Grundlage vorgenommen (auch teilweise ohne Öl) und sich aber so richtig zugeschlemmt.

shrimpsendabfertigung
satt und zufrieden

Da hilft bekanntlich nur eines, um dieses riesige Völlegefühl schnell und dem kulinarischen Anspruch gerecht werdend der Beseitigung anheimzustellen — karamellisierte Limonen mit Agavendicksaft. Vortreffliche Wahl mal so ganz nebenbei bemerkt ;-)

karamelisierte limonen in aufbereitung
karamellisierte Limone als abschlüssliches Leckerli

Dann war noch aufgefallen, dass da immer noch ein neues Stöckchen von Barbaras Spielwiese der Beantwortung harrt, was tiefere Neugier zu befriedigen weiß. Das ruft uns allerdings unser Gewürzproblem wieder ins Gedächnis, welches dringend und oftmals vorgenommen eigentlich jetzt mal so alsbald der Erledigung harrt. Unsere Gewürze sind vielfältig in unserer gesamten Küche verteilt und stapeln sich gar allüberall; das müsste ja mal wirklich in Ordnung gebracht werden und der Abwasch erst, der sich bis unter die Decke hoch empor windet und…