Tag-Archiv für 'pangasius'

Letzte frische Erbsen — mit dabei: zeitig gefertigter Fisch mit Salbei und Sahne (außerdem Abstimmung und letzte Möglichkeiten)

pangasius mit frischen erbsen in sahne-salbei-sauce
Pangasius mit frischen Erbsen in Sahne-Salbei-Sauce

Die Erbsenzeit geht schneller von dannen als so allgemein gedacht. Also war die Zeit gekommen letzte Exemplare einer schnellen Fertigung zu unterziehen. Sehr schnell sogar: Ein wichtiger Termin stand an. 13 Minuten verblieben also den tags zuvor aufgetauten aber nicht zubereiteten Fisch nun endlich einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Also Pangasiusfilet geschmort mit Zwiebeln und Erbsen. Salbei kam auch noch mit rein und ein kleiner Schuss Sahne samt Weinrest sorgte für geschmackliche Unterstützung. Nun jaa, ging geschmacklich so. Pangasius eignet sich dann doch besser als Bratfisch oder für kräftigere Saucen.

Für den Pop Blog 2007 geeignet haben sich dann nach dem Votum der Genussblog-Jury 10 Blogs aus dem mehr oder minder kulinarischen Foodblogambiente. Da kann abgestimmt werden, welcher von denen der beste ist. Und zwei-drei ganz nette sind da ja bei ;-) Am sympathischten sind allerdings die, die nicht so ein Gedöns darum machen.

Abstimmung auch bei Paulchens Foodblog für den Gärtnerblog-Linsenevent und zwar noch bis Mittwoch.

Bis Mittwoch in aller Frühe um 12 Uhr dann auch letzte Anmeldemöglichkeit für den Fresspaketeaustausch (später geht nicht mehr, da geht die Organisationskraft bestimmt ins Kino ;-) ). Wir machen dort auch mit und haben schon für die Verschickung mit der Fertigung feinster Delicatessen angefangen.

Interessante Apfelresultatesammlung übrigens hier

Ganz, ganz viele bunte kulinarische Blogs zum Anschauen

Was treiben eigentlich die Anderen…. was gibt es sonst noch so…. oder fangen wir mal anders an….
Als wir vor ein paar Wochen anfingen, erste kulinarische Spezialitäten per blog einzustellen, waren wir uns der Konsequenzen kaum bewusst, die einen gewissen Suchteffekt auslösten bezüglich auch der Kreierung neuer noch interessanterer Spezialitäten, als wir ohnehin schon fabrizieren zu unser aller Wohlgefallen.
Ganz klar: unsere Rezepte sind delikat bis ins letzte Erbschen, das nach vollendeter Völlerei verloren auf dem blankgeleckten Designer-Teller sein nunmehr letztes Erdendaseinsstündchen zu fristen gedachte.

Unsere google-hits sind übrigens unser fantastisches Gericht aus Pangasius, jenem vietnamesischen Wels, der sich in Asien und neuerdings auch in Europa zunehmenden Interesses erfreut (zu recht: zart schmeckend und dennoch fest tritt er auf und eignet sich hervorragend für Schmorgerichte oder was aus dem Wok) und natürlich der absolute Hit: getrocknete und eingelegte Tomaten in Oliven-Öl (Bio), kein Wunder, ist doch unser Rezept selbstverständlich mit Abstand das Beste ;-) was im großen, weiten internet zu finden ist; während die Hälfte der Rezepte noch mit umständlichen Zubereitungsregeln für selbst erstellte getrocknete Tomaten aufwartet (ohne die Öl-Zubereitung zu erwähnen), hat die andere Hälfte entweder voneinander abgeschrieben (oder gehört obskuren Werbeseiten an) oder verpanscht den Geschmack mit zuviel Wein (welche es mag…). Kein Wunder also, dass unser Rezept heiß begehrt und wie wir schon erfahren konnten auch nach“gekocht“ worden ist. Kommt jetzt wahrscheinlich auf die Liste suchtgefährdender Stoffe.

getrocknete und eingelegte Tomaten in Oliven-�l (Bio)
Google-Hit: Rezept für getrocknete und eingelegte Tomaten in Bio-Oliven-Öl

Ganz so bekannt sind wir natürlich noch nicht (dafür selbstredend ein echter Insider-Tipp als kulinarischer Blog, mal so ganz unbescheiden). Wenngleich niemand so schön blumig das Rezept zu Papier zu bringen gedenkt; apropos Rezept:
Wir kochen in der Regel viele Sachen nicht mit immer den gleichen Zutaten oder messen gar etwas ab — wir probieren immer mal wieder was Neues aus und nun sehen wir uns vor das Problem gestellt, dass ständig bemängelt wird, dass keine Rezeptangaben bzw. keine genauen dabeistehen. Das ist verdammt schwierig und Hut ab vor den anderen Blogs, die das mal so einfach (?) bewerkstelligen. Da geht eine Menge Zeit bei drauf und wenn gerade das Essen so schön gemundet hat, weiß am Ende niemand mehr so genau wieviel Gramm davon oder davon nun drin war.
Wir schütteln das halt so aus der Hand raus und wissen aber, dass es einige gibt, die nur streng nach Angaben kochen können. Wir bemühen uns, versprechen aber nix, dass es besser wird!
Aber mal ganz ehrlich: Es passiert nichts, wenn mal von der einen oder anderen Sache mal etwas mehr oder eben weniger genommen wird, das kriegen eigentlich Alle so mit der Zeit raus (obwohl auch Leute bekannt sind, die selbst mit Mitte 20 noch immer nicht wissen, wie Kartoffeln richtig gekocht werden; die werden dann halt dumm und kulinarisch unbefriedigt sterben, die Friedhöfe sind voll davon, sie werden, das als Trost, nicht alleine sein).

Frecherweise gab es schon andere, die auch schon kulinarische blogs ihr Eigen nannten. Wir müssen deshalb in nächster Zeit unsere Linkliste kulinarischer blogs erweiterten (habt Geduld). Ein Umstand, der sich bei näherem Anschauungsunterricht allerdings beileibe nicht als dem eigenen Anspruch gerecht werdend entpuppte. Die meisten (sooo viele sind es eigentlich gar nicht) produzieren ganz fleissig und tagesaktuell Rezept um Rezept und lichten das Ergebnis ihrer kulinarischen und sonstigen Tätigkeiten genauso eifrig wie wir dies tun ab, um — das ergänzen wir mal so nebenbei — ihrem Status als Neid-Blog zu fröhnen. Denn seien wir doch ehrlich, es ist wohl nicht nur der allgemeinen Menschheitsfürsorge zuzurechnen, wenn allerlei Leckeres kredenzt wird.

Die wenigsten wollen nur Rezepte anbieten. Sie wollen an niedrige Instinkte gerichtet, den Leuten das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, ganz fies und gemein also diese sadistischen AnbieterInnen. Wir sind genauso.
Andere hingegen steigen ruhmvoll auf und kommen sogar ins Bayerische Fernsehen wie dieser durchaus nicht uninteressante Blog chili und ciabatta, der uns nebenbei mit Familieninterna versorgt; und gänzlich unanonym (gibt es das Wort eigentlich?) mit Bild kommt auch Kochfrosch aus Erlangen daher, die Tochter des vorherigen Blogs, die z. Bsp. die pseudo-asiatische-gemüseverwertung favorisiert.
Das Offenbaren unserer näheren Identität können wir uns gar nicht leisten; seitdem wir bloggen, sind wir damit beschäftigt das ausgehungerte Gelumpe abzuwehren, welches auf der Straße herumlungernd, zufällig unserere Adresse in Erfahrung gebracht und uns kurzerhand aufzusuchen gedachte ;-)

Rustikal kommt Die Bauernküche daher und präsentiert u.a. Goldmelissen-Sirup, während FoodFreak sich an unsererem Basilikum-Anbautipp herzlichst erfreuen dürfte.

Auch die bundesdeutsche Presse weiß mehr oder minder erfolgreich eine dann wohl eher bezahlte Blog-Tätigkeit vorzuweisen: Die Wochenzeitung „Zeit“ schickt zwei Köche ins Rennen, die den Blog nachgesalzen betreiben und die Zeitschrift „freundin“ eine ihrer Redakteurinnen mit essen gut alles gut, die zu Recht bekennender Jamie Oliver-Fan ist.

Jans Küchenleben kommt mit Kochmützenbild daher und serviert auch Flüssiges wie Erdbeersauce. Richtig scharfe Chilis im Speckmantel servieren GamerX` und Yolandas Twist. Auch speziell Glutenfreies gibt es im Blog kaMehl, versehen mit dem Zusatz „Zöliakie und trotzdem gut essen“.

Blaubeerige Saisongerichte gibt es hingegen bei küchenruf; mit Kochtopf im Header wirbt 1x umrühren bitte für Kochkünste wie Focaccia al rosmarino und wird als Hamburger Blogger in der Schweizer Lokalpresse kurz erwähnt.
Hingegen ganz auf den Magen hat es wohl Unser Essen geschlagen — ob die Gebratenen Auberginen daran schuld sind können wir nur mutmaßen.
Genial lecker geht es hingegen etwa mit einer Forelle Müllerin zu.

Desweiteren begnügen sich andere unkulinarische Blogs mit sporadischen Beiträgen zum Thema Essen wie dem Salamibaguette Praxistest oder entdeckten Schrauben in Tomatensauce und anschließenden Kompensationsversuchen des Herstellers.

Küchenkrieg alias „onkelolfs Escapaden in der WG-Küche“ hat wohl nichts mit der schummrigen Berliner Kneipe namens Möbel-Olfe zu tun; nichtsdestotrotz versucht der Blog mit Datteln im Speckmantel zu überzeugen.

Fool for Food weckt das Interesse an Himbeeren, die wir aufgreifen werden nachdem gerade welche käuflich erworben worden sind.

Zum Schluß noch der Blog mit dem symphatischen Namen Kochen für Schlampen, der eine Tomatensuppe mit altbackenen Bio-Weißbrot zu versetzen weiß.

Raffinesse aus Pangasius-Filet in süß-scharfer Soja-Reiswein-Soße an excellent kandierten Ingwerstreifen mit gedünsteten grünen Blattspitzen

Woah….!!! Phantastisch, wahnsinnig …ein Geschmackserlebnis ohnegleichen servierten wir uns himself am gestrigen Tage, den wir als gläubige Antichristen ganz dem Fische bzw. seinem ureigenen Element gewidmet zu haben schienen. Nachdem ein Wolkenbruch den von uns an diesem Tage ins Auge gefassten Markt quasi den Fluten, die da über uns, ob unsreres gotteslästerlichen Mahles hineinbrachen vom hohen Himmel, überlassen hatte, mussten wir ausweichen in andere Örtlichkeiten, die — zwar auch nicht verschont — aber noch einigermaßen akzeptabel ohne allzu nasse Füsse erreichbar waren und uns nun leider nicht mit den vorgesehenen Zuckererbsenschoten, sondern mit auch nicht zu verachtendem Chinakohl bedachten; den nämlich genehmigten wir uns kurz in etwas Sonnenkernblumenöl angedünstet nebst Bio-Basmatireis als formidable Sättigungsbeilage zum eigentlichen Höhepunkt des Abends, dem zart und dennoch fest in Erscheinung tretenden Pangasius-Filets in herrlicher Soße, die uns noch lange in scharf-süßlicher, Erinnerung verbleiben wird.

Pangasius-Filet in suess-scharfer Soja-Reiswein-So�e an Ingwerstreifen
Pangasius-Filet in süß-scharfer Soja-Reiswein-Soße an Ingwer-Streifen

Nicht lange gefackelt – so wird es gemacht – und die „asiatische Küche“ genossen:
Zuallererst werden Leute eingeladen, die diese kleinen scharfen Paprika, die ruhig etwas größer ausfallen dürfen!, ganz klein hacken (diejenigen, die das einmal selber gemacht haben, brauchen das nicht nochmal, diese brennenden Hände und die nicht minder verschonten Gesichtspartien, in die dummerweise dabei gefasst wurde, um die Tränen aus den Augen zu wischen). Nachdem dieser Akt zu aller Zufriedenheit, auch der Schaueinlage mit dem erwarteten Effekt wegen, vollbracht war, wurden sie in etwas neutralem Öl, welches wir uns noch mit nussigem Sesamöl zu verfeinern gedachten, angebraten; hinzu kamen in feine Streifen geschnittener Ingwer und nachdem alles in zwei Minuten brutzelig gebraten war, kam der tolle chinsische Reiswein (kein billiger — sondern der sagenhafte aus der mit der Quellwasser reich gesegneten nordchinesischen Stadt Shao, der trockenem Sherry nicht unähnlich ist, aber doch ganz anders) hinzu. Das spritzt zwar Alles gleich kurz ganz heftig, wurde dann aber mittels Hinzugabe von einem Schuß Sojasoße und ordentlich Rohrzucker gebändigt und nach kurzem Einkochen war schon eine schöne Soße entstanden, die allerdings jetzt für die — leider etwas zu spät aufgetauten — Pangasiusfilets noch mit zusätzlichem Shaohsing bedacht wurde. Solcherart mit etwas mehr Flüssigkeit in unserer tollen Schmorpfanne (32 cm) ausgestattet wurden die Fischfilets hineingelegt und konnten nun unter ein paar mal Wenden den Inhalt etwas in sich aufnehmen und uns kaum 5 Minuten später den Gaumen erfreuen. Fantástico!