Tag-Archiv für 'oliven'

Der schwarzen Olive Hingabe bedeutet die Erkundung unterschiedlichster geschmacksintensiver Größen, die ihrerseits Ergänzung finden bei Berggewächsen unterschiedlichster Provenienz (plus Steuerflüssigkeit)

kleine schwarze olive und kalamataolive
Zu glänzen vermögen beide Sorten

Zur Ausprobierung stehen mittlerweile wieder Original griechische Oliven bereit, geschuldet einem Aufenthalt mit Reisemitbringselkapazitäten, einmal sehr leckere Kalamataoliven, die allerdings noch ein klein wenig in Salzlake vor sich hindämmern müssen, um ihren Erfolg in geschmackstechnischer Hinsicht vollendens auf die Probe zu stellen.

rigani aus den bergen
Bergpflückware (gerettet vor den gierigen Ziegen!)

Die kleinen schwarzen gerade mal einen winzigen Centimeter großen Exemplare hingegen müssen schon gewässert werden, um den Salzgehalt wieder in annehmbare Bahnen zu lenken.

ueber allen gipfeln ist ruh
Ruhsam unter den Wipfeln

Diese kleinen Oliven werden kaum noch angebaut in Griechenland, sind regional aber beliebt, etwas bitter aber auch geschmacksintensiver als herkömmliche, aus den etwas größeren Koroneikioliven wird eines der besten Olivenöle gefertigt, fruchtig, stark im Geschmack, leichte Schärfe — also genau das richtige kräftige Olivenöl für Gemüsegerichte :-)

jetzt heisst es warten
Frisch angesetzte Salzlake

Der mitgebrachte Jahresvorrat muss allerdings noch ein wenig ruhen, das Öl ist noch etwas zu scharf, nur allzu hartgesottene Mitmenschen tunken bereits jetzt ihr Brot ordentlichg rein. So in einem Monat wird die erste größere Probierration verkonsumiert, dann wissen wir auch, ob die neue Quelle eine gute Qualität hat.

olivencentimeter
Geschmackliche Größenunterschiede

An Rigani wurde diesmal etwas aus Nordgriechenland und vom Peloponnes mitgebracht, leider nicht selbstgepflückt, aber versicherungshalber keine Zuchtware, riechen tut es schon mal gut, die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen werden noch erkundet, der Geruch jedenfalls verheißt schon mal Phantastisches — er dringt durch mehrere Lagen Tüten hervorragend durch, ein Qualitätsmerkmal :D

riganistrauch aus griechenland

Und zu guter Letzt noch aufbereitungswürdige klare Flüssigkeit, die Saison der reifen Frucht, die vorgesehen war, ist scheinbar vorbei angesichts der nur verdörrt aufzufindenden Exemplare, aber es geht ja auch anders ;-)

alcool
Soll ja der beste sein

Genüsslich wird also auf grünere Ware zurückgegriffen werden für erfrischende Momente eisgekühlter Servierkunst.

steuer bezahlt
Steuer bezahlt

Zufriedenstellende Fischplattenzusammenstellung auf ratsam reichlich bestückter Unterlage aus Kartoffelscheiben und weil das ja nun arg wenig zu sein schien auch noch variabel mit wilden Fenchelspitzen (genügsame Auswahl) und ein paar Oliven waren ergänzend geeigneter Natur (der Zander passte dann doch nicht so richtig)

fisch mit sowas
Fein bestreut und olivenölbetröpfelt

Bisweilen äußern Gäste diffuse Wünsche mittels plötzlich aufkeimender Abenteuerlust und sagen lauter so Sachen, dass sie dies und das ja nun auf gar keinen Fall wollen, mögen und/oder etwas verhaltener vertragen. Selbst Wünsche nach fehlendem Gebrauch von Zwiebeln :o ist schon nachgekommen worden.
Geladen zur Fischspeisung wird sich dieser Tischsitte erinnert und ein paar Wünsche zur Abendgestaltung beigetragen, Zander wäre fein, auch der Fisch und das …
Also dann bereitwillig auf ein sich nebenbei erledigendes und gut erprobtes Speisenerfolgsrezept zurückgegriffen und belegte Fischplatte auf Kartoffelscheiben an vereinzelten kultivierten Oliven und wilden Fenchelspitzen (Form 1) und bedeckt mittels Schinkenwürfelchen (die waren leider nicht so gut wie erwartet und eigentlich hätten die auch ein klein wenig knuspriger sein können), roter Paprika und Frühlingszwiebeln (Form 2, die im Bild; Form 1 ward leider verwackelt abgebildet) gefertigt.

fisch mit sowas im gesamtanblick
Fischsortenreinheit ist bei diesem Mahle umfassend ergänzt

Zander schmeckt übrigens dann doch nicht so perfekt zu dieser Zusammenstellung, aber das ward schon vorher geahnt. War trotzdem gut, aber auch schon mal perfekter, Schuld daran sind natürlich die Sonderwünsche :p

Hernach bekömmlich: Karamellisierte Limonen, die einen Tick zu lange mit dem Bunsenbrenner bearbeitet worden sind, weil zu viele auf einmal gefertigt wurden, besser also in zwei Etappen kredenzen ;-)

Des Geschickes Suche nach formvollendeter Kartoffel genüsslich durchgezogen und versüßend aufgetragen und mit erstaunlicher Festigkeit der grundlegenden Zutat (Klassisches)

Kartoffelsalat mit getrockneten tomaten und oliven und roestzwiebeln und olivenoel
Bei Sonnenlichtschein anfangen

Da die Suche nach den Kartoffelvorräten zwar Lustiges, aber kaum Festkochendes hervorbrachte musste auf mehligkochende Kartoffel zurückgegriffen werden, die aber merkwürdig fest und perfekterweise passte.
Dazu Schalottenstückchen in kräftig sich erschmeckenden Olivenöl samt getrockneten Tomaten und frisch entkernten Kalamata-Oliven und natürlich frisch vermahlenem schwarzen Pfeffers, getrockneten Thymianblättchen und etwas Rosmarin langsam angeröstet (dauerte so ungefähr 20 Minuten), sodann mit ordentlich weißem Balsamicoessig „abgelöscht“ und zu den Pellkartoffeln gescheibelt hinzu.

senfausnutzung
und versüsste Speisung irgendwann später

Mehrmals nachwürzlicher Vorgang über Stunden hinweg mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Rigani und wenn die Sonne untergegangen ist, ist es fertig.
Dazu Senf aus dem DFssgFresspaket und eilends georderter Kräuterwürstchen. Der süße Senf war jetzt nicht ganz so geeignet zu dem eher kräftig aromatischen Kartoffelsalat, aber auch nicht unpassend; die Würstchen freuten sich allerdings über die Gesellschaft ;-)

Die der feinen Exclusivität sich hingebenden Bärlauchblätter samt dazu gereichter Rosmarin-Oliven-Kartoffeln umschmeichelten delikat in Rote-Zwiebel-Tomaten-Weißweinsauce geschmorte Kaninchenkeulen, die dadurch zu ihrem sich dem zartgeschmacklich hinorientierenden Verspeisungshöhepunkt unter Beachtung reichlich gereichten jungen Römersalates mit hochinteressanten Rotkohlsprossen in Distelöl fanden (dazu Wein, viel zu viel Wein)

Die wahre Kochkunst zeigt sich in der Verwendung jenes raffinierten Bärlauchgewächses, ein sicherer Kompass im Dickicht unüberschaubarer Kulinarik. Die französische Küche leidet bekanntlich sehr darunter, dass die nicht Zurverfügungstehung der feinen Blätter sie immer im zweiten Range der Kochkunst stehen lässt :D

Die sich nicht nur sehr passend zu vegetarischen Köstlichkeiten erweisenden nach leichtem Knoblauchduft zu erschnuppernden Blickpunkte sind eine dermaßen köstlich zu erschmeckende Hingabe an das sich nur größtmöglich vorzustellende Verschmelzen von Genuss und wahrer Lebensfreude.

kaninchenkeule mit baerlauch und rosmarin-oliven-kartoffeln
Bärlauch — aber auch sowas von passend zu zart geschmorten Kaninchenkeulen

Zwar werden die mitunter lieblos aus ihrer Umgebung gerissenen Blätter bisweilen zu schnöden ;-) Pesto verarbeitet — die wahre Bestimmung liegt aber in der Komposition mit leckerem Kaninchen, das höchstwahrscheinlich noch besser zu munden wüsste, würde auch das Anknabbern des Bärlauches zu den prädestinierten Fütterungsmethoden gehören. Bärlauch — auf jeden Fall ganz ganz groß im Kommen

Genussmousse hatte ja erst neulich Kaninchen zubereitet, was sich auch sehr gut machte, da die Kanincheneinkaufmöglichkeit mal wieder zeitlich nahe lag. Also dazu dann Besuch geordert und erstmal die Neuerung auf dem Sprossenmarkt als Vorspeise in reiner Naturform zum Ertesten gereicht: Rotkohlsprossen.
Zwar erahnen die meisten die Kohlverwandtschaft des leicht scharf daherkommenden Prickelns auf der Zunge, die Lösung harrte dann aber doch der Aufklärung. Geordert werden können die Keimlinge in Bioqualität bei Misslingen der eigenen Zuchterfolge bei der Sprossenmanufaktur, von der auch schon unserer Fenchelsprossen-Schafskäse-Ingwer-Bällchen profitieren konnten.

Mit Babyrömersalat und unaufdringlichen Distelöl dann die Salatkredenzung des Abends, die schon fast aufgefuttert war, weil wir uns nicht an das Genussmousserezept hielten und lieber die Kaninchenteile mit Olivenöl und kleingehackten roten Zwiebelstückchen in später nach dem Anbratvorgang hinzugefügtem Weißwein und vier hübschen kleinen schon ganz gut mundenden Tomaten und einigen Bärlauchblättern anschmorten (statt im Backofen auf den Kartoffeln) unter Hinzufügung von frisch geschrotteten schwarzen Pfefferkörnern; Salz kam dann erst später hinzu und da der Wein leider schon auf Grund der dann doch etwas länger dauernden Garmethode sich überraschend dem Ende neigte kam lediglich noch etwas Wasser hinzu und kurz vor Schluss ordentlich Bärlauch.

Derweil im Ofen mit Rosmarin und köstlichen Kalamata-Oliven (die eigentlich auch gut hätten mitgeschmort werden können) Backkartoffeln in Bioolivenöl gefertigt, was wesentlich schneller gelang. Irgendwann nach längerer Wartezeit und der dritten Flasche Wein war dann auch die Bereitschaft vorhanden die durchaus noch vorhandene Bissfestigkeit der Kaninchenkeulen zu testen und so fand sich ein überaus leckeres Zusammenspiel zum Abend hin, der nicht mal ein Fitzelchen der köstlichen Sauce übrigließ und gar auf nachtischliche Freuden verzichtete.
Superb! Lecker!

Lecker pflegte der Octopus zu nicht minder famosen Patates und griechischem Salat aufzutreten — was aber auch am zuvor vom Riganibusch heruntergestreiften würzig-frisch daherkommenden kleinen Blättchen gar reizender Natur zu liegen pflegte, die samt stimmigen Olivenöl exclusiver Qualität die Unterstützung garantierte (leckerlecker)

octopus mit rigani und bioolivenoel
Der Klassiker der mediterranen Kochkunst in Olivenöl mit Rigani und Zitrone

Die Wahl fiel in den späten Nachmittagsstunden auf ein im aufgesuchten Fischladen ausliegendes Exemplar eines kleinen Octopus, der sich zwar eines Armes zuwenig rühmte — aber dennoch den hochgesteckten Erwartungen zu entsprechen wusste, was aber auch an der zugegebenermaßen perfekt passenden Zugabe gar wunderbar sich einfügenden Olivenöls lag, welches mit kleinen getrockneten Riganiblättern frisch vom Busch heruntergerieselt zu zufrieden und entspannt sich griechischer Salatentwickelnden Gesichtzügen führte und da Patates ebenfalls zubereitet daneben lagen war die Perfektion nur noch durch einen griechischen Salat mit delikat und gar nicht scharf schmeckenden sich leicht rötlich durchsetzt gebenden Zwiebeln südlicher Herkunft zu ergänzen.

Die Verwendung eines leicht prickelnd auf der Zunge sich entwickelnden Chardonnaygeschmacks unterstützend aus etlichen Schluck Wein gewonnen war auch dazu geeignet den nun sich ergebenden Ausblick auf die mildwarmen Temperaturen unterworfene Abendgestaltung zu komplettieren, die dermaßen gestärkt, nun nur durch ausgiebiges Treppensteigen unterbrochen, den Genuss eisgekühlter nonalkoholischer Getränke mit sich brachte, deren Genuss aber auch dringend notwenig erschien angesichts des nun einzunehmenden Ouzo aus riesigen mit Eiswürfeln hübsch dekorierten Gläsern leicht eckiger Provenienz.

octopus mit patates und salat
Weißbrot mit Oliven wurde auch gereicht

Und nach dermaßen sich dem erfrischenden Moment zugeneigten Punkte ergab sich die schon seit einigen Tagen gehortete Überraschungsmöglichkeit, die eigentlich für einen späteren Zeitpunkt auserkoren sich nun doch eignete — unter Hinweisen auf unlauter sich auffindende Punkte kleinsten Ausmaßes, die aber als ungeeignet für die sich anschickende freudige Begutachtung erwiesen und deshalb der Einfachheit halber unbeachtet blieben. Schönschön!

Diesmal unangebrannte aber dafür formschön gelungene lustige Reisnudeln, die in Ergänzung zu Zucchinistückerl und Tomatenachterl ihr bis dahin tristes Dasein schlagartig zu neuen Höhen kulinarischer Art zu heben wussten, was wohl auch am frischen Basilikum, Oliven und delikatem frischen Spinat lag den hinzuzufügen wir uns erlaubten ebenso wie den Mozarella zum Überbacken, der dann auch sogleich durch ausgewogene Färbung für allgemeines Erfreuen sorgte (nur mal eben so geschrieben)

Ganz muss der Spinat, der mal wieder von tapferen Bio-Bauernhof stammend uns schon beim Kauf zu erfreuen wusste, sein, um den geschmacklich Höhepunkt zu erreichen (gräßlich hingegen die Varianten, die ihn nur in zerkleinerter Form erlauben), den wir doch so gerne immer wieder zu erreichen pflegen in unseren hohen kulinaria katastrophalia Anspruch. Das letzte Mal war die Zubereitung dieser Reisnudeln aufgrund ungeklärter Verhältnisse nicht in als optimal zu bezeichnenden Zustand geendet, der aber trotzdem wagemutig verkonsumiert wurde.

Reisnudelspinattomatenmatsche

Diesmal hingegen kulinarisch veredelte Spezialität unerhörten Ausmaßes, die auch noch mit Mozzarella aus dem Backofen für einen optischen Ausgleich zu den orangen Dekoartikeln ganz weihnachtlicher Präferenz zu sorgen wusste. Wie haben wir das gemacht? Zwiebeln, kleingeschnippelt angebraten in Olivenöl, Zucchini, kleingeschnittene Tomaten und Basilikumblätter hinzu, Salz, Pfeffer und frischen Oregano auch noch. Köcheln lassen, ein Schuss Rotwein leicht süßlicher Note war geeignet das kochende Experiment zu vervollkommnen. Oliven müssen da rein tönte es während überlegt wurde, ob die Soße ausreichend mit Tomate versorgt war. Tomatenmark wurde eine kategorische Absage erteilt, die den frischen Charakter erhalten sollte, der übrigens wunderbar zur Geltung gelangen konnte, was uns nebenbei bemerkt zu diesem famosen Foto inspierierte, welches die Zutaten in leckerer Kompostion zu zeigen weiss. Hmmmm.

Spinatblätter en masse hinzu, mit Deckel drauf kurz zaubern und dann die kleingeschrumpfte Folge begutachten; umrühren — ab in eine Form mit kleingeraspelten Käseresten unterschiedlicher Artenvielfalt trockenen Zustandes belegen und im vorgeheizten Backofen für ca. 10 Minuten backen, raus und mit Mozarellascheiben belegen, die dann alsbald die erwünschte Färbung anzunehmen wissen, die uns dann auch geschmacklich zu der höchsten Notenvergabe verleitete.
Dazu Wein. Nochmal hmmmmmm nein – aaahhh, ooohhhh oder so.

Was gibt es noch? Der kulinarische Adventskalender gibt ein Türchen nach dem anderen preis.