Tag-Archiv für 'olivenã¶l'

Bulgur-Salat warm und ölig und sowieso gemüsige Ansichten und erquicklich zu erkundende zaghaft sich wahrnehmbar machende nächtliche Tendenzen

zucchini und dill zwiebel olivenoel zugabe
Etwas Salz und Würzminze war auch dabei

Spontan nach ausflüglicher Rückkehr entschieden aus vorhandenen Vorräten einen mehr oder minder leichten Abendgenuss auf die Schnelle zu fabrizieren, der aus Zucchini, Dill, grünen Plattbohnen, Zwiebeln und Frühlingszwiebeln sowie reichlich gesundem Bio-Olivenöl herstammend sich als geeignet für die in Augenschein genommene Bulgurzutat erwies.

Gekonnt den Packungsaufdruck des 20-Minuten-Kochens ignoriert :-\ und lediglich mit kochendem Wasser und Salz-Öl-Zugabe bedacht, derweil umgerührt und quellen gelassen, geht auch so ;-)
Bohnen putzten sich wie immer von selber und wurden ob des späten Zeit einfach nur schnell kurz gekocht und dann in Olivenöl gebraten, das hatte zuvor auch schon die Zucchinischeiben gesehen, die sich mit leichter Bräune geschmacklich auf dem Höhepunkt befanden.

warmer bulgur salat des naechtens
Unschwer zu erkennen — warme Bulgurnachtsalatspeisung

Grob zerschnittene Dillspitzen, kleingeschnippelte Dillstiele und Zwiebeln extra angebraten und zum Bulgur hinzu, gefühlte 32 Sekunden gewartet und noch in Balsamico vorgereifte Zwiebelstückchen hinzugefügt und dann mit dem Rest versehen. Perfekt, ein klein wenig zu viel Öl, das ist aber schließlich gesund, und fertig war der lauwarme Salat.

Funktioniert bekanntlich auch kleinkrümeliger und bohnenloser

Ach ja, klar, grob zerhackte Blattpetersilie war auch noch dabei (das ist dann natürlich nicht mehr hausfrauenbillig)!

Zufriedenstellende Fischplattenzusammenstellung auf ratsam reichlich bestückter Unterlage aus Kartoffelscheiben und weil das ja nun arg wenig zu sein schien auch noch variabel mit wilden Fenchelspitzen (genügsame Auswahl) und ein paar Oliven waren ergänzend geeigneter Natur (der Zander passte dann doch nicht so richtig)

fisch mit sowas
Fein bestreut und olivenölbetröpfelt

Bisweilen äußern Gäste diffuse Wünsche mittels plötzlich aufkeimender Abenteuerlust und sagen lauter so Sachen, dass sie dies und das ja nun auf gar keinen Fall wollen, mögen und/oder etwas verhaltener vertragen. Selbst Wünsche nach fehlendem Gebrauch von Zwiebeln :o ist schon nachgekommen worden.
Geladen zur Fischspeisung wird sich dieser Tischsitte erinnert und ein paar Wünsche zur Abendgestaltung beigetragen, Zander wäre fein, auch der Fisch und das …
Also dann bereitwillig auf ein sich nebenbei erledigendes und gut erprobtes Speisenerfolgsrezept zurückgegriffen und belegte Fischplatte auf Kartoffelscheiben an vereinzelten kultivierten Oliven und wilden Fenchelspitzen (Form 1) und bedeckt mittels Schinkenwürfelchen (die waren leider nicht so gut wie erwartet und eigentlich hätten die auch ein klein wenig knuspriger sein können), roter Paprika und Frühlingszwiebeln (Form 2, die im Bild; Form 1 ward leider verwackelt abgebildet) gefertigt.

fisch mit sowas im gesamtanblick
Fischsortenreinheit ist bei diesem Mahle umfassend ergänzt

Zander schmeckt übrigens dann doch nicht so perfekt zu dieser Zusammenstellung, aber das ward schon vorher geahnt. War trotzdem gut, aber auch schon mal perfekter, Schuld daran sind natürlich die Sonderwünsche :p

Hernach bekömmlich: Karamellisierte Limonen, die einen Tick zu lange mit dem Bunsenbrenner bearbeitet worden sind, weil zu viele auf einmal gefertigt wurden, besser also in zwei Etappen kredenzen ;-)

Durchaus im richtigen Rahmen zu verabsolutierende Annehmlichkeiten des Lebens erweisen sich als kombinationsgerechte Zusammenstellung indessen sowieso passender Pilzscheiben, Paprikastreifen, Tomatenhälften, Ganzminzblatt und zerpfückter Blattpetersilie und natürlich dazwischen Wein, Olivenöl und Gewürz (nichts für Leinenphobie-AnhängerInnen)

gruenblattnudelpilzgeschnibbelt
Vergönnte Nudelspeisung

Also, das ist doch nicht normal, oder? Das führte doch eine Mutter ihr Kind an der Leine beim Einkaufen, unterhielt sich währendessen, mit wahrscheinlich ihrer Mutter, anregend und immer wenn es am anderen Ende zu viel zappelte wurde einfach ruckartig dran gezogen. Fotos sind leider etwas schlecht und irgendwie ist das Bedauern auch schon groß, dass kein unannehmliches Video davon gedreht wurde.

gassigehen
Gassigehen — das neue Vergnügen

Viel bessere Leinenspeisung gab es dann in Form von Linguine, die mit hurtig Pilzscheiben, Paprika, Cocktailtomaten und etwas Wein zum Olvenöle eine perfekte schnelle Mittagsmahlzeit kreieren ließen, dazu winzig kleine Zwiebelwürfelchen und Minz- und Blattpetersilieblätter, letztere etwas zerrupft. Ungemein schnell und leckerfein.

Die Ernte 2010 hat überaus zart zu erschmeckende derivative Nuancen — was aber auch kein Wunder ist bei den guten Zutaten (nachahmlich)

gut gelagert und erntereif
Gut und unscheinbar gelagert ist die halbe Miete

Reichlich begeisternde Ideen fallen des Öfteren bei diversen Einkäufen in den Bedarfslädchen an, Oh, getrocknete Tomaten, ist deshalb eine passende Begleitmusik zu diesen Einfällen, was damit alles Tolles anzustellen sei. Na ja, und dann horten sie sich, weil doch lauter anderes Zeugs Vorrang genießt und dabei ist es ja so einfach daraus viel olivenoel und andere gute zutatenwas herzustellen.

Also im Januar die eingelegten Trockentomaten angesetzt mit lauter guten Zutaten nach bewährten Rezepte und nun nach zügiger Einwirkzeit geerntet. Sehr lecker! Sehr gut und kein biologisches Kampfmittel rausgekommen; das Jahr 2010 startet diesbezüglich also optimal, so soll es sein :-)

Rezept hier irgendwo im Blog. Nachmachenswerte Rezeptur, nachahmlich gut sogar!

eingelegte tomaten auf ziegenfrischkaese auf roestbrot
Die entsprechende Unterlage vorausgesetzt ergeben sich weitere Erkundungsmöglichkeiten

Bewertung letzterer Ernte auch hier unwidersprochen gültig:
Das schon zeitig genossene Produkt zusammen mit Ziegenfrischkäse samt Kräutern auf vorzüglichem mit ganz leichter Kruste versehenen Bio-Ciabatta [Graubrot, geröstet] kredenzt und gespeist, gegessen und noch irgendwelche Steigerungen deren Namen uns grad nicht einfallen, da eigentlich so rein gar nichts dem Erschmecken gerecht zu werden scheint. Wenn ihr das in euere Münder kriegen würdet…. Morbleu!

Die mit Eifer in Angriff genommene hervorlugende Rote Bete konnte zwar nicht durch grüne Wasabipaste gehäubt werden, aber dafür durfte darinnen Wilder Fenchel Platz nehmen — eilfertige staatliche Hilfe anbei

Die bei lavaterra entdeckte Rote-Bete-Suppe machte sofort nachdem erinnerlich die Lagerhaltung im Kühlschrank aus den dunklen Ecken der Kenntnisnahme hervorlugte Appetit auf weitere Nachprobiererei, die mit ein bißchen Verspätung dann erfolgreich an den Start gehen konnte.

rote bete suppe
Rote Bete Suppe erfreut wärmstens

Während gleich passend eine große rote Zwiebel zur Verfügung stand, musste die Kartoffelbevorratung erst aus diversen Lagerstätten zusammengeklaubt werden, was aber auch einiges zu Tage förderte, ausreichend jedenfalls für den Rote-Beete-Vorrat; dann verfahren nach Rezept — Zwiebeln angedünstet mit Würfelkartoffeln und etwas unakkurater zur Verfügung gestellter Bete, mit hinzu etwas Reste von Lauch, dass alles in gutem Bio-Olivenöl gebrutzelt und mit Wasser (statt Brühe) aufgegossen, Salz, ordentlich schwarzer Pfeffer auch mit rein und köcheln gelassen. Später wilder Fenchel und etwas Liebstöckl hinzu.

Da der Mixer entschieden hatte den Geist aufzugeben einfach ein wenig mit der Kartoffelpresse rumgedrückt, was zwar die Kartoffel erweichte, aber bei der Roten Bete nicht so viel Erfolg zeigte, und ist auch so ganz passend, richtige Stücke bewahren auch den unverfälschten Geschmack besser ;-)

zutaten fuer eine bete suppe
Zutaten fast alle beisammen

Schmeckt süßlich-betig und auf der betig-kartoffligen Suppengrundlage genau richtig, da braucht es auch keine grüne Wasabipaste mehr, die nicht eingekauft wurde, mit etwas Knoblauch abgeschmeckt ist es aber ebenso lecker. Allerdings zeigte die rote Färbung auch einen gewaltigen Riss im Porzellan, der sich quer durchzog, jetzt sind nur noch zwei Stück von der Sorte übrig, es muss dringend für Nachschub gesorgt werden.

Derweil spitzen sich die staatlichen Repressionen wieder zu: Im Februar will in Dresden das braune Pack aufmarschieren, es werden tausende Neonazis zum bisher größen Aufmarsch in Europa erwartet, um die Verbrechen des Naziregimes zu leugnen.

Allemal Grund genug für ein breites Bündnis aus Gewerkschaften wie Verdi und Nahrung, Genuss und Gaststätten (NGG), Antifa-Gruppen, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA), Linkspartei, Grünen, DKP, Jusos und vielen weiteren mobil zu machen gegen die Nazis. Den Aufruf den Nazis entgegenzutreten haben u.a. mehrere Bundestagsabgeordnete, Konstantin Wecker, Bela B. von den Ärzten und der Oberbürgermeister der Stadt Jena unterzeichnet.

Dies wiederum missfällt nun der Staatsanwaltschaft Dresden, die versucht die AntifaschistInnen einzuschüchtern. Gestern wurden deshalb in Dresden die Geschäftsräume der Linkspartei und in Berlin von Red Stuff durchsucht und Computer und tausende Plakate gegen den Naziaufmarsch beschlagnahmt. Bleibt abzuwarten, was sie gegen die weiteren UnterstützerInnen unternimmt.

teller putt
Teller putt, ersichtlich

Es steht zu vermuten, dass die Staatsanwaltschaft mit einem in letzter Zeit immer beliebter werdenden Konstrukt aufwartet; dabei bedient sie sich zweier Gesetze und konstruiert einen Verstoß gegen § 21 Versammlungsgesetz in Verbindung mit § 111 Strafgesetzbuch.

§ 21 VersG regelt, dass „wer in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht“ mit Strafe bedroht wird.

Insoweit nicht einschlägig da durch das Plakat nicht zu Gewalttätigkeiten aufgerufen wird oder eine grobe Störung eingetreten ist, aber wer gemäß § 111 StGB durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3 StGB) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert, wird wie ein Anstifter (§ 26 StGB) bestraft. Und der infame Clou an der Sache ist, dass es nach § 111 StGB nicht darauf ankommt, ob das Ereignis eingetreten ist! Ein Gummiparagraph mit dem sich beliebig Straftaten aus dem Hut zaubern lassen.

Mit dieser Konstruktion hebeln seit einigen Jahren die auf dem rechten Auge blinden Staatsanwaltschaften die klare Regelung des § 21 VersG aus, der eben nur eine bestimmte Handlung unter Strafe stellt. Ansonsten wäre auch schon jegliche Gegendemonstration strafbar da diese immer in Konfrontation sowohl geistiger als auch in realer Art und Weise steht. Auch Blockaden als Form der Versammlung sind vom Recht auf Versammlungsfreiheit umfasst.
Hatte früher der Bund die Kompetenz für das Versammlungsrecht, so sind inzwischen die Bundesländer zuständig, von denen einige wie jetzt gerade in Sachsen eigene Versammlungsgesetze mit zum Teil etlichen Verschärfungen auf den Weg gebracht haben, um das Demonstrationsrecht zu beschneiden, aber nicht etwa um endlich neonazistische Aufmärsche noch deutlicher zu verbieten, sondern um Einfallstore für Maßnahmen gegen die Linke zu schaffen.

VVN Plakat
Erklärung der VVN-BdA

Nazi-Aufzüge sind nach Art. 139 Grundgesetz, der die Weitergeltung allierter Vorschriften bezüglich nationalsozialistischer Bestrebungen behandelt, verboten – nur hat bisher erst ein Gericht in der Bundesrepublik dem Mumm aufgebracht gegen die Staatsdoktrin, dass neonazistische Propaganda Meinungs- und Versammlungsfreiheit für sich in Anspruch nehmen kann, die klare Regelung des Gesetzes entgegenzustellen; auch das Oberverwaltungsgericht Münster konstatiert in ständiger Rechtsprechung: „Eine rechtsextremistische Ideologie lässt sich auch nicht mit den Mitteln des Demonstrationsrechts legitimieren“.

Die konservativen Gegner dieser klaren Regelung in der Justiz, die sich jahrzehntelang aus Altnazis speiste, berufen sich dabei gerne auf den bedeutenden Staatsrechtskommentar von Maunz und Nachfolger, der diese Regelung für obsolet erklärte, was wiederum kein Wunder ist, schließlich wurde der ehrbare Jurist Maunz nach seinem Tod als DVU-Anhänger geoutet.

Die Empörung über die Dresdener Staatsanwaltschaft ist auch bei vielen PolitikerInnen derweil groß. Inzwischen fanden bundesweit mehrere Demonstration gegen das Vorgehen statt, ab heute werden trotz der Repression bundesweit die inkriminierten Plakate geklebt.

Zivilcourage zeigen! Nazis offensiv entgegentreten! Kein Naziaufmarsch am 13. Februar!

Faschismus ist keine Meinung — sondern ein Verbrechen!

Bällchen Kartoffelschnee Krokant (incl. Rezept klassisch)

baellchen kartoffelschnee krokant
Klassisch — Bällchen Kartoffelschnee Krokant

In Frühzeiten wurde sich im Hause von genussmousse´ Frau Mama als noch nicht auswärtig die Bleibe statthaft war gelegentlichen Buchweizen-Bio-Kochexperimenten hingegeben. Das wird heutzutage natürlich nicht gerne erinnerlich in Angriff genommen, verständlich wenn das Übermaß regiert — allerdings waren unter den diversen zu fertigenden Speisen bestimmt nicht die köstlichen Bällchen Kartoffelschnee Krokant, ein unumwunden als immer wieder zu kochen zu bezeichnendes Mahl, welches neben lauter selbstredend überaus gesunden Gemüse (esst mehr Gemüse!) auch diverse Beimengungen noch gesünderen Olivenöles (esst mehr Olivenöl!) aufweist und mit knackig-nussigen Geschmack ein wahres Foodschmankerl und Blickpunkt jeden Buffets ist.

minze und blattpetersilie leicht angetrocknet und zuvor zerhackt
Minze und auch die Blattpetersilie hat entschiedene Vorteile im gehackten Zustande

Der Buchweizen lagerte ja schon länger in den teilweise noch unerforschten Vorräten unserer kulinaria-katastrophalia-Küche und so erwies es sich als Glücksfall wieder zum Buchweizen hingeführt zu werden (dabei entdeckt: Belugalinsen!), die Gedanken schwelgten zwar schon in klassischen Pfannkuchen gefertigt aus ebendiesem den Bucheckern nicht unähnlichen und deshalb wohl so benannten Knöterichprodukten, aber dazu hätten sie gemahlen sein müssen wozu die Kaffeemühle hätte gereinigt werden müssen.

Ganz klar zu viel hätte, also besser anders ;-) und ein paar Experimente gestartet, gekocht, geröstet, mit Gewürzen auch noch, dann verschiedene Bratvarianten und sogar ein kleines Buchweizen-Popcorn-Experiment hatte Ansätze von Gelingen.

unfoermige kartoffel schafskaese kraeuter baellchen
Kwetsch aus Kräutern, Käse, Kartoffel wohlgeformt :D

Nun, langer Rede kurzer Sinn — es wurde sich für die perfekteste mit den vorhandenen Genüsslichkeiten in Einklang zu bringende Variante entschieden. Dazu wurden lecker schmeckende Bio-Kartoffeln ohne Schale in Salzwasser gekocht, zerstoßen, gequetscht nicht etwa zu Kartoffelstampf, sondern zu feinstem Kartoffelschnee, der mit zerbröselten Schafskäse ergänzt wurde.

Kräuterstiele von Blattpetersilie und kleine Frühlingszwiebelstreifen wurden geschmackvoll in Olivenöl angeröstet (der kleine Unterschied zwischen braun und verkohlt) und mit leicht angetrockneten zerhackten Minzblättern und Blattpersilieblatt zugegeben und mit einem Schuß allerbesten Bio-Olivenöles vervollständigt (nicht kleinlich sein).

buchweizen angeroestet gekocht und gebraten
Überaus famos der lässig gestreute geröstete Buchweizen

Eine kleine Variante wurde auch noch mit fein geschnippelten Endivienblatt versehen und dann ging es an die Buchweizenzufuhr, die wurde nämlich ohne Öl aber mit etwas Salz in der Pfanne geröstet, sodann gekocht, er sollte knackig werden, wurde aber in Gedanken an Unachtsamkeit etwas weicher ;-) und deshalb nochmals in einer 4 zu 1 Sonnenblumenkernöl-Olivenöl-Mischung angebraten, was eine gute Idee war und äußerst knusprige Ergebnisse zeitigte, also perfekt für die anstehende Umrundung (vorherige Experimente nur mit gekochten Buchweizen waren nicht so gut).

kartoffelkaesekwetsch auf beluga linsen
Die Belugalinse bettet gut

Die Größe der Bällchen varierte je nach Zubereitungsperson von klein bis praktikabel annähernd rund und so wurden sie dank des dem Buchweizen noch anhaftenden Öles rangedrückt, serviert und zufrieden verspeist.

linsenumhuellte kugeln aus kartoffel kaese schnee
Kartoffelkäsekugeln im Linsenkleid mit Tropfen vom feinsten Olivenöle

Knackige Momente des Genusses ließen gleich an die Massenproduktion denken, denn auch die Hinzufügung des gerösteten Buchweizen zum Kartoffelkäsekräuterschnee war eine erfolgreich ausprobierte Kredenzung.

Ebenfalls gelungen eine weitere Möglichkeit: zu Ausprobierungszwecken waren auch noch ein paar der bei der Buchweizensuche entdeckten hübschen schwarzen Beluga-Linsen gekocht worden, die gleichfalls umrundend ein schickes ein bissl abbröselndes Mäntelchen aufwiesen, was mit ein paar Tropfen kräftigen Olivenöls verschönert wurde, auch sehr lecker!

knusprig umhuellt mit geroesteten buchweizen

Nachmachen angeraten, schon jetzt ein Klassiker der modernen Buchweizenkochkunst!

Zutaten:

Bio-Kartoffeln, diverse Sorten
Schafskäse, guter kräftiger griechischer
Buchweizen, vorrätiger
Frühlingszwiebeln
Blattpetersilie, Minze (alles frisch)
zwei Endivienblätter nach Wunsch
Salz
Sonnenblumenkernöl
Bio-Olivenöl, allerbestes! kräftiges!

Rezept auf die Schnelle

Salzkartoffeln kochen, zerstampfen, Schafskäse reinbröseln, geröstete Frühlingszwiebel und Blattpetersiliestiele mit hinzu, zerhackte Minz- und Blattpetersilieblätter und Olivenöl ebenso; Buchweizen mit Salz anrösten (der Geschmack!), kurz kochen, abtropfen lassen und in Öl anbraten und um die zuvor geformten Bällchen betten und versuchen möglichst noch vor Mitternacht fertig zu werden :-)

Ach ja, wenn es noch Tipps gibt wie die Buchweizen-Kerne-Samen-wie auch immer eine noch perfektere Deckschicht bilden — nur her damit ;-)

Des Gefülles holdes Zusammenzustellendes erwies sich nach Tränkung harter aufgefundener in der hintersten Ecke sich befindlicher Trockenpilze durchaus akzeptabel, aber klassisch mit Winterspinat, Frühlingszwiebel und Sommerschafskäse und einem Hauch Herbstpflaume der richtige Start (doppelte Bildführung)

Auch wenn der Butternutkürbis sich als dekoratives Stück bequem in der Küchenausstellung gemacht hatte — so war die Zeit gekommen allerlei sich über die Jahre, Monate und letzten Tage angesammelte Dinge hineinzustopfen, gefüllt und zuvor gebacken eine Spezialität raunte Besuch und warum nicht unakkurat zur Teilung schreiten und die sich dadurch ergebende Möglichkeit zweifach ausschöpfen.

kuerbis butternut gefuellt
Schafskäse-Zwiebel-Spinat mit knusprigen Kürbisstückchen

Also erstmal die kiloschweren Schafskäsevorräte verringert, den für Salat vorgesehenen Spinat umfunktioniert und mit Frühlingszwiebeln angedünstet in bestem Bio-Olivenöle und den Käse untergerührt; zuvor aber noch einige Stücke Butternut knusprig gebraten vor der gesamten Zugabe.

Der geteilte Kürbis derweil mit Olivenöl und Pfeffer, fein im Backofen gebacken.

Die andere Füllung wurde mit mehr und wesentlich längerer sanfter Braterei der restlichen Butternutstückchen eingeleitet, derweil wurde sich erinnert, dass seit Jahr und Tag diverse getrocknete Pilze ihr Dasein irgendwo zu fristen pflegten und noch erinnerlicher war da der Tipp von genussmousse, dass diese eingelegt in Marsala sich als noch köstlicher erweisen.

butternutkuerbis gefuellt
Überbacken mit Blauschimmelkäse — diverse Trockenpilze und Pflaumen

Ein geringer Schluck Likörwein zu den Steinpilzen ward gefunden und nach urplötzlicher Aufsaugung auch noch dummerweise mit Martini rosé ergänzt (dominiert doch etwas), aber immerhin nun weich ;-) also andünstfähig und deshalb hinzu. Später noch Pflaumenstückchen und ein paar Gewürze. Außerdem dann später zum Backen noch Blauschimmelkäse drauf.

War in der Pfannenspeisung ganz lecker und als Ergänzung zu Nudeln oder Kartoffeln aber sicher geeigneter, als als Füllung, die klassische Spinat-Schafskäse-Füllung hingegen erwartungsgemäß perfekt :-)

Bis zur nächsten Butternutkürbis-Saison lassen wir uns noch was anderes einfallen ;-)

Nachholbar präsentables Seeflusslandgetier eignet sich nicht nur in der Luft heiß beweihräuchert, sondern auch in waagerecht annähernd aalmorph geschätzter Lage (Anleitung + Gewissen)

Da war der überraschend aus der Tüte der Verwandtschaft gezauberte Aal in doppelter Ausführung durchaus geeignet ein Hurra! auszurufen, geangelt von einem passionierten Angelfreund, der im Gegensatz zu Sammelhamsters Quelle, zwar selber die Beute zu verspeisen pflegt, aber auch ein gutes Herz für kulinarisch Interessierte hat.

aal gemehlt und gebraten samt zitrone
gestückelt und glücklich zitronengespritzt

Aale sind zur Zeit bedroht, der Bestand verringert sich in den letzten Jahren und der zum Fisch des Jahres 2009 gekürte Wanderfisch wird der Weg aus dem Meer vielfach durch Abfischen der zugegebenermaßen sehr delikaten Glasaale schwer gemacht und v.a. die energietechnisch zwar sinnigen, aber schwer überwindbaren Wasserkraftwerke in den Flüssen bewerkstelligen ihr übriges.

Das schlechte Gewissen ist aber insoweit etwas hinfälliger, als dass der liebe Angelfreund mit seinem Angelverein fleißig junge Glasaale aussetzt, die dann munter die wasserreiche Landschaft durchqueren können.

Geräuchert ist er eh eine Delikatesse, gekocht eher nicht, aber frisch mit Öl benetzt mundet er ungemein. Dazu wird er einfach gesalzen und zitroniert und gemehlt und dann in bestem delikatesten Bio-Olivenöl-Bio-Rapsöl-Mischverhältnis gebraten und ganz zum Schluss nochmals mit Zitrone versehen.

Äußerst lecker, von der gebratenen Konsistenz her ein festeres „Fleisch“, Anleihen an Stockfisch durchaus angebracht, aber weitaus besser, je jünger die Exemplare desto schmackhafter!

Zutaten:

Aal,
Olivenöl, Rapsöl,
Salz, Zitrone

Rezept:

siehe oben ;-)

Zwecks Backofenkost ausprobierlich vonstatten zu gehende Deckelung von Kaninchen gar köstlich mit Kartoffeln famos und auf Knien zu verköstigender rosa Kaninchenleber in Rigani-Wein-Sauce

Das Kaninchen, welches bekanntlich immer für köstlichste Kredenzung vorzüglichst sich eignet, war mal wieder dran, und angesichts des Bedürfnisses nach ganzganz viel Kartoffeln war klar, dass eine Schmorbratpfannenvariante nicht in Frage kam. Also ab in den Backofen damit, mit genügend Alufolie (oder passenden — bei uns Mangelware — Deckel) drauf.

kaninchen mit kartoffeln aus dem backofen
Vorteil des Backofens — meeehr Kartoffeln :D

Zuvor aber noch die Kaninchenteile in gepfefferten Olivenöl (beste Qualität bitte!) anbraten und mit mineralisch schmeckendem trockenem Weißweine ablöschen, sodann in die große Form, Kartoffeln, Salz, Pfeffer, Rigani, Wein (bis 1/3 Höhe zum Backgut) und noch mehr Olivenöl rein und mit mehrfach gelegter Alufolie abdecken und erst mal auf dem Herd für 10 Minuten kochen lassen bevor es in den vorgeheizten Backofen für ca. 1 1/2 Stunden rein kann.

Zutaten:

Kaninchen, ganzes zerteilt
Kartoffeln, viele :-)
Olivenöl, eigentlich auch ganz viel :D
Rigani, Salz, Pfeffer (weiß und schwarz)
Weißwein, mineralisch (Penedes-Region)

Zischendurch nachschauen und rumdrehen den Inhalt, in den letzten 10 Minuten nochmal Rigani und Zitrone mit hinzu, anschließend 5 Minuten ohne Deckelung bräunen. Sehr lecker, wenngleich mit der Pfannenvariante nicht ganz mithaltend, ist aber schließlich auch eine ganz andere Speisung ;-)
Einige Teile des Kaninchens wiesen zudem noch ein saftig-weiches Fleisch auf, welches wohl durch die Position unter den zahlreichen Kartoffeln liegend diese ideale Konsistenz hervorrief — beim nächsten Mal also noch mehr von den leckeren Kartoffeln :-)

kaninchenleber in kaninchenbratoel samt wein und rigani
Kleinere Depots von bis zum Anschnitt unentdeckter Farbansammlung waren auch gar nicht schlimm ;-)

Nach der Versorgung des Backofens mit der Kaninchen-Kartoffel-Form konnte sich genüsslich an die Zwischenspeisung, die überaus köstliche Kaninchenleber gewagt werden, die ja bisweilen leider mal zu fest auftritt. Diesmal allerdings wunderbar zart und weich, verspielte Geschmacksnuancen und eine Zaubertöne auf das Gesicht zeichnende Sauce.
Die Kaninchenleber wurde der Einfachheit halber nämlich gleich in dem vorzüglichen Bratöl der Kaninchenteile gebraten, welches durch Bratensaft und Weinhinzugabe schön so köstlichst schmeckte.

Zutaten:

einfach nur Kaninchenleber
beste Bratsauce (Weißpfeffer, Rigani, Olivenöl, Salz, Wein)
weißer Pfeffer, Rigani,

Außerdem wird dann die Temperatur nicht so hoch, also super geeignete Bratumgebungsatmosphäre, die auch durch gelegentliches Runter- und Raufdrehen des Gases perfekt gehalten werden konnte, das Bratgut während der paar Minuten Bratzeit zwischendurch mehrmals umdrehen und anfangs auch noch etwas pfeffern und mit einem kleinen Schluck des mineralischen Weißweines versorgen. Hernach Streusel von Rigani und Tunken mit Brot in die phantastische Sauce.

Wie beschrieben — köstlichst!