Tag-Archiv für 'muskat'

schlicht einfach aufgetischt

salzumsorgtes schinkenstueck
Ohne Salzkruste wär es nicht echt

Einfach Zwiebeln in Olivenöl angeschmurgelt, noch versehen mit Frühlingszwiebeln, die sich ganz hinten im Kühlschrank versteckt hatten mitsamt dem sich salzkrustig eigentlich ganz hübsch machenden Schinkenstück, das anteilig kleingeschnippelt mit hinzu durfte. Und Pilze waren natürlich auch noch dabei ;-)

pilz schinken nudel und zwiebel
Pilze gab es schon lange nicht mehr

Und dann in aufopferungsvoller Tätigkeit einige Mitbringsel verarbeitet, um es sich auch infolge von Essensnotstand so richtig gut gehen zu lassen, Ablichtung folgt.

Spaghetti an Pilz-Sahne-Champagner-Soße, scharf gewürzte Katzen und andere nicht minder pikante Vorlieben

Zugegeben — die Zugriffszahlen auf unseren Blog sind merkwürdigerweise in den letzten Tagen gestiegen. Darunter sind auch so Bonmots wie die google-Such-Treffer
anleitung für männer, GESICHTSSTUDIEN, wie topfe ich eine pflanze ab und aufhängösen.
Da passt ja alles zusammen und die Lösung ist auch gleich ergoogelt. Pikanter sind da noch die Suchen kulinaria stalin und rezepte extra scharf katze — dies wiederum lässt auf Forschungsdrange schliessen, der nicht uninteressanter Natur zu sein scheint. Mal schaun, was sich da an neuen Rezepten auftreiben lässt :D

Bisweilen was ganz Profanes: Spagetti (neuerdings ohne h) mit Pilzen und roten Zwiebeln in Sekt-Sahne-Sauce mit einem Hauch von Muskat.

Spaghetti an Pilzsahneso�e
Der Sekt war halbsüßer Natur und harmonisierte mit süßer Zwiebel an geschmacklosen weißen Pilzen, die durch Muskat angenehm wohlschmeckend in der zugegebenen Sahne wirkten und die Spaghettis angenehm zu bereichern wussten.

Filet mit Pilzen (deftig) in Sahnesoße (delikat) mit Dosen-Möhrchen und ein, zwei, drei Erbsen (süß) und Semmelknödeln (Instantware)

Wenn die Gelegenheit vorhanden ist, endlich sich mal dem deftigeren Mahle zuzuwenden, dann schien dies der richtige Zeitpunkt zu sein. Der Hunger machte sich wie üblich zu Nutze, dass die Konzentration auf unaufschiebare Dinge sich dem absehbaren Ende zuneigen würde, und sprang müde, gehetzt und gar nicht fröhlich aus uns heraus. Passend zum herbstlichen Ambiente vor unserem Küchenfenster musste deshalb einfach rustikale Völlerei auf einfache Art ran. Wir brauchten das jetzt einfach mal wieder. Und da das kaum Aufwand macht, wurde ausnahmsweise auf Dosenware und Trockensemmelknödel zurückgegriffen (kommt nicht wieder vor so schnell). Das Filet wurde schnell gebraten und in einer Pilz-Sahne-Sauce zur Vollendung gebracht. Abgeschmeckt mit einer Prise Muskat war es lecker und mundete anderntags noch besser. Außerdem müssen wir uns jetzt sputen damit wir noch unseren Beitrag zum Blogevent Kastanie rechtzeitig fertigstellen — wir haben da nämlich eine ganz nette Idee ;-)

Filet mit Pilzen in Sahne-Sauce
Pilze und Filet als gelungene Kombination in sahniger Vollendung unter zweckoptimierter Ausnutzung nicht vorhandener Zeitkontingente

Schnell und eifrig belegter Yufka-Teig mit roter Paprika in schwurbeligen Zwiebeln – als da wären rote und weiße Exemplare und natürlich Crème fraîche mit Oregano-Muskatnote und als Beigetränk Federweißer (Rezept)

Irgendwas was superschnell geht und wir deshalb ganz viel Zeit haben, um den eigens erworbenen Federweißer – jenes sagenumwobene Getränk mit fortsetzender Gärung, lustigem Geblubber, aufsteigenden Perlen und manchmal trüber Aussicht – entsprechend würdigen zu können. Aber leider wieder mal zu lange gewartet, um endlich die Maronen der Verarbeitung anheim stellen zu können, die nun den Weg allen Vergessens auf Grund fortschreitender Schlechtigkeit gehen mussten. Verdammt! Was nun?!? Zwiebelkuchen kam in den Kreis der näheren Betrachtung und erwies sich angesichts eines immensen Vorrats an allerlei Sorten als erfolgversprechende schmackhaft daherkommende Spezialität, die wir schon ganz lange nicht mehr herbeigezaubert hatten. Den Teig waren wir absolut zu faul, um ihn selber zu machen und so wurde nach Ausschickung und froher Heimkehr aus dem mitgebrachtem Yuftateig (so eine Art Phyllo-Teig) als Grundlage was ganz Zwiebeliges fabriziert, das durchaus (wie fast immer) uns wieder mal die Bestätigung zu bringen vermochte, dass die Welt wohl doch nicht morgigen Tages dem Untergange geweiht sei.
Das Rezept ist so simpel wie einfach nachzumachen weshalb wir das hier mal kurz beschreiben:

Zwiebelig belegter Yuftateig
Zwiebelig belegter Yufkateig

Reste von roter Paprika zusammen mit ganz viel Zwiebelringen (mal größer — mal kleiner) anbraten in ein wenig Öl und mit ordentlich Peffer aus der Mühle würzen, Salz kommt auch noch mit rein und etwas Muskat. Während das brutzelt wird im vorgeheitzten Ofen schon mal der vorher schön fein für jede Lage gölte Yufta-Teig in vierfacher festgedrücker Übereinanderstapelung knusprig gebacken (so ca. 10 Min). Die Zwiebeln dürften dann schon so langsam ins Braune tendieren und das ist dann der Augenblick um das kalorienstrotzende (das Wort bringt uns doch wieder Diät-Anzeigen) Crème fraîche ins Spiel zu bringen, welches ja auch ganz famos zu allerlei zu passen pflegt. Während das dann kurz einköchelt bietet sich hier dann nochmal die Gelegenheit die Pfeffermühle in Gang zu bringen und Alles dann mit ein Schwubs auf den Yufkateig zu verteilen, kurz oh rufen, und dann ab für 5 Minuten zum Weiterbacken in den Backofen. Guuuttt!
Drauf kam noch frischer Oregano und verfeinerte den zum dritten Mal in Anschlag gebrachten Pfefferbestreuungsauftrag. Grünes Dekoeinerlei gabs extra für tolle Fotos auch noch dazu.