Tag-Archiv für 'mehl'

Verdientermaßen war die Fertigung einer sich als gerade noch galetteartig gerierenden Mischung geboten unter den gegebenen Umständen, die sich einmal aus dem Wunsch nach herzhafterer Nachmittagskost ergaben und andererseits sich auch daraus speisten, dass auch genau dies ohne Kenntnis des ersteren ebenso anvisiert zu werden wünschte (doppelte Hinwendung zum Festen)

fast galette herzhaft belegt
Kräftige FrühstücksNachmittagskost variiert mit vielerlei Herzhaftigkeit

Das sich den nachmittäglichen Frühstücksgewohnheiten eingewöhnende Da muss jetzt aber noch was anderes auf Tisch kommen wurde in Tat und Planung umgesetzt bevor der Besuch auch nur Papp sagen konnte, alles schon da und problemlos durch schnellste Fertigung in die Pfanne zu hauen.
Mischung so überblickshalber aus der Hand geschüttelt, Mehl aus Weizen und Mehl aus Dinkel (Ja, in Galette kommt Buchweizenmehl rein), ein, zwei, drei, vier, fünf, sechs Eigelb, Salz, Milch, etwas Mineralwasser und dann noch geschlagenes Eiweiß für die Fluffigkeit — und wirklich alles so nach Gefühl, bei Crêpe undPfannkuchen kann ja fast nicht schiefgehen ;-) .

Derweil zeitgleich in dem einen Pfännchen Apfelstückchen mit Thymian angebraten in neutralem Öle und mit Calvados abgelöscht und im anderen Gefäß Schinkenspeck mit frisch vermahlenem Pfefferhauch. Weiter Erkundungen in Richtungen Frühlingszwiebeln und Ergänzung mit diversen Käsesorten folgten. Lecker herzhaft. :-)

Der Handhabbarkeit geschuldeter Flammkuchen erwies sich den Bedürfnissen mehr als gerecht — das lag aber auch an fulminanten Zwiebelvorräten, immerhin aus drei Sorten bestehend, und ebenfalls dreifach strukturiert sich gebender Schinken mit Speck, kleingeschnippelt (vorgesehene Birne ward vergessen)

Der Arbeitsüberlastung und anderweitigen Aufenthalt war das Mahl geschuldet, einfach zu bewerkstelligen in zeitlicher Hinsicht und unter aufopferungsvoller Hingabe der vorrätigen Nahrungsmittel, die geduldig wochenlang auf die Fertigung harrten.

Ganz klar, alles war da, um sich auch mal an einen Flammkuchen zu wagen; bei Sammelhamster war doch neulich einer, natürlich kein Rezept dabei (muss sich erst laaaang durchgeklickt werden ;-) ), Hah! Hefe! Hefe war nicht da, also Suchen in den Weiten des Internet. Die Mestolo.Version sieht sehr lecker aus, hat aber ebenfalls besagte Zutat, das Rezept bei Küchenzaubereien kommt auch nicht ohne aus, ebenso Bolli oder missboulette.

Flammkuchen zu tisch
Flammkuchen und Federweißer

Schließlich bei Kk =Kegala kocht fündig geworden — dabei weiß doch jedeR, dass kk kulinaria katastrophalia heißt ;-)

Prima, Mehl, Salz, Wasser, Olivenöl, genau so wurde sich das vorgestellt — sollte das traute sich langsam aufzuwärmen zu beliebende Heim nicht mehr verlassen werden :D

Rezeptlich war zwar noch Dinkelmehl vorgesehen, aber da wollten wir nicht so kleinlich sein, stattdessen wurde das Wasser durch hübsch sprudelndes Mineralwasser ersetzt (soll auch locker machen).

Ging dann auch ganz einfach, Mehl mit Wasserzugabe, so nach und nach, versetzt und in 5 Minuten geknetet, zwischendurch Olivenöl und Salz mit ran; wenn der Teig nicht mehr klebt und nicht zu wässrig ist, ab für 30 Minuten in den Kühlschrank und derweil Zwiebeln, rot, weiß, Gemüse, geschält und kleingeschnitten, ebenso die drei Schinkenspeckreste.

Flammkuchen
Erste sich rechlich bedeckt gebende Fuhre

Für den Belag Crème fraîche mit Pfeffer, Salz, Thymian und etwas Sahne verrührt und auf den ausgewalzten dünnen Teigfladen aufgebracht, Zwiebeln und Schinken kurz angebraten und ebenfalls mit hinzu, ein Klacks noch oben drauf stellenweise und ab in den vorgeheizten Ofen für 20-25 Minuten (Stufe 3-4 Gas).

Die erste Fuhre mit verquatschten 30 Minuten erwies sich als ein paar Minuten zu lang, die zweite genauer beobachtete Ofenware war genau richtig, weich mit beginnender Härte, der Belag noch nicht vollends verkohlt ;-) schmeckte gut, Belegung etwas zu reichhaltig und war aber irgendwie auch noch als verbesserungswürdig erachtet worden. Zwiebeln vielleicht beim nächsten Mal nicht anbraten? Irgendwelche gewürzlichen Beigaben eventuell noch (eine kleine rosmarinbelegte Ecke passte gar nicht) oder doch ein wenig Dinkelmehl zum Teig für etwas kräftigeren Geschmack?

Wird in Bälde ausprobiert, der obligatorische Federweißer muss ja irgendwie weg :-) und da die Sichtung der verpassten Foodblogs mindestens zwei Tage in Anspruch nehmen dürfte, ist die Versorgung derweil gesichert ;-)

Nachholbar präsentables Seeflusslandgetier eignet sich nicht nur in der Luft heiß beweihräuchert, sondern auch in waagerecht annähernd aalmorph geschätzter Lage (Anleitung + Gewissen)

Da war der überraschend aus der Tüte der Verwandtschaft gezauberte Aal in doppelter Ausführung durchaus geeignet ein Hurra! auszurufen, geangelt von einem passionierten Angelfreund, der im Gegensatz zu Sammelhamsters Quelle, zwar selber die Beute zu verspeisen pflegt, aber auch ein gutes Herz für kulinarisch Interessierte hat.

aal gemehlt und gebraten samt zitrone
gestückelt und glücklich zitronengespritzt

Aale sind zur Zeit bedroht, der Bestand verringert sich in den letzten Jahren und der zum Fisch des Jahres 2009 gekürte Wanderfisch wird der Weg aus dem Meer vielfach durch Abfischen der zugegebenermaßen sehr delikaten Glasaale schwer gemacht und v.a. die energietechnisch zwar sinnigen, aber schwer überwindbaren Wasserkraftwerke in den Flüssen bewerkstelligen ihr übriges.

Das schlechte Gewissen ist aber insoweit etwas hinfälliger, als dass der liebe Angelfreund mit seinem Angelverein fleißig junge Glasaale aussetzt, die dann munter die wasserreiche Landschaft durchqueren können.

Geräuchert ist er eh eine Delikatesse, gekocht eher nicht, aber frisch mit Öl benetzt mundet er ungemein. Dazu wird er einfach gesalzen und zitroniert und gemehlt und dann in bestem delikatesten Bio-Olivenöl-Bio-Rapsöl-Mischverhältnis gebraten und ganz zum Schluss nochmals mit Zitrone versehen.

Äußerst lecker, von der gebratenen Konsistenz her ein festeres „Fleisch“, Anleihen an Stockfisch durchaus angebracht, aber weitaus besser, je jünger die Exemplare desto schmackhafter!

Zutaten:

Aal,
Olivenöl, Rapsöl,
Salz, Zitrone

Rezept:

siehe oben ;-)

Die klassische Kochvariante verheißt mitnichten nur Schnödes — stattdessen sondern und sowieso drei in Eins-Schmankerl (inzwischen schmeckt die Hauptzutat zu Drei ja wieder)

patates rigani zitrone
Kartoffel grob geschnippelt und durch reichlich Olivenöl versorgt (und Rigani, Salz, überaus perfekt)

Bisweilen darauf erpicht die Tomatensauce schmackhaftesterweise zu vollenden wird gerne auf den Sommer gewartet. Sodann kann mit einem Riesenberg Tomaten so richtig losgelegt werden.
Ein klassisches Rezept zur allgemeinen Erbauung und Gesundung notleidender Geschmacksverirrungen. Geht so simple wie einfach folgendermaßen: Zwiebeln, hier rot (sonst auch anders oder Schalotte) anbraten, sodann Sardellen (oder Äquivalent) hinzufügen, braten, natürlich alles in Olivenöl, bestem; die praktischerweise wieder vorzüglich schmeckenden Tomaten grob geschnippelt hinzu, mit Restweißwein abschmecken, köcheln lassen mehr als 30 Minunten. Ach ja, ganz vergessen nach den Sardellen noch Reste von Auberginen hinzufügen, macht sich perfekt, Gewürze wie Salz, schwarzer Pfeffer, etwas Rigani und frische Basilikumblätter überzeugen auch.

gebraten fisch gemehlt
Mehl ist nicht das Schlechteste — Rotbarschklassik

Duftet wunderbar fein und passt vorzüglich zu allerlei anderem ebenso passenden Kulinaria. In diesem Fall leckere Patates mit Salz und Rigani und schnell in Mehl gewälzten Rotbarsch-Filets (aufgetaut da tiefgefroren).

Macht also aus drei allein schon kaum von der verwöhnten Kredenzung abhold erklärten Dingen ein famoses Endprodukt — die klassische Sommerküche. Nachmachen garantiert beste Gelegenheit es sich richtig gutgehen zu lassen, Hurra! :-)

drei koestlichkeiten in einer speise
Zwar mattfarbig aber ansonsten superb

p.s. schmeckt nur richtig bei vollkommener Dunkelheit außer Haus

p.p.s. nach Wochenendausspannerei noch glorioser :D

p.p.p.s. auch sonst schlicht nicht schlecht

p.p.p.p.s- ach so, klar — Knoblauch gehörte auch noch mit rein (NIE vergessen)

Nachtrag: Weißweinkredenzung, viel, einwenig, nicht vergessen…

Von nicht ungefähr habhafter und daher sanfter Betulichkeit im Hinblick auf die Schütthaltung bedacht war es im zweiten Anlauf und dabei sogar mit einer interessanten Variation geglückt — buntes rotgelbgrünes Geschick

junger mangold leicht frittiert
Erste junge Mangoldblattkunst

Die glücklich sich schätzende Auberginenzeit macht sich hier immer mit reichlich Exemplaren bemerkbar, die sich zwar sehr schick machen auf dem Küchenregal oder wo sonst noch Platz für das Gewächs ist, bisweilen ist aber einfach die Handhabbarkeit im Kochglück etwas reduzierterer Natur.

Bei Spülkönig & Kitchenqueen war neulich so eine leckere Kreation aus Malaga zu sehen. Hauptbestandteile dabei waren Auberginen und Honig, Wein und Ausbackteig. Müsste sich machen lassen; feinfein, also ran, die Exemplare, zeigten auch schon leichte runzlige Schwächen außenrum.

aubergine in leichtem backteig mit honig-wein-mischung versehen
Natürlich mit reichlich Olivenöl versehene Tapaskost mit Honig-Wein-Sprengsel

Die Zubereitung ist etwas ausgefeilter, als die Auberginen bisweilen auf den Tisch kommen.

Die in Scheibenformat geschnittene Melanzani aus einer schönen dunkelvioletten Rundfrucht herstammend wurde gesalzen und gesalzen, was leider einmal zuviel des Guten war. Der Hinweis bei S&K , die Scheiben ordentlich abzuspülen, war wertvoll, ward aber nicht gemacht.

manchmal haben auch auberginen ein bewegendes innenleben
Manchmal haben auch Auberginen ein bewegendes Innenleben ;-)

Aber erst mal weiter im Kochvorgang. Derweil wurde nämlich schon mal der Ausbackteig angerührt. Ganz nach Rezept mit fast einer Flasche Bier, etwas Mehl, einem Ei (ist aber eigentlich nicht unbedingt nötig) und etwas Salz und vielen schönen Safranfäden. Kann auch bei gewünschter festerer Außenumrundungsstruktur mit mehr Mehl angerührt werden.

ausgebackenes junges mangoldblatt mit teigausformungen
Ausgebackene Spuren entzücken das jung Mangoldblatt

Die erste Bratung dann schön in Form und Farbe, der Eintauchteig war eher dünnflüssiger und beschenkte die runden Scheiben mit einem die Eierfrucht schon herauskommen lassenden leichten Behang.
Die erste Probeverkostung war dann eher der nicht so eingeübten Nichtverzückung gewidmet — total versalzen, Würg, da half auch nicht die aus Orangenblütenhonig-Malaga-Wein (es ward eine portugiesische Möglichkeit in Anspruch genommen) kreierte Übertröpflegelegenheit.
Uuhh, also schnell die restlichen Scheiben ganz, ganz brav abgespült um wenigstens die nächsten zwei Fuhren genießen zu können.
Das Resultat war dann auch wesentlich angenehmer als die Salzversion, irgendwie war da doppelt gesalzen worden :-( , naja die Rubrik Katastrophalia muss auch mal wieder gefüllt werden.

fluessiger safranfaden ausbackteig zu mangoldblatt
Safranfaden wissen durchgezogen sich gebenden Mangold neues Glück zu bescheren

Nicht ganz so passend war zu den gebratenen Auberginen die Honig-Wein-Mischung, war doch zu süß als alleinige Zugabe, mit etwas herberen Ahornsirup kommt das bestimmt besser oder im Zusammenspiel mit etlichen anderen Tapas.

Da vom angerührten Teige noch viel da war, wurde einfach mal ausprobiert da hindurchgezogene Mangoldblätter zu braten — Exzellent kann nur gesagt werden, da hinzu passt tröpfelnderweise die Sauce optimalst, sehr lecker in dieser Variation. Also wanderten auch noch der Rest der vielen bunten gelben, grünen und roten jungen Mangoldblätter (die gerne mit Stiel gebraten werden können — auch wenn einige das nicht glauben können) in die safranversetzte Ummantelungsflüssigkeit, die inzwischen durch die längere Ziehzeit noch gelber glänzte. Ganz überfamos lecker!

roter mangold leicht mit safran und so umbacken
Und weil es schön ist auch noch das rote Mangoldblatt :-)

Zutaten:

Auberginen, violett
Mangold, jung und bunt
Bier
Mehl
Ei
Salz
Olivenöl
Orangenblütenhonig
Malagawein (hier verwendet als Ersatz ein portugiesischer Likörwein)

Sich mal eben so ergebende Bärlauchnockerl, die ganz kochprofihaft mal eben so etwas länger in der Handhabung brauchen durften (Hinweise und Tipps)

baerlauchnocken grob geformt

Bei Genussmousse ist die große Bärlauchhektik ausgebrochen, schnell musste was aus 7 ergatterten Blättern zusammengestellt werden, ganz der Umgebung angepasst wurden es Nocken (als faule Ausrede für das Nichtauftreiben von Kaninchenleber) mit Bärlauch. Da hier noch ein Bündel von dem wunderbaren Bärlauchblättern war, wurde sich sofort eifrigst an die versprochene schnelle Zubereitung gemacht. Quark in doppelter Portionierung zum Abtropfen bereitgestellt; rezeptiosensationell Butter vorgesehen, schon wieder Butter, verdammt, warum müssen denn so viele mit dem Zeug kochen, geht das nicht ohne, hmm…

Suchen, war da nicht noch irgendwo welche, tatsächlich, sah ansprechend karotingelb aus und lag augenscheinlich schon seit letztem Jahr in dieser kleinen Kiste, roch leider auch so, also mal Klartext — Olivenöl wird nicht so schnell schlecht ;-)

Dann — ganz kochprofihaft — gesehen, dass die für den Quark benötigte 2-Stunden-Abtropfzeit doch hinten und vorne nicht reicht. Also sowieso eine Nacht abwarten bis auch die letzte für den Verarbeitungsvorgang unnotwendige Flüssigkeit entronnen ist. Das passte dann auch wieder mit den Ladenöffnungszeiten zusammen.

Dann wie vorgesehen gearbeitet und alles, aber auch fast alles genauso wie beschrieben gefertigt (bis fast auf die kleinste Grammzahl).
Resultat waren ganz interessante Nocken, die eher etwas kleiner ausfallen sollten (erste größere Probenocken waren nicht so gut), die brauchen auch dringend etwas Butter im Anschluss und die Zugabe von Bärlauchpesto wäre rein geschmacklich sicherlich nicht falsch (irgendwie fehlte da noch was für die Abrundung), war aber halt grad nicht da. Zergingen auch schön weich bei der Verkostung, die Nocken, das gibt es in Variation bestimmt demnächst mal wieder.
baerlauchnockerl
Parmesanübehobelte Bärlauchnocken — dazu ganz schlichter Blattsalat (eignet sich hervorragend), nur überträufelt mit etwas Essig und Olivenöl.

So, und jetzt noch ein Hinweis in eigener Sache: Unsere famose Gurke hat es in die Abstimmung für den Blogsportheadercontest geschafft, da der Rest der Darbietung große Verkennung dessen ist, dass nicht unbedingt alle Möglichkeiten des modernen Grafikprogrammes ausgenutzt zu wissen werden wollen, kann die schlichte Variante eigentlich nur überzeugen — zur Abstimmung

Ummanteltes Bergwaldwiesenerzeugnis neben grünen flachen Teilen an überaus passenden Ovalrunderzeugnissen paketlicher Herkunft

Die Idee stand ja schon und da waren es praktisch nur noch kleinste Schritte, um sich dem Genuss der Zwetschgen-Tomaten-Chutney-Zusammenstellung aus unserem DFssgF-Päckchen in der anvisierten Kredenzung hinzugeben.

schafskaese mit zwetschgen tomaten chutney und spinatblattsalat
Nachtschattengewächs mit Grün und ZTC

Und dann war es auch ganz einfach — vom 2-Kilo-Block Schafs-Ziegen-Käse wurden ein paar Scheiben abgeschnitten, Eier mit etwas Milch und frisch gemahlenem Schwarzen Pfeffers verrührt und nach fröhlichem Hineintauchen war schlichtes weißes Mehl dran. Dann aber auch nur 3-4 Minuten in der Pfanne braten (Umdrehen nicht vergessen) und zusammen mit Spinatblattsalat mit leckerem Bio-Olivenöl, Salz und Pfeffer servieren und selbstredend das Chutney nicht vergessend.

Extrem gut passend die Variante für ein vorzügliches Mitternachtsmahl. Die zarte in Olivenöl gebratene Umhüllung zeigt sich von der bestebn Seite und der Inhalt war nur leicht angeschmolzen optimal. Allein hätte an dem Chutney noch irgendetwas gefehlt, vielleicht ein kleiner Schuss Likör, aber das hätte hier nur gestört. So ergänzt sich alles prima ohne zu dominieren. Mit dem Rest Ei wird einfach noch Rührerei gefertigt.

Und wo ist denn gleich mal das Rezept für das pikante Chutney von Katerkopf? Irgendwie müssen wir das mal selbst anrühren ;-)

Auch wenn sich sentimentale Seiten (kullernde Tränen) nur bedingt zeitigen — so war doch eine nicht unbedingt unschöne Erinnerung an das einstige Lieblingsessen gegeben, das lag aber aber auch an den gekonnt zusammengewürfelten Zutaten, die sich simpel zu Eier in Senfsoße fertigen ließen (hui — eine klassische Speise)

Es sind die kleinen Erinnerungen, die große feuchte Augen aus den kullernden Tränen herstammend, zeitigen und auch die Gier nach ebendiesen geschmacklich zu erfahrenden Genüssen war es dann auch, die überaus geignet für den neuen Blogevent im Kochtopfblog waren, der sich dem Thema Sentimental journey – Essen angestaubt verschrieben hatte — also Genüsslichkeiten der tiefsten Jugend, die eigentlich erstmal Eis, Schokolade und so auch heute noch durchaus aktuelles Krams hervorriefen, dann aber doch gekonnt die Kurve kriegten und was zumindest Sättigendes auf den Plan riefen.

eier in senfsauce
Eier in Senfsoße

Und wie war das schön, wenn das Essen fernab selbsttätigender Handlungen einfach so auf dem Tisch stand und kein einziger Finger gekrümmt werden musste, was den gräßlichen Abwasch selbstverständlich miteinbezog — also glückselige Kindheit. Und dabei war es abgesehen von organisatorischen Fähigkeiten (3 Töpfe, nörgelndes Kind, diverses anderes Zeugs) ganz simpel und staubig war zumindest eine Zutat auch.

Also ein Stück Butter erhitzt und mit ein bissl Mehl versehen (auf genaue Angaben verzichten wir diesmal ausnahmsweise, nichts soll die Erinnerung trüben ;-) )und dann eifrig gerührt und gerührt und dann mit ein, zwei Tassen Gemüsebrühe (wie praktisch, die gehorteten Brühwürfel können zum Einsatz kommen) aufgefüllt und köcheln lassen. Dann der obligatorische Senf hinzu und mit Salz und Pfeffer abschmecken und währenddessen weiter eifrig rumrühren , um dann noch einen ordentlichen Schuss Sahne hinzuzufügen, der sich geschmacklich ungemein fein zu machen pflegt.

Ev. noch mal nachwürzen und dann ab zu den sich schon auf dem Teller befindlichen Salzkartoffeln und halbierten noch einen Tick weich seienden Eiern (selbstredend alles aus ökologischen Anbau die Zutaten, najabisaufdenSenf).
Mmmhh, das schmeckte fast so wie früher, aber besser als die Versorgungsperson damals gelingt es halt doch nicht ;-)

blogevent sentimentales

Zutaten:

Eier,
Kartoffeln,
Butter,
Mehl,
Gemüsebrühe,
Senf,
Sahne,
Salz und Pfeffer

Gar leckere Shrimps in dreierlei Variante (davon im Bilde mit Mehlstaub verziert) und nachtischliche Angelegenheiten (Vorabversion)

Die Shrimps, die zu sommerlichen Temperaturen so vortrefflich zu munden wussten, müssten doch auch als Pfannengericht unser aller Herz zum Erblühen bringen können. Der durchaus als reichhaltig zu bezeichende Riesenbeutel Shrimps war kurzerhand im tiefgefrorenen Zustand geordert und schon setzte die vielfältige Variationszubereitungsfreude mal wieder ein.

gemehlteshrimps
eifrig gemehlt war allerdings auch die feurigrote Farbe gebannt

Vielleicht vorab schon mal ein bissl mehr scharfes Paprikapulver für mehr Würze? Gute Idee — schlechte Ausführung; der pikante Geschmack wurde davon nämlich zu sehr als nicht mehr richtig wahrnehmbar erkannt.
Auch war die Pfannenzubereitung auch etwas austrocknender Natur und so wurden dünne Mehlstaubschichten um die marinierten Shrimps herumgewirbelt. Das Resultat war wie erhofft, die Gefahr gebannt. Der Geschmack tendierte zur Ausgewogenheit und saftiger war es auch noch. Also noch zahlreiche weitere Bratvorgänge mit dieser Grundlage vorgenommen (auch teilweise ohne Öl) und sich aber so richtig zugeschlemmt.

shrimpsendabfertigung
satt und zufrieden

Da hilft bekanntlich nur eines, um dieses riesige Völlegefühl schnell und dem kulinarischen Anspruch gerecht werdend der Beseitigung anheimzustellen — karamellisierte Limonen mit Agavendicksaft. Vortreffliche Wahl mal so ganz nebenbei bemerkt ;-)

karamelisierte limonen in aufbereitung
karamellisierte Limone als abschlüssliches Leckerli

Dann war noch aufgefallen, dass da immer noch ein neues Stöckchen von Barbaras Spielwiese der Beantwortung harrt, was tiefere Neugier zu befriedigen weiß. Das ruft uns allerdings unser Gewürzproblem wieder ins Gedächnis, welches dringend und oftmals vorgenommen eigentlich jetzt mal so alsbald der Erledigung harrt. Unsere Gewürze sind vielfältig in unserer gesamten Küche verteilt und stapeln sich gar allüberall; das müsste ja mal wirklich in Ordnung gebracht werden und der Abwasch erst, der sich bis unter die Decke hoch empor windet und…