Tag-Archiv für 'm�hrchen'

Mit Zitronensaft umgarnte Broccoli-Möhren-Stückchen sanft gegart und apart zu Joghurtsauce, gewürzt, serveriert — dazu im Blickpunkt die passende Ergänzung ganz famoser Provenienz

schafskaese broccoli karotten joghurt rote zwiebel
Rote Zwiebel perfekt angestimmt zu Schafskäse und Rigani

Feinfühlig zu erschmeckender Broccoli, knusprige Möhrchen und sanft dahingleitender Bio-Joghurt war angesagt. Dazu Minze (im Joghurt), Zitrone (im noch knackigen Gemüse geschwenkt) und bestes Bio-Olivenöl samt Rigani (in Ergänzung zum Milchprodukt). Dippen, kleckern, schnell genießen, dippen, kleckern, dippen. Mehrere Lagen also (fast eine Gemüselasagne ;-) ).

Wobei wir solcherlei Kleckerei ja nienienie machen würden.

Erst scharf und dann etwas langsamer angebratenes Kotelett schmeckte trotz etwas längerer Zubereitungsdauer wie immer ganz famos (war ja auch Bio) und kleinere Unbilligkeiten wie fehlende Koordinierungstechniken wurden galant übersehen, während sich indessen alle gegenseitig die Schuld in die Schuhe zuzuschieben bemühten; ferner wurde aufgrund einer Art plötzlicher Eingebung beschlossen keine Pilze hinzuzufügen, was geschmacklich in durchaus vertretbarer Weise vonstatten ging

Gut — erst war der Gedanke, dass braune Champignons doch perfekt zu dem eben erspähten Stück Biofleisch passen würden und nach Vergewisserung das eben dieses Vorhaben sich als mal eben dann eben doch nicht als so schnell durchführbar erweisen sollte, um eben dieses Vorhaben dann unter Ausschmückung der Vorstellung doch andere Pilzsorten zu verbraten, ebenfalls unter Beachtung weiterer Erörterungen schließlich ganz fallen zu lassen. Wobei nicht ganz — später bekamen wir dann noch weiße Pilze zu Gesicht, die zwar geordert dann aber doch nicht gebraucht werden konnten, weil erst mal andere wichtige Dinge zu erledigen waren.

Zurückgekehrt kam dann aber die Stunde zumindest der Koteletts, die mit einer Schmandsauce, angreichert mit Olivenöl, Paprika, Salz und Pfeffer und Oregano und noch irgendwas dann im Zusammenspiel mit dosigen Erbsen und Möhrchen für ein schnelles Essen zu sorgen wüssten, wäre da nicht eine koordinierungsfeindliche Gesinnung aufgetreten, die den Vorgang des einfachen Kartoffelkochens als feindlichen Akt des freundlichen Miteinanders offenbarte.

Die geschälten Kartoffeln ignorierend wurde bereits dem Bratvorgang sein ihm Ureignes Brutzeln abverlangt und die Erkenntnis, dass doch zuvorderst die geeignete Kochtemperatur der Kartoffeln hätten abzuwarten seien, kam dann plötzlich in alle baff erstaunten Gesichter geflogen, die ob des misslichen Ungeschicks nur sich gegenseitig die Frage und gleichzeitige Beantwortung der ureigenen Unschuldigkeitsthematik stellen konnten, warum denn bitteschöön nicht daran zu denken beliebt wurde.

Kotelett
Bio-Kotelett in schmantiger Versuchung an dosigen Zutaten und fertig gekochten Kartoffeln

Verflixt – die Lösung ergab sich durch vorübergehende dauerhafte Reduzierung der Gaszufuhr zur Kochflamme und anschließenden hektischen Alufolienabdeckungsbestrebungen, die das Fleisch dann halt eben langsam mit Restwärme durchschmurgeln lassen sollten. Die Kartoffeln sich neutral verhaltend, waren dann auch ganz schnell fertig und alle versöhnungshalber ob des leckeren Mahles auch nicht unangemessen zufriedengestellt.

Köstliche Viererlei Zwiebeln delikat aus dem Wok wurden scharf-süß mit Ingwer, Peperoni, Shaohsing, Shiitake, Huhn und Reis sowie blanchierten Spinatblättern verkonsumiert — während andere leider, leider nichts davon hatten (und frische Zwiebeltriebe waren auch noch dabei!)

Huhn Reiswein Gemüse auf dem Teller
so halb in Reiswein-Sojasauce gewokte delikate Shiitake, Gemüse- und Huhnteile und köstliche Zwiebelsorten, derer vier.

Es gibt ja Leute, die werden immer krank, wenn sie wegfahren; meistens ist das mit viel Unbill und dergleichen verbunden und die Bakterien weisen allen Herbeieilenden den günstigsten Weg sich geschickt aus dem Schlamassel mit der drohenden Ansteckung herauszuwinden. Diesmal war es jedoch gar nicht sooo schlecht, da allerlei Schönes aus einem benachbarten Lande der Mitbringung in einer Tasche harrte und da es leider, leider nun mal so war, dass diese Dinge ja nun mal nicht verderben sollten, wurde großzügig darauf zurückgegriffen (selbstverständlich nicht, ohne stöhnenden von Fieber geplagten WG-Inhalt ausgiebig auf den schmackhaften Gehalt der Mitbringsel hinzuweisen).

Leider, leider konnte dann auch nichts mehr von dem köstlichen Wokgericht verköstigt werden, was auf Anregung von Schnuppensuppe aus den Resten unserer Kühlgelegenheit auf die Schnelle entstand (noch schneller war nur die vorgelagert dringender zu produzierende Hühnerbrühe mit Peperoni und Zitronensaft gezaubert). Apropos Rosa — wir haben das Stöckchen nicht vergessen — nur leider harrt die optimale Umsetzung noch der kreativen Gestaltung, die aus naheliegenden Gründen etwas weiter noch sich zu verschieben droht (dann aber natürlich!).

Huhn Reiswein Gemüse im Wok
schnell herbeigezaubert — zwar war es nur eine mittelgroße Wok-Pfanne und kein ganzer Wok — aber immerhin ein annäherndes Ergebnis

Zuerst wurden viererlei Zwiebeln (Sorten: weiße Zwiebel, Gemüsezwiebel, Lauchzwiebel, rote Zwiebel) und Möhren (Sorte Karotte) extra angebraten und beiseite gestellt bis in neutralen Öl angebratene zerkleinerte rote Peperoni und Ingwerstreifen (leider war nicht mehr so viel da) angebraten, mit leckerem Reiswein und kräftiger Sojasoße und natürlich braunem Rohrzucker versehen, als Grundsoße süßscharf aufzutreten pflegten. Kleingeschnittene Hühnerbrustfilets (mit Fisch schmeckt das auch vorzüglich) rein und unter Rühren gar köcheln lassen. Beim nächsten mal schneiden wir die dann kleiner, damit es noch schneller geht und nicht so viel von der leckeren Sauce aufgesogen wird. Dann zwischendurch die Shiitake-Pilze hinzu und später noch die vorher angebratenen Gemüsezutaten und frischen grünen Lauchzwiebelenden hinzu. Ganz kurz bevor es fertig ist noch etwas Salz und frische Zwiebeltriebe rein.
Dazu gab es kurz blanchierte Spinatblätter (die ganz dringend der Fertigung bedurften) und Reis (weniger dringlich), der als Basmativersion zu dieser Spezialität sicherlich besser geeignet wäre — aber natürlich trotzdem mundete ;-)

Sehr lecker mal wieder!