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Grandiose frisch verköchelte Tomaten als leichte Sommerköstlichkeit im Zusammenspiel mit Auberginen größerer Natur und vielerlei Zwiebeln und als Gewürz nur zweierlei (ebenfalls zu sehen leckerer Ziegenkäse im angehenden Festformat als glorreicher Verköstigungshöhepunkt) — und besonders glorios: Stunden später beliebte es noch formidabler zu munden! So soll es sein.

tomaten mit auberginen 3
Perfekt für den lichten Sommerabend

Es gibt so Gerichte, die sind von nicht minder uninteressanter Natur und gehören zum Süden dazu wie die putzigen Zikaden, die für harmonische Zwischenklänge zu sorgen wissen. Da rackern sich sogenannte Spitzenköche bisweilen mit einer unglaublichen Zusammenstellung an Zutaten und Fertigungsmethoden ab, um ihren Ruf einer wahrenden Tätigkeit den Anschein zu geben — aber einfachste Köstlichkeiten gelingen ihnen auch auf Grund von Unkenntnis und weil sie dann wohl doch nicht so das Händchen dafür haben nie so richtig. Und weil es am Mittelmeer immer so gut geschmeckt hat, musste diese Spezialität jetzt auch hier auf den Tisch und den Blogevent Tomate bereichern, der im Kochtopf-Blog noch bis Mitte des Monats ansteht. Diesmal ausgesprochen früh also für unseren Beitrag. Für das Thema kann sich aber auch unumwunden begeistert werden und — dies nebenbei bemerkt — geschlagen sind die Tomaten-abstinent lebenden ZeitgenossInnen.

Das Rezept ist so simpel wie die verwendeten Zutaten. Und leider in der Beschaffung der Ingredienzen etwas umständlicher, als das mal gestern so spontan auffiel, war es zu spät noch neben den fünf erkundeten Gemüsebedarfslädchen noch weitere aufzusuchen.

Blogevent Tomate

Verwendung findet nämlich eine kleine Auberginensorte, die hierzulande nicht zum reichhaltigen Sortiment zählt und nur in Ausnahmefällen zu erhalten ist, was aber gekonnt unter den Tisch gekehrt wurde und nur für kleine Abänderungen des eigentlich dafür vorgesehenen Fertigungsvorganges sorgte, die aber gekonnt umgesetzt zu werden wussten (während der Abwasch im Eiltempo vonstatten gehen konnte). Das Gericht eignet sich nämlich hervorragend, um auch anderweitige Betätigungen nicht außer acht zu lassen ;-)

Aber zu den Zutaten:

natürlich Tomaten (Unmengen von Tomaten — aber nicht irgendwelche, sondern äußerst gut schmeckende Tomaten mit einem gewissen Flüssigkeitsgehalt).
Auberginen (am besten Mini-Auberginen, die wesentlich delikater sind, als die großen schwarzen Auberginen und deren Geschmacksnuancen wesentlich vielfältiger sind aber nicht so kleine thailändische wie von Spülkönig und Kitchenqueen verwendet, sondern etwas größere und länglichere mit hellerer dunkel bis rosa-grüner Struktur (es gibt da ja eh unzählige Sorten). Die sind dermaßen delikat, dass es an ein Wunder grenzt, dass diese hier noch nicht dauerhaft im Angebot zu finden sind. Glücklichkeit in Ehren also für die, die diese aromatischen Glücksgemüse im eigenen Garten anzubauen wissen — zumal die beim Kochvorgang ihre Form wesentlich besser zu wahren wissen.

griechische Zwiebel

Zwiebeln (ganz wichtig) — Zwiebeln unterschiedlichster und vielfältigster Couleur passen hier (optimal sind klassische Sorten, die durch Zuchtware weitgehend verdrängt sind, sich aber dennoch in südlichen Ländern finden lassen. Ein paar solcher Zwiebeln haben den Weg zu uns gefunden und ihr aromatisch-milder Geschmack weiß nur eines zu bewerkstelligen: zufriedene Gesichter allenthalben. Also Anbauen das Zeug, Salate werden damit so köstlich wie noch nie!
Bio-Olivenöl bester Qualität (nicht zimperlich damit sein) und an Gewürzen nur Salz und ev. ein Lorbeerblatt.

ziegenkaese
Ziegenhartkäse — hier noch im frühen Stadium (und etwas angeknabbert)

Das war es und wie so häufig sind die Zutaten, die so einfach daherzukommen wissen, der Garant für ein schmackhaftes sommer-leichtes Essen, welches sich auch hier auf den verwöhnten Zungen blicken zu lassen wusste, um Entzücken und vielsagende Blicke mit sich brachten, was schließlich nur einen Schluss zulässt: Grandios geeignet für den Blogevent Tomate!

Zubereitung:

Zwiebeln grob geschnitten werden in gutem Olivenöl angedünstet, Wenn Miniauberginen vorhanden, werden die gleich im Ganzen mit hinzugegeben (die grünen „Blätter“ dürfen dranbleiben, da sie gar nicht so schlecht zu munden wissen). Die üblicherweise erhältlichen violetten Auberginen kommen später in große Stücke geschnitten hinzu (oder, wenn sie klein sind im Ganzen), da sie leichter zerfallen.
Dann die grob geschnittenen Tomaten, so dass sich nach kurzer Zeit genügend Flüssigkeit im Topf findet. Wenn nicht sollte ein wenig Wasser hinzugegeben werden. Dann auch Salz und ev. ein Lorbeerblatt. 10 bis 15 Minuten köcheln lassen und Hurra! fertig ist die Köstlichkeit.

Sehr lecker und eine Bereicherung für leichte Kostrezeptsammlungen — nicht nur an heißen Tagen zu geniessen. Dazu lockerflockiges Weißbrot, welches in den Sud getaucht auch so ein weiteres Geschmackserlebnis herbeizuzaubern weiß und wenn es denn sein muss (weil etwa die Zutaten nicht ganz so geschmackvoller Natur waren) kann Pfeffer hinzu.

tomaten mit auberginen 2
Frisch und leicht wusste die Tomate hier zu glänzen

Auf jeden Fall sollte noch ein pikant daherkommender geriebener Ziegenkäse (dann natürlich nicht mehr als vegan zu bezeichnen ;-)) zum rüberstreuen aufgetischt werden, der optimal für diese Spezialität ist, wenn er noch in einem frischeren Stadium erhältlich ist. Also liebe Kulinaria-Katastrophalia-LeserInnen: Nachmachen! Nix geht einfacher, nix ist geeigneter für den Sommer!

Verwegen daherkommende Octopusgreiffangundwürgarme auf (fast) tiefschwarzen Tintennudeln, die in Limonen-Olivenöl geschwenkt und mit einem Hauch ganz kurz angebratener Scheibchen aus frischem Knoblauch versehen waren und zur Formvollendung noch mit zerriebenen wilden Oreganoblättern und exclusiven Bio-Olivenöl beträufelt aufzuwarten wusste (Rucola sollte auch noch decorativerweise dabei sein – aber den hatten wir vergessen käuflich zu erwerben — aber hey, das sieht doch auch so toll aus)

Zugegeben: frisch gegrillt wäre der charmante vielarmige Oktopus noch eine Spur besser gewesen. Aber auch so mundete die mit frischem Limonensaft und frisch zerriebenen wilden Oreganoblättern im getrockneten Zustande versehene Hauptblickfangspeise ganz toll. Dieser einzigartige Geschmack von frischem Octopus ist super-lecker! Und während nur noch eine sanfte Brise und das Merresrauschen zu fehlen schien, gab es einen fruchtig-trockenen spanischen Bio-Weißwein vorweg, der in kleinen Osteria-Gläsern, die wir neulich erstanden hatten, serviert zu werden wünschte.

leckeres �rmchen
die mit Tintenfischtinte gefärbten frischen Nudeln liessen durchaus im bestechenden Tone die Grundsubstanzen deutlich erkennen

Und dem Anlass entsprechend mussten es natürlich Bandnudeln mit schön schwarzer Sepia-Tinte sein, die ordentlich hinzufügend in den Nudelteig als Beigabe optimale Ergebnisse zeitigte, um auch schön damit protzen zu können. Keine Angst — geschmacklich lässt diese Zutat sich eher im neutralen Raume verorten. Erhältlich ist die gar nicht so teure Tintenfischtinte in praktischen kleinen Plastikbeutelchen, die beim Großhandel eures Vertrauens sorgfältig aufbewahrt für euch bereitliegen, um die Herzen erfreuen zu können bei ach so viel Farbkraftgebung.
Und da des Abends die kulinaria katastrophalia Küchenkochkünste anstehen, wurde es mal wieder nix mit der Ausnutzung von Tageslicht, welches für optimale Darstellung schlechterdings nicht das Schlechteste gewesen wäre — zumal schwarze Grundtöne für unseren, die profane Nudel in einem anderen Lichte erscheinden, Beitrag zum Kochblogevent Pasta doch den etwas anderen Akzent zu setzen weiß….

pasta quer

Aber wenden wir uns dem leckeren Essen zu, das mit immer wieder leckeren frischen Octopus nicht nur optisch so schmackhaft daherkommt (die vergessenen Rucola-Blättchen einfach mit hinzudenken, gell ;-) ).

Benötigt wird wie immer fast gar nichts, um den Kochgenuss zu zelebrieren:

Octopus (unser hatte nur noch sieben Arme)
Rucola ;-)
Tintenfischtinte (Sepia)
und natürlich Zutaten für einen frischen Nudelteig wie Mehl, Salz, Eier
und etwas Wasser und Olivenöl
letzteres auch noch zum Braten des Oktopus
ganz wichtig – Limonen und Oregano
(sozusagen die Symbiose für die gewürzte Krake)

Und so klappts innerhalb kürzester Zeit:

Nudelteig so wie hier beschrieben anfertigen und die Tintenfischtinte frühzeitig und schmierigerweise hinzugeben (später färbt die auch schön das Wasser)
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen (oder den Holzkohlegrill anschmeißen) und den vorher von der dünnen Haut befreiten Oktopus so ca 10 Minuten unter ständigem Wenden anbraten. Kurz bevor die sich windenden Fangarme fertig sind noch gescheibelten Knoblauch für 30 Sekunden hinzugeben.
Limonen ausdrücken und mit gutem Bio-Olivenöl versehen und die fertig gekochte Pasta und den Rucola kurz mitschwenken auf den Teller drapieren und je nach Belieben den Octopus zwischen den schön schwarz anzuschauenden Bandnudeln verstecken oder oben drauf drapieren. Die Knoblauchscheibchen auch noch hinzu und auf jeden Fall noch Oregano frisch zerreiben und noch ein Schuss Limonensaft und Bioolivenöl drauf! Fertig zum Servieren und Verspeisen. Wunderbar lecker!

Oktopus auf Tintennudeln
Der rot gebratene Octopus wusste sich galant auf schwarzer Pasta dem gediegenen Anlass entsprechend lecker zu präsentieren

Zarte Chicoree-Gondeln mit frisch zerstampften Grünen Pfefferkörnern, die sich zart um in Ahornsirup marinierte sehr leckere Putenbrustfilet-Streifen schmiegen, die auf Orangenfilet gebettet sind – darauf gewürfelter Mozarella di buffalo und Spritzer von Balsamico Reserva (Rezept)

Chicoree-Gondeln mit pfeffrigen Putenstreifen
Der Chicoree vermochte den frischen Akzent zu süß-mittelscharfer Raffinesse zu setzen

Der letzte Tag, um endlich den Blogeevent Chicoree mit unserem Beitrag zum bitteren Gewächs zu versüßen und deshalb musste schnell auch noch der Gegenstand des Wettbewerbes geordert werden. Und was jetzt damit anstellen? Chicoreesalat wäre optimal und mit Pampelmuse und frisch gepresst daherkommenden Orangensaft und Kürbiskernöl immer gerne mal wieder verkostet. Und weil es so kommen muss, war einfach keine saure Frucht aufzutreiben und fauler WG-Inhalt antwortet auf hilfesuchende Anrufe nur mit: Es ist sooo kalt und ich ich liege sooooo faul auf dem Sofa. Das ist natürlich ein schlagendes Argument während von anrufender Person selber im Regen und Grapefruit suchend die nass heraufziehende Kälte begutachtet wird — also rasch umdisponiert und spontan was kreiert, was sich als sich so köstlich erwies, dass dies unbedingt noch mal als protzerisches Angebot bei der nächsten Massenverköstigung in unserer kulinaria-katastrophalia-küche dargeboten werden muss.

Und dabei ist es ganz einfach und wir haben es mal wieder bedauert, dass wir das zur Mittagszeit in die Küche strömendes Sonnenlicht nicht auszunutzen wussten. Und dabei waren erst Zweifel geäußert worden, die alsbald als noch nie getätigte Aussage schändlich dem Vergessen anheimgestellt wurde während sich um die kläglichen Reste gestritten wurde. Vorher wurde natürlich noch ein bißchen ausprobiert und herumgewerkelt — Versuche in einer überbackenen Variante oder mit Tomaten waren nicht ganz so auf Gegenliebe gestossen und so konnte die alle zufriedenstellende Endvariante nur punkten. Also zusammengfasst: sehr, sehr lecker wars mal wieder!

Wie gehts denn jetzt und was wird benötigt:

Chicoree
Ahornsirup
Putenbrust
Grüne Pfeffer-Körner (am besten gefriergetrocknete!)
Öl
Orangen
Deko-Basilikum
Balsamico Riserva
Mozarella de Buffalo

Putenbrustfilet in Streifen schneiden und in Ahornsirup für ca. eine Stunde marinieren. Währenddessen grüne Pfefferkörner grob zerstampfen und dann die Streifen darin wenden und in Sonnenblumenöl auf höherer Stufe für ein paar Minuten (je nach Dicke) braten und immer wieder rasch drehen damit es nicht anbrennt und zu trocken wird.
Chicoree drapieren, Orangen-Filet-Stücke verschönern die geschmackliche Komponente und darauf dann die gepfefferten Filetstreifen. Zur Verfeinerung dann Mozarella di buffalo gewürfelt, der mit Spritzern des hervorragenden Balsamico Reserva verfeinert werden konnte. Ein Hochgenuss – mal ganz unbescheiden, der die Kombination der bitteren Grundlage mit Süße der Orangen und des Balsamico dezent wirkend zum Pefferton um die Putenbrust, die ihrerseits leichte delikate Ahornsiruptöne aufwies, zu verbinden wusste. Gerade der Chicoree wirkt als Ausgleich zum eher mild als allzu scharf daherkommenden Grünen Peffer als I-Tüppfelchen.

Saftiges Putenfilet im Pfeffermantel auf Chicoreegondeln
Köstlich wunderbar frisch gepfeffert mit dem Akzent der bitteren Frische, die nur durch Süße unterbrochen zu einer Komposition sondergleichen werden konnte — was sonst ;-)

Gerollte erfrischende Chili-geröstete Maronen-Rau răm-Rau kinh gioi-Reispapiertaschen mit länglich daherkommenden Gurken-Karotten-Apfel-Schnitzern in süß-sauer eingelegter Sauce zu viererlei Dipsaucen – von denen die mit Austern-Mangosauce die leckerste war (Rezept)

Nachdem unser erster Versuch, die Marone mal mit etwas anderem als den üblich verdächtigen Zutaten zu kombinieren nicht ganz als das bezeichnet werden konnte, als das, was ein perfectes Spezialitäten-Menue hätte sein sollen, ist unseren geschickten Händen mithilfe von unterstützendem — auch wertvolle Tätigkeiten übernehmenden — Besuch gelungen, eine ganz nette Idee in die Tat umzusetzen.
Zurückgreifen konnten wir dabei auf eine klassische Variante, die als Reisrolle bekannt ist und mitnichten, wie jetzt vielleicht die ein oder andere zu denken beliebt, frittiert wird — weil wir uns für die vietnamesische Version (woanders gibts die wahrscheinlich auch) entschieden haben, die deshalb wunderbar erfrischend zu schmecken beliebt. Schneller gehts nimmer und die Variationen der Füllungen stehen je nach persönlichen Vorlieben (mit Garnelen schmeckts auch sehr gut) offen.

gefällige Zutaten :

halbe Salat-Gurke (Zucchini gehen auch)
6 Möhren
1-2 Äpfel
(jeweils in Streifen geschnitten)
Reispapier
Maronen
(geröstet und gehackt)
1 kleine rote Chili (entkernt)
Balsamico (weiß)
Zucker nach Wunsch
Rau răm
(vietnamesischer Koriander, der zitronig-scharf schmeckt)
Cha Plu (auch La lot oder Betelpfeffer-Blätter genannt; haben ein scharfes, aromatisches Aroma mit Pfefferton)
Rau kinh gioi (vietnamesische Melisse) — schmeckt leicht nach Zitrone, ähnlich der Zitronenmelisse, die in Europa heimisch ist, aber dennoch einen anderen erfrischenden Geschmack aufweist, der noch einen herberen Unterton hat (der jedoch wie die gesamte Pflanze nicht unangenehm in den Vordergrund drängt).

blogevent kastanie

Dips:
Dip 1: Balsamicoessig mit Zucker verrührt
Dip 2: Fischsauce mit Limone
Dip 3: Reiswein mit Rohrzucker und Sojasauce
Dip 4: Austernsauce mit Mangosauce (süß)

Die schnippelnde Vorbereitung dauert noch am längsten und war teilweise auch dem schon unserern hohen kulinaria katastrophalia-Kochkunsterwartungen erprobten Besuch übertragen worden, der unter Hantierung mit schärfsten Messern nur um Haaresbreite an empfindlichen Fingern vorbei schmalste Streifen aus dem Gemüse und den Äpfeln hervorzuzaubern wusste. Die Maronen (die Hälfte musste leider entsorgt werden) konnten auf erprobte Weise nach einem Röstgang in der Pfanne noch heiß entpult werden (störend war allein das Gejammer der beteiligten Personen, deren Dilemma war, dass im erkalteten Zustand sich die Marone irgendwie nicht so gut von ihrer Schale trennen wollte). Dass das Herauspulen mitunter etwas bröselige Ergebnisse zeitigte war auch nicht so tragisch – da wir anschließend die Esskastanien sowieso grob gehackt haben.

Die in Streifen geschnittenen Gurken, Äpfel und Karotten werden zusammen mit den kleingehackten Chili-Stückchen, weißem Balsamicoessig und Zucker gemischt und für 10-15 Minuten mariniert, um sodann mit etwas Salz abgeschmeckt zu werden.

Derweil wird Reispapier für 30-40 Sekunden in eine große Schüssel mit warmen Wasser getaucht und dann (nachdem die noch zahlreich vorhandenen Wasserreste „abgeschüttelt“ worden sind) auf einem Teller drapiert und mit den eingelegten Gemüse-Streifen belegt. Darauf werden kleingehackte geröstete Maronen gegeben, die ihren Abschluss mit grob gehackten Chaplu, Rau răm und Rau kinh gioi finden. Sodann schnell einwickeln und zum Trocknen auf einem extra Teller legen (Vorsicht: nicht übereinander — klebt sonst). Das Reispapier wird dann später etwas weniger durchsichtig, es können aber auch zwei Reispapierblätter drumherumgelegt werden.

Kreation in angeschnitten
Geröstete Maronen — delikat gemischt mit süß-sauer eingelegten Gurken-Karotten-Apfel-Streifen und grünen Blättern (Rau răm und Rau kinh gioi)

Dazu passen dann diverse Dips. Der mit Austern/Mango-Sauce war zumindest sehr lecker! Die gerösteten Maronen harmonisieren ganz hervorragend mit den „Streifen“ und geben dem Ganzen einen schönen Ausgleich, und auch die Blätter passen super dazu. Sehr gut – und deshalb auch unser Beitrag zum Kochblog-Event Kastanie, der noch bis heute 24.00 Uhr auf zahlreiche Einsendungen wartet, über die dann anderntags die Abstimmung ansteht (also wie immer)!

Süperbe frische zart-rosa Barbarie-Entenbrust in Metaxa-Spritzer & Orangen-Marmelade mit traumhaften Himbeeren, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und winzigen Thymianblättchen versehen an purée de pommes de terre (Rezept)

Seit Tagen nun wird geschnippelt, geschält, gerührt und gemixt — der richtige Hit, den abzuliefern wir uns geschworen haben, ist dem Gelingen zwar nur um eine Haaresbreite entfernt, schlechthin es fehlt der stimmige — Jubelrufe hervorbringende — Ton in geschmacklich vollendeter Hinsicht. Eine Folge der zahlreichen kulinarischen Versuche sind Unmengen von Pfirsichen, die seitdem im Abstand von einigen Tagen (Unterbrechungen gabs auch) zur Zierde des Hauses gereichten und nur darauf warteten nun ihren Beitrag für das Gelingen zu erbringen. Pustekuchen! Es sollte schließlich was Leckeres aus Pfirsich und Beere komponiert werden. Von diesem Anspruch abzubringen gelang uns bisher nicht. Kennt ihr das, dass dies unbedingt dann genau das sein muss….?

Nun, zwischendurch muss auch mal die Entspannung im Kochtopf den Ton angeben und so wurde die famose Entenbrust, die günstig zu erstehen war, doch — auch aufgrund stark aufkommenden Hungergefühls — zur Vorbereitung hervorgeholt. Was jetzt aber damit machen? Ente in Orangensauce.

Barbarie Entenbrust Zwischenstation
Barbarie Entenbrust Zwischenstation

Klingt lecker, machen wir! Ja… puh, da kam doch Orangenlikör-Zeugs und die bittere Orangenmarmelade rein, letzteres nannten wir unser Eigen und ersteres war beim besten Willen ohne langwierige Einkaufsorgien nicht aufzubringen. Also, improvisieren war mal wieder angesagt. Kurz gegoogelt, was denn die anderen da so vollbringen, aber auch nichts Ergiebiges zum gewünschten Ergebnis, das im Übrigen durch nun auftretende rasche Hungeranfälle dringend gelöst werden musste, gefunden. Also doch das Geschehen mit den vorhandenen Zutaten in der Kulinaria Katatrophalia Küche versüßen (hatte nicht neulich ein Kochblog was mit süßlichen Pfirsichen gemacht?)
Hatten wir schon geschrieben, dass wir Unmengen von Pfirsichen besitzen, nein dann ergibt sich ja hier die Gelegenheit, dies mittels des nun kreierten Rezeptes kundzutun.

Die Barbarieentenbrust (die Barbarie-Ente ist übrigens nicht so fett wie die normale Ente) wurde mit frisch gemahlenem Pfeffer (schwarz) und Resten, die sich erstaunlicherweise noch grün im ansonsten trocken-kahl befindlichen Zustand am Thymian-Töpfchen befanden, versehen und dann nachdem zuvor auch noch die Fettschicht an der Entenbrust mit kreuzförmiger schnittiger Verzierung versehen war, schnell und unerbitterlich angebraten auf fast höchster Stufe. Alkohol muss da dann natürlich auch noch rein und so entschieden wir uns doch Metaxa (5 Sterne reicht allemal) auszuprobieren und gaben einen kleinen Schuß davon hinzud der nun seinerseits einen angenehmen Duft verströmte mit den gewürzlichen Beigaben.
Öl oder gar Butter oder sonst ein Fett wurde gar nicht benötigt, da die Ente ihriges hinzugab und — schließlich hatten wir Berge von Pfirsichen (hatten wir das schon erwähnt?) die auch noch in Achtel geschnitten hinzumussten nachdem die Ente nun mit reduzierter Flamme und einem etwas für die Pfanne zu kleinem Deckel 10 Minuten vor sich hin gebraten hatte (übrigens in unserer tollen 32-cm-Schmorpfanne) und immer leckerer auszusehen beliebte. Wir haben das ja oben mal ausnahmsweise dokumentiert, wie das vonstatten ging.

Nun aber auch noch ein Schuß fruchtigen Weißweines und drei Esslöffel besagter leicht bitterer Orangenmarmelade hinzu und weitere 10 Minuten auf klein-mittlerer Temperatur sozusagen fast geschmort und begutachtet. Etwas bitter und Orangensaft wäre interessant als Zugabe gewesen (den hatten wir zwar als Saft vorrätig, aber wenn, dann musste es schon frischer sein und den hatten wir nun gerade nicht); so wurde schließlich doch auf eine beerige Zutat zurückgegriffen mit der wir schon so zahlreiche Versuche gestartet hatten, die nun ausgerechnet auch nun hier in der vorgesehen Kombination zum Tragen kam: Eine Schale Himbeeren wurde im gefrorenen Zustand hinzugefügt und ca. 5 Minuten mitgeköchelt (ein kleiner Schuß Orangenlikör wäre noch optimal). Sehr lecker die Soße dann auch ohne, dass noch reduziert worden wäre!

zartrosa Barbarie-Ente-Brust-Filet an metaxierter Pfirsich-Himbeer-Traum-Sauce
zartrosa Barbarie-Ente-Brust-Filet an metaxierter Pfirsich-Himbeer-Traum-Sauce

Als auch zum Verzehr geeignet erwiesen sich die grünen langen Bohnen, die dringend weg mussten und nicht so ganz zum Gericht passten, aber das schnell gefertigte Kartoffelpüree tat den Ausgleich hervorbringen und als Alles zusammen auf dem Teller mit der nun geschnittenen Barbarie-Entenbrust arrangiert war, wurde ein leckeres Essen serviert, das wir eigentlich auch als unseren Beitrag zum Blogevent Beere „einschicken“ könnten, wenn da nicht unser dringendes Verlangen wäre, genau das zu machen, was wir…. aber wir wiederholen uns, was sonst fernab unseres sonstigen Berichterstattungsverlangens ist.

Eisige Juli-Perlen als erfrischender Höhepunkt des Tages, um Gluthitze und Resignation den Tribut zu zollen

Nach eigentlich gar nicht so langen Überlegungen, was sich mit Himbeeren so Alles anstellen lässt, fiel der Gedanke an den Garten-Koch-Event Minze der auf einigen „Food-Blogs“ beworben wird und an welchem wir eigentlich schon vor Wochen erstmals teilnehmen wollten. Warum nicht mit neuartigen Kreationen einen fulminanten Auftritt zum Blog-Event Minze hinlegen und zwei-drei kochwütige Stunden bei der Zubereitung eines warmen Spitzenmahls verbringen? Die entsetzliche Hitze sprach aus lähmenden Gesichtern, als der Gedanke an was Eisiges mit den aufkommenden Temperaturen in Einklang zu bringen schien, was auf frenetische Zustimmung hoffen ließ. Gedacht, gesagt, getan wurde sich ans Werk gemacht und die vorhandenen Zutaten, die möglicherweise ins Spiel zu bringen waren, gesichtet.
Minze musste rein, klar — dann noch was Kaltes! Vielleicht Eis, Sahne oder so was? Nein, zu profan. Joghurt mit Minze — wenngleich sehr lecker — schien zu banal und außerdem schon gebloggt.

Minze Blog Event
Noch Zeit bis heute zu mitternächtlicher Stunde

Da kam die fantastische Idee! Der lobgepriesene Agaven-Dicksaft, der schon so manches Mahl bereicherte, wurde aus dem übervollen Essens-Regal entnommen, um sich wieder mal seiner vorzüglichen, leicht süßlichen, aber dennoch äußerst fein schmeckenden Fähigkeiten zu bedienen. Ein Genuss sondergleichen ist der Agavendicksaft (hier Bio von Allos) schon allein, wenn er zu drapierten Früchten mit fein gemahlenen Zimt gereicht wird; wobei darauf geachtet werden sollte, dass der Zimt nicht zu intensiv in den Vordergrund rückt wie manche zweifelhafte Sorte. Wir empfehlen so nebenbei den Fair Trade (das sollte schon sein) gehandelten Zimt aus Sri Lanka von El Puente, der sich auch zu Cappuccino hervorragend als bestreuter Zusatz eignet.

Aber Zimt passte hier nicht zu den köstlichen feinen Himbeeren, nein hier musste ganz klar Minze ran. Erste Versuche wurden gestartet und nach einigen Eskapaden war klar, was rein musste: Pfeffer-Minze, Zitronenmelisse (alternativ ein Spritzer Lemon) und Agavendicksaft — dazu in jede siebte Himbeere ein wenig frischer und fein geriebener Ingwer (Galgant wäre wohl zu scharf und war sowieso grad nicht vorhanden). Gleich wurde mit dem tollen neuen Küchenmesser von WMF die geschmiedete Natur weidlich ausgenutzt, als die Minze fein bis leicht grob zerkleinert wurde. Dann kamen in ein Rührgefäß ein paar Löffel (5) Agavendicksaft und das Ganze wurde verrührt bis sich der Agavendicksaft mit der Minze schön verbunden hatte und dann kamen noch ein bis zwei Eßlöffel davon hinzu damit es nicht zu pampig wurde. Für die Ingwerfassung wurde noch mal das Gleiche ohne Melisse bewerkstelligt und ein kleines Stück (ca. 3 Gramm) in geriebenen Zustand kam hinzu.
Für die Himbeeren war dies nämlich die leckere Füllung, die mit kleinem Aufwand, der extra unter einem Vorwand geladenen lieben Besuch überlassen worden war, hineinzufrimmeln war (mit einem dünnen Stab oder Spicker klappte es ganz gut). Sodann wurden die gefüllten Himbeeren ins Gefrierfach hineinkomplementiert und nach einem eisigen Aufenthalt, den wir uns auch herbeisehnten, wieder hervorgeholt, um im frischen Minzbett serviert unseren Gaumen als Eisige Juliperlen zu erfreuen.

Eisige Juli-Perlen im Minzbett
Eisige Juli-Perlen im Minzbett

Seeeehr kalt und seeehr gut zu diesen heißen Saunatemperaturen; eine Erfrischung, die uns schon Wochen vorher sehr glücklich hätte machen können war geboren. Das langsame Lutschen hatte den erfrischenden Charakter eines Himbeereises, aber viel besser und länger anhaltend. Nach dem süßsauren Himbeerumhüllungsbruch kam der frische Minz-Melissengeschmack, der nun — mit dem Agavenendprodukt wetteifernd — zum Tragen kam. Die Überraschung dann die Himbeeren mit Ingwerfüllung, die einen leichten scharfen Hintergrundgeschmack lieferten, der jedoch die Minze voll zum Tragen kommen ließ. Zusammen eine leckere Dessert-Idee. Für den Winter werden wir diese Spezialität noch zusätzlich karamelisieren und/oder mit cubanischen Rum flambieren! Für diesen Hochsommer war dies nicht nötig, da schon eindeutig super-perlig perfect!

Und nochmal zum Mitschreiben auf die Schnelle:

Zutatenliste
10 Gramm Pfefferminzblätter
4 Gramm Zitronenmelisse (alternativ Limonen-Spritzer)
ca. 6 Eßlöffel Bio-Agavendicksaft
ca. 3 Gramm Ingwer, feingerieben
Ganz, ganz viele frische Himbeeren
1 Gefrierfach/truhe (mind. ***)
etwas Geduld

So wirds zubereitet
feingehackte Minze- und Melisseblätter (im Verhältnis 70/30) mit dem Agavendicksaft vermischen
1/7 nur mit Minze und Ingwer vermischen
in die Himbeeren rein damit, in jede siebte die zweite Füllung
Frieren lassen, Rausholen, Dekorieren oder gleich Genießen