Tag-Archiv für 'kaninchen'

Des Anfalls anderweitiger Reste ward umsorgt in ausreichendem Maß durch zahlreich in Erscheinung tretende reisnudlige Versorgung (Tipps zum Tage des Comics)

Wo viel Kaninchenleber anfällt — verbleibt auch der Rest, also Vor-Oster-Kaninchenschlegel in Olivenöl mit allerlei Zwiebelsorten, Lorbeer, Pfeffer, Piment, Rigani, Salbei, Salz und alles was an Restweinen aufzutreiben war in der Schmorpfanne weichgeschmurgelt; zwischendurch noch ganz viele Tomaten rein und mit weiteren Weinnachschub aus Tischbeständen ergänzt.

kaninchengleuck mit reisnudeliger versorgung
Die lustigen Nudeln wissen sich gut anzupassen

Sodann kochendes Wasser und die lustigen kleinen nach Reis aussehenden Nudeln reingerührt, die gab es schon länger nicht mehr, paar mal umrühren und zwischendurch mit Flüssigkeit nach Wahl ergänzen und dann ist es eigentlich auch schon fertig.

Feinfein und so schnell neben der Trinkerei zu Tische gefertigt. Es leben die Frühling-Sommer-Schmorgerichte :-)

gratis comic tag 2011

Und dann noch die Erinnerung an den Gratis Comic Tag 2011 am 14. Mai — nachdem im letzten Jahr die Erzeugnisse in den Comic- und Buchläden zum ersten Mal bereit zum frohen Draufstürzen lagen, findet sich jetzt wieder das ein oder andere Schmankerl.
Kleiner Tipp, Westernfans können sich auf Herrn Hase stürzen und gehobene-Langeweile-im-Großstadtleben-Fans auf Monsieur Jean, die Biographie von Frida Kahlo klingt zumindest vom Titel her interessant, mal schauen, ob es gefällig ist. Der Rest findet sicher auch noch was ;-)

Unter Bergen zackig gerissener Hobelware dann auch wiederverwertbar erkennbare Restware, die durchaus im Einklang zu vorherigen Fertigungen zu überzeugen wusste, was bisweilen auch ratsamerer Natur ist (schummrige Motive)

Kaninchenstreichelei ist groß in Mode — da müssen rasch ein paar Rezepte her, die Nachfrage muss befriedigt werden: immer gelingend erweist sich Kaninchen sanft geschmort mit Zwiebeln, Salbei und Tomaten in einer sich schicklich machenden Weinsauce. Resteverwertung unter frisch gehobelten jungen Ziegenkäse versteckt auf solider Nudelgrundlage auftragen und so begeisterte Zustimmungschoräle auch bei jüngerem Publikum erreichen.

restkaninchen mit nudeln
Verrieselte Aussichten — Kaninchenglück auf Nudel

Wenig Begeisterung zeigt die taz in ihrer heutigen Ausgabe mit einer Schleichwerberecherche über das Verhalten von „seriösen“ Zeitungen, die für Geld ihren Anzeigenkunden eine genehme Berichterstattung in Aussicht stellen. Von der Zeit über das Neue Deutschland, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung bis zur Frankfurter Rundschau — alles käuflich.

Und die Variation ist vielfältig, eigentlich ist alles dabei, die Werbemaßnahme wird getarnt, Anzeigen der Unternehmen werden mitunter noch nicht mal vorausgesetzt, einfach ein paar tausende von Euro auf den Tisch legen und schon kann es losgehen, fertige Artikel dürfen auch gleich selber abgeliefert werden, um den RedakteurInnen mal eben die mühevolle Arbeit schmeichelnder Texte abzunehmen.
Die anschließend nach derlei Geschäftsgebaren befragten Chefredaktionen der Zeitungen weisen mit Vorliebe auf ihre Unabhängigkeit hin: Gekaufte Berichterstattung — nicht bei uns.

kaninchenkeule mit tomate zwiebel salbei wein
Schmackhaft zu machen auch im Schummerschein des sanften Abendlichtes

Eigentlich ähnelt alles den Missständen bei zahlreichen deutschsprachigen Foodblogs inklusive vehementen Abstreitens der Beeinflussung der Berichterstattung, was selbstverständlich nicht statthaft und deshalb quasi naturgemäß ausgeschlossen sei.

Apropos Frankfurter Rundschau, hatten u.a. die Besitzer DuMont und die SPD-eigene Medienholding DDVG noch 2009 erwähnt, dass sich durch einen gemeinsamen Artikelpool das hohe Niveau halten sollte, ist nun klar, dass die einstige Qualitätszeitung FR nun ganz auf ihre Eigenständigkeit verzichten muss, ein bißchen Lokalberichterstattung darf noch sein — ansonsten heißt es in einer immer weniger von Eigenständigkeit geprägten Presselandschaft mit dem Niveau der Berliner Zeitung vorlieb nehmen.

[Erklärung der FR-RedakteurInnen]

Durch den Gebrauch längerer Kochzeit eigneten sich die zu verschmurgelnden Zutaten eine stellenweise auftretende aromatische Dunkelheit an, die ungezwungen zu ekstatischer Aufschleckerei auch des letzten Restes führte

kaninchenschlegel mit salbei und tomatenreiferei
Kaninchen, Tomaten, Röstaroma und Salbei — kann es Schöneres geben?

Ein mittelriesiger nunmehr endgültig dezimierter holperig daniederliegender hügeliger Berg unreifer Tomaten beherbergt von einem entsprechenden Korbe war vor etlichen Wochen in die Küche eingezogen, wurde nach Reifung erst abgetragen und dann irgendwie immer wieder übersehen.

Zeit also, sich an die Fertigung delikat zu erschmeckender rezeptlicher Aufmerksamkeit zu wagen und mal wieder Kaninchen in Tomaten-Salbei-Sauce zu wagen. Die Tomaten trotz Schwächen in der Prallheit unglaublich süß und lecker und optimal geeignet. Zubereitung bedarf Zeit und am Herde stehen muss nicht unbedingt sein, so geht es:

Kaninchen in einer Schmorpfanne anbraten in einem Schwubs Olivenöl; salzen, pfeffern, mit Restwein ablöschen, hübsch verkochen lassen, kleingehackte weiße und rote Zwiebeln bratend hinzu, Tomaten, halbierte, ebenso, etwas frischer Salbei und etwas getrockneter Rigani, ein Hauch Thymian und noch etwas Wein, Glasdeckel drauf, hochstellen und bei Herunterfluss des Niederschlags auf ganz klein stellen und warten, warten, warten, zwischendurch mal Salz, Pfeffer, Salbei noch hinzu und alles natürlich auch mal umdrehen (ev. etwas Wasser oder Wein nachgießen). Dauert ungefähr 80-90 Minuten.

tomatenschmurgel
Die Kerne werden nicht entfernt!

Zutaten:
Kaninchen
Tomaten,
Olivenöl,
Salbei, frisch
Rigani, Thymian, Pfeffer, Salz
Restwein

Duftet wunderbar, wenn vergessen wird, dass die Speisung auf dem Herde steht, macht sich zudem noch ein nicht unlecker zu erschmeckender Geruch nach Röstzwiebeln bemerkbar ;-) Harmonierte aber gerade deswegen wunderbar; gegessen, getunkt und geschwelgt mit Weißbrot. Sehr lecker!

Und außerdem? Fresspaketaustausch demnächst?!

Zwecks Backofenkost ausprobierlich vonstatten zu gehende Deckelung von Kaninchen gar köstlich mit Kartoffeln famos und auf Knien zu verköstigender rosa Kaninchenleber in Rigani-Wein-Sauce

Das Kaninchen, welches bekanntlich immer für köstlichste Kredenzung vorzüglichst sich eignet, war mal wieder dran, und angesichts des Bedürfnisses nach ganzganz viel Kartoffeln war klar, dass eine Schmorbratpfannenvariante nicht in Frage kam. Also ab in den Backofen damit, mit genügend Alufolie (oder passenden — bei uns Mangelware — Deckel) drauf.

kaninchen mit kartoffeln aus dem backofen
Vorteil des Backofens — meeehr Kartoffeln :D

Zuvor aber noch die Kaninchenteile in gepfefferten Olivenöl (beste Qualität bitte!) anbraten und mit mineralisch schmeckendem trockenem Weißweine ablöschen, sodann in die große Form, Kartoffeln, Salz, Pfeffer, Rigani, Wein (bis 1/3 Höhe zum Backgut) und noch mehr Olivenöl rein und mit mehrfach gelegter Alufolie abdecken und erst mal auf dem Herd für 10 Minuten kochen lassen bevor es in den vorgeheizten Backofen für ca. 1 1/2 Stunden rein kann.

Zutaten:

Kaninchen, ganzes zerteilt
Kartoffeln, viele :-)
Olivenöl, eigentlich auch ganz viel :D
Rigani, Salz, Pfeffer (weiß und schwarz)
Weißwein, mineralisch (Penedes-Region)

Zischendurch nachschauen und rumdrehen den Inhalt, in den letzten 10 Minuten nochmal Rigani und Zitrone mit hinzu, anschließend 5 Minuten ohne Deckelung bräunen. Sehr lecker, wenngleich mit der Pfannenvariante nicht ganz mithaltend, ist aber schließlich auch eine ganz andere Speisung ;-)
Einige Teile des Kaninchens wiesen zudem noch ein saftig-weiches Fleisch auf, welches wohl durch die Position unter den zahlreichen Kartoffeln liegend diese ideale Konsistenz hervorrief — beim nächsten Mal also noch mehr von den leckeren Kartoffeln :-)

kaninchenleber in kaninchenbratoel samt wein und rigani
Kleinere Depots von bis zum Anschnitt unentdeckter Farbansammlung waren auch gar nicht schlimm ;-)

Nach der Versorgung des Backofens mit der Kaninchen-Kartoffel-Form konnte sich genüsslich an die Zwischenspeisung, die überaus köstliche Kaninchenleber gewagt werden, die ja bisweilen leider mal zu fest auftritt. Diesmal allerdings wunderbar zart und weich, verspielte Geschmacksnuancen und eine Zaubertöne auf das Gesicht zeichnende Sauce.
Die Kaninchenleber wurde der Einfachheit halber nämlich gleich in dem vorzüglichen Bratöl der Kaninchenteile gebraten, welches durch Bratensaft und Weinhinzugabe schön so köstlichst schmeckte.

Zutaten:

einfach nur Kaninchenleber
beste Bratsauce (Weißpfeffer, Rigani, Olivenöl, Salz, Wein)
weißer Pfeffer, Rigani,

Außerdem wird dann die Temperatur nicht so hoch, also super geeignete Bratumgebungsatmosphäre, die auch durch gelegentliches Runter- und Raufdrehen des Gases perfekt gehalten werden konnte, das Bratgut während der paar Minuten Bratzeit zwischendurch mehrmals umdrehen und anfangs auch noch etwas pfeffern und mit einem kleinen Schluck des mineralischen Weißweines versorgen. Hernach Streusel von Rigani und Tunken mit Brot in die phantastische Sauce.

Wie beschrieben — köstlichst!

Kaufknödels Schicklichkeit zu sanft geschmorten Weinsaucenkaninchenteilen und sowieso müssen die mal selbst gemacht werden

kaninchen geschmort in weinsauce samt knoedeln
Salbei machte sich wieder gut dabei

Die neulich präsentierte von Salbei durchschwenkte Köstlichkeit war geeignet, den Wünschen des geladenen Besuches entgegenzukommen; zwar waren die Restweinvorräte nicht mehr ganz so zahlreich aufgestockt worden, aber das war kein wirkliches Hindernis ;-)

kaufknoedel
Kaufwaren sind durchaus auftischbar

Die gekauften Knödel ließen erinnerlich Gedanken an Selbstherstellung-der-Kartoffelenderzeugnisse-Diskussionen wach werden, das wird dann demnächst als Ergebnis erneuter Erwägungen in Angriff genommen. Der pflichtschuldige Besuch offerierte nämlich das unverwechselbar gute Kloßrezept der Mutter der Urgroßmutter dafür. Das klingt doch mal spannend.

Äußerst langweilig ist zur Zeit die Sex and Crime-Sammlung Mädchenblog, bekanntlich finden sich da immer die besten Sachen, die alternativ zur Dr.Sommer-Seite das Blogsportuniversum interessieren.

Ob es nun im SM-Beitrag um das Thema Kochen geht (nicht wirklich wichtig), um die Beweisführung mittels Auspendelns von Artikeltiteln zur politischen Selbstfindung (da dürften derlei Künste bei uns an die Grenzen stoßen :D ) oder einfach nur der Huldigung der den rassistischen Stammtisch bedienenden Ex-Anwältin Ates, die seit Jahren hofft, dass sie mit ihrer Hetze irgendeinen Posten bekommt; bisweilen fordert sie die Abschiebung von MigrantInnen, die der FDGO nicht ihre tägliche Ehrerbietung darbringen (das ist bekannt von den Berufsverboten gegen linke LehrerInnen und interessiert wiederum merkwürdigerweise gar nicht, Hauptsache es kommt irgendwo das Wort Frauenrecht vor).

Der nasskalten Umgebung heimelig angepasste Speisung mit charmanter Salbeibeimengung — samt sämtlicher griffbereiter Weinreste

Schlicht dem Umstand zu verdanken, der nach dringender Verarbeitung des Kaninchens rief ,war nicht etwa angeratene leckerste Sommerskost, sondern den wärmenden Charakter deftiger Speisen hervorzuhebende Herbstkost, die Wahl.

Kaninchen geschmort mit salbei
Salbeiumsorgung delikat

Dazu wurden ein paar Zwiebeln geröstet in Olivenöl (das alles im Riesenschmortopf), das Kaninchen, zerteilt, angebraten, ein paar Salbeiblätter knusperten schon mit und mit dem nächsten griffbereiten Weißweinrest abgelöscht. Dazu dann Biomöhren (schmecken eindeutig besser) und einige weitere ganze Zwiebeln (rot, weiß, klein), Gewürze als da wären Pfeffer, Pfefferkörner, Pimentkörner, Wacholderbeeren, ein Hauch Rigani, zwei ungeschälte Knoblauchzehen, Salz, Lorbeerblatt, noch was vergessen?) noch mit dem nächsten Weinrest aufgegossen und dann fröhlich weitergeschmort.
Zwischendurch noch einen süßlichen Likörrotweinrest gefunden und ebenfalls ab und an zugegossen, reduziert, zugegossen und 10 Minuten vor Schluss noch ein paar Salbeiblätter eingestreut.

Durch die aufopferungsvolle Verwendung der Weinreste stehen jetzt auch endlich wieder alle Vakuumstöpsel zur Verfügung (es wurde schon etwas eng).

moehrenkartoffelnohnesalatzukaninchenauftischung
Salzkrustenkartoffeln — optimalste Ergänzung

Sehr schön zu erschmeckende süße Untertöne getragen von Salbeihauch und zartestes Kaninchen waren die Belohnung, dazu schlicht rote kleine ungeschälte Kartoffeln, Salat ward vergessen, machte aber nichts, was auch so sehr delikat, besonders lecker die farblich hervortretenden Außenstrecken! ;-)

Als Nachtisch gab es Erfahrungsberichte aus dem europäischen Insel-Ausland zu lesen, besser als jede Süßspeise :D

Gleich dreierlei sich genüsslich machende Köstlichkeiten — als da wären einmal Kaninchenschlegelweinsaucenauftischerei, zweimal wunderbar schlunzig durchgezogene Kartoffeln samt Weinrestkaninchensaucenriganigewürz und drittens stattliche Restverwertungeieinheiten in Olivenölweinsauce mit Kaninchenhauch und zur Erbauung dieser Zeilen auch noch cremige Verführungen mit Eiswürfelschüttung (auch dabei: auf verschiedenen Ebenen agierende Genusserfahrungen)

kaninchenschlegel ausgeruht in weinsauce mit zitrone und kartoffel und natuerlich rigani
Morgens verschlafen die Reste begutachten ist immer wieder ein Traum

Die Zeilen schreiben sich mit genüsslich aufgesogener Sonnenbestrahlung vom Tage bekanntlich dreimal so gut und um das sich irgendwie breit machende Urlaubsgefühl zu vervollständigen durfte es sich mit mehreren cremigen Verführungen, sehr zu empfehlen übrigens, an die Dokumentation gemacht werden.
Und — auch ganz schicklich — entferntes angenehmes Sommergewitterdonnergrollen sorgt für die passende Schreibatmosphäre.

Der Morgen bereits erfreute durch mal wieder wunderbar in einer Wein-Olivenöl-Zitronen-Rigani-Sauce durchgezogene Kartoffeln nebst einem übriggebliebenen Kaninchenschlegel; das tolle an dieser Spezialität ist die sich auf verschiedenen Zeitebenen bewegende Genusserfahrung:
Des Abends zuvor war alles schon ganz köstlich, das Kaninchen, das immer mehr in der kulinaria-katastrophalia-küche als Ersatz für Huhn fungiert, war schön zart und so wunderbar durchgezogen, dass Entzücken bei den Verkostungspersonen wie üblich in lauten Begeisterungsrufen sich kundtat, zumal die leckeren Kartoffeln wieder mal schlunzig die Contenance wahrend durchgezogen sich präsentierten.
Des darauffolgenden Tages in der relativen Frühe hingegen waren die Kartoffeln allerallerköstlichst durchgezogen, besser als am Vortage schmeckend, der Schlegel immer noch sehr gut, aber leider etwas zu fest geworden, macht sich da im Vergleich zum Abend davor also mit Abstrichen bemerkbar auf der Köstlichkeitsskala.

stattliche restverwertungeieinheiten in olivenoelweinsauce mit kaninchenhauch
Stattliche Restverwertungeieinheiten in Olivenoelweinsauce mit Kaninchenhauch auf Röstbrötchenhälften

Leider waren die Kartoffeln ruckzuck weg (das Restkanichen auch), was blieb war das Verlangen nach MEHR. Es waren auch noch genügend von den verwendeten köstliche Biokartoffeln vom Wochenmarkt vorhanden (Name der Sorte ist grad entfallen, wird nachgefragt). Also erneut halbierte Kartoffeln zu den Olivenölweinsaucenresten samt etwas Olivenölverstärkung hinzu und angebraten, gedreht und weiter angebraten und gedreht und noch weiter angebraten und mit Weißwein abgelöscht und mit einem Schwubbs vom Weine und Rigani- und Salzrieselung erneut versehen dann auf kleiner Stufe mit Deckel auf der Schmorpfanne weitergedämpft.

Da die Mutmaßung, dass das eine Stunde dauern würde wie am Abend so ungefähr auch zuvor, einzutreffen pflegte, wurde bereits vorher etwas von der leckeren Soße abgeschöpft und mit winzigen Spuren des zugrundegelegten Olivenöles wieder aufgefrischt, sodass sich eifrig brutzelnde Bioeier, deren Eigelb sich an den Rand verkroch (sind die jetzt alt?) bestens aufsaugen konnten und die alten gerösteten Brötchen vom Vorvortage (nach Würzung der Spiegeleier mit Rigani, Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffers) ergänzten. Sehr lecker und den Tag um weitere Köööstlich-Rufe bereichernd.

weinsaucenkartoffeln huebsch durchgezogen im zweiten durchgang
Zweitdurchgangstauglich famos

Die derweil fertigen Kartoffeln waren super gut, Würzung auch hier wie bei der Ursprungsköchelei mit Zitrone, weißem Pfeffer und Rigani, wobei die Zweitverwertung nicht ganz an die Ursprungsversion von morgens oder vom Abend zuvor heranreichte, aber weg waren sie im Nullkommanix ;-) — also kööööstlich!

Da es sich nun schickt zu schauen, was die anderen Food-Blogs sich stattdessen an den letzten Tagen an vermutungshalber weniger leckeren Sachen auf den Tisch gestellt haben :p ;-) darf getrost ein weiteres koffeinhaltiges Kaltgetränk gemacht werden, welches nippend und kopfschüttelnd die köstlichen Restspuren des Tages ausklingen lassend, allseits auch zum immer dunkler werdenden Himmel genehm ist.

waehrend des schreibens genossen zur untergehenden sonne also quasi urlaub
Dunkler werdende Abendgewitterwolken und griechisches Kaltgetränk eigenen sich trotzend hervorragend

Dank einem Hauch der Erinnerung verweilte die zeitgemäß zu vollbringende Rezeptur mit köstlichster Kaninchenleber, kurz nur in Zubereitung sowieso und Verzücken auch länger zu einer rezeptiven Rhapsodie mit Bärlauchblatt und Schokoladenkrümel samt Verve

Frühjahrszeit ist bekanntlich Hoppelzeit (auch anderswo), das frische zarte Grün peppt geschmacklich ungemein auf, und so wurde erinnerlich der feinen Versuchung in Schokoladenweinsauce gehuldigt. Es half also nichts, Kaninchenleber wurde geordert und zu später Stunde in rasch zu vollbringender Fertigung aufgetischt für Besuch, der das noch nie verspeist hatte, was sich im Nachhinein als vorangeganger Verlust köstlichster kulinarischer Möglichkeiten entpuppte.

leckere kaninchenleber in schokoladenweinsauce samt birne ueberreif und baerlauch mal wieder
Zeitig photographieren zu Sonnenschein klappt nur einmal

Das Kaninchenleber-Rezept wurde zum Blogevent Chocolat zufällig entdeckt und gehört seitdem zum ständigen Hochgenuss, der milde Schokoladentöne mit fruchtiger Obstnote (die überreife Birne!) an stimmig verbindenden Weißweine zu höchster Eleganz führt.

Zwar wurde mit Rücksicht auf den gar nach vollendeter Kost hungrigen Besuch die Birne geschält, das machte aber nicht so viel aus, besser klappt es schon aus Zusammenhaltgründen dann aber ungeschält. Der verwendete Wein aus Penedes war einen kleinen Tick zu dominant mit der mineralischen Struktur, ein unauffälligerer eignet sich etwas besser.

Der Genuss nach nur wenigen Minuten Zubereitungszeit lässt sich hingegen mit immer länger andauernden Verzückensbekundungen und Abschlecken beschreiben, die unvergleichlich schmeckende Kaninchenleber auf den Punkt leicht rosa im Zusammenspiel mit dem Bärlauch und verwegen kämpfend um die Aufmerksamkeit des Obstes unterstrichen von der sittsam einfügenden Schokolade lässt nur eines sagen — äußerst superb!

Wer das noch nie zubereitet hat, kann im Kaninchenlebergeschäft nicht mehr mitreden; köstlichst zu empfindendes Aufspüren vergessener Kochkunst die Belohnung.
Noch ist Zeit, noch gibt es Bärlauch, noch frisches Frühjahrskaninchen, der Rest ist Verve.

Die der feinen Exclusivität sich hingebenden Bärlauchblätter samt dazu gereichter Rosmarin-Oliven-Kartoffeln umschmeichelten delikat in Rote-Zwiebel-Tomaten-Weißweinsauce geschmorte Kaninchenkeulen, die dadurch zu ihrem sich dem zartgeschmacklich hinorientierenden Verspeisungshöhepunkt unter Beachtung reichlich gereichten jungen Römersalates mit hochinteressanten Rotkohlsprossen in Distelöl fanden (dazu Wein, viel zu viel Wein)

Die wahre Kochkunst zeigt sich in der Verwendung jenes raffinierten Bärlauchgewächses, ein sicherer Kompass im Dickicht unüberschaubarer Kulinarik. Die französische Küche leidet bekanntlich sehr darunter, dass die nicht Zurverfügungstehung der feinen Blätter sie immer im zweiten Range der Kochkunst stehen lässt :D

Die sich nicht nur sehr passend zu vegetarischen Köstlichkeiten erweisenden nach leichtem Knoblauchduft zu erschnuppernden Blickpunkte sind eine dermaßen köstlich zu erschmeckende Hingabe an das sich nur größtmöglich vorzustellende Verschmelzen von Genuss und wahrer Lebensfreude.

kaninchenkeule mit baerlauch und rosmarin-oliven-kartoffeln
Bärlauch — aber auch sowas von passend zu zart geschmorten Kaninchenkeulen

Zwar werden die mitunter lieblos aus ihrer Umgebung gerissenen Blätter bisweilen zu schnöden ;-) Pesto verarbeitet — die wahre Bestimmung liegt aber in der Komposition mit leckerem Kaninchen, das höchstwahrscheinlich noch besser zu munden wüsste, würde auch das Anknabbern des Bärlauches zu den prädestinierten Fütterungsmethoden gehören. Bärlauch — auf jeden Fall ganz ganz groß im Kommen

Genussmousse hatte ja erst neulich Kaninchen zubereitet, was sich auch sehr gut machte, da die Kanincheneinkaufmöglichkeit mal wieder zeitlich nahe lag. Also dazu dann Besuch geordert und erstmal die Neuerung auf dem Sprossenmarkt als Vorspeise in reiner Naturform zum Ertesten gereicht: Rotkohlsprossen.
Zwar erahnen die meisten die Kohlverwandtschaft des leicht scharf daherkommenden Prickelns auf der Zunge, die Lösung harrte dann aber doch der Aufklärung. Geordert werden können die Keimlinge in Bioqualität bei Misslingen der eigenen Zuchterfolge bei der Sprossenmanufaktur, von der auch schon unserer Fenchelsprossen-Schafskäse-Ingwer-Bällchen profitieren konnten.

Mit Babyrömersalat und unaufdringlichen Distelöl dann die Salatkredenzung des Abends, die schon fast aufgefuttert war, weil wir uns nicht an das Genussmousserezept hielten und lieber die Kaninchenteile mit Olivenöl und kleingehackten roten Zwiebelstückchen in später nach dem Anbratvorgang hinzugefügtem Weißwein und vier hübschen kleinen schon ganz gut mundenden Tomaten und einigen Bärlauchblättern anschmorten (statt im Backofen auf den Kartoffeln) unter Hinzufügung von frisch geschrotteten schwarzen Pfefferkörnern; Salz kam dann erst später hinzu und da der Wein leider schon auf Grund der dann doch etwas länger dauernden Garmethode sich überraschend dem Ende neigte kam lediglich noch etwas Wasser hinzu und kurz vor Schluss ordentlich Bärlauch.

Derweil im Ofen mit Rosmarin und köstlichen Kalamata-Oliven (die eigentlich auch gut hätten mitgeschmort werden können) Backkartoffeln in Bioolivenöl gefertigt, was wesentlich schneller gelang. Irgendwann nach längerer Wartezeit und der dritten Flasche Wein war dann auch die Bereitschaft vorhanden die durchaus noch vorhandene Bissfestigkeit der Kaninchenkeulen zu testen und so fand sich ein überaus leckeres Zusammenspiel zum Abend hin, der nicht mal ein Fitzelchen der köstlichen Sauce übrigließ und gar auf nachtischliche Freuden verzichtete.
Superb! Lecker!