Tag-Archiv für 'gr�nkohl'

Immer wieder beliebt — Die Mitbringgeschichte, die sich gerne als ruhender Pol der genüsslichen Gelassenheit ausleben darf und sich dazu mit auszugestaltender vorzüglicher Vorspeisung einstimmte, mit Rosmarinkartoffeln aus dem Backofen als ein nicht zu verachtend sich darstellendes Unterfangen loslegte, mit blanchierten und sodann apart gedünsteten frischen leicht kräuseligen Grünkohlblättern, in Folge zart auf der Zunge zerschmelzenden, erst so richtig der Steigerung hingab und mit Fisch, gebraten, ergänzend wirkte und zum Aufblühen mit gehaltvoll kredenzten Früchten (Psst, es waren Erdbeeren jetzt schon, Pst) samt und sonders mit überaus leckeren Biojoghurt und Mascarpone verbunden, was sich jetzt wirklich als köstlich herausstellte und während das sich anschickte zu verschwinden, war Teilbelegschaft schon sanft hicksend entschlummert

seelachs gemehlt nebst gruenkohl gedillt
Die mit Hingabe aus dem KurzindenSüdenverschwinden gedachte Ausflugsmöglichkeit war zumindest hinsichtlich delikater Mitbringsel wie immer nicht zu verachten gewesen (auch wenn diese ewigen Ausreden, dass die Einkaufsstätten unziemlich sich den späten Einkaufsgepflogenheiten nicht hingeben würden schicksalsgegeben seien); zur Strafe war schon den ganzen Tack ein periodisch zu vernehmendes Hicksen die Folge, welches auch trotz allerlei Hausmittel ungebrochen sich erweisen sollte; die Beschwerden flohen aber dahin, als rasch aus zitronierten und geölten Bresaola Mariniertes mit Rucola verziert gezaubert wurde, das zu allem Glück mit überaus köstlichen und an Aromagenüssen reichen noch in jungen Stadium sich befindlichen Parmesansplittern versehen wurde (leider nicht im Bilde festgehalten). Das war so schnell weg, dass die hungrigen Mäuler auch nicht eine Sekunde daran dachten, dass die nächsten Zutaten auch noch zu würdigen seien.

gruenkohl nebst fisch und zitrone
Das perfekte Sommeressen: Grünkohl leckerlockerleicht

Und das war eine sich schön harmonisch daran anschliessende Kochzutatenzusammenzauberei, die sich mal wieder sowas von günstig für Leckermäuler erwies. Auf dem Markt war nämlich überraschend frischer Grünkohl aus kontrolliert biologischen Anbau mit kleinen Blättern gesichtet worden (das Gerücht, dass Frost vonnöten sei ist überholt), daraus wurden nach vorheriger rascher Anfertigung von Rosmarinkartoffeln aus dem Backofen wieder mal überaus leckere mit Dill und Zwiebeln versehene leicht in bestem Bioolivenöl gedünstete Federkohlhochgenüsslichkeiten gezaubert. Wunderbar leckerleicht!
Wenn ihr noch Grünkohl kriegt, macht das nach. Wirklich köstlich!

Dazu dann gemehlten Fisch in Olivenöl gebraten. Sehr gut passende Kombination, die sich als so kugelrund sättigend erwies, dass kaum noch der aus Erdbeeren (ein irrationaler Spontankauf) und leckerem gerührten Biojoghurt und Mascarpone kreierte Nachtisch rein passte, was die hicksenden Einflüsse anging, war sowieso schon der Tribut an schlaflose Nächte zu zollen gewesen.

Morgen dann verschwundene Gemüsesorten, alter Brei und bisweilen hier zur Wartezeitüberbrückung Napolitanische Esskenntnisserkundigungseinholung (das erklärt dann auch die in den Straßen massenhaft herumfliegenden kleinen Plastikbeutelchen, es wurde sich fürwahr schon gewundert).

Die Grünkohlzeit ist mal wieder angebrochen und da wäre es doch angebracht, ausgiebig die Fertigung des Federkohls zu zelebrieren und so wurden leichte Zubereitungsrezepte aus den Tiefen unseres Archives hervorgekramt und siehe da es war mittels nur kurzer Garzeit die perfekte Methode, um Vitamine und so mal wieder richtig zur Geltung zu bringen (dazu ummantelte gebratene Polenta in bruchstückartiger Konsistenz)

polenta gegriesst
Polenta gegrießt

Es ist kalt und deshalb auch Grünkohlzeit. Allerorten wird sich des delikaten Gewächses entsonnen und zumeist wird es in Unmengen Schmalz geschmacklich kaputtgekocht. Dabei mundet der aus der Mittelmeergegend stammende Grünkohl erst so richtiglockerleckerleicht, wenn er nur kurz zubereitet wird (was nebenbei bemerkt die Vitamine und so Zeugs natürlich jauchzend jubilieren lässt).

Das entzückt auch immer wieder und dank unseres wieder zur Verfügung stehenden tollen Live-Archiv-Plugin durften wir in den Tiefen unserer Kochkünste herumfischen und siehe da, das hatten wir zum Blogevent Grünkohl schon mal präsentiert. Dieses gar einfach, unkompliziert zuzubereitende und auch argwöhnische ZeitgenossInnen zufriedenstellende köstliche Rezept wird dann HIER auch ausführlich beschrieben.

Zwar hatten wir keinen Dill, der sich wirklich überaus passend einfügt und aufgrund der späten Koch- und Einkaufsmöglichkeitszeit haben wir deshalb Wilden Fenchel, von welchem noch was eingefroren war, verwendet. Zum Grünkohl schmeckte der Fenchel ganz gut, aber Dill ist hier die bessere Wahl, weil die Aromen besser ergänzt werden.
Übrigens – baut diesen Wilden Fenchel im Garten wie Dill an — ungeahnte Geschmackserfahrungen werden der Dank sein. Eigentlich die Marktlücke für aufstrebende Biomarktstände.

Aus puren Faulheitsgründen hatten wir die harten Stängel nicht herausgeschnitten, was aber auch nicht weiter schlimm war; die etwas härtere Konsistenz im Vergleich zu den zwar nicht zartschmelzend auf der Zunge zergehenden Blättern, sondern weich-aromatisch noch kaufähigen die Form überaus entzückend noch wahrnehmbaren, war auch so schmackhaft und passte auch zum eher weich auftretenden Polentabruchstück, welches in zahlreicher Formgebung das leichte Essen perfekt ergänzte.

gruenkohl mit zwiebeln und wildem fenchel und lecker polenta

Eine wunderbare Erfindung dieser Mais-Grieß. Sammelhamster bracht uns drauf, mal wieder Polenta zuzubereiten. Zubereitung ganz einfach, weil auf Schnellkochvariante zurückgreifend ;-) Schön fleissig köcheln, salzen, pfeffern und mit geriebenen Pecorino versehen, dann auf ein Blech streichen (so fingerdick) und abkühlen lassen bis sich eine festere Konsistenz zeigt und dann nicht so belassen, sondern in ganz nach Wahl verschieden große Bruchstücke zerreißen oder auch schneiden für die akkurate Präsentierung. Flugs in groben Originallangkochpolentagrieß wälzen und ab in die Pfanne und nur ein paar Minuten in Öl zusammen mit frischem Rosmarin (sehr lecker!) braten. Zusammen mit dem Grünkohl die perfekte Wahl!

Beim Blogevent Bistroküche haben übrigens Bolli mit Terrine de poulet au foie gras und Küchenlatein mit Ratatouille-Gratin die Bestellung des Monats für sich entschieden. Herzlichen Glückwunsch!

gruenkohl und gegriesste polenta

Zum Nachtisch dann wunderbar überreife Mango und viele kleine Kakineuzüchtungssharons, die in Scheiben geschnitten so rasch weg waren, dass keine Fotodoku mehr gemacht werden konnte. Aber noch ist nicht aller Tage Abend, die kommen wieder — keine Frage ;-)

Zurückgekehrt tätig im Bloggeschäft ist übrigens wieder Mademoiselle Différentielle, die von zum Kochen Messer mit- und wieder wegbringenden boyfriends zu berichten weiß.
Es gibt ja auch schon wieder eine Menge neuer Sachen zu beobachten (muss bald mal wieder eine neue Blogbeschau gemacht werden), Kochknecht z. Bsp. macht Wirsing-Morchel-Enten-Teigtaschen ganz akkurat-apart und die anderen Kochen auch bzw. lassen kochen und kochen — ein ganz neuer und überaus praktischer Trend, demnächst dann also mehr…

Federleichter Hochgenuss, der durch delikat zubereitete gewellte Blätterchen, die zart zergehend auf der Zunge im Zusammenspiel mit wunderbaren Dillspitzen und zwiebeliger Zutat gekonnt in Harmonie zu überzeugen wussten – auch weil Bio-Olivenöl zur Vervollkommnung hinzukam und Alles auf leichteste Art in minutenschneller Tätigkeit zubereitet wurde (Rezept)

grünkohl mit frischen Kräutern 3a
köstlich-federleicht mit Pfeffer-Dill-Rand

Den Federkohl als thematischen Schwerpunkt für einen Blogevent zu nehmen ist natürlich ein reizvolles Unterfangen und ruft bei ihm Norden heimischen NichtkostverächterInnen, diesen und das berüchtigte Boßeln regelmäßig als Vorwand zum ausufernden Konsum billiger Alkoholika ausnutzend nur jubelnde Freude hervor.
Dabei ist das, was gemeinhin als Grünkohl mit Pinkel jahrzehntelang die Speisekarte der nördlichen Landstriche verhunzte, Grund für eine der schlimmsten Auswanderungsbewegungen der letzten Jahrhunderte. War das einst reich bevölkerte Land bekannt für allerlei Sauerkraut- und Matjes-Spezialitäten, so kam der aus der östlichen Mittelmeergegend entstammende Kohl eigentlich recht. Nahrhaft vollgestopft mit ganz super wichtigen Vitaminen und so Zeugs brachten lustige Heerscharen diesen mit und unter jubelnder Zustimmung der Bevökerung der heutigen südlichen Bundesländer wurde dieser sogleich gen Norden weitergereicht.

Und was das Irish Stew für Irland ist (Quelle: LL 48,12 ), wurde die stundenlange Fertigung des Federkohls für den Norden: Der bekanntermaßen einsetzenden massiven Auswanderung wegen der schwer im Magen liegenden Matschepampe mit tonnenweise Schweineschmalz wurde sogar ein extra Museum in Bremerhaven gewidmet, in welchem die härtesten unter den besuchenden ZeitgenossINNen ebendieses „Gericht“ kosten dürfen, um die Not der damaligen Zeit mal so richtig nachempfinden zu können. Aber irgendwie haben ja diese leeren Landstriche auch ihren Charme :D

Nun — wir haben den Federkohl mal wie in den kulinarisch aufgeschlosseneren Landschaften des Mittelmeeres zubereitet: Kurz gedünstet mit Kräutern und mit nativem Olivenöl – ein super überraschend frischer Geschmack und die Erkenntnis, dass dies eigentlich ein super Sommergericht wäre (Grünkohl in gefrorenem Zustand muss dann jetzt wohl schon gehortet werden).

grünkohl mit frischen Kräutern
luftig-locker-leicht statt schwer im Magen liegend

Was wird für die schnelle Zubereitung benötigt?

1 Kilo Grünkohl (wir haben welchen aus kontrolliert ökologischem Anbau auf dem Markt erworben)
1 Bund Dill
Gemüsezwiebel
Bio-Olivenöl (gutes!)
gruenkohllogo

So klappt es am besten:

Der Grünkohl muss zuvörderst bearbeitet werden indem die dicken Stängel bis zum Blattansatz abgeschnitten werden, da die in Folge nicht so direkt zum Verzehr geeignet sind. Alsdann kommen die derart präparierten Blätter für 3 – 5 Minuten (je nach Größe) in kochendes Wasser (wobei darauf geachtet werden sollte, dass der Topf riesige Ausmaße anzunehmen beliebt und der Deckel nicht den Kochvorgang unziemlich beinträchtigt). Damit die grüne Farbe auch schön erhalten bleibt sodann ab ins kalte Wasser und rasch rausholen und gut abtropfen lassen und durch manuelle Tätigkeit leicht auspressen.

Dann eine halbe (oder ganze je nach Belieben) Gemüsezwiebel, grob geschnitten in reichlich Olivenöl auf kleiner Flamme andünsten. Hinzu kommen kleingeschnittene Dillstiele. Nach ein paar Minuten kommen die Federkohlblätter und dürfen 5 – 10 Minuten mitköcheln. Zwischendurch noch die in 3 cm Länge geschnittenen Dillspitzen mit in den Kochtopf rein. Kurz vor Ende der Fertigungsphase kann noch Meersalz (und je nach Bedarf kann es für den würzigeren Geschmack auch Gemüsebrühe sein) hinzukommen. Noch ein paar mal vorsichtig umrühren und fertig ist eine sehr leckere leichte Spezialität mit frischen Kräutern. Auch ein nochmaliger Schuss exclusives Bio-Olivenöl passt hervorragend!

Einfach delikat, leicht & lecker unser Beitrag zum Kochevent Grünkohl!

grünkohl mit frischen Kräutern 4
Frische Kräuterbeigabe und nicht dominierende Gemüsezwiebel sind die kulinarisch unterstützende Beigabe für vollendeten Genuss, der mit richtig gutem Olivenöl den Federkohl auf die leichte Art so richtig zur Geltung zu bringen weiß, damit alle in Entzücken verfallen ;-)