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Virtuos in Szene zu setzen gewusst bei durchaus von knuspriger Eleganz getragener Krisselspitzen, die sich angenehm bröselig erhaschen ließen — Grünkohl-Chips in Nachahmung

gruenkohl-chips aus dem backofen
Grünkohl-Chips mit Olivenöl — also gesünder geht es wirklich nicht mehr ;-)

Sofort als diese Variante des gehobenen Grünkohlessens bei Schnuppensuppe in Erscheinung trat war klar, dass das auch ausprobiert werden musste. Erprobt in diversen Kochblogs übern Teich und dann auch noch im der Friesenpalme abholden Bayern — Grünkohlchips das musste einfach gut sein!

Und inzwischen auch schon von Eifels Kochbuch für würzig-nachahmenswert befunden.

Da ja das kulinarische Interesse an diversen Gemüsechips immer aufopfernd vorhanden ist (jenseits der Kartoffel) war die Gelegenheit jetzt günstig als sich im Supermarkt bei einem Inselaufenthalt geradezu Berge von zerhackstückelten Grünkohl auftaten (der Trend war klar zu erkennen). Geradezu perfekt also um die mundgerechten Stücke einer sofortigen Ausprobierung zuzuführen.

Backblech war in „Benutzung“ (wohl schon länger ;-) ) und so wurde es kurzerhand einfach in einer Porzellanform gemacht, mit Olivenöl-Spritzern und Meersalz versehen rezeptlich vorgesehen ab für 10 Minuten bei 180 Grad in den Ofen, hat allerdings nicht gereicht und so wurden noch mal 10 Minuten drangehängt, zwischendurch ein bissl umgerührt und die Temperatur auf 200 Grad erhöht. Bei einem Backblech reichen wahrscheinlich wirklich 10 Minuten.

grünkohlchips in fertigung
Grünkohlchips noch in Fertigung

Perfekt dann das Ergebnis — Das Farbenspiel von bräunlich bis dunkelgrün und die Konsistenz von bröslig bis etwas fester und der Grünkohlgeschmack dezent durchbrochen von chipsiger Eleganz. Gibt es bald wieder :-)

In das Umfeld von Kürbis und Reis sowie der Spitzen Wilden Fenchels hereinplatzende knackige Grünkohl-Mischung samt Dill und ein wenig Blattpetersilieblatt und das alles überbacken und berieselt von Ziegenhartkäse

kurbisreisauflauf probierecke
Noch ohne Käseraspel — dafür schon angeknabbert

Wohin mit den eifrig gekauften Muskat-Kürbismassen — ab in den Reis und gebacken im Ofen ist mindestens einmal im Jahr das leckere Motto. Unverzichtbar der Hauch von Wildfenchel, der tiefgefroren mit ein paar Spitzen optimal zur Geltung zu gelangen weiß.

Brannte auch nicht an wie letztes Mal, wurde schließlich vorgesorgt, so waren nicht nur zwei Augen mehr am Start, sondern der Reis wurde mit den Zwiebelstückchen, Dillstielen und Blattpetersiliestielen, dazwischen wilder Fenchel, und etwas Dill und etwas Blattpetersilieblättern in einem großen Topfe samt geraspelten (nicht gemixtem!) Kürbis in bestem Olivenöle angedünstet und mit ein bißchen Wasser ein wenig vorgekocht, ein kleiner Schluck Sekt könnte auch noch dran gewesen sein, die Erinnerung trübt sich bei der Niedertippung, ist aber nicht so wichtig, dann ab in den Ofen in großer Auflaufform nicht ohne vorher noch den Rest Dillspitzen unterzuziehen.

kuerbis reis auflauf mit gruenkohl wildfenchel dill zwiebel
Grünkohl und Kürbis weisen perfekter Essensgestaltung den Weg

Den Grünkohl wie gehabt nicht zu Tode kochen, sondern so wie das beste aller Grünkohl-Rezepte zubereiten, den dann teilweise noch mit hinzu und irgendwann bei schöner Färbung nach so ca. 20-30 Minuten (unser Ofen geht gerne öfters mal aus) antesten, ob die Struktur genehm erscheint. Dann Ziegenhartkäse rüberraspeln und noch mal kurz in den Ofen.
Serviert samt der anderen Hälfte des Federkohls und ein Resultat:

Schmeckt superkürbislecker, macht irrsinnig viele Leute satt und ist ganz einfach! :-)

Konnte von dem Umstand, dass nun wirklich überhaupt kein für das vom Besuch eingeforderte vegetarische Spezialitätenschleckerli notwendige das Kochutensil Umwickelnde zu ergattern war darauf geschlossen werden, dass dem hohen Anspruche nicht gerecht zu werden gelingen sollte — mitnichten! und deshalb wurde unter Auferbietung diverser Alcoholica durchgehalten und die Gunst der frühen Stunde genutzt und sich die ersten feinen Vorräte gesichert, die alsbalde dann wohl schon weg gewesen wären — dabei ist doch Saison, oder zumindest Nachsaison, oder war die Ernte nicht ausreichend, der hohen Nachfrage nicht gerecht werdend? Egal, das kulinarische Glück war gesichert, der Genuss nur eine Frage nachzuholender Besinnung vor dem großen Kochakte…

Verschlungene Wege zum vom Besuch eingeforderten leicht zu dünstenden Federkohl erwiesen sich als vorzüglichst zu gestaltende Kost, die zuvor schon tagelang ausgekundschafteten Beschaffungsstellen ließen die gemeine Verkaufsschar nur mit den Schultern zucken, ignorantes Überspielen ungenügender Orderfähigkeit im Großhandel. Also auf den Primärerzeugnisbetrieb gesetzt und mit dem Anblick einer leeren Kiste belohnt, in der noch kümmerliche Reste von einst sicherlich die untere Ebene füllenden Gemüse vorhanden war.

Der Besuch wurde allmählich unruhig, glaubte Hinhaltungen nicht mehr, begann zu zweifeln, dass überhaupt noch etwas davon zu haben sei; also mutig die Nacht durchgehalten und halbtot ohne größeren Drogenkonsum tapfer zur Einkausstätte gerannt, um die Belohnung abzuholen — frisch gepflückter (hoffentlich) zarter Grünkohl.

Der besten aller Grünkohlzubereitungsarten stand nicht mehr im Wege und so konnte vitaminreiche Biokost zu höchsten kulinarischen Ebenen geführt werden (ganz ohne matschende Zubereitungsarten). Dazu dann auch noch kochwartezeitbedingt die Suche nach Teelichtrestbeständen und unterstützenden Limonengetränken ;-)

allerbester bio gruenkohl kurz geduenstet mit frischen kraeutern
Frische Kräuter und Zwiebeln verzücken federleichten Grünkohlblättergenuss

Einfach entsprechend dieses Rezeptes Zwiebeln und kleingehackte Dillstiele in bestem Olivenöle angedünstet und zuvor in Wasser kurz gekochte Blätter ohne harte Stiele, die in Eiswasser ihre Farbe behielten, mit hinzugegeben, 10 Minuten gedünstet und mit den schmackhaften Dillspitzen versehen zwischendurch und dann frisch die zarte Speise genossen mit noch einem ordentlichen Schuss allerbesten Bio-Olivenöles und zufrieden auch noch den dazu gereichten Schafsziegenkäse auf der Zunge zergehen gelassen. Sehr lecker mal wieder!!

Ganz auf Eigenproduktion setzt übrigens ein neuer Blogsportblog und liefert anschaulich Möglichkeiten selbst in die vegane Käseherstellung einzusteigen; gespannt wird auf die Produktion von Schafskäseersatz gewartet — da müsste doch was zu machen sein ;-)

Übrigens, dass gar politische Verwicklungen besonderer Art beim Grünkohlessen auftreten können, war allerdings bisher unbekannt :D