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Die Ausprobierung der Limequats stand sowieso schon länger auf der großen Kauf- und Kochliste, also zuschlagen, sichern was das Zeug hält und ganz 8 Stück wanderten in den Einkaufskorb, was im Folgenden im Ganzen besehen dann doch ein klein wenig zuviel des Guten war, aber mittels saftiger Mango und rührigem Joghurt war dann ein vorzügliches Genießen gesichert – außerdem aus gegebenem Anlass: Sponsoren

biomango dreiteilig
Mit Gerätschaften zerteilte Mangos bereichern die optische Verfügbarkeit

Gleich neben diesem quitschfidelen orangenen Kumquats lagen im Korb auch noch die mit einem Teelöffel locker zu balancierenden Limequats — die wollten doch schon immer mal verkocht werden…

… also zugegriffen, süßliches Vergnügen sollte diese Mischung aus Limette und Kumquat hervorbringen, tut sie vielleicht auch, wenn sie reif wären, denn die Vermutung liegt nahe, dass dieser saure durchaus an die Limone erinnernde Geschmack nicht das ist, was es sein könnte. Im Anschnitt ganz bekannt, auch die Verkostung der Schale erwies sich trotz nachträglicher Bearbeitung als unstatthaft, es waren einfach ganzganz kleine Limetten.

limequat groessenverhaeltnis apfel
Eigentlich ganz süß — so klein

Nicht schlimm, gibt es halt was anders als puren Genuss. Die schon länger lagernde Bio-Mango geschnappt, mehr oder minder akkurat zerteilt und mittels gutem cremig gerührtem Biojoghurt und ausgekratzten Limequatfetzchen zu einer perfekten frischen Frühstücksbeilage werden gelassen. Durch die saure Frische der kleinen grünen Teilchen ein kleiner Kick im Erschmecken. Gar nicht schlecht. Weitere Kocherfolge dann in Ausprobierung ;-)

Aus dargebotenem Anlass übrigens noch ein kleines Lied, es wird ja momentan wieder vermehrt über Werbekampagnen in Foodblogs philosophiertgebloggt, eine kleine Tafel Schokolade reicht da schon aus, schon geht es los.


Christoph & Lollo — Sponsoren

Ideale Voraussetzungen also, um sich einem Thema zu widmen, das an Wichtigkeit im Werbemaßstab zuzunehmen beliebt; im Blog nutriculinary wird gleich auf eine Veranstaltung die sich eines etwas hochtrabenden Namens bedient (fehlt nur nur der Dr. ;-) ) nun sagen wir mal mehr als nur hingewiesen: Die sogenannte „University of Fish“ von „Deutsche See“ denn die „begeistert seit fünf Jahren eine breite Hörerschaft für die unterschiedlichsten Themen aus der faszinierenden Welt der Fische und Meeresfrüchte“, so heißt es zumindest im Pressetext des Fischkonzerns.

limequat ganz auf obstjoghurt
Zur Zierde auch ohne zutatliche Beigabe gereicht die Frucht

Diskutiert wird natürlich auch über die Bedeutung von Blogs für die Werbung und die sieht mitunter in diesem Medium ja bekanntermaßen etwas anders aus, wenn der schleichende Erfolg sich einstellen soll. Neben den nur für die direkte Eigenwerbung kreierten Blogs (erfahrene Köchin zu vermieten, Insider erzählt, Kochbuchzusammenschreibung etc. pp.) hausieren natürlich die schlichten kommerziellen Angebote gerne auch im normalen Bestand.

So wird gerne darauf verzichtet oben einfach Werbung hinzuschreiben, stattdessen wird die Anpreisung im Text oder wahlweise auch Bild versteckt oder schlicht der Werbelink am Ende präsentiert nachdem beispielsweise der Schmarrn von der guten Aquakultur wiedergekäut wurde. Selbstverständlich locker-flockig und damit es ehrlicher wirkt, darf es auch gerne ein paar Gramm an kritischen Bemerkungen mehr enthalten.

limequat groessenverhaeltnis mangorest
Was bleibt…

In der gerne zum Vergleich herangezogenen Presse wird derlei Schleichwerbung zwar mitunter auch so gehandhabt, angesehen ist es deshalb damit noch lange nicht wie der Presserat immer wieder feststellen muss.

Der Ehrenkodex, seine LeserInnen nicht hinters Licht zu führen, sollte in Blogs — gerade bei dem immer wieder gerne propagierten Gleichstand des Niveaus — deshalb eigentlich auf der Tagesordnung stehen. Vielleicht benötigt die Foodblogosphäre auch so ein Kontrollgremium?

Die Kritik an derlei ist ja schon länger bekannt — Wie mit Foodblogs Geld gemacht wird und Volle Mischung Werbilade für wenig Cents machen es deutlicher.

Durch Zufall entdeckt und bunt gemischt (blogbeschaulich)

Nachdem nun jahreszeitgemäß klar ist, dass alle sich mit Keksen mit Nüssen mit Zucker vollschmeißen in den Foodblogs (und sogar Riesenkekse backen) muss ja mal gezeigt werden wie das mit der nüsslichen Beigabe richtig funktioniert. Die werden nämlich auf klassisch zu allem was an salatlichen Gaben bereitliegt in angerösteter Formierung zugegeben.
Zufällig die Knabberteile bei der Sichtung diverser Devotionalien entdeckt und sofort einer frisch bestückten Nahrungsaufnahme zugeführt.

Vegetarian Misch Masch ist auch das Motto bei BlaBlaBoca gewesen, die sich urwaldlicher Verköstigungszubereitungszenarien verschrieben hat und dabei mit zusammenzuckenden Blättern videotechnisch auf Tuchfühlung geht.

nuss zu salat klassisch
Wohlfeile Röstung gab es auch noch für den Fund

Und für alle diejenigen, die schon immer wissen wollten wie das mit der veganen Ernährung so funktioniert können jetzt erfahren, dass „das Angebot in Bioläden für Veganer (.) eine einzige Ansammlung von industriell verarbeiteten Produkten“ sei.
Denn bei esskultur wird gelitten, mit feiner Sensorik für das Thema „vegan“ ausgestattet darf dort nämlich pathologisiert werden, sodass es „der verdauung“ für intelligente Leserinnen und Leser mit kaum zuträglichen „untergriffigen aussagen, pauschalisierungen, unhöflichkeiten, vorurteile, falschen zuweisungen, beschuldigungen und unwahrheiten“ bekömmlich ist. :o

Verwechselungsgefahr droht hingegen bei der Verwendung eines schmutzigen Kaffeefilters — hat zumindest gumia herausgefunden und stellt außerdem verwundert fest, dass seine eigenen Beiträge als Komplettzitat auf anderen Blogs erscheinen.

Von den knapp 40 Foodblogs, die sich beim diesjährigen DFssgF beteiligt haben, sind übrigens schon fast alle Paketpräsentationen da. ;-)

Und da es so langsam kälter wird, gibt es auch noch ein Rezept für Orangen-Punsch sowie Apfel-Steckrüben-Flammkuchen zu betrachten.

Gleich dreierlei sich genüsslich machende Köstlichkeiten — als da wären einmal Kaninchenschlegelweinsaucenauftischerei, zweimal wunderbar schlunzig durchgezogene Kartoffeln samt Weinrestkaninchensaucenriganigewürz und drittens stattliche Restverwertungeieinheiten in Olivenölweinsauce mit Kaninchenhauch und zur Erbauung dieser Zeilen auch noch cremige Verführungen mit Eiswürfelschüttung (auch dabei: auf verschiedenen Ebenen agierende Genusserfahrungen)

kaninchenschlegel ausgeruht in weinsauce mit zitrone und kartoffel und natuerlich rigani
Morgens verschlafen die Reste begutachten ist immer wieder ein Traum

Die Zeilen schreiben sich mit genüsslich aufgesogener Sonnenbestrahlung vom Tage bekanntlich dreimal so gut und um das sich irgendwie breit machende Urlaubsgefühl zu vervollständigen durfte es sich mit mehreren cremigen Verführungen, sehr zu empfehlen übrigens, an die Dokumentation gemacht werden.
Und — auch ganz schicklich — entferntes angenehmes Sommergewitterdonnergrollen sorgt für die passende Schreibatmosphäre.

Der Morgen bereits erfreute durch mal wieder wunderbar in einer Wein-Olivenöl-Zitronen-Rigani-Sauce durchgezogene Kartoffeln nebst einem übriggebliebenen Kaninchenschlegel; das tolle an dieser Spezialität ist die sich auf verschiedenen Zeitebenen bewegende Genusserfahrung:
Des Abends zuvor war alles schon ganz köstlich, das Kaninchen, das immer mehr in der kulinaria-katastrophalia-küche als Ersatz für Huhn fungiert, war schön zart und so wunderbar durchgezogen, dass Entzücken bei den Verkostungspersonen wie üblich in lauten Begeisterungsrufen sich kundtat, zumal die leckeren Kartoffeln wieder mal schlunzig die Contenance wahrend durchgezogen sich präsentierten.
Des darauffolgenden Tages in der relativen Frühe hingegen waren die Kartoffeln allerallerköstlichst durchgezogen, besser als am Vortage schmeckend, der Schlegel immer noch sehr gut, aber leider etwas zu fest geworden, macht sich da im Vergleich zum Abend davor also mit Abstrichen bemerkbar auf der Köstlichkeitsskala.

stattliche restverwertungeieinheiten in olivenoelweinsauce mit kaninchenhauch
Stattliche Restverwertungeieinheiten in Olivenoelweinsauce mit Kaninchenhauch auf Röstbrötchenhälften

Leider waren die Kartoffeln ruckzuck weg (das Restkanichen auch), was blieb war das Verlangen nach MEHR. Es waren auch noch genügend von den verwendeten köstliche Biokartoffeln vom Wochenmarkt vorhanden (Name der Sorte ist grad entfallen, wird nachgefragt). Also erneut halbierte Kartoffeln zu den Olivenölweinsaucenresten samt etwas Olivenölverstärkung hinzu und angebraten, gedreht und weiter angebraten und gedreht und noch weiter angebraten und mit Weißwein abgelöscht und mit einem Schwubbs vom Weine und Rigani- und Salzrieselung erneut versehen dann auf kleiner Stufe mit Deckel auf der Schmorpfanne weitergedämpft.

Da die Mutmaßung, dass das eine Stunde dauern würde wie am Abend so ungefähr auch zuvor, einzutreffen pflegte, wurde bereits vorher etwas von der leckeren Soße abgeschöpft und mit winzigen Spuren des zugrundegelegten Olivenöles wieder aufgefrischt, sodass sich eifrig brutzelnde Bioeier, deren Eigelb sich an den Rand verkroch (sind die jetzt alt?) bestens aufsaugen konnten und die alten gerösteten Brötchen vom Vorvortage (nach Würzung der Spiegeleier mit Rigani, Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffers) ergänzten. Sehr lecker und den Tag um weitere Köööstlich-Rufe bereichernd.

weinsaucenkartoffeln huebsch durchgezogen im zweiten durchgang
Zweitdurchgangstauglich famos

Die derweil fertigen Kartoffeln waren super gut, Würzung auch hier wie bei der Ursprungsköchelei mit Zitrone, weißem Pfeffer und Rigani, wobei die Zweitverwertung nicht ganz an die Ursprungsversion von morgens oder vom Abend zuvor heranreichte, aber weg waren sie im Nullkommanix ;-) — also kööööstlich!

Da es sich nun schickt zu schauen, was die anderen Food-Blogs sich stattdessen an den letzten Tagen an vermutungshalber weniger leckeren Sachen auf den Tisch gestellt haben :p ;-) darf getrost ein weiteres koffeinhaltiges Kaltgetränk gemacht werden, welches nippend und kopfschüttelnd die köstlichen Restspuren des Tages ausklingen lassend, allseits auch zum immer dunkler werdenden Himmel genehm ist.

waehrend des schreibens genossen zur untergehenden sonne also quasi urlaub
Dunkler werdende Abendgewitterwolken und griechisches Kaltgetränk eigenen sich trotzend hervorragend

Instantbrühe und Kaufmaultaschen oder wie mit Foodblogs Geld gemacht wird

Schon seit einiger Zeit macht sich leichtes Unbehagen breit, wenn so mancher Foodblog besucht wird. Die Menge an geschalteten Werbeanzeigen nimmt stetig zu und so wird ein kurzer Artikel oben, unten und nochmal groß an den Seiten umrahmt. Unaufällige Reklame findet schließlich kaum Beachtung.

instantbruehe und kaufmaultaschen
Instantmittelmaß klappt nie geschmackstechnisch

Eine beliebte Masche einiger Neunmalkluger ist es, den Feed anderer Blogs ungefragt für sich zu nutzen, vielleicht merkt es keineR.

Andere versuchen es mal auf eine andere Weise wie ein Verlagskochportal, welches sich gleich ganz die Rechte an den eingestellten Texten sichern wollte, oder es wird um fremde Inhalte geworben, manchen schieben auch einen Art Kochwettbewerb vor bei dem eigens Beiträge anderer direkt im Rezeptblog veröffentlicht werden, um die eigene Seite mit Inhalt zu füllen. Letzteres Modell stammte von Huettenhilfe, einer Rezepteseite, und fand aber wohl nicht so recht Anklang im Kochblog-Universum, das schließlich daraus besteht eigene Blogs zu führen.

Also neue Idee her. Über Küchenschürzen für Kochbilder, bis zum sogenannten „Fremdkochen“.

Jetzt darf wieder auf dem eigenen Blog veröffentlicht werden, aber das Rezept samt Foto wird als Kochbuch bei huettenhilfe eingebunden. Ein paar Kochbücher werden ausgedruckt und es darf im eigenen Blog darüber berichtet werden. Anscheinend ein netter Service, der aber schlichtweg andere Texte für die eigene Seite vermarktet; ohne Bezahlung versteht sich.

Die Verlinkungen geben Traffic und einen höheren Pagerank, der dann bekanntlich auch mehr Geld für die zahlreichen Werbeanzeigen bringt. Dafür ist seit einiger Zeit auch nicht mehr Blogbetreiber XY, sondern eine eigens gegründete GbR verantwortlich, die auch ein eher als gescheitert zu betrachtendes Berlinportal „betreibt“ oder gar dies im Angebot hat.

truebe aussichten
Vermarktet: truebe Aussichten

Im Werbeprojektvermarktsnetzwerk GLAM Media, an dem sich Burda jetzt stärker beteiligt, liest sich die Ausnutzung der Kochkreativität, die dann auch Geld bringt, dann so:
(…) auf Huettenhilfe.de findet jeder das geeignete Gericht. Zudem sorgen die zahlreichen Mitglieder für ein ständig wachsendes Archiv an neuen Rezepten.

Und nicht nur das. Es können jetzt freiwillig Fotos auf der mit eigens zur Verfügung gestellten Bannern zu bewerbenden Seite Rezeptbuch (auch eine huettenhilfe-Kreation) eigenständig eingestellt werden. Läuft die Seite erst mal, dann kann sich an an fünf Fingern abgezählt werden, wann die erste Werbung auftaucht oder das GLAM-Netzwerk zuschlägt.

Aber auch beim Gärtnerblog, der die monatlichen Kochevents ausrichtet, fragen wir uns, ob es sein muss, dass so viel Werbung geschaltet wird. Um es nochmal klarzustellen, es geht nicht darum, ob ein kleiner Blog jetzt ein bißchen google-Werbung hat, sondern um das Übermaß, das Ausnutzen, die Kommerzialisierung der Kochblogszene.

Das sind jetzt auch nur Beispiele, es gibt aber etliche v.a. neu konzipierte Kochblogs, die förmlich dannach schreien, alsbald mit Werbung vollgepackt zu werden, wenn sie es nicht schon sind.

Zwar kann es sein, dass es einfach die Bloganbieter sind die (wie etwas bei uns) die Schaltung vornehmen und die Einnahmen für sich verbuchen, dennoch dürfte es genügend Möglichkeiten geben, sich dem zu entziehen. Manche Blogs sind auch merkwürdigerweise über mehrere Links zu erreichen, wohl kaum aus Spaßesgründen.

Und der Spaß vergeht leider so langsam… :-(

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Vollgekleckerte Teller (Vorwegnahme von Fotoblogevent CXII)

Zeit, sich den wichtigen und kaum beachteten Fertigkeiten in der Food-Photo-Präsentation zu widmen. Kaum Beachtung findet bei vielen LeserInnen der diversen und in letzter Zeit immer zahlreicher in Erscheinung tretenden Foodblogs die mühevoll arrangierte kulinarische Tagesköstlichkeit. Dabei wird noch am letzten Petersilienblatt gezupft bis es akkurat sitzt und die Herzen höher schlagen lässt.

befleckte fischspeisung
Gestern nach reichlich Alkoholkonsum rasant gefertigte Fischspeisung irgendwann kurz vor der Morgendämmerung

Aufopferungsvoll auch unser Herangehen: Mühevoll werden die Teller poliert nur um dann mit penibel aufgebrachten Flecken eine zufällige Kleckstechnik zu erzeugen. Schwerstarbeit also, schließlich ist der elegant daherkommende Fleck bekanntlich der Schwierigste. Diejenigen, die es sich einfach machen, versuchen mitunter mit im warmen Licht getauchten Resultaten von dieser Pfuscherei abzulenken, oder spielerisch wird ein Rahmen um das Gebotene eingefügt.

Bei einer groben Übersicht (von einigen hätten wir wirklich mehr erwartet) erweist sich, dass zahlreiche bekannte und insbesondere neue Mitglieder der Foodbloggemeinde sich dieser Kunst, mit der modernen Technik einfach zu bewerkstelligenden Schandtat, gemütlich der schwierigen Fleckkunst entziehen. Damit sind jetzt keine Deco-Krümel oder der Saucenspiegel gemeint, auch der schon zum guten Ton gehörende eingebackene Auflauf oder Zwischenzubereitungsstadiendokumentationsphotographien gehören da nicht zu, sie sind nur das Feigenblatt der alten Maxime, dass geklotzt und nicht gekleckert werden soll.
Gelegentlich weiß sich aber auch der angestrengt ich-bin-auch-etwas-fahrig-Blog zu präsentieren indem heimlich ein zwei Klatscher auf den Tellerrand präsentiert werden; offen ersichtlich als Anbiederung.


Ein mit Olivenöl vollgekleckerter Tisch gilt nur so halb ;-)

Nach einer zugegebenermaßen groben Sichtung in den Kochblogs wird die ganze Tragödie offenbar

Kein einziger Klecks ist zu sehen bei:

cucina casalinga
Angelika’s Kochstudio
küchenbulle
Stan’s Previously Owned Blog
chicken or pasta
genussmousse
kochen375
Zwergenprinzessin
Houdini’s
Spülkönig und Kitchenqueen
suppenkasper
amateurköche
Einfach Guad
Küchengeister
einfachköstlich
patchwork und kochen
paprikameetskardamom
peppinella
kochmop
kük
vorspeisenplatte
mangiare! mangiare!
kochschlampe
Schnick Schnack Schnuck
schnuppschnuess
soframiz
esskultur
süsse mahlzeit
kochfieber
Kuriositäten
kraeuterundbluetenblog
dilemma
Iuno’s Blog
Sammelhamster
RezkonvSuite
Karine’s Kitchen
Kraut Kekse
Kochknecht
Kochfun
foolforfood
Küchenleben
anonymekoeche
Kaffeebohne
Hedonistin
Hausmannskost
genial lecker
foodisjusta4letterword
Foodfreak
essenslust
Dolce
Tomatengruen
chili und ciabatta
Chaosqueen
Genussfaktor
Sinem´s Küchenzauber
Esma`s Schlemmereien
Chaos Kitchen
Molekularküche
Brot und Rosen
Kochtopf
Was koche ich heute
deichrunner
paulchens
Kochsinn
Chrocky
cookmania
entspannt essen
Küchenlatein
Kochbanausen
mipi
koch und backoase
Nasebaer
Café da Nysa
teatime
veganes wirtshaus
Kräutersturm
kochblogger
kochfrosch
neue essklasse

und auch Rosenthal und candyland scheuen sich davor wie der Teufel das Weihwasser oder so

schippe und besen

leichte Hinwendung zum Klecks (wenngleich auch oftmals nur bei der Suppe) und damit die Ehrenrettung bei:

mademoiselle différentielle
zucker & salz
schnuppensuppe kleckst doch nur ausnahmsweise siehe Kommentar — dafür springt mipi ein
One bulgarian kitchen
wie gott in deutschland
maisonrant
essexperimente
balu
lavaterra
Chocolate & Philosophy
lamiacucina
strandi
katerkopf
tschoerda
scholli
fressen und trinken
vegan food
Bolli
Corum
Chaosküche
noch einer

und mit ein bissl mehr Fleckempfinden — die herausgeschälten FavoritInnen-Blogs

kulinaria katastrophalia (das musste jetzt sein ;-)
Babaras Spielwiese

und Tata, der Siegerblog

ente

Oder fühlt sich noch jemand berufen, wurde jemand vergessen, doppelt vorgeführt und wie sieht es eigentlich bei den nicht deutschsprachig geprägten Food-Blogs aus? Sind die auch so pingelig?

wischspuren
Keine Kleckserei

Übrigens: Auffälligkeiten oder Hinwendungen zu bestimmten Zubereitungsarten haben offensichtlich keinerlei Einfluss auf Flecken, ob nun die Zutaten wild durcheinandergewürfelt werden oder sich meist so überhaupt gar nicht an Konventionen und Rezepte gehalten wird oder jedes Kochrezept aus allen Kochzeitschriften nachgekocht werden muss — es spielt einfach keine Rolle.
Nur neue Foodblogs sind meist peinlich darauf bedacht im guten Lichte zu erscheinen, da wird noch Wert auf das Umfeld gelegt und erwartet, dass morgen neben den Tausend BesucherInnen auch ein Fernsehteam vor der Tür steht, um zu den zahlreichen Kochdarbietungen ob der gebotenen Ware zu interviewen.

Mitnichten lässt sich allerdings sagen, ob der Sonderfall food for action mit der Volksküche kleckert, schließlich tun sich die Leute das Essen da ja selber auf

cocktail exclusiv
klecklich, klecklich

p.s. richtig aktuell kann sich zur Zeit an den der dunklen Umgebung angepassten Cooking-Blog-Fotos versucht werden, im Kochtopfblog wird nach dem besten Verfahren für die schwierige Nachtfotographiekunst gefragt, im Chrockyblog wird für den DMBLGIT nachgefragt und und und…

p.p.s. MarionskochbuchSeite ist ersichtlich kein Foodblog und ist jetzt wohl mit den massenhaften Abmahnungen wegen Verwendung schlechter Fotos durch harmlose BloggerInnen & Co. vor dem OLG Hamburg gescheitert [via heise]

Labskaus nach Art des Hauses (ungeschützt) samt Spiegelei und nicht im Bilde: nahrhaft gespickter Rollmops

Traditionell eigenen sich zur Jahreszeit passend die Rote Bete-Vorräte vorzüglich, um einen Klassiker der norddeutschen-südschwedischen Seeküche auf flachen Tellern samt Rollmops, gespickt mit Gürkchen, zu servieren. Corned Beef bei unserer Variante nur zaghaft hinzugesetzt, um den Kartoffel-Zwiebel-frisch-eingelegte-Rote-Bete-Geschmack nicht allzu sehr zu beeinträchtigen (Chaosküche ist da wagemutiger). Die Mischung ist eh variabel und sehr anpassunsgfreudig an allerlei Ausprobiererei — eine Spezialität, die auch die härteste Seefrau gekonnt zu machen weiß. Dazu natürlich Spiegeleier und eingelegte Rollmöpse und dazu extra Gürkchen. Ach, lang schon nicht mehr gehabt.

Es soll sogar geschäftstüchtige Gastronomiebetreibungswillige geben die Gebrauchsmusterschutz für sich in Anspruch nehmen, wenn Labskaus auf dem Grill landet — wie hoch der Eigenschöpfungswert dieser hochinteressanten Immaterialgutsausschöpfung bei dieser völlig abwegigen Zubereitungsart wohl ist? :D

In der Schweiz zum Beispiel ist diese Speise gänzlich unbekannt, würde sie dort in aller Munde sein, wären alle an die Nordostsee ausgewandert. Dort nämlich können alle das Rezept im Schlafe aufsagen. Nur einem ist dieser Umstand nicht bewusst — wäre dieser Skandal vor der Hamburger Wahl in aller Öffentlichkeit bekannt geworden… er wäre mit Seespeise-Grillgut bedacht worden ;-)

labskaus mit spiegelei
Labskaus mit Spiegelei, randum gebräunt (links hinten Rollmops im Glas)

Lustige Linsensprossen zu Zucchiniwürfeln, frischen Erbsen und allerfeinsten Dillspitzen, mittendrin auch noch süßliche griechische Urzwiebeln (die letzten mitgebrachten Schnüff) zur gedanklichen Zurückholung sommerlicher Geschmackserinnerungen — Köstliches Rezept und photogene Darreichungsversuche

frische erbsenLinsensprossen zur Begutachtung
Die Zubereitung der famosen Linse mit feinen Schotenerbsen ist nur anzuraten

Frische Sprossen eignen sich ja bekanntlich als famose Berieselung zu kleinen Brotschnitten, trendigen Bagels und sind natürlich auch sehr fein anzuschauen. Einmal die entsprechende Gerätschaft zur Aufzucht in Betrieb genommen wird allerlei Saatgut die Gelegenheit gegeben zu zeigen, was drin steckt.

linsen allerlei im glas
Allerlei Linsensorten in einträchtiger Zusammenkunft

Seit Tagen also wird gewässert was das Zeug hält (Tag 1) und aufmerksam wird der Wachstumsprozess der vier Linsensorten, die die Ehre hatten für unseren Beitrag zum Blogevent Linsen im Gärtnerblog herzuhalten, beobachtet (Tage 1+2+3+4). Schließlich war die Gelegenheit günstig, dass für den Fortschrittsprozess schon leicht angestaubte Gefäß hervorzuholen (Tag 0), eine bekannte Einmachfirma hat übrigens dasselbe, linsen bereit zum keimen
und gelbe Linsen , zwei Sorten rote (nun ja eher orange) und eine grüne zusammen hineinzurieseln. Das sah schon zu Anfang sehr vielsprechend aus und als erst die ersten Sprossen vorsichtig hervorlugten (Tag 3) war die Freude ungebrochen und selbst die zumeist auseinandergefallenen gelben runden Linsen zeigten vereinzelt Fortschrittstendenzen.
Zwar war die wetterliche Komponente nicht so ganz dem Keimprozess zugeneigt (Tage 2-4), was aber durch ausgiebigen Aufenthalt und Anhauchen des Glases kompensiert werden konnte (Tag 2), was zumindest zu ordentlichem Beschlagen führte und suggerierte, dass wir es gut meinen.

Und heute war der letzte Tag für den Event — also raus mit den Keimlingen aus dem Glas. Optimale zartgliedrige Grundlage für eine exzellente an geschmacklicher Komponente nicht mehr zu übertreffende Speise ;-) wurde hervorgeholt, Staunen und Raunen beim Betrachten. Ach Wunder der Natur, wie kann das nur sein, blabla, erste Blättchen, können die gegessen werden, hmhm, jaja, Foto machen.

Rasch die Biozucchini zu kleinen Würfelchen verarbeitet und in die Pfanne gegeben, zuvor dort die Dillstiele kleingehackt und mit den letzten griechischen Zwiebeln in gutem Olivenöl glasig angedünstet; damit ist der mitgebrachte Vorrat dann leider auch alle — der Geschmack ist linsensprossendarreichung im ueberblick
unübertroffen gut (Schalotten müssen dann wohl jetzt als Ersatz herhalten). Dann Erbsen mit rein, pfeffern, salzen, minzen und endlich den Linsenglasinhalt hinzu und die feinen Dillspitzen, die auf ca. 3 cm geschnitten die richtige Rührfähigkeit gewährleisten, Pfeffer und getrocknete Minze ev. zum Nachschmecken. Rasch umrühren, probieren, umrühren, zur Probe verkosten. Leckerlecker! Und schon ist es fertig zur edlen Kredenzung.

Der zarte Geschmack der Zucchini, die weich auf der Zunge liegt, wird von den vielfältigen farbenfrohen Linsen, noch leicht knackig, als Konterpart ergänzt, der unterstützend perfekt durch den dillig-zwiebligen auch die verwöhntesten Geschmacksnerven treffenden Part versorgt wird. Und erst die frischen Sprossen und Erbschen, lieb anzusehen und köstlich zu erschmecken. Sommerlich-lecker-gut!

Zutaten:
linsenblogevent
Linsen, Sorten derer völlig egal
Zucchini
frische zuckersüße Erbsen
Dill
Zwiebeln, griechische Ursorte (Schalotten passen auch gut)
Zeit, Wasser, Muße
Pfeffer, getrocknete Minze, Salz

Zubereitung noch mal auf die Schnelle in aller gebotenen Kürze:

Linsen 12 Stunden wässern, dann drei Tage regelmäßig im Glas mit klarem Wasser durchspülen, Zwiebeln und Dillstiele dünsten, Zucchinwürfel, dann etwas später Erbsen und sodann ersprössliche Linsen rein, Dillspitzen auch noch. Zwischendurch würzen. Umrühren. Fertig! Köstlichkeit servieren. Übrigens auch hervorragend geeignet als kalte Beilage. Dazu passt wunderbar ein kräftiges Vollkornbrot und ein leicht zum Perlen tendierender Weißwein.

wunderbare linsensprossen mit zucchini und erbsen und dill geduenstet
Das wunderbare Resultat köchlicher Leichtigkeit verheißt nicht nur erinnerlich sommerlichen Hochgenuss

Die feine Küche beliebte mal wieder mittels Ausdruck allerhöchster Zufriedenheitsbekundungen dies zu sein, was sich im Allgemeinen und Besonderen anhand von delikaten Zucchiniblüten und gar Kürbisblüten mit Reis, famosen wilden Fenchelspitzen, ein paar kleinen Tomatenwürfelchen, etwas Wein und Gewürzen wie Meersalz und weißem Pfeffer gefülltermaßen zeigte, als dementsprechend erwartungsvoller Anspruch von großartiger Köstlichkeitszelebrierungsdarreichungskunst, erträumt wird (auch nicht schlecht: Vorbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag)

zucchini und kuerbisblueten in vorbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag
Wunderschön anzusehende Kürbis- und Zucchiniblüten in Vorbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag

Die zarten Blüten waren gerade in aromatisch verklärter Erinnerung erschienen, als angesichts des anfangenden neuen Jahresabschnittszeitraumes sich die Gelegenheit ergab, doch einfach fast alle vorhandenen Exemplare allererster Güte einzusammeln, von Kleinstgetier zu befreien und sich anzuschicken diese in gefüllter Darreichungsweise als Köstlichkeitshöhepunkt zu servieren.
Mittels Resten von delikaten Risottoreis gelangten auch die im besten Zubereitungszustande befindlichen Schalotten und eine halbe Biotomate in kleingehacktem bzw. gewürfelten Format zum als Füllung vorgesehenen Inhalt für die mit Meersalz und weißem Pfeffer stimmig versehene Wildkräutermischung, die in diesem Fall wohlschmeckenderweise aus ebenso zart daherkommenden wilden Fenchel-Spitzen bestand, die sich perfekt einzufügen wussten. Auch der einen Tick zu herbe Wein war durch das langsame Rührverfahren harmonierend aufgesogen worden und so konnte als Idee noch kleingehackte Pinienkernsubstanz hinzugegeben werden.
Schon im Probierstadium äußerst lecker, was sich durch Hinzugabe wertvollen Bio-Olivenöles nur noch weiter manifestierend zum Ausdruck brachte, als das, was sich im Allgemeinen und Besonderen so davon erträumt wird.

zucchini und kuerbisblueten in nachbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag
Unvergleichlich zarte wohlschmeckende Zucchini- und Kürbisblüten in Nachbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag an genussvoller Glücklichkeit

Der Schwierigkeit der Füllung und anschließender Verschließungskunst war geschickt durch schlampiges Falten aus dem Wege gegangen und durch leichtes Aneinanderdrücken im Topfe, der mit Wasser leicht gefüllt wurde, kaschiert worden. Knackigweich im Biss (vielleicht einen Tick zu weich) war der Genuss beim Aufeinandertreffen von Vorstellung und Realität nicht mehr zu bremsen.

Wahnsinnig lecker!