Tag-Archiv für 'fisch'

Der Rest durchaus ergänzend nach formidable aufgetischter Völlerei durch ausnahmsweise Staudenselleriebeifügung mit Wildlachs, Pfeffer, Rigani später dann versehen (und das perfekte Fischsiegel)

Sellerie — ein altes Thema, muss nicht unbedingt sein, eventuell ein kleines bissl in der Suppe oder dezent irgendwie versteckt, ok. Der lachend in der Küche deponierte Staudensellerie dann die Herausforderung, schmeckt nicht so penetrant, aber ist trotzdem Sellerei, nicht so schön zart schmeckend wie der überaus entzückende Wassersellerie, der nur gute Geschmacksnoten vorzuweisen hat, aber nur im klaren Quellwasser auf Pflückung wartet.

kartoffel staudensellerie tomaten minze zucchini auflauf
Gut versteckt ist die richtige Wahl für schnöden Staudensellerie

Also was finden, um ein den Geschmack ordentlich zu verstecken unterzubringen, leicht angekokelter Kartoffel-Zucchini-Auflauf, genau richtig dafür, also ran und die neue Riesenbackform emporgestemmt, wiegt mindestens 6 Kilo, mindestens!

Staudensellerie dann in ganz kleine Stückchen schneiden, Frühlingszwiebeln dürfen auch hinzu, Kartoffeln in Scheiben schneiden, die Zucchini etwas dünner, Tomaten in anstrengender aufmerksamkeitsbedürftiger Art in kleine Würfelchen verwandeln, Schale bleibt dran, es soll ja schnell gehen ;-)

griechisches gemuese-allerlei
Reste reichlich am anderen Tag

Frische Minze gehackt und trockene Würzminze, Peffer, frisch vermahlen und schwarze Sorte, ganz wenig Rigani und ordentlich Salz und Olivenöl, schön durchmischen und ab in den vorgeheizten Backofen mit Deckel (oder doppelt gelegter Alufolie), das backt jetzt erstmal fröhlich vor sich hin, vielleicht eine Stunde, kommt auf die Kartoffelsorte an, festkochende in verschiedener Benennung waren hier drin, dann Bedeckung lüften und oben noch schön knusprig bräunen, wenns kokelt, ist es fertig!

Und siehe da — der Sellerie weiß sich köstlichst in der Sommerspeisung zu benehmen ;-)

wildlachs gebraten mit rigani und peffer
Wildlachs mit MSC-Siegel versehen mit Rigani

Nachanderentags um drei Uhr früh die Reste dann mit Wildlachs verspeist, einfach so gebraten in Olivenöl und dazu schlicht Rigani, Salz, Pfeffer, Zitrone, Wein war als Begleitung auch gar nicht mehr nötig.

Zur Zeit ist fischküche ja eifrig dabei die im Blog überaus zahlreich lecker dargebotenen Fischauftischungen noch mit wichtigen Informationen über den Fischfang zu ergänzen (Kommentieren im Kochblog geht leider nur mit Anmeldung).

Was hat es mit den Fischsiegeln wie MSC (etcetera?) auf sich, stimmen die Informationen zur Art der Fangtechnik und gibt es eventuell falsche Deklarierungen? fischküche war erst mal platt über den WWF, hat dann mehrere Firmen und Organisationen wie Greenpeace, WWF und foodwatch angeschrieben und so langsam trudeln die Informationen ein.

Der WWF ist allerdings spätestens seit dem Engagement für eine nachhaltige Gentechnologie eine etwas fragwürdige Organisation dennoch im Fischbereich sehr engagiert — trotzdem bleibt beim WWF die Frage wie Nachhaltigkeit mittels Gentechnologie aussehen sollte. Während in der Landwirtschaft gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden – dürfen andernorts dann als Ausgleich mehr nicht gentechnisch veränderte Flächen ausgewiesen werden? Sollte der WWF jetzt als käuflich betrachtet werden im „Fischbereich“? Auf jeden Fall eine lobenswerte Arbeit die Recherche im Siegelsegment und wir sind schon gespannt auf die weiteren Antworten :-)

Geradezu sich vergewissernd, dass Einbrüche sich als den Gewohnheiten doch durchaus ergeben zeigen, konnte sich auf verstecktes Gut bezogen werden

Bevölkerten durch die geringer gewordene Außentemperatur (der Temperatursturz!) in kaum noch zählbaren Ausmaße die AbendausgeherInnen die knapp gewordenen Außenbestuhlungsaufstellungsreihen in den zwar zahlreichen, aber kulinarisch eher knapp gesähten guten Essstätten, so wurde sich doch bewusst gemacht, dass auch der verschobene Einkauf an sich keine gute Idee war, wenn nicht doch noch durch Hunger getrieben urplötzlich der Appetit auf eine schon seit längerem nicht mehr aufgetischte Speise gefallen wäre, die, mit den unter den immer noch lagernden Ricottaeisresten, an die irgendwie so richtig niemand ran will, befindlichen Vorräten, namentlich einer Packung Tiefkühlheilbutt von schon längerer Lagerhaltung, bestimmt herbeizuzaubern wäre und deshalb gierig in den Blickpunkt geriet und mit einem vorhandenen kleinen Rest einer grünkleidigen Zuckermelone doch ein perfektes Ersatzvergnügen zu werden schien.

heilbutt in ingwerreisweinsojasauce
In der Pfanne schmort derweil der Rest

Angespornt durch das Ricottaeis durfte ausnahmweise auch die sonst verpönte Zuckerzugabe ran (selbstverständlich gesunder Rohrzucker ;) )und es wurde ganz simpel die Schnitttechnik vergröbt, um sich nicht lange mit feinen Ingwerstreifen aufzuhalten während die kleingehackte schon etwas von Trockenheit in Mitleidenschaft gezogene kleine rote Chili, derer zwei, in der Ölmischung aus Sonnenblumenkernöl und Sesamöl brutzelte.
Hinzu mit dem Ingwer, braunbrutzelig werden lassen; der Fisch wurde einer schnellen Auftauaktion durch gutes Zusprechen und Heißwasser und Salzbeigabe unterzogen derweil, die optische Beschaffenheit der Außenzone schien ausreichend.

Dann Reiswein die guten Putzfähigkeiten hervorbringend ins Öl hinein und während es einkocht, darf dunkle Soyasauce hinzu, der braune Rohrzucker dann auch noch und der Fisch macht es sich dann bei eher geringerer Temperatur bequem, gibt das Tiefkühlwasser noch ein wenig ab und blubbert so vor sich hin.
Eventuell ab und an aushelfen mit weiteren Reisweinetceinlagen…

heilbutt in ingwerreisweinsojasauce mit melone
Harmonisch vereint — Heilbutt mit Melone und Frühlingszwiebel in Reiswein-Soya-Sauce mit deutlicher Ingwerhervorhebung

Ganz zum Schluss der Fisch raus und dann kurz kleingeschnitte Zuckernmelone und Frühlingszwiebeln hinzu und weiterköcheln; serviert mit Reis — und es hat wunderbar geschmeckt, die fruchige Melone passt sowas von gut zu der Zusammenstellung, die mit scharfen untergründigen Tönen den Ingwer hervorhebt und durch diese aromatische Verbindung den Fisch optimal unterstützt. Einziger Nachteil, die Freude währt nicht lang ;-)

Das Leben kann so schön sein — Netzperlen wiedergefunden und überhaupt… dazu Fisch

Wenn Resteverwertung angesagt ist, muss auch noch irgendetwas hinzugefügt werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass Ergänzungen durchaus angebracht sind bei kulinarischer Nichteintönigkeit:

Massen von nicht dokumentierten Zucchiniwürfelchen mit Zwiebeln aus einer Olivenölminzriganipeffersalzsoße waren noch unters WG-Volk zu bringen. Also rasch Wels angebraten, mit Resten von Weißwein und Frühlingszwiebeln ergänzt und nach etwas Einziehkochzeit dann eben diese Gemüse-Reste hinzu und noch etwas Zitronenschalenabrieb.

Dazu dicke Spagetti — famos wettertauglich und schnell :-)

wels aus weinzitronenzucchinizwiebelsud
Fisch aus Pfannenhaltung

Dann mal wieder auf eine alte Netzperle gestoßen — das ist ja das Schöne am Internet :D Da existiert eine Zeitschrift, genauer ein „Magazin zum Jugendmedienworkshop im Deutschen Bundestag 2008. Junge Journalisten schreiben zum Thema Demokratie. In Kooperation mit dem Deutschen Bundestag, der Bundeszentrale für politische Bildung und natürlich der Jugendpresse Deutschland“.

Überraschenderweise schreiben im Magazin sogar Journalistinnen, zumindest angehende, wäre nach der Ankündigung nicht vermutet worden. Die Latte ist auch gleich ganz hoch gelegt, neben Artikeln über den fussballspielenden damaligen Kriegsminister Jung („Nach getaner Arbeit wechselt Verteidigungsminister Jung in den Angriff“) wird noch mit Sensationen geglänzt, das kleine 1×1 der Boulevardpresse sozusagen — nämlich einem echten „Aussteiger“ aus der Antifa, jahah, so was muss es auch geben

fisch zucchini dicke nudeln
Fisch, Zucchini und Nudel vertragen sich immer

Adrian (der Name ist selbstverständlich geändert!) war mal Mitglied der Antifa, die Antifa, das ist quasi so eine große Familie — alter Hut kennen wir aus den Mafia-Filmen: „Innerhalb der Organisation herrschte ein starker Zusammenhalt, es gab keinen Verrat. Wir waren wie eine große Familie“ und wenn die dann antifaschistisch tätig wird, dann muss es gleich etwas formeller zugehen (wir befinden uns ja schließlich in Deutschland):
Du musst Mitglied sein. Ein vermummtes Gesicht ist Pflicht und du musst auch bestimmte Farben tragen: Schwarz und Rot“ — passend dazu die Bebilderung auf S. 9 [pdf] des Werkes, dabei vergessen die obligatorische Tätowierung und stets mitzuführende Mateteeflasche zu erwähnen.

Das gilt selbstverständlich nicht für die geheime Führungsebene: „Es gibt einen festen Kern von etwa zehn Leuten, die sich aber nicht zeigen. Ich habe gehört, dass diese sich auch in der rechten Szene bewegen. Sie informieren andere Antifa-Aktivisten über die Aktionen, die von den Rechtsextremisten geplant werden, und organisieren Gegenschläge“.

Nicht dass das Trauerspiel jetzt ein Ende hätte, nein, ein bißchen Kampfgeist wird auch gezeigt: „Als Linker muss man vor allem tolerant sein und auch konservativere Einstellungen dulden. Bei der Antifa ist das aber nicht der Fall. Sie duldet keinen Widerspruch“.

ausschnitt orange laut 2008 S 9
Ausschnitt Politik Orange Winter 2008
Bunte Armringe sind natürlich ein kleiner Schnitzer — so wird das nie was mit der Antifa

Nur mal so eine kleine selbstverständlich völlig abwegige Vermutung, das ist jetzt natürlich so absurd, dass eigentlich die Absicht dies schon in Erwägung zu ziehen, noch abstruser ist, aber, liebe Autorin, wenn Du schon die eigenen Interviews selber verfasst, so bleib doch ein wenig realistischer, eine Antifagruppe ohne Streit über die politsche Ausrichtung und persönlichem Hichhack, das ist nun wirklich ein Perpetuum mobile.

Das kannst Du natürlich nicht wissen, du bist ja noch in den Anfängen der journalistischen Erkundungssuche und die erklärungshalber von einem Mitautor gebrachte Unterstützung ist da auch nicht wirklich eine Hilfe:

Antifa ist die Abkürzung von Antifaschistische Aktion“ und „Die meisten verbinden Linksradikalismus mit den traditionellen Krawallen in der Nacht zum ersten Mai und regelmäßigen Ausschreitungen bei Aufmärschen Rechtsradikaler. Diese werden vor allem von autonomen Gruppen wie der Militanten Gruppe (mg) oder der Antifa organisiert“.

Nur mal so nebenbei, wie Antifaschismus buchstabiert wird, weißt Du sicher, die dazugehörenden Abkürzungen verbunden mit Aktivitäten sind vielfältig und „Antifa“ — hey! so heißt auch die Zeitschrift der Vereinigung der Verfolgten des Nazisregimes, das lernst du auch noch und ach ja, die mg, die organisierte nun wirklich keine Ausschreitungen, die agierte eher im Geheimen, die Texte der mg allerdings, die hat u.a. das BKA verfasst, nur „so“ um mal zu erkunden, wie darauf reagiert wird.

[via blogsporttwitter]

Die Hingabe an die Lagerhaltung auskostend, die Fischbärlauchwickel entwickelnd und dies auch noch durchdrungen von der Idee, den vorrätigen Schinken einbeziehend zu umwickelnder Formgebung in vorzügliche Gestaltung zu bringen (letztumrankt gescheitert und gegessen)

Der Sommer naht und es wird Zeit die vorhandenen Vorräte in diversen Tiefkühleinrichtungen einer genaueren Inspektion zu unterziehen, insbesondere die reichhaltigen Fischbestände sind bei solchen meist sehr kurzweiligen Erkundungen, hochgradig gefährdet — der Rest bleibt für späteren Forscherinnendrang konserviert.

heilbutt mit baerlauch und schinken tomaten und zuckerschoten
Fisch im Wickel ist nur halb gut

Eine letzte Packung Heilbutt durfte auftauen und die Erkundung von diversen lagernden vermutlich ebenfalls letzten Bärlauchbeständen müssten in Einklang zu bringen sein, bei Barbaras Spielwiese doch schon erfolgreich getestet, müssten auch hier hinzukriegen sein, die eigene Anregung doch auch noch Schinken herumzuwickeln in Angriff genommen und sodann mit großen Hallo die schon etwas weich zu werden drohenden dickeren Zuckererbsenschoten entdeckt, passt alles perfekt und die kleinen Tomaten dürfen auch dran glauben.

kleine tomaten mit salz szechuanpfeffer rigani pfeffer
Richtig – das ist eine Bärlauchblüte

Den Heilbutt in einer Olivenöl-Sonnenblumenöl-Mischung mit schwarzen Pfeffer durchmischt ganz kurz angebraten, um eine etwas festere Grundlage für die diversen vorgesehenen Umwicklungen zu haben, die Bärlauchblätter von den Stielen befreit (besser für das Wickeln) und sodann umschlungen, daraufhin dann die schon bei den Haferwickeln erprobte Schinkenumwicklung erprobt. Da nicht mehr soviel vorhanden war, zwar etwas lückenhaft, aber auch nicht minder erkennbar vom guten Willen getragen ;-)

Derweil die Zuckererbsenschoten im selben Öle angebraten, mit viel frisch vermahlenem schwarzen Pfeffer, etwas Salz und Rigani sowie frisch gemörserten Szechuanpfeffer versorgt; insbesondere letzteres Gewürz war eine gute Idee, dazu dann die Tomaten einfach mit viel Salz, Pfeffer, Rigani als Haube gebraten, zwischendurch Deckel drauf und vergessen, machte aber nichts, die Schoten machten sich noch gut.

baerlauch fisch wickel mit hauch schinken
Ein kleiner Hauch Restendumwicklung darf sein

Verwickelte Auflösungen bekämpfend dann den Übergang in die freigeschaufelte Pfanne geschafft und noch mal ganz kurz gebraten und schnell serviert, soll ja noch etwas warm sein ;-)

Der Schinken passte leider geschmacklich gar nicht, wurde rasch ausgewickelt und sodann lagen die Fisch-Bärlauch-Wickel hübsch verpackt auf dem Teller, ein Genuss, der zarte Heilbutt verträgt sich hervorragend mit dem ebensolchen Geschmack des Bärlauchs und ergänzt lecker den sich ebenfalls gut in aromatischen Lagen bewegenden Rest des Aufgetischten, der, wenn denn Weißbrot vorhanden gewesen wäre, gut ergänzt hätte werden können.

Es sollte öfters auf Erkundungstour gegangen werden ;-)

Ist das jetzt Wasserspinat — irgendwie wurde sich erinnerlich doch die vietnamesische Benennung notiert, irgendwohin jedenfalls… das andere ist schnellstes Fischspeisenzubereitungsessen

wasserspinat
Wasserspinat neben halbwegs feiner Ingwerschnippelung

Ganz gerne wird in dem Vietnamesischen-Kochbuch-Blog geschmökert und sich jedesmal vorgenommen doch wirklich mal was Ebensolches dort Gebotenes zu fabrizieren; beim Einkauf in den kleinen Asia-Lädchen vor den Regalen mit dem vielen grünen Blättern mit irgendwie unaussprechlich scheinenden Blattwerk wird sich dann diffus daran erinnert und irgendwas genommen, was dann zu was ganz anderem verarbeitet wird.

Diese Blätter jedenfalls, das müsste doch Wasserspinat sein, oder? Scheint sowieso ganz in zu sein, bei Nara-M, la cuisine blanche und natürlich bei Vietnamesisches Kochbuch findet sich die beliebte Blattspeise.

fisch in ingwer knusprig reiswein sauce scharf
Süßlich-scharf verlangt Fisch

Geschmacklich erinnern sie etwas an Vlita, wurden zur ersten Probe auch einfach nur kurz gekocht und dann mit Olivenöl und Salz und Pfeffer und einem Tick Zitrone später noch versehen. Dazu passend sollte sich das klassische Ingwer-scharfe Paprika-Reiswein-Soja-Saucen-Rezept mit Fisch erweisen. Reis gab es natürlich auch noch.

Wie immer eine leckere Speise, die die Mischung aus Schärfe und Süße optimal auf den Punkt bringt. Scharf angebratenes Gemüse schmeckt dazu aber etwas besser als diese grünen Blätter (ist das jetzt Wasserspinat?), aber unpassend waren sie jetzt auch nicht ;-)

wasserspinat kurz blanchiert

Es muss sich mal wieder auf zu diesen vietnamesischen Großmarkthallen gemacht werden, da gibt es ja eine Riesenauswahl und diese Juteblätter stehen sowieso schon länger auf dem Vornehmspeiseplan.

Zufriedenstellende Fischplattenzusammenstellung auf ratsam reichlich bestückter Unterlage aus Kartoffelscheiben und weil das ja nun arg wenig zu sein schien auch noch variabel mit wilden Fenchelspitzen (genügsame Auswahl) und ein paar Oliven waren ergänzend geeigneter Natur (der Zander passte dann doch nicht so richtig)

fisch mit sowas
Fein bestreut und olivenölbetröpfelt

Bisweilen äußern Gäste diffuse Wünsche mittels plötzlich aufkeimender Abenteuerlust und sagen lauter so Sachen, dass sie dies und das ja nun auf gar keinen Fall wollen, mögen und/oder etwas verhaltener vertragen. Selbst Wünsche nach fehlendem Gebrauch von Zwiebeln :o ist schon nachgekommen worden.
Geladen zur Fischspeisung wird sich dieser Tischsitte erinnert und ein paar Wünsche zur Abendgestaltung beigetragen, Zander wäre fein, auch der Fisch und das …
Also dann bereitwillig auf ein sich nebenbei erledigendes und gut erprobtes Speisenerfolgsrezept zurückgegriffen und belegte Fischplatte auf Kartoffelscheiben an vereinzelten kultivierten Oliven und wilden Fenchelspitzen (Form 1) und bedeckt mittels Schinkenwürfelchen (die waren leider nicht so gut wie erwartet und eigentlich hätten die auch ein klein wenig knuspriger sein können), roter Paprika und Frühlingszwiebeln (Form 2, die im Bild; Form 1 ward leider verwackelt abgebildet) gefertigt.

fisch mit sowas im gesamtanblick
Fischsortenreinheit ist bei diesem Mahle umfassend ergänzt

Zander schmeckt übrigens dann doch nicht so perfekt zu dieser Zusammenstellung, aber das ward schon vorher geahnt. War trotzdem gut, aber auch schon mal perfekter, Schuld daran sind natürlich die Sonderwünsche :p

Hernach bekömmlich: Karamellisierte Limonen, die einen Tick zu lange mit dem Bunsenbrenner bearbeitet worden sind, weil zu viele auf einmal gefertigt wurden, besser also in zwei Etappen kredenzen ;-)

Die klassische Kochvariante verheißt mitnichten nur Schnödes — stattdessen sondern und sowieso drei in Eins-Schmankerl (inzwischen schmeckt die Hauptzutat zu Drei ja wieder)

patates rigani zitrone
Kartoffel grob geschnippelt und durch reichlich Olivenöl versorgt (und Rigani, Salz, überaus perfekt)

Bisweilen darauf erpicht die Tomatensauce schmackhaftesterweise zu vollenden wird gerne auf den Sommer gewartet. Sodann kann mit einem Riesenberg Tomaten so richtig losgelegt werden.
Ein klassisches Rezept zur allgemeinen Erbauung und Gesundung notleidender Geschmacksverirrungen. Geht so simple wie einfach folgendermaßen: Zwiebeln, hier rot (sonst auch anders oder Schalotte) anbraten, sodann Sardellen (oder Äquivalent) hinzufügen, braten, natürlich alles in Olivenöl, bestem; die praktischerweise wieder vorzüglich schmeckenden Tomaten grob geschnippelt hinzu, mit Restweißwein abschmecken, köcheln lassen mehr als 30 Minunten. Ach ja, ganz vergessen nach den Sardellen noch Reste von Auberginen hinzufügen, macht sich perfekt, Gewürze wie Salz, schwarzer Pfeffer, etwas Rigani und frische Basilikumblätter überzeugen auch.

gebraten fisch gemehlt
Mehl ist nicht das Schlechteste — Rotbarschklassik

Duftet wunderbar fein und passt vorzüglich zu allerlei anderem ebenso passenden Kulinaria. In diesem Fall leckere Patates mit Salz und Rigani und schnell in Mehl gewälzten Rotbarsch-Filets (aufgetaut da tiefgefroren).

Macht also aus drei allein schon kaum von der verwöhnten Kredenzung abhold erklärten Dingen ein famoses Endprodukt — die klassische Sommerküche. Nachmachen garantiert beste Gelegenheit es sich richtig gutgehen zu lassen, Hurra! :-)

drei koestlichkeiten in einer speise
Zwar mattfarbig aber ansonsten superb

p.s. schmeckt nur richtig bei vollkommener Dunkelheit außer Haus

p.p.s. nach Wochenendausspannerei noch glorioser :D

p.p.p.s. auch sonst schlicht nicht schlecht

p.p.p.p.s- ach so, klar — Knoblauch gehörte auch noch mit rein (NIE vergessen)

Nachtrag: Weißweinkredenzung, viel, einwenig, nicht vergessen…

Der Saibling war angesichts der schon vorhandenen Kräuterauswahl in der Einkaufstasche die richtige Wahl und so konnten auch noch vorrätige Süsskartoffeln und eiligst erworbener Mangold ihr ihriges beisteuern, was zwar vorübergehend in Vergessenheit geriet — dann aber um kurz nach Mitternacht doch noch schlagartig in Erinnerung gerufen wurde, um auch noch kleine Hungeranfälle zu bewältigen

suesskartoffel frittiert
Süßkartoffeln, klassisch fritiert

Der Saibling war von einiger Größe, sodass sich die gefüllte Variante doch mal anbot, die sich allerorten als die präferierte Wahl erweist. Also mit frischen Oregano- und Liebstöckelblättern, ein paar Dillspitzen, und ebenfalls frischem Rosmarin gefüllt und dann noch mit zwei gehobelten Knoblauchzehen den Fisch bestückt, der zuvor schon gesalzen und zitroniert dann in Alufolie verstaut wurde.

Dazu passend, während der Backofen so ca. 40 Minuten in Beschlag genommen wurde, konnten die harten Stielteile des roten Bio-Mangolds zusammen mit zweierlei Zwiebeln und gehackten Dillstielen in Olivenöl dünsten und schon nach kurzer Zeit kamen die Blätter hinzu und nach Hinzugabe von ein wenig Wasser und Dillspitzen war es an der Zeit Limonensaft hineinzuträufeln.
Zitrone war aus, aber Limone war dann doch die richtige Wahl, um den Fisch nicht zu stark in den Hintergrund treten zu lassen, deshalb auch passend und abweichend vom klassischen Rezept noch ein paar frische Oreganoblätter hinzu, duftet auch gleich lecker und so durften dann auch gleich die Süßkartoffeln frittiert werden.

roter mangold mit dill und limonen
Mangold, gekräutert und limoniert

Zusammen vielleicht nicht ganz so die super Zusammenstellung, aber dennoch ganz gut; der Saibling verströmte einen leckeren Duft und die frischen Kräuter dominierten nicht. Allerdings traf es nicht ganz die Geschmacksnerven, demnächst dann mal als gegrillte Variante der gefüllte Fisch.

saibling mit kraeutern
Saibling mit Kräutern war nicht ganz so fotogen des Nachts ;-)

Wir sind da aber auch etwas freier als der neue Sport- und Diätblog, dessen Ziel -- ein Friseurtermin — als Belohnung aber auch nicht ohne ist :D

Immer wieder beliebt — Die Mitbringgeschichte, die sich gerne als ruhender Pol der genüsslichen Gelassenheit ausleben darf und sich dazu mit auszugestaltender vorzüglicher Vorspeisung einstimmte, mit Rosmarinkartoffeln aus dem Backofen als ein nicht zu verachtend sich darstellendes Unterfangen loslegte, mit blanchierten und sodann apart gedünsteten frischen leicht kräuseligen Grünkohlblättern, in Folge zart auf der Zunge zerschmelzenden, erst so richtig der Steigerung hingab und mit Fisch, gebraten, ergänzend wirkte und zum Aufblühen mit gehaltvoll kredenzten Früchten (Psst, es waren Erdbeeren jetzt schon, Pst) samt und sonders mit überaus leckeren Biojoghurt und Mascarpone verbunden, was sich jetzt wirklich als köstlich herausstellte und während das sich anschickte zu verschwinden, war Teilbelegschaft schon sanft hicksend entschlummert

seelachs gemehlt nebst gruenkohl gedillt
Die mit Hingabe aus dem KurzindenSüdenverschwinden gedachte Ausflugsmöglichkeit war zumindest hinsichtlich delikater Mitbringsel wie immer nicht zu verachten gewesen (auch wenn diese ewigen Ausreden, dass die Einkaufsstätten unziemlich sich den späten Einkaufsgepflogenheiten nicht hingeben würden schicksalsgegeben seien); zur Strafe war schon den ganzen Tack ein periodisch zu vernehmendes Hicksen die Folge, welches auch trotz allerlei Hausmittel ungebrochen sich erweisen sollte; die Beschwerden flohen aber dahin, als rasch aus zitronierten und geölten Bresaola Mariniertes mit Rucola verziert gezaubert wurde, das zu allem Glück mit überaus köstlichen und an Aromagenüssen reichen noch in jungen Stadium sich befindlichen Parmesansplittern versehen wurde (leider nicht im Bilde festgehalten). Das war so schnell weg, dass die hungrigen Mäuler auch nicht eine Sekunde daran dachten, dass die nächsten Zutaten auch noch zu würdigen seien.

gruenkohl nebst fisch und zitrone
Das perfekte Sommeressen: Grünkohl leckerlockerleicht

Und das war eine sich schön harmonisch daran anschliessende Kochzutatenzusammenzauberei, die sich mal wieder sowas von günstig für Leckermäuler erwies. Auf dem Markt war nämlich überraschend frischer Grünkohl aus kontrolliert biologischen Anbau mit kleinen Blättern gesichtet worden (das Gerücht, dass Frost vonnöten sei ist überholt), daraus wurden nach vorheriger rascher Anfertigung von Rosmarinkartoffeln aus dem Backofen wieder mal überaus leckere mit Dill und Zwiebeln versehene leicht in bestem Bioolivenöl gedünstete Federkohlhochgenüsslichkeiten gezaubert. Wunderbar leckerleicht!
Wenn ihr noch Grünkohl kriegt, macht das nach. Wirklich köstlich!

Dazu dann gemehlten Fisch in Olivenöl gebraten. Sehr gut passende Kombination, die sich als so kugelrund sättigend erwies, dass kaum noch der aus Erdbeeren (ein irrationaler Spontankauf) und leckerem gerührten Biojoghurt und Mascarpone kreierte Nachtisch rein passte, was die hicksenden Einflüsse anging, war sowieso schon der Tribut an schlaflose Nächte zu zollen gewesen.

Morgen dann verschwundene Gemüsesorten, alter Brei und bisweilen hier zur Wartezeitüberbrückung Napolitanische Esskenntnisserkundigungseinholung (das erklärt dann auch die in den Straßen massenhaft herumfliegenden kleinen Plastikbeutelchen, es wurde sich fürwahr schon gewundert).