Tag-Archiv für 'fair-trade'

Dem nussigen Geschmack ergeben war der von zarten Wildfencheluntertönen geleitete süße aus Dreierlei sich zusammenfindende Zwiebeldünstereiton die richtige Wahl für die Rote-Quinua-Büffelmozzarella-Basilikumblüte-Rote-Bete-Orangencreme-Obendrauf-Kredenzung (lecker)

Laut Internetrecherche können die Blätter des glutenfreien Reismeldengewächses verspeist werden, entstammen wohl der gleichen Familie wie das beliebte Vlita, welches sich vorzüglich für Kräuterspeisen eignet. Bis erste Keimproben im Blumentopf den Erfolg zeitigen, das Wetter stimmt ja schon fröhlich, wird auf käufliche Trockenernte gesetzt.

rote quinua bio exklusiv im weltladen
Klein und fein

Rotes Quinua schaute nämlich so neugierig nach ICH-BIN-NEU im Weltladen aus dem Regal, in Weiß war das ja schon bekannt, aber in Rot sieht es auch sehr schick aus. Exklusiv fair trade erhältlich und in Bio-Qualität — da musste einfach zugeschlagen werden, die Vorratshaltung muss gehätschelt und eifrig umsorgt werden ;-)

Laut Packungsrückseite wird rotes Quinoa nur noch in geringem Umfang für den Eigenbedarf in den Anden angebaut und droht zu verschwinden. Die GEPA will durch den Vertrieb Kleinbauern in Bolivien unterstützen und die Samen dadurch vor dem langsamen Verschwinden schützen.

Das Quinua wurde dann entgegen der vorgeschlagenen 1 Teil Andengetreide / 2 Teile Wasser einfach wie üblich in etwas mehr Wasser geköchelt für ca. 20 Minuten (je nach erwünschter Bissfertigkeit mehr oder weniger). Währenddessen Schalotten, weiße Zwiebeln, rote Zwiebeln in kleingehackten Zustand mit etwas wildem Fenchel in bestem griechischem Bio-Olivenöl angedünstet und mit Salz, Pfeffer, einem winzigem Hauch Rigani versehen und dann nach 5 Minuten mit noch weiterer Zwiebelauswahl versehen, um eine unterschiedliche Bissfestigkeit zu erreichen. Das ganze dann mit dem gekochten Quinua vermischt. Schmeckt schon mal lecker.

rote bio quinoa gekocht
Rotquinua gekocht — sind das schon Keimlinge?

Da noch Berge von Roter Bete vorhanden waren wurden kleine Würfelchen in Öl frittiert, waren etwas zu viele für die Pfanne und dadurch zu wenig Hitze, die sollten eigentlich etwas krosser werden, war aber auch ok (aufpassen, werden schnell schwarz!). Die kamen dann zu der Zwiebel-Wildfenchel-Quinoa-Mischung hinzu und sorgten für schmackhafte Blickpunkte.

Dazu musste es aber noch eine Sauce geben. Also noch kleinere Würfelchen geschnippelt (eigentlich war der geladenen Besuch, der den Auftrag erhielt dem vorherigen Auftrag nicht gerecht geworden ;-) ) und in etwas Olivenöl angebraten und mit Johannisbeerlikör abgelöscht und dann mit dem Saft von vier Orangen versehen und eingeköchelt bis die Sauce schön cremig wurde.

gepa rote bio quinua exklusiv im weltladen
Bio-Quinua als exclusive Einkaufsmöglichkeit

Der neulich durch persönlichen Kurierdienst frisch angelieferte italienische Büffelmozzarella wurde als geschmacklich überaus passend auserkoren und fürwahr — die weiche nachgebende geradezu halbcremige Konsistenz passte vorzüglich dazu, die eigentlich als Deko benutzten dringend abzuerntenden Basilikumblüten waren ebenfalls eine gute Idee, gaben noch etwas frischen Charakter zu den nussig schmeckendem Quinuasamen, die von den süßlichen Zwiebeln unterstützt und dem leichten Fenchelunterton gestützt sich so zu einer sehr leckeren Kombination zusammenfanden.

quinua mit wildfenchel und zwiebel dreierlei sorte versehen mit bueffelmozzarella und basilikumbluete
Die von Orangensüße durchdrungenen ordentlich rot färbenden Betewürfelchen obenauf hätten nicht fehlen sollen – die perfekte Ergänzung!

Alle waren begeistert, das gibt es also bald wieder einmal, nur die Photodokumentation war wie immer der Roten Beete bei Nacht und auch bei zuviel Sonnenschein am nächsten Mittag beim Resteverzehr nicht so zugetan. Macht nichts, schmeckt trotzdem super :p

Teebestandteile zur Selbstherstellung heranzuzüchten ist oftmals ein nicht dem Erfolge zugetan sich darstellendes Betreiben und so wird wohl anderweitig auf derartige Ware zurückgegriffen werden müssen, was sich aber auch geschmacklich durchaus in einem besser erscheinenden Lichte bemerkbar zu machen weiß und so darf dann hier bildlich die Ausgangslage beobachtet werden

ingwer triebig die zweite
Da streckt der inzwischen zweite Trieb der eingepflanzten Ingwerknolle noch trotzig sein erhabenes Selbsterhaltungswesen in die Kamera und schon heute morgen macht sich bemerkbar, dass die fehlende Wasserversorgung und das zeitweilige Abstellen auf der Heizung nicht ganz so zuträglicher Präsentierung ist. Das war es wohl fast mit selbstgezüchteten Ingwer für die eigene Teeproduktion; mal schauen, was da noch so zu machen ist, vielleicht erholt sie sich ja noch mal.

Da auch die Kultivierung der als Schwarzer Tee bekannten Pflanzenblätter nicht zu Zuchterfolgen führte, wird seit ewigen Zeiten auf Teekampagnetee, aus einem Projekt an der Freien Universität Berlin hervorgegangen (einen Blog hat es auch), zurückgegriffen; 100 Prozent Darjeeling verspricht der Biotee in der kostengünstigen Monsterpackung, die einmal im Jahr erstanden werden kann (so ganz ohne Teeläden und Zwischenhandel und inzwischen auch ausverkauft) und dafür den Teeverkäufern in Indien mehr Geld zur Verfügung steckt und das offensichtlich inzwischen ziemlich erfolgreich.

Kritik gab es auch, weil der Tee nicht ganz fair gehandelt wird und nicht das Transfairsiegel trägt. Also nur Biofastfairtee. Der schmeckt zwar jahres- und anbaubedingt manchmal nicht so zum allerköstlichen Erschlürfen, aber ist trotzdem geschmacklich immer eine feine Wahl. Die erste Pflückung zarter, die zweite etwas kräftiger, die grüne Sorte allerdings nicht so zu empfehlen.
Die Berliner Tee- und Kaffeeschmiede Ökotopia bietet inzwischen ja fair gehandelten Darjeeling an und unterstützt Kleinbäuerinnen, den werden wir demnächst mal probieren. Guter Geschmack und fairer Handel klingen zumindest vielversprechend.

teekampagne tee darjeeling
Biotee vom Projekt Teekampagne

Auf dem Weltmarkt wird wohl ordentlich betrogen, die Darjeelingproduktion soll nur ein Viertel des tatsächlichen Angebotes ausmachen. Deshalb gibt es dieses Darjeelingherkunftsgütezeichen, welches Originalität versprechen soll (kann ja auch gefälscht werden). Und wiesoweshalbwarumundwie Teesorten so heißen steht hier in Kurzform. Da kann dann beim nächsten Teeumtrunk mit ausgespreiztem kleinen Finger das neuerworbene Fachwissen zur Verfügung gestellt werden, um Lob einzuheimsen ob der feinfühligen Kenntnisse.

Mexikanischer Kaffee aus Oaxaca und die portugiesische blaue Verpackung, in der sich Kaffeebohnen befanden im Gegensatz zum Soli-Kaffeepulver in der gelben Tüte und dann war da noch Caffee in der roten Packung (aber der war konventionell)

Lavazza Espresso Rossa
… zwar nicht fair trade – dafür geschenkt und in die Espressomaschine hineinkomplimentiert und für gut befunden

Eine blaue Papierverpackung härterer Qualität, die allein schon durch ihr charmantes portugiesisches Äußeres zu faszinieren weiss wurde überreicht und nach glückseligen Momenten der Bewunderung und Zurschaustellung nun auch mal verköstigt. Kräftig wars – aber gut!

Hah! Was waren das noch für Zeiten, als Nicaragua-Kaffee quasi als Solidaritätskundgebung die Mägen der kritischen Koffeinabhängigen auf das damalige Säuremaß des Rhein kurz hinter den Schweizer Chemiefabriken brachte. Zugegebenermaßen muss das richtig wach gemacht haben. Kaffee zum zweitenInzwischen sind delikatere Varianten auf dem Markt — bio, kbA, fair trade oder mit der besonderen Beimischung der afrikanischen Urbohne. Der Markt wird schier unüberschaubar…
…und klein und hilflos wird darin herumgestromert, genossen und gekostet, um doch endlich mal was Trinkbares zu finden, das cremig leicht, herb schwer und nicht allzu rachenputzend daherkommt. Schwierig, schwierig. Da hilft meistens gar nix — das muss alles durchprobiert werden. Da gibt es zwar mittlerweile sogar sogar Blogs zur Thematik, die sind zwar teilweise dem kommerziellen Gedanken nicht abgeneigter Natur und offerieren vornehmlich ihre Warenbestände. Dafür gibts dann aber auch bspw. Aufklärung zu dem Loch in der Kaffeepackung

Ein Agenten-Werbevideo (ohne erschossene GewerkschafterInnen) einer der bekannterern Kaffeehausketten wird im Kaffee Blog präsentiert und hey spielt da nicht Dr. Seltsam mit?
Apropos Gewerkschaften — die sind natürlich nicht gern gesehen auf den diversen Plantagen damit die Kaffeeeinkaufspreise für die großen Konzerne hübsch niedrig bleiben, so niedrig, dass die kleinen KaffeeanbauerInnen inzwischen unter ihren Kosten verkaufen müssen (ähnlich wenngleich nicht unter so krassen Produktionsbedingungen ist die Problemlage in der BRD z. Bsp. mit der Milch, die von Bauernhöfen mit Verlust verkauft werden muss). Kaffee zum erstenUnd da gibt es Leute, die wundern sich dass die Qualität nachlässt und sich ihren Freibonus durch eine Spende zu Weihnachten erkaufen. Ein Artikel zu den fair trade Angeboten der Handelsketten findet sich übrigens bei der Informationsstelle Lateinamerika und auf dem verdi-blog zum Schwarzbuch Lidl.

Überaus lecker war nebenbei bemerkt der faire äthiopische Wildkaffee, welcher mal in kauflauniger den Geldbeutel strapazierender Art erworben werden konnte. Irgendwo haben wir da auch noch ein Bild davon, das wir mal suchen müssen. Deshalb erst mal ein Filmhinweis. Aber immer diesen Kaffee kaufen geht auch nicht, weil sonst nix anderes mehr verkonsumiert zu werden wünscht ;-)

Genuino Pluma der Kaffee aus Oaxaca schneite als Mitbringsel von lieben Besuch in die Küche und war als Pulverkaffee nicht ganz so ausgewogen im Geschmack und etwas zu scharf geröstet. Nicht so ganz unser Nerv in Kaffeedingen. Aber natürlich ganz toll — nicht nur zur Zurschaustellung, sondern überhaupt :-)

Ja — und dann gibt es zum Schluss noch kaffeebohne, im Blog selbst sind allerdings eher Brotbackrezepte als Kaffeesorten zu bewundern.

Bravo
…und fast vergessen gibt es dann natürlich noch griechischen Mokka, Mocca oder Kaffee (je nach persönlicher Vorliebe). Bravo ist in der BRD noch die am besten schmeckende erhältliche Sorte. Leckerer gehts es zu bei Privatabfüllungen in diversen Sortimentläden direkt vor Ort.