Tag-Archiv für 'espresso'

Mexikanischer Kaffee aus Oaxaca und die portugiesische blaue Verpackung, in der sich Kaffeebohnen befanden im Gegensatz zum Soli-Kaffeepulver in der gelben Tüte und dann war da noch Caffee in der roten Packung (aber der war konventionell)

Lavazza Espresso Rossa
… zwar nicht fair trade – dafür geschenkt und in die Espressomaschine hineinkomplimentiert und für gut befunden

Eine blaue Papierverpackung härterer Qualität, die allein schon durch ihr charmantes portugiesisches Äußeres zu faszinieren weiss wurde überreicht und nach glückseligen Momenten der Bewunderung und Zurschaustellung nun auch mal verköstigt. Kräftig wars – aber gut!

Hah! Was waren das noch für Zeiten, als Nicaragua-Kaffee quasi als Solidaritätskundgebung die Mägen der kritischen Koffeinabhängigen auf das damalige Säuremaß des Rhein kurz hinter den Schweizer Chemiefabriken brachte. Zugegebenermaßen muss das richtig wach gemacht haben. Kaffee zum zweitenInzwischen sind delikatere Varianten auf dem Markt — bio, kbA, fair trade oder mit der besonderen Beimischung der afrikanischen Urbohne. Der Markt wird schier unüberschaubar…
…und klein und hilflos wird darin herumgestromert, genossen und gekostet, um doch endlich mal was Trinkbares zu finden, das cremig leicht, herb schwer und nicht allzu rachenputzend daherkommt. Schwierig, schwierig. Da hilft meistens gar nix — das muss alles durchprobiert werden. Da gibt es zwar mittlerweile sogar sogar Blogs zur Thematik, die sind zwar teilweise dem kommerziellen Gedanken nicht abgeneigter Natur und offerieren vornehmlich ihre Warenbestände. Dafür gibts dann aber auch bspw. Aufklärung zu dem Loch in der Kaffeepackung

Ein Agenten-Werbevideo (ohne erschossene GewerkschafterInnen) einer der bekannterern Kaffeehausketten wird im Kaffee Blog präsentiert und hey spielt da nicht Dr. Seltsam mit?
Apropos Gewerkschaften — die sind natürlich nicht gern gesehen auf den diversen Plantagen damit die Kaffeeeinkaufspreise für die großen Konzerne hübsch niedrig bleiben, so niedrig, dass die kleinen KaffeeanbauerInnen inzwischen unter ihren Kosten verkaufen müssen (ähnlich wenngleich nicht unter so krassen Produktionsbedingungen ist die Problemlage in der BRD z. Bsp. mit der Milch, die von Bauernhöfen mit Verlust verkauft werden muss). Kaffee zum erstenUnd da gibt es Leute, die wundern sich dass die Qualität nachlässt und sich ihren Freibonus durch eine Spende zu Weihnachten erkaufen. Ein Artikel zu den fair trade Angeboten der Handelsketten findet sich übrigens bei der Informationsstelle Lateinamerika und auf dem verdi-blog zum Schwarzbuch Lidl.

Überaus lecker war nebenbei bemerkt der faire äthiopische Wildkaffee, welcher mal in kauflauniger den Geldbeutel strapazierender Art erworben werden konnte. Irgendwo haben wir da auch noch ein Bild davon, das wir mal suchen müssen. Deshalb erst mal ein Filmhinweis. Aber immer diesen Kaffee kaufen geht auch nicht, weil sonst nix anderes mehr verkonsumiert zu werden wünscht ;-)

Genuino Pluma der Kaffee aus Oaxaca schneite als Mitbringsel von lieben Besuch in die Küche und war als Pulverkaffee nicht ganz so ausgewogen im Geschmack und etwas zu scharf geröstet. Nicht so ganz unser Nerv in Kaffeedingen. Aber natürlich ganz toll — nicht nur zur Zurschaustellung, sondern überhaupt :-)

Ja — und dann gibt es zum Schluss noch kaffeebohne, im Blog selbst sind allerdings eher Brotbackrezepte als Kaffeesorten zu bewundern.

Bravo
…und fast vergessen gibt es dann natürlich noch griechischen Mokka, Mocca oder Kaffee (je nach persönlicher Vorliebe). Bravo ist in der BRD noch die am besten schmeckende erhältliche Sorte. Leckerer gehts es zu bei Privatabfüllungen in diversen Sortimentläden direkt vor Ort.

Fremde Küchen, Utensilien, Unbrauchbares und allerlei Witziges

Barcomi`s, Pfefferkuchengewürz und weiteres
Barcomi`s Espresso war sehr lecker – anderes wartet noch auf Begutachtung

Schon mal gefragt warum die eigene Küche immer so vollgestellt daherkommt? Zumindest wenn dieses und jenes eigentlich dem Gebrauch unterliegen sollte? Da stauben tagein tagaus die witzigsten Sachen herum und sind ob des täglichen Anblicks in Vergessenheit geraten (nicht der Abwasch ;-) ). Ziehen Food-Bloggerinnen um — dann wird Erstaunliches zutage gefördert: Schnuppensuppe fand beispielsweise eine Haufen interessante Sachen dabei. Aber auch Einblicke in fremde Küchen (der Abwasch bei Kochbuch ist gerade erledigt) sind nicht uninteressant – immerhin kann in Erfahrung gebracht werden, dass Ché Guevara in der Küche hängt. Bei uns verweilen hingegen mahnende Hinweise an den Wänden.

schippe und besen
Nicht zu verachtendes Utensil, welchem täglich gehuldigt wird

Aber nicht nur der voyeuristische Anspruch bei Begutachtung dessen was die anderen Essenblogs so die Tage verspeist haben ist ausschlaggebend für den Besuch des ein oder anderen Blog; In 80 Essen um die Welt ist beispielsweise eine Inauguration zu betrachten, auch mal was. Spannende Kochduelle mit vorgegebenen Zutaten gibts nicht nur in langweiligen Fernsehsendungen, sondern auch in der IOFF Lounge ganz ohne überflüssiges Herumgelaber. Im Übrigen sind Spontankoch-Sendungen alles andere als spontan (aber wir wollen mal nicht aus dem Nähkästchen plaudern).
Apropos Medien und Essenszubereitung durch BlogbetreiberInnen. France2 hat eine Reportage über Foodblogs gebracht. Vor laufender Kamera konnte so richtig in die Vollen gegriffen werden.
Utensilia, die in den siebziger Jahren weitverbreitet waren, wie der Römertopf, sind eigentlich ausgestorben, dachten wir ;-) – trotzdem bestückt Chaosküche die hauseigene Badewanne damit. Küchenfensterexperimente gibts bei learning by cooking — wenn das mal nicht schimmelt.

Dinkelkaffee-Espresso, die Freude am Abend und die Genussprobe

Erst mal sind wir natürlich stolz wie drei dutzend wilde Schneeköniginnen, dass unser kleiner nicht der Rede werter Blogeventbeerebeitrag den Sieg errungen hat, der uns — dies sei nebei bemerkt — v.a. wohl deshalb gelang, weil unter Androhung schlimmer Konsequenzen wie nie mehr Essenseinladungen zu ergattern diversen uns näher stehenden Personen auf charmanten Wege so ganz nebenbei die Mitteilung und überlegenswerte Option anheimgestellt wurde, doch für uns ihr Kreuzchen von sich zu geben.
Der arbeitsreiche Tag, den hinter uns zu bringen uns nun vergönnt war, musste erstmal mit einem kleinen Test beendet werden. Besuch hatte jenen hier abgebildeten Bio-Dinkelkaffee-Espresso aus dem Hause Naturata mit dem zu beachtenden Vermerk „Das müsst ihr probieren“ auf den Tisch gestellt und wartete nun, dass die ebengleiche Zubereitungsweise, die wir ansonsten dem durchaus nicht zu verachtenden Bio-Lupinenkaffee (guuut!) zukommen lasssen nun auch dieser Varianate aus dem biologischem Sektor unserere Aufwartung machen; nun wir sind neugierig und gleich wurde ein kleiner Test gestartet, der nach der Zubereitung in jenen kleinen Espressokannen aus metallischer Substanz, in trashigen Kaffeetäschen unsere Zunge auf eine erwartungsfrohe Perfektionierung der Aufmerksamkeitsknospen hoffen lies.

Dinkelkaffee-Dose
Dinkelkaffee in Pulverformat von angepriesener Espresso-Qualität

Da stand er nun versehen mit aufgeschäumter Milch und einem Hauch feingemahlenem Zimt vor uns und verbreitete ein wenig den kaum zu bemerkenden Geruch von Getreidekaffee-Pulver, das wohl von den beigefügten Spuren von Zichorie zu entstammen scheint. Während aber z.Bsp. der tolle Lupinenkaffee (der nur richtig gut aus den Espressokannen schmeckt) im Rohzustand eher nicht ganz so appetitliche Aromawolken verbreitet, war dies hier nicht der Fall. Allerdings war die dann folgende geschmackliche Komponente dann nicht in den höchsten Tönen zu loben. Schmeckte eben immer noch nach Getreidekaffee. Gar nicht! wurde etwas trotzig entgegnet und, um das gesellige Zusammensein keiner allzu harten Probe auszuliefern, wurden extra kaltgestellte Limonade-Flaschen bekannter Bio-Getränke-Herstellungs-und-Vertriebs-Firmen kredenzt, die hier einzustellen wir uns für morgen vorgenommen haben.

Dinkelkaffee-Tassen
Mit Milchschaum und Zimt versehen war die geschmackliche Note ganz nett; Gebäck wurde auch gereicht.

Äußerst delikate Teigtaschen mit Pilz-Schinken-Pecorino-Thymian-Füllung an frischer Salbei-Butter und das Bedauern umliegender Wohngemeinschaften in unserer Nachbarschaft ihr Dasein zu fristen (Rezept)

Wunderbare kulinarische Höchstleistungen waren der Grund für unser zufriedenes und vom Genießen erschöpftes Antlitz, welches sich gerade einer gehörigen Portion Glück hinsichtlich des unseren Gaumen schmeichelnden Genusses äußerst delikater selbstgemachter Nudeln erfreute, die uns uns aber wirklich dermaßen gut gelungen waren, dass sie natürlich den verehrten LeserInnen nicht vorenthalten werden dürfen.
Wir haben mal wieder auf unser Grundrezept für Nudelteig zurückgegriffen (diesmal ohne Tomaten aber mit dem besten Bio-Olivenöl), welches mit genügender Kenntnis in Kampfsportarten vielfältigster Art leicht knetend zu bewältigen ist; den letzten Teil nahm dann unsere Nudelmaschine kraftübertragend in Bewältigung eines schön geschmeidig gelungenen Teiges, der alsbald dann dünn ausgerollt vor uns lag und sehnsüchtig darauf wartete mit den von uns bedachten Köstlichkeiten gefüllt zu werden, da wir uns für Teigtaschen oder auch italienisch Ravioli entschieden hatten, um unseren Heißhunger an diesem Tage aufwendig zu stillen und so einen neuen Rekord bei der Culinaria Anima-Aufstellung im Koch-Blog zu belegen. Wie gesagt, es war sehr, sehr lecker und ist nur zum Nachkochen zu empfehlen wie übrigens auch der Einkauf guter Zutaten, die nicht unwesentlich zum perfekten Gelingen beigetragen haben.

gefüllte leckere teigtaschen in der pfanne

Aber nun mal im Einzelnen: Die phantastisch gelungene Füllung ist super-einfach herzustellen und nicht nur deshalb zur Nachahmung zu empfehlen. Schinkenwürfel und kleingehackte rote und weiße Zwiebeln werden in Olivenöl angebraten und mit dem tollen Chardonnay Vivo Blanco aus kbA abgelöscht, wenn sie eine schön braune Farbgebung ihr eigen nennen und so auch mehr Geschmack aufweisen können. Meersalz; frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und ein paar Stängel von unserem eigenen gezüchteten und selbst getrockneten Thymian (böse Zungen, die behaupten, wir hätten ihn im Topf vertrocknen lassen haben nichts weiter als üble Nachrede im Sinn); die letzte Beigabe gibt auch den Pfiff des Ganzen und beweist mal wieder, dass einfachste Gewürze immer wieder einen durchschlagenden Erfolg hervorbringen können. Derart gelungen wurde der grob geriebene (bewährte) Pecorino Negro hinzugegeben und vermengt mit einem Spritzer Zitrone, der den ausgewogenen Aromasinnen entgegenkam.
Dann wurden noch braune Champignions in dicken Scheiben und mit Wacholder gewürzte Schinkenwürfelchen angebraten (mit Olivenöl, schwarzen Pfeffer und einer Prise Oregano), die dann nach dem Abkühlungsvorgang kleingehackt und zum schon vorhandenen Schinken-Käse-Gemisch hinzubefördert worden. Schon jetzt war klar bei einem notwendig gewordenen Zwischenprobierstadium, dass das sehr lecker werden würde — zumal der inzwischen auf dem Tisch liegende frische Salbei einen zarten Duft von seinen grünen Blättern ausstrahlte, der uns die Gewissheit brachte einen guten Einkauf getätigt zu haben (warum kann es nicht immer so perfekt zugehen?).

gefüllte teigtaschen mit salbeidekoration
gefüllte Teigtaschen mit Salbeidekoration

Die rund ausgestochenen Nudelteigstücke wurden mit der Füllung (ca. 1 Esslöffel) bedacht und dann umgeklappt und an den Rändern festgedrückt wobei — das Auge isst ja bekanntlich mit — auch an den typischen Gabelrand gedacht wurde, der mittels schnellem und kurzen Druck der Gabelspitze zum golden Abschluss beiträgt. Dann ganz schnell in kochendes Salzwasser und 3 Minuten gekocht (wenn die Ravioli durch sind schwimmen sie an der Oberfläche). Nebenan brutzelte derweil die Butter fröhlich vor sich hin und nahm unsere zweiundzwanzig frischen Salbeiblätter auf und sorgte bei den angrenzenden Wohngemeinschaften für herzzerreißende Szenen, als sie mal wieder feststellen mussten, dass Kulinaria Katastrophalia sie darben liess ;-)
Denn die Salbeibutter war das I-Tüppfelchen auf den gefüllten Teigtaschen, die nun den großen Teller — dekorativ in die Mitte gerückt — zierten.
Dazu Wasser und ein mit Zitrone, Olivenöl und roten Zwiebeln versehenen Endivien-Salat, der mit seiner geschmackvollen herberen Natur den wunderbaren auf den Boden ziehenden Ausgleich aus dem Schwebezustand zu bringen vermochte, den die intensiven Geschmacksvariationen des genossenen Gerichtes uns nun sekündlich auf Neue bescherrten, als wir sozusagen in der kulinarische Höhe verweilten. Zum gelungenen Abend gehörte auch noch ein Espresso, der diesmal aus äthiopischem Wildkaffee stammend mittellaut zischend aus der Espressomaschine ran und sein und unser kräftig-harmonisches Sujet zum Tragen kommen liess.

War das lecker!!!

Dt. Bratkartoffeln und it. Espresso

Ein rundum gelungener Tag war es gestern, als wir uns am Abend die Bratkartoffeln, die wir übrigens mit Sherry verfeinert hatten, als Gaumenschmaus mitsamt den aufbereiteten Matjes und mit Basilikumblättern verfeinerten Salat munden ließen und ratzekahl vom Teller fegten.

Sherryge Bratkartoffeln mit Matjes an Basilikum-Salat
Sherryge Bratkartoffeln mit Matjes an Basilikum-Salat

Als Dessert war es ausnahmsweise vergönnt etwas zu feiern. Aus nicht minder uninteressanteren Beweggründen schmeckte am Morgen — des fast so heiß wie in Italien werdenden Tages — dann der Espresso, welcher aus kräftig-harmonisch-mit-vielleicht-ein-bissl-zu-viel-Säure-Bohnen frisch aus der imposanten Espressomaschine leise zischend entrann, besonders gut.

Italienischer Espresso mit Amarettini
Italienischer Espresso mit Amarettini