Tag-Archiv für 'erbsen'

Liebenswerterweise zu präsentierende Dillkartoffeln (diesmal mit Erbsen) und sowieso muss schnellstens wieder der Füllung gehuldigt werden

dillkartoffeln diesmal mit erbsen
Fein mit Erbsen versehen — Dillkartoffeln

Es war nicht allen zuträglich im Geschmacksempfinden — dabei waren die in letzter Minute hinzugefügte Erbsen nicht unwichtig (schließlich soll der Gefrierschrank mal endlich abgetaut werden) und sowieso sind sie auch ganz putzig anzusehen ;-)
Rezept wie üblich und geschmeckt hat die Kartoffel-Dill-Kreation wunderbar mit frischem Vollkornbrot (das von Mehlwurm ist nach allerlei Ausprobiererei feststellbar das Leckerste hierorts) und das um mitternächtliche Zeit, was ganz es Besseres geben ;-)

So, und jetzt muss sich mal wieder nach arbeitsintensiven Tätigkeiten der Küchenkunst gewidmet werden. Ehemaliger zur Zeit in Italien sich den Bauch vollschlagender WG-Inhalt hat auch schon ein Rezept geschickt, dies Nachzukochen ist natürlich rezeptliche Pflicht (außerdem klingt das furchtbar lecker).

Neue Blogevents gibt es auch schon wieder, Räuchern steht noch bis Donnerstag hoch im Kurs im Kochtopf und ganz frisch im Gärtnerblog der gruselige Sellerie ;-) Zu beidem fällt gerade so gar nichts ein und für den delikaten Wassersellerie ist es noch etwas zu früh im Jahr.

Frühstückliche Austauschbestandteile zu spätnachmittäglichen Vorkommnissen — außerdem reichlich Erbsen und zuvor gelbe Blickpunkte

schafskäsesardelleneifrühstück
Schafskäsevorräte mit Eieraugen wollen schließlich auch mal verköstigt werden

Weiter geht es mit nunmehr nicht mehr ganz so anstrengender Tätigkeit, letzte Reste von Staubansammlungen sind wegzuräumen (andere fühlen sich da erst richtig wohl) und außerdem schleichen wir um den Herd herum, der sich seinen Umfeldanspruch durch allerlei Fettspritzer gesichert hat (innendrin sieht es merkwürdigerweise gar nicht so schlimm aus) und die meiste Zeit wird sich über die optimale Verstauung (un)wichtiger Küchenbestandteile herumgestritten.
Die Lösung ist schließlich perfekt den Umständen angemessen gelöst und die akkurate Stapeltechnik hält bestimmt ganze zwei Wochen an :D Auf jeden Fall ist durch die Herum- und Aussortiererei jetzt ganz, ganz viel unpraktisch zu nutzender visuell anmutender Platz vorhanden.

Ganz im Gegenteil übrigens zu unserem Altmodell von Kühlschrank, welches bis oben hin vollgepropft unseren Versuchungen standzuhalten wusste. Da macht es sich bei Barbaras Spielwiese doch viel ordentlicher. Schließlich wurde sich gerade erst beim Blogevent Ingwer siegeshalber verausgabtHerzlichen Glückwunsch für die Ingwerkombinationen!

erbsenlachssahnenudeln
Erbsen finden sich schnellstens zu leckerer Verköstigung zusammen.

Da frühstücklichen Avancen tapfer standgehalten werden konnte, weil wir uns den zur Verfügung stehenden Räucherlachs für das von Genial-Lecker inspirierte Spätnachmittagsmahl aufheben wollten (und frischer Lachs mit Wodka die Standfestigkeit bezüglich der noch zu verabsolvierenden Tätigkeiten zu sehr beeinträchtigt hätte ;-) ), gab es kleinzwiebelig durchdrungene Schafskäsewürfel in Olivenöl-Sardellen-Anbraterei mit Eieraugen zur mittäglichen Verschnaufpause, die vorzüglich das eingetretene Sättigungsgefühl zu bestätigen wussten.

Erbsen, grün, viele, dann zu geräucherten Lachsscheiben, zerpflückt, klein, und Sahne, reichlich, fett, zu Nudeln, mittlere Portionierung (des Abends soll schließlich noch ein kleines Nachtmahl zu sich genommen werden).

Und morgen dann in aller Frühe aufgefundene Devotionalienpräsentierung mit Werkstücken von da wo die Sonne immer scheint und da wo sie nie unter- bzw. aufgehen will. Und das Inhaltliche erschöpft sich interessanterweise von dort, wo die Sonne noch niemals war, was leckere nicht flügelschlagende Verköstigung miteinherbringt.

Letzte frische Erbsen — mit dabei: zeitig gefertigter Fisch mit Salbei und Sahne (außerdem Abstimmung und letzte Möglichkeiten)

pangasius mit frischen erbsen in sahne-salbei-sauce
Pangasius mit frischen Erbsen in Sahne-Salbei-Sauce

Die Erbsenzeit geht schneller von dannen als so allgemein gedacht. Also war die Zeit gekommen letzte Exemplare einer schnellen Fertigung zu unterziehen. Sehr schnell sogar: Ein wichtiger Termin stand an. 13 Minuten verblieben also den tags zuvor aufgetauten aber nicht zubereiteten Fisch nun endlich einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Also Pangasiusfilet geschmort mit Zwiebeln und Erbsen. Salbei kam auch noch mit rein und ein kleiner Schuss Sahne samt Weinrest sorgte für geschmackliche Unterstützung. Nun jaa, ging geschmacklich so. Pangasius eignet sich dann doch besser als Bratfisch oder für kräftigere Saucen.

Für den Pop Blog 2007 geeignet haben sich dann nach dem Votum der Genussblog-Jury 10 Blogs aus dem mehr oder minder kulinarischen Foodblogambiente. Da kann abgestimmt werden, welcher von denen der beste ist. Und zwei-drei ganz nette sind da ja bei ;-) Am sympathischten sind allerdings die, die nicht so ein Gedöns darum machen.

Abstimmung auch bei Paulchens Foodblog für den Gärtnerblog-Linsenevent und zwar noch bis Mittwoch.

Bis Mittwoch in aller Frühe um 12 Uhr dann auch letzte Anmeldemöglichkeit für den Fresspaketeaustausch (später geht nicht mehr, da geht die Organisationskraft bestimmt ins Kino ;-) ). Wir machen dort auch mit und haben schon für die Verschickung mit der Fertigung feinster Delicatessen angefangen.

Interessante Apfelresultatesammlung übrigens hier

Lustige Linsensprossen zu Zucchiniwürfeln, frischen Erbsen und allerfeinsten Dillspitzen, mittendrin auch noch süßliche griechische Urzwiebeln (die letzten mitgebrachten Schnüff) zur gedanklichen Zurückholung sommerlicher Geschmackserinnerungen — Köstliches Rezept und photogene Darreichungsversuche

frische erbsenLinsensprossen zur Begutachtung
Die Zubereitung der famosen Linse mit feinen Schotenerbsen ist nur anzuraten

Frische Sprossen eignen sich ja bekanntlich als famose Berieselung zu kleinen Brotschnitten, trendigen Bagels und sind natürlich auch sehr fein anzuschauen. Einmal die entsprechende Gerätschaft zur Aufzucht in Betrieb genommen wird allerlei Saatgut die Gelegenheit gegeben zu zeigen, was drin steckt.

linsen allerlei im glas
Allerlei Linsensorten in einträchtiger Zusammenkunft

Seit Tagen also wird gewässert was das Zeug hält (Tag 1) und aufmerksam wird der Wachstumsprozess der vier Linsensorten, die die Ehre hatten für unseren Beitrag zum Blogevent Linsen im Gärtnerblog herzuhalten, beobachtet (Tage 1+2+3+4). Schließlich war die Gelegenheit günstig, dass für den Fortschrittsprozess schon leicht angestaubte Gefäß hervorzuholen (Tag 0), eine bekannte Einmachfirma hat übrigens dasselbe, linsen bereit zum keimen
und gelbe Linsen , zwei Sorten rote (nun ja eher orange) und eine grüne zusammen hineinzurieseln. Das sah schon zu Anfang sehr vielsprechend aus und als erst die ersten Sprossen vorsichtig hervorlugten (Tag 3) war die Freude ungebrochen und selbst die zumeist auseinandergefallenen gelben runden Linsen zeigten vereinzelt Fortschrittstendenzen.
Zwar war die wetterliche Komponente nicht so ganz dem Keimprozess zugeneigt (Tage 2-4), was aber durch ausgiebigen Aufenthalt und Anhauchen des Glases kompensiert werden konnte (Tag 2), was zumindest zu ordentlichem Beschlagen führte und suggerierte, dass wir es gut meinen.

Und heute war der letzte Tag für den Event — also raus mit den Keimlingen aus dem Glas. Optimale zartgliedrige Grundlage für eine exzellente an geschmacklicher Komponente nicht mehr zu übertreffende Speise ;-) wurde hervorgeholt, Staunen und Raunen beim Betrachten. Ach Wunder der Natur, wie kann das nur sein, blabla, erste Blättchen, können die gegessen werden, hmhm, jaja, Foto machen.

Rasch die Biozucchini zu kleinen Würfelchen verarbeitet und in die Pfanne gegeben, zuvor dort die Dillstiele kleingehackt und mit den letzten griechischen Zwiebeln in gutem Olivenöl glasig angedünstet; damit ist der mitgebrachte Vorrat dann leider auch alle — der Geschmack ist linsensprossendarreichung im ueberblick
unübertroffen gut (Schalotten müssen dann wohl jetzt als Ersatz herhalten). Dann Erbsen mit rein, pfeffern, salzen, minzen und endlich den Linsenglasinhalt hinzu und die feinen Dillspitzen, die auf ca. 3 cm geschnitten die richtige Rührfähigkeit gewährleisten, Pfeffer und getrocknete Minze ev. zum Nachschmecken. Rasch umrühren, probieren, umrühren, zur Probe verkosten. Leckerlecker! Und schon ist es fertig zur edlen Kredenzung.

Der zarte Geschmack der Zucchini, die weich auf der Zunge liegt, wird von den vielfältigen farbenfrohen Linsen, noch leicht knackig, als Konterpart ergänzt, der unterstützend perfekt durch den dillig-zwiebligen auch die verwöhntesten Geschmacksnerven treffenden Part versorgt wird. Und erst die frischen Sprossen und Erbschen, lieb anzusehen und köstlich zu erschmecken. Sommerlich-lecker-gut!

Zutaten:
linsenblogevent
Linsen, Sorten derer völlig egal
Zucchini
frische zuckersüße Erbsen
Dill
Zwiebeln, griechische Ursorte (Schalotten passen auch gut)
Zeit, Wasser, Muße
Pfeffer, getrocknete Minze, Salz

Zubereitung noch mal auf die Schnelle in aller gebotenen Kürze:

Linsen 12 Stunden wässern, dann drei Tage regelmäßig im Glas mit klarem Wasser durchspülen, Zwiebeln und Dillstiele dünsten, Zucchinwürfel, dann etwas später Erbsen und sodann ersprössliche Linsen rein, Dillspitzen auch noch. Zwischendurch würzen. Umrühren. Fertig! Köstlichkeit servieren. Übrigens auch hervorragend geeignet als kalte Beilage. Dazu passt wunderbar ein kräftiges Vollkornbrot und ein leicht zum Perlen tendierender Weißwein.

wunderbare linsensprossen mit zucchini und erbsen und dill geduenstet
Das wunderbare Resultat köchlicher Leichtigkeit verheißt nicht nur erinnerlich sommerlichen Hochgenuss

Und weil da noch Berge von zart sich im Winde wiegenden Wilden-Fenchel-Spitzen samt Stiel vorrätig waren, war es doch schwer angesagt, diese einer exquisiten Zubereitungsspezialität zukommen zu lassen und diesen noch nie zu kosten wagenden Besuch in vortrefflich ausgestalteter Weise zu kredenzen, um sich mal wieder mit höchstem Lob umschmeicheln zu lassen (dazu dann merkwürdigen Gewürzmischungen übereignetes Bratgut) und weil Abstimmungsbemühungen nicht getroffen waren, gabs auch noch umgewandelte kulinarische Abendgestaltung von deftig zu süß und deshalb auch noch ungarischen Aprikosenschnaps.

Die Ernte letztens war doch von größerem Ausmaße und so konnte geschickterweise auf eine schon vielfach erprobte Zubereitungsmethode zurückgegriffen werden, die ohne Backofen sich anschickt auch was leckeres zu werden. Es gab köstliche Kartoffeln mit Wilden Fenchel (Stiele zuvor kleingehackt mit roten Zwiebeln angedünstet) und Tomaten und Frühlingszwiebeln, von welchen zuvor noch die Erde in reichhaltiger Form abzuklopfen war, und natürlich einem ordentlichen Schuss exquisites Bio-Olivenöl, welches die geschmackliche Note doch immer wieder zu verfeinern weiß, wie es auch noch den hinzugefügten Gewürzen gelang, diesmal nur schwarzer Pfeffer und Meersalz .

wilder fenchel im zusammenspeil mit kartoffel und zucchini und lamm war auch noch dabei

Dazu stand dann noch die Fertigung, allerliebste, von einer weiteren Gemüsebeilage an, die sich zwar ebenfalls des Wildfenchel bediente aber doch geschmacklich mit Zucchini zu einer anderen Komposition führte. Natürlich hier auch gutes Bioolivenöl rein und rote Zwiebeln und grüne Zwiebeln und Löwenzahnwegerich und zusammen mit Zucchinischnippel und Fenchelspitzen gut vermischt und geschwenkt und gerührt und dann noch mit einem ordentlichen Schuss Erbsen versehen. Salz und Pfeffer auch noch rein. Nach 5 Minuten ist alles schwupps schon fertig. Sehr lecker!

wilder fenchel im zusammenspeil mit kartoffel und zucchini und lamm war auch noch dabei und weil es so schoen ist alles im detail
wilder fenchel im zusammenspeil mit Kartoffel und Zucchini und Lamm war auch noch dabei und weil es so schön ist rechts oben die leckeren gedünsteten Kräuter zur näheren Inaugenscheinnahme

Nicht ganz passend erwiesen sich Lammfleischprodukte, die mangels zeitsparender Alternative in schon vorgefertigter Marinade zum Kauf bereitgelegt befanden und zähneknirschend geordert zu werden wussten. Zu retten versucht, was zu retten war und mit Oregano und Wein nachgeholfen. Nun ja, zum Verspeisen war die Form zart aufgelaufen und dank der kräuterigen Spezialitäten war das Essen gerettet.

pfannkuchen mit schokoladeneis und obstbaellchen.jpg

Und weil der genossene Wein auch formidabel passend die Essensbemühungen zu unterstützen durchaus sich als geeignet in der Lage erwies — war flugs die von nichtwissenden WG-Inhalt erkorene kulinarische Abendgestaltung von deftig in süß umgewandelt worden, so dass es noch Pfannkuchen gab, auf die sich Schokoladeneis und kleine Obstkügelchen verirrten. Da half dann auch nur noch ein ungarischer Aprikosenschnaps.

In schmackhafter Weinsauce herbeigezauberte Standardzubereitung mit Flusskrebs samt Minzblattzutat und ein, zwei, drei Erbsen (lecker)

Flusskrebs mit minzblaettern
war mal wieder Zeit dafür…

Das Standardessen allerliebstes war mal wieder dran. Flusskrebsschwänze in Weinsauce und Zwiebeln, Tomaten, Paprika und einigen Erbsen. Dazu passten dann auch noch einige frische Minzblätter und als Grundlage Linguini.

Und nach was suchen die Leute, die zu Hauf auf unseren Blog hereinschauen mal wieder so? Rhabarberendprodukte sind zur Zeit sehr in, auch die Frage, was Linguni sind, frikadellenform ist auch gefragt, ebenso Muscheldosen, G8-Hintergründe, Sparkasse Essen, darf,grammatik linkliste und konterminierter Boden sowie ein paar reiche Männer.

Erst scharf und dann etwas langsamer angebratenes Kotelett schmeckte trotz etwas längerer Zubereitungsdauer wie immer ganz famos (war ja auch Bio) und kleinere Unbilligkeiten wie fehlende Koordinierungstechniken wurden galant übersehen, während sich indessen alle gegenseitig die Schuld in die Schuhe zuzuschieben bemühten; ferner wurde aufgrund einer Art plötzlicher Eingebung beschlossen keine Pilze hinzuzufügen, was geschmacklich in durchaus vertretbarer Weise vonstatten ging

Gut — erst war der Gedanke, dass braune Champignons doch perfekt zu dem eben erspähten Stück Biofleisch passen würden und nach Vergewisserung das eben dieses Vorhaben sich als mal eben dann eben doch nicht als so schnell durchführbar erweisen sollte, um eben dieses Vorhaben dann unter Ausschmückung der Vorstellung doch andere Pilzsorten zu verbraten, ebenfalls unter Beachtung weiterer Erörterungen schließlich ganz fallen zu lassen. Wobei nicht ganz — später bekamen wir dann noch weiße Pilze zu Gesicht, die zwar geordert dann aber doch nicht gebraucht werden konnten, weil erst mal andere wichtige Dinge zu erledigen waren.

Zurückgekehrt kam dann aber die Stunde zumindest der Koteletts, die mit einer Schmandsauce, angreichert mit Olivenöl, Paprika, Salz und Pfeffer und Oregano und noch irgendwas dann im Zusammenspiel mit dosigen Erbsen und Möhrchen für ein schnelles Essen zu sorgen wüssten, wäre da nicht eine koordinierungsfeindliche Gesinnung aufgetreten, die den Vorgang des einfachen Kartoffelkochens als feindlichen Akt des freundlichen Miteinanders offenbarte.

Die geschälten Kartoffeln ignorierend wurde bereits dem Bratvorgang sein ihm Ureignes Brutzeln abverlangt und die Erkenntnis, dass doch zuvorderst die geeignete Kochtemperatur der Kartoffeln hätten abzuwarten seien, kam dann plötzlich in alle baff erstaunten Gesichter geflogen, die ob des misslichen Ungeschicks nur sich gegenseitig die Frage und gleichzeitige Beantwortung der ureigenen Unschuldigkeitsthematik stellen konnten, warum denn bitteschöön nicht daran zu denken beliebt wurde.

Kotelett
Bio-Kotelett in schmantiger Versuchung an dosigen Zutaten und fertig gekochten Kartoffeln

Verflixt – die Lösung ergab sich durch vorübergehende dauerhafte Reduzierung der Gaszufuhr zur Kochflamme und anschließenden hektischen Alufolienabdeckungsbestrebungen, die das Fleisch dann halt eben langsam mit Restwärme durchschmurgeln lassen sollten. Die Kartoffeln sich neutral verhaltend, waren dann auch ganz schnell fertig und alle versöhnungshalber ob des leckeren Mahles auch nicht unangemessen zufriedengestellt.

Rasant driftete das Hungergefühl in die hinterste Ecke der Küchenkochgegenstandsaufbewahrungsvorrichtung und orderte Tomatensuppebestandteile, die eilfertigst kredenzt zu werden gedachten, um die inzwischen wieder vollständige WG zu vollsten Zufriedenheitsbekundungen zu veranlassen (Rezept ohne Komplikationen)

Da war dieses unbändige Grummeln und nach Eskapaden der vergangenen Woche bestärkte Gefühl leichte Kost in sich aufnehmen zu müssen, so dass nach Sichtung der Essensbestandsaufbewahrungsregalität das Rezept zur Sättigung spontan feststand: Tomatensuppe! Juchhu! Waren zwar keine frischen Tomaten vorhanden — aber was solls, die schmecken sowieso zur Zeit nicht so wie sie sollten und darum war es auch gar nicht so schlimm auf bedoste Ware zurückgreifen zu können, die ein paar Mal in konzentrierter Form und zweimal in ganzer Pracht greifbar war.
Wunderbar einfach und relativ schnell mit den einfachsten Zutaten kochen zu können ist das Grundlegende dieses Rezeptes, welches auch Küchenunerfahrene mit Bravour zu meistern wissen. Das schreiben wir nur, weil uns zu Ohren gekommen ist, dass die dargebotenen kulinaria-katastrophalia-Speisen angeblich viel zu schwierig nachzubereiten seien….
Also – das nun folgende einfachste Rezept nicht hinzukriegen dürfte also extrem schwer fallen ;-) schließlich kommts hier nicht genau auf die genaue Menge an.

Bruehwuefel unterschiedlichster Couleur
Brühwüfel unterschiedlichster Couleur (wovon der rechts unten der leckerste war) bereichern die schnelle Suppe ungemein

Und wie gehts? So:

Mehrere Zwiebeln hacken, Zucchini stückeln und dann in einem sehr gutem Schuss Olivenöl andünsten. Wenn etwas Dill vorhanden ist darf der auch noch dazu. Erbsen, Pfeffer und Minze mit rein und mitdünsten. Dann wurde auf Fisch-Brühwürfel zurückgegriffen, die aus nördlichen Gegenden stammend einen durchaus nicht den hier heimischen Produkten entsprechenden Geschmack haben. Ist aber eigentlich egal was da für welche reinkommen (Hühnerbrühwürfel, Rinderbrühwürfel, Gemüsebrühwürfel) und wer die nicht mag würzt halt einfach kräftiger mit den auf den Boden gefallen Resten der Gewürzaufbewahrtruhe (müsste ähnliche Geschmackskomponenten hervorbringen). Die Brühwürfel, die zuvor in heißem Wasser aufgelöst wurden kommen nun rein und Alles brodelt schön.
Gelegenheit den Tomatenmarkdoseninhalt mit Wasser anzurühren und zusammen mit den ganzen Tomaten dazuzugeben. Ordentlich köcheln lassen und zwischendurch einen leicht süßlichen nicht allzu schlechten Koch-Rotwein hinzugeben. Wer mag, darf auch noch Karotten hinzufügen.
Und ein paar Gewürze bereichern nun das schon angenehm duftend daherkommende Suppenvorprodukt.
Lorbeerblätter, reichlich Pfefferkörner, scharfer Curry, Paprikapulver, ev. Salz, Wacholderbeeren, Minze, Oregano, 1 Stange Zimt, Knoblauchzehe, Thymian, Nelken, und noch irgendein Gewürz, welches jetzt der Erinnerung entschwunden ist…

Tomatensuppe
Tomatensuppe mit Frühlingszwiebel auf dünnlich daherkommenden Fadensuppennudeln an grünen Erbsdekoratiönchen

Dann muss der Tomatendosengeschmack rausgekocht werden! Das dürfte spätestens nach zwei Stunden so langsam der Fall sein. Schmeckt aber auch schon vorher . Dann wird Alles feinpüriert mit einem Stabmixer. Zauberstab oder was auch immer — und wer Sahne mag, darf zum Abschluss noch welche hinzufügen. Feingepresster Knoblauch und etwas Metaxa darf ganz zum Schluss abschmeckend noch hinzu. Dekorativ und erfrischend kommt die Suppe mit kleingeschnittenem Frühlingszwiebelnverschnitt vor die hungrige Meute, die mit separat gekochten Nudeln, die ebenso wie die im letzten Moment hervorgeholten Erbsen noch schnell als Sättigungskomponente auf den für die leckere Tomatensuppe plazierten Tellern ihren Platz gefunden hatten, zufriedengestellt werden konnte..

Leckere Nordseekrabben und Flusskrebsschwänze belieben besonders in tomatiger delikater mit Zwiebeln versehener Weinsauce zu munden und entzücken jahrein jahraus die allerfeinsten Delicatessen-LiebhaberInnen (gaaaanz einfach zu fabrizieren)

Erst stolperte Besuch erkundend in die Räumlichkeiten und wollte dann — die feinen Geschmacksnerven in entsprechende erwartungsfrohe Stimmung versetzend — das anvisierte kulinaria-katastrophalia-Spezialitäten-Gelage im Blicke sich ebendieses auch lecker munden lassen. Erstmal musste natürlich Platz geschaffen werden, um all die vielen zu handhabenden Tätigkeiten in vollste Zufriedenheit zu verwandeln bei der dann durchaus in unterschiedliche Beschäftigungsspielarten ausufernden Tätigkeiten während des Kochvorganges. Während also verschiedenartige in diversen Ecken aufgetriebene ballartige Formationen die Teilaufmerksamkeit zu beanspruchen suchte — war das famos leckere Essen mal wieder von so vorzüglicher Fertigungsgabe begleitet, dass es dann auch wieder lecker-gut gelang (obwohl leichte Verstimmungen perfektionistischer angehauchter Verkostungsanwesender Personen wegen nicht ganz den tomatigen Erwartungen entsprechender Geschmacksnoten zu erkennen waren, welche dies freimütig auch zu monieren wussten, so dass gaaanz gaanz kleine Abstriche registriert wurden — diesmal).

2006 am ende
Flußkrebsschwänze in Weißwein-Nordseekrabben-Ambiente mit Linguini

Übrigens gibt es grad den Blogevent Garnelen, Scampi & Co zu welchem diese Speise vortrefflich passen würde – aber das haben wir ja schon so oft zubereitet, so dass nun neue nicht minder den hohen Ansprüchen genügende Köstlichkeiten inform von allerlei Zubereitungsarten ausprobiert zu werden wünschen. Zum Blogevent Haselnüsse, den wir leider auf Grund anhaltender Reise- und Verköstigungsnachwirkungen anderer Art nicht bereichern konnten (obwohl da immer noch eine nette Idee durch den Raum schwirrt, die es vielleicht demnächst mal gibt) noch der Hinweis auf die Abstimmung, die bis 24.00 Uhr der allgemeinen Zugänglichkeit harrt.

Nachtrag: Das Rezept zum Nachbereiten findet sich hier