Tag-Archiv für 'eier'

Verdientermaßen war die Fertigung einer sich als gerade noch galetteartig gerierenden Mischung geboten unter den gegebenen Umständen, die sich einmal aus dem Wunsch nach herzhafterer Nachmittagskost ergaben und andererseits sich auch daraus speisten, dass auch genau dies ohne Kenntnis des ersteren ebenso anvisiert zu werden wünschte (doppelte Hinwendung zum Festen)

fast galette herzhaft belegt
Kräftige FrühstücksNachmittagskost variiert mit vielerlei Herzhaftigkeit

Das sich den nachmittäglichen Frühstücksgewohnheiten eingewöhnende Da muss jetzt aber noch was anderes auf Tisch kommen wurde in Tat und Planung umgesetzt bevor der Besuch auch nur Papp sagen konnte, alles schon da und problemlos durch schnellste Fertigung in die Pfanne zu hauen.
Mischung so überblickshalber aus der Hand geschüttelt, Mehl aus Weizen und Mehl aus Dinkel (Ja, in Galette kommt Buchweizenmehl rein), ein, zwei, drei, vier, fünf, sechs Eigelb, Salz, Milch, etwas Mineralwasser und dann noch geschlagenes Eiweiß für die Fluffigkeit — und wirklich alles so nach Gefühl, bei Crêpe undPfannkuchen kann ja fast nicht schiefgehen ;-) .

Derweil zeitgleich in dem einen Pfännchen Apfelstückchen mit Thymian angebraten in neutralem Öle und mit Calvados abgelöscht und im anderen Gefäß Schinkenspeck mit frisch vermahlenem Pfefferhauch. Weiter Erkundungen in Richtungen Frühlingszwiebeln und Ergänzung mit diversen Käsesorten folgten. Lecker herzhaft. :-)

Sich des Geschmackes erfreuende Keftedes und in allerlei Variation hinzugefügt Dieses und Jenes, um zu erreichen einmal auch Bifteki und dann den Grad der Lockerheit samt aromatisch-verführerischer Sanftheit (hey — weitgehend gelungen und sooo einfach)

bifteki mit schafskaese und zucchini
Bifteki — an den Schafskäsestückchen zu erkennen (sehr klein ;-) )

Die erneute Ausprobierung stand schon länger mal wieder an, Hackfleischgerichte sind ja nicht so häufig anzutreffen bei uns, andere können das aus jahrelanger Übung resultierend dann in perfekterweise abgestimmter Handhabung der Zutaten.
Nun war neulich der Wunsch groß doch einmal die typischen griechischen Keftedes zu machen, ist schon ein paar Tage her und war die Beilage zu dem famosen Zucchini-Kartoffel-Wildkräutern aus dem Backofen, aber da die Hitzeansammlung heute Gnade walten lässt und auch etwas handfestere Speisung zur Abwechselung nicht das schlechteste wären ;-) nun das Rezept, was eingeholt wurde von einer Originalquelle, also mithin für allerbeste Geschmacksintensität zu bürgen weiß.

sauerteigbrot muss hinzu
Sauerteigbrot — unverzeihlich wenn nicht mit dabei

Allererste Voraussetzung sind natürlich die guten Zutaten, Fleisch aus Industriehaltung wässert nur und schmeckt nicht, klar, beim Hackfleisch fällt das dann besonders auf, leider ist in Berlin selbst das Biofleisch nicht immer das, was als gut gelten sollte, muss also vorher ausprobiert werden. Ganz wichtig ist dann noch das Sauerteigbrot, das unbedingt mit hinein gehört, am besten Roggen vom Biobackhaus.

Damit die Keftedes auch schön saftig bleiben werden einfach noch Zucchini und Kräuter mit hinzugefügt und für ein paar Exemplare, die größeren, noch Schafskäse, schmeckt super und erfreut ob der mal etwas anderen Füllung.

zucchini und zwiebeln sanft geduenstet
Zucchini und Zwiebel schon mal lecker angedünstet

Zutaten noch mal auf einen Blick:

1 Kilo gutes Hackfleisch (Rind, nicht zu viel Fettanteil)
halbes altes Brot so 500 Gramm und 3 Tage alt, Sauerteig! (ev. etwas mehr, wenn die Rinde abgeschnitten wird)
1 große Zucchini, am besten die hellgrüne Sorte
3-4 Eier
4-5 weiße Zwiebeln oder zwei Gemüsezwiebeln (ein Teil bleibt roh)
Petersilie
Olivenöl
Salz, Pfeffer (gemessen: 30 Sekunden Mahlung ;-),
Cumin 2 Teelöffel (ca, je nach Intensität),
Rigani, 1 Teelöffel,
Würzminze 1-2 Esslöffel (auch frisch/extra, dann mehr),

und optional
Mineralwasser oder Soda
Schafskäse
Knoblauch

gutes oek fleisch und petersilie auch vom stiel
Von der Petersilie am besten auch die zarten Stiele

Zubereitung:

Zucchini und Zwiebeln in kleine Stückchen schneiden, einen Teil der Zwiebeln beiseite stellen, die kommen später so hinzu, und dann in einer Pfanne anbraten/andünsten in Olivenöl. Derweil das Sauerteigbrot einweichen und dann, wenn es weich, aber nicht zu weich ;-) ist vorsichtig ausdrücken, es sollte nicht zu viel Wasser drinbleiben aber auch nicht so zerkrümmeln, dass es nicht mehr möglich ist dasselbige herauszubekommen.

Dann das Hackfleisch die Eier (je nach Größe 3-4) die kleingeschnittene Petersilie (auch die zarten Stiele), das Brot und die Zucchini-Zwiebel-Mischung vermengen, Gewürze hinzu, wenn es zu „weich“ oder „flüssig“ ist, ev. noch mehr Brot oder alternativ etwas Haferflocken. Dann eventuell noch ein kleiner Schuss gutes Olivenöl und noch extra kleine rohe Zwiebelstückchen hinzu für den etwas knackigeren Genuss, die werden natürlich auch noch weicher, so ein bißchen Frische ist aber trotzdem gut erschmeckbar.

keftedes mit kartoffel zucchini wildkraeutern
Als Beilage optmal verwendbar

Lockerer wird die Masse, wenn ein Schuss Mineralwasser oder ein bißchen Soda-Pulver hinzugegeben wird, haben wir natürlich vergessen, muss aber wie das Ergebnis zeigt auch nicht unbedingt sein.

Dann geht es an das Formen, etwas länglicher wäre klassisch, ist aber eigentlich egal, flacher sollte es sein damit alles gut durchgebraten wird. Tipp: Um eine gleichmäßigere Struktur zu erreichen können einfach die Hände nassgemacht werden, das Formen ist dann ein Kinderspiel und in der Pfanne kann dann die „Frikadelle“ auch noch plattgedrückt werden.

Erste Probierung ist dringend angeraten für den Bratvorgang. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen (Grillpfannen eigenen sich auch super) und schon mal zwei Probe-Hackbällchen braten, Temperatur eher niedrig ansiedeln — es soll ja schließlich außen nicht zu schwarz werden. Stimmen die gewürzlichen Zugaben? Nachwürzen dann dringend angeraten :-b

Je nach Wunsch kann auch noch Schafskäse hinzukommen, kleingedrückt oder als Stückchen, alles ist möglich und saftiger und würziger wird es auch, etwas größer sollten die Hackteilchen dann sein, das heißt dann in Griechenland Bifteki.

griechische keftedes
Griechische Keftedes — was wird zart-locker-saftig-formidabel mehr begehrt

Die ersten Keftedes waren bei uns von der Konsistenz her noch etwas zu weich, was aber daran lag, dass das Brot einfach zu alt war und auf Grund der darob eintretenden Zerkrümmelung das Wasser nicht mehr richtig ausgedrückt werden konnte, eine Brotschleuder hätte hier vielleicht Abhilfe schaffen können :D und sonstige dem entgegenwirkende Zutaten waren leider nicht mehr vorrätig, ging dann aber so.

Haben schon mal sehr gut geschmeckt, die Feinwürzung war aber noch nicht (die Ansprüche, die Ansprüche) perfekt abgestimmt, das wird beim nächsten Mal noch optimiert, wahrscheinlich war das Hackfleisch schuld ;-) Verspeist mit zusätzlich gereichten Schafskäse und das Glück stellt sich ein.

Die Verwendung von Ziegenhartkäse zu sanften Brennnesselblättern verheißt schon mal eine leckere Vorspeisenkomponente, die beim nächsten Mal mit kleinen Schalottchen angereichert wird — behäupte Frittata samt übriggebliebenen (da heruntergefallenem) Spitzenblatt

brennnessel ziegenkaese fritata
Brennnessel-Frittata

Die Berge von Brennnesseln, die sich gar reizend in der Küche ansammelten müssen verbraucht werden, da macht sich ein Blick in die anderen Kochblogs doch ungemein fein, insbesondere eine Frittata hatte sich schon seit Tagen wunschgemäß auf den Vornehmspeiseplan einen Platz erobert nachdem bei cookmania und bei Lorbeerkrone das schon so lecker aussah. Und wenn es bei threefivesix so toll klappt mit der Brennnesselpfannkuchereiwarum dann auch nicht als Brennnesselfrittata?

brennesselfrittata im werden
Noch im Werden, noch ungestüm

Das Frittata-Rezept mit Mangold, welches so vorzüglich gelang, abgewandelt und 3 Eier mit Ricotta, Olivenöl, Salz, und Pfeffer bedacht und statt zum Pecorino zu einem Ziegenhartkäse gegriffen, der erschien für die dann doch etwas feineren Brennnesselblätter ratsamer. Die gut abgebrausten Blätter selber waren akkurat von den Stielen geschnippelt worden und angesichts der Dünne nicht extra angeschmort, sondern kamen einfach so dazu.

Das Ganze ab in die Pfanne zu Olivenöl, circa 5 Minuten braten, kurz vor Hartwerdung noch mal mit Käseraspeln versehen und mittels eines Tellers umdrehen (Profis können das bestimmt mit einem Handgriff durch Pfannenhochwerfung ;-) ) , dann noch mal ein paar Minuten und fertig ist es.

Darauf ein schönes Stück Gorgonzola, das mundet auch immer sehr gut so auf einer Pizza, so frisch und nicht mitgebacken :-) Passt aber bestimmt auch gewürfelt in die Frittata beim Bratvorgang gesteckt.

brennnessel frittata
Gorgonzola passt bestens obenauf drauf

Die Konsistenz durch den Ziegenhartkäse und die fehlenden Zwiebeln etwas trockener, aber dennoch saftig genug; beim nächsten Mal werden die Nesselblätter vielleicht vorher noch mit Olivenöl versehen, mal ausprobieren.
Nicht so sättigend wie die Mangold-Frittata, eher also was als kleine Zwischendurchspeisung, sehr gut jedenfalls, noch ein paar Schalotten passen bestimmt auch ganz gut zum Brennnesselgeschmack.

Dazu als Deko ausnahmsweise noch ein Rest an Blatt, fotografiert an Fensterbank (da unrühmlich dunkel werdend der Tag) und ein hervorragender Weißer Burgunder (nicht im Bild). Das kann es bald wieder geben.

Es ist ja nicht so, dass final-krachende Verköstigungen sich ungeeignet für unsere vier Förmchen erweisen und sowieso sind zerplatzende Kochbuchträume überaus geeignet für nachfolgende Inaugenscheinnahmen (bewegte Bilder)

crème brûlée geknackt
Einbrechende Löffelspitzen eignen sich gar wunderbar für köstlich Hervorzuzauberndes

Unflätige Zungen beschweren sich bisweilen, dass wir bis auf gefüllte Himbeeren, karamelisierten Limonen, mitgebrachten Pana cotta und süß verzierten Frapé nichts zu bieten haben für die nachtischliche Verköstigung. Dabei besitzen wir ganze vier kleine Förmchen, die die hohe Kunst der Süßspeisenzubereitung quasi in sich tragen. Also pure Verleumdung.

crème brûlée ungezuckert
Fast blasenfrei

Wir könnten sogar Crème brûlée, schließlich beherbergt unsere Küche einen EinsA Bunsenbrenner, da kann nichts schief gehen.
Zutaten wie Eier, Zucker und was sonst noch so benötigt wird haben wir einfach mal bei Blabla Bouche recherchiert.

Genauso geht es dann auch — Anna-Zoe klärt in Anwartschaft auf eine arte-Sendung nebenbei dann noch in genau dieser ungefähren Reihenfolge über Pariser Süßgebäck, multifunktionale französische Küchentische, französische Weinkunde, Löcher in allzu bunten leicht vulgären Weinflaschen und finalen Einschlägen auf.


Die schummrigen Geheimnisse des Sommers Herbstes

Außerdem hatte sie zwischendurch auch noch Pläne wie mit Kochbüchern das Leben schöner wird, das wäre dann mal keins von diesen langweiligen gestelzten Exemplaren die bisweilen angeboten werden, das würden wir ausnahmsweise auch mal kaufen ;-)

Zutaten für 5-6 Förmchen:

Eier, so 3-4 Stück
Sahne, ein halber Liter
Milch, ein ordentlicher Schwubs
Vanille, eine halbe Stange für leichte Geschmackstöne
brauner Rohrzucker, nach Belieben

eier in form
Eier pi mal Daumen

Fix wie nichts die Zubereitung und des Wartens stundenlange Müßigganggelegenheit

Sahne, Milch, ausgekratzte Vanille kurz erhitzen, währenddessen Eigelb trennen und zuckernd rühren (Zucker könnte wahrscheinlich auch in die Sahne rein, oder?) und mit der abgekühlten Erhitzungsflüssigkeit auffüllen, lange lange kalt stellen.
Ab in die Förmchen, die in heißes halbes Wasserbad, das schnell in den vorgeheizten Ofen (Gas 2-3) für 40 Minuten; sodann Abkühlung sowie brauner Rohrzucker drauf und sodann Hantierung mit Bunsenbrenner und Löffel, Aufbrechen, Genuss pur!

crème brûlée creme brulee
Crème brûlée

Frittata-Kunde: Von Blüten das Herz, von der Pfanne die gute Kruste (versteckt) und vom Mangolde das Aroma — und außerdem lustige BKA-Referrer (bei anderen gesichtet)

frittata mangoldige zwiebel ei ricotta mischung mit leckeren braunen raendern
Frittata, köstlichst

Die hiesigen Mangoldpopulationen (woanders sind es Amselüberbleibsel) sind schwer in den Griff zu bekommen (wie auch leider der in Zeitnot untergegangene Beitrag zur Weinrallye), das Gemüse wird zur Zeit ja auf jedem Wochenmarktstand feilgeboten, als wenn bald das Ende kulinarischer Bedarfsbestandseinkäufe sich nähern würde. Da heißt es zuschlagen und dann kommt das Trara, was denn damit so anstellen sei.

abgewendete basilikumbluete
abgewendete Basilikumblüte

Frittierte Kost kann auch nicht jeden Tag aufgetischt werden, aber so ein bisschen wäre natürlich auch nicht schlecht. Bei genial lecker neulich über
Mangold-Frittata gestolpert und nun der Nachbau. Ein klein wenig abgeändert und eine köstliche nicht unansprechende Leichthartbraungebranntundsofortversteckzone kreiert (nicht im Bilde).

erster dimmerbratgang der mangold ei ricotta zwiebel mischung
Kurz vor der zweiten Pecorinoraspelung, zartschmelzender

Ansonsten überaus famos — und so geht es ganz einfach:

Zwiebeln rot und kleingehackt, samt Mangoldstil und feine zarte Blüte vom Basilikum, sodann gebraten in Olivenöl, salzen, pfeffern aus der Pfanne raus damit, Mangoldblatt geschnitten angebraten, hinzu dann fein versorgt mit Ei derer drei , Pecorino, raspelig und Ricotta einen Becher voll, und nicht vergessen einem Schwubs Olivenöle, angerührt zuvor das alles, famos gewürzt mit Blüten nochmals, braten 5 Minuten, mittlere Flamme, derweil Pecorino in die schon hart werdende Oberfläche raspelnd sich anschickend gleichfalls die Wendung zu vollziehen, Teller drauf und zack herum, braunknusperig auf den Punkt, auch 4 Minuten reichen dann, gar köstlich.

pfannenlastige frittata aus mangold ei ricotta zwiebel im anschnitt
Omelett im Anschnitt

Zur verlockenden Kost dann Aufregung im Blogsportwald, referrer, BKA-intern, auf und ab sichtend, nur ein Blog lacht sich ins Fäustchen, aber der ist auch von auswärts, real bleibt dieses.

Hunderte Zugriffe nicht davon dann, das entzückt das Herz, auch bei uns, denn mit viel Liebe beim Klicken sind unserer referers zur Zeit vor allem von einem Thema dominiert, es läßt sich unumwunden kundtun: sowas kommt von sowas

Sich mal eben so ergebende Bärlauchnockerl, die ganz kochprofihaft mal eben so etwas länger in der Handhabung brauchen durften (Hinweise und Tipps)

baerlauchnocken grob geformt

Bei Genussmousse ist die große Bärlauchhektik ausgebrochen, schnell musste was aus 7 ergatterten Blättern zusammengestellt werden, ganz der Umgebung angepasst wurden es Nocken (als faule Ausrede für das Nichtauftreiben von Kaninchenleber) mit Bärlauch. Da hier noch ein Bündel von dem wunderbaren Bärlauchblättern war, wurde sich sofort eifrigst an die versprochene schnelle Zubereitung gemacht. Quark in doppelter Portionierung zum Abtropfen bereitgestellt; rezeptiosensationell Butter vorgesehen, schon wieder Butter, verdammt, warum müssen denn so viele mit dem Zeug kochen, geht das nicht ohne, hmm…

Suchen, war da nicht noch irgendwo welche, tatsächlich, sah ansprechend karotingelb aus und lag augenscheinlich schon seit letztem Jahr in dieser kleinen Kiste, roch leider auch so, also mal Klartext — Olivenöl wird nicht so schnell schlecht ;-)

Dann — ganz kochprofihaft — gesehen, dass die für den Quark benötigte 2-Stunden-Abtropfzeit doch hinten und vorne nicht reicht. Also sowieso eine Nacht abwarten bis auch die letzte für den Verarbeitungsvorgang unnotwendige Flüssigkeit entronnen ist. Das passte dann auch wieder mit den Ladenöffnungszeiten zusammen.

Dann wie vorgesehen gearbeitet und alles, aber auch fast alles genauso wie beschrieben gefertigt (bis fast auf die kleinste Grammzahl).
Resultat waren ganz interessante Nocken, die eher etwas kleiner ausfallen sollten (erste größere Probenocken waren nicht so gut), die brauchen auch dringend etwas Butter im Anschluss und die Zugabe von Bärlauchpesto wäre rein geschmacklich sicherlich nicht falsch (irgendwie fehlte da noch was für die Abrundung), war aber halt grad nicht da. Zergingen auch schön weich bei der Verkostung, die Nocken, das gibt es in Variation bestimmt demnächst mal wieder.
baerlauchnockerl
Parmesanübehobelte Bärlauchnocken — dazu ganz schlichter Blattsalat (eignet sich hervorragend), nur überträufelt mit etwas Essig und Olivenöl.

So, und jetzt noch ein Hinweis in eigener Sache: Unsere famose Gurke hat es in die Abstimmung für den Blogsportheadercontest geschafft, da der Rest der Darbietung große Verkennung dessen ist, dass nicht unbedingt alle Möglichkeiten des modernen Grafikprogrammes ausgenutzt zu wissen werden wollen, kann die schlichte Variante eigentlich nur überzeugen — zur Abstimmung

Grüne Eier, die zugegebenermaßen neben dem wohlklingenden Namen einen minttonigen Touch aufwiesen und so zu Kauflust führten, die neugierig auf das wohl noch zu erkundende Innere setzte — Araucana

gruene eier sind etwas kompliziert zu fotografieren sie sind in natura aber wirklich leicht mintgruen
Grüntöne — zumal bei Eiern — einzufangen ist ein gar schwierig Unterfangen

Die Farbgebung von Hühnereiern ist bisweilen ja von nicht uninteressanter Gestaltung, gefleckt, gescheckt und eben auch nun grün, nun ja, eher ein leichtes Mintgrün. Dass sich das durchsetzt wird eine Frage der Mode sein — schließlich ist das ordinäre weiße Ei nahezu ausgestorben in den Auslagen von Supermärkten, Bioständen und Verkaufsmessen. Wer wollte schließlich früher braune Eier essen bis es furchtbar in wurde.

Neugier beim ständig im Bioladen ausverkauften aber per Reklame angepriesenen Araucana-Ei schlug Alarm, als zufällig der Blick auf die letzte Vorratspackung fiel zu einem Preis, der doch etwas über dem üblichen Zahlbetrag liegen dürfte.

gruene eier vom araucana-huhn

Besondere Aromen, ungekannte sowieso, sollten die Belohnung sein, außerdem das Studium einer etwas dickeren Schale. Den Farbton mit der Kamera einzufangen gelang leider nicht so gut, auf nachträgliche Einfärbung wurde einfach mal verzichtet, 3Sat hat ein Foto veröffentlicht, das grünt genug.
Außerdem wird aufgeklärt: grüner Gallensaft versorgt die äußere Umhüllung mit dem typischen Hühnereiton, das Huhn selber soll irgendwo herkommen, niemand weiß genaueres…

gruene eier sind innen auch nur gelb
Innen ist es wie gehabt

Der Geschmack, nun ja, hängt wie üblich von der Fütterung ab, der Rest ist Anpreisung ;-)

Traumhafte Zusammenstellungskunst zaubert allseits die von den leckeren Zutaten herrührende kugelrund sich präsentierende Zufriedenheit delikatest auftretender Backofengemüseformklassik (furchige Versuchung anbei) hervor

moussaka vegetarisch im anschnitt
Von zimtigen Hauch durchzogenes Moussakareststück

Mächtige Gemüsestapelkunst, macht nur vorzüglichst darzubietende Portionen, die zwar im Vorbereitungsprozedere etwas ausdauernde Tätigkeiten abverlangt — aber dafür weiß das klassische griechische Moussaka auch lecker zu munden. Wir haben uns mal wieder für die vegetarische Variante entschieden (Rezept HIER), die steht der Fleischvariante nicht nur in nichts nach, sondern ist auch viel — die Gemüsedarbietung besser in die geschmackliche kompostionelle Wahrnehmung rückend — köstlicher.

Ein paar kleine Abweichungen gab es, statt triebsamen Backpulver für die Obendraufschichtung wurde auf Grund aufgetretener Unverträglichkeit diesmal darauf verzichtet und ein Stück frische Vanille statt Pulvers machte sich überaus gut.
In Griechenland wird gerne allerlei Gemüse (und runde Nudelprodukte) mit einer schönen Bechamelsauce versehen und der Phantasie sind da bekanntlich bei den Zutaten keine Grenzen gesetzt.

ueberaus formidable vegetarische moussaka
Auberginendurchzuckende Versuchung

Wie gehabt gebratene noch frische Strukturen aufweisende Zucchini, Kartoffeln, mittendrin aromatische Tomaten-Schafskäse-Mischung und Auberginen geschichtet und dann eben mit der hellen Sauce samt duftenden Zimt versehen. In der Zubereitung wird zwar Butter benötigt, aber ansonsten ist bei dieser Speise der Olivenölanteil äußerst großzügig bemessen, da das Gemüse sich dem Olivenprodukt nicht entzieht ;-) (und wenn die Auberginensalzung frühzeitig vonstatten geht ist es auch gar nicht so schlimm).

Eigentlich sollte ja auch ein kleines Eckchen mit Süßkartoffeln ausprobierungshalber ausgestattet werden, aber nachdem die gebraten so vor uns lagen waren die so schnell weg, dass das wohl wann anders auf der Speisekarte stehen muss :D

moussakastueck veg

Ansonsten ist es ratsam nicht allzu viel vorher zu verspeisen; die wohlgeformte Zufriedenheit im Bauchbereich setzt der weiteren Genüsslichkeit doch recht schnell seine Grenzen und so konnte anderntags noch ein kleines Restfoto gefertigt werden. Aber frisch verzehrt ist sowieso am besten :-)

pana cotta
Pana cotta delikat-furchig

Mitgebrachte allerbeste Pana Cotta aus kleinen sicher zu transportierenden Trattoria-Weingläschen wurde noch kredenzt mit eigens gefertigter leicht herber Orangenmarmeladen-Süß-Martini-Sauce und etlichen Portionsgedecken Kaffee.

Sehr, sehr lecker mal wieder!

Ummanteltes Bergwaldwiesenerzeugnis neben grünen flachen Teilen an überaus passenden Ovalrunderzeugnissen paketlicher Herkunft

Die Idee stand ja schon und da waren es praktisch nur noch kleinste Schritte, um sich dem Genuss der Zwetschgen-Tomaten-Chutney-Zusammenstellung aus unserem DFssgF-Päckchen in der anvisierten Kredenzung hinzugeben.

schafskaese mit zwetschgen tomaten chutney und spinatblattsalat
Nachtschattengewächs mit Grün und ZTC

Und dann war es auch ganz einfach — vom 2-Kilo-Block Schafs-Ziegen-Käse wurden ein paar Scheiben abgeschnitten, Eier mit etwas Milch und frisch gemahlenem Schwarzen Pfeffers verrührt und nach fröhlichem Hineintauchen war schlichtes weißes Mehl dran. Dann aber auch nur 3-4 Minuten in der Pfanne braten (Umdrehen nicht vergessen) und zusammen mit Spinatblattsalat mit leckerem Bio-Olivenöl, Salz und Pfeffer servieren und selbstredend das Chutney nicht vergessend.

Extrem gut passend die Variante für ein vorzügliches Mitternachtsmahl. Die zarte in Olivenöl gebratene Umhüllung zeigt sich von der bestebn Seite und der Inhalt war nur leicht angeschmolzen optimal. Allein hätte an dem Chutney noch irgendetwas gefehlt, vielleicht ein kleiner Schuss Likör, aber das hätte hier nur gestört. So ergänzt sich alles prima ohne zu dominieren. Mit dem Rest Ei wird einfach noch Rührerei gefertigt.

Und wo ist denn gleich mal das Rezept für das pikante Chutney von Katerkopf? Irgendwie müssen wir das mal selbst anrühren ;-)