Tag-Archiv für 'cooking'

Vollgekleckerte Teller (Vorwegnahme von Fotoblogevent CXII)

Zeit, sich den wichtigen und kaum beachteten Fertigkeiten in der Food-Photo-Präsentation zu widmen. Kaum Beachtung findet bei vielen LeserInnen der diversen und in letzter Zeit immer zahlreicher in Erscheinung tretenden Foodblogs die mühevoll arrangierte kulinarische Tagesköstlichkeit. Dabei wird noch am letzten Petersilienblatt gezupft bis es akkurat sitzt und die Herzen höher schlagen lässt.

befleckte fischspeisung
Gestern nach reichlich Alkoholkonsum rasant gefertigte Fischspeisung irgendwann kurz vor der Morgendämmerung

Aufopferungsvoll auch unser Herangehen: Mühevoll werden die Teller poliert nur um dann mit penibel aufgebrachten Flecken eine zufällige Kleckstechnik zu erzeugen. Schwerstarbeit also, schließlich ist der elegant daherkommende Fleck bekanntlich der Schwierigste. Diejenigen, die es sich einfach machen, versuchen mitunter mit im warmen Licht getauchten Resultaten von dieser Pfuscherei abzulenken, oder spielerisch wird ein Rahmen um das Gebotene eingefügt.

Bei einer groben Übersicht (von einigen hätten wir wirklich mehr erwartet) erweist sich, dass zahlreiche bekannte und insbesondere neue Mitglieder der Foodbloggemeinde sich dieser Kunst, mit der modernen Technik einfach zu bewerkstelligenden Schandtat, gemütlich der schwierigen Fleckkunst entziehen. Damit sind jetzt keine Deco-Krümel oder der Saucenspiegel gemeint, auch der schon zum guten Ton gehörende eingebackene Auflauf oder Zwischenzubereitungsstadiendokumentationsphotographien gehören da nicht zu, sie sind nur das Feigenblatt der alten Maxime, dass geklotzt und nicht gekleckert werden soll.
Gelegentlich weiß sich aber auch der angestrengt ich-bin-auch-etwas-fahrig-Blog zu präsentieren indem heimlich ein zwei Klatscher auf den Tellerrand präsentiert werden; offen ersichtlich als Anbiederung.


Ein mit Olivenöl vollgekleckerter Tisch gilt nur so halb ;-)

Nach einer zugegebenermaßen groben Sichtung in den Kochblogs wird die ganze Tragödie offenbar

Kein einziger Klecks ist zu sehen bei:

cucina casalinga
Angelika’s Kochstudio
küchenbulle
Stan’s Previously Owned Blog
chicken or pasta
genussmousse
kochen375
Zwergenprinzessin
Houdini’s
Spülkönig und Kitchenqueen
suppenkasper
amateurköche
Einfach Guad
Küchengeister
einfachköstlich
patchwork und kochen
paprikameetskardamom
peppinella
kochmop
kük
vorspeisenplatte
mangiare! mangiare!
kochschlampe
Schnick Schnack Schnuck
schnuppschnuess
soframiz
esskultur
süsse mahlzeit
kochfieber
Kuriositäten
kraeuterundbluetenblog
dilemma
Iuno’s Blog
Sammelhamster
RezkonvSuite
Karine’s Kitchen
Kraut Kekse
Kochknecht
Kochfun
foolforfood
Küchenleben
anonymekoeche
Kaffeebohne
Hedonistin
Hausmannskost
genial lecker
foodisjusta4letterword
Foodfreak
essenslust
Dolce
Tomatengruen
chili und ciabatta
Chaosqueen
Genussfaktor
Sinem´s Küchenzauber
Esma`s Schlemmereien
Chaos Kitchen
Molekularküche
Brot und Rosen
Kochtopf
Was koche ich heute
deichrunner
paulchens
Kochsinn
Chrocky
cookmania
entspannt essen
Küchenlatein
Kochbanausen
mipi
koch und backoase
Nasebaer
Café da Nysa
teatime
veganes wirtshaus
Kräutersturm
kochblogger
kochfrosch
neue essklasse

und auch Rosenthal und candyland scheuen sich davor wie der Teufel das Weihwasser oder so

schippe und besen

leichte Hinwendung zum Klecks (wenngleich auch oftmals nur bei der Suppe) und damit die Ehrenrettung bei:

mademoiselle différentielle
zucker & salz
schnuppensuppe kleckst doch nur ausnahmsweise siehe Kommentar — dafür springt mipi ein
One bulgarian kitchen
wie gott in deutschland
maisonrant
essexperimente
balu
lavaterra
Chocolate & Philosophy
lamiacucina
strandi
katerkopf
tschoerda
scholli
fressen und trinken
vegan food
Bolli
Corum
Chaosküche
noch einer

und mit ein bissl mehr Fleckempfinden — die herausgeschälten FavoritInnen-Blogs

kulinaria katastrophalia (das musste jetzt sein ;-)
Babaras Spielwiese

und Tata, der Siegerblog

ente

Oder fühlt sich noch jemand berufen, wurde jemand vergessen, doppelt vorgeführt und wie sieht es eigentlich bei den nicht deutschsprachig geprägten Food-Blogs aus? Sind die auch so pingelig?

wischspuren
Keine Kleckserei

Übrigens: Auffälligkeiten oder Hinwendungen zu bestimmten Zubereitungsarten haben offensichtlich keinerlei Einfluss auf Flecken, ob nun die Zutaten wild durcheinandergewürfelt werden oder sich meist so überhaupt gar nicht an Konventionen und Rezepte gehalten wird oder jedes Kochrezept aus allen Kochzeitschriften nachgekocht werden muss — es spielt einfach keine Rolle.
Nur neue Foodblogs sind meist peinlich darauf bedacht im guten Lichte zu erscheinen, da wird noch Wert auf das Umfeld gelegt und erwartet, dass morgen neben den Tausend BesucherInnen auch ein Fernsehteam vor der Tür steht, um zu den zahlreichen Kochdarbietungen ob der gebotenen Ware zu interviewen.

Mitnichten lässt sich allerdings sagen, ob der Sonderfall food for action mit der Volksküche kleckert, schließlich tun sich die Leute das Essen da ja selber auf

cocktail exclusiv
klecklich, klecklich

p.s. richtig aktuell kann sich zur Zeit an den der dunklen Umgebung angepassten Cooking-Blog-Fotos versucht werden, im Kochtopfblog wird nach dem besten Verfahren für die schwierige Nachtfotographiekunst gefragt, im Chrockyblog wird für den DMBLGIT nachgefragt und und und…

p.p.s. MarionskochbuchSeite ist ersichtlich kein Foodblog und ist jetzt wohl mit den massenhaften Abmahnungen wegen Verwendung schlechter Fotos durch harmlose BloggerInnen & Co. vor dem OLG Hamburg gescheitert [via heise]

Überaus belebende Zitronenrestbestände, die kleine Blogbeschau und was sonst noch so in der Foodblogwelt vonstatten geht (Links, haufenweise Links)

Spontan aus der sich im Kühlschrank befindlichen Tasse in die für die Linguine vorgesehene Mangold-Tomaten-Zwiebel-Mischung gegossene Zitronenrestfüllung erwies sich dann doch als reichhaltiger, als vorgesehen. Nah dran am Katastrophalen. Wir haben es trotzdem verkonsumiert ;-) Derart zitronige Speisen sind aber durchaus belebend, sodass sich endlich mal den verschlafenen Plänen gewidmet werden konnte, endlich mal wieder eine kleine Blogbeschau zu präsentieren:

Hochaktuell zur Zeit ein Rätsel und die Sommerwichtelei, deren Abgabeschluss wir irgendwie zeitlich später verortet hatten. Da sind wir schon mal gespannt, was an überflüssigen Foodkram zu Tage tritt <:-p

Die Kochblogwelt wird bekanntlich jeden Tag größer und größer (die absterbenden Cooking-Blogs halten sich in Grenzen) und deshalb wurde es mal wieder Zeit, eine kleine Blogbetrachtungsrunde einzulegen. Beim Surfen fallen ja immer immense Linksammlungen an, die mal so langsam abgearbeitet gehören. Gerade beim aktuellen Chili und Co. Blogevent waren mal wieder neue Blogs zu bewundern, die zur Rezeptesammlung ihr ihriges beizusteuern wissen.
Demnächst dann hoffentlich auch für den Blogevent Johannisbeeren? Die sind nämlich jetzt schon so langsam erntereif und die Hochsaison kann beginnen ;-) Neu am Start auch der Blogevent sau gut, eine sehr fleischlastige Veranstaltung obwohl auch Marzipanschweine zugelassen sind.

zu zitroniges nudelabenteuer
Linguine mit reichlich Zitrone (zu viel) und Mangold (zu wenig) und zwei Resttomaten

Überaus interessant die Scharfen Knusperkugeln mit Feta- und Mozzarella-Füllung von Food is just a 4-letter word, einem Blog der die gute Tradition des schwarzen Hintergrundes bei Foodblogs aufrechterhält ;-)

Farbenfroh ausgestaltete Pizzazopfeigenschaften konnte Kochen, Backen und Co kreieren — ein Partyhit; in die Salbei-Knoblauchsenf-Produktion stieg zeitlos ein, das müsste doch auch mal selber hinzubekommen sein. Hausmannskost schließlich kredenzt Vietnamesische Suppe, selbstverständlich auch scharf und Kochfun verwendet Aprikosen zur zur Chutney-Herstellung mit Geflügelspießen.

Dem süß-scharfen Geschmäckern weiß sich Herr Creuset mit Chili-Lollis zu näheren. Masaledar murghi bereitet Man kann’s essen! zu — allerdings sind da nur 1 1/2 Teelöffel Cayenne-Pfeffer drin (also gar nicht scharf) :p . Zum ersten Mal beteiligt sich schließlich Kraut & Kekse mit scharfen Joghurt-Dips.

Aber auch andere Kochblogs, die sich nicht am Foodblog-Event beteiligt haben sind nicht uninteressant. Das Vietnamesische Kochbuch weiß z. Bsp. mit Glasnudeln mit Aal zu bezaubern. Ganz der Rezeptbloggerei ist Zwergenprinzessin verschrieben, die Garnelen mit Spinat und Orangen sind auf jeden Fall eine super Zusammenstellung. Auch Angelika´s Kochstudio bringt Rezepte mit Foto-Darstellung — Zweierlei Mangold ist zwar schon ein älterer Blogeintrag, aber trotzdem lecker.

Für unser nachmittägliches Nudelzitronenabenteuer hätten wir uns vielleicht lieber hier inspirieren lassen sollen: Tomatenspaghetti Asian Style wird nämlich bei Food & More anschaulich präsentiert.

Und was ist mit Gurkensalat und Kartoffelwasser? — wir werden es sehen ;-)

Lustige Linsensprossen zu Zucchiniwürfeln, frischen Erbsen und allerfeinsten Dillspitzen, mittendrin auch noch süßliche griechische Urzwiebeln (die letzten mitgebrachten Schnüff) zur gedanklichen Zurückholung sommerlicher Geschmackserinnerungen — Köstliches Rezept und photogene Darreichungsversuche

frische erbsenLinsensprossen zur Begutachtung
Die Zubereitung der famosen Linse mit feinen Schotenerbsen ist nur anzuraten

Frische Sprossen eignen sich ja bekanntlich als famose Berieselung zu kleinen Brotschnitten, trendigen Bagels und sind natürlich auch sehr fein anzuschauen. Einmal die entsprechende Gerätschaft zur Aufzucht in Betrieb genommen wird allerlei Saatgut die Gelegenheit gegeben zu zeigen, was drin steckt.

linsen allerlei im glas
Allerlei Linsensorten in einträchtiger Zusammenkunft

Seit Tagen also wird gewässert was das Zeug hält (Tag 1) und aufmerksam wird der Wachstumsprozess der vier Linsensorten, die die Ehre hatten für unseren Beitrag zum Blogevent Linsen im Gärtnerblog herzuhalten, beobachtet (Tage 1+2+3+4). Schließlich war die Gelegenheit günstig, dass für den Fortschrittsprozess schon leicht angestaubte Gefäß hervorzuholen (Tag 0), eine bekannte Einmachfirma hat übrigens dasselbe, linsen bereit zum keimen
und gelbe Linsen , zwei Sorten rote (nun ja eher orange) und eine grüne zusammen hineinzurieseln. Das sah schon zu Anfang sehr vielsprechend aus und als erst die ersten Sprossen vorsichtig hervorlugten (Tag 3) war die Freude ungebrochen und selbst die zumeist auseinandergefallenen gelben runden Linsen zeigten vereinzelt Fortschrittstendenzen.
Zwar war die wetterliche Komponente nicht so ganz dem Keimprozess zugeneigt (Tage 2-4), was aber durch ausgiebigen Aufenthalt und Anhauchen des Glases kompensiert werden konnte (Tag 2), was zumindest zu ordentlichem Beschlagen führte und suggerierte, dass wir es gut meinen.

Und heute war der letzte Tag für den Event — also raus mit den Keimlingen aus dem Glas. Optimale zartgliedrige Grundlage für eine exzellente an geschmacklicher Komponente nicht mehr zu übertreffende Speise ;-) wurde hervorgeholt, Staunen und Raunen beim Betrachten. Ach Wunder der Natur, wie kann das nur sein, blabla, erste Blättchen, können die gegessen werden, hmhm, jaja, Foto machen.

Rasch die Biozucchini zu kleinen Würfelchen verarbeitet und in die Pfanne gegeben, zuvor dort die Dillstiele kleingehackt und mit den letzten griechischen Zwiebeln in gutem Olivenöl glasig angedünstet; damit ist der mitgebrachte Vorrat dann leider auch alle — der Geschmack ist linsensprossendarreichung im ueberblick
unübertroffen gut (Schalotten müssen dann wohl jetzt als Ersatz herhalten). Dann Erbsen mit rein, pfeffern, salzen, minzen und endlich den Linsenglasinhalt hinzu und die feinen Dillspitzen, die auf ca. 3 cm geschnitten die richtige Rührfähigkeit gewährleisten, Pfeffer und getrocknete Minze ev. zum Nachschmecken. Rasch umrühren, probieren, umrühren, zur Probe verkosten. Leckerlecker! Und schon ist es fertig zur edlen Kredenzung.

Der zarte Geschmack der Zucchini, die weich auf der Zunge liegt, wird von den vielfältigen farbenfrohen Linsen, noch leicht knackig, als Konterpart ergänzt, der unterstützend perfekt durch den dillig-zwiebligen auch die verwöhntesten Geschmacksnerven treffenden Part versorgt wird. Und erst die frischen Sprossen und Erbschen, lieb anzusehen und köstlich zu erschmecken. Sommerlich-lecker-gut!

Zutaten:
linsenblogevent
Linsen, Sorten derer völlig egal
Zucchini
frische zuckersüße Erbsen
Dill
Zwiebeln, griechische Ursorte (Schalotten passen auch gut)
Zeit, Wasser, Muße
Pfeffer, getrocknete Minze, Salz

Zubereitung noch mal auf die Schnelle in aller gebotenen Kürze:

Linsen 12 Stunden wässern, dann drei Tage regelmäßig im Glas mit klarem Wasser durchspülen, Zwiebeln und Dillstiele dünsten, Zucchinwürfel, dann etwas später Erbsen und sodann ersprössliche Linsen rein, Dillspitzen auch noch. Zwischendurch würzen. Umrühren. Fertig! Köstlichkeit servieren. Übrigens auch hervorragend geeignet als kalte Beilage. Dazu passt wunderbar ein kräftiges Vollkornbrot und ein leicht zum Perlen tendierender Weißwein.

wunderbare linsensprossen mit zucchini und erbsen und dill geduenstet
Das wunderbare Resultat köchlicher Leichtigkeit verheißt nicht nur erinnerlich sommerlichen Hochgenuss

Die feine Küche beliebte mal wieder mittels Ausdruck allerhöchster Zufriedenheitsbekundungen dies zu sein, was sich im Allgemeinen und Besonderen anhand von delikaten Zucchiniblüten und gar Kürbisblüten mit Reis, famosen wilden Fenchelspitzen, ein paar kleinen Tomatenwürfelchen, etwas Wein und Gewürzen wie Meersalz und weißem Pfeffer gefülltermaßen zeigte, als dementsprechend erwartungsvoller Anspruch von großartiger Köstlichkeitszelebrierungsdarreichungskunst, erträumt wird (auch nicht schlecht: Vorbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag)

zucchini und kuerbisblueten in vorbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag
Wunderschön anzusehende Kürbis- und Zucchiniblüten in Vorbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag

Die zarten Blüten waren gerade in aromatisch verklärter Erinnerung erschienen, als angesichts des anfangenden neuen Jahresabschnittszeitraumes sich die Gelegenheit ergab, doch einfach fast alle vorhandenen Exemplare allererster Güte einzusammeln, von Kleinstgetier zu befreien und sich anzuschicken diese in gefüllter Darreichungsweise als Köstlichkeitshöhepunkt zu servieren.
Mittels Resten von delikaten Risottoreis gelangten auch die im besten Zubereitungszustande befindlichen Schalotten und eine halbe Biotomate in kleingehacktem bzw. gewürfelten Format zum als Füllung vorgesehenen Inhalt für die mit Meersalz und weißem Pfeffer stimmig versehene Wildkräutermischung, die in diesem Fall wohlschmeckenderweise aus ebenso zart daherkommenden wilden Fenchel-Spitzen bestand, die sich perfekt einzufügen wussten. Auch der einen Tick zu herbe Wein war durch das langsame Rührverfahren harmonierend aufgesogen worden und so konnte als Idee noch kleingehackte Pinienkernsubstanz hinzugegeben werden.
Schon im Probierstadium äußerst lecker, was sich durch Hinzugabe wertvollen Bio-Olivenöles nur noch weiter manifestierend zum Ausdruck brachte, als das, was sich im Allgemeinen und Besonderen so davon erträumt wird.

zucchini und kuerbisblueten in nachbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag
Unvergleichlich zarte wohlschmeckende Zucchini- und Kürbisblüten in Nachbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag an genussvoller Glücklichkeit

Der Schwierigkeit der Füllung und anschließender Verschließungskunst war geschickt durch schlampiges Falten aus dem Wege gegangen und durch leichtes Aneinanderdrücken im Topfe, der mit Wasser leicht gefüllt wurde, kaschiert worden. Knackigweich im Biss (vielleicht einen Tick zu weich) war der Genuss beim Aufeinandertreffen von Vorstellung und Realität nicht mehr zu bremsen.

Wahnsinnig lecker!

Grandiose frisch verköchelte Tomaten als leichte Sommerköstlichkeit im Zusammenspiel mit Auberginen größerer Natur und vielerlei Zwiebeln und als Gewürz nur zweierlei (ebenfalls zu sehen leckerer Ziegenkäse im angehenden Festformat als glorreicher Verköstigungshöhepunkt) — und besonders glorios: Stunden später beliebte es noch formidabler zu munden! So soll es sein.

tomaten mit auberginen 3
Perfekt für den lichten Sommerabend

Es gibt so Gerichte, die sind von nicht minder uninteressanter Natur und gehören zum Süden dazu wie die putzigen Zikaden, die für harmonische Zwischenklänge zu sorgen wissen. Da rackern sich sogenannte Spitzenköche bisweilen mit einer unglaublichen Zusammenstellung an Zutaten und Fertigungsmethoden ab, um ihren Ruf einer wahrenden Tätigkeit den Anschein zu geben — aber einfachste Köstlichkeiten gelingen ihnen auch auf Grund von Unkenntnis und weil sie dann wohl doch nicht so das Händchen dafür haben nie so richtig. Und weil es am Mittelmeer immer so gut geschmeckt hat, musste diese Spezialität jetzt auch hier auf den Tisch und den Blogevent Tomate bereichern, der im Kochtopf-Blog noch bis Mitte des Monats ansteht. Diesmal ausgesprochen früh also für unseren Beitrag. Für das Thema kann sich aber auch unumwunden begeistert werden und — dies nebenbei bemerkt — geschlagen sind die Tomaten-abstinent lebenden ZeitgenossInnen.

Das Rezept ist so simpel wie die verwendeten Zutaten. Und leider in der Beschaffung der Ingredienzen etwas umständlicher, als das mal gestern so spontan auffiel, war es zu spät noch neben den fünf erkundeten Gemüsebedarfslädchen noch weitere aufzusuchen.

Blogevent Tomate

Verwendung findet nämlich eine kleine Auberginensorte, die hierzulande nicht zum reichhaltigen Sortiment zählt und nur in Ausnahmefällen zu erhalten ist, was aber gekonnt unter den Tisch gekehrt wurde und nur für kleine Abänderungen des eigentlich dafür vorgesehenen Fertigungsvorganges sorgte, die aber gekonnt umgesetzt zu werden wussten (während der Abwasch im Eiltempo vonstatten gehen konnte). Das Gericht eignet sich nämlich hervorragend, um auch anderweitige Betätigungen nicht außer acht zu lassen ;-)

Aber zu den Zutaten:

natürlich Tomaten (Unmengen von Tomaten — aber nicht irgendwelche, sondern äußerst gut schmeckende Tomaten mit einem gewissen Flüssigkeitsgehalt).
Auberginen (am besten Mini-Auberginen, die wesentlich delikater sind, als die großen schwarzen Auberginen und deren Geschmacksnuancen wesentlich vielfältiger sind aber nicht so kleine thailändische wie von Spülkönig und Kitchenqueen verwendet, sondern etwas größere und länglichere mit hellerer dunkel bis rosa-grüner Struktur (es gibt da ja eh unzählige Sorten). Die sind dermaßen delikat, dass es an ein Wunder grenzt, dass diese hier noch nicht dauerhaft im Angebot zu finden sind. Glücklichkeit in Ehren also für die, die diese aromatischen Glücksgemüse im eigenen Garten anzubauen wissen — zumal die beim Kochvorgang ihre Form wesentlich besser zu wahren wissen.

griechische Zwiebel

Zwiebeln (ganz wichtig) — Zwiebeln unterschiedlichster und vielfältigster Couleur passen hier (optimal sind klassische Sorten, die durch Zuchtware weitgehend verdrängt sind, sich aber dennoch in südlichen Ländern finden lassen. Ein paar solcher Zwiebeln haben den Weg zu uns gefunden und ihr aromatisch-milder Geschmack weiß nur eines zu bewerkstelligen: zufriedene Gesichter allenthalben. Also Anbauen das Zeug, Salate werden damit so köstlich wie noch nie!
Bio-Olivenöl bester Qualität (nicht zimperlich damit sein) und an Gewürzen nur Salz und ev. ein Lorbeerblatt.

ziegenkaese
Ziegenhartkäse — hier noch im frühen Stadium (und etwas angeknabbert)

Das war es und wie so häufig sind die Zutaten, die so einfach daherzukommen wissen, der Garant für ein schmackhaftes sommer-leichtes Essen, welches sich auch hier auf den verwöhnten Zungen blicken zu lassen wusste, um Entzücken und vielsagende Blicke mit sich brachten, was schließlich nur einen Schluss zulässt: Grandios geeignet für den Blogevent Tomate!

Zubereitung:

Zwiebeln grob geschnitten werden in gutem Olivenöl angedünstet, Wenn Miniauberginen vorhanden, werden die gleich im Ganzen mit hinzugegeben (die grünen „Blätter“ dürfen dranbleiben, da sie gar nicht so schlecht zu munden wissen). Die üblicherweise erhältlichen violetten Auberginen kommen später in große Stücke geschnitten hinzu (oder, wenn sie klein sind im Ganzen), da sie leichter zerfallen.
Dann die grob geschnittenen Tomaten, so dass sich nach kurzer Zeit genügend Flüssigkeit im Topf findet. Wenn nicht sollte ein wenig Wasser hinzugegeben werden. Dann auch Salz und ev. ein Lorbeerblatt. 10 bis 15 Minuten köcheln lassen und Hurra! fertig ist die Köstlichkeit.

Sehr lecker und eine Bereicherung für leichte Kostrezeptsammlungen — nicht nur an heißen Tagen zu geniessen. Dazu lockerflockiges Weißbrot, welches in den Sud getaucht auch so ein weiteres Geschmackserlebnis herbeizuzaubern weiß und wenn es denn sein muss (weil etwa die Zutaten nicht ganz so geschmackvoller Natur waren) kann Pfeffer hinzu.

tomaten mit auberginen 2
Frisch und leicht wusste die Tomate hier zu glänzen

Auf jeden Fall sollte noch ein pikant daherkommender geriebener Ziegenkäse (dann natürlich nicht mehr als vegan zu bezeichnen ;-)) zum rüberstreuen aufgetischt werden, der optimal für diese Spezialität ist, wenn er noch in einem frischeren Stadium erhältlich ist. Also liebe Kulinaria-Katastrophalia-LeserInnen: Nachmachen! Nix geht einfacher, nix ist geeigneter für den Sommer!

Köstliche gegrillte mit pikanter Marinade versehene Shrimps (super-lecker!)

gegrillte shrimps
Gar wunderbar köstlich! Frisch vom Holzkohlengrill zu verspeisende Shrimps

Neulich war die Gelegenheit gekommen endlich mal diese gegrillten Scampis, die Soframiz Anfang des Jahres zum Blogevent Garnelen, Scampi & Co. zubereitet hatte, auszuprobieren.

Es war absolut köstlich! Unbedingt nachmachen. Wir hatten leichte Abwandlungen vorgenommen und statt Knoblauchpulver frischen Knoblauch gepresst und erst nur mildes Paprikapulver statt scharfes genommen, da letzteres unauffindbar zu sein schien, was sich aber als Irrtum herauszustellen pflegte und so wurde noch als Ausgleich kurzerhand getrockneter Chili, sehr fein gemahlen, hinzugefügt und bot eine leckere pikante Note im Zusammenspiel mit einem ordentlichen Schuss guten Olivenöls. Die Gewürze waren reichhaltiger bemessen als im Originalrezept, aber das war vollkommen im Rahmen unserer geschmacklichen Präferenz.

Nochmal das Rezept:

ein Riesenberg Shrimps
Olivenöl
Paprikapulver, mild
Chili, fein gemahlen
Knoblauch, gepresst
Salz und fein gemahlener Schwarzer Pfeffer

Zubereitung furchtbar simpel:

Die Marinade anrühren und zu den Schrimps geben und einziehen lassen (auf Grund von nicht Maß zu haltender Gierigkeit hat es bei uns nur 1 Stunde gedauert); Soframiz gibt mehrere Stunden an — es hat aber auch so schon wahnsinnig gut geschmeckt.
Wenn der Grill noch richtig heiß ist, reichen 3 Minuten (1x Umdrehen) für die kleinen roten Garnelen, später ein, zwei Minuten länger. Müsst ihr einfach ausprobieren.

Frisch vom Holzkohlengrill (nicht im Bild) schmeckt die Spezialität am besten; also schön nach und nach grillen. Dazu dann noch Grüner Salat, Weißbrot und Zunge und Gaumen in Ausgleich bringender trocken-herb auftretender Weißwein.