Tag-Archiv für 'broccoli'

Wenn die zeitliche Komponente dem nicht unbedingt Zuträglichen zugeneigt sich erweist, dann wird auf schnellstens in die bissfeste Form zu bringende Genussgüter allerfeinster Auswahl gesetzt (wobei da auch mehr die Erinnerung mitspielte) und so kamen Tomaten und Broccoli formidabel zur Geltung und deshalb gab es dazu auch noch was — so Krizzlkrasselzeugs

tomaten und broccoli
Tomate, kleingekocht, und Broccoli, bissfest in spannender Erwartung des Genusses

Irgendwie klappt das Inverhältnissetzen der zeitlichen Auswahl mit der aktuellen Problemlagenlösung anderweitiger Beschäftigungen nicht mit der auch für das genüssliche Schwelgen stundenlanger Kocherei nötigen Ruhe überein, was sich aber als durchaus dem Gefälligen zugeneigt erweisen sollte, weil blitzschnell gefertigte Broccolirosen (wird das so benannt?) durch kurzes Köcheln samt Zwiebelstückchen, fein, und kleingehackten roten Zwiebeln und selbstredend Bioolivenöl ein gar gutes Ergebnis zeitigte, was nur durch die Beigabe (extra) von Krizzelkrasselkörnern Ergänzung zu finden wusste. Perfekt bissfeste Kost mit anschmeichelnder von Tomate getragener Mundschmeichelei.

Und weil hier noch ein winziges Restchen von Zeitkontingent vorhanden der Hinweis auf den neuen Blogevent im Kochtopfblog: Aphrodisische Gaumenfreunden. Verführerisch und erotisch zu Erschmeckendes wird dann einen Monat durch die Foodblogs mit einem Hauch verheißungsvoller Kundgaben schwirren. Die ersten Beiträge sind schon (gedanklich) am Start und verheißen Interessantes.

Davor war der Blogevent Portwein dran, den Perlhuhn-Terrine mit Portwein, Datteln und Pilzen von Einfach Köstlich und natürlich Bolli’s Kitchen mit Panzerotti con frutti al vino di Porto e zabaione gratinato gewannen, was eine Gratulation herzlicher Natur gibt.

Mit Zitronensaft umgarnte Broccoli-Möhren-Stückchen sanft gegart und apart zu Joghurtsauce, gewürzt, serveriert — dazu im Blickpunkt die passende Ergänzung ganz famoser Provenienz

schafskaese broccoli karotten joghurt rote zwiebel
Rote Zwiebel perfekt angestimmt zu Schafskäse und Rigani

Feinfühlig zu erschmeckender Broccoli, knusprige Möhrchen und sanft dahingleitender Bio-Joghurt war angesagt. Dazu Minze (im Joghurt), Zitrone (im noch knackigen Gemüse geschwenkt) und bestes Bio-Olivenöl samt Rigani (in Ergänzung zum Milchprodukt). Dippen, kleckern, schnell genießen, dippen, kleckern, dippen. Mehrere Lagen also (fast eine Gemüselasagne ;-) ).

Wobei wir solcherlei Kleckerei ja nienienie machen würden.

Wie es sich anschickte, etwas aus Frischebestand und trockenen und dies auch nur teilweise vorhandenen Vorräten zu kreieren, zur Feier der Einweihung unserer Backofenreparatur mittels eines nunmehr beschafften Ersatzteiles, welches uns davor bewahrte von einer 3-Gaskochvorrichtung auf eine 4-5-Gas-Verbrennung umzusteigen und so kam raus, was rauskommen musste: Pasta al Forno und der besuchliche Beistand war verzweifelter denn je, denn erst waren die nötigen Bestandteile nicht da, sodass auf griechischen Hartzwieback zurückgegriffen werden musste und Knoblauch konnte auch nicht hinzugefügt werden und dann war die Soße auch noch zu wenig in der Masse gesehen und die Erwartungen hoch und es hat natürlich geschmeckt, was sonst!

Broccoli war zeitgemäß mal wieder an der Reihe und der Schinken durfte auch mal wieder ran, um seine Geschmackskomponenten so richtig zur Geltung zu bringen. Die putzigen kleinen Röhren-Nudeln waren auch noch reichhaltig im Sortimentsbestand und beim Rumwühlen haben wir sogar unsere Salzvorratshaltung wiederentdeckt (sind sogar nur noch 4 Kilo Pfannensalz vorhanden) und die musste ob des köstlicheren Geschmackes, als das handelsübliche Salz, gebührlich gefeiert werden.

Zumal unser Backofen mit unerbittlicher Härte seine Wärmkraft wieder hat und uns nach reparaturlicher Betätigung doch noch das schon erwartungsfroh einzusetzende Geräteteil bescherrte — nachdem schon Träume von 4, 5 ach was 8 Gasflammen einzusetzen begannen…

pasta forno
Pasta Forno — der Besuch murmelte was von Kruste versaut, so was…

Oh ja — und dann fing das Gejammer an (unsere sich bei uns aufhaltenden hungrigen Schleckermäuler haben immer merkwürdig hohe Ansprüche und sind bisweilen irgendwie eingeschüchtert): Kein Semmelbröselmehl, hmm, also was aus dem Hartzwieback machen, Weißbrot rösten und raspeln und Käse reiben und reiben und reiben (und währenddessen fluchen, dass es in Italien doch so hübsche feine Raspelmaschinen in den Supermärkten gäbe, die offen für alle mitgebrachten Käsereste das gewünschte Mahlergebnis zeitigen würden); tja — wir sind nicht in Italien hier muss noch Handarbeit ran. Wenn ihr uns jetzt eine wahnsinnige Freude machen wollt, besorgt uns so ein elektrisches Teil ;-)
Also dann noch eine Bechamelsauce gefertigt und naschsüchtige Probierphasen ertragen und dann war es eigentlich auch schon fertig, wenn nicht jetzt das Wehklagen eingesetzt hätte, dass die Kruste keine wäre und überhaupt die Sauce, überhaupt nicht vorhanden und …. wie das immer so ist :D

Kreativ und uns häufig angenehm überraschend ist, um da nochmal darauf hinzuweisen, Sammelhamster, die ebenfalls aus allerlei Kochbestandteilen was kreieren. Immer wieder spannend und anregend was so alles zusammen verkocht werden kann.

Auch nicht schlecht ist wie immer auch der Planet von Blogsport, der wissbegierige ZeitgenossInnen auf dem Laufenden zu halten weiß: Um das nur mal so kurz aufzuzählen: Die Grüne Jugend hat Probleme; die Schokoknusperkeksindustrie kein Einsehen, der Mädchenblog bundesbehördliche Aufmerksamkeit, das Mategetränk neue Gebrauchsmöglichkeiten und wir sind immer noch am Ausprobieren wie diese roten Beeren am besten zu verkonsumieren sind — dabei gibt es schon längst den nächsten Blogevent zum Thema Topinambur.