Tag-Archiv für 'bohnen'

Verschlusssichere Angelegenheiten bedürfen mitunter zur Erreichung des gewünschten Effektes eines kleinen Schubsers zur Inaugenscheinnahme verlustig gegangener Schichten (Neues ausprobierungshalber)

gemüse noch unverbrannt
Noch gänzlich unverbrannt

Ein kleines Geschenk in Form eines in des Schenkenden neuen Backofens nicht mehr hineinpassenden Gefässes erweist sich nach nicht verenden wollenden Jubelgesängen der ersten Ausprobierung nicht abhold, wobei leider festgestellt werden musste, dass bisher so leichtfertig gefertigte Speisen aus solchen Formen sich mitunter ganz anders in ihrer Prächtigkeit zu erweisen wissen mit einem unterwickelten Bräunungsgrad, der durch einen allzu festliegenden schweren Deckel (ohne Abb.), der wiederum das entweichende Wasser besser als bisher genommene Alufolie zurückzuhalten wusste, begünstigt wurde.

gemüse unter deckel gegart

Für das nächste Mal also vorgemerkt — weniger Flüssigkeit, Deckel früher lüften und sodann artig auch die Tomaten besser rösten lassen. Ansonsten formidabel :-)

Das Gemüse hatte also zuviel Wasser und so durfte der Salzgehalt auch noch nicht als vollendens eingezogen betrachtet werden, nochmaliges Kochen auf dem Herd sorgte aber für leichte Besserung.

lemonen gedeckelt

Anschließend mal wieder karamellisierte Limonen mit ebenso leichter Bräunung allerdings passend einfügsam ins Gesamtgeschehen ;-)

Sich vergewissernd über schmackhafte Nuancen langbreite Variation zur köstlichen Versorgung küchentauglich daheim und vielfältiges mobiles Volksküchen-Potpourri europaweit

conrtaste volkskuechen
Contraste — Mobile Volksküchen

Die aktuelle Sommerausgabe der Contraste berichtet schwerpunktmäßig über mobile Volksküchen. Vorgestellt werden u.a. schwedische, niederländische, belgische, britische, französische und natürlich deutsche Volxküchen-Kollektive, die mit einem auch auf schnelle örtliche Veränderung abgestimmten Kücheninventar zur Versorgung beitragen; auf vielen großen und kleinen politischen Veranstaltungen dürfte die ein oder andere schon mal von der Kochkunst profitiert haben.

Die Zeitschrift ist mit stolzen 4,50 € zwar teurer als die von den Mobilküchen dargereichten Speisen, aber ein kleiner Einblick in die Geschichte, Versorgungsbedingungen, ökologische Problematiken und die Küchenausstattung ist der Preis schon wert ;-) Daneben finden sich noch Artikel über Wie fair ist „Fair“ gehandelter Kaffee?, Volksküchen in Athen und das No Border Camp auf Lesbos und die Hamburger Recht auf Stadt-Bewegung.
Die einzelnen Mobilen Küchen sind übrigens bei food for action verlinkt.

lange bohnen breite bohnen zucchini

Die Bohne hat so langsam Saison und ist gerade bei Knappheit von Zeit zur Zeit die geeignete Kost, die mengenmäßig mehrere Tage zu beeindrucken weiß für die Verköstigung hungriger Mäuler und darum gab es mit Aromen von Wildfenchel und Dill versehene Kartoffel-allerlei-Bohnen-Zucchini-Variations-Auftischerei samt kleiner Mengen Tomaten — wie immer sehr die feinen Geschmacksknospen mehr als nur reizend :-)

Rezept hier im Blog irgendwo ;-)

Ansonsten: Erst gab es kaum einhaltbare Auflagen und dann sind einige Gerichte mal wieder auf dem rechten Auge blind — eine den Nationalsozialismus verherrlichende Demonstration wird durch das Verwaltungsgericht Hannover erlaubt, eine antifaschistische Demonstration u.a. der Gewerkschaften, Kirchen in Bad Nenndorf hingegen verboten.

[Update: OVG Lüneburg genehmigt dem Bündnis Bad Nenndorf ist bunt ganze zwei Stunden Kundgebung von 9-11 Uhr — das bedeutet dann immerhin, dass die Bevölkerung stationär einen Bruchteil des Tages antifaschistisch tätig sein darf während Nazipropaganda durch zweitausend PolizistInnen vom Staat ganztägig geschützt wird]

Es bleibt dabei — Zivilcourage zeigen! Nazis offensiv entgegentreten! Kein Naziaufmarsch am 14. August!

Faschismus ist keine Meinung — sondern ein Verbrechen!

Bulgur-Salat warm und ölig und sowieso gemüsige Ansichten und erquicklich zu erkundende zaghaft sich wahrnehmbar machende nächtliche Tendenzen

zucchini und dill zwiebel olivenoel zugabe
Etwas Salz und Würzminze war auch dabei

Spontan nach ausflüglicher Rückkehr entschieden aus vorhandenen Vorräten einen mehr oder minder leichten Abendgenuss auf die Schnelle zu fabrizieren, der aus Zucchini, Dill, grünen Plattbohnen, Zwiebeln und Frühlingszwiebeln sowie reichlich gesundem Bio-Olivenöl herstammend sich als geeignet für die in Augenschein genommene Bulgurzutat erwies.

Gekonnt den Packungsaufdruck des 20-Minuten-Kochens ignoriert :-\ und lediglich mit kochendem Wasser und Salz-Öl-Zugabe bedacht, derweil umgerührt und quellen gelassen, geht auch so ;-)
Bohnen putzten sich wie immer von selber und wurden ob des späten Zeit einfach nur schnell kurz gekocht und dann in Olivenöl gebraten, das hatte zuvor auch schon die Zucchinischeiben gesehen, die sich mit leichter Bräune geschmacklich auf dem Höhepunkt befanden.

warmer bulgur salat des naechtens
Unschwer zu erkennen — warme Bulgurnachtsalatspeisung

Grob zerschnittene Dillspitzen, kleingeschnippelte Dillstiele und Zwiebeln extra angebraten und zum Bulgur hinzu, gefühlte 32 Sekunden gewartet und noch in Balsamico vorgereifte Zwiebelstückchen hinzugefügt und dann mit dem Rest versehen. Perfekt, ein klein wenig zu viel Öl, das ist aber schließlich gesund, und fertig war der lauwarme Salat.

Funktioniert bekanntlich auch kleinkrümeliger und bohnenloser

Ach ja, klar, grob zerhackte Blattpetersilie war auch noch dabei (das ist dann natürlich nicht mehr hausfrauenbillig)!

Auf verschlungen Weg sich dahermachende putzig gewährleistete Bestückung, die sich angesichts hungriger Mäuler auch noch mit Tomaten vervollständigen — und dies auch noch zur allgemeinen Zustimmung — und mit reinem Olivenöle sättigen ließ (Standardbackofenfüllung)

bohnen zucchini kraeuter
Richtig durch ist es spätestens dann wenn die ersten Böhnchen Farbe bekennen

Die Reminiszenz an den Sommer ist jahrein jahraus nur mit Bergen von Bohnen anständig hinzukriegen. Das Schnippeln macht sich fast von selber, die langen Bohnen dürfen durchaus ganz oder auch klein bleiben, und dann müssen da eigentlich nur noch Paprika, Zwiebeln, Kartoffeln und Zucchini rein samt Gewürzen, die halt gerade so zur Hand sind. Diesmal mit dabei Borretsch, Minze, frischer Oregano, Blattpetersilie, Dill, wilder Fenchel, genaues Rezept zahlreich hier im Blogarchiv zu finden.

gut gefuellte form mit kleiner entnehmecke

Schmeckt immer wieder gut und hat auch am nächsten Tage einen gut durchgezogen Backofengerichtcharakter.

Unangenehme Massenveranstaltung dann allerdings die deutsche Volksseligkeit zum Tag der Einheit, billige aber dafür teure Fress- und Saufstände und Puppentheaterspiel zogen mal wieder die BerlinerInnen zu Hauf zum Brandenburger Tor. Ein guter Grund das Holocaust-Mahnmal aufzusuchen, schließlich war auch Besuch da der noch nicht dort gewesen war.
Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas war allerdings von der Polizei weiträumig abgesperrt worden. Erst nach vehementen Einfordern des Zugangs wurden wir überhaupt durchgelassen. Ob jetzt das Mahnmal vor dem benachbartem deutschen Volksmob und befürchteten antisemitischen Aktionen geschützt werden sollte oder ob am Tag der Deutschen Einheit die Vergangenheit einfach nur stört?

Bekanntlich war ja die Einrichtung des Mahnmals nur gegen Widerstände durchsetzbar gewesen. Konservative und der rechte Flügel der Sozialdemokratie favorisierten zur Reinwaschung Deutschlands sowieso Mahnmale, die den Nationalsozialismus relativierend in eine Reihe mit der DDR oder des Stalinismus stellen sollten, wie die Umwidmung der Mahnmals für die Opfer des Faschismus und Militarismus neben der Humboldt-Universität in die heutige „Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“, die von der CDU-FDP-Regierung durchgedrückt wurde.

tellertischung auf
Tellerauftischung mit zentraler Rolle für die halbe Tomate

Das Gedenken an den Holocaust wurde auf EU-Ebene erst im April relativiert, der 23. August wurde als „Gedenktag für Opfer totalitärer und autoritärer Regime“ vom EU-Parlament beschlossen. Zuvor wurde bereits der 9. Mai, der Tag des Befreiung vom Nationalssozialismus, durch den „Europatag“ ersetzt womit der Gründung der Montanunion für Kohle und Stahl gedacht wurde.

Geschichtsklitterung der besonderen Art, ist doch der 23. August das Datum des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes. Seit Jahren wird versucht die Verantwortung Deutschlands für den 2. Weltkrieg der Sowjetunion zuzuschieben.
Hitler habe nur reagiert ist das Diktum der Rechten. Also quasi Selbstverteidigung gegen den Bolschewismus. Denn der wollte eigentlich den Krieg: „Den ersten Zug überließ Stalin stets Hitler, und dieser hatte nun seinen Freibrief zum Krieg“ weiß der Leiter des Planungsstabs des Kriegsministeriums und ehemalige Berater von Roland Koch, Ulrich Schlie, in der rechtsliberalen SZ zu verkünden.

Die Opfer des Faschismus zu Tätern zu machen ist halt immer noch eine beliebte Methode – besonders in Zeiten in denen Deutschland wieder Krieg führt. Historische Verantwortung stört da nur — insbesondere am Tag der deutschen Einheit.

Ofenkost des Sommers Hinwendung bisweilen und der Eignung für jede Lage anheimgestellt und etwas Zuviel, des Guten Hingabe

gemuese aus dem ofen reste des abends des morgens anschaulich
Es verbleibt nur wenig an Rest — dafür gekonnt durchgezogen

So langsam werden die Stände des Wochenmarktes immer voller, was mit Genugtuung und übereifriger Einkaufslust weidlich auszunutzen gewusst wird. Zeit also mal wieder für Gemüsekost aus dem Backofen, so einfach, dass nebenbei alles andere erledígt werden kann, was sich aber auch ansonsten schicklich einpasst.

Das ungefähre Rezept für die vielen Bohnen, gehälftelten Kartoffeln, diesmal riesengroßen Zucchinistücken, rote Paprika, Tomaten, Frühlingszwiebeln, weißen Zwiebeln und etlichen roten Zwiebeln, einigen frischen Minzblättern und selbstredend wilden Fenchels (alternativ wilder Fenchelsamen und frischer Dill) und sorgsam gehüteter Olivenölvorräte ist so einfach, dass der sommerlichen Verpflegung nichts im Wege steht.

Aufgrund eines kurzen Momentes der Unachtsamkeit auftretende leichte Verfärbungen wurden mit einem Schwubs zuviel des Guten an Wasser bedacht, welches sich nicht mehr rasch genug verköchelte, tat aber dem Geschmack auch nichts so richtig an, besser ist es natürlich etwas weggebackofneter und leicht angebackener. Schmeckt sommerlich gutestens :-)

formueberstehendes gemuese aus dem ofen kurz vorm reinstecken in denselbigen mit leicht schattenakrobatik
Beim Hochkantzuvielreinstecken die Ankokelmöglichkeit nicht außer Acht lassen ;-)

Dazu gab es Wein, der vom Besuch mitgebrachte war ein wenig gekippt, das macht nichts, der kommt dann ins nächste Essen rein, optimalste Verwertung :-).
Das Thema bei der 25. Weinrallye ist übrigens Wein in Literatur und Film, klingt gar nicht schlecht, da müsste sich doch was machen lassen. Bis zum 23. ist ja auch noch etwas Zeit…

Des Backofens hohe Kunst der Präsentierung nicht unansehnlich zu betrachtender verschiedenfarbiger Gemüseanreicherungskost (daneben Blogkino)

gemuesige aussichten
Im Vordergrund hinsichtlich mittiger Erscheinung leicht eingetrocknetes Zucchinerl (hinten saftig)

Gemüsige Backofenkunst — selbstredend immer eine gute Sache. Bei Barbaras Spielwiese gekonnt in Szene gesetzt (mit Beilage). Auch wenn jetzt nicht unbedingt die saure Bohnenzeit ansteht, so war es doch angesagt und nach eifrigen Vorbereitungen war die langsame Köchelei von guten Resultaten begleitet, die mit zart wildfenchligen Geschmack durchzogene Zucchini, breite Bohnen, Tomaten, rote Paprika und Kartoffeln in einem Haufen Olivenöl aufzutrumpfen wusste. Sogar die Tomaten mundeten zu dieser Jahreszeit. Weiter südlich im Mittelmeerraum schmecken die bekanntlich aromatischer, hier wird aber genommen, was zu kriegen ist, bis es selber soweit ist, dass geerntet werden kann. Rezept hier.

Die Zucchini zeigte leichte Schwächen, geschmacklich gerad noch akzeptabel, es ist nicht ihre Zeit. Die Bohnen hingegen, langbreite zumal, wussten sich köstlich in Erscheinung zu bringen, was auch dem wilden Fenchel, der tiefgefroren aus sommerlichen Zeiten stammend, zu verdanken war. Einzig die Kartoffeln gingen ein wenig unter.

Zur Zeit befinden sich einige Schwarzwurzeln in unserer Küche, bisher schleichen wir da herum, gerüchteweise soll es schmierige Konsequenzen haben sich da ranzuwagen. Wir probieren das die Tage aus. Schließlich ist im Gärtnerblog bald Schwarzwurzelevent. Gelegenheit sich dem Gemüse zuzuwenden. Es soll schmecken. Abstimmlich gut gemundet hat jedenfalls das Curryeis von Lamiacucina, das den Blogevent Curry gewann. Herzlichen Glückwunsch! Und weil der Aufzählung derer drei sind, der neue Kochevent des Kochtopfblogs für eifrige Foodblogs wendet sich einer portugiesischen Spezialität zu: Porto. Ganz schlicht, ganz hervorragend — da kommen raffinierte Sachen heraus (schon allein um des Ausprobierens willen).

Und sonst noch so: Der Kampf der Essensdevotionalienphotographiepraesentierung geht in eine neue Runde. Niemand will abgemahnt werden, Niemand hat Probleme mit der Aufmerksamkeit und Niemand ist bockig. Ein Ausmaß von tragelapher Offenbarung. Pures Blogkino.

In Rotwein geschmortes Kaninchen wusste neben Bohnen durchaus zu entzücken und deshalb war die Ersatzlösung für andere nicht minder leckere Bestandteile auch eine schmackhafte Erscheinung so wie es halt sein sollte (dazu ungarischer Schnaps, spanischer Sekt und Tonic — ungefähr in dieser Reihenfolge)

Die Lust, es sich mal wieder richtig gut gehen zu lassen mit Kaninchen war doch mal wieder die richtige Option zum Genießen. Und da die superbe Kaninchenleber mit Bärlauch und Birnenspalten doch beim letzten Mal so lecker war, sollte es auch diesmal die Variante sein. Da der ungebremste Tatendrang erst zu einer Stunde entbrannte, als mithin dieser nicht mit den üblichen Verkaufgepflogenheiten der örtlichen Gewerbetreibenden übereinstimmender Natur war, wurde stattdessen auf Kaninchenrollbraten zurückgegriffen, der auch ganz entzückend aussah. Dazu natürlich Gemüse, um nicht vollendens die Jahreszeit zu missachten.

bohnenauflauf mit kartoffeln

Das wurde wie gehabt zubereitet und erfreute sich diesmal vermehrten Auftretens von Tomatenvierteln und langbreiten Bohnen oder wie immer die heissen mögen. Die vorgesehene Zucchini war dannach noch entdeckt. Viel frisches Knoblauchgrün, ein paar Frühlingszwiebeln, Minze, Blattpetersilie, Zitronenmelisse und wilder Fenchel war dabei und bewirkte zusammen mit roter Paprika im Streifenformat die zu den Kartoffeln passende optimale Farbtupfergebung.

Kaninchen gab es übrigens auch letztens bei Genial lecker und zwar in Form eines Ragout mit Aprikosensauce und bei den Kochbanausen, die sich hatten inspirieren lassen und es gleichtaten mit falschen Kaninchen ;-) Und auch bei News from the kitchen war Jägerinnentag.

Der Kaninchenrollbraten bohnen mit kartoffeln im delikaten kleinen ausschnittwar leider gefüllt und das nicht unbedingt schmackhaft (beim nächsten Mal wird also auf was anderes zurückgegriffen), was aber gekonnt durch allerlei Zauberei mit Gewürzen und zwiebeligen Beilagen in den Griff zu kriegen war.

Kleine Zwiebelstücke durften dafür zuvor in ausreichend Olivenöl mit den Stücken angebraten werden und nach kurzem Bratvorgang im tollen Riesen-Schmortopf war es dann auch schon bald Zeit kurz mit Rotwein abzulöschen, um dann den Inhalt der Flasche etwas tatkräftiger hinzuzufügen. Deckel drauf und währenddessen Sekt süppeln und überlegen, ob dies die richtige Variante war, um dem schwülen Wetter zu trotzen.
Dann sich entsinnen, dass Kaninchen mitnichten lange zum formvollendeten Kochendpunkt benötigt und rasch noch Tomaten, Karottenstücke und ganze Zwiebeln in rot und weiß hinzu und geschickt mit noch etwas vom Wein aufgefüllt. Gewürzliche Beigabe waren diesmal auch noch schwarze Pfefferkörner, Lorbeer, Thymian aus eigener Küchenfensterblumentopfernte, lustige schwarze Beeren und Salz und ein bißchen Oregano. Das köchelt und reduziert vor sich hin und wenn das Gemüse fertig ist, sollte es auch das famose Schmorkaninchen sein.

kaninchen geschmortes 1
Die Portionen waren wie immer reichhaltig

Und fürwahr lecker war es und die Soße konnte gekonnt die aus Zwiebel und Senf bestehende Füllung überdecken, die beim Aufschneiden des Bratens herauskullerte und schnell entsorgt werden konnte nach der gutgemeinten Begutachtung.

Die Zwiebeln waren absolut zart und konnten so im Zusammenklang mit den noch leicht knackig sich präsentierenden Mohrrüben den feinen Geschmack des Kaninchen wunderbar herausarbeiten, der aufgrund eher dem trockenen Naturell zugehörender Eigenschaften auch den richtigen Weinsaucengeschmack benötigt. Das Gemüse dazu war ein kleines wenig zu lange geköchelt, was aber auch nur an dem Tonic-Konsum hat legen mögen, aber dafür war der frische-Kräuter-Ton wunderbar.

Da es dann auch Zeit war, sich Gedanken um die Nachversorgung zu machen wurde rechtzeitig zum Eintreffen von Rest-WG-Inhalt der ungarische Aprikosenschnaps bereitgestellt und die Nuancen analysiert, die beim Zusammentreffen mit der Zunge sich herauszubilden pflegen.

kaninchen geschmortes 2

Schnell, schnell — die letzten Zucchini, Bohnen, Fenchelspitzen und Tomaten aus dem Garten verarbeiten (Rezept)

Vehement wurde in Kommentaren ein zum Nachkochen geeignetes vegetarisches Menue eingefordert. Da Selbstmordparty so nett darum gebeten hat, haben wir schnell mal in unserem Archiv gekramt und ein veganes Backgericht hervorgezaubert. Das gelingt immer und erfreute in den sommerlichen Monaten auch unser strahlendes Antlitz des Öfteren.
Die Zutaten quälen sich aber zur Zeit auch immer noch in den Gärten (oder sind problemlos im einschlägigen Fachhandel zu erwerben)-- während wir gestern beschlossen haben, endlich mal die Heizung in Betrieb zu nehmen.

Zucchini-Bohnen-Wilder Dill-Kartoffel-Auflauf
Zucchini-Bohnen-Wilder Dill-Kartoffel-Auflauf

Zutaten (nur so ungefähre Angaben, ob nun von einigen Zutaten mehr oder weniger genommen wird isr relativ egal):

4 Zuchini
4 große Zwiebeln (rote und weiße)
6 Tomaten
800 gr Bohnen (lange dünne und lange breite)
ein Bund Wildes Fenchelgrün (alternativ Dill und Fenchelsamen)
2 Kilo Kartoffeln
200 Gramm Erbsen oder Zuckererbsenschoten
Olivenöl, Meersalz. Pfeffer, Würzminze (auf gar keinen Fall Pfefferminze!)
ev. 1 rote Paprika, frischer Oregano und Zucchiniblüten

So wirds gemacht:

Bohnen putzen und zusammen mit den grob geschnittenen Zwiebeln und den ganz klein gehackten Fenchelstielen (nicht die feinen Spitzen!) in Olivenöl anbraten (muss nicht sein — dauert aber sonst länger bis es gar wird); wenn rote Paprika vorhanden ist, darf die auch in Streifen geschnitten rein. Den Backofen in der Zwischenzeit auf 220 Grad aufheizen. Benötigt wird außerdem eine große Backform (in einem großen Topf geht es zur Not auch – gelingt aber nicht so gut und ist dann mehr ein Eintopfgericht).
Kartoffeln und Zuchini in Scheiben schneiden und zusammen mit Erbsen, Fenchelspitzen (alternativ Dillspitzen und im Mörser feingeriebenen Fenchelsamen) den angebratenen Bohnen, Zwiebeln etc. vermischen. Ordentlich Olivenöl, Meersalz, Pfeffer, Würz(!)-Minze und etwas Wasser kommen auch noch hinzu. Die in Viertel oder dicke Scheiben geschnittenen Tomaten werden dazwischengesteckt. Alles in den Ofen schieben und hungrig vor dem Backofen warten und nach 20 Minuten mal Alles ein bissl umschichten/umrühren und wieder (wenn vorhanden) mit Zucchiniblüten versehen reinschieben. Nach 10 Minuten kann geschaut werden, obs durch ist. Vielleicht ein bissl Farbe annehmen lassen. Serviert wird das schmackhafte Essen mit Maisbrot.

Guten Appetit! ;-)