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Grandiose frisch verköchelte Tomaten als leichte Sommerköstlichkeit im Zusammenspiel mit Auberginen größerer Natur und vielerlei Zwiebeln und als Gewürz nur zweierlei (ebenfalls zu sehen leckerer Ziegenkäse im angehenden Festformat als glorreicher Verköstigungshöhepunkt) — und besonders glorios: Stunden später beliebte es noch formidabler zu munden! So soll es sein.

tomaten mit auberginen 3
Perfekt für den lichten Sommerabend

Es gibt so Gerichte, die sind von nicht minder uninteressanter Natur und gehören zum Süden dazu wie die putzigen Zikaden, die für harmonische Zwischenklänge zu sorgen wissen. Da rackern sich sogenannte Spitzenköche bisweilen mit einer unglaublichen Zusammenstellung an Zutaten und Fertigungsmethoden ab, um ihren Ruf einer wahrenden Tätigkeit den Anschein zu geben — aber einfachste Köstlichkeiten gelingen ihnen auch auf Grund von Unkenntnis und weil sie dann wohl doch nicht so das Händchen dafür haben nie so richtig. Und weil es am Mittelmeer immer so gut geschmeckt hat, musste diese Spezialität jetzt auch hier auf den Tisch und den Blogevent Tomate bereichern, der im Kochtopf-Blog noch bis Mitte des Monats ansteht. Diesmal ausgesprochen früh also für unseren Beitrag. Für das Thema kann sich aber auch unumwunden begeistert werden und — dies nebenbei bemerkt — geschlagen sind die Tomaten-abstinent lebenden ZeitgenossInnen.

Das Rezept ist so simpel wie die verwendeten Zutaten. Und leider in der Beschaffung der Ingredienzen etwas umständlicher, als das mal gestern so spontan auffiel, war es zu spät noch neben den fünf erkundeten Gemüsebedarfslädchen noch weitere aufzusuchen.

Blogevent Tomate

Verwendung findet nämlich eine kleine Auberginensorte, die hierzulande nicht zum reichhaltigen Sortiment zählt und nur in Ausnahmefällen zu erhalten ist, was aber gekonnt unter den Tisch gekehrt wurde und nur für kleine Abänderungen des eigentlich dafür vorgesehenen Fertigungsvorganges sorgte, die aber gekonnt umgesetzt zu werden wussten (während der Abwasch im Eiltempo vonstatten gehen konnte). Das Gericht eignet sich nämlich hervorragend, um auch anderweitige Betätigungen nicht außer acht zu lassen ;-)

Aber zu den Zutaten:

natürlich Tomaten (Unmengen von Tomaten — aber nicht irgendwelche, sondern äußerst gut schmeckende Tomaten mit einem gewissen Flüssigkeitsgehalt).
Auberginen (am besten Mini-Auberginen, die wesentlich delikater sind, als die großen schwarzen Auberginen und deren Geschmacksnuancen wesentlich vielfältiger sind aber nicht so kleine thailändische wie von Spülkönig und Kitchenqueen verwendet, sondern etwas größere und länglichere mit hellerer dunkel bis rosa-grüner Struktur (es gibt da ja eh unzählige Sorten). Die sind dermaßen delikat, dass es an ein Wunder grenzt, dass diese hier noch nicht dauerhaft im Angebot zu finden sind. Glücklichkeit in Ehren also für die, die diese aromatischen Glücksgemüse im eigenen Garten anzubauen wissen — zumal die beim Kochvorgang ihre Form wesentlich besser zu wahren wissen.

griechische Zwiebel

Zwiebeln (ganz wichtig) — Zwiebeln unterschiedlichster und vielfältigster Couleur passen hier (optimal sind klassische Sorten, die durch Zuchtware weitgehend verdrängt sind, sich aber dennoch in südlichen Ländern finden lassen. Ein paar solcher Zwiebeln haben den Weg zu uns gefunden und ihr aromatisch-milder Geschmack weiß nur eines zu bewerkstelligen: zufriedene Gesichter allenthalben. Also Anbauen das Zeug, Salate werden damit so köstlich wie noch nie!
Bio-Olivenöl bester Qualität (nicht zimperlich damit sein) und an Gewürzen nur Salz und ev. ein Lorbeerblatt.

ziegenkaese
Ziegenhartkäse — hier noch im frühen Stadium (und etwas angeknabbert)

Das war es und wie so häufig sind die Zutaten, die so einfach daherzukommen wissen, der Garant für ein schmackhaftes sommer-leichtes Essen, welches sich auch hier auf den verwöhnten Zungen blicken zu lassen wusste, um Entzücken und vielsagende Blicke mit sich brachten, was schließlich nur einen Schluss zulässt: Grandios geeignet für den Blogevent Tomate!

Zubereitung:

Zwiebeln grob geschnitten werden in gutem Olivenöl angedünstet, Wenn Miniauberginen vorhanden, werden die gleich im Ganzen mit hinzugegeben (die grünen „Blätter“ dürfen dranbleiben, da sie gar nicht so schlecht zu munden wissen). Die üblicherweise erhältlichen violetten Auberginen kommen später in große Stücke geschnitten hinzu (oder, wenn sie klein sind im Ganzen), da sie leichter zerfallen.
Dann die grob geschnittenen Tomaten, so dass sich nach kurzer Zeit genügend Flüssigkeit im Topf findet. Wenn nicht sollte ein wenig Wasser hinzugegeben werden. Dann auch Salz und ev. ein Lorbeerblatt. 10 bis 15 Minuten köcheln lassen und Hurra! fertig ist die Köstlichkeit.

Sehr lecker und eine Bereicherung für leichte Kostrezeptsammlungen — nicht nur an heißen Tagen zu geniessen. Dazu lockerflockiges Weißbrot, welches in den Sud getaucht auch so ein weiteres Geschmackserlebnis herbeizuzaubern weiß und wenn es denn sein muss (weil etwa die Zutaten nicht ganz so geschmackvoller Natur waren) kann Pfeffer hinzu.

tomaten mit auberginen 2
Frisch und leicht wusste die Tomate hier zu glänzen

Auf jeden Fall sollte noch ein pikant daherkommender geriebener Ziegenkäse (dann natürlich nicht mehr als vegan zu bezeichnen ;-)) zum rüberstreuen aufgetischt werden, der optimal für diese Spezialität ist, wenn er noch in einem frischeren Stadium erhältlich ist. Also liebe Kulinaria-Katastrophalia-LeserInnen: Nachmachen! Nix geht einfacher, nix ist geeigneter für den Sommer!

Durch erhoffte angenehm sanfte Geschmacksnuancen erfreuten die Kalamares mit den lustigen kleinen Fangarmen, die mittels Bierzutat etwas zu einem ganz neuen und gloriosen höchstwahrscheinlich noch nie dagewesenen Zubereitungsprozess beizutragen wussten und so bewundernde Blicke bei den zur Verköstigung Erschienenen hervorzurufen wussten, die nun endlich einmal der Ersatzsojasaucenherstellung beiwohnen konnten

Das müsste doch zu schaffen sein, dass wir in den letzten Stunden des ablaufenden Einreichungszeitraumes des Blog-Event Bier im Kochtopfblog noch was hinkriegen, was weder schon von anderen als Beitrag eingereicht noch sich auf gut gemeinte Ratschläge anderer, die Bier als allein zu verkonsumierende Flüssigkeit ansehen, beschränkt.

Biergevergewaltigter armer Tintenfisch

Hah! War da nicht gestern eine geschmacklich in höchsten Tönen zu lobende Kleinigkeit zubereitet worden, die ihren Nachklang noch heute auf den empfindlichen Geschmacksknospen hatte — und war da nicht noch dieser unangenehme Klang in den Ohren, der da beständig rief: „Ihr habt mir gar nichts übriggelassen!“.

Grund genug sich auf die sich tieferen Temperaturen zugeneigten Gerätschaften zu besinnen und ein Paket Mini-Kalamares zum Ausgleich hervorzuholen, sie einem Auftauprozess hinzugeben und zu beschliessen, dass das jetzt mal mit Bier verköchelt wird. Blog-Event Bier Also flugs Schwarzbier geordert und als allererstes Bierteig ausgeschlossen (da schon anderweitig untergebracht von Teilnehmerinnen) und sowieso nicht so das Richtige für neue zu entdeckende Zubereitungsschöpfungen.

Und dann ging alles auch schon ganz schnell: Zur Verteidigung des Bieres wurde eiskalter schön fruchtig auftretender Vinho Verde mit Eiswürfeln serviert. Sehr angenehm bei diesen Temperaturen übrigens.
Die Kalamares wurden nach dem Entfernen der feinen Haut in einem guten Schuss Olivenöl angebraten. Dann kam Zitronenschale in Streifen geschnitten aus kontrolliert biologischen Anbau zum Zuge, die sich schlängelnd der Grundztutat anzupassen wusste und dann kam auch gleich das glorreiche Schwarzbier aus ostdeutscher Produktion zum Zuge, welches sich dem Fischton anzuzupassen wünschte und nach kurzer einköchelnder Tätigkeit wurde auch schon ein absolut ungewohntauf der Zunge auftretender Kalamar serviert. Salz und schwarzer Peffer aus der Mühle drauf und Wunderbar! ausgerufen… Halt, Stopp, gute Güte -- war das überhaupt nicht krakenartig gut. Die Sauce schmeckte …na, ja lassen wir das.
Auch die erhoffte Rettung mit hinzugefügten Agavendicksaft war nicht das nonplusultra — aber immerhin war dadurch das Geheimnis der Soyasaucenersatzherstellung gelüftet (so schmeckte die kreierte Substanz nämlich irgendwie). Rubrik katastrophalia — schließlich müssen wir am Jahresende da auch was vorzuweisen haben. Schnell die restlichen Tintenfische vom Sud abgewaschen, um zu retten, was zu retten war und sie dann mittels Olivenöl und Zitrone doch noch geniessen zu können.

Dann das gestrige Zubereitungsverfahren ausgenutzt und zufriedene Gesichter mit den restlichen nicht verköchelten Kalamares herbeigezaubert und geschworen, künftig sich frühzeitiger Gedanken für die Blogeventgestaltungsteilnahme zu machen ;-)

Verwegen daherkommende Octopusgreiffangundwürgarme auf (fast) tiefschwarzen Tintennudeln, die in Limonen-Olivenöl geschwenkt und mit einem Hauch ganz kurz angebratener Scheibchen aus frischem Knoblauch versehen waren und zur Formvollendung noch mit zerriebenen wilden Oreganoblättern und exclusiven Bio-Olivenöl beträufelt aufzuwarten wusste (Rucola sollte auch noch decorativerweise dabei sein – aber den hatten wir vergessen käuflich zu erwerben — aber hey, das sieht doch auch so toll aus)

Zugegeben: frisch gegrillt wäre der charmante vielarmige Oktopus noch eine Spur besser gewesen. Aber auch so mundete die mit frischem Limonensaft und frisch zerriebenen wilden Oreganoblättern im getrockneten Zustande versehene Hauptblickfangspeise ganz toll. Dieser einzigartige Geschmack von frischem Octopus ist super-lecker! Und während nur noch eine sanfte Brise und das Merresrauschen zu fehlen schien, gab es einen fruchtig-trockenen spanischen Bio-Weißwein vorweg, der in kleinen Osteria-Gläsern, die wir neulich erstanden hatten, serviert zu werden wünschte.

leckeres �rmchen
die mit Tintenfischtinte gefärbten frischen Nudeln liessen durchaus im bestechenden Tone die Grundsubstanzen deutlich erkennen

Und dem Anlass entsprechend mussten es natürlich Bandnudeln mit schön schwarzer Sepia-Tinte sein, die ordentlich hinzufügend in den Nudelteig als Beigabe optimale Ergebnisse zeitigte, um auch schön damit protzen zu können. Keine Angst — geschmacklich lässt diese Zutat sich eher im neutralen Raume verorten. Erhältlich ist die gar nicht so teure Tintenfischtinte in praktischen kleinen Plastikbeutelchen, die beim Großhandel eures Vertrauens sorgfältig aufbewahrt für euch bereitliegen, um die Herzen erfreuen zu können bei ach so viel Farbkraftgebung.
Und da des Abends die kulinaria katastrophalia Küchenkochkünste anstehen, wurde es mal wieder nix mit der Ausnutzung von Tageslicht, welches für optimale Darstellung schlechterdings nicht das Schlechteste gewesen wäre — zumal schwarze Grundtöne für unseren, die profane Nudel in einem anderen Lichte erscheinden, Beitrag zum Kochblogevent Pasta doch den etwas anderen Akzent zu setzen weiß….

pasta quer

Aber wenden wir uns dem leckeren Essen zu, das mit immer wieder leckeren frischen Octopus nicht nur optisch so schmackhaft daherkommt (die vergessenen Rucola-Blättchen einfach mit hinzudenken, gell ;-) ).

Benötigt wird wie immer fast gar nichts, um den Kochgenuss zu zelebrieren:

Octopus (unser hatte nur noch sieben Arme)
Rucola ;-)
Tintenfischtinte (Sepia)
und natürlich Zutaten für einen frischen Nudelteig wie Mehl, Salz, Eier
und etwas Wasser und Olivenöl
letzteres auch noch zum Braten des Oktopus
ganz wichtig – Limonen und Oregano
(sozusagen die Symbiose für die gewürzte Krake)

Und so klappts innerhalb kürzester Zeit:

Nudelteig so wie hier beschrieben anfertigen und die Tintenfischtinte frühzeitig und schmierigerweise hinzugeben (später färbt die auch schön das Wasser)
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen (oder den Holzkohlegrill anschmeißen) und den vorher von der dünnen Haut befreiten Oktopus so ca 10 Minuten unter ständigem Wenden anbraten. Kurz bevor die sich windenden Fangarme fertig sind noch gescheibelten Knoblauch für 30 Sekunden hinzugeben.
Limonen ausdrücken und mit gutem Bio-Olivenöl versehen und die fertig gekochte Pasta und den Rucola kurz mitschwenken auf den Teller drapieren und je nach Belieben den Octopus zwischen den schön schwarz anzuschauenden Bandnudeln verstecken oder oben drauf drapieren. Die Knoblauchscheibchen auch noch hinzu und auf jeden Fall noch Oregano frisch zerreiben und noch ein Schuss Limonensaft und Bioolivenöl drauf! Fertig zum Servieren und Verspeisen. Wunderbar lecker!

Oktopus auf Tintennudeln
Der rot gebratene Octopus wusste sich galant auf schwarzer Pasta dem gediegenen Anlass entsprechend lecker zu präsentieren

Federleichter Hochgenuss, der durch delikat zubereitete gewellte Blätterchen, die zart zergehend auf der Zunge im Zusammenspiel mit wunderbaren Dillspitzen und zwiebeliger Zutat gekonnt in Harmonie zu überzeugen wussten – auch weil Bio-Olivenöl zur Vervollkommnung hinzukam und Alles auf leichteste Art in minutenschneller Tätigkeit zubereitet wurde (Rezept)

grünkohl mit frischen Kräutern 3a
köstlich-federleicht mit Pfeffer-Dill-Rand

Den Federkohl als thematischen Schwerpunkt für einen Blogevent zu nehmen ist natürlich ein reizvolles Unterfangen und ruft bei ihm Norden heimischen NichtkostverächterInnen, diesen und das berüchtigte Boßeln regelmäßig als Vorwand zum ausufernden Konsum billiger Alkoholika ausnutzend nur jubelnde Freude hervor.
Dabei ist das, was gemeinhin als Grünkohl mit Pinkel jahrzehntelang die Speisekarte der nördlichen Landstriche verhunzte, Grund für eine der schlimmsten Auswanderungsbewegungen der letzten Jahrhunderte. War das einst reich bevölkerte Land bekannt für allerlei Sauerkraut- und Matjes-Spezialitäten, so kam der aus der östlichen Mittelmeergegend entstammende Kohl eigentlich recht. Nahrhaft vollgestopft mit ganz super wichtigen Vitaminen und so Zeugs brachten lustige Heerscharen diesen mit und unter jubelnder Zustimmung der Bevökerung der heutigen südlichen Bundesländer wurde dieser sogleich gen Norden weitergereicht.

Und was das Irish Stew für Irland ist (Quelle: LL 48,12 ), wurde die stundenlange Fertigung des Federkohls für den Norden: Der bekanntermaßen einsetzenden massiven Auswanderung wegen der schwer im Magen liegenden Matschepampe mit tonnenweise Schweineschmalz wurde sogar ein extra Museum in Bremerhaven gewidmet, in welchem die härtesten unter den besuchenden ZeitgenossINNen ebendieses „Gericht“ kosten dürfen, um die Not der damaligen Zeit mal so richtig nachempfinden zu können. Aber irgendwie haben ja diese leeren Landstriche auch ihren Charme :D

Nun — wir haben den Federkohl mal wie in den kulinarisch aufgeschlosseneren Landschaften des Mittelmeeres zubereitet: Kurz gedünstet mit Kräutern und mit nativem Olivenöl – ein super überraschend frischer Geschmack und die Erkenntnis, dass dies eigentlich ein super Sommergericht wäre (Grünkohl in gefrorenem Zustand muss dann jetzt wohl schon gehortet werden).

grünkohl mit frischen Kräutern
luftig-locker-leicht statt schwer im Magen liegend

Was wird für die schnelle Zubereitung benötigt?

1 Kilo Grünkohl (wir haben welchen aus kontrolliert ökologischem Anbau auf dem Markt erworben)
1 Bund Dill
Gemüsezwiebel
Bio-Olivenöl (gutes!)
gruenkohllogo

So klappt es am besten:

Der Grünkohl muss zuvörderst bearbeitet werden indem die dicken Stängel bis zum Blattansatz abgeschnitten werden, da die in Folge nicht so direkt zum Verzehr geeignet sind. Alsdann kommen die derart präparierten Blätter für 3 – 5 Minuten (je nach Größe) in kochendes Wasser (wobei darauf geachtet werden sollte, dass der Topf riesige Ausmaße anzunehmen beliebt und der Deckel nicht den Kochvorgang unziemlich beinträchtigt). Damit die grüne Farbe auch schön erhalten bleibt sodann ab ins kalte Wasser und rasch rausholen und gut abtropfen lassen und durch manuelle Tätigkeit leicht auspressen.

Dann eine halbe (oder ganze je nach Belieben) Gemüsezwiebel, grob geschnitten in reichlich Olivenöl auf kleiner Flamme andünsten. Hinzu kommen kleingeschnittene Dillstiele. Nach ein paar Minuten kommen die Federkohlblätter und dürfen 5 – 10 Minuten mitköcheln. Zwischendurch noch die in 3 cm Länge geschnittenen Dillspitzen mit in den Kochtopf rein. Kurz vor Ende der Fertigungsphase kann noch Meersalz (und je nach Bedarf kann es für den würzigeren Geschmack auch Gemüsebrühe sein) hinzukommen. Noch ein paar mal vorsichtig umrühren und fertig ist eine sehr leckere leichte Spezialität mit frischen Kräutern. Auch ein nochmaliger Schuss exclusives Bio-Olivenöl passt hervorragend!

Einfach delikat, leicht & lecker unser Beitrag zum Kochevent Grünkohl!

grünkohl mit frischen Kräutern 4
Frische Kräuterbeigabe und nicht dominierende Gemüsezwiebel sind die kulinarisch unterstützende Beigabe für vollendeten Genuss, der mit richtig gutem Olivenöl den Federkohl auf die leichte Art so richtig zur Geltung zu bringen weiß, damit alle in Entzücken verfallen ;-)

Das Banner des Chicorée weht nun bei der Avantgarde und bei soviel Anstrenung musste gemehlter Rotbarsch mit Krabben-Garnierung, der zuvor in reichlich Olivenöl sein Bestes zu geben wusste, ran

Da hat sich der Gärtnerblog doch tatsächlich die Mühe gemacht und ein ganzes Chicorée-Banner für uns kreiert — dabei haben wir ja eigentlich nur einen halben gewonnen, die andere Hälfte ging an Hüftgold für leckere Chicoréeravioli mit Orangensauce – mal was anderes und natürlich ein herzlicher Glückwunsch von uns! goldeneZichoriekkUnd diesmal hatten wir sogar ganze neun Stimmen (statt der 1-2 üblichen).
Während wir die Reste von unseren Chicoreegondeln auch anderntags noch zu unserer vollsten Zufriedenheit verspeisen konnten – war dann auch wieder mal die Abwechslung gefragt.
Was lag da näher als sich gemütlich dem draußen vorherrschenden Regen trotzend gemütlich unter die Decke zu kuscheln, um… diesen Gedankengang zerplatzend über sich ergehen lassen zu müssen mit dem Wissen, dass da so ein ganz großter Batzen kompliziert gestaltender Arbeit sich unter tätiger Beihilfe armen WG-Inhaltes zu verabsolvieren gedachte. Aus der Traum! Da half alles nichts – wenigstens konnte des Abends dann noch schnell geköchelt werden.

Fisch mit Krabben-Garnierung
Rotbarsch und Krabben und Schinkenwürfel und Zitrone können den Tag wenigstens gemütlich unter Zuhilfenahme von etlichen Gläsern Wein ausklingen lassen…

übrigens fallen uns nach reichlich genossenem Alkoholika ständig neue Rubriken und nebenbei auch grad was lustiges bezüglich einer Fragebogenaktion ein, die auzufüllen uns angetragen worden ist und die wir in den nächsten Tagen mal in Blogformat pressen werden. Bis dahin aber Dank an die schulerprobte Rechtschreibantifa — ihr habt uns heute den Tag gerettet (nachdem Käpt`n Blaubär heute schon nicht so toll war in der Sendung mit der Maus und echte Misslichkeiten anstehen).

Gerollte erfrischende Chili-geröstete Maronen-Rau răm-Rau kinh gioi-Reispapiertaschen mit länglich daherkommenden Gurken-Karotten-Apfel-Schnitzern in süß-sauer eingelegter Sauce zu viererlei Dipsaucen – von denen die mit Austern-Mangosauce die leckerste war (Rezept)

Nachdem unser erster Versuch, die Marone mal mit etwas anderem als den üblich verdächtigen Zutaten zu kombinieren nicht ganz als das bezeichnet werden konnte, als das, was ein perfectes Spezialitäten-Menue hätte sein sollen, ist unseren geschickten Händen mithilfe von unterstützendem — auch wertvolle Tätigkeiten übernehmenden — Besuch gelungen, eine ganz nette Idee in die Tat umzusetzen.
Zurückgreifen konnten wir dabei auf eine klassische Variante, die als Reisrolle bekannt ist und mitnichten, wie jetzt vielleicht die ein oder andere zu denken beliebt, frittiert wird — weil wir uns für die vietnamesische Version (woanders gibts die wahrscheinlich auch) entschieden haben, die deshalb wunderbar erfrischend zu schmecken beliebt. Schneller gehts nimmer und die Variationen der Füllungen stehen je nach persönlichen Vorlieben (mit Garnelen schmeckts auch sehr gut) offen.

gefällige Zutaten :

halbe Salat-Gurke (Zucchini gehen auch)
6 Möhren
1-2 Äpfel
(jeweils in Streifen geschnitten)
Reispapier
Maronen
(geröstet und gehackt)
1 kleine rote Chili (entkernt)
Balsamico (weiß)
Zucker nach Wunsch
Rau răm
(vietnamesischer Koriander, der zitronig-scharf schmeckt)
Cha Plu (auch La lot oder Betelpfeffer-Blätter genannt; haben ein scharfes, aromatisches Aroma mit Pfefferton)
Rau kinh gioi (vietnamesische Melisse) — schmeckt leicht nach Zitrone, ähnlich der Zitronenmelisse, die in Europa heimisch ist, aber dennoch einen anderen erfrischenden Geschmack aufweist, der noch einen herberen Unterton hat (der jedoch wie die gesamte Pflanze nicht unangenehm in den Vordergrund drängt).

blogevent kastanie

Dips:
Dip 1: Balsamicoessig mit Zucker verrührt
Dip 2: Fischsauce mit Limone
Dip 3: Reiswein mit Rohrzucker und Sojasauce
Dip 4: Austernsauce mit Mangosauce (süß)

Die schnippelnde Vorbereitung dauert noch am längsten und war teilweise auch dem schon unserern hohen kulinaria katastrophalia-Kochkunsterwartungen erprobten Besuch übertragen worden, der unter Hantierung mit schärfsten Messern nur um Haaresbreite an empfindlichen Fingern vorbei schmalste Streifen aus dem Gemüse und den Äpfeln hervorzuzaubern wusste. Die Maronen (die Hälfte musste leider entsorgt werden) konnten auf erprobte Weise nach einem Röstgang in der Pfanne noch heiß entpult werden (störend war allein das Gejammer der beteiligten Personen, deren Dilemma war, dass im erkalteten Zustand sich die Marone irgendwie nicht so gut von ihrer Schale trennen wollte). Dass das Herauspulen mitunter etwas bröselige Ergebnisse zeitigte war auch nicht so tragisch – da wir anschließend die Esskastanien sowieso grob gehackt haben.

Die in Streifen geschnittenen Gurken, Äpfel und Karotten werden zusammen mit den kleingehackten Chili-Stückchen, weißem Balsamicoessig und Zucker gemischt und für 10-15 Minuten mariniert, um sodann mit etwas Salz abgeschmeckt zu werden.

Derweil wird Reispapier für 30-40 Sekunden in eine große Schüssel mit warmen Wasser getaucht und dann (nachdem die noch zahlreich vorhandenen Wasserreste „abgeschüttelt“ worden sind) auf einem Teller drapiert und mit den eingelegten Gemüse-Streifen belegt. Darauf werden kleingehackte geröstete Maronen gegeben, die ihren Abschluss mit grob gehackten Chaplu, Rau răm und Rau kinh gioi finden. Sodann schnell einwickeln und zum Trocknen auf einem extra Teller legen (Vorsicht: nicht übereinander — klebt sonst). Das Reispapier wird dann später etwas weniger durchsichtig, es können aber auch zwei Reispapierblätter drumherumgelegt werden.

Kreation in angeschnitten
Geröstete Maronen — delikat gemischt mit süß-sauer eingelegten Gurken-Karotten-Apfel-Streifen und grünen Blättern (Rau răm und Rau kinh gioi)

Dazu passen dann diverse Dips. Der mit Austern/Mango-Sauce war zumindest sehr lecker! Die gerösteten Maronen harmonisieren ganz hervorragend mit den „Streifen“ und geben dem Ganzen einen schönen Ausgleich, und auch die Blätter passen super dazu. Sehr gut – und deshalb auch unser Beitrag zum Kochblog-Event Kastanie, der noch bis heute 24.00 Uhr auf zahlreiche Einsendungen wartet, über die dann anderntags die Abstimmung ansteht (also wie immer)!

Noch mehr culinarische Blogs und diverse Köstlichkeiten

Endlich Zeit gefunden für eine kleine Umschau im kulinarischen Bloggetriebe und eine kleine anstehende Besprechung. Der letzte Kochwettbewerb zum Thema Rote Bete brachte Dans la cuisine de Sophie mit Betteraves rôties au balsamique, romarin et zestes d‘orange aufs Siegerinnentreppchen. Wir gratulieren!

Unser Beitrag – ganz leckerer Roter Beete-Salat mit charmanten zarten Rote-Beete-Grün kam leider gar nicht so an; dabei sind gerade die Rote-Beete-Blätter eine wahre Delicatesse.
Aber auch andere interessantere Blogs haben sich beteiligt und mit der von der roten Farbe der Bete inspirierten tollen Bildern aufgewartet. Nur ein paar Beiträge: Rote Bete Gnocchi mit Rosmarinbutter von Chili und Ciabatta oder die auch sehr lecker aussehende gefüllte Variante der Bete von genial lecker, die wir demnächst unbedingt mal nachkochen müssen. Onkel Olf, der sich fortan der Bentobox widmet, wurde wieder aktiv mit Labskaus, der vorsichtshalber nicht in anschaulicher Art der Dokumentation unterzogen wurde.

Aber auch schon beim Kochwettbewerb Beere waren uns so einige Sachen ins Auge gefallen. Vorstellen werden wir — da es aber schon länger zurückliegt — mal nur die bisher noch nicht in unserer linkliste am Rand aufgeführten Blogs. Nebenbei bemerkt lohnt sich durchaus der Besuch der anderen Präsentation der Köstlichkeiten, um mal so richtig schön das Wasser im Munde zusammenlaufen zu lassen.

Hungrig in San Francisco wartete mit jetzt auch für die langen Herbstabende geeigneten Sandwaffeln mit Beeren auf (Preiselbeeren dürften jetzt die optimale Wahl sein ;-) ). kitchenpirate, ein englischsprachiger Blog servierte Kaninchen-Roulade; dolce brachte Schokolade ins Spiel und aufs Brot. Die Kombination gab es ja auch in unserem Siegerinnenbeitrag.
Was ganz lecker Anzuschauendes waren die Geeisten Himbeeren mit Mohn-Zitronen-Sauce von Dilek — interessantererweise gibts den Foodblog auch noch auf türkisch, da heiss er dann dilek‘ce (da werden wir nach Konsultierung bei Sprachkundigen mal demnächst einen genaueren Blick draufwerfen). Ebenfalls auf türkisch war der Wettbewerbsbeitrag von TARİF BAHÇESİ, gleichfalls mit einer Kombination aus Schokolade und Beere (und Quark).
Küchenlatein war ja mit einem sehr schön anzuschauenden Brombeertrifle mit weißer Schokolade dabei. Hoffentlich haben wir niemand vergessen — nächsten Monat gibts aber die nächste Vorstellung von jenem und diesem Essen-Blog, der uns so auffiel.

Auch ein weiterer Blogevent ist passend zum Monat im Angebot. Da wir aber eine Abneigung gegen unsymphatische Festivitäten, die das Thema sind, haben — an dieser Stelle nur der Hinweis auf den Blog-Event Oktoberfest.

Ach ja: der world bread day steht an – noch bis morgen ;-)

Dinkelkaffee-Espresso, die Freude am Abend und die Genussprobe

Erst mal sind wir natürlich stolz wie drei dutzend wilde Schneeköniginnen, dass unser kleiner nicht der Rede werter Blogeventbeerebeitrag den Sieg errungen hat, der uns — dies sei nebei bemerkt — v.a. wohl deshalb gelang, weil unter Androhung schlimmer Konsequenzen wie nie mehr Essenseinladungen zu ergattern diversen uns näher stehenden Personen auf charmanten Wege so ganz nebenbei die Mitteilung und überlegenswerte Option anheimgestellt wurde, doch für uns ihr Kreuzchen von sich zu geben.
Der arbeitsreiche Tag, den hinter uns zu bringen uns nun vergönnt war, musste erstmal mit einem kleinen Test beendet werden. Besuch hatte jenen hier abgebildeten Bio-Dinkelkaffee-Espresso aus dem Hause Naturata mit dem zu beachtenden Vermerk „Das müsst ihr probieren“ auf den Tisch gestellt und wartete nun, dass die ebengleiche Zubereitungsweise, die wir ansonsten dem durchaus nicht zu verachtenden Bio-Lupinenkaffee (guuut!) zukommen lasssen nun auch dieser Varianate aus dem biologischem Sektor unserere Aufwartung machen; nun wir sind neugierig und gleich wurde ein kleiner Test gestartet, der nach der Zubereitung in jenen kleinen Espressokannen aus metallischer Substanz, in trashigen Kaffeetäschen unsere Zunge auf eine erwartungsfrohe Perfektionierung der Aufmerksamkeitsknospen hoffen lies.

Dinkelkaffee-Dose
Dinkelkaffee in Pulverformat von angepriesener Espresso-Qualität

Da stand er nun versehen mit aufgeschäumter Milch und einem Hauch feingemahlenem Zimt vor uns und verbreitete ein wenig den kaum zu bemerkenden Geruch von Getreidekaffee-Pulver, das wohl von den beigefügten Spuren von Zichorie zu entstammen scheint. Während aber z.Bsp. der tolle Lupinenkaffee (der nur richtig gut aus den Espressokannen schmeckt) im Rohzustand eher nicht ganz so appetitliche Aromawolken verbreitet, war dies hier nicht der Fall. Allerdings war die dann folgende geschmackliche Komponente dann nicht in den höchsten Tönen zu loben. Schmeckte eben immer noch nach Getreidekaffee. Gar nicht! wurde etwas trotzig entgegnet und, um das gesellige Zusammensein keiner allzu harten Probe auszuliefern, wurden extra kaltgestellte Limonade-Flaschen bekannter Bio-Getränke-Herstellungs-und-Vertriebs-Firmen kredenzt, die hier einzustellen wir uns für morgen vorgenommen haben.

Dinkelkaffee-Tassen
Mit Milchschaum und Zimt versehen war die geschmackliche Note ganz nett; Gebäck wurde auch gereicht.

Traumhaft gefüllte Teigtaschen mit allerlei-Beeren als da wären Himbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Rote Johannisbeeren und schokoladige-metaxierte Barbarie-Entenbrust-Würfelchen an pfirsich-himbeeriger-Sauce mit köstlicher Pfirsich-Sahne-Sektschaum-Creme an Feldsalat und Cassis-Balsamico-Spritzer oder der Beeren-Event und unsere Bestrebungungen alle Register der formvollendeten Werbung zu ziehen, um den Ruhm des Sieges erheischen zu können bei der (Achtung Hinweis!) nun anstehenden Abstimmung

Teigtaschen gefüllt mit köstlichen Beeren und Schokolade
Teigtaschen gefüllt mit Entenbrustwürfelchen und köstlichen Beeren und feinschmelziger Schokolade

Allen Glückes Schmiedin sind doch die Einfälle in allerletzter Minute — da haben wir in den letzten Wochen, von der irren Idee ergriffen, was für den Blog-Event-Beere an noch nie dagewesen zu kreieren (wir wiesen hier im Kochblog gelegentlich darauf hin), so Allerlei ausprobiert, um die favorisierte Traumkomposition von Beere und polnischem Wodka in kulinarische Taten umzusetzen; dennoch, wir müssen hinsichtlich des noch nicht vollendeten Schöpfungsprozesses hier erst mal einen kleinen Riegel vorschieben, während weiterhin selbstredend an der köstlichen Vollendung ganz, ganz schwer gearbeitet wird (Wodka-Kompositionen fordern einen schweren Tribut ;-) ).

Teigtaschen Beeren Vorstufe klein
Teigtaschen mit Beeren, Pfirsichstückchen und Wodka — Vorstufen-Arbeit zu höherem Genuss

Aber auch das zeitigt das tolle Ergebnis: Die spontane Eingebung ist doch das Beste, aus Resten herbeigezauberte Spezialitäten sind — jedeR weiß dies, der die Zubereitung essbarer Künste zelebriert, das was erst das noch nie Dagewesene in den entzückenden Stand des Wahnsinn-Rufens hinaufbefördert. Kleine Dinge, die ansonsten nie so angerichtet aufgetischt worden wären, erfreuen das Herz usw. usf.

Nach dem schweren Kampf der Entscheidung zwischen himmlischer Erdbeer-Kiwi-Joghurt-Torte und gefüllten Teigtaschen mit Beeren und Wodka und und und…. haben wir folgendes mittelschwer nachzuvollziehendes Gericht geschaffen. Eine Köstlichkeit schlechthin:

Zurückgegriffen haben wir auf unsere letztens nicht nur so lecker daherkommende, sondern auch so delikat schmeckende Barbarie-Ente, die wir einfach (weil sie so super gelungen war) nochmal gemacht haben (wobei wir die Entenbrust diesmal etwas länger gebraten haben, damit sie für die Füllung optimal geeignet ist).
Hier noch mal zur kleinen Erinnerung eine kleine Gedächnisstütze in Form eines doch immer wieder nett in Erscheinung tretenden Pfannenzwischenstadiumdokumentationsfotos.
Barbarie Ente Zwischenstation klein
Barbarie Entebrust mit Metaxaspritzer in Pfirsich-Weißwein-Himbeer-Orangenmarmeladen-Sauce

Nochmal in der gebotenen Kürze die Zubereitung: Entenbrust an der Hautseite anritzen, pfeffern, mit Thymian versehen, ohne Öl anbraten, mit Metaxa kurz ablöschen, braten, mit geachtelten Pfirsichen und leicht bitterer Orangenmarmelade versehen, etwas Weißwein fruchtiger Komponente hinzu und nach zwanzig Minuten noch Himbeeren hinzufügen, kurz aufköcheln lassen und in Jubelschreie ausbrechen. (Genaues Rezept hier).

Dann wurde die Ente gewürfelt und ein Teil geschnitten als Vorspeise für unsere inzwischen ordentlich hungrigen Mäuler bedacht, die — das Auge isst bekanntlich mit — an Feldsalat und blauen Trauben mit leckerer Cassis-Balsamico-Creme serviert wurde (essen mussten wir zwangsläufig nicht am arbeitstechnisch bedingt vollgestellten Tisch, sondern ausserhalb des vorgesehen Raumes, was sich an Abwasch auftat ist eigentlich einen weiteren Blogeintrag wert).

entig-beerige Vorspeise
entig-beerige Vorspeise an Cassis-Spritzer mit Feldsalat-Trauben-Deco

Derart schon in freudiger Erwartung des nun Kommenden war unserer Phantasie keine Grenzen mehr gesetzt; nun wurde fleissig gewerkelt und ausprobiert bis die endgültige perfekte Lösung auf dem hübsch dekoriertem Teller so lecker drapiert werden konnte.

Es wurden super viele Beeren-Sorten verwendet — nämlich als da wären Himbeeren (wir lieben sie), Heidelbeeren, Erdbeeren, Brombeeren und lecker Rote Johannisbeeren (wir gestehens: wir haben einfach eine Gefrier-Beeren-Packung käuflich erworben und die ebenfalls enthaltenen nicht minder uninteressanteren Kirschen der Einfachheit halber schnell weggeluscht). Alles wurde grob kleingemixt und dann rasch in den Gefrierschrank zum wieder härter werden gestellt.

Sodann wurde eifrig ein Behältnis und irgendwie auch die nähere Umgebung mit geraspelter Schokolade bedacht, die alsdann in einem Verhälnis von 1 zu 2 mit der in der Zwischenzeit im Gefrierfach hart aber nicht steinhart gewordenen Beerenmasse vermischt wurde.

Dazu kamen dann die gewürfelten Entenbruststücke, die es sich inzwischen in der traumhaften Pfirsich-Himbeeren-Sauce (von der auch ein bissl hinzukam) aus der Zubereitung bequem gemacht hatten. Nun wurde der schon vorbereitete frische Nudelteig hervorgeholt, der ganz schnell aus Mehl, Eiern,Wasser und Olivenöl zubereitet worden war von eigens in Kampfsport als auch Knet-und Würgetechniken erfahrenen Personal, und es wurden mittels einer runden Form ebenso schöne runde Teigformen herausklamausert, die dann mit der beerig-schokoladig-entigen Mischung gefüllt werden konnten.
Hübsch noch den Rand mit einer Gabel (wie schon im Nudelteig-Herstellungs-Beitrag beschrieben) verziert und dann in kochendes Wasser, das schon den ganzen Abend über ein nettes Blubbern als angenehme Hintergrundkulisse akustischer Art hervorbrachte, getaucht und drei lange Minuten gewartet bis sie an der Oberfläche schwimmend um Aufnahme in ein Sieb bettelten, dem gerne nachgekommen wurde, um die schon jetzt goldig aussehenden Taschen nach kurzer Abtropfzeit auf die schon mit Entenbrustscheiben, gesottenen Pfirsichstück und Feldsalat an Cassis-Balsamico-Riserva-Spritzer-Trauben-Dekor versehenen Designteller als Gesellschaft teilhaben zu lassen.

Metaxierte Ente in Schokoladen-Beeren-Creme gefüllt in Teigtasche an Pfirsichtraumcreme
Metaxierte Ente in Schokoladen-Beeren-Creme gefüllt in Teigtasche an Pfirsichtraumcreme

Dazu gab es eine phantastische Sauce, die auch für vielfältigste Cocktails gerne zum nicht unwesentlichen Bestandteil erkoren wird. Schnell pürierte reife (!) Pfirsiche, die mit Sahne und einem Schuß Sekt verfeinert, das frisch-fruchtig-sahnige berühmte I-Tüppfelchen brachte.

Ein beeriges Geschmackserlebnis also, welches mit diesem schokoladigen Hintergrundgeschmack, der sich aber nie aufdringlich, sondern die etwas herbere Barbarie-Ente hervorragend unterstützend, hervortat, eine vorzügliche Kombination einging. Lecker! Einfach mal nachkochen, gelingt garantiert. Nur keine Hemmungen ;-)

Hier nochmal auf die Schnelle die notwendigen Beigaben:

Für die Metaxierte Ente in Pfirsich-Himbeer-Sauce:

Barbarie-Entenbrust,
ordentlich Pfirsische
leicht bittere Orangenmarmelade
ein Schuß Metaxa, etwas fruchtiger Weißwein
eine Schale Himbeeren
Schwarzer Pfeffer, Thymian

Für den Nudelteig:

Vierhundert Gramm Mehl
3-4 Eier,
etwas Wasser, etwas Öl,
viel Kraft, Geduld und Geschick beim Ausnudeln

Für die Beeren-Mischung:

Ganz, ganz viele Beeren
geraspelte Blockschokolade
Gefriergelegenheit

Für die Cassis-Balsamico-Mischung:

Balsamico-Riserva
Cassislikör -oder Sirup
Spritztüte

und als Abschluss für die Pfirsich-Creme:

ganz, ganz viele frische Pfirsiche, püriert
Sahne und ein kleiner Schuß Sekt

Blog-Event XVI: Beeren
Alle tollen Beeren-Beiträge für den Event sind hier zu finden