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Der Abend war noch licht und so war das Bärlauchrisotto in angemessen aufzutretend pflegenden Portionen für allerlei Leckermäuler zu geniessen und zum Abschluss gab es auch noch kunterbunten Salat (und eine kleine Blogbeschau)

Leuchtende Farbgebungen beinflussen die kulinarische Variantenvielfalt ja ungemein, die da zur Verköstigung ruft — und weil da bei Hüftgold das Risotto so schön mit dem Radicchio in farblicher Komponente zu harmonieren wusste, war die Gelegenheit da, es gleichzutun, wenn da nicht das Problem gewesen wäre ebendieses Zutatenelement beizusteuern.

Bärlauchrisotto
Der Abenddämmerung zugetan entpuppte das Bärlauch-Risotto sich als geeignete Grundlage für darin versteckte Plagiate

Aber gewusst wie und flugs umdisponiert und auf italienische Bratwürstchen gesetzt, die dann eben doch eine allzu deutsche Variante waren, was aber eigentlich auch zu dem nicht ganz so risottigen Reis passte, der kurzerhand für supertauglich erkoren wurde und knackig bissfest den frischen Bärlauch in kleingeschnittener Blattversion unterstützen konnte, was zu allgemeinen Jubel und Weinkonsum führte. Dannach dann kunterbunten Salat mit Restrettich, der in dieser Variante — nicht ohne Schaudern an vorangegegangene Experimente zu denken — vorzüglich passte und obendrein auch ganz chic aussah.

kunterbunter salat
Kunterbunter Salat wusste vorbildlich zu entzücken

Zu entzücken wussten übrigens auch andere sich dem Metier der Foodblogs hingebende Blogdarbietungen wie candyland, die wir über genussblogs entdeckt haben (dort tummeln sich ja allerlei recht anregende und leider auch grottenschlechte Feeds), und die red cabbage (wie alles ganz vegan) aus Berlin präsentiert und barbapapa nicht abgeneigt erscheint; ebenfalls daher bloggend ist huslige, die gezwungen wurde Geheimnisse preiszugeben. Auf bei uns (noch) fehlende Ringe setzend war bei lamiacucina zum letzten Blogevent angesagt, den im Kochtopfblog diesmal Küchenlatein mit (es ist Risottozeit) Risotto mit heißer Schokolade und Kaffeelikör gewann; herzlichen Glückwunsch!
Der nächste Event dort dreht sich übrigens um lustige kleine Häppchen, die verköstigungshalber als Kleinstportionen gereicht werden, um einen Vorwand für ausufernden Alkoholkonsum vorweisen zu können ;-)
Aus Paris beglückt dann ein aufstrebender Kochblog namens Bolli´s Kitchen mit Selle d‘agneau farcie und es scheint, dass da noch sehr viel mehr auf Entdeckung lauert.

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Köstlich zarte Kaninchenleber in milder Schokoladen-Weinsauce mit stimmig beigefügten Bärlauchstreifen und harmonisch ergänzenden Stücken von fruchtiger geradezu fast überreifer Williamsbirne, welches wir Alles zusammen zwei- und gar dreimal zu kochen beliebten — einmal zur Probe, weil die Idee Schokolade zu Leber zu reichen von nicht uninteressanter Art zu sein schien, dann gleich nochmal weil es gar wunderbar schmeckte (und wir sowieso ordentlich vom Grundprodukt geordert hatten) und dann anderntags nochmals (obwohl wir dann eigentlich was anderes fabrizieren wollten), weil die Kamera mitsamt den tollen Images rumzuspinnen begann, so dass für die Photodukumentation trotz der nicht mehr wie am Vortag so schön scheinenden Sonne gesorgt werden musste; nichtsdestotrotz wurde das allerbeste durch herbeigerufene mit dem Roller herbeieilende Verköstigungssehnsüchtige hergestellt (Rezept und Foto-Tapeten-Link)

ausschnitt kaninchenleber

Das Angebot an Kaninchen war passenderweise saisonbedingt so ansprechend groß, dass kurzerhand beschlossen wurde doch mal wieder Kaninchenleber zu geniessen. So zart wie sie sich auf der Zunge anschmiegt, wenn sie mit Rotwein abgelöscht und mit Peffer und Oregano bestreut dargeboten wird, war das eine Möglichkeit. Aber es kam dann glücklicherweise ganz anders und das Ergebnis bekräftigte mal wieder die Erkenntnis, dass die aus spontanen Einfällen sich ergebende Köchelei die phaszinierendste ist.

Da jetzt überall der Bärlauch spriesst, Paulchens Foodblog, kochbuch (beiden noch herzlichen Glückwunsch zum Kresse-Blogevent), Knoblog und Gärtnerblog schon die Berichterstattung eingeleitet hatten, bot es sich an, auf dem samstäglichen Markt ebendiesen zu ordern (andere ernten selbst) und warum nicht diese beiden Zutaten zum erfreulichen Nutzen ergänzen. Und wenn gerade die Ausprobiererei anstand, warum nicht auch gleich mal was für den Kochtopf Blogevent Chokolade kreieren — nun war es erstmal nicht das auf den ersten Blick so ganz passende, es musste also noch was weiteres hinzugefügt werden für den köstlich zu erwartenden Endgeschmack, der uns alle erfreuen und ein zumindest kleines Lächeln aufs Gesicht zaubern sollte.

Die gut abgelagerten Williamsbirnen schrieen ja auch geradezu dannach die anstehende Spezialität zu vervollkommnen und fürwahr es war die richtige Wahl, die die wunderbar fruchtige überreife Birne da als Ergänzung angedeihen ließ.

ausschnitt

Nochmal zusammengefasst die Zutaten:

Kaninchenleber
Bärlauch
Schokolade (aus dem Block fein geraspelt)
Willimasbirne
Weißwein, trockener mittelmäßiger Blanc de Blanc
weißer Pfeffer
Oregano, ein bissl
eine Prise Salz
Olivenöl (ein nicht ganz so dominant schmeckendes)

und dann gehts ganz schnell in nur 10 Minuten mit der Fabrizierung der köstlichen Zutaten:

Öl erhitzen und Kaninchen-Leber schnell rührend anbraten, mit weißem Peffer und Oregano versehen und dann die Temperatur reduzieren. Bärlauch hinzu und mitbraten. blogevent schokolade Mit einem Schuss Weißwein (der ein Rest eines mittelmäßigen Produktes war und hier zu seiner eigentlichen Bestimmung finden konnte) ablöschen und auf niedriger Stufe weiterköcheln lassen, so dass die Leber nicht zu hart wird und sich eine schöne Sauce bildet. Dann die in Scheiben und noch mit der Schale versehene geschnittene Willamsbirne hinzu, schnell dann auch noch mit geraspelter Schokolade ergänzen (müssten so drei gehäufte Esslöffel gewesen sein). Eventuell noch etwas Salz und Wein hinzu, wenn es zu sehr reduziert ist. Und während ein angenehm duftendes Aroma sich bemerkt macht, ist es auch schon nach Berieseln mit einigen federleichten Schokoraspeln fertig!

Und es war absolut köstlich! Ungeahnt schmiegte sich die Schokolade — überhaupt nicht die anderen Zutaten dominierend — in die wunderbare Kombination ein: Die zart schmeckende Kaninchenleber wusste durch den etwas (aber nur ganz leicht) herben Bärlauch hervorragend ergänzt zu werden, der der optimale Gegenspieler für die süß-fruchtige Williamsbirne war, die sich in der Weinsauce sichtlich wohl fühlte und ihre Form zu wahren wusste. Es war so lecker, dass die gierigen Blicke auch noch nach der zum zweiten Male angefertigten Spezialität nach der etwas unanständigen aber üblichen Abschleckerei der Teller, die nicht mehr vorhanden Reste absuchten. Danach dann ein griechischer Mokka und alle waren glücklich. Perfekt lecker abgestimmt also — unser Beitrag zum Blog-Event Chokolat (hier noch mal in Tapetengröße)!

kaninchenleber mit baerlauch und schokolade
Mit Blume sieht es natürlich gleich noch dekorativer aus ;-)

Kaum war übrigens die wunderbar scheinende Sonne für zweckoptimale Fotodokumentationsstrecken leidlich ausgenutzt worden, entpuppte sich die Anfälligkeit moderner Technik. Und so „musste“ die kulinaria-katastrophalia-Kochkunst ein drittes Mal ran — was für eilfertigst mit dem Roller herbeigeeilte Kamerabesitzerin ein weidlich auszunutzender Umstand war, der dann aber ausgiebigst ein drittesmal zelebriert wurde. Hach, lecker war es (schon erwähnt ;-) )!

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Letzte wertvolle zeitliche Kontingente ausnutzend wurde nach reiflicher Überlegung, vorangegegangener Versuchsausprobierungsrezepterei (deren Ergebnisse bestimmt alsbald der repräsentativen Vorzeigehuldigung anheimgestellt werden) das unseren Beitrag zum Kochevent Käse darstellende Rezept kreiert, welches wir mal komprimiert darzustellen versuchen: scharf und gut gebratenes Thunfischfilet, jenes zudem zuvor in mit kleingehackter scharfer Peperonimarinade versehen auf fruchtig daherkommenden Tomaten-Weißwein-Spinatstreifen – und nach Aufbettung auf letzteres durch ersteres wurden mit Ahornsirup versehene Auberginenstreifen, kross gebraten, aufgelegt und schließlich mit delikatem Schafskäse versehen (der eigentlich noch mitsamt vorher genannten Zutaten überbacken werden sollte, aber leider streikte unser Backofen) – Rezept mit ellenlanger Einleitung von nur annähernd zum Gegenstand des Interesses gehörenden Fakten , die aber nicht minder uninteressant sind (zumindest für Publicity-Süchtige wie unsereins)

Verflixt – die letzte Zeit war von tätigem Einer- und Allerlei geprägt, die die Kochkünste, die zu präsentieren wir uns hier anschicken, doch sehr ins Hintertreffen geraten liessen. Dabei gab es viele gute Ideen, was denn nun mit dem Kochblogevent Käse — als in geschmacklich wie auch repräsentativer Hinsicht als sehr schmackhaft daherkommendes Thema in der Rezepterei — anzustellen sei. Nicht das dieser Umstand nicht bei jedem Blogevent von neuem der Erörterung harren würden – diesmal wurde es aber so richtig schwer, weil es doch was ganz, gaaanz Besonderes noch nie dagewesenes sein sollte.

Thunfisch mit Aubergine und schafskäse Nahaufnahme
lecker mit Ahornsirup versehene Auberginenscheiben vermochten überzeugend den gebratenen Thunfisch zu unterstützen, der durch frischen Schafskäse obendrauf gut zu überzeugen wusste

Der einzige ungewohnte Faktor war dann wohl die Tatsache, dass heute am letzten Tage des noch zeitlich im Rahmen liegenden doch tatsächlich mal was frei war. Die guten Ideen müssen dann halt so nach und nach reinfliessen und die spontanen sind von der die vorhandenen Zutaten ausnutzenden sowieso die spannensten und interessantesten.

Nun war also nach der Sichtung des Kühlschrankinhaltes klar, dass entweder Schafskäse, Schafskäse oder Schafkäse zur Anwendung zu gelangen hatte. Uhh – damit kann nun vielerlei angestellt werden und selbstredend haben wir auch dieses Unterfangen galant zu lösen gewusst mit tatkräftiger Unterstützung von Besuch, der von den fleissigen kochwütigen Personen von der iberischen Halbinsel zu berichten wusste, die in niederländischen Studientagen ebenjenes rauf- und runter zu kochen pflegten und da wir immer auf Besuch mit auch den abwegigsten Gedanken einzugehen pflegen, nahmen wir uns der gar köstlich klingenden Option an, die dann tatsächlich auch so gut war, dass die in anderer Variation noch zu verfeinern durchaus geeignet erscheint, was uns aber zum eigentlichen Anlass der Schribbelei zurückführt — nämlich unseren Beitrag zu eben diesen dem Milchendprodukt zugetanen Event.

Thunfisch mit Aubergine und schafskäse3
VeganerInnen dürfen statt Fisch auch Tofu verwenden

An Zutaten werden benötigt:

Schafskäse
Auberginen
Thunfisch
Tomaten
Spinatblätter
Weißwein
Pfeffer, Salz,
rote Peperoni
Zwiebeln
Olivenöl
Ahornsirup oder Honig

Und so geht es vonstatten:

Auberginen (das was der Besuch dringend anriet als Super-Zutat- und Fertigungsvariante) in große, dicke Streifen schneiden, salzen und nach zwanzig Minuten ausdrücken, damit nicht zu viel Wasser das zum Braten verwendete Öl unangenehm verbraucht. Auberginen sodann in Ahorn-Sirup marinieren und nach einiger Zeit, die der Erörtertung gewidmet waren, warum der Polnisch-Lernkurs jetzt für das Essen unterbrochen werden muss, anbraten und immer eifrig drehen. Öl weggießen und währenddessen kleingehackte Tomaten mit ebenso kleingehackten Zwiebeln in Olivenöl anbraten; Weißwein, Salz, weißer Pfeffer und ev. Oregano zwischendurch hinzu.
Dann auch zeitig den Backofen anheizen, feststellen, dass der irgendwie dummerweise nicht in Ordnung zu sein scheint und beschließen den Schafskäse dann halt nicht in einer überbackenen Variante feilzubieten,
Also ganz rasch den Thunfisch anbraten und schwupps war das Essen dann ja auch schon fertig.
Drapierung der Zutaten dann wie im Titel ;-) , der im Übrigen auch nur so lang ist, weil der jetzt mal wieder für mindestens zwei Tage reichen muss bis wir unseren Betrag zum Kochevent Grünkohl präsentieren, der wirklich ausgesprochen lecker ist.

Leckt und gut (wenn auch nicht Spitzenklasse) waren unsere süß marinierten Auberginen auf scharf daherkommenden Tunfisch-Filets und frisch-fruchtigen Tomaten-Weißwein-Würfeln mit frischen Spinatblättern und das Alles wiederum unter delikatem Schafskäse natürlich auch! :-)

Bunte Kürbisfrikadellen mit frischem Minze-Agavendicksaft-Joghurt-Dip

Das Innere einer Kürbisfrikadelle
Auch auf dem eher kühlerem Ambiente des Luxus-Empfangs sind Kürbisbratlinge (hier im angeschnittenen Detail) die Show und belieben dem Ausdruck luxeriösen Lebensstils den richtigen Aspekt zu verleihen.

Der Herbst bringt mit dem typischen orange-gelb-gemusterten Kürbissen den Anlass für den nächsten Blogevent Kürbis. Gelegenheit doch mal wieder auf eine der zahlreich vorhandenen Varianten zurückzugreifen, die unser aller Herz zu erfreuen wissen mit verspielten Zucchiniwürfeln und hintergründiger trockener Minzbeimischung und die — auch dies sei bemerkt – hervorragend für Massenverköstigung, sei es auf dem Kindergeburtstage oder bei der Vokü, bei der Großdemonstration oder beim Dance-Event geeignet erscheinen für den Blickfang und nachfolgende Lobeshymnen. Überall also kommen die gut an. Liegen tut dies nicht nur an den normalen fleischhaltigen Klöpsen nicht unähnlichen Umfang in Größe und Farbgebung, die seit Kindestagen konditionierte Vielfrasse so schätzen gelernt haben, sondern vor allem an der den nussigen Geschmack so delikat unterstreichenden Füllung.
Deshalb nun unser Beitrag zum Blogevent, der einer etwas festeren Form gewidmet ist, die alle schön satt bekommt (die etwas weichere Variante mit höherem Kürbis- und Bio-Öl-Anteil gibt es demnächst auch mal wieder) und auch noch an den nächsten Tagen, ob des vielfach vorhandenen Zustandes der Rohmasse, zu erfreuen weiß.

So gelingts am Besten:

Zutaten

Für die Kürbisfrikadellen:

2 Teile schmackhafter nussiger Kürbis (eine Reibe oder Mixer zum vorherigen Zerkleinern ist auch nicht schlecht),
1 Teil Parboiled Reis,
Bund Blattpetersilie,
Bund Dill, Fenchelgrün
Weiß- und Mais-Mehl,
Salz, Pfeffer, Minze,
ca. 200 Gr. Erbsen,
1 Zucchini (in kleinen Würfelchen),
4 Zwiebeln (in kleine Würfelchen gehackt),
viel Öl
und große Pfannen

Für den Dip:

Söbbeke-Joghurt (schmeckt am Besten)
frische Minze
Agavendicksaft

I. Die Vorbereitungsphase:

Ganz viel Kürbis, der zuvor mittels Geschmackstest den hohen Ansprüchen durch Hervorhebung der verlangten nussig-schmeckenden-festen Konsistenz Genüge getan wurde, wird eifrig dem Raspeln zur Verfügung gestellt. Fein Mixen ist bei dieser Variante nicht so angesagt, da es dann zu matschig wird (für ganz Eilige darf aber der Kürbis ganz kurz auch in den Mixer). Der Kürbis muss unbedingt ausgedrückt werden – da ansonsten die zuviel vorhandene Flüssigkeit das anschließende Bratergebniss zu verfäschen droht (nicht gut).
Parboiledreis wird währenddessen bis zu einem Stadium gekocht, der als kurz vor bissfest-fertig am besten zu charakterisieren wäre. In einer Pfanne werden nebenbei ganz kleingehackte Dill- und Fenchelstiele mit den kleinen Zwiebelstücken angebraten. Die Zucchinistückchen kommen dann ganz kurz noch hinzu, um sie ein bißchen weniger hart werden zu lassen; aber wirklich nur ganz kurz — sonst ist die Frische, die der Zucchini eigen ist, verpufft. Mit Salz, Pfeffer und Würzminze wird mit dem abschmeckenden Teil diese Kochphase beendet.

II. Die zweite Phase erfordert Geschick im Augenmaß

Nun sind nämlich Kürbisstreifen und Reis im Verhältnis 2 zu 1 unter Zuhilfenahme zartbesaiteter Hände in Einklang zu bringen. Während also ohne festes Zupacken Alles vorsichtig vermengt wird, werden noch die aus der Pfanne stammenden Dill-Fenchel-Zwiebel-Mischungen beigefügt. Dazwischen kommt etwas helles Mehl für die Festigkeit und ein ordentlicher Schuß gutes Bioolivenöl. Dann beginnt auch hier der abschmeckende Teil – vorsichtig wird sich mit Salz und schwarzen Pfeffer an die richtige Geschmacksnote angenähert. Wenn das Resultat stimmig erscheint werden nun Erbsen, grob gehackte Blattpetersilie-Blätter und Dillgrün ebenso vorsichtig hinzugegeben (die Erbsen sollen ja nicht matschig werden).

III. Das Formen

Nun wird auf einem Teller ein 60/40-Gemisch aus Weißmehl und Maismehl (damit werden die Freakadellen etwas dunkler) drapiert. Geschickterweise sind vier Hände für diese Phase für die Bewerkstelligung am Besten (oder es wird in zwei Arbeitsschritten vorgegangen).

Während also auf einer Seite des Tisches versucht wird, aus dem Gemisch einigermaßen akzeptable runde Freakadellen zu formen werden sie auf den anderen Seite auf dem Mehlteller in Empfang genommen und erstmal vorsichtig eingemehlt, um sie dann schön in die richtige ovale Frikadellenform zu bringen, die doch erstrebt wird, auf dass das Braten dem versuchten Gelingenswunsch keinen Abbruch antut (die Bratlinge dürfen für den Vorgang des Bratens nicht zu groß und nicht zu kugelig werden). Vorsicht ist angebracht, weil die immer noch vorhandene Flüssigkeit eifrig versucht, die Vollendung zu sabotieren indem sie nach außen dringt. Schnell mit trockenen Händen arbeiten ist also angesagt (sonst bilden sich an den Händen dicke Krusten und das sieht nicht schön aus).
Auch Beachtung finden sollte der Hinweis, dass die fertig geformten Frikadellen nun nicht einfach achtlos übereinander gestapelt werden — die pappen nämlich sonst aneinander und Essig ist es mit dem mühsam zustandegebrachten formvollendeten Abschluß dieser Zubereitungsphase.

delikate Kürbisfrikadellen
Schon äußerlich dem Grünkernbartling und der Fleischbulette nicht unähnlich: Die Kulinaria-Katastrophalia-Kürbisfrikadellen-Show

IV. Der Bratvorgang

Normales Bratöl (also keine absolute Billigware, die alles regelmäßig verdirbt) ist hier absolut ausreichend, ein bissl Olivenöl schadet aber auch nicht. Ausgesucht werden sollten auch gut zu belüftende Räumlichkeiten – denn das Braten beliebt einen aufgrund des nässenden Bratgutes doch durchaus unangenehmen Bratgeruch zu hinterlassen, der nicht unbdingt überall auf allgemeine Zustimmung hoffen lässt.
Wenn eine erstmal hohe Brattemperatur erreicht ist wird schnell Kürbis-Frikadelle nach Kürbisfrikadelle in die Pfanne gereicht. Wenn sich unten nach ca. 1-2 Minuten bereist eine feste Kruste gebildet hat, darf bei Bedarf auch einmal vorischtig die Frikadelle in eine etwas flachere Form gebracht werden. Temperatur etwas runter und weiterbraten lassen. Nach 5 Minuten die Frikadellen vorsichtig umdrehen und von der anderen Seite erst mit hoher Temperatur und dann mit niedrigerer weiterbraten. Nach 15 Minuten müsste auch die widerspenstigste Mischung durch sein.
Und keine Angst vor zerplatzenden Erbsen, die das Fett in empfindliche Augen spritzen lassen – das ist ganz normal ;-)

V. Der Haupt-ACT!

Die ganz vegan daherkommende Kulinaria-Katastrophalia-Kürbis-Frikadelle ist dann entweder kalt oder auch warmgestellt oder auch ganz frisch zu verkonsumieren. Dazu passt hervorragend Salat und ein vegetarisch anheimelnder Dip aus Joghurt und frischer Minze, der mit einem Löffel Agavendicksaft und etwas Salz abgeschmeckt ist.

Bon Appétit!