Tag-Archiv für 'basilikum'

Dem Bedürfnis nachgebend in der Nacht den noch sich in Ausprobierung befindlichen Walnussdip durch anderweitige Ingebrauchnahme zur Befriedigung urplötzlich aufkommender Ich-muss-jetzt-was-essen-jetzt-sofort-Gedanken zu vervollständigen (erstes Bild)

Eigentlich ruhte die Walnuss-Ricotta-Mischung zur geschmacklichen Verbesserung durch Durchziehung im Kühlschrank, um am nächsten Tage mit allerlei Variantenreichtum so mancherlei Dip zu ergeben. Zuvor waren Walnüsse gekocht und ob der Färbung der inneren Schale (die braune Haut) von dieser befreit durch simple Methode mit Ricotta vermischt und so mit Salz ganz schlicht und Pfeffer reichlich versehen.

walnuss ricotta tomate
Saucenbeitrag zu stimmigen Walnüssen in Ricotta

Nun reichte dies allein nicht zur Sättigung, mit Nudel allein nicht vollkommen und eigentlich auch nicht dafür gedacht — also rasch Zwiebeln in etwas Olivenöl gedünstet und fünf,fünfundso Tomaten mitsamt frischem Basilikum und Thymian und Salz und wiederum Pfeffer für ein paar Minuten gekocht und nach kurzer Abkühlzeit zum Ricotta-Walnuss-Gemisch gegeben, was sich gleich apart verfärbte.

Eine famose Sauce, noch leicht abstimmungsbedürftig, aber insgesamt die Erwartungen überaus erfüllend! Mal schauen, wie die Verfeinerung gelingt :-)

Auberginen und Tomaten wissen zu entzücken — während andere Pläne gar unentzückend sich zu erweisen wissen

nudeln mit auberginen und mozzarella
Nudeln, Auberginen, Tomaten, Knoblauch und Mozzarella und ein Hauch frühwinterlicher Sonne — mehr braucht es nicht zum kulinarischen Glücklichsein

Na ja ein paar Gewürze und zwei Basilikumblätter und Reste einer darbenden Blattpetersilie waren auch noch dabei. Die schlichte Kost ganz großartiger Natur weiß wie immer vorzüglich die Geschmacksnerven auf das Beste zu stimulieren. Lecker!

Unlecker die neusten Pläne der Bundesregierung, die anscheinend endlich mal den moralischen Verhaltenskodex religiöser Sekten in Gesetzesform gießen will. Bravo-Aufklärungsserien meint Spiegel-Online dürften dann bald auf dem Index erscheinen. Jugendliche nur noch keusch sich untereinander begegnen inclusive Streicheln verboten. Gruselig. [via fqueer und mädchenblog]

[Update: Der Stern berichtet ebenfalls kritisch und der Tagesspiegel bringt neben einem Bericht noch ein Interview mit einer Jugendrichterin. Inzwischen berichtet der SWR, dass die dritte (und letzte) Lesung im Bundestag verschoben werden soll auf Grund der vehementen Proteste Nachbesserungsbedarfs]

Violette Bohnen und so allerlei frische Kräuter waren im angebotlichen Warenbestand des sich auf dem Markte befindlichen mit allerlei Gemüse aufwartenden Versorgungsstandes und so war das Augemerk auf diese langen Dinger gerichtet und Entzücken kam auf bei dem Gedanken, wie dies wohl auszusehen beliebte, wenn es erst mit diesen netten kleinen Zucchini und ebenso kugelrunden Kürbissen erst der Zubereitung anheimgefallen ist — und so gab es auch kein Halten mehr — zumal gerade ein Berg mit leicht überreifen sizilianischen Biotomaten mitgenommen werden konnte und zur Perfektion rote runde Zwiebeln, die sich aber auch wirklich hervorragend eigneten für die dann mittels Balsamico etwas säuerlicher gestaltende abendliche Speiseneinnahme gar leckerer Bewertungshingabe

violette bohnen und klitzekleine runde zucchini und kuerbisse
von der Sonne verwöhntes Gemüse

Klitzeklein und rund — das sind die sich so wunderbar präsentierenden Gemüsekreationen, die geeignet erscheinen, das Resultat als witzige Gegebenheit des Kochverganges mit Entzücken zu betrachten und sich vergewissernderweise zu sagen: Violett-grün wäre es zwar noch lustiger gewesen — aber auch so kann unumwunden bestätigt werden, dass diese Überraschung als gelungen betrachtet werden konnte.

Zuvor war ein heimeliger Markt aufgesucht und ebendiese runden Kürbisse und Zucchini nebst langen Bohnen geordert worden. Dazu, weil schon so praktisch zusammengefügt, ergab sich die Gelegenheit auch noch frische Kräuter zu ordern, die zur Verfeinerung des anstehenden Mahles schon jetzt die grandiosesten Kochgedankengänge aktivierten.

violette bohnen
Vorherbild: violette längliche Erscheinungen

Im Mittelpunkt diese apart zu betrachtenden Kugeln, die aber sicherlich länger brauchen würden als die Bohnen, die erfahrungshalber selbstverständlich niieee länger als eine Stunde brauchen würden bei richtiger Anwendungsgabe. Also gedacht, dass angesichts des wieder leicht kühler werdenden Wetters doch zweierlich Lösungsmöglichkeiten sich ergeben, die mit einem Handstreich zu lösen wären mittels Hinzugabe von Balsamico und natürlich ganz viel Tomaten. Säuerliche Geschmackskomponente mit anhaltender Formwahrung im Garendprozessstadium des Kürbisses — fürwahr so sollte es sein.

Hinzu kamen nach dem Andünstprozess in Olivenöl der grob gehackten roten Zwiebeln und Schalotten und der Bohnen und natürlich der ebenfalls in größere Stücke geschnippelten Bio-Tomaten kraeuterkarneval erntezauber aus Sizilien und eher flüssig daherkommenden Balsamico dann auch noch so frische Kräuter wie Basilikum, Minze, Salbei und Estragon, die fast zum Ende der Köchelei mit getrockneten Pfeffer schwarzer Natur und rieselig daherkommenden Salzes ergänzt werden konnten. Auf andere Kräuterzutaten wurde ausprobierungshalber diesmal verzicht (andere wären auch gar nicht da gewesen und was diese undefinierbaren zwei Stängel waren, die da mit reinkamen, weiß hier jetzt auch niemand mehr), da ja öfters mal was Neues auszuprobieren gilt und so die Teilnahme am neu ins Leben gerufenen Kräuter Karneval Erntezauber im Herbavesum-Kräuter-Zauber-Blog als gesichert gelten konnte mit diesen Ernteergebnissen unserer Kochkunst, die dann auch gleich zwei Stunden im diesmal verwendeten Schmortopf benötigte, um auf den abendlichen Küchentisch so Stelldicheinmäßig abgelichtet zu werden, was zwar grell resultierend aussah — aber gekonnt durch Bildnachbereitende Tätigkeiten geschickt ausgeglichen werden konnte. Und die kleinen Kürbisse erwiesen sich nach dem Knacken als erfrischende Überraschung, die vergnügunghalber blitzschnell ausgelöffelt wurden.

violette bohnen und runder kuerbis
Nachherbild: sich wollig einfühlende Bohnen im Tomatenhackgewusel mit Kräutern im Blitzlichtschein

Dazu passt hervorragend Brot oder Naturreis, der nach dem Kochen mit der Wunschflüssigkeit versetzt zu munden weiß. Und wenn es nicht so säuerlich werden soll, empfiehlt es sich den Essig wegzulassen und als gewürzliche Kräuterbeigabe Oregano, Dill oder wilden Fenchel zu verwenden.

Diesmal unangebrannte aber dafür formschön gelungene lustige Reisnudeln, die in Ergänzung zu Zucchinistückerl und Tomatenachterl ihr bis dahin tristes Dasein schlagartig zu neuen Höhen kulinarischer Art zu heben wussten, was wohl auch am frischen Basilikum, Oliven und delikatem frischen Spinat lag den hinzuzufügen wir uns erlaubten ebenso wie den Mozarella zum Überbacken, der dann auch sogleich durch ausgewogene Färbung für allgemeines Erfreuen sorgte (nur mal eben so geschrieben)

Ganz muss der Spinat, der mal wieder von tapferen Bio-Bauernhof stammend uns schon beim Kauf zu erfreuen wusste, sein, um den geschmacklich Höhepunkt zu erreichen (gräßlich hingegen die Varianten, die ihn nur in zerkleinerter Form erlauben), den wir doch so gerne immer wieder zu erreichen pflegen in unseren hohen kulinaria katastrophalia Anspruch. Das letzte Mal war die Zubereitung dieser Reisnudeln aufgrund ungeklärter Verhältnisse nicht in als optimal zu bezeichnenden Zustand geendet, der aber trotzdem wagemutig verkonsumiert wurde.

Reisnudelspinattomatenmatsche

Diesmal hingegen kulinarisch veredelte Spezialität unerhörten Ausmaßes, die auch noch mit Mozzarella aus dem Backofen für einen optischen Ausgleich zu den orangen Dekoartikeln ganz weihnachtlicher Präferenz zu sorgen wusste. Wie haben wir das gemacht? Zwiebeln, kleingeschnippelt angebraten in Olivenöl, Zucchini, kleingeschnittene Tomaten und Basilikumblätter hinzu, Salz, Pfeffer und frischen Oregano auch noch. Köcheln lassen, ein Schuss Rotwein leicht süßlicher Note war geeignet das kochende Experiment zu vervollkommnen. Oliven müssen da rein tönte es während überlegt wurde, ob die Soße ausreichend mit Tomate versorgt war. Tomatenmark wurde eine kategorische Absage erteilt, die den frischen Charakter erhalten sollte, der übrigens wunderbar zur Geltung gelangen konnte, was uns nebenbei bemerkt zu diesem famosen Foto inspierierte, welches die Zutaten in leckerer Kompostion zu zeigen weiss. Hmmmm.

Spinatblätter en masse hinzu, mit Deckel drauf kurz zaubern und dann die kleingeschrumpfte Folge begutachten; umrühren — ab in eine Form mit kleingeraspelten Käseresten unterschiedlicher Artenvielfalt trockenen Zustandes belegen und im vorgeheizten Backofen für ca. 10 Minuten backen, raus und mit Mozarellascheiben belegen, die dann alsbald die erwünschte Färbung anzunehmen wissen, die uns dann auch geschmacklich zu der höchsten Notenvergabe verleitete.
Dazu Wein. Nochmal hmmmmmm nein – aaahhh, ooohhhh oder so.

Was gibt es noch? Der kulinarische Adventskalender gibt ein Türchen nach dem anderen preis.

Zerplatzte Hühnerfrüchte mit Rosmarinnadeln an gebratenen Speckwürfelchen incl. einer Prise Salz und Peffer für den frühen Morgen und dann für mittelspäte Verköstigung am Abend Krebs mit Chili, der diesmal mittels neuer Fertigungsmethoden nicht dem Brennen Ausdruck verlieh (Tipp)

Traditionen sind was schönes, wenn sie in der beliebigen Reihenfolge ihres vermehrt auftretenden Bezugs zum Boden unserer Küche aufzutreten pflegen. Nachdem also schon wieder die nicht vorhandene Eierabstürzschutzvorrichtung ihre natürlichen Betätigung Ausdruck verliehen hatte, musste also mal wieder schnell gehandelt werden. Eier mit frischen Rosmarin-Nadeln, Pfeffer, Oregano versehen, ein Schuß Milch hinzu und lässig gerührt, während Zwiebeln mit Speck in Olivenöl angebrutzelt wurden.

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mozzarella di buffalo & balsamico riserva & grünzeug

Zu dem aus dem nachfolgenden Bratvorgang hervorgegangen Speisen gesellte sich der ebenfalls im Kühlschrank eingelagert gewesene Büffel-Mozarella genauer: mozzarella di buffalo. Und da wir ausnahmsweise bei diesem zugreifen mussten wurde nun auch der Balsamico Riserva extra (oder wie der heißt) hervorgeholt — was sich aber als nicht ganz so optimal herausstellte, weil dieser das nicht minder hervorragende Bioolivenöl in den Hintergrund zu drängen wusste. Da halfen auch nicht die letzten Ernteerträge unseres Basilikumbusches. Trotzdem sehr gut zum Frühstück. Weißbrot gabs auch noch dazu.

weisbrot und ruehrei3
Rosmarin passt vorzüglich zur Rühreispeise

Und abends gab es dann mal wieder das Kulinaria-Katastrophalia-Leibgericht Flußkrebsschwänze und Nordseekrabben mit Linguine in einer Abwandlung, die eher aus der Not herausgeboren und auch so schlecht nicht war: Da rote Zwiebeln, rote Paprika und Frühlingszwiebeln nicht vorhanden waren, wurde kurzerhand auf eine rote Chili zurückgegriffen, die diesmal mittels neuer Fertigungsmethode den oftmals bei unsachgemäßen und leider etwas voreiligen Gebrauch konterminierter Finger im Augenbereich zu qualvollen mit Flüchen begleitendem Ausdruck schauspielerischen Talents zu führen weiß, nicht hervorbrachte. Nicht schön so was. unser liebling2
Aber zurück: Mittels einer Gabel wurde das Stück ultimative Schärfe fixiert und dann aus sicherer Entfernung mit einem langen Messer tranchiert. Handschuhgeschützte Herferlein entsorgten auftretende Reste und alles klappt prima. Wunderbar — so wird das jetzt immer gemacht (ist ja auch immer doof, Besuch deswegen zu laden ;-) ). Cocktail- oder Kirschtomaten wurden durch Berge sich in der Küche befindlicher Tomaten ersetzt, die dringend verzehrt zu werden wünschten. Leider gingen die Nordssekrabben etwas unter im Einklang mit der Chili; aber wenigstens optisch wusste das Meeresgetier zu überzeugen. Wein gabs auch noch dazu — irgendein Rotwein, Marke ist nicht in bleibender Erinnerung verblieben.

Fisch in Weinsud mit lecker Cous Cous und eine vegetarische Variante, die auch allen zuzusagen pflegte

Schafskäse mit Paprika, Zwiebel, Basilikum
So ist das, wenn die Abende früher beginnen — geht alles andere später los. So wartet noch unser Kartoffelbeitrag zum Event, der dummerweise heute abläuft noch auf uns. Mal schaun, was wir da noch herbeizaubern können. Kartoffeln sind geordert und erfüllen hoffentlich die Erwartungen (sonst sind die ganz klar schuld).
Es gab letztens (vor ein paar Tagen) übrigens mal wieder Fisch, genauer: Seewolf (oder — da erinnernde Funktionen aus irgendeinem nicht näher zu fassenden Grunde abhandengekommen sind — irgendwas anderes in Filetformat, der zwar nicht für alle die erste Wahl war — weshalb schnell noch mithilfe von Schafskäse eine zweite Ersatzvariante mit frischen Basilikumblättern, die dann nachher alle haben wollten, geköchelt wurde. Der sich als sehr fest erweisende Fisch war noch nicht ganz aufgetaut und wässerte ein wenig in der Pfanne, was aber mit hinzugefügtem Weißwein etwas kompensiert zu werden gelang. Thymian, Oregano, Salz und Pfeffer, Paprika, Tomaten und ein paar Zwiebeln (rot und weiß) taten ihr übriges Scherflein, so dass nach wenigen Minuten auch allen was vorgesetzt werden konnte. Irgendein ein Gewürz wäre zwar nicht das Schlechteste gewesen, aber da fiel uns grad keins ein. Dazu ga es aufgrund äußerst schneller Zubereitungsart mal wieder Couscous, um auch alle schön satt zu bekommen (irgendwann müssen wir uns mal an richtigen Cous Cous wagen).
Schafskäse mit Paprike, Zwiebel, Basilikum

Grünes Pistazien-Pesto mit Hindernislauf über selbstgemachte Tomaten-Nudeln (Roter Nudelteig mit Tomaten), Eier-Kauf und Überwindung von Entzugserscheinungen (Rezept)

Nun war es des gestrigen Tages soweit, dass das Abernten des Basilikum-Gewächses anstand, wobei darauf geachtet wurde die ganz kleinen Blätter am Zweig zu lassen, um auch noch einen dritten und vierten Erntegang bewerkstelligen zu können. Ein paar Spitzen wurden auch abgeschnitten damit die heranwachsenden Miniblätter, die gerade so herauslugten, auch noch schön zur Seite neue Triebe entwickeln können (warum die Information? Heute hat jemand nach „Basilikum richtig pflücken“ gegoogelt; da wollen wir nun tatkräftig helfen Nutzinformationen bereitzustellen.

Nachdem nun ein ganzer großer Berg von Blättern vor uns lag kam noch grob geriebener Pecorino Negro hinzu (so ca. 200 Gramm — jeder andere trockene und harte Käse wie insbesondere Ziegenkäse und natürlich der berühmte italienische Parmesan sind auch geeignet ), die Pistazien (so 180 Gr. mit Schale; was die ohne Schalen wiegen? Keine Ahnung — haben wir nicht gewogen) zu entkleiden oblag herbeizitierter Person mit mangelnder Motivation im Kochen, die aber alsbald und nur durch gelegentliche — dem eigentlich Abstinenz hinsichtlich Nikotin-haltiger Genussmittel (Drogen!) unterstellt worden war — Ausfälle unterbrochen wurde. Das war aber auch gar nicht so schlimm, weil auch die Ursprungskochbelegschaft hinsichtlich der Verknappung von kostbaren Tiefschlafstunden aufgrund mangelnder Zeit- und Alkoholeinteilungsfähigkeiten, ein zwischenzeitliches Päuschen einzulegen wünschte.
Am besten wären für das Pesto übrigens ungesalzene grüne Pistazien gewesen, die aber grad nicht aufzutreiben waren ohne ein riesiges Loch in unser Kosten- und Zeit-Budget zu reißen. Mit Pinienkernen oder Mandeln wurde das Pesto übrigens auch schon aufgetischt, auch ganz famos. Nun waren aber Pistazien da und das ist ja auch mal was anderes.

Und wie wird es nun genau gemacht?

Genau können wir auch nicht — nur so ungefähr, hängt ja immer davon ab, ob die Zutaten die geschmacklichen Eigenheiten, die sie eigentlich besitzen müssten auch wirklich als Auszeichung mit sich herumtragen. Zwischendurch Abschmecken ist sowieso Pflicht.
Genommen haben wir diesmal z.Bsp. nur zwei Knoblauchzehen (die waren wirklich scharf), sonst sind mindestens vier drin. Dann kam ein ordentlicher Schuß unseres tollen Bio-Olivenöls hinzu (aber eines von denen, welches nicht ein zu intensives Olivenaroma hat, was ansonsten den Geschmack von frischem Basilikum leicht hätte untergehen lassen können). Ein paar Pistazien, Käse(stücke) und Basilikumblätter noch rein und dann mittels eines Pürierstabs (wie heisst das Teil eigentlich genau?) alles kurz anmixen. So nach und nach kommt dann auch noch der Rest von allem hinzu, zwischendurch immer noch Olivenöl nachgießen. Wer es etwas feiner mag mixt halt länger, welche es Basilikum-intensiv knackig bevorzugt, wie wir, die lässt es etwas gröber (auch ruhig die Nüsse oder den Käse im Pesto). Das dauert nur ein paar Minuten und wird dann am besten in Gläser abgefüllt und mit Öl aufgefüllt damit es nicht schlecht wird. Im Sommer können so ganze Riesengläser von Pesto fabriziert und für den Winter und lauschige Herbstabende kühl gebunkert werden. Frisch schmeckt es aber besonders gut.

Grünes leckeresPistazien-Pesto
Grünes leckeres Pistazien-Pesto

Aber was wären die ganzen Mühen ohne die dazugehörige — unverzichtbare!! — Mehlspeise:
Wir haben deshalb die zwischengelagerte Nudelmaschine in Betrieb genommen und schnell einen Teig hergestellt. Dazu benötigt werden Mehl, Eier (die extra noch eingekauft werden mussten von sichtlich geschwächten WG-Inhalt), Olivenöl, unsere delikat eingelegten Tomaten und eine ordentliche Prise Kristallsalz. Kräftige Oberarme sind auch nicht schlecht bei der Herstellung der tomatigen Bandnudeln, die wir nun anschickten zu nudeln. Auf 100 Gr. Mehl kommt ein Ei (geht auch ohne, wird aber nicht so geschmeidig), Salz hinzu und alles gut vermischen. Tröpfchenweise kommt Wasser oder Olivenöl hinzu (aber Obacht! Wird es zu glitschig, gelingt es nicht so gut). Dann haben wir auf vierhundert Gramm Mehl noch sechs feinpürierte Tomaten mit etwas Öl hinzugefügt und dann wurde geknetet was das Zeug hält (das Klischee von der großen italienischen Mama mit der Großfamilie muss daher kommen). Aber mittels aufmunternder Zwischenrufe und etwas Hinzufügung von Mehlstaub war die Motivation ungebrochen und der Teig schließlich fertig, um sich dann eine Stunde im Kühlschrank auszuruhen.

Nudelmaschine in Betrieb
Mehrmals übereinandergelegt und plattgewalzt (mit Holz solls angeblich am besten gehen) in der stählernen Nudelmaschine gelangten die roten Nudeln dann in reichlich gesalzenes kochendes Wasser und nach 5 Minuten (dünne Nudeln nur ca. drei Minuten) auf die bereitgestellten Teller, die (so kurz nach Mittrenacht) alsbald ratzeputz leergefegt waren. Dazu passend ein leichter Salat aus mehreren Salatsorten von einem Öko-Wald und Wiesen-Hof wie Rauke, Eisbergsalat und Mizuna, der dem Frisée nicht unähnlich ist aber besser schmeckt, mit weißem Balsamico, Salz und Öl und frischem feingemahlenem schwarzen Pfeffer. Sekt und Chianti wurden auch gereicht. Als Dessert gefüllte Himbeeren.

Tomaten-Nudeln mit Pistazien-Pesto

Ach ja — fast vergessen — am Freitag gab es auch noch Perciatellini (so lange dünne Maccaroni) von De Cecco mit zwei verschiedenen Garnelen-Arten in Wein-Tomatensauce, Rucola, Schafskäse und Zitronensaft , war gar nicht schlecht, aber erreichte auch keine Höchstnoten; das konnten wir schon mal besser. Das Rezept, als dies so war, posten wir die Woche mal so zwischendurch in den Blog rein. Inzwischen gibt es ja leckeres Nachzukochen.

Apropos Essen: In der taz vom Wochende war neben der Beschreibung des Bio-Boom oder Niedergangs, je nachdem, eine interessante Letzte Frage der Beantwortung feilgeboten worden:

Warum schmeckt Erdbeereis nie richtig nach Erdbeere?. Wir werden das originell beantworten! Vorhandenes Nichtwissen darf auch uns vorab mitgeteilt werden. Aber jetzt nicht Zeugs wie dass da Baumrinde als natürliches Erdbeeraroma reinkommt, das wissen wir auch und ist sowieso nicht gefragt — nur mal so als Nebenbeiinformation. Und nun hurtig, hurtig…

Schöner großer grüner Basilikum im Topfe (Anbau-Tipp)

Die Urlaubszeit und Gluthitze lässt auch Kulinaria Katastrophalia nicht ungeschoren; ein ständiges Kommen und Gehen verhindert ein wenig die Unterhaltung respektabler, kochwütiger Einträge — zumal gerade keine einzige Digitalkamera zur Hand war (ab Sonntag ist eine extra Ausgeliehene da – keine Angst), als wir bspw. letztens dieses wunderbare Bio-Hähnchen in Martini-Rose-Soße mit Tomaten-Knoblauch-Stückchen herbeigezaubert haben. Weil das soooo lecker war, gibts das — und natürlich das tolle Rezept dazu! — wieder, wenn die Wohngemeinschaft vollständig versammelt ist.
Bisweilen werden einfach ein paar noch nicht veröffentlichte Rezepte und Bilder eingestellt und den Anfang macht ein Anbautipp für Basilikum, der immer großes Staunen bei unserem Besuch hervorruft, wenn sie die Riesenpflanze in unserer Kulinaria-Küche entdecken. „Wie kriegt ihr denn den so groß“ oder so ähnlich ist dann immer die Reaktion darauf. Die Ablichtung ist zwar von vor drei Wochen — inzwischen ist das Teil aber noch ordentlich gewachsen und wird morgen für das legendäre Pistazien-Pesto abgeerntet und dann hochaktuell mit Bild (wenn alles klappt) und Rezept (endlich!) eingestellt.

schöner gro�er grüner Basilikum im Topf
Schön anzusehen: großer, grüner Basilikum im Topf

Aber nun mal zum Basilikum: Während der bei anderen regelmäßig nur als ein Schein ihrer Selbst zu bezeichnen ist, wächst und gedeiht das Gewächs bei uns ohne Unterlass. Das liegt an unserer speziellen auf unsere Küche abgestimmten Anbaumethode; erst mal kaufen wir (zum Aussähen sind wir zu faul) zwei schon große Basilikum-Töpfe auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen oder im Supermarkt, halt da wo er am besten aussieht (grüne Blätter, viele Stängel). Sodann gießen wir, während bereits die Sonne draufrieselt, drei lange Tage den Basilikum und lassen dabei die Plastikfolie drumherum einfach dran. Da die Teile aus dem Gewächshaus stammen sind die auch mittels Dünger so schnell gewachsen, dass die Stängel ohne Folie fast Umknicken. Außerdem sind die BetreuerInnen der Obst- und Gemüseabteilung die Letzten, die an ausreichendes Wässern während ihrer Arbeitszeit denken, die Pflanze hat also Nachholbedarf! Dann geht die meistens schon ganz schön auf und wächst eifrig. Dann machen wir die Folie ab und gießen noch mal drei Tage auch schon eifrig morgens, mittags und abends und lassen gefälligst unsere Finger von der sich nun immer imposanter entwickelnden Sache, die da heranwächst (die braucht die Blätter jetzt zum Wachsen). Sodann werden die beiden Basilikumtöpfe in einen großen (!) Tontopf mit ausreichend Erde umgepflanzt (Blumenerde reicht).
Nach einer Woche ausreichenden Begießens mit Wasser (währenddessen immer noch nichts pflücken!) braucht ihr eine größere Küche. Einfach mal Ausprobieren, ihr werdet Eure helle Freude daran haben!

Dt. Bratkartoffeln und it. Espresso

Ein rundum gelungener Tag war es gestern, als wir uns am Abend die Bratkartoffeln, die wir übrigens mit Sherry verfeinert hatten, als Gaumenschmaus mitsamt den aufbereiteten Matjes und mit Basilikumblättern verfeinerten Salat munden ließen und ratzekahl vom Teller fegten.

Sherryge Bratkartoffeln mit Matjes an Basilikum-Salat
Sherryge Bratkartoffeln mit Matjes an Basilikum-Salat

Als Dessert war es ausnahmsweise vergönnt etwas zu feiern. Aus nicht minder uninteressanteren Beweggründen schmeckte am Morgen — des fast so heiß wie in Italien werdenden Tages — dann der Espresso, welcher aus kräftig-harmonisch-mit-vielleicht-ein-bissl-zu-viel-Säure-Bohnen frisch aus der imposanten Espressomaschine leise zischend entrann, besonders gut.

Italienischer Espresso mit Amarettini
Italienischer Espresso mit Amarettini