Tag-Archiv für 'b�rlauch'

Den Aufwand nicht scheuend war über umwegliche Umstände der Hinwendung zur zeitlich angepassten Verwendung des famosen Winter-Postelein fast nichts mehr im Wege, sodass nun die überaus schmackhafte Kredenzung etwas zu hart geratener Kaninchenleber mit Birnen das Speisemenü überaus delikat in Erscheinung treten ließ (incl. nachzuholender Betrachtungen)

Da die Bärlauchzeit so verführerisch lockend die bezaubernsten Gerichte zu beeinflussen weiß, war es passenderweise an der Zeit die Kaninchenleber in Schokoladenweinsauce mit Bärlauch zu kredenzen. War auch alles fast passend. Berge von Bärlauch, Unmengen georderter Kaninchenleber, Wein und Schokolade — nur die Birnenauswahl war nicht optimal, kaninchenleber mit birne und baerlauch kleingeschnippeltmacht aber nichts, muss auch so gehen.
Also wie gewohnt sich des leckeren Erschmeckens allerfeinster Nuancen zarter Kanninchenleber bewusst vorsichtig an die Herstellung gewagt und … leider feststellen müssen, dass die kleinen pelzigen Dinger höchstwahrscheinlich kein zartes Löwenzahnblättchen verkonsumierten, sondern wohl nur hartes Stroh; so jedenfalls war die Härtegradwahrnehmung nach der ersten Probiererei.

Also erst mal weggstellt und dann kurz vor Abfahrt aus der Küche und der Erkundung anderweitiger kulinarischer Ressourcen noch mit den Resten der Salatvielfalt rasch eine Komposition mit dekorativen Tellerkraut gezaubert, die nun überaus passend sich erwies, weil dafür die Leber optimal harmonisch in Erscheinung zu treten wusste. Das war so wunderbar frisch frühlingshaft, dass das Schwelgen jetzt noch nachgeholt werden kann. Ein perfekter Frühlingssalat mithin.

Salatkreation mit kaninchenleber mit birne und baerlauch
Exquisit!

Portulak oder Postelein, leckerleicht und leichtsauer, war frisch dabei. Andere fertigen damit Suppen, ebenfalls Salat, Fetatalerunterlagen (allerdings schon letztes Jahr) und Dekoartikel.

Bärlauch fügte sich dann kleingeschnitten ebenfalls überaus passend ein wie auch Birnen und roter Chicorée. Zarte ausdrucksstarke Aromen, die sich wunderbar mit den kleingeschnippelten Zweitverwertungsresten des vorherigen Mahles vereinten. Dekorativ dazu verschlossene Bärlauchblüten.
Wozu Fehlkäufe doch gut sein können :-)

Schnell, schnell…

Nicht nur genial lecker weiß sich gekonnt mit den Resten der Kühlgelegenheit zu beschäftigen und kreierte schnellstens Teigwaren mit Waldgewächs. Gleich mal nachgeschaut ;-) — und voilà auch bei uns fand sich feiner überaus delikater Bärlauch, der wurde ebenfalls schnellstens zu Spagetti, in dessen Kochwasser er ganz kurz blanchiert wurde, kredenzt und zur Kaschierung des Umstandes, dass Sahne nicht auffindbar war wurde Olivenöl und geriebener mittelalter Parmesan dazu gereicht. Schnell, einfach, gut.

Der Blogevent Aphrodisische Gaumenfreunden hatte ja vielfältigste Genüsslichkeiten zu bieten. Gewonnen haben ihn gleich zwei Kochblogs. Kochfun mit Orangen-Hollandaise-Spargel und Hedonistin mit schmelzenden Liebeskugeln. Herzlichen Glückwunsch!

baerlauch mit geraspelten parmesan und hochdelikaten olivenoel an spagetti
Bärlauch weiß sich auch nur kurz blanchiert richtig in Szene zu setzen

Und der neue Blogevent im Kochtopf ist dann auch gleich ein Jubiläumsevent. 3 Jahre schon wird Monat für Monat ein Event organisiert. Ene Menge Arbeit, die da immer ins Haus steht. Herzlichen Dank für die Organisierung. Es ist doch immer wieder spannend zu sehen, was da so auf den Tisch gezaubert wird. Zauberkünste werden wir jedenfalls nötig haben, das neue Thema widmet sich nämlich backlichen Künsten: Cake. Und das mag zwar das bei vielen Blogs das zweite Standbein sein, bei uns als reine von Konsum gezeichnete Verkostungspersonen zeigt sich da nur immer Staunen ob der kalorienhaltigen Backwerke. Mal schauen, ob sich da was draus machen lässt.

Der andere bekannte monatliche Kochevent im Gärtnerblog ist leider noch im Winterschlaf und vielleicht wird er ja bald neues Gemüse zur Verarbeitung offerieren. Es wird nämlich so langsam wärmer ;-)

Die der feinen Exclusivität sich hingebenden Bärlauchblätter samt dazu gereichter Rosmarin-Oliven-Kartoffeln umschmeichelten delikat in Rote-Zwiebel-Tomaten-Weißweinsauce geschmorte Kaninchenkeulen, die dadurch zu ihrem sich dem zartgeschmacklich hinorientierenden Verspeisungshöhepunkt unter Beachtung reichlich gereichten jungen Römersalates mit hochinteressanten Rotkohlsprossen in Distelöl fanden (dazu Wein, viel zu viel Wein)

Die wahre Kochkunst zeigt sich in der Verwendung jenes raffinierten Bärlauchgewächses, ein sicherer Kompass im Dickicht unüberschaubarer Kulinarik. Die französische Küche leidet bekanntlich sehr darunter, dass die nicht Zurverfügungstehung der feinen Blätter sie immer im zweiten Range der Kochkunst stehen lässt :D

Die sich nicht nur sehr passend zu vegetarischen Köstlichkeiten erweisenden nach leichtem Knoblauchduft zu erschnuppernden Blickpunkte sind eine dermaßen köstlich zu erschmeckende Hingabe an das sich nur größtmöglich vorzustellende Verschmelzen von Genuss und wahrer Lebensfreude.

kaninchenkeule mit baerlauch und rosmarin-oliven-kartoffeln
Bärlauch — aber auch sowas von passend zu zart geschmorten Kaninchenkeulen

Zwar werden die mitunter lieblos aus ihrer Umgebung gerissenen Blätter bisweilen zu schnöden ;-) Pesto verarbeitet — die wahre Bestimmung liegt aber in der Komposition mit leckerem Kaninchen, das höchstwahrscheinlich noch besser zu munden wüsste, würde auch das Anknabbern des Bärlauches zu den prädestinierten Fütterungsmethoden gehören. Bärlauch — auf jeden Fall ganz ganz groß im Kommen

Genussmousse hatte ja erst neulich Kaninchen zubereitet, was sich auch sehr gut machte, da die Kanincheneinkaufmöglichkeit mal wieder zeitlich nahe lag. Also dazu dann Besuch geordert und erstmal die Neuerung auf dem Sprossenmarkt als Vorspeise in reiner Naturform zum Ertesten gereicht: Rotkohlsprossen.
Zwar erahnen die meisten die Kohlverwandtschaft des leicht scharf daherkommenden Prickelns auf der Zunge, die Lösung harrte dann aber doch der Aufklärung. Geordert werden können die Keimlinge in Bioqualität bei Misslingen der eigenen Zuchterfolge bei der Sprossenmanufaktur, von der auch schon unserer Fenchelsprossen-Schafskäse-Ingwer-Bällchen profitieren konnten.

Mit Babyrömersalat und unaufdringlichen Distelöl dann die Salatkredenzung des Abends, die schon fast aufgefuttert war, weil wir uns nicht an das Genussmousserezept hielten und lieber die Kaninchenteile mit Olivenöl und kleingehackten roten Zwiebelstückchen in später nach dem Anbratvorgang hinzugefügtem Weißwein und vier hübschen kleinen schon ganz gut mundenden Tomaten und einigen Bärlauchblättern anschmorten (statt im Backofen auf den Kartoffeln) unter Hinzufügung von frisch geschrotteten schwarzen Pfefferkörnern; Salz kam dann erst später hinzu und da der Wein leider schon auf Grund der dann doch etwas länger dauernden Garmethode sich überraschend dem Ende neigte kam lediglich noch etwas Wasser hinzu und kurz vor Schluss ordentlich Bärlauch.

Derweil im Ofen mit Rosmarin und köstlichen Kalamata-Oliven (die eigentlich auch gut hätten mitgeschmort werden können) Backkartoffeln in Bioolivenöl gefertigt, was wesentlich schneller gelang. Irgendwann nach längerer Wartezeit und der dritten Flasche Wein war dann auch die Bereitschaft vorhanden die durchaus noch vorhandene Bissfestigkeit der Kaninchenkeulen zu testen und so fand sich ein überaus leckeres Zusammenspiel zum Abend hin, der nicht mal ein Fitzelchen der köstlichen Sauce übrigließ und gar auf nachtischliche Freuden verzichtete.
Superb! Lecker!

Zurückgreifend auf Versenkte Flusskrebsschwänze, schwimmend unter frischer Bärlauch-Decke in Hummercremesuppe-Schälchen, als mal so gar keine große Kochlust aufzutreiben war und die dringend anstehende Verköstigungsmöglichkeit nicht unter Außerachtlassung des MHD missachtet werden sollte (Perlwein gab es auch noch dazu)

hummercremesuppe mit flusskrebsschwaenzen und baerlauch
Bärlauch passte erfrischenderweise sehr gut zum Hummerresteprodukt

Die Dosen mit Hummer-Creme-Suppe waren ein ständiger Blickfang im Moment des Herumwühlens in unseren Vorratsregal und auffallenderweise war der Umgang mitnichten von Ehrfurcht geprägt, die mithin dem was unter Dosenware bekannt ist, auch nicht unter widrigen Umständen zuteil werden sollte (auch nicht im Antlitz der edlen Beschreibung). Nun war der Augenblick des Sichanschickens an die Dosenöffnung gekommen, da wir noch einen Berg von Flusskrebsschwänzen unser eigen zu nennen wussten, die unbedingt weg mussten und da kein Appetit auf umständliche Fertigung aufzutreiben war, gab es das dann halt. Obendrauf noch delikater frisch geschnittener Bärlauch, der mal wieder vorzüglich passend in Format, Farbe, Geschmacksschmeichelei war. Ein bissl Wein und ein Schuss Cognac kam auch noch rein und dann war es auch gleich fertig; mitsamt Perlwein und Resten von Sesamvollkornbrot verzehrt. Gut.

hummercremesuppe mit flusskrebsschwaenzen und baerlauch detail
Perlwein dazu und Sesambrot

Bis Mittwoch 24.00 Uhr können übrigens noch beim Blogevent Antipasti, Tappas, Mezze dazu passende Köstlichkeiten eingereicht werden. Die Zeitliche Kontigentierung ist zwar knapp und wir haben da irgendwie geschludert — dennoch gibt es auch da eine leckere Kleinigkeit von uns dazu.

Bissfest zu produzierender Risottoreis, der zur Verfeinerung Bärlauch und Gorgonzola und in kleingehackter Formation Pistazien zu präsentieren wusste und das nachdem die Thresenverkaufskraft ihren Unmut kaum zu verbergen wusste (Hah! und Restreisschälchen)

Pünktlich zu der zu kochenden Reiskomplementierung war der Wunsch in der Rissottoverantwortlichen entbrannt, anderen nicht minder wichtigen Tätigkeiten nachzugehen, was flugs mit der Einstellungsaufforderung an des körnigen Zubereitungsprozesses nicht uninteressierten und allemal zu begeisternden HurraEssenIchKommeKochwütigen kompensiert zu werden wünschte und auch Dank des tollen mitgebrachten Spezialreises und der roten Zwiebelspezialsorte zu einem wunderbar zu verköstigenden Ergebnis zu führen wusste.

Dem Einkauf waren zwar belehrende Worte der Thekenverkaufskraft vorausgegangen, die ihr Misslingen in diesen Zubereitungsarten auf dem silbernen Tablett mit den Worten „Das ist aber ganz schwierig, den richtig hinzukriegen“ sich anschickte kundzutun. Hah – wie muss der Herr jedesmal beim Kauf leiden, wenn die Sorte geordert wird; vielleicht sollte mal ein Restschälchen vorbeigebracht werden, um sich genüsslich am Leid zu laben :D

Wie zu erwarten, begann die Köchelei pünktlich mit dem Erscheinen fast aller Geladenen und die redseligen mit zu verkonsumierenden Sekt zu bewerkstelligenden Vorbereitungen dauerten eigentlich auch gar nicht so lange bis endlich zur Tat geschritten werden konnte. Häufigste Tonstimmungen waren das „warum schaust Du so kritisch“, was durch ein gekonntes „ich guck nur interessiert“ gekonnt pariert werden konnte, während das stundenlange Auspulen von Pistazienschaleninhalten nicht die Sache von Schnelligkeit zu werden schien am Küchentisch.

Die schwarzen Punkte im Risotto waren nach der unheimlichen Entdeckung dann rasch nicht als Käfer, sondern als Bestandteile des toskanischen Suppenbrühwürfels identifiziert, den anzufertigen wir uns aufgrund der schnellen Zubereitungsart anschickten, und so war dem Zubereitungsprozess nicht das Geringste mehr entgegenzusetzen. Zuvor war der tolle und nur zu empfehlende (aber !Achtung! natürlich äusserst schwierige) Carnaroli-Reis zusammen mit kleingehackten rötlich daherkommenden Zwiebeln in Bio-Olivenöl angedünstet und kurz vorm nicht eintretenden Verkokeln mit Weißwein und Brühe abgelöscht worden, die dann auch so nach und nach in heißem Zustande hinzukommt. Und währenddessen wurde nicht nur diese rührende Tätigkeit erwartungsgemäß fortgeführt, sondern auch die Pistazienentdeckerei durch tatkräftiges Zutun beschleunigt, damit wenigstens diesmal die Zutat rechtzeitig zur Verfügung steht, was durch gleichförmige schnelle Handbewegungen und einem erstaunten „wie geht das so schnell“ kommentiert werden konnte.

risotto mit baerlauch und gorgonzola und pistazien
Gewusst wie: Bärlauchblatt unter Risotto-Pistazien-Decke

Kurz vor Ende des als bissfest zu bezeichnenden Zustandes der exquisiten Reiskörner kam blitzschnell noch der delikate Gorgonzola hinzu und in einer extra Pfanne angedünstete stängelige Bärlauch- und Zwiebelreste und Zucchini, die sich jetzt zwischen dem schon lecker duftenden Zutaten harmonisch einfügten und nach kurzer Herumrührerei und Probierei war noch die Zitrone auserkoren das ihrige beizusteuern und dann kamen auch gleich die kleingeschnittenen Bärlauchblätter hinzu. Umrühren und zusammen mit den kleingehackten und herübergestreuten Pistazien war es dann auch gleich fertig. Sehr, sehr lecker!

Des Sommers Hinwendung zu delikat auf dem Teller und selbstredend schon vorher verführerisch duftenden Gemüsekreationen der einfachsten und dafür aber hervorragendsten Art, die zu kredenzen mal wieder angesichts sonniger guter Laune wir vornahmen und herzallerjubelnst zur höchsten Zufriedenheit auszuführen wussten — auch weil Bärlauch und Dill passenderweise reinkam und die Bärlauchblüten dekorativ mitverspeist zu werden wünschten und der grüne Spargel und Fenchel ihren Auftritt nahelegten (Rezept)

Die Gemüsezubereitungsorgien stehen wieder saisonbedingt an und so war es uns mal wieder ein außerordentliches Vergnügen sich ganz der schnellen Zubereitung hinzugeben, um den verlockenden Rufen zu folgen, die da riefen, dass es jetzt unumgänglich sei zur allgemeinen Erbauung die vorhandenen und die rasch zusammengekauften Zutaten zu verköcheln.
Gemueseauflauf mit Spargel und Dill in klein
Dabei war die leider immer noch nicht vorhandene Backgelegenheit keine Schwierigkeit, weil kurzerhand auf Alufolie zurückgegriffen werden konnte, die gut über die große Auflaufform gestülpt auch so den an sie gesetzten Erwartungen mehr als gerecht werden konnte.

Da leckeres Essen so einfach zuzubereiten ist, gibt es sowas ja öfters in unser kulinaria katastrophalia Küche.

Zurückgreifen konnten wir leider nicht auf Bohnen, da die nicht unbedingt als zubereitbar gelten konnten, so wie die eingeschrumpelt auf den hiesigen Verkaufsflächen lagen. Der Markt war zwar reicher bestückt, aber da war die Idee noch nicht geboren und so wurde grüner Spargel auserkoren den Ersatz zu bilden. Zusammen mit dem dringend zu verarbeitenden Fenchel war also eine interessante Kombination zu erwarten, die wir so auch noch nicht auf dem Tisch zu betrachten hatten.Gemuesige Auflaufinterpretation auf Teller im baerlauchbluetenausschnitt

Zuzubereiten ging es dann ja wie gehabt bei diesen leichten auch in Massen herstellbaren Sommergerichten, die in ihren Variantenreichtum jede noch so kleine Vorstellungswelt munter zu erklimmen bereit sind, um der Zufriedenheit höchsten Ausdruck zu verleihen:

Die Dillstiele (nicht die feinen Spitzen!) werden mit kleingehackten Zwiebeln in Olivenöl angebraten (muss nicht sein — aber ohne Ofen war es diesmal angeraten) extra dann ebenfalls angebraten rote Paprika und Fenchel in Streifen geschnitten. Alles in eine große Auflaufform hinein.
Kartoffeln wurden längs zerteilt und zusammen mit den fast unabdinglichen Zuchini in größeren Scheiben geschnitte roh hinzugegeben. Ordentlich Olivenöl, Oregano, Meersalz, schwarzer Pfeffer, Würz(!)-Minze und etwas Wasser kommen auch noch hinzu. Dann noch frische Minze und Reste von Bärlauchblättern, die als Ersatz für eine Knoblauchzehe wirken konnten. Diesmal nicht dabei — aber ebenso passen Erbsen, Fenchelsamen und Tomatenstücke.

Gemüseauflauf im Zwischenstadium
Gut glänzend verrührt erweist das Zwischenresultat schon einen leckeren Eindruck zu bewerkstelligen

Dann wurde noch die dillspitzige Zutat vermengend zur Verkomplettierung hinzugefügt unde der grüne Spargel, dessen Stiele wir teilweise schon vorher mitgebraten hatten, obendrauf drapiert damit der nicht so vermatscht.

Gemueseauflauf mit Spargel und Dill

Als Krönung dann besagte doppelt gelegt Alufolie und ab auf die herdlichen Gasflammen zum Erhitzungsvorgang, der ungefährereweise so an die 20 Minuten dauerte bis ein erstes vorsichtiges Hineinschauen und darauffolgendes vorsichtiges Umrühren angesagt war, so dass dann schon wunderbar duftend nur noch weitere 10 Minuten zum Serviervorgang zu verstreichen brauchte. Der Spargel war als neue Zutat interessant und hat gut geschmeckt, war aber für dieses Gericht fast zu mild im Geschmack, was aber auch nicht schlimm war denn: Sehr lecker war es mal wieder!

Gemuesige Auflaufinterpretation auf Teller
Gemüsige Bärlauchblüten bieten allerhand als dekorative und verspeisbare Fotozutat

Der Abend war noch licht und so war das Bärlauchrisotto in angemessen aufzutretend pflegenden Portionen für allerlei Leckermäuler zu geniessen und zum Abschluss gab es auch noch kunterbunten Salat (und eine kleine Blogbeschau)

Leuchtende Farbgebungen beinflussen die kulinarische Variantenvielfalt ja ungemein, die da zur Verköstigung ruft — und weil da bei Hüftgold das Risotto so schön mit dem Radicchio in farblicher Komponente zu harmonieren wusste, war die Gelegenheit da, es gleichzutun, wenn da nicht das Problem gewesen wäre ebendieses Zutatenelement beizusteuern.

Bärlauchrisotto
Der Abenddämmerung zugetan entpuppte das Bärlauch-Risotto sich als geeignete Grundlage für darin versteckte Plagiate

Aber gewusst wie und flugs umdisponiert und auf italienische Bratwürstchen gesetzt, die dann eben doch eine allzu deutsche Variante waren, was aber eigentlich auch zu dem nicht ganz so risottigen Reis passte, der kurzerhand für supertauglich erkoren wurde und knackig bissfest den frischen Bärlauch in kleingeschnittener Blattversion unterstützen konnte, was zu allgemeinen Jubel und Weinkonsum führte. Dannach dann kunterbunten Salat mit Restrettich, der in dieser Variante — nicht ohne Schaudern an vorangegegangene Experimente zu denken — vorzüglich passte und obendrein auch ganz chic aussah.

kunterbunter salat
Kunterbunter Salat wusste vorbildlich zu entzücken

Zu entzücken wussten übrigens auch andere sich dem Metier der Foodblogs hingebende Blogdarbietungen wie candyland, die wir über genussblogs entdeckt haben (dort tummeln sich ja allerlei recht anregende und leider auch grottenschlechte Feeds), und die red cabbage (wie alles ganz vegan) aus Berlin präsentiert und barbapapa nicht abgeneigt erscheint; ebenfalls daher bloggend ist huslige, die gezwungen wurde Geheimnisse preiszugeben. Auf bei uns (noch) fehlende Ringe setzend war bei lamiacucina zum letzten Blogevent angesagt, den im Kochtopfblog diesmal Küchenlatein mit (es ist Risottozeit) Risotto mit heißer Schokolade und Kaffeelikör gewann; herzlichen Glückwunsch!
Der nächste Event dort dreht sich übrigens um lustige kleine Häppchen, die verköstigungshalber als Kleinstportionen gereicht werden, um einen Vorwand für ausufernden Alkoholkonsum vorweisen zu können ;-)
Aus Paris beglückt dann ein aufstrebender Kochblog namens Bolli´s Kitchen mit Selle d‘agneau farcie und es scheint, dass da noch sehr viel mehr auf Entdeckung lauert.

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Die Sonnenstrahlen faul herumliegend geniessen und dazu streichzarte Bärlauchbutter verkonsumieren ist auch mal nicht das schlechteste — dazu Begutachtung von Rasenschändung

Wunderschöne Schokoladen-Rezepte sind zur Zeit auf dem Kochtopf-Blog zu sehen. Die Kreativität kannte mal wieder keine Grenzen und so sind neben den obligatorischen Kuchen natürlich auch gewagtere Spezialitäten zu finden, die nicht nur wahnsinnig lecker aussehen, sondern auch die Auswahl verdammt schwer fallen lassen! Wir sind natürlich auch wieder mit dabei ;-)

schokowahl
leckerlecker!

Die Sonne der letzten Tage ließ auch nur einen Schluss zu — ab in den Park und eifrig die mitgenommenen Vorräte (u.a. delikate Bärlauchbutter) wegverkonsumieren, um sich dabei erste Farbschattierungen zu holen bzw. vervollständigen zu lassen. Mit dabei – die Polizei, die mal wieder mitten im Park mit stinkenden Autos die Grünflächen verpesten und plattfahren musste und dabei kostbares und teures Benzin verbrauchte, welches doch Geld kostet, das nun für die dringend benötigte Ausstattung von allerlei Schlagwerkzeug fehlt. Dabei gab es noch nicht mal Musik zur Beschallung – schon die picknickenden Familien bilden hier schließlich den Gefahrenherd so ganz zähnefletschend wie sie auf der Lauer liegen, dass die Kohle endlich durchgeglüht ist.

baerlauchbutter
Am Ende des Tages waren auch die letzten Bärlauch-Butter-Rationen ratzekahl weggeputzt…

Köstlich zarte Kaninchenleber in milder Schokoladen-Weinsauce mit stimmig beigefügten Bärlauchstreifen und harmonisch ergänzenden Stücken von fruchtiger geradezu fast überreifer Williamsbirne, welches wir Alles zusammen zwei- und gar dreimal zu kochen beliebten — einmal zur Probe, weil die Idee Schokolade zu Leber zu reichen von nicht uninteressanter Art zu sein schien, dann gleich nochmal weil es gar wunderbar schmeckte (und wir sowieso ordentlich vom Grundprodukt geordert hatten) und dann anderntags nochmals (obwohl wir dann eigentlich was anderes fabrizieren wollten), weil die Kamera mitsamt den tollen Images rumzuspinnen begann, so dass für die Photodukumentation trotz der nicht mehr wie am Vortag so schön scheinenden Sonne gesorgt werden musste; nichtsdestotrotz wurde das allerbeste durch herbeigerufene mit dem Roller herbeieilende Verköstigungssehnsüchtige hergestellt (Rezept und Foto-Tapeten-Link)

ausschnitt kaninchenleber

Das Angebot an Kaninchen war passenderweise saisonbedingt so ansprechend groß, dass kurzerhand beschlossen wurde doch mal wieder Kaninchenleber zu geniessen. So zart wie sie sich auf der Zunge anschmiegt, wenn sie mit Rotwein abgelöscht und mit Peffer und Oregano bestreut dargeboten wird, war das eine Möglichkeit. Aber es kam dann glücklicherweise ganz anders und das Ergebnis bekräftigte mal wieder die Erkenntnis, dass die aus spontanen Einfällen sich ergebende Köchelei die phaszinierendste ist.

Da jetzt überall der Bärlauch spriesst, Paulchens Foodblog, kochbuch (beiden noch herzlichen Glückwunsch zum Kresse-Blogevent), Knoblog und Gärtnerblog schon die Berichterstattung eingeleitet hatten, bot es sich an, auf dem samstäglichen Markt ebendiesen zu ordern (andere ernten selbst) und warum nicht diese beiden Zutaten zum erfreulichen Nutzen ergänzen. Und wenn gerade die Ausprobiererei anstand, warum nicht auch gleich mal was für den Kochtopf Blogevent Chokolade kreieren — nun war es erstmal nicht das auf den ersten Blick so ganz passende, es musste also noch was weiteres hinzugefügt werden für den köstlich zu erwartenden Endgeschmack, der uns alle erfreuen und ein zumindest kleines Lächeln aufs Gesicht zaubern sollte.

Die gut abgelagerten Williamsbirnen schrieen ja auch geradezu dannach die anstehende Spezialität zu vervollkommnen und fürwahr es war die richtige Wahl, die die wunderbar fruchtige überreife Birne da als Ergänzung angedeihen ließ.

ausschnitt

Nochmal zusammengefasst die Zutaten:

Kaninchenleber
Bärlauch
Schokolade (aus dem Block fein geraspelt)
Willimasbirne
Weißwein, trockener mittelmäßiger Blanc de Blanc
weißer Pfeffer
Oregano, ein bissl
eine Prise Salz
Olivenöl (ein nicht ganz so dominant schmeckendes)

und dann gehts ganz schnell in nur 10 Minuten mit der Fabrizierung der köstlichen Zutaten:

Öl erhitzen und Kaninchen-Leber schnell rührend anbraten, mit weißem Peffer und Oregano versehen und dann die Temperatur reduzieren. Bärlauch hinzu und mitbraten. blogevent schokolade Mit einem Schuss Weißwein (der ein Rest eines mittelmäßigen Produktes war und hier zu seiner eigentlichen Bestimmung finden konnte) ablöschen und auf niedriger Stufe weiterköcheln lassen, so dass die Leber nicht zu hart wird und sich eine schöne Sauce bildet. Dann die in Scheiben und noch mit der Schale versehene geschnittene Willamsbirne hinzu, schnell dann auch noch mit geraspelter Schokolade ergänzen (müssten so drei gehäufte Esslöffel gewesen sein). Eventuell noch etwas Salz und Wein hinzu, wenn es zu sehr reduziert ist. Und während ein angenehm duftendes Aroma sich bemerkt macht, ist es auch schon nach Berieseln mit einigen federleichten Schokoraspeln fertig!

Und es war absolut köstlich! Ungeahnt schmiegte sich die Schokolade — überhaupt nicht die anderen Zutaten dominierend — in die wunderbare Kombination ein: Die zart schmeckende Kaninchenleber wusste durch den etwas (aber nur ganz leicht) herben Bärlauch hervorragend ergänzt zu werden, der der optimale Gegenspieler für die süß-fruchtige Williamsbirne war, die sich in der Weinsauce sichtlich wohl fühlte und ihre Form zu wahren wusste. Es war so lecker, dass die gierigen Blicke auch noch nach der zum zweiten Male angefertigten Spezialität nach der etwas unanständigen aber üblichen Abschleckerei der Teller, die nicht mehr vorhanden Reste absuchten. Danach dann ein griechischer Mokka und alle waren glücklich. Perfekt lecker abgestimmt also — unser Beitrag zum Blog-Event Chokolat (hier noch mal in Tapetengröße)!

kaninchenleber mit baerlauch und schokolade
Mit Blume sieht es natürlich gleich noch dekorativer aus ;-)

Kaum war übrigens die wunderbar scheinende Sonne für zweckoptimale Fotodokumentationsstrecken leidlich ausgenutzt worden, entpuppte sich die Anfälligkeit moderner Technik. Und so „musste“ die kulinaria-katastrophalia-Kochkunst ein drittes Mal ran — was für eilfertigst mit dem Roller herbeigeeilte Kamerabesitzerin ein weidlich auszunutzender Umstand war, der dann aber ausgiebigst ein drittesmal zelebriert wurde. Hach, lecker war es (schon erwähnt ;-) )!

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