Tag-Archiv für 'auberginen'

Getragen von eifrig erkundbar sich darstellender Einkaufsunlust erwies sich das Ratatouille ohne die anvisierte Kartoffelsorte dann doch in Etappen als etwas sich dem nicht ganz so geeignet erweisenden Umstand, dem aber gekonnt durch Zerschnippelung größerer Ware gekontert werden konnte, was aber leider nicht die angewiesenen GemüsezerschnipplerInnen, die angehalten waren doch etwas größere Stücke, was wiederum leider nicht durchgehend — da bratend derweil — kontrolliert werden konnte, zu fertigen und dann doch eher schmalere Versionen herstellten, abhielt , sich zu beteiligen und so wurd es etwas unfester, aber da der Thymian nicht mehr die versproche Wirkkraft besaß und die wilden Fenchelkörner ohnehin vergessen waren, war das dann mittels des stärker zutage tretenden Agavendicksaftes doch formidabel — zumal gerade das beste aller Olivenöle ausgegangen war und nun auf Ersatz zurückgegriffen ward

Ok, es geht auch ohne Bamberger Hörnchen, aber mit ist schon besser, ansonsten war die Fertigung des leckeren Ratatouille dann doch ganz passabel, wenngleich eine etwas festere Struktur schon angenehmere Nuancen hätte aufweisen können.
Da die Ahnung, dass die Einkaufsperson nicht die richtigen Zwiebeln ordern würde, sich schon bei Bestellung zu einer wahrnehmbare Größe entwickelte, war dem Rechnung getragen worden mit der Orderung mehrerer Packungen kleiner weißer Exemplare am selbigen Tage. Die übergereichten Gemüsezwiebeln werden dann anderweitig zu höheren Ehren gereichen :p

ratatouille ohne fenchel
Ratatouille — ohne wilde Fenchelkörner und … siehe Titel

Beim nächsten Mal wird dann genau nach dieser hervorragenden Ratatouille-Variante vorgegangen, die dereinst so hervorragend zu munden wusste ;-)

Die klassische Kochvariante verheißt mitnichten nur Schnödes — stattdessen sondern und sowieso drei in Eins-Schmankerl (inzwischen schmeckt die Hauptzutat zu Drei ja wieder)

patates rigani zitrone
Kartoffel grob geschnippelt und durch reichlich Olivenöl versorgt (und Rigani, Salz, überaus perfekt)

Bisweilen darauf erpicht die Tomatensauce schmackhaftesterweise zu vollenden wird gerne auf den Sommer gewartet. Sodann kann mit einem Riesenberg Tomaten so richtig losgelegt werden.
Ein klassisches Rezept zur allgemeinen Erbauung und Gesundung notleidender Geschmacksverirrungen. Geht so simple wie einfach folgendermaßen: Zwiebeln, hier rot (sonst auch anders oder Schalotte) anbraten, sodann Sardellen (oder Äquivalent) hinzufügen, braten, natürlich alles in Olivenöl, bestem; die praktischerweise wieder vorzüglich schmeckenden Tomaten grob geschnippelt hinzu, mit Restweißwein abschmecken, köcheln lassen mehr als 30 Minunten. Ach ja, ganz vergessen nach den Sardellen noch Reste von Auberginen hinzufügen, macht sich perfekt, Gewürze wie Salz, schwarzer Pfeffer, etwas Rigani und frische Basilikumblätter überzeugen auch.

gebraten fisch gemehlt
Mehl ist nicht das Schlechteste — Rotbarschklassik

Duftet wunderbar fein und passt vorzüglich zu allerlei anderem ebenso passenden Kulinaria. In diesem Fall leckere Patates mit Salz und Rigani und schnell in Mehl gewälzten Rotbarsch-Filets (aufgetaut da tiefgefroren).

Macht also aus drei allein schon kaum von der verwöhnten Kredenzung abhold erklärten Dingen ein famoses Endprodukt — die klassische Sommerküche. Nachmachen garantiert beste Gelegenheit es sich richtig gutgehen zu lassen, Hurra! :-)

drei koestlichkeiten in einer speise
Zwar mattfarbig aber ansonsten superb

p.s. schmeckt nur richtig bei vollkommener Dunkelheit außer Haus

p.p.s. nach Wochenendausspannerei noch glorioser :D

p.p.p.s. auch sonst schlicht nicht schlecht

p.p.p.p.s- ach so, klar — Knoblauch gehörte auch noch mit rein (NIE vergessen)

Nachtrag: Weißweinkredenzung, viel, einwenig, nicht vergessen…

Von nicht ungefähr habhafter und daher sanfter Betulichkeit im Hinblick auf die Schütthaltung bedacht war es im zweiten Anlauf und dabei sogar mit einer interessanten Variation geglückt — buntes rotgelbgrünes Geschick

junger mangold leicht frittiert
Erste junge Mangoldblattkunst

Die glücklich sich schätzende Auberginenzeit macht sich hier immer mit reichlich Exemplaren bemerkbar, die sich zwar sehr schick machen auf dem Küchenregal oder wo sonst noch Platz für das Gewächs ist, bisweilen ist aber einfach die Handhabbarkeit im Kochglück etwas reduzierterer Natur.

Bei Spülkönig & Kitchenqueen war neulich so eine leckere Kreation aus Malaga zu sehen. Hauptbestandteile dabei waren Auberginen und Honig, Wein und Ausbackteig. Müsste sich machen lassen; feinfein, also ran, die Exemplare, zeigten auch schon leichte runzlige Schwächen außenrum.

aubergine in leichtem backteig mit honig-wein-mischung versehen
Natürlich mit reichlich Olivenöl versehene Tapaskost mit Honig-Wein-Sprengsel

Die Zubereitung ist etwas ausgefeilter, als die Auberginen bisweilen auf den Tisch kommen.

Die in Scheibenformat geschnittene Melanzani aus einer schönen dunkelvioletten Rundfrucht herstammend wurde gesalzen und gesalzen, was leider einmal zuviel des Guten war. Der Hinweis bei S&K , die Scheiben ordentlich abzuspülen, war wertvoll, ward aber nicht gemacht.

manchmal haben auch auberginen ein bewegendes innenleben
Manchmal haben auch Auberginen ein bewegendes Innenleben ;-)

Aber erst mal weiter im Kochvorgang. Derweil wurde nämlich schon mal der Ausbackteig angerührt. Ganz nach Rezept mit fast einer Flasche Bier, etwas Mehl, einem Ei (ist aber eigentlich nicht unbedingt nötig) und etwas Salz und vielen schönen Safranfäden. Kann auch bei gewünschter festerer Außenumrundungsstruktur mit mehr Mehl angerührt werden.

ausgebackenes junges mangoldblatt mit teigausformungen
Ausgebackene Spuren entzücken das jung Mangoldblatt

Die erste Bratung dann schön in Form und Farbe, der Eintauchteig war eher dünnflüssiger und beschenkte die runden Scheiben mit einem die Eierfrucht schon herauskommen lassenden leichten Behang.
Die erste Probeverkostung war dann eher der nicht so eingeübten Nichtverzückung gewidmet — total versalzen, Würg, da half auch nicht die aus Orangenblütenhonig-Malaga-Wein (es ward eine portugiesische Möglichkeit in Anspruch genommen) kreierte Übertröpflegelegenheit.
Uuhh, also schnell die restlichen Scheiben ganz, ganz brav abgespült um wenigstens die nächsten zwei Fuhren genießen zu können.
Das Resultat war dann auch wesentlich angenehmer als die Salzversion, irgendwie war da doppelt gesalzen worden :-( , naja die Rubrik Katastrophalia muss auch mal wieder gefüllt werden.

fluessiger safranfaden ausbackteig zu mangoldblatt
Safranfaden wissen durchgezogen sich gebenden Mangold neues Glück zu bescheren

Nicht ganz so passend war zu den gebratenen Auberginen die Honig-Wein-Mischung, war doch zu süß als alleinige Zugabe, mit etwas herberen Ahornsirup kommt das bestimmt besser oder im Zusammenspiel mit etlichen anderen Tapas.

Da vom angerührten Teige noch viel da war, wurde einfach mal ausprobiert da hindurchgezogene Mangoldblätter zu braten — Exzellent kann nur gesagt werden, da hinzu passt tröpfelnderweise die Sauce optimalst, sehr lecker in dieser Variation. Also wanderten auch noch der Rest der vielen bunten gelben, grünen und roten jungen Mangoldblätter (die gerne mit Stiel gebraten werden können — auch wenn einige das nicht glauben können) in die safranversetzte Ummantelungsflüssigkeit, die inzwischen durch die längere Ziehzeit noch gelber glänzte. Ganz überfamos lecker!

roter mangold leicht mit safran und so umbacken
Und weil es schön ist auch noch das rote Mangoldblatt :-)

Zutaten:

Auberginen, violett
Mangold, jung und bunt
Bier
Mehl
Ei
Salz
Olivenöl
Orangenblütenhonig
Malagawein (hier verwendet als Ersatz ein portugiesischer Likörwein)

Traumhafte Zusammenstellungskunst zaubert allseits die von den leckeren Zutaten herrührende kugelrund sich präsentierende Zufriedenheit delikatest auftretender Backofengemüseformklassik (furchige Versuchung anbei) hervor

moussaka vegetarisch im anschnitt
Von zimtigen Hauch durchzogenes Moussakareststück

Mächtige Gemüsestapelkunst, macht nur vorzüglichst darzubietende Portionen, die zwar im Vorbereitungsprozedere etwas ausdauernde Tätigkeiten abverlangt — aber dafür weiß das klassische griechische Moussaka auch lecker zu munden. Wir haben uns mal wieder für die vegetarische Variante entschieden (Rezept HIER), die steht der Fleischvariante nicht nur in nichts nach, sondern ist auch viel — die Gemüsedarbietung besser in die geschmackliche kompostionelle Wahrnehmung rückend — köstlicher.

Ein paar kleine Abweichungen gab es, statt triebsamen Backpulver für die Obendraufschichtung wurde auf Grund aufgetretener Unverträglichkeit diesmal darauf verzichtet und ein Stück frische Vanille statt Pulvers machte sich überaus gut.
In Griechenland wird gerne allerlei Gemüse (und runde Nudelprodukte) mit einer schönen Bechamelsauce versehen und der Phantasie sind da bekanntlich bei den Zutaten keine Grenzen gesetzt.

ueberaus formidable vegetarische moussaka
Auberginendurchzuckende Versuchung

Wie gehabt gebratene noch frische Strukturen aufweisende Zucchini, Kartoffeln, mittendrin aromatische Tomaten-Schafskäse-Mischung und Auberginen geschichtet und dann eben mit der hellen Sauce samt duftenden Zimt versehen. In der Zubereitung wird zwar Butter benötigt, aber ansonsten ist bei dieser Speise der Olivenölanteil äußerst großzügig bemessen, da das Gemüse sich dem Olivenprodukt nicht entzieht ;-) (und wenn die Auberginensalzung frühzeitig vonstatten geht ist es auch gar nicht so schlimm).

Eigentlich sollte ja auch ein kleines Eckchen mit Süßkartoffeln ausprobierungshalber ausgestattet werden, aber nachdem die gebraten so vor uns lagen waren die so schnell weg, dass das wohl wann anders auf der Speisekarte stehen muss :D

moussakastueck veg

Ansonsten ist es ratsam nicht allzu viel vorher zu verspeisen; die wohlgeformte Zufriedenheit im Bauchbereich setzt der weiteren Genüsslichkeit doch recht schnell seine Grenzen und so konnte anderntags noch ein kleines Restfoto gefertigt werden. Aber frisch verzehrt ist sowieso am besten :-)

pana cotta
Pana cotta delikat-furchig

Mitgebrachte allerbeste Pana Cotta aus kleinen sicher zu transportierenden Trattoria-Weingläschen wurde noch kredenzt mit eigens gefertigter leicht herber Orangenmarmeladen-Süß-Martini-Sauce und etlichen Portionsgedecken Kaffee.

Sehr, sehr lecker mal wieder!

Wochenendliches Potpourri mit deutlicher Farbtendenz und noch deutlicherer Zugabe von Olivenöl und ein klein wenig Agavendicksaft, der aber nur rankam, weil eine Zutat etwas schwächelte (verwaschene Aussicht) und mittägliche Rassistenkost (kein Scherz)

Leckere Häppchenkost erschien als die für viele Personen geeignete Wahl, die sich zwar in der Zubereitung ob der jeweils eigenständigen Anbraterei etwas hinzog, und so wurde mal geschaut, ob andere da noch ein raffiniertes Zubereitungsschmankerl wissen könnten. Schließlich standen zahlreiche Gemüsesorten zur Auswahl für ein köstliches Ratatouille (etwas unklassischer Art).

lamiacucina wirbt ja bereits im Header des Blogs damit und hat so seine eigene Puderzuckerversion; Sammelhamster hat eine aufgestockte Version davon nachgemacht, es muss also gut sein.
Bolli zumindest weiß von Puristen zu berichten, die alles extra zubereiten und dann erst mischen. Entegutallesgut verfeinert mit Fisch und Foodletter stapelt erstaunliche Türmchen. Barbaras Spielwiese hingegen richtet zum Lavendel nach jahrzentelang erprobten Rezepte an

Aus allem also etwas zusammengeschustert (Fisch war aus) und aus folgenden Zutaten das wunderbar lecker schmeckende Gemüsegericht gezaubert, das zugegebenermaßen etwas dauerte in der Zubereitung. Das Gemüse sollte noch etwas Knackigkeit aufweisen.

wochenendliche farbkleckse
Wochenendliche Farbkleckse

weiße Zwiebeln, in Olivenöl angebraten, auf Grund von Geschmacklosigkeit mit Agavendicksaft ankaramellisiert
Rote und gelbe Paprika, in Streifen ebenfalls im Rest-Olivenöl-Agavendicksaft angebraten und noch mit getrockneten Thymianblättchen ergänzt
Auberginen, grob geschnippelt und zuvor gesalzen (15 Minuten Ruhezeit) durften ebenfalls mit ein wenig des Dicksaftes beträufelt werden während des sachten Bratvorganges
Die Zucchini durften mit Oregano und Thymian, Salz und Pfeffer für sich alleine anbraten
Kleine leicht süßlich schmeckende Kartoffeln (Bamberger Hörnchen) mit Pfeffer und Salz angebraten; die Sorte bleibt schön fest und eignet sich vorzüglich.

Dann alles zusammen in eine Backofenform und mit vorzüglichstem Olivenöl vermischt und noch mal kurz abgeschmeckt mit wilden Fenchelsamen, Salz und Pfeffer und ab in den Ofen und die anerkennenden Rufe bei der Genussprobe gleich mit in die Getränkekredenzung integrieren.

Geschmacklos präsentiert sich hingegen Rettet das Mitagessen, der sonst eilfertig auf Werbung für ein kommerzielles Kochportal bedachte Bloginhaber scheint es witzig zu finden von „Negerpech“ zu faseln. Diskriminierende Wortwahl bietet sich ersichtlich auch nicht an, um Hinweise auf lustige Filmchen zu geben. Einfach nur peinlich.

Wiederholenderweise zu spontanen Eingebungen sich zusammenköchelnde gar köstlich auch bei längerfristig zu verkonsumierenden Besuch überaus zuträglich und vielseitig verwendbare Günstigkeit (ach ja, gesund ist es natürlich auch noch ;-)

Da die Hingabe an die Gemüsesorten zur Zeit sowieso Topthema ist im kulinarischen Gewerbe (einige kommen gar nicht mehr zum Bloggen) war es Zeit sich der liebenswerten Auberginefülle in unterschiedlich ausgeprägter Färbung und dem dazugehörigen Berg mehr oder minder gut schmeckender Tomaten zu widmen, die sich mal wieder nicht nur erinnerlich perfekt zusammen zu finden wussten.

Präsentiert wurde das wohlschmeckende Gericht schon mal zum Blogevent Tomate und das Rezept kann hier bestaunt werden. Ach ja, es kommen ganz viel Zwiebeln rein, die Speise lebt förmlich davon.

Apropos Blog-Event: Der letzte im Gärtnerblog zum Thema Pflaume ging fast komplett an uns vorbei, herzlichen Glückwunsch noch für die portweinverwöhnende Entenbrust mit Pflaumen an genial lecker, die damit den Sieg holte; der neue Event zum Thema Lauch weiß zwar ob der Vorgabe keine Begeisterungsstürme zu wecken (das Gemüse zählt in unserer Küche nicht zu den beliebtesten Sorten), aber da wird trotzdem was zu finden sein zur Kredenzung ;-)

auberginig wiederholendes mit tomate und reichlich zwiebel und olivenoelbeigabe
So einfach und schnell wie köstlich — und das mit quasi drei Zutaten

Auberginen und Tomaten wissen zu entzücken — während andere Pläne gar unentzückend sich zu erweisen wissen

nudeln mit auberginen und mozzarella
Nudeln, Auberginen, Tomaten, Knoblauch und Mozzarella und ein Hauch frühwinterlicher Sonne — mehr braucht es nicht zum kulinarischen Glücklichsein

Na ja ein paar Gewürze und zwei Basilikumblätter und Reste einer darbenden Blattpetersilie waren auch noch dabei. Die schlichte Kost ganz großartiger Natur weiß wie immer vorzüglich die Geschmacksnerven auf das Beste zu stimulieren. Lecker!

Unlecker die neusten Pläne der Bundesregierung, die anscheinend endlich mal den moralischen Verhaltenskodex religiöser Sekten in Gesetzesform gießen will. Bravo-Aufklärungsserien meint Spiegel-Online dürften dann bald auf dem Index erscheinen. Jugendliche nur noch keusch sich untereinander begegnen inclusive Streicheln verboten. Gruselig. [via fqueer und mädchenblog]

[Update: Der Stern berichtet ebenfalls kritisch und der Tagesspiegel bringt neben einem Bericht noch ein Interview mit einer Jugendrichterin. Inzwischen berichtet der SWR, dass die dritte (und letzte) Lesung im Bundestag verschoben werden soll auf Grund der vehementen Proteste Nachbesserungsbedarfs]

Optimal vonstattengehende Restverwertung mittels Linguini und reichlich delikat hinzugefügten Ziegenkäseraspeln

Reste größeren Ausmaßes waren noch von unseren Tomateneventbeitragsköstlichkeiten zu verkonsumieren und so kam die optimale Zusammenstellung für solcherlei Kulinaria ins Spiel — Linguini gekocht und mit den leicht erwärmten Resten serviert und mit einem Berg geriebenen delikaten Ziegenkäse bestreut. Lecker!

resteverwertung von auberginen und tomaten und zwiebeln mittels linguinigrundlage

Grandiose frisch verköchelte Tomaten als leichte Sommerköstlichkeit im Zusammenspiel mit Auberginen größerer Natur und vielerlei Zwiebeln und als Gewürz nur zweierlei (ebenfalls zu sehen leckerer Ziegenkäse im angehenden Festformat als glorreicher Verköstigungshöhepunkt) — und besonders glorios: Stunden später beliebte es noch formidabler zu munden! So soll es sein.

tomaten mit auberginen 3
Perfekt für den lichten Sommerabend

Es gibt so Gerichte, die sind von nicht minder uninteressanter Natur und gehören zum Süden dazu wie die putzigen Zikaden, die für harmonische Zwischenklänge zu sorgen wissen. Da rackern sich sogenannte Spitzenköche bisweilen mit einer unglaublichen Zusammenstellung an Zutaten und Fertigungsmethoden ab, um ihren Ruf einer wahrenden Tätigkeit den Anschein zu geben — aber einfachste Köstlichkeiten gelingen ihnen auch auf Grund von Unkenntnis und weil sie dann wohl doch nicht so das Händchen dafür haben nie so richtig. Und weil es am Mittelmeer immer so gut geschmeckt hat, musste diese Spezialität jetzt auch hier auf den Tisch und den Blogevent Tomate bereichern, der im Kochtopf-Blog noch bis Mitte des Monats ansteht. Diesmal ausgesprochen früh also für unseren Beitrag. Für das Thema kann sich aber auch unumwunden begeistert werden und — dies nebenbei bemerkt — geschlagen sind die Tomaten-abstinent lebenden ZeitgenossInnen.

Das Rezept ist so simpel wie die verwendeten Zutaten. Und leider in der Beschaffung der Ingredienzen etwas umständlicher, als das mal gestern so spontan auffiel, war es zu spät noch neben den fünf erkundeten Gemüsebedarfslädchen noch weitere aufzusuchen.

Blogevent Tomate

Verwendung findet nämlich eine kleine Auberginensorte, die hierzulande nicht zum reichhaltigen Sortiment zählt und nur in Ausnahmefällen zu erhalten ist, was aber gekonnt unter den Tisch gekehrt wurde und nur für kleine Abänderungen des eigentlich dafür vorgesehenen Fertigungsvorganges sorgte, die aber gekonnt umgesetzt zu werden wussten (während der Abwasch im Eiltempo vonstatten gehen konnte). Das Gericht eignet sich nämlich hervorragend, um auch anderweitige Betätigungen nicht außer acht zu lassen ;-)

Aber zu den Zutaten:

natürlich Tomaten (Unmengen von Tomaten — aber nicht irgendwelche, sondern äußerst gut schmeckende Tomaten mit einem gewissen Flüssigkeitsgehalt).
Auberginen (am besten Mini-Auberginen, die wesentlich delikater sind, als die großen schwarzen Auberginen und deren Geschmacksnuancen wesentlich vielfältiger sind aber nicht so kleine thailändische wie von Spülkönig und Kitchenqueen verwendet, sondern etwas größere und länglichere mit hellerer dunkel bis rosa-grüner Struktur (es gibt da ja eh unzählige Sorten). Die sind dermaßen delikat, dass es an ein Wunder grenzt, dass diese hier noch nicht dauerhaft im Angebot zu finden sind. Glücklichkeit in Ehren also für die, die diese aromatischen Glücksgemüse im eigenen Garten anzubauen wissen — zumal die beim Kochvorgang ihre Form wesentlich besser zu wahren wissen.

griechische Zwiebel

Zwiebeln (ganz wichtig) — Zwiebeln unterschiedlichster und vielfältigster Couleur passen hier (optimal sind klassische Sorten, die durch Zuchtware weitgehend verdrängt sind, sich aber dennoch in südlichen Ländern finden lassen. Ein paar solcher Zwiebeln haben den Weg zu uns gefunden und ihr aromatisch-milder Geschmack weiß nur eines zu bewerkstelligen: zufriedene Gesichter allenthalben. Also Anbauen das Zeug, Salate werden damit so köstlich wie noch nie!
Bio-Olivenöl bester Qualität (nicht zimperlich damit sein) und an Gewürzen nur Salz und ev. ein Lorbeerblatt.

ziegenkaese
Ziegenhartkäse — hier noch im frühen Stadium (und etwas angeknabbert)

Das war es und wie so häufig sind die Zutaten, die so einfach daherzukommen wissen, der Garant für ein schmackhaftes sommer-leichtes Essen, welches sich auch hier auf den verwöhnten Zungen blicken zu lassen wusste, um Entzücken und vielsagende Blicke mit sich brachten, was schließlich nur einen Schluss zulässt: Grandios geeignet für den Blogevent Tomate!

Zubereitung:

Zwiebeln grob geschnitten werden in gutem Olivenöl angedünstet, Wenn Miniauberginen vorhanden, werden die gleich im Ganzen mit hinzugegeben (die grünen „Blätter“ dürfen dranbleiben, da sie gar nicht so schlecht zu munden wissen). Die üblicherweise erhältlichen violetten Auberginen kommen später in große Stücke geschnitten hinzu (oder, wenn sie klein sind im Ganzen), da sie leichter zerfallen.
Dann die grob geschnittenen Tomaten, so dass sich nach kurzer Zeit genügend Flüssigkeit im Topf findet. Wenn nicht sollte ein wenig Wasser hinzugegeben werden. Dann auch Salz und ev. ein Lorbeerblatt. 10 bis 15 Minuten köcheln lassen und Hurra! fertig ist die Köstlichkeit.

Sehr lecker und eine Bereicherung für leichte Kostrezeptsammlungen — nicht nur an heißen Tagen zu geniessen. Dazu lockerflockiges Weißbrot, welches in den Sud getaucht auch so ein weiteres Geschmackserlebnis herbeizuzaubern weiß und wenn es denn sein muss (weil etwa die Zutaten nicht ganz so geschmackvoller Natur waren) kann Pfeffer hinzu.

tomaten mit auberginen 2
Frisch und leicht wusste die Tomate hier zu glänzen

Auf jeden Fall sollte noch ein pikant daherkommender geriebener Ziegenkäse (dann natürlich nicht mehr als vegan zu bezeichnen ;-)) zum rüberstreuen aufgetischt werden, der optimal für diese Spezialität ist, wenn er noch in einem frischeren Stadium erhältlich ist. Also liebe Kulinaria-Katastrophalia-LeserInnen: Nachmachen! Nix geht einfacher, nix ist geeigneter für den Sommer!