Tag-Archiv für 'agavendicksaft'

Zur Fertigung braucht es nicht viel, weder allzu viel Zeit noch handwerkliches Geschick noch grobes Werkzeug, auch Obstabstinenz währenddessen ist unangebracht und versehen mit süßlicher Eleganz und spritzig verpasster Säure entstehen sie – die diesjährigen Herbstperlen

Im Sommer vergessen und nun schon die ganze Zeit an den Markt- und Obstständen herumgeschlichen, die exorbitanten Preise bewundert und nun seufzend beschlossen trotzdem zuzuschlagen, der Vorteil der Frühlings- und Sommerhimbeeren besteht in der famosen Süße, die der Herbsthimbeeren in der nahezu wurmfreien Präsentierung, da heißt es abzuwägen ;-)

herbstperlen
Herbstperlig versuchend den Sommer zu erhaschen — :-)

Etwas süßer hätten sie schon sein können, aber gerade noch gut, sollten die nächsten Tage noch etwas Sonne bringen, gibt es ja vielleicht noch welche zu erhaschen.

Fertigung wie eh und je

antlitz naturbonbons im herbste
Das Antlitz von oben zeigt bereits deutliche Verluste

…und nach Abzug von ein paar sich schon dem Ende zuneigenden Exemplaren sind sogar zwei Teller rausgekommen.
Ganz furchtbar leckere Naturbonbons, der Nachteil, sie sind unglaublich schnell weg — Rationierung bei Auftischung also angeraten :D

Getragen von eifrig erkundbar sich darstellender Einkaufsunlust erwies sich das Ratatouille ohne die anvisierte Kartoffelsorte dann doch in Etappen als etwas sich dem nicht ganz so geeignet erweisenden Umstand, dem aber gekonnt durch Zerschnippelung größerer Ware gekontert werden konnte, was aber leider nicht die angewiesenen GemüsezerschnipplerInnen, die angehalten waren doch etwas größere Stücke, was wiederum leider nicht durchgehend — da bratend derweil — kontrolliert werden konnte, zu fertigen und dann doch eher schmalere Versionen herstellten, abhielt , sich zu beteiligen und so wurd es etwas unfester, aber da der Thymian nicht mehr die versproche Wirkkraft besaß und die wilden Fenchelkörner ohnehin vergessen waren, war das dann mittels des stärker zutage tretenden Agavendicksaftes doch formidabel — zumal gerade das beste aller Olivenöle ausgegangen war und nun auf Ersatz zurückgegriffen ward

Ok, es geht auch ohne Bamberger Hörnchen, aber mit ist schon besser, ansonsten war die Fertigung des leckeren Ratatouille dann doch ganz passabel, wenngleich eine etwas festere Struktur schon angenehmere Nuancen hätte aufweisen können.
Da die Ahnung, dass die Einkaufsperson nicht die richtigen Zwiebeln ordern würde, sich schon bei Bestellung zu einer wahrnehmbare Größe entwickelte, war dem Rechnung getragen worden mit der Orderung mehrerer Packungen kleiner weißer Exemplare am selbigen Tage. Die übergereichten Gemüsezwiebeln werden dann anderweitig zu höheren Ehren gereichen :p

ratatouille ohne fenchel
Ratatouille — ohne wilde Fenchelkörner und … siehe Titel

Beim nächsten Mal wird dann genau nach dieser hervorragenden Ratatouille-Variante vorgegangen, die dereinst so hervorragend zu munden wusste ;-)

Letzte Chance — gefüllte Herbstperlen (rot-grüne Knuspereisbonbons)

herbstige himbeeren bereit zur fuellung
Allzeit bereit zur Füllung — die durchaus leckeren Herbsthimbeeren

Der Zauber des Sommers brachte himbeerabstinenten Gegenden keinen Vorschub im Auffüllen der Vorräte. Rechtzeitig zurück heißt es deshalb jetzt hurtighurtig die letzten Exemplare einzusammeln, die Herbsthimbeeren haben zwar den unschlagbaren Vorteil, dass weiße Kleinstlebewesen sich nicht allzu häufig dort aufzuhalten pflegen — dafür aber auch ein klein wenig weniger süß zu munden wissen; aber all dies wird hinfällig mit der vorgesehenen Füllung für die Naturbonbons, die sich immer wieder allseitiger Beliebtheit erfreuen. Jedenfalls werden die Bestände immer wieder überfallartig dezimiert.

minze ungehackt und bereit
Entzückt zum Zerhacken vorgesehen

Also Minze geordert, kleingehackt und mit Agavendicksaft sowie ein paar kleinen Spritzern Limonensaft versehen. Ab in das Tiefkühlgerät und nach ein paar Stunden kann erst lutschend und dann die kalte Himbeerperlenwand krachend lassend der feine Minzagavendicksaftgeschmack seufzend erkundet werden. Köstlich kalt also!

septemberperlen
Kinderleicht zu bewerkstelligende Füllung — einszweidrei und im nu sind die Bestände gesichert

Was!? gab es schon öfters? Macht nichts, schmeckt immer wieder gut, der Winter wird hart, da braucht es süße Kost. Nachmachen unbedingt angeraten. Noch ist Zeit ;-)

Raureifige rote Naturperlen als köstliches Resultat füllungshalber zu versehender Jahresbedarfsdeckung überaus leckerer Naturbonbons (eisig-himbeeraromatisch-süß)

naturbonbons aus herbsthimbeeren
Raureifige Herbsthimbeeren mit leckerer Füllung

Die statthafte Menge an Himbeeren, die zur Zeit auf dem Markte und im Obsthandel zu bestaunen sind haben meistens ein preisliches Niveau, das an schwarze den Himbeerbestandteilen nicht unähnlichen Gegenstände, erinnert. Da wir unglücklicherweise über keine Himbeerzucht verfügen ist also Abwarten das Gebot der Stunde. Zum Marktschluss, der hervorragend mit unseren Aufstehzeiten harmoniert, gibt es die meist billiger.

Und da der WG-Vorrat an eisigen Juliperlen respektive vorwinterlichem Himbeerumhüllungsbruch dieses Jahr noch nicht aufgestockt wurde (der klägliche Rest von zwei im Eisschrank ganz nach hinten gefallenen Exemplaren ist etwas unansehnlich durch die vergessene Bierflasche geworden, die darüber lag), war die Gelegenheit auf äußerst preisgünstige Himbeeren zurückzugreifen, die aber auch verdammt verführerisch aussehen und sogar danach schmeckten, was sie für Naturbonbons überaus geeignet machen sollte, geboten.

Das Ooohh.. Himbeeren gleiche im Keime erstickt beim Auspacken des Einkaufs und naschsüchtige Begierlichkeiten gekonnt abgewehrt und sogleich Einteilungen zum Fertigen unter Aufsicht vorgenommen.
Füllung geht furchtbar simpel vonstatten (kleingehackte Minze mit vorzüglichem Bio-Agavendicksaft und Zitronenmelisse oder Limonenspritzer vermengen) und schnell (mit einem kleinen Spicker ) und nach kurzem Verweilen im Gefrierfach können die sogar schon am selben Tage verköstigt werden.
Die eine Hälfte im Kühlgelegenheitengefrierfach verstaut und nicht drauf geachtet, dass das auf Grund einer fiesen winzigen Eisschicht nicht richtig schloss, was zu einer schönen weißen raureifigen Ansicht führt, die sich aber sehr photogen zu machen weiß ;-)

unraureifige naturbonbons aus ebenso delikaten herbsthimbeeren
Nicht sich der nicht so gut schließenden Tür hingebende Variante

Unbedingt nachmachen solange es noch fruchtige Beeren und sehr delikat im Munde zu erschmeckende Agavendicksaftbestände zu erwerben gibt (gerade in Bayern herrscht da oftmals Mangel); nächste Woche kann es schon zu spät sein :p

Ebenfalls Himbeeren nicht abgeneigt sind Pfannkuchentürme bei Chaos Kitchen und ebenfalls die süße Tortenkunst bei genial lecker. Bolli schließlich macht daraus sentimentale Kost und aus schon vorher geeisten wird bei Foodletter ein fixer Smoothie zur naschlichen Kredenzung. Der farblichen Tendenz zumindest folgend ist seit einiger Zeit candyland wieder mit wunderhübschen Zusammenstellungen zu sehen (nur die Rezepte fehlen immer noch).

Roter Kohlrabi in zweierlei zu verköstigender Hinsicht — süßlich an sechs Rosinen und Agavendicksaft angemachte Schale und delikat auftretende Blätter und feurig-pikante Gemüsewürfelchen über allem rasch zubereitete Croûtons

chili leicht angetrocknet
Chilifreuden in schon leicht trockener werdenden Zustande

Eigentlich war für die Zubereitung der Chili-Blogevent-Kocherei im Kochtopfblog so einiges auserkoren — allein widrige Umstände wussten die Ausprobiererei im Zaume zu halten. WG-Teilbelegschaft musste die kritische Phase der Sonneneinstrahlung mit Saunatemperaturen von Fieber geplagt nicht auch noch mit heißer scharfer Kost verbringen. Aber pünktlich mit Ende des Abgabezeitraumes zum Blog-Event kühlten ja die Temperaturen wieder ab. Der geeignete Zeitpunkt um zum Kochlöffel zu greifen.

Es blieb nur die Problematik der zu verwendenden Zutaten, war doch durch Schlamperei im Einkauf die Auswahl nicht überaus reichhaltig. Aber nicht so schlimm, schließlich passt Chili eigentlich zu fast allem und nach Entdecken eines sich im Kühlbereich befindlichen Päckchens roter kleiner Chilis, die schon etwas dem Trockenem zuneigten (Chili entstammen übrigens dem Chilibaum wie auf der neu gestalteten huettenhilfe-Seite gesehen werden kann), musste sich nur die ein oder andere frische Zutat und noch vorhandener Vorrat finden.

roter kohlrabi
Roter Kohlrabi — überaus zart im Geschmack

Passend zur Farbgebung erwiesen sich dann drei rote Kohlrabi, die sich sogleich als überaus wohlschmeckend erweisen sollten. Die waren schon roh sowas von lecker, dass die erst ins Auge gefasste Möglichkeit diese mit Chili zu braten oder zu dünsten schnell ad acta gelegt wurde.

Aber vielleicht ein Croûton mit leichter scharfer Note? Weißbrot (nicht wie sonst im Kochbloguniversum üblich selbst gebacken) wurde artig gewürfelt und dazu wurden schnell ein paar Schoten angestochen und langsam in Olivenöl erhitzt. Nach dem Röstvorgang in der Pfanne erwies sich das aber some-like-it-hot-blog-event
als eher nicht so lecker und deshalb wurde kurzerhand umdisponiert und das Öl für die feinen Kohlrabi-Würfelchen verwendet.

Derweil rote Zwiebeln mit der kleingeschnittenen roten Kohlrabischale und ein paar Rosinen in Olivenöl gedünstet und mit zwei Löffeln vorzüglichen Agavendicksaft abgeschmeckt. Derart leicht karamelisiert durften dann auch noch die überaus famosen Blätter hinzu und nach kurzer Zeit noch etwas Wasser chili in olivenoelund kurz darauf noch den Saft einer halben Zitrone (gab es ehrlich gesagt auch schon mal so ähnlich ;-) ).

Zusammen auf jeden Fall auch mit Agavendicksaft nur empfehlenswert und mit den schön durchgezogen pikanten zarten Kohlrabi war das eine gute Kombination, die durch die Röstbrotbestreuerei auch unumwunden als geglückt anzusehen war. Leichte scharfe Momente durch knackige Stieldurchbeisserei (die waren halt doch noch etwas hart) waren so eine gute Kombination und nach ein paar Minuten war unser Beitrag zum Blogevent Some it like HOT von der hungrigen Meute in unserer kulinaria-katastrophalia-Küche verputzt.

rote kohlrabiblaetter an chili-kohlrabiwuerfel
Pikante Schmeckerei an süß Blätterkost mit zitroniger Note

Zutaten:

Kohlrabi mit Blättern
Chili
Olivenöl
Zwiebeln
Rosinen
Agavendicksaft
Zitrone
Salz

Von gar nussiger Eleganz getragen weiß sich sich die förmlich die Interessen auch besuchlichen Beistandes respektierlich begutachtende Blicke aufsaugende Begierlichkeit im allerbesten Lichte zu präsentieren, was jetzt aber auch angesichts köstlichen Olivenöles und weißem Balsamico auch nicht minder schwer gelingen konnte und so für eine willkommene Abwechselung des geschmacklichen Frühlingsplanes zu sorgen wusste — außerdem neu im Rennen: wiederentdecktes längliches Gemüse und Restobstverwertung im Joghurtgewand (und sich langsam wieder heranarbeitendes Gelingen)

Brennnesselsalat
Delikates Unterfangen — Brennnesseln als gar köstliche Salatkreation gereicht

Kaum war die Zeit der Ausflüge in anderweitige Gefilde dem Abgesange zugetan — schon wurde ein Glücksfall sichtbar, der sich in zweifacher Art zu präsentieren wusste. Da war doch tatsächlich gelungenermaßen die Suche nach langen Raddichiozuchterfolgen vom Erfolge aber auch so was von gebauchpinselt, dass gleich zwei Sorten aufgetrieben werden konnten: Länglich gestreckt und dann noch eher sowas wie roter Chicorée (nicht im Bild), der sich als überaus delikat schon im Rohzustand erwies und nur der Empfehlung feilgeboten werden kann. Und dann zwei bildschöne Prachtexemplare, die noch ausharren, ein pfundschweres Angebot zum Mitreden.

langer roter radicchio
Zurschaustellung: langer roter Radicchio

Andere Mitbringsel dann die Tage — sowieso erstaunlich, was sich so anzufinden beliebt an sorgenfreien Genussmitteln aus aller Welt, die dann doch kleiner sich entpuppt, als vermutungshalber unterstellt.

Zur Einstimmung gab es wunderbare sehr saugfähige Brennnesseln, die dunkel strukturiert mit köstlichen Bioolivenölspritzern und weißem Balsamico ihr delikates leicht nussig schmeckendes Dasein recht schnell beendeten. Sehr lecker! Schon lange nicht mehr gehabt.

Dazu dann an Frische kaum zu überbietende geräucherte Makrele, die den Beginn des Frühstückes aber auch nicht mehr im vollem Glanze erlebte und dazu dann Restverstückelung von Birnen, Äpfeln, Orangen und inspirationswilligem Agavendicksaft. Dazu ein Batzen Sonne und Kaffee und Herumschlunzen

birnen-apfel-orangen-salat-in-joghurt-mit-einem-hauch-agavendicksaft
birnen-apfel-orangen-salat-in-joghurt-mit-einem-hauch-agavendicksaft-angerührt

Überaus formidabel — längliche Radicchio-Offerten suggerierend wurde mittels Wildaprikose und wieder einmal vorzüglichen Agavendicksaft schnellstens vorspeislich zu Kredenzendes geschmurgelt und weil das durchaus sich dem Genusse nicht verschließt, wusste es sich als angenehm zu gestaltene Kleinspeise zu präsentieren, die jetzt noch ausfeilbedürftig ist, aber immerhin im Gegensatz zu Wiederentdecktem nicht als Alter Brei tituliert werden muss (Blogbetrügerei, die hundertdritte oder so)

Der bangen Frage übrigens welche kulinarisch ansprechende Auswahl denn sich als geeignet erweisen sollte, war nach kurzem Gang über den Markt lösungshalber der runde Radicchio ins Auge gefallen. Wenn schon keine lange Version, dann halt die. Nur wie?

Radicchio rund
Nicht in die Länge gezogen, aber überaus lecker

Bolli, die Meisterin der Zubereitung dieser Bittervariante des Genüsslichen, hat schon fast das gesamte Repertoire durch. Woanders wird das natürlich auch noch gefertigt (andere darben).
Nur auf eine Variante kann andernorts auf Grund nicht vorhandener Vorratshaltung nicht zurückgegriffen werden — Agavendicksaft. Wunderbares Zeug. Gibt es nicht überall :D Also muss wenigstens damit sowas wie kochzutatlich veranschaulichtes Neidgefühl geweckt werden.

Und das war wirklich eine überaus dem Gemüse zugängliche Zubereitungsweise, der die sanften Bitteraromen im Zusammenspiel mit leicht herbtönigen wilden getrockneten Aprikosen, die eigentlich hierfür geordert worden waren, auf so wunderbare Weise zu einem ausgeglichenen vorspeislich zu kredenzenden Präsentierteller zu bringen wusste, was auf Grund des dann doch hohen Sättigungsfaktors als Hauptmahlspeise durchzugehen beliebte.

Zubereitung auch ganz einfach: Raddicchio hälfteln und in etwas Öl anbraten, Wild-Aprikosen hinzu und dann Agavendicksaft und mit etwas Wasser schmurgeln lassen unter einem Deckel, der gelegentlich für Umdrehaktionen gelüfetet werden darf. Das dauert schlappe 3-4 Minuten und schon ist es fertig. Die schicke rote Farbe hat etwas eingebüßt, aber die leichte Schwärze der karamellisierten Aprikose zieht ja die Aufmerksamkeit erst mal auf sich. Vielleicht würde auch etwas Zitrone passend sein; mal ausprobieren. Formidabel jedenfalls!

Also ordentlich Agavendicksaftgläser im Hause horten für die schnelle Zubereitung, das hochdelikate natürliche Süssungsmittel macht auch gar nicht soo süchtig ;-)
Vorratshaltung ist übrigens nicht nur bei Lebensmitteln hoch im Kurs. Immer wieder hervorgeholt lässt sich bisweilen das ein oder andere Schmankerl in neuem Lichte bewundern. Diese schon lange abgelaufene Saure-Gürkchen-Sache im Glas beispielsweise. Das kann dann vielleicht auf den nächsten DFSSGF warten zur Entsorgung ;-) oder doch sich durch einiges an Geschick anschicken was Neues zu kreieren; welche Kostperson will schließlich immer das ewig Gleiche kosten.

radicchio mit wildaprikosen und agavendicksaft geschmort
Die süßliche Umrundung trägt den bissfest herben Genuss überaus passend

Es gibt ja inzwischen diverse Portale zur Erkundung von Essbegehrlichkeiten unterschiedlichster Couleur, um sich allerlei Anregungen und spannende Unterhaltung über Kulinaria ins Haus zu holen. Den Blogs widmet sich seit einiger Zeit das unübersichtliche wikio, mit kleinen Bildchen versehen wird auch eine Auswahl Foodblogs in der Rubrik Gastronomie ihr Auskommen gesichert. Und da dann doch tatsächlich wieder mal auf Küchenruf gestoßen. Da war doch mal was (und schon wieder). Es stellt sich jetzt eigentlich nur die Frage, wie lang Schamfristen bemessen sein müssen, die überwunden geglaubt, sich nun im schalen Lichte zu präsentieren wissen. Was finden allerlei Leute mit ihren geschmacklosen Rezeptseiten nur daran sich als Blog zu gerieren? Mit 98 %-Wahrscheinlichkeit ist bei solcherlei Angeboten die kommerzielle Vermarktung der Hintergrund. Alter Brei, recyceltes Schmalspurangebot, virulentes Überangebot — scheint leider der neue Trend zu sein.

Gar leckere Shrimps in dreierlei Variante (davon im Bilde mit Mehlstaub verziert) und nachtischliche Angelegenheiten (Vorabversion)

Die Shrimps, die zu sommerlichen Temperaturen so vortrefflich zu munden wussten, müssten doch auch als Pfannengericht unser aller Herz zum Erblühen bringen können. Der durchaus als reichhaltig zu bezeichende Riesenbeutel Shrimps war kurzerhand im tiefgefrorenen Zustand geordert und schon setzte die vielfältige Variationszubereitungsfreude mal wieder ein.

gemehlteshrimps
eifrig gemehlt war allerdings auch die feurigrote Farbe gebannt

Vielleicht vorab schon mal ein bissl mehr scharfes Paprikapulver für mehr Würze? Gute Idee — schlechte Ausführung; der pikante Geschmack wurde davon nämlich zu sehr als nicht mehr richtig wahrnehmbar erkannt.
Auch war die Pfannenzubereitung auch etwas austrocknender Natur und so wurden dünne Mehlstaubschichten um die marinierten Shrimps herumgewirbelt. Das Resultat war wie erhofft, die Gefahr gebannt. Der Geschmack tendierte zur Ausgewogenheit und saftiger war es auch noch. Also noch zahlreiche weitere Bratvorgänge mit dieser Grundlage vorgenommen (auch teilweise ohne Öl) und sich aber so richtig zugeschlemmt.

shrimpsendabfertigung
satt und zufrieden

Da hilft bekanntlich nur eines, um dieses riesige Völlegefühl schnell und dem kulinarischen Anspruch gerecht werdend der Beseitigung anheimzustellen — karamellisierte Limonen mit Agavendicksaft. Vortreffliche Wahl mal so ganz nebenbei bemerkt ;-)

karamelisierte limonen in aufbereitung
karamellisierte Limone als abschlüssliches Leckerli

Dann war noch aufgefallen, dass da immer noch ein neues Stöckchen von Barbaras Spielwiese der Beantwortung harrt, was tiefere Neugier zu befriedigen weiß. Das ruft uns allerdings unser Gewürzproblem wieder ins Gedächnis, welches dringend und oftmals vorgenommen eigentlich jetzt mal so alsbald der Erledigung harrt. Unsere Gewürze sind vielfältig in unserer gesamten Küche verteilt und stapeln sich gar allüberall; das müsste ja mal wirklich in Ordnung gebracht werden und der Abwasch erst, der sich bis unter die Decke hoch empor windet und…

Die blutrote Apfelnacht – aparte Reispapierrollen schärfsten Inhaltes mit Makrele, Ingwer, Zitrone, Agavendicksaft, Rote Bete und delikat aufgetischten Apfelscheiben — nebenbei katastrophale Mixversuche

blutende reispapierrollen in halbwegs harmonischer eintracht
Leicht durchschimmernde Apfelstücke waren in der linken Reispapiertasche ziemlich angesagt

Die sagenumwobene Apfelnacht zum Ende des Septembers stand also an — und da wäre es doch gelacht, wenn es nicht gelänge diese lustige Idee, die da neulich so im Raume stand, für den Appleday die Apfelnacht im Kochtopfblog in die Tat umzusetzen…
…wenn da nicht der Umstand gewesen wäre, dass irgendwie jetzt die ersonnenen Zutaten sich jetzt trotz eifrigen Vorsprechens jetzt nicht so als vorhanden zeigen konnten, was jetzt aber auch nicht so schlimm war: Äpfel waren ja schließlich geordert und außerdem gebot der Anlass applenightdoch einfach mal diese Anchovis zur Geltung zu bringen und so geschah was geschehen musste und zusammen mit dunkelroter Bete wurde eine Paste angemixt, die jetzt eher als katastrophal einzustufen gewesen wäre (wurde ganz schnell — weil schlichtweg furchtbar — entsorgt), was aber immer noch nicht zum Umstand führte, einfach sich dem Aufgeben hinzugeben und so wurde beschlossen (zumal doch so langsam die Zeit fortgeschritten war) was Neues zu ersinnen.

Also quasi ganz schnell an tolle Reispapierrollen gedacht, die sich mit Apfel harmonisch einzufügen wussten — zuvor wurde aber noch Rote Bete nachdem sie sowieso schon geschält war mit frischem Ingwer und ein paar Spritzer einer Zitrone und etwas Agavendicksaft vermengt und mittels Mixerfuellung als da waeren apfel makrele ingwer rote bete zitrone zu einer schön färbenden grob strukturierten und diesmal wohl abgeschmeckten Paste gefertigt. Apfelscheibchen angerichtet und irgendwie in verschiedenen Fallstudien verschiedene Rote-Paste-Aufstreichmethoden ausprobiert. Als da wären drauf, drunter, quer, in Streifen, rund und mit Muster.
Makrele, frisch geräuchert in kleinen Stücken war passenderweise auch optimal als Ergänzung und so konnte durch einen Einwicklungs- bzw. Umschlagvorgang unsere bald gut durchgebluteten Reispapierrollen kreiert werden, die sich einerseits durch scharfe Geschmacksintensivität der Paste und andererseits mit dem frischen und knackigen Apfel in milder Reisnote auszeichneten.
Kurz überlegt, ob sich das jetzt angebraten als das besondere Etwas herausstellen könnte und gedanklich verneint, d.h. vielleicht im Sesammantel (wozu jetzt natürlich Sesam vorhanden sein müsste, was sich ja schon letztens als ein kleines Problem darstellte).

blutende reispapierrollen neben apfel in der nacht.jpg
Blutende Reispapierrollen neben Dekoapfel in der regnerischen Nacht

Der optische durchaus nicht zu verachtende Effekt hatte schon was von Halloween — aber im Vergleich zu der eigentlich favorisierten flambierten Variante dann doch etwas anders. Zum Linsenvent wird — soviel steht schon fest — dann auf Bewährtes zurückgegriffen, die ständig begutachteten Vorbereitungen laufen schon…

Bis zum nächsten Appleday ist dann ja noch ein Jahr Zeit ;-)