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Der Dunkelheit enttriebene rundlich vervollständigend zu geniessende in dreierlei Hinsicht perfekte zur Partykredenzung gefertigte und deshalb auch spät kommende Bällchen (inclusive grünem Wildwuchs)

ingwerschafskaesebaellchen und ganz hinten mit knoblauchsprossen
Ingwer-Schafskäsebällchen bei Nacht (Parika und Fenchelsprossen wissen sich auch da gut zu machen)

Immer wenn Partys anstehen wird auch die Fragestellung akut, ob denn auch gewünscht wird genüssliche Freuden zu servieren. Dabei ist diese Frage durchaus heikler Natur — schließt sie doch ein, dass der Fertigungsprozess zumindest so zeitlich vonstatten gehen sollte, dass die lieben Partygäste auch noch in den Genuss der eigens mit Inbrunst gefertigten Köstlichkeiten kommen.

Dabei sind erst in letzter Minute gefertigte Spezialitäten überaus lecker und obendrein heiß begehrt, weil zu diesem Zeitpunkt das Hungergefühl die Klippen der Vorspeise längst hinter sich lassend zu neuen Höhen emporklimmend sich zu äußern wagt und auf diesem schmalen Grade zwischen Zuneigung und urwüchsigem Hungerattacken nur beste Resultate zu erzielen sind.

Deshalb gewagt, getan und ingwer schon etwas groesserkalte Bällchen in das zusehendst von zeitlichen Mängeln geplagte Auge gefasst, die auch schon mal im Sonnenlicht zu bewundern waren. Und da die so lecker mundeten waren die wieder gewünscht und so langsam ward sich der Umstand, dass die auch noch zur Party hintransportiert zu werden wünschten in die Erinnerung gerufen, was nur dazu führte, dass in Unachtsamkeit sich hingebend der Ingwer erst mal anbrannte und erneut in die Niederungen der Schnippelarbeit abgestiegen werden musste.
Zwischendurch dann noch WG-Personal abgewehrt, welches selbstredend nur probierungshalber die Bestände verringern wollte, und es noch geschafft schnell ein paar neue Ideen einzuschmuggeln in das Rezept.

knoblauchsprossen
Zartsprießiges Knoblauchvergnügen

Ursprünglich waren nämlich die tollen Knoblauchsprossen gar nicht vorgesehen, konnte aber auf Grund eingetretenen Ingwermangels (der Nachwuchs ist noch nicht so weit) ganz triumphal ihren Auftritt hinlegen und gekonnt äußerst feine und frische Aromen zur Geltung bringen mit einem Hauch dessen, was die volle Knolle für sich in Anspruch nimmt. Sieht außerdem auch noch ganz nett aus das Gewusel.

schafskasebaellchen mit knoblauchsprossen
Der Dunkelheit entronnene Zielstrebigkeit (grün-wuselige Version)

Also ein Blickpunkt allemal und deshalb eine Version nur mit grünen Sprossen und eine mit Fenchelsprossen und Knoblauchsprossen mit den aparten schwarzen Punkten gefertigt und da auch noch eine Minute vor Zwölf die Auftragung vonstatten gehen konnte nach diversen Überwindungskünsten im öffentlichen Nahverkehrsgewusel war zumindest die übliche Essenszeit eingehalten (nur einige Partygäste hatten da schon schlappgemacht) und eine erlesene Schar durfte sich die cremig-pikante Genüsslichkeit einverleiben. Sehr lecker mal wieder!

Die der feinen Exclusivität sich hingebenden Bärlauchblätter samt dazu gereichter Rosmarin-Oliven-Kartoffeln umschmeichelten delikat in Rote-Zwiebel-Tomaten-Weißweinsauce geschmorte Kaninchenkeulen, die dadurch zu ihrem sich dem zartgeschmacklich hinorientierenden Verspeisungshöhepunkt unter Beachtung reichlich gereichten jungen Römersalates mit hochinteressanten Rotkohlsprossen in Distelöl fanden (dazu Wein, viel zu viel Wein)

Die wahre Kochkunst zeigt sich in der Verwendung jenes raffinierten Bärlauchgewächses, ein sicherer Kompass im Dickicht unüberschaubarer Kulinarik. Die französische Küche leidet bekanntlich sehr darunter, dass die nicht Zurverfügungstehung der feinen Blätter sie immer im zweiten Range der Kochkunst stehen lässt :D

Die sich nicht nur sehr passend zu vegetarischen Köstlichkeiten erweisenden nach leichtem Knoblauchduft zu erschnuppernden Blickpunkte sind eine dermaßen köstlich zu erschmeckende Hingabe an das sich nur größtmöglich vorzustellende Verschmelzen von Genuss und wahrer Lebensfreude.

kaninchenkeule mit baerlauch und rosmarin-oliven-kartoffeln
Bärlauch — aber auch sowas von passend zu zart geschmorten Kaninchenkeulen

Zwar werden die mitunter lieblos aus ihrer Umgebung gerissenen Blätter bisweilen zu schnöden ;-) Pesto verarbeitet — die wahre Bestimmung liegt aber in der Komposition mit leckerem Kaninchen, das höchstwahrscheinlich noch besser zu munden wüsste, würde auch das Anknabbern des Bärlauches zu den prädestinierten Fütterungsmethoden gehören. Bärlauch — auf jeden Fall ganz ganz groß im Kommen

Genussmousse hatte ja erst neulich Kaninchen zubereitet, was sich auch sehr gut machte, da die Kanincheneinkaufmöglichkeit mal wieder zeitlich nahe lag. Also dazu dann Besuch geordert und erstmal die Neuerung auf dem Sprossenmarkt als Vorspeise in reiner Naturform zum Ertesten gereicht: Rotkohlsprossen.
Zwar erahnen die meisten die Kohlverwandtschaft des leicht scharf daherkommenden Prickelns auf der Zunge, die Lösung harrte dann aber doch der Aufklärung. Geordert werden können die Keimlinge in Bioqualität bei Misslingen der eigenen Zuchterfolge bei der Sprossenmanufaktur, von der auch schon unserer Fenchelsprossen-Schafskäse-Ingwer-Bällchen profitieren konnten.

Mit Babyrömersalat und unaufdringlichen Distelöl dann die Salatkredenzung des Abends, die schon fast aufgefuttert war, weil wir uns nicht an das Genussmousserezept hielten und lieber die Kaninchenteile mit Olivenöl und kleingehackten roten Zwiebelstückchen in später nach dem Anbratvorgang hinzugefügtem Weißwein und vier hübschen kleinen schon ganz gut mundenden Tomaten und einigen Bärlauchblättern anschmorten (statt im Backofen auf den Kartoffeln) unter Hinzufügung von frisch geschrotteten schwarzen Pfefferkörnern; Salz kam dann erst später hinzu und da der Wein leider schon auf Grund der dann doch etwas länger dauernden Garmethode sich überraschend dem Ende neigte kam lediglich noch etwas Wasser hinzu und kurz vor Schluss ordentlich Bärlauch.

Derweil im Ofen mit Rosmarin und köstlichen Kalamata-Oliven (die eigentlich auch gut hätten mitgeschmort werden können) Backkartoffeln in Bioolivenöl gefertigt, was wesentlich schneller gelang. Irgendwann nach längerer Wartezeit und der dritten Flasche Wein war dann auch die Bereitschaft vorhanden die durchaus noch vorhandene Bissfestigkeit der Kaninchenkeulen zu testen und so fand sich ein überaus leckeres Zusammenspiel zum Abend hin, der nicht mal ein Fitzelchen der köstlichen Sauce übrigließ und gar auf nachtischliche Freuden verzichtete.
Superb! Lecker!

Urplötzlich auftauchender sich unangekündigt hungrig zu Tisch setzender und eigentlich ganz braver Besuch war verköstigungshalber zu versorgen und damit unsere Serienguckgelegenheit nicht sich abhold erklärt wurde wieder mal Großartiges, weil schnell und lecker zugleich, aufgetischt und so kam, was kommen musste — Feines Fischkuddelmuddel an Safran-Sahne-Sekt-Sauce und dermaßen zufrieden konnte auch noch ein kurzer Blick auf das sonstige Geschehen geworfen werden (vorspeislich in Olivenöl angebratene Paprikastreifen) und fast hochaktuell — Hausdurchsuchung bei unserem Blogbetreiber aufgrund eines Durchsuchungsbeschlusses eines popeligen bayrischen Amtsgerichtes, welches die Ehre von sich in rechtsextremen Parteien Tummelnden schützen will und so nebenbei beabsichtigte die Blogsport-Server einer polizeilichen Inaugenscheinnahme zu unterziehen

Zucchini waren zuhauf da und gerade als versucht wurde in Übereinstimmung zu bringen, was gedanklich damit anzustellen sei, kündigte sich angenehmer Besuch an, rasch die Portionen aufgestockt durch Hinzunahme von Fischsammelsurium und Co. — sodann noch dem Wunsch nach sahniger Konsistenz nachgekommen und mittels im ordentlich verstauten neuen Ordnungssystem schon nach 5 Minuten den Safran gefunden. Sekt war noch da und so kam sehr leckere Kost zum Zuge. Zubereitung ganz einfach, fast wie hier, nur halt noch mit Sahne und Safranfäden. Sehr lecker.
Die leicht sahnige Note mit Safran weiß überaus überzeugend das ihr eigene Aroma zur Geltung zu bringen und durch den knackigen Biss der Zutaten tut sich erfreulicherweise eine gelungene Kombination auf, die auf leichte Essfreude setzend, angenehm in Erscheinung zu treten wusste.
Vorspeislich gab es lecker angebratene Paprikastreifen, die eigentlich für die Anfertigung von Ingwer-Schafskäse-Bällchen vorgesehen und nun als Vospeise auserkoren waren (außerdem kamen da auch noch ein paar ins Essen rein).

fischige mit zucchini versehene safran sahne sekt sauce an linguine
Fischige mit Zucchini versehene Safran-Sahne-Sekt-Sauce an Linguine

In Bayern ist die Welt noch in Ordnung, da ist das bayerische Amtsgericht noch angesehen, wenn der Herr Richter ums Eck kommt, dann schauen alle ehrfürchtig zu Boden. Ein Richter kann aber noch mehr, er kann Hausdurchsuchungen absegnen, dazu braucht er bloß einen Beschluss zu unterschreiben und schon rückt die Polizei an. So wurde bayrische Ordnungsliebe vorletztes Jahr auf eine Ungeheuerlichkeit aufmerksam: Da hatte es doch tatsächlich jemand gewagt zu äußern, dass die 40 Millionen, die der Papstbesuch kostete, besser hätten verwendet werden können. Eine ganz normale Meinungsäußerung also.
Der Herr Richter hat sich da gleich gedacht: In Bayern nicht! Einen Durchsuchungsbeschluss ausgestellt und dann rückte ein vermummtes Sondereinsatzkommando mit Maschinenpistolen im Anschlag an und aus war es mit der Gemütlichkeit (Bericht von MDR-Magazin Fakt).

Nun wieder mal ein Amtsgericht, das fand die Ehre von sich rechts Tummelnden so beschützenswert, dass bei unserem Blogbetreiber Blogsport eine Hausdurchsuchung durchgeführt wurde, um Achtung! eine Emailadresse ausfindig zu machen! Mal auf der Zunge zergehen lassen — eine Emailadresse. Die fand sich zwar auch schon als Kontaktadresse im angeblich des schlimmen Tatbestandes der Verleumdung dringend verdächtigen Blogs auszeit-news, die über rechtsextreme Vorfälle berichten, aber was soll es. Demnächst dann wahrscheinlich auch eine Hausdurchsuchung bei Familie Meier, weil der Nachwuchs einen Schokoriegel hat mitgehen lassen?

Hintergrund ist wohl eher, dass das angerückte LKA Berlin gerne mal einen Blick auf die Blogsportserver mitsamt seinen Daten geworfen hätte, um sich mal so eben einen Überblick zu verschaffen, wer denn da so bloggt und vor allem woher er auf die Server zugreift. Auf Blogsport sind ja nicht nur die aktuellsten Kochinformationen erhältlich, sondern auch zahlreiche linke Blogs. Blogsport bekommt im Jahr zahlreiche „Anfragen“ von staatlichen Geheimdiensten und Ermittlungsbehörden (Verfassungsschutz und Landeskriminalämter aus der gesamten BRD), die mal eben so — allerdings vergeblich — versuchen an Informationen heranzukommen. Die angeblichen Gründe sind meist von ähnlichem Gehalt wie die in Bayern inkriminierte Meinungsäußerung. Realität im Überwachungsstaat und ein Vorgeschmack auf die von CDU/CSU und SPD geplanten weiteren Beschneidungsmaßnahmen demokratischer Rechte (die Vorratsdatenspeicherung ist da noch harmlos gegen).

Schafskäse überträufelt mit rot gewordenem Bratsaft aus den eilig kredenzten kleinen Chorizo samt mit Blattpetersilie rasch angefertigter Kichererbsenkeimlinge (dazu unabkömmlich Bio-Vollkornbrot)

Hunger, dann auch noch in diversen sich diesem Thema widmenden Blogs herumgeschnüffelt und sich spontan für gebratene kleine Würstchen mit grober Struktur entschieden, weil bei Bolli grobe Wurst mit leckerem Weißweine innendrin kredenzt wurde. Gut, dass neulich erst ein paar scharfe aneinandergereihte Chorizos erworben worden waren. Und weil soviel Fleisch einen Ausgleich benötigt, gab es Tomaten und Schafskäse dazu und einen Teil der — wir sind gerade wieder im Sprossenfieber — Kichererbsenkeimlinge, rasch mitgebraten samt Blattpetersilieblätter, kleingehackt, dazu. Und mit Vollkornbiobrot, gekauftem, war die schnelle Lösung da. Dazu musste es natürlich Weißwein geben, lose ;-)

chorizo kichererbsenkeimlinge tomaten schafskaese und biovollkornbrot
Chorizo, scharf-pikant-angenehm in guter Gesellschaft

An- und Auflaufprobleme: Erst war die Essenspeisung andernorts anvisiert, dann verlegt überlegenswerterweise und dann fand sie hier statt und die Problemlage, dass die vorhandenen Zutaten nicht im gewünschten Ausmaße vorhanden waren wurde geschickt durch Restverwertung von diesem und jenem gelöst (und spät war es auch noch)

Ich bin jetzt da, aber wenn du da bist, dann kann ich dahin kommen, ja aber da ist nicht wo dann das ist und da kann ich aber hin, nein,nein es geht auch anders, wenn du dann dahin kommst, ich kann aber auch dort hin kommen, ja, da hin, bin jetzt aber schon da und wenn du da hin gehst, dann kann ich dafür da was kaufen. Wie machen wir das jetzt?

Das ist immer so eine Sache, erst wird terminiert und dann kommt was dazwischen, dann wird umdisponiert und am Ende tummelt es sich dann ganz woanders. Macht nichts, wozu ist die Versorgungslage in unserer Küche darauf eingestellt. Also spontan nicht was aus den andernorts vorgesehen Zutaten geköchelt, sondern flugs aus Fisch, Kokosmilch, roter Paprika, Zitronengras, Zwiebeln und Sprossen (deren Hinzufügung reichlich umsonst war, weil sie geschmacklich überhaupt nicht bemerkbar waren) und ein paar Gewürzen und das Ganze wiederum mit Kirschtomaten, gehälftelt versehen und nach kurzer Andünstzeit ab in den Backofen für ca. 30 Minuten geschoben. Gut war es, wenngleich auch keine geschmackliche Offenbarung. Schnelle Kost. Dazu dann noch Couscous.

zitronengras kokosmlich fisch auflauf mit couscous
zitronengraskokosmlichfischauflaufmitcouscous

Quasi gegrillte Paprika grob kleingeschnippelt in Schafsziegenkäserund und lecker mundend sich grün herauswagende Fenchelsprossen dazufügend war die richtige dem feinen Geschmacke zugeneigte Zubereitungszuvorkommenheit für die schön frittierten äußerst feinen Ingwerstreifen geschaffen, die sich aber auch sowas von gut einzufügen wussten, um als leckere Vorspeise die Herzen aller Zuschauenden zu erfreuen (Restbestände der Ingwerschalen fanden in Zusammenspiel mit Salbei auch noch ihre entsprechend scharfe Bestimmung)

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Unter den putzigen Ingwerbällchen dann allerlei Salat (na ja — eigentlich nur Endivienherzblätter und Rucolaspitzen) und umtriebige Sprossen

Es war eine schwere Herausforderung den für den Blogevent im Kochtopfblog ausgewählten Ingwer zu einer geschmacklich hochwertigen und zufriedenstellenden Zubereitung zu führen — zumal als Hauptzutat. Galgant war ausgeschlossen (äußerst leckere Nuancen damit leider auch) und so musste fernab breit ausgetretender Pfade was Neues, selbstredend Sensationelles kreiert werden, was dem Anspruche, dem hochgesteckten, nun zierlich zur Genüge tun sollte.

Erst wollte perdu nichts einfallen, was nicht schon einmal in einer ähnlichen Zusammensetzung schon erfolgversprechend präsentiert worden war. Also war wie immer für die eigens ins Auge gefasste eigene Kreation auf nicht unbedingt in diesem Zusammenspiele leicht von den Lippen kommende Zutaten zurückzugreifen, die dennoch nicht allzu schwer zu beschaffen sein sollten.

ingwer triebig derer zweie
Ob Ingwersprossen schmecken haben wir lieber nicht ausprobiert

Und wie das immer so ist, so kam der Zufall zu Hilfe und im Bioladen wurden Fenchelsprossen, die schon die ersten zarten Triebe aus den aufgesprungen Samen streckten, auserkoren. Erste Probierversuche (irgendwie waren wir noch nie auf die Idee gekommen mit Fenchel Keimlinge zu produzieren) waren superb vielversprechend und so musste nur noch das weitere Drumherum um den Ingwer sich ergeben und wie es der Zufall ein zweites Mal wollte fiel uns bei Barbaras Spielwiese der Schafskäse auf und dann war die Wahl eigentlich ganz klar: Fenchelsprossen-Ingwer-Schafskäse sollte der Mittelpunkt werden.

fenchelsprossen
Das da im Hintergrund — DAS ist Ingwer ;-)

Klar dann noch was dazu. Gerade richtig erwies sich eine ebenfalls georderte
rote Paprika, die frei von schädlichen Wirkstoffen und in der prallen Fülle des Lebens stehend auch den farblichen Aspekt nicht unbeachtet werdend lassen sollte.
Das Ganze vielleicht überbacken mit Honig? Mit einer Panade versehen frittiert oder vielleicht gar die Paprika gefüllt?

Zeitknappheit ließ schließlich eine sehr spontan gefasste Wahl zum Mittelpunkt der köchlichen Leichtigkeit werden. Kein großes Rumgekoche, sondern eine ebenso zügig zuzubereitende Form wählen, die schnellste und dezent vorgetragene Exclusivität zum entsprechenden Ausdruck kommen lassen sollte.

paprika quasi gegrillt

Also die perfekte Vorspeise, das Bonmot jedes mit zarten Salatblättern gefüllten Tellers, die Augenweide jeder Tisch- oder Partyspeisung, die in ihrer Schlichtheit die verborgenen Talente auf so vorzügliche Weise in für die kulinarisch gespannten NichtkostverächterInnen noch ungeahnten Aromakompositionen durch nur einen einzigen Biss zum Tragen kommen lassen sollte.

rote paprika quasi gegrillt kopfueber
quasi gegrillt, echt lecker (warum schälen einige bloß die Schale?)

Also hohe Ansprüche. Gegrillte Paprika war mit den leicht dem schwarzen Tone zugeneigten Aroma schon eine vortrefflich zuzufügende Zutat, die der Einfachheit halber ohne schwieriges Holzkohleschleppen oder Backofentemperierungsversuche vonstatten ging, sondern auf eine mit nussigem Sesamöl gefüllte Pfanne zurückgreifen ließ, die zuvor schon für den äußerst feinstreifig geschnittenen Ingwer den frittierten Auftritt brachte. Das Öl damit schon mal ingwerisiert, war für die dann auf leichter Flamme brutzelnden Paprikastreifen, die nach einigen Minuten in schönster Pracht auf dem Teller lagen und in kleine Stücke grob geschnitten wurden, die prima Grundlage.

Dann wurde das neue Riesenpaket Schafskäse hervorgeholt (wobei uns auffiel, dass neuerdings Ziegenmilch als Beigabe erwähnt wird — wahrscheinlich EU-Vorgaben, dabei ist doch allbekannt, dass guter allerbester griechischer Schafskäse immer mit Schafsmilch und Ziegenmilch zu Feta ingwer frittiert verarbeitet wird) und ein verschwindend geringer Teil grob gehackt und Trara mit den roten angebratenen Paprikastücken gut durchmischt, um sodann noch einigen Fenchelsprossen den wohlschmeckenden Auftritt zu gönnen. Daraus dann kleine Kugeln geformt. Die Köstlichkeit war schon förmlich zu erahnen.

Der Ingwer in den frittierten Streifen kam dann als abschlüssliche köstliche Umrundung für die in kleine Kugeln gebrachte quasi gegrillte Paprika grob kleingeschnippelt in Schafsziegenkäserund und lecker mundend sich grün herauswagende Fenchelsprossen zum pikant angenehm scharfen Resultat dazu.

Gebettet auf salatliche Vielfalt wurde die wunderbare Vorspeisenerscheinung präsentiert, serviert und zufrieden mit dem Ausdruck höchster Wertschätzung für die Spezialität verzehrt. Wieder mal ein aus spontanen Einfällen geborener Beitrag aus unserer kulinaria-katastrophalia-küche zum unbedingten vorspeislichen Nachmachen empfohlen! Sehr lecker — unser Beitrag zum Blogevent Ingwer!
blogevent ingwer
Die Schalen des Inwers fanden dann noch eine schöne Verwendung zusammen mit Salbeiblättern für einen angenehm scharfen Tee, der alsbald nach getroffener Wertschätzung wieder zur Zubereitung gereichen soll.

Zutaten:

Ingwer, ein paar Knollen
Paprika, rote
Schafs(ziegen)käse, ein guter!
Fenchelsprossen
Sesamöl
Salatliche Vielfalt

Zubereitung auf die Schnelle:

Ingwer in feine Streifen schneiden, frittieren, in demselben Öl die ebenfalls streifig geschnittene Paprika großzügig braten, dann in kleinere Stücke schneiden und mit grob gehackten Schafskäse vermischen und nach Hinzugabe von Fenchelkeimlingen zu kleinen putzigen Kügelchen formen und mit den Ingwerstreifen verhüllen. Auf Salat liegend präsentieren und Lob einheimsen. Entweder für Party und Dinner auf Tauglichkeit testen oder am besten für sich selbst als köstliche Wahrnehmbarkeit ungewohnter von feinen Fencheltönen und dezent scharfen Ingwergeschmäckern getragenen Aromenzusammenspielerei in cremigen Schafskäsegenuss kredenzen.

ingwerbaellchen
Mjammjammjam

Und der Tee eignet sich wirklich vorzüglich auch noch für mehrere Aufgüsse. So muss Resteverwertung sich geschmacklich in den höchsten Geschmacksnuancen ergeben :-)

p.s.
So was — gerade gemerkt, dass heute ja erst der 14. Januar ist. Glatt um einen Tag beim Blogevent geirrt. Sachen gibts.

Gefunden — und auch schon gegessen (daneben üble Kost)

rest kartoffeln und karotten mit sprossen und mangosauce

Da wurde schon nach etwas gesucht und dann wurde das hier gefunden. Reste von Kartoffeln, Karotten, roten Zwiebeln und wunderbare Sprossen und jahaa scharfe Mangosauce (allerdings aus dem Glas). Salat gab es sogar auch noch. Gelungene Überraschung :-)

Unangenehm wurde es hingegen am Nikolaustag für zwei Angeklagte in Tübingen. Und es ging um ganz üble Zustände.
Einwandfreie Lebensmittel wurden zuhauf in Mülltonnen entsorgt. Angeklagt war jedoch nicht der Inhaber des Supermarktes der dafür verantwortlich ist, sondern zwei harmlose Studierende, die das schlimme Vergehen begangen hatten Essbares aus ebendiesen Mülltonnen zu holen.

[via container-blog]

Lustige Linsensprossen zu Zucchiniwürfeln, frischen Erbsen und allerfeinsten Dillspitzen, mittendrin auch noch süßliche griechische Urzwiebeln (die letzten mitgebrachten Schnüff) zur gedanklichen Zurückholung sommerlicher Geschmackserinnerungen — Köstliches Rezept und photogene Darreichungsversuche

frische erbsenLinsensprossen zur Begutachtung
Die Zubereitung der famosen Linse mit feinen Schotenerbsen ist nur anzuraten

Frische Sprossen eignen sich ja bekanntlich als famose Berieselung zu kleinen Brotschnitten, trendigen Bagels und sind natürlich auch sehr fein anzuschauen. Einmal die entsprechende Gerätschaft zur Aufzucht in Betrieb genommen wird allerlei Saatgut die Gelegenheit gegeben zu zeigen, was drin steckt.

linsen allerlei im glas
Allerlei Linsensorten in einträchtiger Zusammenkunft

Seit Tagen also wird gewässert was das Zeug hält (Tag 1) und aufmerksam wird der Wachstumsprozess der vier Linsensorten, die die Ehre hatten für unseren Beitrag zum Blogevent Linsen im Gärtnerblog herzuhalten, beobachtet (Tage 1+2+3+4). Schließlich war die Gelegenheit günstig, dass für den Fortschrittsprozess schon leicht angestaubte Gefäß hervorzuholen (Tag 0), eine bekannte Einmachfirma hat übrigens dasselbe, linsen bereit zum keimen
und gelbe Linsen , zwei Sorten rote (nun ja eher orange) und eine grüne zusammen hineinzurieseln. Das sah schon zu Anfang sehr vielsprechend aus und als erst die ersten Sprossen vorsichtig hervorlugten (Tag 3) war die Freude ungebrochen und selbst die zumeist auseinandergefallenen gelben runden Linsen zeigten vereinzelt Fortschrittstendenzen.
Zwar war die wetterliche Komponente nicht so ganz dem Keimprozess zugeneigt (Tage 2-4), was aber durch ausgiebigen Aufenthalt und Anhauchen des Glases kompensiert werden konnte (Tag 2), was zumindest zu ordentlichem Beschlagen führte und suggerierte, dass wir es gut meinen.

Und heute war der letzte Tag für den Event — also raus mit den Keimlingen aus dem Glas. Optimale zartgliedrige Grundlage für eine exzellente an geschmacklicher Komponente nicht mehr zu übertreffende Speise ;-) wurde hervorgeholt, Staunen und Raunen beim Betrachten. Ach Wunder der Natur, wie kann das nur sein, blabla, erste Blättchen, können die gegessen werden, hmhm, jaja, Foto machen.

Rasch die Biozucchini zu kleinen Würfelchen verarbeitet und in die Pfanne gegeben, zuvor dort die Dillstiele kleingehackt und mit den letzten griechischen Zwiebeln in gutem Olivenöl glasig angedünstet; damit ist der mitgebrachte Vorrat dann leider auch alle — der Geschmack ist linsensprossendarreichung im ueberblick
unübertroffen gut (Schalotten müssen dann wohl jetzt als Ersatz herhalten). Dann Erbsen mit rein, pfeffern, salzen, minzen und endlich den Linsenglasinhalt hinzu und die feinen Dillspitzen, die auf ca. 3 cm geschnitten die richtige Rührfähigkeit gewährleisten, Pfeffer und getrocknete Minze ev. zum Nachschmecken. Rasch umrühren, probieren, umrühren, zur Probe verkosten. Leckerlecker! Und schon ist es fertig zur edlen Kredenzung.

Der zarte Geschmack der Zucchini, die weich auf der Zunge liegt, wird von den vielfältigen farbenfrohen Linsen, noch leicht knackig, als Konterpart ergänzt, der unterstützend perfekt durch den dillig-zwiebligen auch die verwöhntesten Geschmacksnerven treffenden Part versorgt wird. Und erst die frischen Sprossen und Erbschen, lieb anzusehen und köstlich zu erschmecken. Sommerlich-lecker-gut!

Zutaten:
linsenblogevent
Linsen, Sorten derer völlig egal
Zucchini
frische zuckersüße Erbsen
Dill
Zwiebeln, griechische Ursorte (Schalotten passen auch gut)
Zeit, Wasser, Muße
Pfeffer, getrocknete Minze, Salz

Zubereitung noch mal auf die Schnelle in aller gebotenen Kürze:

Linsen 12 Stunden wässern, dann drei Tage regelmäßig im Glas mit klarem Wasser durchspülen, Zwiebeln und Dillstiele dünsten, Zucchinwürfel, dann etwas später Erbsen und sodann ersprössliche Linsen rein, Dillspitzen auch noch. Zwischendurch würzen. Umrühren. Fertig! Köstlichkeit servieren. Übrigens auch hervorragend geeignet als kalte Beilage. Dazu passt wunderbar ein kräftiges Vollkornbrot und ein leicht zum Perlen tendierender Weißwein.

wunderbare linsensprossen mit zucchini und erbsen und dill geduenstet
Das wunderbare Resultat köchlicher Leichtigkeit verheißt nicht nur erinnerlich sommerlichen Hochgenuss