Suchergebnisse für 'sprossen'

Nachträglich jetztlich auftischbar — haltbarer Salat in reichlich Öl, die Rettung vor Frühaufstehenden und Jammerschade, wirklich

baerlauchpesto mit nuessen auf nudelteller
Haltbarer Salat — Bärlauch-Pesto :D

Kaum die Referers geöffnet ist sogleich ersichtlich, was die Ratsuchenden auf Kochblogs zu erhaschen suchen — anschauliche Bildchen zu allerlei Sprossen (sehr beliebt: Information zu Knoblauchsprossen) nach Bekanntgabe.

Also zu haltbarem Salat gegriffen — vulgo Bärlauchpesto, das war ein schon vor einiger Zeit aus Mitbringseln gefertigtes überaus bekömmliches Zeug, das gleich in vielerlei Variation gefertigt zu werden wusste. Mandeln (eher nicht so gut), Pistazie (jep!), Pinienkerne (ok), Sonnenblumenkerne (och ja) waren die zusätzlichen jeweiligen Zutaten.

unterschied baerlauch maigloeckchen staengel
Immer wieder in Erinnerung rufen — Unterschiede Bärlauchstängel (links) und den Stiel umfassendes Maiglöckchenblatt (rechts)

Und leckeres Bio-Olivenöl und Käsereste, vor allem raspelig viel Ziegenkäse und Grana Padano, Salz ist nicht nötig. Die Bärlauchblätter entstammen aus fuchsbandwurmfreien Regionen und liegen dort von der heimischen Bevölkerung unwissend heile in ihren Beständen unbeachtlich beiseite gelassen wartend auf Abpflückung duch kulinarisch etwas bewanderte Mitmenschen ;-)

maigloeckchen in bluete
Nur Tischdeko — Maiglöckchen in Blüte

Im Reisegepäck war auch ausreichend Platz gewesen, der eigentlich vorgesehene Espressobohnenvorrat erwies sich bei neuerlicher Probierung als leiderleider nicht mehr so gut, dass sich die Hortung mehrerer Tonnen gelohnt hätte. Die Mischung wird jetzt mit geänderten Röstverfahrenstechniken gefertigt, dafür schmeckt er lascher und irgendwie leider auch verbrannter — Jammerschade, wirklich! Der war echt gut.

klecksigschmieriggut
Eigentlich schmeckt das auch nur, wenn es kleckst und schmiert

Aber nicht zu sehr beschweren, schließlich ist die Salatvorsorge gesichert — nicht zuletzt, weil die leckeren Salatbestände (alte Sorten) an den Bioständen von hysterischen MarktbesucherInnen deutlich gemieden werden dürften, was für zur Mittagszeit Aufstehende ein nun nicht unwesentlicher Vorteil ist — alles noch da, bestimmt, juchhu :-)

Jetzt oder nie — Anti-Atom-Suppe

Anti-Atom-Suppe aus Linsen
Anti-Atomkraft-Suppe benötigt auf jeden Fall eine Menge Linsen

Eigentlich bedarf es nur ein klein wenig abgequetschtes Zeitkontingent, drei Linsensorten (von denen die gelbe in gefühlten 23 Läden gesucht werden musste) und ein wenig Fingerspitzengefühl (mehr oder weniger ;-) ) und voilà die Anti-Atom-Suppe aus dekorativen Linsen ist fertig.

Belugalinsen-N
Die feine Belugalinse setzt den letzten Schliff bei der Schrift

Mithilfe von so Suppenzeugs wie Möhren, Sellerie, Petersilienwurzeln, Lauch, dreierlei Zwiebeln, Petersilie, Dill, Olivenöl und klassischen Gewürzen wie etwas Liebstöckel (noch vom Sommer eingefroren, diverse Brühvorräte gehen auch), Pfeffer, frisch vermahlen und Salz, die Suppe schluckt unglaublich viel Salz.; Rigani und Lorbeerblatt darf natürlich auch noch mit rein.
Zubereitung eigentlich fast genau wie hier beim Dekorativ, das irgendwie leider vergessen wurde.

Anti-Atom-Suppen-Teller
Schwärzlich durchgefärbt das Ergebnis, beim nächsten Mal nur noch rote Linsen

Und damit sie dann auch noch besser zu munden weiß, dürfen die optisch die Anti-Atom-Sonne unterstützenden Orangen auch noch mit rein :-) samt ergänzend zu reichenden weißem Balsamicoessig.

Zubereitung also so einfach wie die nächste Anti-AKW-Demo:

In gutem Olivenöl das ganze Wurzelzeugs, die kleingeschnibbelten Dill- und Petersiliestiele und die Zwiebeln anrösten, mit Wasser aufgießen, restliche Gewürze außer dem Salz rein, köcheln lassen, dann die Linsen — die Antiatomsonne dann doch liegengelassen — mit rein. Die gelbe Sorte verliert sich genauso wie die rote Variante relativ rasch, zum letzten Mal hatten wir die erinnerlich zusammen als gedünstete Linsensprossen in farbtechnischer herausgehobener Art und Weise präsentiert.

Anti-Atom-Linsensonne
Sonnenenergie erfreut doch immer wieder

Die feine sonst sehr delikat in Erscheinung tretende Belugalinse färbt hier gemeinerweise heftig ab, dominiert bald schwärzlich den ansonsten auftretenden aschfahlen Grünton, das gelb-orange beschränkt sich auf die Karottenstückchen, die unbeirrt die Fahne aufrecht halten.

Abgeschmeckt mit Orangensaft, Salz und ein ganz klein wenig scharfen Curry. Sehr gut — so muss Linsensuppe schmecken :-)

Fast zu schade zum kochen
Fast zu schade zum Verspeisen — das Making-of übrigens hier

Ach ja — wir versprechen: Irgendwann nach den Wahlen ist eines auf jeden Fall klar, die Interessen der Atomindustrie sei es durch Weiterbetrieb oder durch Entschädigungszahlungen sind gesichert.
Ob nun schwarz-gelbe Atomlobby oder orange-grüne Lange-Laufzeiten-Bauchschmerzen, das Interesse bzw. den Mut Nein zu sagen hatten sie alle nicht — auch wenn sie sich merkwürdigerweise heute so gerieren und die bekanntermaßen gefährliche Atomenergie für viele viele Jahre weiterhin stütz(t)en.

Hoffen wir mal, dass sich das jetzt ändert — Jetzt oder nie!

[Nachtrag: Obdachlose: todgeweihte Strahlenhelfer in Fukushima? via SWR-Umweltblog ]

Dekorativ, das — rundlich abstimmend bestückend überaus entzückend

kartoffel linsen karotten suppe eingedickt
Kartoffel-Karotten-Linsen-Suppe dickt ein — schmeckt dann besser

Ab und an müssen die Restbestände raus, alles wird versammelt und dann wird auf Zuruf entschieden alles mögliche der Kochkunst anheimzustellen. Suppentage sind ja eher selten (andere feiern das ja geradezu frenetisch), also warum nicht mal wieder, die Kartoffelreste aus hart- und überwiegend weichkochenden Exemplaren schnell geschnippelt in kleine Stücke, derweil Zwiebelwürfelchen angebraten mit Würfelgemüse aus Sellerie (ausnahmsweise in Gebrauch), Lauch, Petersilienwurzel, Karotten, Petersilie und Dill, die Stiele klein. Dann mit zusätzlichem Olivenöl versehen noch ein Suppenstück Bio-Rind kräftig angebraten und mit Wasser erst schmorend und dann köchelnd aufgegossen noch ein paar Stündchen weiter blubbern gelassen.

dekorativ bestückend rund
Nur echt mit Randlinse

Zwischendurch die Kartoffelstückchen hinzu und später noch ein paar zusätzliche Möhrchen. Gewürzlich ständig nachgebessert mit Pfeffer, Salz, frischen Lorbeerblättern. Aber irgendwie fehlte dem Fleisch der Geschmack, der hätte abgegeben werden sollen, das hätte komplett weggelassen werden können, schmeckte nach gar nichts, stammte aus einem Biosupermarkt und irgendwie kam auch die Erinnerung hoch, dass in den letzten Jahren eigentlich dort nie ein geschmackvolles Produkt erworben wurde.

Nachgewürzt mit Langem Pfeffer und beschlossen noch Linsen zuzugeben, die Kartoffeln hatten sich größtenteils schon zerkocht. Champagnerlinsen waren optimal und dann noch Mandarinensaft, frischgepresst aus steinharten aber dennoch noch saftigen Exemplaren, hinzu und ein ordentlicher Schuss Sherry-Essig. Jetzt geschmacklich deutlich besser, die festeren Linsen äußerst passend. Kein Liebstöckl mehr vonnöten. Gerettet.

Durchgezogen heute noch besser und für das Regenwetter genau die richtige Kost, heimelig-gut! ;-)
Dekorativ waren ein paar gekaufte Broccoli-Sprossen vorgesehen, aber die schmeckten leider nach gar nichts, brauchten also nicht auch noch mit hinzu. Zeit mal wieder selber die Sprossenzucht zu aktivieren.

igittigittigittigittttttt — was Grünes im Essen (Schmetterlinge)

Uwäah… irgendeine gut meinende Person hat einen Beutel Brüsseler Sprossen, eine Abart der ansonsten ganz schmackhaften Kohlgewächse, herangekarrt und sich gedacht, dass die Rubrik katatstrophalia mal wieder gefüllt werden müsste, die sich doch ein klein wenig vernachlässigt vorkommt, aber gleich so was, etwas hübsch Angebranntes, oder was Versalzenes, das wäre doch geeignet gewesen.
Na ja, zumindest um die grünen Teile herum konnte die Restbestückung noch etwas probiert werden, glücklicherweise war der Geschmack nicht so sehr eingezogen ;-)

was gruenes im essen
Schmetterlingsnudeln mit Rosenkohl zu verhunzen ist ein gar schwer Verbrechen b-(

Recycling ganz anderer Art — nämlich Kartonbücher — sind groß im Kommen, mittels Restbeständen werden in Lateinamerika billig Bücher hergestellt. Aus ausrangierten Verpackungen für Milchflaschen, Mehl oder Kartoffelchips-Tüten entstehen so Buchcover.

Es existieren sogar schon Kartonbuch-Verlage, die Eloisa Cartonera oder MBurukujarami Kartonera heißen und der Nachfrage kaum hinterherkommen. Und etwas fairer sind die Preise von den Verlagen auch, die die PapiersammlerInnen erhalten, und gedruckt wird was gefällt. :-)

Nachtmenü rascher Natur und bei gegebener Restauffindungsverwertung statthaft gebräunt — dazu Foodblog-Check (und ein kleines Glas Wein)

suesskartoffelspitzen leicht ueberbraeunlicher natur
Schichtweise durchaus unterschiedliche Aufmerksamkeitsgrade

Bei mangelnder Einkaufshaltung kann sich genüsslich auf die hinteren Bestände der diversen Aufbewahrungsstätten gestützt werden. Also sämtliche herumfliegenden Süßkartoffeln eingesammelt, geschnippelt und in Öl gebraten, erstmal antesten, währendessen nichts anderes machen, das bräunt nur angesichts der Unachtsamkeit die erste Fuhre ganz leicht unschicklich.

radieschen geschnitten alfala luzernen sprossen
Luzernentriebe gemischt

Dazu alte und deshalb schon zartscharfe gefundene Radieschen zu sich windenden Alfalfa-Sprossen, jenem Gewächs der Luzernen, gescheibelt, mit weißem Balsamico und Sesamöl versehen.
Und als Sättigungsbeilage noch ein klein wenig Halloumi gebraten und serviert mit Limone; gute Nacht-Kost zu kleinen Gläschen Rotwein.

bratkaese dazu limonenhaelfte
Halloumi schnellstens aufgetischt

Schnellste Versorgungnotsituationen wollen schließlich zu aller Zufriedenheit als gelöst betrachtet werden ;-)

Derweil wird ja in so fast jeder Hochschule in der BRD und Österreich gegen die Studienbedingungen protestiert, einige Unis sind inzwischen ja auch schon wieder von der Polizei geräumt worden :( Nähere Infos

Derweil wird mit staunender Aufmerksamkeit zur Zeit bei Barbaras Spielwiese dem Werbeunwesen auf den Foodblogs gedacht, seitdem ausnahmsweise kein Werbeblocker zur Verfügung stand, fiel auf, was im Foodblog-Werbe-Beitrag schon vorher zu lesen war, es werden einfach immer mehr, die mit den zahlreich geschalteten Bannern aller Couleur ihr Säckl füllen wollen.

roter wein spiegelnd

Diskutiert wird auch über die nicht ganz uneigennützigen Blogevents, die in letzter Zeit gehäuft angeboten werden.

Passend dazu ist bei Hausmannskost ein Bericht über den neusten Rechtsstreit zwischen der unsäglichen Website Marions Kochbuch, der bekannten „Abmahnseite“, und dem nicht minder unansprechenden Portal Chefkoch zu lesen:
Der BGH hat jetzt entschieden, dass auf Grund der kommerziellen Ausrichtung und Verwertung der Rezepte und Bilder der ausgenutzten treusorgenden Mitgliedschaft eine Verantwortung auch für die eingestellten Bilder zu sehen ist, die nun entsprechende Zahlungen eben an erstere nach sich ziehen lässt.

Da sind jetzt zwar keine Unschuldslämmchen beteiligt, es zeigt aber mit welchen verbissenen Mitteln das Kommerzunwesen im Food-Bereich um sich schlägt — angeblich zum Nutzen aller.

suesskartoffelspitzen
Süßkartoffel — passt doch einfach immer wieder

So scheinen übrigens zur Zeit einige BloggerInnen von eben einer ähnlichen neuen aus dem Boden gestampften Koch-Community-Site angemailt zu werden — sie sollen doch bitte ihre Rezepte zur Verfügung stellen, die könnten dann „praktischerweise“ als Kochbuch zu kaufen sein. Also, das Übliche für die Kochblogs, sie dürfen liefern, andere können abkassieren…

Überfällige Präsentation aus doppelwickliger gut gelagerter Umlage und der Zucchini zweiter Stufenplan (nebenbei Rumspielerei) und polizeiliche Löschungsfragen

spagetti zucchini tomate eigelb und vorzueglicher kaeseraspelung
Entzückend in der Wiederholung — Käseraspelung fein

Unter Hinzufügung von Tomaten, Eigelb und Olivenöl die akute Zucchinipracht weiter eingedämmt, darüber und darin zuvor auch schon fein geraspelt Ziegenhartkäse, Gewürze waren auch dabei und selbstredend köstlich veranschaulicht auch hier im Abenddämmerungszustand zu sehen :-)

Kurz der Hobby-Auflistung eines fairen dahinsiechenden Aufzählenden gedacht, der von technorati-Launen unabhängig sein will und selbst das Mimöschen spielt (in der überflüssigsten Sammlung, die es gibt) indem er konsequent z.Bsp. den überaus verlinkten streetart-Blog just aus launigen Gründen sein Dasein übel nimmt und ihn nie aufführte. Dafür gibt es jetzt aber beim unübersichtlichen wikio neues Spielpotenzial, auswahlträchtige Linienziehung inclusive. Nun ja…

…dann auf zu zeank, der wieder dankenswerterweise als Paketanlaufstelle fungiert und dies hervorragend mit seinem wochenlangen Urlaub in Einklang zu bringen wusste, während ein sorgsam in eine noch zu erkundene Umhüllung geschlungenes Werk (gekauft selbstverständlich im Buchladen) samt netter Karte auf uns wartete. Aber nun ist es soweit, kleine Verzögerungen machen die Sache nur schöner :-)

papierzeitungsverpackung
Papierzeitungsverpackung dick umschlungen und urlaubserprobt

Nach der Sommerlektürenvorstellungsrunde verloste die genussmousse-crew unter allen teilnehmenden Blogs das nachfolgende Präsent — „Besoffener Kapuziner und andere Rezepturen zur kulinarischen Verbesserung Mitteleuropas“, aus der Feder der Standard-Kochkolumnistinnen Christa Fuchs und Gudrun Harrer, als Nachfolge des ersten im Mandelbaum-Verlag erschienen Buches „Als Oma im Keller Quargel aß“ (nebenbei bemerkt ebenfalls ein großartiger Titel), illustriert werden die sich zwischen Rezept und Kolumne ineinanderverwickelten Geschichten von Moidi Kretschmann.

Erst mal wurde natürlich nur reingeschmökert, der Kampf des Zuerstlesens wird gütlicher Natur sein, aber schon das „Katholische Kompott, aufgebretzelt“ lässt ebenso wie die Stierhoden in Rahmsauce Erquickliches ersehen, die Beidln sind übrigens auch in der BRD aus sittlichen Gründen nicht für der Verkauf vorgesehen, unter dem Ladentisch gibt es die Köstlichkeit allerdings schon.

Ganze 44 Kolumnen samt der Rezepte des ersten Bandes, gebunden und versehen mit dem notwendigen Dialektausdruckglossar machen mehr als neugierig; was „Sympathetische Symbiose“ ist wird dann die weitere Lektüre zeigen.

Ein dickes Dankeschön dafür an genussmousse

besoffene kapuziner fuchs Harrer
Besoffene Kapuziner tragen wirklich zur kulinarischen Grundversorgung bei

Spannend bei derlei Buch- oder Paketabholung sind auch immer die neuesten bekanntgewordenen Emailkommunikationsmaßnahmen, die in regelmäßiger Pracht auf blogsport herniedergehen.
Dass selbst ernannte Blockwarte sich tagein tagaus bemüßigt fühlen darauf hinzuweisen, dass jenes und dieses ja nun absolut nicht ginge (meist verbunden mit Drohungen aller Art) ist ja noch dem Umstand geschuldet, dass im Internet nun jedeR sich ganz groß fühlen darf, Selbsttherapie mit eingeschlossen, bisweilen sind die ärgerlicheren Sachen über vorauseilenden Gehorsam bis zur angeblich notwendigen Gefahrenabwehr und sogar Strafverfolgung der Inhalt der diversen Mailbotschaften.

Der Staat namentlich die Polizei, die ansonsten oftmals gerne waltet wie es ihr gefällt, ist bisweilen immer ein wenig überfordert, in der Praxis wird sich oftmals einen Dreck um die Legalität staatlicher Maßnahmen geschert, Das Gesetz bin Ich ist die zu befolgende Norm.

Erstaunlich dann doch ab und an ein wenig Rechtsstaatsbewusstsein bei den Staatsdienern zu entdecken. Der folgende Auszug einer email des Leiters eines Kommissariats der bayerischen Landeshauptstadt lässt allerdings auch da ein paar Fragen offen.
Es wurde übrigens mal wieder angefragt, ob IP-Adressen und Sonstiges vorliegt (Sachen die Blogsport nicht speichert); Grund war ein zwischenzeitlich gelöschter inkriminierter Beitrag in einem Blog zu einem der üblichlicherweise per staatlichen Auftrag von Protesten freizuhaltenden Bundeswehrgelöbnissen und sonstiger Militärveranstaltungen:

Sehr geehrter [XY],

vielen Dank für die Auskünfte. Die Löschung der Inhalte erfolgte vermutlich duch den Subdomain-Betreiber, da unsere Rechte nicht soweit reichen, dass wir selbst die Löschung durchführen können.

Also, der, der das schreibt ist ja kein beliebiger Blockwart, er ist Leiter eines Kriminalkommissariats, er will also etwas mitteilen, aber was?

noch zu erkundende umwicklung
Noch zu erkundende Umwicklung

Dass er leider die Löschung nicht durchführen konnte, sie technisch nicht durchführen kann, sie auf Grund der derzeitigen Rechtslage noch nicht durchführen konnte, eventuell bedauerlicherweise, oder ist es einfach die Darstellung, ganz unschnörkellos, der Rechtslage, der momentanen versteht sich. Was will er also damit kundtun?

Um staatlichen Allmachtsphantasien zu entgehen, empfiehlt es auf jeden Fall sich seinen Blog über eine sichere ausländische email-adresse anzulegen, da die mailadresse das einzige ist, was gespeichert wird, nur so rein vorsorglich versteht sich, die deutsche Armee, die ja jetzt endlich wieder das aus dem letzten Weltkrieg erprobte „Auf der Flucht erschossen“ ausüben darf, soll nach den immer wieder aufkommenden Plänen von CDU/CSU und SPD ja auch endlich im Inland eingesetzt werden können, dürfen, wie auch immer

Noch geht das ja nach der derzeitigen Rechtslage nicht, noch.

Rotkohlsprossenpotpourri — von Kontakten auch in eigener Sache und vorauseilendem Gehorsam samt Internet-Sperren

Unser Bloganbietungssystem Blogsport bei dem bekanntlich viele Antifagruppen ihre Blogs haben, war heute für einige Stunden teilweise weg vom Netz. Grund war offensichtlich Spamvertising von Nazis der unmittelbar gegen den Antifa-Blog Rock gegen Rechts gerichtet war. Dieser berichtet von der Verwendung der emailadresse als gefälschtem Absender und diversen mit plumpen Sprüchen versehenen Spammails, um den Blog und Blogsport zu diskreditieren. Schon im Vorjahr hatte es von Neonazis Morddrohungen gegeben.

rotkohlsprossen erstrahlend

Die Blogsportblogs, die über den Anbieter Serverloft laufen, wurden in vorauseilendem Gehorsam durch Abschaltung der Server vom Netz genommen. Dies auch noch in Kenntnis, dass mit gefälschten Daten operiert wurde. Der von den Nazis erwünschte Effekt ist damit eingetreten.

Serverloft hielt es noch nicht mal für nötig Blogsport zuvor über diesen Eingriff zu informieren. Welche jetzt denkt Serverloft, da war doch was, die liegt richtig. Unangenehme Käufe über ebay (basic thinking) gehören zum Geschäftsmodell offensichtlich dazu.

Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch nochmal daran, dass es beständig Anfragen der Polizei und diverser LKAs an Blogsport bis hin zu Hausdurchsuchungen gibt. Inkriminiert werden beispielsweise gerne antifaschistische Fussballturniere.

Um Angriffspunkte, so absurd sie auch sind, auszuschließen wurde bis auf weiteres in allen Blogsport-Blogs das Kontaktformular abgeschaltet. Wir sind also nur noch per email erreichbar. Und wenn gar überhaupt gar nicht mehr, dann nur, weil Serverloft die private Internetsperre durchsetzt, da bedarf es überhaupt keiner staatlichen Einflussnahme mehr.
Aktuell sind heute früh (28.07.) immer noch der planet und die commentsammlung nicht mehr aktualisierbar. meta meint ja inkompetent da ja nachprüfbar ist, dass nichts von dem Blog versandt wurde — wir meinen:

So liebes Blogsport-Team — schreibt bittebitte eine fette Schadensersatzforderung an die dummen Kommerzheinis, die nach der Pfeife der Nazis tanzen.

Verzauberung pur erweislich, feingliedrig und doch widerspenstig in der Formgebung sich gebende frische Knoblauchkräuter entzücken, versprechen delikatesten Einstieg in die famose Grillsaison (Rezept, Handlungsanleitung und Genusskredenzung dann auch gleich inclusive) und sowieso eignet sich alles so wunderbar zu so allerlei köstlich sich vorstellbarer auch sich nicht als Grillgut erweisender Unterlage

knoblauchkraeuter
Frische Knoblauchkräuter versprechen delikatesten Einstieg in die famose Grillsaison

Die griechische Küche ist bekanntlich den frischen Genüssen nicht abgeneigt, was sich auf vorzüglichste Weise mal wieder zeigte als es hieß, sich dem neu entsprossenen Grün zu widmen; dabei sind der wunderbare Dill und Kräusel-Petersilie (halb gekräuselte wäre auch nicht schlecht, gab es aber nicht) die Hauptzutaten für griechische Knoblauch-Kräuter, die allerdings nicht traditionell überliefert, sondern eine Neuschöpfung der 70er sind.

In Spanien z.Bsp. ist Dill fast gänzlich unbekannt, was sich als unpässlich herausstellt, insbesondere wenn die Zutat unerlässlich ist, erinnert an eine längst vergangene Suche: auf allen Märkten nichts gefunden, also ab in den nächsten Buchladen und erst mal nachschauen wie der spanische Name ist, eneldo, kennt trotzdem niemand, im Supermarkt dann aber doch noch eine getrocknete Würzvariante gefunden — welch ein kulinarischer Verlust.

Aber die glückliche Fügung lässt das zartgliedrige Gewächs hier an fast jedem Gemüsestand als erwerbbar präsentieren. Dazu kommt noch Knoblauch und Olivenöl und etwas Salz, mehr nicht.

Die Zusammenstellung ist dann das Geheimnis, die Stiele werden fast komplett weggeschnitten von der Petersilie, die übriggeblieben Röschen werden dann grob geschnitten, beim Dill dürfen es die harten und größeren Stiel-Bestandteile sein, die weichen müssen. Der Knoblauch wird fein gewürfelt, dann alles vermengen und mit einem Schuss Bio-Olivenöl versehen, salzen, warten und nach einiger Zeit nochmal etwas Öl und Salz eventuell, je nach Geschmack.

knoblauchkräuter anderentags halten also lange
Knoblauchkräuter halten anderentags liebenswürdigerweise auch noch

Passt vorzüglich zu Grillgut aller Art, in diesem Fall handelt es sich um Pfannengut, es regnet, aber ansonsten phänomenal gut, Fleisch braucht gar nicht gewürzt zu werden, Halloumi sowieso nicht, die frischen Knoblauchkräuter reichen vollkommen, ein vitaminreiches gesundes Grillgutergänzungsmittel sozusagen ;-)

Zutaten:

3/5 Teile Petersilie (am besten semi-krausel)
2/5 Teile Dill
2 Knoblauchzehen
Olivenöl, ein, zwei Schuss
Salz, etwas

kulinaria kamera, die Probleme, die Reparaturodyssee und andere zweifelhafte Dokumentationen (Bilder, Bilder…Geschichten, Geschichten…)

Während die meisten Kochblogs sich nahezu verausgaben, um das allerneueste Modell gegen das Allerallerneuste auf dem Markt auszutauschen ;-) und sich stundenlang mit der richtigen blogevent food-o-grafieKameraeinstellungen herumplagen, hat sich hier die schnelle Knipsvariante als praktikabel erwiesen. Das mag nun auch an dem Umstand liegen, dass hier meist des Abends mit deutlicher Tendenz zum nächsten Tage die kulinarischen Köstlichkeiten aufgetischt (und manchmal sang- und klanglos entsorgt) werden, da ist sowieso egal welches Kameramodell Verwendung findet.

Auf die Bilder übrigens einfach draufklicken, in diesem Beitrag sind die ausnahmsweise alle verlinkt und führen zu den kleinen Foodblog-Geschichten und manchmal auch zu einem Rezept ;-)

kaki in kaffeebohne

Schließlich ist Sonnenlicht noch das beste Ambiente, um die Speisen zu präsentieren, die so schmackhaft doch wenigstens im Ansatz auch in der Photodokumentation ersichtlich sein sollten. Das, was das Essen ausmacht, die Atmosphäre, die Lust am Essen, der nette Besuch, kann sowieso nur ansatzweise eingefangen werden.

Aber da zorra angefragt hat, was denn so für Kameramodelle Verwendung finden kommen wir dem mal nach und präsentieren für die food-o-grafie die verwendeten Modelle, derer viele, die hier so in unserer kulinaria katastrophalia-Küche Verwendung finden.

die kaki ist immer noch da

Angefangen und durchgehalten haben wir mit einer kleinen Digitalkamera, Modell Kodak LS753, die macht auch ganz passable Bilder, die allerdings im Vorschaubild immer etwas matt aussehen, dann aber zu voller Größe kommen, klein und handlich, macht gute Überblicksbilder. Zahlreiche Kakibilder entstanden damit.

kaki standhafte

Ab und an bei Besuch kommt eine PENTAX Optio WP zum Tragen, die ist ganz nett, wenn nur die Bedienungsanleitung nicht auf technikschwedisch wäre, dann könnte da wohl noch was rausgeholt werden. Leckerste Bärlauch-Birnen-Kaninchenleber in Schokoladen-Wein-Sauce wurde mit herbeigerollerter Nikon E4500 dokumentiert.

getrocknete kaki

Die andere meistens verwendete Camera ist hingegen eigentlich gar keine, sondern eine kleine Handykamera, eine Sony Ericsson K800i, die ist schnell griffbereit und deshalb oft verwendet, außerdem macht sie so schöne Vorschaubilder, die nachher gar nicht mehr so farbenbrilliant aussehen, die Nahaufnahmen sind allerdings manchmal (bei eitel Sonnenschein) deutlich besser als bei der Kodak, auch die Farben Grün und Rot treten besser hervor.

knoblauchsprossen

Knoblauchsprossen beispielsweise entzücken in ihrer Grazilität geradezu mit ein bissl Sonnendurchflutung, so wird es lockerflockig (hier zu sehen in unserer septembrigen Schafskäse-Ingwer-Kredenzung) und die Sprossen des Knoblauchs sind quasi griffbereit im Bildschirm zu finden, zuviel Sonne allerdings macht sich dann auch nicht gut, der frühe Morgen (da schlafen wir noch) eignet sich eigentlich am besten ;-) Schade ist es eigentlich nur, dass die meisten Bilder in Riesengröße schöner aussehen, als dann verkleinert im Blog, andersrum geht das allerdings auch, verschwommene Bestandteile fallen dann gar nicht so auf…

Torte

Manko allerdings: das Modell ist ständig kaputt, was mithin Ärger mit sich bringt und das eigentlich Interessante ist, dass sich aus diesen Umständen das nicht Uninteressante zu Erzählende speist und das hat es interessanterweise in sich.

dosenfischkatze

Das Modell K800i ist etwas klobig für ein Handy und wurde einst mit einem unsinnigerweise teueren Vertrag erworben, die Werbung hatte ihren Einfluss dabei ;-) und nachdem, das Teil zweimal nicht mehr funktionierte war der Gang zu einem vom Verkaufsgeschäft angepriesenen Dienst angesagt, der gleich mit wirklich kompetenten Personal aufzuwarten wusste: Eimerweise Schminke , Marge-Turmfrisur und lange aufgeklebte Fingernägel (plastisch in den modischen Farben der Geschmacklosigkeit bewahrt) verhinderten den Ausbruch normaler Kommunikation in den Gehirngängen der Schaufensterpuppe, die erstaunlicherweiuse auch noch reden konnte, ein Wunderwerk sozusagen.

rauke mit schinkenwuerfel in ei und das alles als sauce zu linguine

Einmal das Versagen geschildert, kam nur als Antwort, Also ich hab das gleiche Fotohandy (bitte in doofen Wähwäh-Ton sprechen), meins ist noch nie kaputt gegangen.
Sehr schön, interessiert nur nicht, also geduldig den Fehler erklären und sich weitere dumme Bemerkungen anhören, was es denn sein könnte, nein funktioniert auch mit anderem Akku nicht, hat die die Erklärung nicht verstanden, dass es zwar angeht, aber nicht hochfährt?

Na, dann schauen wir uns das mal an (Wähwäh-Ton), toll, genau das war es, was verlangt war, dann fängt sie an mit ihren Plastikfingernägeln die Karte rauszuprockeln, was naturgemäß sich als durchaus schwierig rausstellt mit den langen Dingern, wer stellt sowas ein?

zitronenpresse orange original 70er

Selbst ran und auf die Frage nach dem voraussichtlichen Abholtermin nur schnippische Bemerkungen das könne man nicht sagen. Schön. Nach zwei Tagen schon einen Anruf bekommen, dass es abholbereit sei und hingefahren und wieder diese Plastikfinger im Empfang; scheinen der Ansicht zu sein, dass die KundInnen auf so was stehen.

griechischer frape

Wir haben da eine neue Software draufgespielt, das müssen sie aber zukünftig selber machen. Hallo? Das Gerät war kaputt, wieso soll ich eine neue Software draufspielen?
Das müssen sie jetzt, Sony Ericsson schreibt das jetzt vor, hier sehen sie, hier steht es (hält mir die Reparaturbescheinigung ihres Geschäftes vor, wo drauf steht, dass der Kunde, das machen kann).
Interessiert mich nicht, selbst wenn es so wäre, dass die Garantiebestimmungen sich geändert haben, dann gelten weiterhin diejenigen bei Vertragsschluss. Nein, das stimmt nicht, hier steht es doch (zeigt mit Plastikfingernagel auf das Papier). Hier ist jegliche weitere Mühe vergebens, die Person ist zu intelligenter Kommunikation offensichtlich nicht fähig.

gegrillte shrimps

Ab nach Hause, auf dem Weg Handy eingeschaltet und schwubbs nach drei Minuten ist der Akku alle, komisch war doch vor der Reparatur extra aufgeladen worden? Angeschaut und festgestellt, dass da ein anderer Akku drin ist (hat sich wahrscheinlich die Schaufensterpuppe mit dem gleichen Handy gekrallt), also zurück zum Geschäft und beschwert.

frische erbsen

Chef kommt auch gleich raus und behauptet steif und fest, dass dies selbstverständlich derselbe Akku sei (natürlich), da achten wir immer darauf, dass Gerät und Akku zusammenbleiben, außerdem, woher wollen sie denn wissen, dass das nicht ihr Akku ist, wer schaut sich den denn an.

bio joghurt mit apfel und roter grapefruit

Ich, schließlich hätte der ja kaputt sein können und da war der weder verkratzt noch der Aufdruck verblasst. Nein das stimme nicht, wir sind hier ein Geschäft am Ku´damm und nicht so eine billige Klitsche, wir machen sowas nicht, ah ja….

wilder fenchelsamen und grobes siedesalz im moerser

Und was hätte ich da noch für ein Problem gehabt, Garantie, ja das müssen sie jetzt selber machen. Die Dummheit der Schaufensterpuppe ist also auch Geschäftstaktik, kein Wunder, dass die Gerichte überlastet sind. Beim nächsten Mal wird gleich Mängelgewährleistung geltend gemacht, dann kann das Geschäft sich dreimal ärgern.

Und in der ganzen Zeit steht das Handy dann natürlich nicht für die Foodblogfotografie zur Verfügung — Argh!

olivenblaettertee zur anschauung

Inzwischen war das Gerät viermal kaputt und wieder — diesmal beim Verkäufer — bei der wochenlangen Reparatur (da hätte schon ein neues verlangt werden können) und dann ist da ein fetter Kratzer im Display unter der Glasscheibe bei der Rückgabe. Was ist das denn?

Ja komisch, also wird angerufen bei der Firma, die stellen sich doof, hier steht doch in der Einlieferungsbescheinigung, dass da ein Kratzer drauf ist, ja stimmt meine ich, der ist auch noch da, der muss mit einer Lupe gesucht werden und das stand auch schon auf den letzten drei Reparaturbescheinigungen drauf, der neue hier ist unter dem Display. Hmm, hmm, Verkäufer kann sich aber nicht bei der Reparaturfirma durchsetzen (jetzt nicht wirklich verwunderlich), ruft also seine Chefin an und kommentiert derweil laut mit, dass ein neuer Reparaturauftrag von mir erteilt werden müsse.
Halt Stopp! (laut rufend und das Telefongespräch störend) – ich beauftrage gar nichts, das ist allein ihr Problem! Verdutztes Aufschauen (Oh, oh — renitente Kundschaft).

linguine bolognese

Um es kurz zu machen — es dauerte zwei Monate bis die Nachricht kam, dass das Handy unterwegs (angeblich) leider verloren gegangen sei (haha, die Versicherung zahlt es wohl) und 14 zerquetschte Tage bis die Nachricht kam, das ein neues Handy wieder da sei, irgendwie noch mit Restfreude (endlich!) hin und festgestellt, dass es nicht da war, warum rufen die dann an?!? Nach einer Woche dann die Nachricht, es tut uns sehr leid, es verzögert sich noch etwas…

sukulaku

Aber schließlich doch noch ein fast nagelneues Exemplar in den Händen gehalten, lediglich die Versiegelung war aufgebrochen wir haben ihnen schon mal den Akku aufgeladen -- wers glaubt wird selig, es wurde vermutlich ein kaum genutztes Ansichtsexemplar organisiert; aber egal, Hauptsache wieder ein neues Handy.
Dann noch verlangt, dass auf die Rechnung (0 Euro) noch der Vermerk kommt, dass volle Gewährleistung (weitere zwei Jahre) steht. Auch das erhalten (viele tricksen da ja noch rum) und nun steht da, dass Leistung auf ein „Gewehr“ gegeben wird, ist ja auch mal was.

rote versuchung

Nun, so richtig empfohlen kann das Gerät nicht werden, auch wenn es ganz nette Fotos macht, aber das haben sich alle wohl schon selber gedacht ;-)

limonen im nachtlicht

Und welche mag, darf raten, welches Kameramodell welches Foto für den Foodblog beigesteuert hat ;-)

Die anderen Kamerabestückungen der anderen Foodblogs sind dann im Kochtopfblog zu bewundern, morgigen Tages ist nämlich der Einsendeschluss für den Blogevent und dann wird rasch wie immer eine wohl ziemlich lange Liste schön fotogen aufgearbeitet zu bestaunen sein. Viel Spaß dabei!