Suchergebnisse für 'geschmacksnuancen'

Ab und an sich anbietende Wiederaufnahme auf Grund sich überaus überraschend einstellender Vorfreude auf eine Verbindung frischer Tomaten mit an für sich alkoholischer Variante, die verflüchtigend das Süße zu optimieren wusste, um wieder einmal mitsamt Kräutern ein Lächeln der Zufriedenheit auf die überaus überzeugten Gesichter zu bringen, die schon allzu lang auf derart überraschende Kost verzichten mussten (inkl. Klecks)

Zwar waren es nicht mehr die furchtbar gut mundenden Tomaten, die sich der Reifung unterzogen hatten, aber auch diese wiesen noch Geschmacksnuancen auf, die sich mal wieder als praktikabel für ein Tomaten-Martini-Thymian-Huhn erwiesen, welches schon vor einigen Wochen auf dem Speiseplan (Rezept im Blog) stand und dennoch nicht gefertigt wurde, und so geeignet waren es sich gut schmecken zu lassen.

martinihuhnmalwieder
Thymian, frisch und trocken hinzugefügt ist angemessen (Kleckse im Übrigen auch ;-) )

Ach ja — was ist eigentlich ein Agent provocateur [pdf]

Das Wagnis der Orderung feinster Kaninchenleber ist in den Anfängen der ersten feinen Kräuterzöglinge ein eigentlich gar unschwierig Unterfangen — dennoch Härten

Im Frühjahr schmeckt Kaninchen besonders gut, die ersten grünen Blätter, Kräuter und was die Karnickel sonst noch so zu verspeisen pflegen sorgen für beste Geschmacksnuancen, den Rest des Jahres ist die Qualität schwankend.
Um sich der absoluten Genüsslichkeit von Kaninchenleber mit Bärlauch und Birnenspalten in einer Schokoladenweinsauce hinzugeben, wurde extra viel geordert und auch wenn die Birnen noch nicht zu aller Zufriedenheit reif waren, so war doch Bärlauch vorhanden.
Und dieser machte sichja immer sowas von passend zur Leber (die Verwendung von Hühnerleber ist bereits erfolgreich erprobt); das Rezept kinderleicht und vor allen Dingen schnell nachzukochen.

kaninchenleberschokiweinbirnebaerlauch
Die Zartheit ist weiter zu erproben, der Rest ist daraus folgende köstliche Genüsslichkeit

Die fruchtigen Birnen waren leider noch etwas härter (Vorratshaltung für dieses Rezept unbedingt daher angeraten), überreife Exemplare eignen sich am besten und der Wein kein vorgesehener, aber dennoch tauglich. Einzig die Leber wollte nicht die allerfeinste Zartheit aus sich rausholen lassen, zu fest ward sie, ein Umstand, der mit Genuss von Wein zu überdecken gesucht wurde.

War sie nun zu alt, eventuell tiefgefroren und aufgetaut, aus zu wenig mit Frischfutter bedachter Haltung oder kam das Salz einen Tick zu früh an die Sauce? Es ist bei der nächsten Orderung zu überprüfen, dann wird am besten gleich ein ganzes Kaninchen erworben und die Kaninchenleber selber herausgeschnitten.

Trotzdem eine gute Abend-Speisung, die sich nur vervollkommnen lässt ;-)

Zum Thema Kommentare in Foodblogs hat sich ja seit einigen Tagen eine interessante Diskussion bei Houdini entwickelt (wobei richtig „diskutiert“ wird ja nicht, zumindest nicht zwischen allen), die meisten haben es wahrscheinlich schon längst entdeckt, das war ja bisweilen auch schon mal in anderen Blogs ein Gesprächsthema.

Interessant an der Thematik ist u.a. die Frage, ob es in Foodblogs allzu mild mit der Kommentierung (und daher langweilig?) zugeht und ob es nur ein Gegenseitigkeitsverhältnis ist, welches zum Tragen kommt.

Bräsigkids testen Champis — volle Mischung Werbilade für wenig Cents

champis lagerung

Wenn die Presseabteilung von Spendrups in Erscheinung tritt, ja dann, ja dann muss schnell gehandelt werden. Angeregt von dem fulminaten pannkakssmet war die Aufmerksamkeit gesichert.

champis schriftzug
Vertrauensvolle Zusammenstellung seit 1918

Klar, bei unseren katastrophalen die allerfeinsten Geschmacksnuancen von E-Nummern herausschmeckenden Künsten war klar, dass nur ein kulinarischer Blog in der Bundesrepublik in Frage kommen konnte.

Aber warum das Gratispaket nun nur eine Flasche, wenngleich gebettet auf Stroh, enthielt, erschließt sich jetzt nicht. Also, wenn es schon durch ganz Europa geschickt wird, dann hätte es schon feinstes 12er-Gedeck aus dem Konsum sein können! Wie soll sich daran satt gelabt werden.

Aber — hey!° — das wird ja nun jetzt keine billige Werbeveranstaltung, oh nein, das wird knallharte Kritik, die jede Käuferin so dermaßen abschrecken wird, dass jede Suchmaschine erblassen wird und der alte Grundsatz, dass auch jede negative Kritik wenn sie denn geäußert werde, auch von Nutzen sei, sei Schnurzpiepegal, jawoll!

Unerbittlich wird hier stehen, dass E 211 und E150d enthalten sei, also Benzoesäure und Ammoniumsulfit jene Zuckerkulörbrühe (ev. aus genverändertem Mais) und allergieauslösendes Calziumbenzoat. Wir lassen uns schließlich nur für ein paar Saftperlen kaufen…

generation efter generation
Wir haben mal das Rücketikett fotografiert, es zeigt die Originalgröße

Doch zunächst zur Glasumhüllung, sie verbirgt ganze 33 cl Volumen, das ist erstaunlich viel für das kleine Fläschchen, positiv ist zu vermerken, dass die Beschriftung nicht den vollen Platz des Glases einnimmt und der Farbdruck umweltschonend simpel aufgebracht ist.

volym 33 cl

Und das Kurioseste ist, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist — und zwar seit dem 13. August 07 — was schröcklich genug ist, warum muss diese Lieferung aber auch so lange dauern. Das wird so nichts mit dem Lieferservice, das ist wirklich zu kritisieren. Aber über die Flasche haben wir uns gefreut, die kriegen wir hier schließlich nicht

Die Vertestung der gelieferten Flasche Champis haben dann die Bräsig-Kids vorgenommen, in die passt Schluck für Schluck viel rein und Spaß haben sie auch noch, schließlich schmeckt es urtümlich gut. Und herausgefunden haben sie folgendes nachdem dann doch einige Tage ins Land gingen bis es zum Test kam: Der Inhalt ist für lustige kleine Kids genauso geeignet wie für große, wow!
Die Bräsigkids werden aber noch das ein oder andere Produkt Placement prüfen, was wird nicht alles getan für die lieben Food-Blog-LeserInnen…

blauer kronkorken
Blauer Kronenkorken verschließt günstig den gelben Inhalt

Die intelligente Markenstrategie wird in Mitteleuropa sicher auf fruchtbaren Boden stoßen, denn glücklicherweise ging das Rezept von Generation zu Generation, das wird mit Coolnessfaktor 5 belohnt, da reißen sich in allen angesagten Clubs die Leute um die schnieke Perlbrause :D

champis flasche
Das neue coole In-Getränk!

Ach ja, mit den Resten aus der Flasche haben wir noch eine Portion Werbilade gefertigt, da haben sich alle die Finger nach geleckt…

wüärbs

Zwecks Backofenkost ausprobierlich vonstatten zu gehende Deckelung von Kaninchen gar köstlich mit Kartoffeln famos und auf Knien zu verköstigender rosa Kaninchenleber in Rigani-Wein-Sauce

Das Kaninchen, welches bekanntlich immer für köstlichste Kredenzung vorzüglichst sich eignet, war mal wieder dran, und angesichts des Bedürfnisses nach ganzganz viel Kartoffeln war klar, dass eine Schmorbratpfannenvariante nicht in Frage kam. Also ab in den Backofen damit, mit genügend Alufolie (oder passenden — bei uns Mangelware — Deckel) drauf.

kaninchen mit kartoffeln aus dem backofen
Vorteil des Backofens — meeehr Kartoffeln :D

Zuvor aber noch die Kaninchenteile in gepfefferten Olivenöl (beste Qualität bitte!) anbraten und mit mineralisch schmeckendem trockenem Weißweine ablöschen, sodann in die große Form, Kartoffeln, Salz, Pfeffer, Rigani, Wein (bis 1/3 Höhe zum Backgut) und noch mehr Olivenöl rein und mit mehrfach gelegter Alufolie abdecken und erst mal auf dem Herd für 10 Minuten kochen lassen bevor es in den vorgeheizten Backofen für ca. 1 1/2 Stunden rein kann.

Zutaten:

Kaninchen, ganzes zerteilt
Kartoffeln, viele :-)
Olivenöl, eigentlich auch ganz viel :D
Rigani, Salz, Pfeffer (weiß und schwarz)
Weißwein, mineralisch (Penedes-Region)

Zischendurch nachschauen und rumdrehen den Inhalt, in den letzten 10 Minuten nochmal Rigani und Zitrone mit hinzu, anschließend 5 Minuten ohne Deckelung bräunen. Sehr lecker, wenngleich mit der Pfannenvariante nicht ganz mithaltend, ist aber schließlich auch eine ganz andere Speisung ;-)
Einige Teile des Kaninchens wiesen zudem noch ein saftig-weiches Fleisch auf, welches wohl durch die Position unter den zahlreichen Kartoffeln liegend diese ideale Konsistenz hervorrief — beim nächsten Mal also noch mehr von den leckeren Kartoffeln :-)

kaninchenleber in kaninchenbratoel samt wein und rigani
Kleinere Depots von bis zum Anschnitt unentdeckter Farbansammlung waren auch gar nicht schlimm ;-)

Nach der Versorgung des Backofens mit der Kaninchen-Kartoffel-Form konnte sich genüsslich an die Zwischenspeisung, die überaus köstliche Kaninchenleber gewagt werden, die ja bisweilen leider mal zu fest auftritt. Diesmal allerdings wunderbar zart und weich, verspielte Geschmacksnuancen und eine Zaubertöne auf das Gesicht zeichnende Sauce.
Die Kaninchenleber wurde der Einfachheit halber nämlich gleich in dem vorzüglichen Bratöl der Kaninchenteile gebraten, welches durch Bratensaft und Weinhinzugabe schön so köstlichst schmeckte.

Zutaten:

einfach nur Kaninchenleber
beste Bratsauce (Weißpfeffer, Rigani, Olivenöl, Salz, Wein)
weißer Pfeffer, Rigani,

Außerdem wird dann die Temperatur nicht so hoch, also super geeignete Bratumgebungsatmosphäre, die auch durch gelegentliches Runter- und Raufdrehen des Gases perfekt gehalten werden konnte, das Bratgut während der paar Minuten Bratzeit zwischendurch mehrmals umdrehen und anfangs auch noch etwas pfeffern und mit einem kleinen Schluck des mineralischen Weißweines versorgen. Hernach Streusel von Rigani und Tunken mit Brot in die phantastische Sauce.

Wie beschrieben — köstlichst!

Ein im höheren Bereich der Küche dahinschwelgendes Köstlichkeitsgefühl als schmackhafte Folge von deftig geschmorten Kaninchen mit Kartoffeln in allerköstlichster Rigani-Zitronen-Weinsauce (mit erquicklichen Resten, Rumpfriemelei incl.) ist schon traumhaft köstlich — superköstlich sogar!

wahnsinnig leckeres kaninchen mit halben kartoffeln in weinsauce mit zitrone und rigani
Am Morgen danach — unbehandelt aber unverschämt gut eingezogen

Beschreiben lassen sich die wohlfühligsten Köstlichkeitsmomente des Verspeisens delikatester Auftischung sowieso kaum, vorweg nur — es war einfach nur köstlichster Natur. Die Sinne schweifen kurz ab, die Sauce zerstösst alles bisher kennengelernt zu haben Geglaubtes auf ein Minimum des Vorhersehbaren, eine noch abschweifend nachklingende Explosion allerfeinster Geschmacksnuancen lässt sich schwer einfinden in die weitere Verkostung noch aufzutischender Spezialitäten.
Und dann heißt es das Gericht photographisch als jpg einfangen, den Moment des Verzaubers ablichten und präsentieren. Da das meistens eher im dunklen Teil des Tages geschieht heißt es sich behelfen, meist reicht eine schnöde routiniert dahingehaltene Baulampe, manchmal wird ein klein wenig nachgeholfen.

Optimal also die Speisung für den Photoevent im Kochtopfblog, dunkle Momente sind farbenprächtiger zu gestalten und das Riesenphoto ist zu verkleinern. Einige sehen in groß so richtig schön brillant aus, nach der Verkleinerung ist der Charme verflogen, bei anderen ist es genau umgekehrt. Am besten sind die durchschnittlichen Bildchen.

leckeres kaninchen bearbeitet mit allerlei vor allem mit rigani zitrone und wein
Studienobjekt 2

Beabeitet wird das mit irfanview, einem kleinen kostenlosen Programm, welches auch gleich einen ganzen Packen Bilder auf einmal angenehm verkleinern lässt. Zu mehr Rumpfriemelei kann dann auf ein paar Angenehmlichkeiten zurückgegriffen werden. Andere Blogs haben da schon einiges zum Besten gegeben. Unnötig allzu viel zu wiederholen.

Die Photodaten:
Bild-Orientierung: 1blogevent food-o-grafie #4
Kamera: Sony K800i
Belichtungszeit: 0,0333333
F-Zahl: 2,8
ISO-Wert: 80
Belichtungsabweichung: 0
Messmodus: 2
Lichtquelle: 3
Blitz: 16 (war ohne Blitz)
Weißabgleich: 1
Abstandsbereich zum Objekt: 1

Bei dem Bild haben wir im Programmpunkt Farben verändern nur den Helligkeitsfaktor auf 5 verschoben, Rot mit +2 und Grün mit -2 versorgt, die Gammakorrektur nach 0,90 verschoben und die Farbe etwas unnatürlich, aber wahrscheinlich ansprechender auf 63 Sättigung verschoben. Das Resultat dann auf 470 Pixel verkleinert und hier ist es nun.

Das Foto ganz oben ist hingegen gänzlich unbehandelt, dafür ist die schöne Weinsauce dermaßen lecker über Nacht eingezogen, dass es nach Fertigung der Fotografie ganz geschwind unter nehr oder minder lauten „kööööstlich…“-Rufen auch nicht mehr lange gehalten hat, und das ist ja das Wichtigste ;-)

leckeres kaninchen unbearbeitet mit allerlei vor allem mit rigani zitrone und wein
Studienobjekt 1 — das Original

Zubereitet wird die Köstlichkeit ganz simpel. Wichtige Voraussetzung ist griechischer Oregano — Rigani genannt, eine würzig-scharf schmeckende Sorte, die aus Wildpflückung herstammend generell gute Kochresultate zeitigte; also perfekt auch für dieses unwiderstehliche Foodblog-Rezept.

Gutes Olivenöl wird mit reingemahlenem schwarzen Pfeffer in einer großen Schmorpfanne erhitzt und Kaninchenkeulen werden angebraten, gepfeffert, gesalzen und riganisiert und wenn sie eine schön braune Farbe zeigen wird mit einem Schuss Weißwein, gerne etwas trocken und mineralisch schmeckend (wie z.B. diesen hier), abgelöscht; die Keulen ein paar mal drehen und wenn der Wein verkocht ist darf noch mal etwas frischer Pfeffer und Rigani drüber.
Längs geschnitte Kartoffeln werden im Öl angebraten, es sollten nur so viele wie halbwegs flach reinpassen zugegeben werden.
Genommen haben wir die feste Kartoffelsorte Ditta (oder so ähnlich), die Biokartoffeln passten hervorragend hierzu :-); die Kartoffeln dann auch noch mal salzen und riganisieren und ein kleiner Schwubbs Wein hinzu auf höchster Flamme erhitzen und Deckel drauf, nach ein paar Minuten auf Klein runterschalten und dann köcheln lassen.
Ab und an mal umrühren und kurz bevor die richtige Konsistenz zur Verspeisung auftritt noch mal Rigani drüber und den Saft von 1 bis 1 1/2 Zitronen, Deckel dabei so ca. 10 Minuten noch drauf lassen und dann servieren.

schlunzig mit weinsauce verschmolzene kartoffeln und so was von leckerer rigani-zitronen-beigabe aber auch
Schlunzig mit Weinsauce verschmolzene mittelkräftig zergehende Kartoffeln und so was von leckerer Rigani-Zitronen-Beigabe aber auch

Und es schmeckt soooo köööööstlich, die Weinsauce mit dem Riganigeschmack ist unvergleichlich und wird von der Zitrone auf das allerbeste unterstützt. Ausschlecken erlaubt, es darf nichts verkommen, es wäre ein wahrer Frevel.

Zutaten waren:
Kaninchenkeulen
Bio-Kartoffeln, festkochende (Ditta)
Bio-Olivenöl, ein gutes kräftiges!
Wild-Rigani, Salz, Pfeffer
Bio-Zitrone
Öko-Weißwein (Penedes)

Quasi gegrillte Paprika grob kleingeschnippelt in Schafsziegenkäserund und lecker mundend sich grün herauswagende Fenchelsprossen dazufügend war die richtige dem feinen Geschmacke zugeneigte Zubereitungszuvorkommenheit für die schön frittierten äußerst feinen Ingwerstreifen geschaffen, die sich aber auch sowas von gut einzufügen wussten, um als leckere Vorspeise die Herzen aller Zuschauenden zu erfreuen (Restbestände der Ingwerschalen fanden in Zusammenspiel mit Salbei auch noch ihre entsprechend scharfe Bestimmung)

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Unter den putzigen Ingwerbällchen dann allerlei Salat (na ja — eigentlich nur Endivienherzblätter und Rucolaspitzen) und umtriebige Sprossen

Es war eine schwere Herausforderung den für den Blogevent im Kochtopfblog ausgewählten Ingwer zu einer geschmacklich hochwertigen und zufriedenstellenden Zubereitung zu führen — zumal als Hauptzutat. Galgant war ausgeschlossen (äußerst leckere Nuancen damit leider auch) und so musste fernab breit ausgetretender Pfade was Neues, selbstredend Sensationelles kreiert werden, was dem Anspruche, dem hochgesteckten, nun zierlich zur Genüge tun sollte.

Erst wollte perdu nichts einfallen, was nicht schon einmal in einer ähnlichen Zusammensetzung schon erfolgversprechend präsentiert worden war. Also war wie immer für die eigens ins Auge gefasste eigene Kreation auf nicht unbedingt in diesem Zusammenspiele leicht von den Lippen kommende Zutaten zurückzugreifen, die dennoch nicht allzu schwer zu beschaffen sein sollten.

ingwer triebig derer zweie
Ob Ingwersprossen schmecken haben wir lieber nicht ausprobiert

Und wie das immer so ist, so kam der Zufall zu Hilfe und im Bioladen wurden Fenchelsprossen, die schon die ersten zarten Triebe aus den aufgesprungen Samen streckten, auserkoren. Erste Probierversuche (irgendwie waren wir noch nie auf die Idee gekommen mit Fenchel Keimlinge zu produzieren) waren superb vielversprechend und so musste nur noch das weitere Drumherum um den Ingwer sich ergeben und wie es der Zufall ein zweites Mal wollte fiel uns bei Barbaras Spielwiese der Schafskäse auf und dann war die Wahl eigentlich ganz klar: Fenchelsprossen-Ingwer-Schafskäse sollte der Mittelpunkt werden.

fenchelsprossen
Das da im Hintergrund — DAS ist Ingwer ;-)

Klar dann noch was dazu. Gerade richtig erwies sich eine ebenfalls georderte
rote Paprika, die frei von schädlichen Wirkstoffen und in der prallen Fülle des Lebens stehend auch den farblichen Aspekt nicht unbeachtet werdend lassen sollte.
Das Ganze vielleicht überbacken mit Honig? Mit einer Panade versehen frittiert oder vielleicht gar die Paprika gefüllt?

Zeitknappheit ließ schließlich eine sehr spontan gefasste Wahl zum Mittelpunkt der köchlichen Leichtigkeit werden. Kein großes Rumgekoche, sondern eine ebenso zügig zuzubereitende Form wählen, die schnellste und dezent vorgetragene Exclusivität zum entsprechenden Ausdruck kommen lassen sollte.

paprika quasi gegrillt

Also die perfekte Vorspeise, das Bonmot jedes mit zarten Salatblättern gefüllten Tellers, die Augenweide jeder Tisch- oder Partyspeisung, die in ihrer Schlichtheit die verborgenen Talente auf so vorzügliche Weise in für die kulinarisch gespannten NichtkostverächterInnen noch ungeahnten Aromakompositionen durch nur einen einzigen Biss zum Tragen kommen lassen sollte.

rote paprika quasi gegrillt kopfueber
quasi gegrillt, echt lecker (warum schälen einige bloß die Schale?)

Also hohe Ansprüche. Gegrillte Paprika war mit den leicht dem schwarzen Tone zugeneigten Aroma schon eine vortrefflich zuzufügende Zutat, die der Einfachheit halber ohne schwieriges Holzkohleschleppen oder Backofentemperierungsversuche vonstatten ging, sondern auf eine mit nussigem Sesamöl gefüllte Pfanne zurückgreifen ließ, die zuvor schon für den äußerst feinstreifig geschnittenen Ingwer den frittierten Auftritt brachte. Das Öl damit schon mal ingwerisiert, war für die dann auf leichter Flamme brutzelnden Paprikastreifen, die nach einigen Minuten in schönster Pracht auf dem Teller lagen und in kleine Stücke grob geschnitten wurden, die prima Grundlage.

Dann wurde das neue Riesenpaket Schafskäse hervorgeholt (wobei uns auffiel, dass neuerdings Ziegenmilch als Beigabe erwähnt wird — wahrscheinlich EU-Vorgaben, dabei ist doch allbekannt, dass guter allerbester griechischer Schafskäse immer mit Schafsmilch und Ziegenmilch zu Feta ingwer frittiert verarbeitet wird) und ein verschwindend geringer Teil grob gehackt und Trara mit den roten angebratenen Paprikastücken gut durchmischt, um sodann noch einigen Fenchelsprossen den wohlschmeckenden Auftritt zu gönnen. Daraus dann kleine Kugeln geformt. Die Köstlichkeit war schon förmlich zu erahnen.

Der Ingwer in den frittierten Streifen kam dann als abschlüssliche köstliche Umrundung für die in kleine Kugeln gebrachte quasi gegrillte Paprika grob kleingeschnippelt in Schafsziegenkäserund und lecker mundend sich grün herauswagende Fenchelsprossen zum pikant angenehm scharfen Resultat dazu.

Gebettet auf salatliche Vielfalt wurde die wunderbare Vorspeisenerscheinung präsentiert, serviert und zufrieden mit dem Ausdruck höchster Wertschätzung für die Spezialität verzehrt. Wieder mal ein aus spontanen Einfällen geborener Beitrag aus unserer kulinaria-katastrophalia-küche zum unbedingten vorspeislichen Nachmachen empfohlen! Sehr lecker — unser Beitrag zum Blogevent Ingwer!
blogevent ingwer
Die Schalen des Inwers fanden dann noch eine schöne Verwendung zusammen mit Salbeiblättern für einen angenehm scharfen Tee, der alsbald nach getroffener Wertschätzung wieder zur Zubereitung gereichen soll.

Zutaten:

Ingwer, ein paar Knollen
Paprika, rote
Schafs(ziegen)käse, ein guter!
Fenchelsprossen
Sesamöl
Salatliche Vielfalt

Zubereitung auf die Schnelle:

Ingwer in feine Streifen schneiden, frittieren, in demselben Öl die ebenfalls streifig geschnittene Paprika großzügig braten, dann in kleinere Stücke schneiden und mit grob gehackten Schafskäse vermischen und nach Hinzugabe von Fenchelkeimlingen zu kleinen putzigen Kügelchen formen und mit den Ingwerstreifen verhüllen. Auf Salat liegend präsentieren und Lob einheimsen. Entweder für Party und Dinner auf Tauglichkeit testen oder am besten für sich selbst als köstliche Wahrnehmbarkeit ungewohnter von feinen Fencheltönen und dezent scharfen Ingwergeschmäckern getragenen Aromenzusammenspielerei in cremigen Schafskäsegenuss kredenzen.

ingwerbaellchen
Mjammjammjam

Und der Tee eignet sich wirklich vorzüglich auch noch für mehrere Aufgüsse. So muss Resteverwertung sich geschmacklich in den höchsten Geschmacksnuancen ergeben :-)

p.s.
So was — gerade gemerkt, dass heute ja erst der 14. Januar ist. Glatt um einen Tag beim Blogevent geirrt. Sachen gibts.

Noch bessere Katastrophen des Jahres — alles samt und sonders missgeschickliche Darbietungskunst – (veranschaulichendes Bildmaterial anbei)

Die besten Katastrophen sind bekanntlich diejenigen, die förmlich im Halse stecken bleiben. Nach den Topfunglücken des (vor)letzten Jahres war es dieses (also letztes) Jahr etwas mau. Andere hatten da zwischenzeitlich mehr Glück. Allerdings nicht aus Fehlern gelernt, sondern geschickt auszunutzen gewusst die Kamera nicht parat gehabt zu haben ;-) Aber wir sind ja lernfähig — dieses Jahr wird alles ordentlich angebrannt und dokumentiert damit auch dafür die Scherflein beigetragen werden können. Also nun die ultimative Liste:

Platz 1 belegt ganz eindeutig dieses Missgeschick hier, was so ziemlich das ekligste war, das hier gefertigt wurde.

Biergevergewaltigter armer Tintenfisch
Unser nicht abgelieferter Beitrag zum Bierevent

Auf den zweiten Platz verwiesen konnte diese Fettsammelstelle dennoch punkten

fisch mit fettigen Bratkartöffelchen

Dann ist da erstmal eine kleine Durststrecke, diverse Schimmelansammlungen waren keineswegs unser alleiniger Verdienst weshalb gleich mit Platz 7 und 8 weitergemacht werden kann.

Tomatenbrot
Platz 7 ist sowieso ein Dauerproblem: Nach Tomaten aussehende Gewächse

und

Tomatenaufbewahrungsglasmitblubberperlenohgraus
die Biobombe — leider wissen wir nicht, ob es nicht doch geschmeckt hätte ;-) (deshalb Platz 8 )

und zum Schluss außer Konkurrenz was wirklich nicht den Konsum Bereicherndes von Besuch (nicht abwaschfreudigen) der es offensichtlich schlecht mit uns meinte:

in Tinte eingelegte Meeresbewohner

tintenfischtinteundtintenfischgarschaurig
ganz, ganz furchtbar (wir heben das nur auf, um dieses Objekt zurück verschenken zu können)

Und wie versprochen im nächsten Jahr dann noch mehr Katastrophen (nicht nur, weil das ein vielgesuchter Suchbegriff ist :d ) und vor allem noch schlechtere, noch grausigere. Schaut rein, nur keine Hemmungen! Nächstes Jahr machen wir da einen Blogevent draus.

Jouvarlakia

reisbaellchen ganz und gar griechisch mit zitronen und ei
Jouvarlakia — zitronig-eiig-cremig — erfreut doch immer wieder…

Ein typisch griechisches Gericht, Giouvarlakia, kam gerade passend zu Erwärmung für vor Kälte in fröhliches Rot getauchte Gesichtspartien, die auch sogleich vor Entzücken ob der angebotenen Speisen ihre Farbe beibehielten. Die Fertigung setzt allerdings solides Grundwissen um die gehorteten Reislagerbestände voraus, um die perfekte Sorte verwenden zu können. Aber es hat alles sein gutes, sodass diesmal neue Reissorten zur Anwendung gelangen konnten.

Wir durften also japanischen Sonstwasreis (leicht klebrig) und einen Bioreis (etwas festere Struktur infolge) zur ausprobierlichen Fertigung heranziehen, um neue Geschmacksnuancen reisbaellchen in vorbereitung.jpgausfindig und bekömmlich zu gestalten. Kräuter, ungehackt, hervorgeholt und Arbeitsgänge verteilt.
Eigentlich sollte in das zu kreierende Mahl rezeptlich vorgesehen Blattpetersilie und Dill und Liebstöckel rein, aber eigentlich war nur die Petersilie aufgetrieben worden (der welke Dill liegengelassen, der merkwürdigerweise vom Verkaufspersonal seit bestimmt vier Tagen schon nicht entfernt worden war) und noch frische Korianderblätter als ausprobierlichen Ersatz.

Die Kräuterblätter wurden dann auch eifrig gehackt und die Zwiebelstücke grob verhackstückelt. Biorinderhack hervorgeholt und zur Herstellung von zwei Versionen aufgeteilt. Waren so ca. 400 Gramm und die verwendeten Reiskörner dürften sich so 900 Gramm angenähert haben. Das war aber zu wenig wie sich noch herausstellen sollte. Etwas Olivenöl und jeweils zwei Eier hinzu und gut verrührt und verknetet. Sodann erst große und dann nach übereinstimmender Betrachtung und Beratschlagung daraus noch mal kleinere Reis-Rundlinge gefertigt. Salz natürlich auch noch hinzu zur Würzung.

Vorgesehen hätte jetzt noch Liebstöckl und Salz zur geschmacklichen Aufwertung ins Kochwasser reingehört, war aber nun mal nicht da; Brühwürfel stattdessen genommen und noch etwas Salz und gewartet bis die geeignete blubbernde Kochtemperatur erreicht war, die fertigen Reiskugeln vorsichtig reingelegt und dann nach ein paar Minuten runtergeschaltet, um den 40-Minuten-Köchelei-Niedrig-Temperatur-Vorgang einzuläuten.
Dazu dann noch lose reingerührt etwas Reis und Hack. Das macht die Sauce dann schöner.

Zeit dem mitgebrachten Weißweine zu frönen und auf die zwischenzeitlich zu probierenden Reisknödel zu warten. Koriander doch zu stark bemerkbar, aber nicht so schlimm, Dill dann doch die bessere Wahl. Das Hackfleisch erwies sich als zu kompakt, der Reis als nicht weich genug werdend. reisbaellchen detailBeim nächsten Mal also dann doch mehr Reis bei diesen Sorten verwenden. Nach etwas längerer Kochzeit dann doch noch schön durchgezogen.

Das Wasser zieht sich dann auch schön in die Reiskügelchen rein und es wird Zeit die Spezialität zum köstlichen Höhepunkt zu bringen: Die Zitronen-Ei-Soße! Köstlich! Ist Bestandteil vieler Gerichte in Griechenland und passt wunderbar zu kulinarisch verwöhnten Gaumen wie unsrereinige ;-)

Die Zubereitung ist ganz einfach (und es gibt wohl unzählige Varianten). Eiweiß cremig schlagen,
mit etwas abgekühltem Kochwasser gerührtes Eigelb hinzu und dann ganz, ganz vorsichtig den Saft von zwei, drei Zitronen hinzugeben. Diese Zitroneneisauce wird dann nachdem der Kochtopfinhalt nicht mehr kocht (stockt sonst) rübergegossen und zusammen mit den Hackreisbällchen serviert zur Hervorzauberung von strahlenden Gesichtern.

Zutaten:

1000 Gramm Reis (Milchreis)
400 Gramm Hackfleisch, Lamm, Rind, gemischt…
2 Zwiebeln
3 Eier
Bund Blattpetersilie
etwas Dill (Ersatz Koriandergrün)
Salz
bissl Liebstöckl

für die Sauce:

4 Eier
3-4 Zitronen
etwas Kochwasser

Jouvarlakia — einfach zitronig lecker!

Morgengestalterische Vorbereitungen

biojoghurt mit apfel und roter grapefruit
Unter der Grapefruit und dem Biojoghurt ist auch noch ein Apfel zu finden

Zaghaft erscheinen die ersten Frühstücksannäherungsversuche die Sonnenstrahlen anzuziehen. Zeit Mitbringsel aus Sizilien zu den restlichen Genussgütern mitaufzutischen. Leckere Kapernblätter in Salzlake eingelegt, die so gar nicht den intensiven Kaperngeschmack haben, sondern nur leichte Geschmacksnuancen an diese erkennen lassen.

kapernblaetter mit klitzekleinen tomaten
Klitzekleine bunte Tomaten — Drumherum um die Kapernblätter rum

Vorher muss noch kurz der Salzgeschmack ausgewaschen werden und dann wird Olivenöl oder je nach Geschmack edler Essig rübergegossen. Sehr fein. So ist mal wieder alles verwertbar :-)

kapernblaetter

Dazu dann klassische Elemente — Leberpastete, Serranoschinken, Ziegenfrischkäse mit allerlei Kräutern, fluffiges Weißbrot, Reste von schmackhaftem Joghurt, Rucola, Erbsen, Blattpetersilie, Makrele und so weiter. Dann noch je nach Bedarf Kaffee (noch nicht im Bild) oder Magentee (noch in der Dose).

spaetmorgendliche fruehstuecksvorbereitungen
Frühstücksdevotionalienauftischung