Suchergebnisse für 'agavendicksaft'

Langsam sich verfüllende märktliche Einkaufsmöglichkeiten erweisen sich als den Gewohnheiten nicht unbedingt zuträglich mit ihrem nur langsam den Frühling anhimmelnden Angebot — es galt also vor dem absehbaren Ende sich der Restsicherung anheimzugeben

farben obenauf auf dem fruehstueck drauf
Blumen weisen wie üblich der Völlerei den Weg

Kaum fallen die ersten längeren Sonnenstrahlen auf die Straßen — schon kommt das Stadtvolk pünktlich zum Markteröffnungstermin heraus aus ihren Wohnungen, um dem vermuteten Landvolk die bereitgestellten Waren abzunehmen. Vernünftige Mitmenschen, die sich durch derlei Aufstehzwänge mitnichten gängeln lassen, haben es deshalb zu diesen Zeiten mehr als schwer.

erste fruehjahrsfruehstuecksvorbereitungen
Erste Vorbereitungen für den Frühstücksstart

Das Angebot ist noch etwas mau, die frischen grünen Kräuter sprießen erst, werden aber dennoch schon angeboten, allerdings nur der erwähnten Spezies, die ohne Rücksicht alles leerkauft.
Macht nichts, trotzdem was ergattert, und ja, das im Bild sind nach kaum etwas schmeckende Erdbeeren, aber was sollte gemacht werden, das passiert jedesmal im Frühling, da muss wider besseren Wissens zugegriffen werden, mit Agavendicksaft und Biojoghurt aber geschmacklich aufgepeppt ;-)


Während der Frühstücksvorbereitungen dann der neuen Sucht gefrönt und Christoph & Lollo bei ihren charmanten Ausführungen zum Thema Islam [via rhizom] gelauscht.

Die beiden haben ja auch schon mehr oder minder erfolgreich Sponsoren gesucht, die Lamiacucina nun nach eifrigem Suchen gefunden hat ;-) Bemerkenswert am Beitrag dort sind derart vorgeführte Blogs, die ohne Scham merkwürdigerweise in den Kommentaren auch noch Beifall zollen #-o

christophlollo tschuldigung
Tschuldigung, es ist einfach zu gut ;-)

Wie sich CDU und FDP eine ihnen genehme Demokratie zusammenschustern konnte neulich ja schon beobachtet werden als sie von antifaschistischen Initiativen im Gegenzug für eine Förderung die Bespitzelung ihrer BündnispartnerInnen verlangte; um dem noch eins draufzusetzen müssen nun im Freistaat Sachsen auch noch alle Presseerklärungen und Broschüren zwecks Zensur dem Sozialministerium vorgelegt werden.

makrele geraeuchert und schon angenascht
Schon mal naschen vorweg ist geradezu Pflicht

Getragen von eifrig erkundbar sich darstellender Einkaufsunlust erwies sich das Ratatouille ohne die anvisierte Kartoffelsorte dann doch in Etappen als etwas sich dem nicht ganz so geeignet erweisenden Umstand, dem aber gekonnt durch Zerschnippelung größerer Ware gekontert werden konnte, was aber leider nicht die angewiesenen GemüsezerschnipplerInnen, die angehalten waren doch etwas größere Stücke, was wiederum leider nicht durchgehend — da bratend derweil — kontrolliert werden konnte, zu fertigen und dann doch eher schmalere Versionen herstellten, abhielt , sich zu beteiligen und so wurd es etwas unfester, aber da der Thymian nicht mehr die versproche Wirkkraft besaß und die wilden Fenchelkörner ohnehin vergessen waren, war das dann mittels des stärker zutage tretenden Agavendicksaftes doch formidabel — zumal gerade das beste aller Olivenöle ausgegangen war und nun auf Ersatz zurückgegriffen ward

Ok, es geht auch ohne Bamberger Hörnchen, aber mit ist schon besser, ansonsten war die Fertigung des leckeren Ratatouille dann doch ganz passabel, wenngleich eine etwas festere Struktur schon angenehmere Nuancen hätte aufweisen können.
Da die Ahnung, dass die Einkaufsperson nicht die richtigen Zwiebeln ordern würde, sich schon bei Bestellung zu einer wahrnehmbare Größe entwickelte, war dem Rechnung getragen worden mit der Orderung mehrerer Packungen kleiner weißer Exemplare am selbigen Tage. Die übergereichten Gemüsezwiebeln werden dann anderweitig zu höheren Ehren gereichen :p

ratatouille ohne fenchel
Ratatouille — ohne wilde Fenchelkörner und … siehe Titel

Beim nächsten Mal wird dann genau nach dieser hervorragenden Ratatouille-Variante vorgegangen, die dereinst so hervorragend zu munden wusste ;-)

Ragoutant fabrizierender Zwischenstatus verheißt bei Betrachtung schon mal geheimste Wünsche, die auch dank nacheifernder Sequenzen sich als überaus ganzleichtknackig-charmant erwiesen — ganz im Gegensatz zu den Nespressionen

zwiebelnzweibelnzwiebeln
Zwiebeln wissen nur zu erfreuen!

Nach einem Kurzaufenthalt Anderenortes (Bericht folgt) war die bereits vorher sorgsam bereitgelegte Zutatensammlung hervorgeholt worden und zügig abgearbeitet worden. Die letzten Wochen waren ja voll von Chicorée und Zwiebeln in den Foodblogs, da kam genial lecker genau recht mit einem Chicorée-Kuchen, der in Abwandlung dieser grandiosen Kredenzung mitsamt einer Schmorversion von Bolli allerdings ohne Puderzucker und Fond nachgeeifert wurde.

Berge von Zwiebeln, roten Zwiebeln, grünen Frühlingszwiebeln, weißen Zwiebeln und ein zwei Schalotten wurden kleingeschnippelt in Olivenöl kurz angeschmurgelt und gewürzlich mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Rigani versehen, sodann wurden Chicorée-Viertel/-Drittel stark angebraten und dann sanft in etwas Weißweinzusatz geschmort und danach mit Agavendicksaft versehen und weitergeschmort und dann noch etwas stärker mit Hitze in Berührung gebracht.

zwiebelyufka in zwischenstatur
Radicchioverwöhnte Bettung geschmorter süßlich-bitterer Aufalge mit cremiger Tendenz

In das gleiche Öl dann noch länglicher roter Radicchio, den ebenfalls mit etwas Agavendicksaft beträufelt, ah wunderbar leckerer Natur, der muss eindeutig wieder öfters auf den Tisch. Zwiebeln und Raddichio dann mit Thymian und Salz sowie Crème fraîche zusammengerührt und auf mit Olivenöl im Backofen in ca. 8 Minuten schön knusprig verteilten mehreren Lagen Yufkateig gebettet. Darob die geschmorbratenen Chicorée und noch mal für 15 Minuten in den Ofen.

Perfekt hätten auch noch Orangenzusätze gepasst, die derweil nicht gefertigt worden waren oder natürlich frischer Oregano — der passt wirklich geschmacklich perfekt dazu.

zwiebel chicorée auf yuka samt crème fraîche
Die einfache Backofenkost ist jederzeit hochwillkommen

Die Speisung kommt übrigens ohne fleischliche Zusätze aus, es schmeckt auch so überaus wie erwartungsvoll während der Zubereitung schon erahnt; allerdings bedeutet die Inanspruchnahme trauriger Tieraugen immer einen PR-Gewinn, das kann zur Zeit bei Greenpeace betrachtet werden, deren Video betreffend Nestlé macht zur Zeit ja die Runde und alle sind schwer empört über Regenwald-Affen-Abholzung.

Aufmerksamkeit, die sich merkwürdigerweise nicht an unsozialer Unternehmenpolitik des Konzerns bemisst — der betreibt seit etlichen Jahren Ausbeutung pur in aller Welt. Konkret sind z.Bsp. zur Zeit die Repression des Konzerns gegen Gewerkschaften in Russland und Indonesien bekannter. Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft im Nestle Betrieb in Domodedovo (nahe Moskau), Sergej Strykov, ist im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt entlassen worden; in Pajang in Indonesien kämpfen die ArbeiterInnen gegen Hungerlöhne.


Arbeitskämpfe bei Nestle in Indonesien

Gegen die Nespressionen hat der Gewerkschaftszusammenschluss ILU (Vereinigte Lebensmittel-, Landwirtschafts- und HotelarbeitnehmerInnen), der in der BRD die Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten und die IG BAU angehören, zu weltweiten Aktionen aufgerufen:
Protestbriefe zur Unterstützung für die GewerkschafterInnen in Domodedovo und Panjang stehen zur Verfügung, um Nestle deutlich zu machen, dass gewerkschaftsfeindliches Verhalten nicht toleriert wird.

Salatobst als Titel ist so dämlich, dass es wieder gut ist und deshalb noch dämlicher und daher ausgesprochen akzeptabel — außerdem sollen auch Suchmaschinen Gesundes zu mampfen haben

salatobst frisch und gesund weitgehendst

Des weiteren erweist sich schlichter Obstsalat einfach nur leckerer und stimmungsaufhellender Natur, ist ein Indiz für Tag, mit Joghurtzugabe wird es sogar sonnig, mit Agavendicksaft grün und wer alles nimmt, was bereit liegt, erntet Frost.

amparanoia enchilao

Salatobst gelingt übrigens auch mischungshalber in der Pfanne ;-) in einer Kantine in der erst am Morgen entschieden wird was es des Mittags als Essensaushang gibt, das ist doch mal was.

Dazu gehört Amparanoia – vom Anfang des letzten Jahrzehntes ;-) , aber genau die richtige Begleitung; die Sängerin Amparo Sánchez hat inzwischen auch ein „Solo-Projekt“.

Sich ergeben machende Sekunde-für-Sekunde-Anleitung (Minus-Speise)

immer auf vorrat limonen

Kurz, schnell, gut sowieso soll es sein das Eingeforderte, die 50 Rezepte, von nutriculinary, da musste schon angestrengt nachgedacht werden, was denn wirklich schnell geht, also richtig schnell, so fix wie das klassische Fußballmahl vom Kochbuch der Verzweiflung (welches übrigens in die Microwelle gesteckt doch deutlich an Verteilungsgerechtigkeit gewinnt), das immerhin ist in wenigen Minuten zu bewerkstelligen.

endabschnitt foerderlich der limette

Immerhin, die auserkorene Speise verschlingt in der Zubereitung grade mal 3, 58 Minuten und außerdem ist sie die einzige, die die Folgen der vorhergehenden stundenlang vorbereiten schweren Mahlzeit quasi negieren kann; bleischwere Völlegefühlmomente sind wie weggewischt, als hätte es vorher so rein gar nichts gegeben. Dafür steht dann genussvolles Entzücken ob des traumhaften Knackens und Ausschlürfens an.

baumarkt bunsenbrenner zum karamelisieren

Fürderhin also unsere einzigartigen Karamellisierten Limonen — wenngleich schon Dauerverkostungsgegenständlichkeit — dürfen hier noch mal in der doppelten gesunden Rohrzuckerschichtversion (= volles Essen) mit einfacher Schnitttechnik und ohne Zaubercreme (die Zeit!) ran. Ausgelegt die Zeitangaben für 4-5 Limonen, das reicht für 8 bis 10 sich als gesättigt Ausgebende.

halbe limone drapiert

42 Sekunden mehrere Bio-Limonen waschen + schnellstens abtrocknen
11 Sekunden Enden leicht kürzen
7 Sekunden halbieren & drapieren

zuckerschicht die erste

34 Sekunden den braunen Rohrzucker suchen
10 Sekunden denselbigen auf die Limonenhälften schütten
37 Sekunden schwenkend karamelisieren per richtigem Bunsenbrenner (nicht so ein Minischnickschnack)
9 Sekunden zweite Schüttung Rohrzucker, braun
33 Sekunden Karamelisierung
14 Sekunden Agavendicksaft (Das I-Tüpfelchen des guten Geschmackes) drüberträufeln
22 Sekunden erneuter Bunsenbrennereinsatz, aufkommende Flammen ein bißchen in Richtung des phaszinierten Besuches hinlenken
19 Sekunden Telleraufhäufung samt Restabkratzung und Drüberkleckerns der verblieben Flüssigkeitsrückstände, verdickter

zuckerschicht die zweite fuer die limone

238 Sekunden — unschlagbar für mehrere Portionen voll Glückseligkeit
= 3,58 Minuten für zahlreiche Aaahhs und Ooohs

karamellisierte limone haelften

und 14 und ein paar zerquetschte Minuten Formulierungskünste zu Zutaten und Zubereitung im Blog sparen durch Verweis

halb ausgelutschte halbe limone

Letzte Chance — gefüllte Herbstperlen (rot-grüne Knuspereisbonbons)

herbstige himbeeren bereit zur fuellung
Allzeit bereit zur Füllung — die durchaus leckeren Herbsthimbeeren

Der Zauber des Sommers brachte himbeerabstinenten Gegenden keinen Vorschub im Auffüllen der Vorräte. Rechtzeitig zurück heißt es deshalb jetzt hurtighurtig die letzten Exemplare einzusammeln, die Herbsthimbeeren haben zwar den unschlagbaren Vorteil, dass weiße Kleinstlebewesen sich nicht allzu häufig dort aufzuhalten pflegen — dafür aber auch ein klein wenig weniger süß zu munden wissen; aber all dies wird hinfällig mit der vorgesehenen Füllung für die Naturbonbons, die sich immer wieder allseitiger Beliebtheit erfreuen. Jedenfalls werden die Bestände immer wieder überfallartig dezimiert.

minze ungehackt und bereit
Entzückt zum Zerhacken vorgesehen

Also Minze geordert, kleingehackt und mit Agavendicksaft sowie ein paar kleinen Spritzern Limonensaft versehen. Ab in das Tiefkühlgerät und nach ein paar Stunden kann erst lutschend und dann die kalte Himbeerperlenwand krachend lassend der feine Minzagavendicksaftgeschmack seufzend erkundet werden. Köstlich kalt also!

septemberperlen
Kinderleicht zu bewerkstelligende Füllung — einszweidrei und im nu sind die Bestände gesichert

Was!? gab es schon öfters? Macht nichts, schmeckt immer wieder gut, der Winter wird hart, da braucht es süße Kost. Nachmachen unbedingt angeraten. Noch ist Zeit ;-)

Torrone versteckt sich hinter dem 17. Türchen des Kulinarischen Adventskalenders (und ganz viel Rührtätigkeit)

Willkommen zum süßen 17. Türchen! Die phantastische Idee sich der ganz vorzüglichen Genüsslichkeit Torrone für den Kulinarischen Adventskalender im Kochtopfblog zu widmen rief gleich strahlende Gesichter hervor, die dann erstmal gebändigt zu werden wünschten. Alle verstanden da etwas anderes unter der schönen Wortschöpfung. Alle kannten es aus Kindertagen. Hurra!

torrone im schokoladenmantel
Torrone im Schokoladenmantel

Das Geheimnis lüften konnte nur die regionale Unterschiedlichkeit der Geschmäcker. In Nordafrika fast überall zu haben, in Griechenland mit Sesam umhüllt, in der Türkei als Türkischer Honig präsentiert und tief im Süden Italiens Kulinarischer Adventskalender - 17
wird damit meist eine aus frischen Mandeln gefertigte Karamellversion bezeichnet, weiter im Norden dann auch schokoladenartige Nougatträume und überall so zwischendrin erweist sich eine weiße Sorte als schicklich — und genau die sollte es sein! :-)

Dann wild herumtelefoniert und Rezepte gesammelt (Weinhnachtszeit ist Torrone-Hochsaison) und am Tische zusammengetragen; aber, war klar, machen alle anders, Geheimrezepte, die unter dem Siegel der Verschwiegenheit übermittelt wurden, fanden sich passenderweise auch in diversen Kochbüchern :D und warum nicht mal eine eigene Version — mit Agavendicksaft dieser sich vielleicht gut eignenden aromatischen Agavengewächs entnommenen „Frucht“süße?

mandeln ungeknackt
Mandeln (zwar nicht frisch vom Baum, aber selbstgeknackt)

Die ersten probehalber mit geringen Mengen gefertigten Versionen erwiesen sich leider als gar nicht dem feinen Geschmacke der Agave zuträglich, außerdem zeigte sich eine zu weiche zähe Konsistenz. Versuche mit frischen Limonen und Mandarinen, um an vergangene Traditionen anzuknüpfen, erwiesen sich als unpraktikabel.

Also ein klassisches Rezept und das geht eigentlich ganz einfach ;-) Honig wird im Wasserbad vorsichtig erhitzt und unter ständigem Rühren ein bissl eingekocht und aufgeschlagen, das blubbert schön aus dem Topfe heraus und dann konnte auch gleich eine in etwas Wasser kurz aufgekochte Zuckerration mit hinzu und wiederum rühren, rühren, rühren.

torrone karamellisiert schlicht
Karamellisierte Version, hinten Minitorroneoblatenausprobierung für die handliche Verspeisung

Währenddessen Mandeln geknackt und kurz in kochendes Wasser gegeben; das ist sehr praktisch, denn die Haut lässt sich hervorragend abziehen hernach; Mandeln einfach auf ein Tuch legen zum Trocknen und sodann abtupfen und dann kann es auch schon losgehen, fixe in 5 Minuten erledigte Tätigkeit. Bei Bedarf kann die Mandelmenge auch noch geröstet werden. Eingelagerte Pistazien erwiesen sich geschmacklich nicht ganz so toll, aber auch diese eignen sich hervorragend ansonsten für Torrone — insbesondere als ansehnliche Farbtupfer.

Sehr beliebt auch Farbgebungsprozesse mit fein gemahlenen grünen Pistazien; mit Zuckerzugabe wird es etwas dunkler (zumindest in dieser Variante, es wurd einen kleinen Augenblick nicht aufgepasst ;-) ). Überhaupt kann eigentlich so ziemlich alles als (trockene) Füllung mit rein, was passabel erscheint — die Torrone nimmt nicht das Geringste krumm ;-)

Und, nicht vergessend die Rührerei zwischendurch, können auch schon vier Eiweiß steif aufgeschlagen werden, die Masse wird dann unter die Honig-Zucker-Masse druntergehoben. Puristinnen nehmen nur Honig, Gelassenere offensichtlich sogar Glucose. Wichtig ist die Wahl der Honigsorte, die gibt schließlich den Grundgeschmack vor. Dunklerer Orangenblütenhonig ward auserkoren und der feine wilde Orangenplantagen-Geschmack benötigt auch keine weiteren Hilfsmittel wie Vanille oder Zitronenschale.
Die Torronefarbe ist dann anschaulich in diesem Stadium schon vorhanden — eine angenehme auf dem weißen Grundtone basierende leicht dunkle Färbung weiß hier schon Bestes zu verkünden.

Und dann heißt es rühren, sehr lange rühren, nebenbei eignen sich diverse Tätigkeiten der Unterhaltung, um nicht einzuschlafen; die ganze Flüssigkeit muss raus und am Ende soll es ja nicht aus der Waffel fließen. stundenlang zu verruehrende Masse
Ja Waffeln — waren natürlich nicht eingekauft worden, was tun? Hatte noch ein Kisok auf, der Esspapier im Sortiment hatte? Die Lösung waren kleine runde Backoblaten, die sauber aneinandergelegt als Ersatz für die dann aufzunehmende Masse die Unterlage bieten sollten. Aber erstmal Rühren! Irgendwann kurz bevor der Arm abfällt, war es dann soweit:

Mit strahlender Zuversicht wurde versucht die Masse auf die Oblaten zu kriegen, eines war klar, ein schwieriges Unterfangen und ein nur im Einzelfall vom Gelingen getragenes Ergebnis. Backpapier musste also herhalten, ein riesiger Marmorquader wäre vielleicht auch nicht schlecht gewesen.
Die von leichten dunklen Tönen getragene Masse, die kurz vor Ende noch um die Mandeln ergänzt wurde, macht es sich anschaulich bequem. Dann Warten, ein paar Stunden, die Masse muss sich abkühlen, so frisch verzehrt ist sie noch sehr weich die Zähne umwickelnd.

torrone frisch aufgetragen
Frisch aufgetragen und anschnittlich begutachtet — auf Grund stundenlanger Fertigung erst tief in der Nacht ;-)

Vorsichtiges Betasten lässt Gewissheit aufkommen, dass diese große runde Torronescheibe auch ganz statthaft ist und sodann wird sie in handlichere und mundgerechte Teile geschnitten.
Wagemutige Versuchspersonen dürfen erste Bisse zu sich nehmen. Zwar ist das Ergebnis noch nicht vollendens zufriedenstellend, aber die an diversen italienischen Einkaufsgelegenheiten geschulte Torronetestschmeckerei bringt es zu Tage:

Süß — sehr, sehr süß! Könnte etwas härter und bröseliger sein. Aber durchbrochen von knackiger Mandel und ergänzt von sehr, sehr viel Espresso dazu schmeichelt die Torrone sich lutschend-kauend an die Geschmacksnerven heran.

[Nachtrag: Nach Aushärtung bis zum Mittag ist die Konsistenz jetzt perfekt, da die Schokolade sich vorzüglicher als die Oblaten- und Naturversionen macht, wird der Rest auch noch damit umhüllt. Es sollte halt nicht Alles bis auf den letzten Präsentierungstag aufgeschoben werden ;-) ]

Zu gewinnen gibt es übrigens auch etwas im Kulinarischen Kalender, am 24. Dezember wird es ein kleines Gewinnspiel geben, ob die Torrone so lange hält ist indes fraglich…

blogevent kulinarischer adventskalender 2008

Zutaten:

500 Gramm Honig (z.Bsp. Orangenblütenhonig)
200 Gramm Zucker (nach Bedarf und Konsistenz mehr oder weniger)
Mandeln
4 Eiweiß
Schokolade
Zeit, unheimlich viel Zeit

So gehts:

Honig im Wasserbad unter Rühren aufschäumen und zusammen mit der angerührten Zuckerwassermischung zusammen so einköcheln, dass eine festere Masse entsteht, da dann aufgeschlagenes Eiweiß rein und dann rühren, rühren rühren bis eine feste Torronemasse enstanden ist, da dann Nüsse rein, und/oder später mit Sesam oder Schokolade umkleiden. Am besten auf eine Waffel streichen. Einlagern, Kaffeetrinken, Genießen!

Und wie die geheimnisvolle Nougatzubereitung in Italien original fabriziert wird, kann dann am nächsten Sonntag im Fernsehen beobachtet werden. Und nun noch viel Spaß mit den übrigen Türchen!

Wochenendliches Potpourri mit deutlicher Farbtendenz und noch deutlicherer Zugabe von Olivenöl und ein klein wenig Agavendicksaft, der aber nur rankam, weil eine Zutat etwas schwächelte (verwaschene Aussicht) und mittägliche Rassistenkost (kein Scherz)

Leckere Häppchenkost erschien als die für viele Personen geeignete Wahl, die sich zwar in der Zubereitung ob der jeweils eigenständigen Anbraterei etwas hinzog, und so wurde mal geschaut, ob andere da noch ein raffiniertes Zubereitungsschmankerl wissen könnten. Schließlich standen zahlreiche Gemüsesorten zur Auswahl für ein köstliches Ratatouille (etwas unklassischer Art).

lamiacucina wirbt ja bereits im Header des Blogs damit und hat so seine eigene Puderzuckerversion; Sammelhamster hat eine aufgestockte Version davon nachgemacht, es muss also gut sein.
Bolli zumindest weiß von Puristen zu berichten, die alles extra zubereiten und dann erst mischen. Entegutallesgut verfeinert mit Fisch und Foodletter stapelt erstaunliche Türmchen. Barbaras Spielwiese hingegen richtet zum Lavendel nach jahrzentelang erprobten Rezepte an

Aus allem also etwas zusammengeschustert (Fisch war aus) und aus folgenden Zutaten das wunderbar lecker schmeckende Gemüsegericht gezaubert, das zugegebenermaßen etwas dauerte in der Zubereitung. Das Gemüse sollte noch etwas Knackigkeit aufweisen.

wochenendliche farbkleckse
Wochenendliche Farbkleckse

weiße Zwiebeln, in Olivenöl angebraten, auf Grund von Geschmacklosigkeit mit Agavendicksaft ankaramellisiert
Rote und gelbe Paprika, in Streifen ebenfalls im Rest-Olivenöl-Agavendicksaft angebraten und noch mit getrockneten Thymianblättchen ergänzt
Auberginen, grob geschnippelt und zuvor gesalzen (15 Minuten Ruhezeit) durften ebenfalls mit ein wenig des Dicksaftes beträufelt werden während des sachten Bratvorganges
Die Zucchini durften mit Oregano und Thymian, Salz und Pfeffer für sich alleine anbraten
Kleine leicht süßlich schmeckende Kartoffeln (Bamberger Hörnchen) mit Pfeffer und Salz angebraten; die Sorte bleibt schön fest und eignet sich vorzüglich.

Dann alles zusammen in eine Backofenform und mit vorzüglichstem Olivenöl vermischt und noch mal kurz abgeschmeckt mit wilden Fenchelsamen, Salz und Pfeffer und ab in den Ofen und die anerkennenden Rufe bei der Genussprobe gleich mit in die Getränkekredenzung integrieren.

Geschmacklos präsentiert sich hingegen Rettet das Mitagessen, der sonst eilfertig auf Werbung für ein kommerzielles Kochportal bedachte Bloginhaber scheint es witzig zu finden von „Negerpech“ zu faseln. Diskriminierende Wortwahl bietet sich ersichtlich auch nicht an, um Hinweise auf lustige Filmchen zu geben. Einfach nur peinlich.

Den köstlich zu erschnuppernden Duft förmlich vor Augen, war die Raspelarbeit ein umfänglich schnell zu bewerkstelligendes Zwischenstadium, das dann zwar viel Kerne übrigließ, aber ansonsten wenig Kürbis, was nicht weiter schlimm zu sein schien da auch kleine Portionen statthaft sind und angesichts dessen kam auch Wilder Fenchel recht und derart vervollständigend auch Rundkornreis und es schien schon vollkommen unter Hinzufügung allerbesten Bio-Olivenöles als ein wenig Unachtsamkeit, nein eher eine Unaufmerksamkeit, sich einschlich, die grauenvoll zuzuschlagen beliebte und sofort eingeleitete Rettungsversuche waren zwar erfolgsversprechend und lieferten eine gewünschte, die Strukturen überaus ansehnlich zu betrachtende Zutatengrundlage, die kaum aus dem warmen Ofen gezogen mit einer schönen Oberflächenstruktur nur Bestes vermuten ließ und dann war da verdammtermaßen so ein Unterton in der geschmacklichen Wahrnehmung, der… (aber lest selbst)

kuerbis reis auflauf mit wildfenchel
Schön anzuschauen und doch…

Einige Kürbisse lachen schon der Vorfreude entgegen und so war Gelegenheit auch mal auf eine bewährte Zubereitungsmethode zurückzugreifen, die immer wieder entzückt und weil die Quelle des wilden Fenchelgewächses passenderweise noch vorhanden ist, war es Zeit für schmackhaften Kürbis-Reis-Wildfenchel-Auflauf mit köstlichem Olivenöl und weißen Zwiebeln (selbstverständlich alles aus biologischem Anbau) und dezent beigefügtem Meersalz (sonst nichts weiter). Wenn es lieber griffbereite Kleinkost sein soll — einfach darauf zurückgreifen.

wilder fenchel und raspelmoeglichkeit
Wildfenchel und Raspelmöglichkeit

Zuvor natürlich eifrig raspeln und feststellen, dass eine wertvollen Platz wegnehmende elektrische Raspelapparatur manchmal doch nicht sooo schlecht wäre. Schnellstens helfende Hände machen aber auch da sympathischerweise die Angelegenheit zu einer heiteren Kürbisschnitzelweitwegwurfangelegenheit, das schafft keine Maschine.
Ein Mixer ist nicht so statthaft, weil es möglichst längliche Streifen sein sollen, die sich später um den hinzugefügten Reis schmiegen sollen. Aber auch für solcherlei Gerätschaften gibt es Rezepte. Bei Bedarf darf sich der Kürbiskerngestaltung gewidmet werden.

kuerbis vorbreitungsstadium

Rundkornreis nach Belieben zufügen zu den orangen Kürbisteilen, die aber schon etwas nach Kürbis schmecken sollten (sonst wird das nichts mit der Speise); währenddessen Zwiebeln und die Stiele des Fenchels kleinschneiden und mit Olivenöl und ein paar Fenchelspitzen andünsten und hinzugeben, noch salzen und schon etwas probieren — schmeckt wunderbar.

rundkornreis und gerasplter kuerbis
Fein abgestimmt und auch schon so lecker zu erschmecken

Dann schon mal, bevor es in den Backofen kommt, vorköcheln lassen und Bitte! sich nicht abklenken lassen #-o Es war zwar nur ein Hauch einer nicht den Kochvorgang beachtenden Unaufmerksamkeit, die aber war offensichtlich ausreichend die untere Schicht unschicklich anzuschwärzen. Sofort eingeleitete Rettungsversuche konnten zwar 94 Prozent der Rettung zuführen, was erst mal zum Aufatmen führte, aber sich als fatal herausstellen sollte.

Zwar gelang Alles ansonsten perfekt, die Reis-Kürbisstruktur phänomenal gut, der Biss saftig, der Kürbis gut herausschmeckbar und leider auch so ein fieser kleiner Brandton, der die geschmackliche Komposition empfindlich störte. Es konnte zwar noch gegessen werden, ein richtiges geschmackliches Erlebnis schmeckt allerdings anders. Anderntags zugefügter Auflegekäse zum Überbacken brachte auch keine Besserung. Ach, Rubrik Katastrophalia, war ja schon lang nicht mehr gefüllt worden, muss offensichtlich auch mal trotz Raspelmühe sein :-(

oberflaechentruktur kuerbisauflauf
Die goldgelbe Oberflächenstruktur zeigt sich von der besten Seite

Zutaten:

Kürbis, am besten ein schön nussig schmeckendes Exemplar
Rundkornreis
Wilder Fenchel oder Dill
Meersalz
(nach Belieben auch noch Zwiebeln)

ganz vergessen in der Aufzählung: allerbestes Olivenöl!

und natürlich genügsame Aufmerksamkeit ;-)