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Um des Restvorrates an grüner Kräuselpetersilie zu gedenken war auch an des Nudels passend dazwischenzusteckende Nordseekrabben gedacht, die es sich dankenswerterweise an Zwiebeln und Wein bequem machen konnten — außerdem Zwischenaufmunterung für die Auswüchse auf Gemüse (formschön)

Die dann doch in den letzten Tagen vorhandenen Temperaturen verlangten nach leichter und schneller Kost, Zudem sah der Berg vergessener Kräuselpetersilie schon leicht in verwelkender Natur seinen Optimalzustand, also rasch verwenden, Shrimps waren nicht da, aber famose Nordseekrabben und Wein sowieso.

alte restpetersilie geschmort auf nordseekrabben an nudel
Petersilie in gekräuselter Form ist semioptimal

Also eine der passensten Zutaten zu Nudeln überhaupt gefertigt (Rezept im Blog, vielfach) und die Meeresbewohnerinnen mit hinzu. Die Petersilie war allerdings geschmacklich jetzt nicht soo gut, aber auch nicht sooo schlecht, glatte ist aber einfach besser (weniger eigentlich auch ;-) )

design auf kartoffel
Auszeit für Auswüchse oder andersherum

Und für alle diejenigen, die noch nach einem hübschen Designobjekt für den Esstisch Ausschau halten ist dieses Stück eine kostengünstige Alternative (gesehen in allen guten Wohnaccessoiresläden).

Die verschlängelte Nutzbarmachung durchbrochen derweil ausprobierend allerlei Substanz und Prägung zu wohl designender Gefälligkeit

eiswuerfelzubereiter chic

Das Entzücken war ob der variablen Herstellung der begehrten Eiswürfel für Cocktails und so Zeugs natürlich sofort Feuer und Flamme, hübsch anzuschauende „Würfel“ waren schon schön bildhaft vor Augen und sowieso waren die einzeln herausnehmbaren Metallschlängellinien hübsch dekohafter Natur, was zudem gleich die Möglichkeit offerierte doch auch ebensolche langen Eisschlangen zu fabrizieren; die müssten sich aber nun wirklich äußerst chic machen im Longdrinkglas, so halb herausschauend eventuell samt irgendeinem Fruchtschnickschnack.

eiswuerfelzubereiter formen

Den Aha-Effekt schon vor Augen herangemacht, an die Vorbereitungen, erst mal ausgiebigst gereinigt, die Flohmarktware hat ja immer so einen Gedankenherumschwirrüberlegungsmoment, das da vielleicht unangenehme Dinge zwischengelagert gewesen sein könnten, was speziell bei dieser Ware wohl eher nicht in Frage kommt, aber nun ja.
Also Wasser hereingefüllt und derweil Platz im Tiefkühlgerät geschaffen und dann leider festgestellt, dass das verfluchte Teil ein winziges Loch, nein genauer ganze zwei klitzekleine sogar aufweisen konnte. Arggh… das musste ja nun jetzt nicht wirklich sein, den Verkäufer innerlich verflucht und dran gemacht die Teile zu stopfen; aber womit eigentlich?

eiswuerfelzubereiter schlangenlinien

Dieses Lied (einer alten Volksweise nachempfunden) schwirrte dabei im Kopfe und von Lötkolben bis Stroh waren die gut gemeinten Ratschläge grinsender Personen allesamt blöd, also einfach Tesa doppelt draufgeklebt und spekuliert, dass das trotz der Kälte doch irgendwie schon halten möge.

eiswuerfelzubereiter loch

Tat es auch, allerdings ist die Unpraktikabilität der zweite Name dieser Gerätschaft, die Hebelwirkung der Ausbrechvorrichtung ist nämlich „etwas“ unpraktisch, der Kraftaufwand enorm und so langsam dämmert auch warum die Löcher in dem Aluteil waren, die wurden von vermutlich äußersten verärgerten VoreigentümerInnen reingepresst.

eiswaben

Zudem erweist sich die Formgebung nicht als die erhoffte, aber bei herausgestellter Schlangenlinie vielleicht doch was zu retten? — Mitnichten, auch hier bricht der allermeiste Teil einfach weg, nur kleine im Grunde genommen auch nicht wunderschöne Eisschlangen sind das Ergebnis. Hinzu kommt, dass unten eine komplett gefrorene Eisschicht vorhanden war, die erst abgebrochen werden musste, was aber auch eben den Rest zerstörte.

eiswuerfelzubereiter variabel

Wäre das Wasser auch noch professionell abgekocht worden, vielleicht sogar noch besser anzusehen. So aber schlicht so lalala. Was die nicht uninteressante Frage aufwirft, ob diese Designmenschen ihre Errungenschaften eigentlich selber ausprobieren

eisschlange

Aber lustig sieht der Eiswabenzubereiter aus und vielleicht lässt sich die Schlangenvorrichtung für Teigausstechorgien irgendwie nutzbar machen, bisweilen bleibt sie einfach dekorativer Zurschaustellung überlassen. Ist ja auch was ;-)

Die Entzückung war zumindest groß — Flohmarktfund

flohmarktfund
Auf Flohmärkten lässt sich bisweilen doch Interessantes finden

Jetzt wird noch rumprobiert, überlegt und vielleicht kann was arg Praktikables dabei herausspringen, zumindest die optische Entzücktheit ist gewiss und da es ja nicht so ist, dass wir soooo viel Krams in der Küche herumliegen haben, findet sich da auch noch ein Platz :D

Honigsonnenkontrollmilieu, das und die wahnwitzige eigentlich wie immer leicht umzusetzende feiertagsruhepoesie mit phantastisch magnetisierender eigener kulinaria-katastrophalia-Wortschöpfungskunst damit schön der Übung gehuldigt und nachbautätige Schiebehandlungen sich ergebenderweise zu offenbaren wissen (Beeren waren noch im Alten drin)

honigsonnenkontrollmilieu

Da des Letztens sich offenbarte, dass die alte Kühlgelegenheit sich für die allernotwendigsten Ingredienzen nicht mehr als ausreichende Platzofferte bot, war die Gelegenheit günstig ein supergroßes Teil, ein aus Umzugsgründen übriggebliebenes aus unrenovierten bald noch teurer an Yuppieschnösel (à la 2000 Eurofür die 3-zi.Whg. — das ist ja billig) vermieteten Wohnungen genau hierhin, in unsere schöne kulinaria katastrophalia-Küche, wo es noch richtig benötigt wird, zu transportieren.

Praktischerweise klebten da noch lauter kleine Wortmagneten dran, zwar mit einfacher Wortnadel in die Verkaufstüte gestrickt, aber trotzdem ganz spannend; was damit jetzt zur Erbauung übermüdeter Augen am Mittag zu legen ist, um die am Nachmittage aufstehende WG-Belegschaft zu erfreuen.

kaffee fuer lau und feiertagsruhepoesie
zeig wenig zitterangst wunderansicht gratis

Natürlich fehlen die wichtigsten Wörter, „schlunzig“ beispielsweise ward gar nicht gesichtet, „Himbeerumhüllungsbruchauch nicht, von „Zauber-Creme-Wölkchen“ ganz zu schweigen oder was sich sonst noch so schön macht im Formulierparadies.

blaue beeren auf weisser kalter unterlage in ringelschale
Immer gut — blaue Beeren auf weißer Grundlage in Ringelschalenambiente

Da muss also die eigene Magnetwand bedruckt, beklebt und verschnippelt werden, um noch phantastischere Möglichkeiten der frühmorgendlichen Schiebehandlungen zu kreieren, da könnten dann Wortbefehle gelegt werden — da waren nicht nur Erdbeeren drin im Alten, sondern auch noch blaue Beeren, iss die, heute noch, das würde da natürlich nicht so schnörkellos drin stehen, das würde sich sittsam mäandernd ;-) dann ungefähr so lesen:

Das.. ähh.. die, ne ..,. und schon fängt es an, es wird nur noch mittels Magnetsichtung vonstatten gehen können :D

kaffee glitzersitzeckentimemodul
Auch der Spieltrieb sollte nie unbeachtet sein Dasein pflegen

Nur welche schönsten Wörter auswählen, ein hartes Geschäft, zudem will auch die Schriftart sorgsam bedacht werden, eine länger zu bewerkstellende Aufgabe also, aber es wird dran gearbeitet :D Magnetfolien sind ja auch gar nicht so teuer, das dürfte doch auch ein lukratives Verkaufsgegenstandtütchen füllen oder gar als unwillkommenenes Geschenk, welches nicht versteckt und bei Bedarf wieder schnell hervorgeholt werden kann ;-) Sooo tolle Möglichkeiten sich das, höchstwahrscheinlich noch nicht für ganze Bands geeignete, eigene Honigsonnenkontrollmilieu zu erschaffen…

noch viel da
noch viel da — und baldenst noch vielviel mehr

Profund anzumerken, das Allerallerbeste und geschenkliche Tippgebung

Immer dann, wenn sich so alles dem Ende zuneigt, dann wird mehr oder weniger besinnlichen Rückblicken gerne auf die Sprünge geholfen. Da passt es prima in das Konzept, dass zorra vom Kochtopf und sandra von Un Tocco di Zenzero das allerbeste, das schmackhafteste, das delikateste, das… kurzum das beste Rezept des Jahres 2007 suchen und so darf sich ungehemmt ein Rezept, welches selbstverständlich den hohen Ansprüchen Genüge tut und nur dieses, aus dem reichhaltigen Fundus ausgesucht werden, um es zur Sammlung foodblogger´s recipe collection 2007 beizusteuern. Unser erwähltes ist erratbar und sichtbar dann dort.

foodbloggers recipe collection
best recipe of 2007

Unsere Katastrophen-Highlights hingegen kommen dann Anfang nächsten Jahres wieder mal zum Zuge (vielleicht ergibt sich die Tage ja noch was angebranntes ;-)

Die Finger verbrannt hatte sich ja neulich so ein kommerzielles Portal, welches nun motivlich Schadensbegrenzung zu betreiben versucht nachdem über merkwürdige Zustände berichtetet wurde. Aber so richtig die Realitäten anerkennen dazu reicht das Durchringvermögen dann leider doch nicht.

Dabei macht sich die Präsentation allerlei leckerer und informativer Bücher durchaus bezahlt, so wie die ausnahmsweise vorgenommene kleine Empfehlung, die wir mal auf die Schnelle aussprechen nur mal so für den Fall, dass ev. noch kleinere Geschenke benötigt werden (es soll ja Leute geben, die immer alles auf die letzte Minute zu erledigen wissen — sympathische ZeitgenossInnen übrigens ;-) ).

Das Gourmet Handbuch von Udo Pini ist ein profundes Ding, dickseitig und voller Informationen zu diesem und jenen mit netten Textchen und bebilderten Veranschaulichungen, also was für die ganze Wohngemeinschaft. Zwar gibt es da ein paar kleinere Fehlerchen wie neulich nachahmend bemerkbar, als von uns nach der Lektüre voreilig die Taro als Yam abgebildet war und ein paar andere Bilder sind leicht ersichtlich auch vertauscht (bei der Masse fällt das aber auch kaum auf).
Aber obacht — nicht alles was konsumierbar ist findet sich dort wie z. Bsp. das Thema Hanf anschaulich zeigt, welches auf Hanföl reduziert wird. Dabei konnte doch bei Küchenlatein anschaulicherweise gesehen werden, was so alles mit dem Kraut so ersprießlich anzustellen ist.
Was allerdings die Empfehlung trotzdem so unschlagbar macht ist nicht nur der äußerst preisgünstige Erwerb, sondern es findet sich so wunderschön alles darin, was die angeberische Seite jedes Foodblog so zum Erblühen bringt.

gourmet handbuch
Profunde Für-den-Kochblog-geeignete-Literatur zum Angeben incl. kleinerer Fehlerteufelchen

Schließlich kann nach dem Genuss des Buches unumwunden altkluges Zeug abgeschrieben werden, um es als auf dem eigenen Mist gewachsen präsentieren zu können. Da blüht doch das Interesse auf :D Also schnell zuschlagen in der kleinen Buchhandlung eures Vertrauens.

Übrigens noch herzlichen Glückwunsch an Fragiole & Cioccolato, die für den Blogevent Topinambur mit lecker anzusehenden Zucchiniblüten das Gemüse der Wahl zuzubereiten wusste und Pasta con Topinambur, Fiori di Zucca e Mandorle kreierte.

Zerplatzte Hühnerfrüchte mit Rosmarinnadeln an gebratenen Speckwürfelchen incl. einer Prise Salz und Peffer für den frühen Morgen und dann für mittelspäte Verköstigung am Abend Krebs mit Chili, der diesmal mittels neuer Fertigungsmethoden nicht dem Brennen Ausdruck verlieh (Tipp)

Traditionen sind was schönes, wenn sie in der beliebigen Reihenfolge ihres vermehrt auftretenden Bezugs zum Boden unserer Küche aufzutreten pflegen. Nachdem also schon wieder die nicht vorhandene Eierabstürzschutzvorrichtung ihre natürlichen Betätigung Ausdruck verliehen hatte, musste also mal wieder schnell gehandelt werden. Eier mit frischen Rosmarin-Nadeln, Pfeffer, Oregano versehen, ein Schuß Milch hinzu und lässig gerührt, während Zwiebeln mit Speck in Olivenöl angebrutzelt wurden.

tomate bueffel moz2
mozzarella di buffalo & balsamico riserva & grünzeug

Zu dem aus dem nachfolgenden Bratvorgang hervorgegangen Speisen gesellte sich der ebenfalls im Kühlschrank eingelagert gewesene Büffel-Mozarella genauer: mozzarella di buffalo. Und da wir ausnahmsweise bei diesem zugreifen mussten wurde nun auch der Balsamico Riserva extra (oder wie der heißt) hervorgeholt — was sich aber als nicht ganz so optimal herausstellte, weil dieser das nicht minder hervorragende Bioolivenöl in den Hintergrund zu drängen wusste. Da halfen auch nicht die letzten Ernteerträge unseres Basilikumbusches. Trotzdem sehr gut zum Frühstück. Weißbrot gabs auch noch dazu.

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Rosmarin passt vorzüglich zur Rühreispeise

Und abends gab es dann mal wieder das Kulinaria-Katastrophalia-Leibgericht Flußkrebsschwänze und Nordseekrabben mit Linguine in einer Abwandlung, die eher aus der Not herausgeboren und auch so schlecht nicht war: Da rote Zwiebeln, rote Paprika und Frühlingszwiebeln nicht vorhanden waren, wurde kurzerhand auf eine rote Chili zurückgegriffen, die diesmal mittels neuer Fertigungsmethode den oftmals bei unsachgemäßen und leider etwas voreiligen Gebrauch konterminierter Finger im Augenbereich zu qualvollen mit Flüchen begleitendem Ausdruck schauspielerischen Talents zu führen weiß, nicht hervorbrachte. Nicht schön so was. unser liebling2
Aber zurück: Mittels einer Gabel wurde das Stück ultimative Schärfe fixiert und dann aus sicherer Entfernung mit einem langen Messer tranchiert. Handschuhgeschützte Herferlein entsorgten auftretende Reste und alles klappt prima. Wunderbar — so wird das jetzt immer gemacht (ist ja auch immer doof, Besuch deswegen zu laden ;-) ). Cocktail- oder Kirschtomaten wurden durch Berge sich in der Küche befindlicher Tomaten ersetzt, die dringend verzehrt zu werden wünschten. Leider gingen die Nordssekrabben etwas unter im Einklang mit der Chili; aber wenigstens optisch wusste das Meeresgetier zu überzeugen. Wein gabs auch noch dazu — irgendein Rotwein, Marke ist nicht in bleibender Erinnerung verblieben.

Hummus-Herstellungs-Dokumentations-Hinweis

Es gibt da so eine hhmmm-Rezeptseite, die auch die LeserInnenschaft mit Herstellungstipps in Videoformat zu versorgen weiß. Flo Fleissig aus Berlin gibt sich da bemühtermaßen dem Hummusherstellungsprozess hin, was ja auch ganz belustigender Natur ist und obendrein Einblicke in seine Küche gibt. Das Ganze ist tausendmal interessanter, als so manches andere Kochvideo über die wir uns mal ausschweigen. Warnen sollten wir vielleicht vor dem Gebrauch billigen Speiseöls, welches Verwendung zu finden scheint bei der Zubereitung von Unmengen dieses Pastenzeugs (wer kann das Alles essen?!? ;-) ).

Katastrophen I und II, die pink daherkommenden Umgarnungsschnüre und unerfüllte Erwartungen


Es ist Halloween — da muss alles schief gehen !!! Wir waren mal wieder von lauter lustigen Ideen besessen, wie das eine oder andere Gericht denn am besten geeignet erschiene für einen der zur Zeit laufenden Blogevents Maronen bzw. Esskastanien und Kürbis. Unser Beitrag für den heute endenden Blogevent Kürbisgerichte steht zwar schon fest: Es sind unsere wunderbaren Bunten Kürbisfrikadellen mit frischem Minze-Agavendicksaft-Joghurt-Dip, die ganz klar jede vefügbare Stimme verdient haben (großer Wink mit dem Zaunpfahl) ;-) und andererseits hatten wir für die kastanige Angelegenheit noch rein gar nix gemacht mit dieser Frucht, außer sie ab und an mal zu rösten. Tolle Ideen waren irgendwie auch schon alle vergeben wie eine kurze Recherche ergab. Also was neues kreieren.

Wir dachten da an Gefüllten Rotbarsch mit frisch gerösteten Maronen, angebratenen Tamarillo und Granatapfelkernen in karamelisierter Sauce aus dem Backofen. Das waren zumindest gestern die zur Verfügung stehenden Zutaten — zumal der Fisch dringend verspeist zu werden wünschte.
Die Esskastanien waren auch kein Problem (eher unsere hungrigen Mäuler, die das Naschen nicht sein lassen konnten), die Granatapfelkerne noch etwas sauer waren auch nicht unbedingt ungeeignet und die Tamarillo erwiesen sich als schon halbwegs reif. Und da sowieso noch selbstgemachter Vanillezucker hinzu sollte war das auch kein Problem — die Soße sehr lecker beim Probieren.
Später kam dann allerdings doch ein etwas zu sauer daherkommender Ton dazu (waren wohl die Kerne aus dem Granatapfel). Der Fisch wurde gefüllt und mit unseren neu erworbenen pinken Schnüren aus dem Hause the foodloop, sogenannten silicone trussing tools umbunden. Die Teile sehen einmal sehr chic aus und sind auch sehr praktisch da sie sich rasch zuziehen bzw. erweitern lassen und natürlich wiederverwendbar sind. Die Premiere hat auch gleich geklappt, die Schnüre nicht geschmolzen ;-)
Nach 45 Minuten also den Fisch, der zuvor in geschlossener Backform mit etwas Weißwein vor sich hin gebacken hatte, rausgeholt und aufgetischt. War aber die totale Katastrophe: Die Füllung zwar noch an dem vorgesehenen Platze – aber unansehnlich und nicht gut schmeckend geworden. Der Fisch war nicht der optimale Geschmacksverstärker. Der dazu gemachte Bulgur wurde dann mit den Resten der ungebackenen Füllung pünktlich zu Halloween ganz früh in den ersten Minuten verspeist.

Au�en hui, innen pfui
Außen hui — innen pfui

Schon zuvor war ein kulinarischer Versuch zwar nicht gerade gescheitert — aber doch nicht den hohen Erwartungen, die wir an uns legen, gerecht geworden. Zur Rettung unser Kochkünste muss natürlich hinzugefügt werden, dass das Rezept von J.O. stammt (und zwar aus seinem Kochbuch Genial italienisch, Seiten 112-115). Das soll angeblich das Beste Rezept des Buches sein und wurde von dem Autor so überschwänglich gelobt, dass wir das dich mal ausprobieren mussten.
langwierige Vorbereitung
Pastavorbereitung

Pustekuchen — das ganze Brimborium umsonst für ein nicht mal annähernd an andere gute Rezepte des Buches herankommendes Gericht. Die gefüllte Kürbis-Nudelteig-Rolle mit Spinat, Kürbis und Ricotta in Salbeibutter erwies sich als unverdaulicher Klumpen im Magen — so ganz ohne die feinen der Kombination eigenen Geschmacksverstärkungen, die das Aroma in den unvergesslichen kulinarischen MIttelpunkt des Abends zu stellen belieben.

Wir haben den Verdacht, dass der Herr unbedingt noch ein umständliches Gericht brauchte, das gut aussieht und viel hermacht. Vielleicht waren unsere Zutaten aber auch nicht in der Qualität wie sie für die perfekte Zubereitung vonnöten sind. Wir wissens nicht. Vielleicht gibts ja Leute, die das schon mal zur vollsten Zufriedenheit gekocht haben.

Und da sowieso grad kulinarisch nix klappt — servieren wir einfach mal einen trashigen pinken link zu sarah tv neinneinneinneinneinneinneinnein…..

Kabeljau so zwischendurch

Endivien- und Eisberg-Salat und eine einzige rote Zwiebel waren noch da — was jetzt dazu machen? Ganz hinten im Gefrierfach noch Kabeljau entdeckt. Leicht überschrittene Deponierungsrichtlinien fielen nicht so schlimm wie erwartet aus und so war der Fisch schnell in Öl gebraten — nachdem er ausgiebig in Mehl gebadet hatte. Wir bedienen uns dabei immer der sogenannten Tüten-Methode: Mehl rein, Dorsch dazu und alles hübsch durchschütteln. Danach ist auch der letzte Zipfel bedeckt und schützt die Ware vor Austrocknungserscheinungen beim Bratvorgang. Zitrone und Bratkartoffeln gabs obligatorisch dazu. Lecker!

Kabeljau im Mehlmantel zu Bratkartoffel und Zitrone
Kabeljau mal wieder